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nachrichtenbrief22

16. Mai 2017

Gott und die Wüste

9. August 2015

Die Bibel erzählt, wie der Mensch unter dem Druck der Wüste den Kontakt mit der Natur verliert („das Wissen“, „die Erkenntnis“). Die Wüste bedroht das Lebensprinzip an sich („das Leben“). Die sanfte kosmische Lebenskraft („Gott“) verwandelt sich in eine zerstörerische, rachsüchtige Kraft voller Lug und Trug.

Gott pflanzte im Garten Eden einen Baum, „dessen Früchte unvergängliches Leben schenken“ (Gen 2,9), verwehrt jedoch den Menschen den Zugang zu diesem „Baum des Lebens“. Dazu finden wir in Spr 11,30 folgenden merkwürdigen Hinweis:

Die Frucht des Gerechten ist ein Baum des Lebens, und Menschenleben nimmt ein Weiser.

Die Einheitsübersetzung interpretiert:

Wer Gott gehorcht, dessen Tun hilft anderen zum Leben. Wer klug und erfahren ist, gewinnt Menschen für sich.

Während wir in der Lutherübersetzung lesen:

Die Frucht der Gerechtigkeit ist ein Baum des Lebens; aber Gewalttat nimmt das Leben weg.

Ich interpretiere Spr 11,30 so, daß hier der Besitzer des Lebensbaumes, Gott, Menschenleben vernichtet. Denn wer könnte anderes gemeint sein als Jahwe! Aber warum soll er wegen dieses Baumes „Menschenleben nehmen“?

Zunächst einmal hat Gott dem Menschen so viel Macht und Würde verliehen, daß nicht viel fehlt und der Mensch wäre wie Gott (Ps 8,6). So ist es nicht verwunderlich, daß Gott am Anfang der Genesis ständig befürchtet, der Mensch könne sich über ihn erheben: Da ist der Baum der Erkenntnis, der ein Wissen vermittelt, das von Gott unabhängig macht (Gen 2,9). Die Schlange verspricht, daß der Genuß der Früchte dieses Baumes die Menschen wie Gott sein läßt (Gen 3,5). Und nachdem dies tatsächlich geschehen ist, anerkennt Gott: „Nun ist der Mensch wie einer von uns (!) geworden, und alles Wissen steht ihm offen.“ Deshalb hat Gott nun doppelt Angst: „Es darf nicht sein, daß er auch noch vom Baum des Lebens ißt. Sonst wird er ewig leben!“ (Gen 3,23).

Erst mit der Rückkehr der Schlange in Christus werden dem Menschen wieder sowohl der Baum der Erkenntnis als auch der Baum des Lebens zugänglich: „Ich gebe ihnen das ewige Leben!“ (Joh 10,28) Für ihre Befreiungstat wurde die Schlange von Jahwe verflucht. Feindschaft sollte herrschen zwischen der Schlange und der Frau, zwischen dem Samen der Schlange und dem Samen der Frau (Gen 3,15).

Immerhin war es jedoch Gott selbst, der den Acker des Menschen verfluchte, auf daß darauf Dornen und Disteln wuchsen (Gen 3,18). Ein Gott, der Moses charakteristischerweise in einem verdorrten Dornenbusch erschien (Ex 3,2) und der Christus mit einer Dornenkrone peinigte (Joh 19,2) – Gott, das „Haupt Christi“ (1 Kor 11,3)!

Dieser Gott ist ein Gott des Todes und der Verdammnis. Sein Symbol ist der Dornenbusch, der wie eine undurchdringliche Hecke den Zugang zum Lebensbaum verwehrt. Jene heilige Eiche, die den Menschen neue Lebenskraft spendet (vgl. Jes 1,29). Jener Weltenbaum in der Mitte der Erde, den Jahwe fällen ließ (Dan 4,7ff; vgl. auch Ez 31). Jahwe ist der Gott, der den einst blühenden Nahen Osten in eine Wüste verwandelt hat und der nicht eher ruhen wird, als bis der ganze Planet eine Wüste ist. Den Israeliten droht er:

Ich lasse sie durch Schwert, Hunger und Pest umkommen. Wer nicht von den Feinden erschlagen wird, stirbt an der Pest; und wen die Pest verschont, der geht am Hunger zugrunde. Ich bestraf Jerusalem in meinem Zorn, damit die Verbannten aus Juda erkennen, daß ich der Herr bin. Die Erschlagenen werden rings um die Altäre und zwischen den Götzenbildern liegen, genau dort, wo sie den Opferrauch zu ihren Göttern aufsteigen ließen, auf allen Bergen und Hügeln und unter jedem dichtbelaubten Baum. Ich selbst wende mich gegen sie und verwüste ihr Land von der Steppe im Süden bis hinauf nach Ribla. Sie sollen erkennen, daß ich der Herr bin. (Ez 6,11-14)

Es ist eine verkehrte, satanische Welt. Der Mann gebiert die Frau (Gen 2,21f), er erhebt sich über seine Mutter, wird von Gott zum Herrn über die Frau gesetzt (Gen 3,16). Der „Fürst dieser Welt“ (Joh 12,31) ist der „Vater der Lüge“, ein „Mörder von Anbeginn“ (Joh 8,44). Hat Jahwe etwa nicht gelogen – im Gegensatz zur Schlange, die die Wahrheit sagte? Man vgl. Gen 3,3ff mit Gen 3,22! Ist Jahwe etwa kein gemeiner Mörder, der Jakob (Gen 32) und Moses (Ex 4,24ff) auflauerte und umbringen wollte, ja in seinem Zorn sogar alle Israeliten (Num 25,11)? In Gen 6,7 verkündet er gar:

Ich will die Menschen wieder ausrotten – und nicht nur die Menschen, sondern auch alle Tiere, die auf dem Land und in der Luft leben.

Nach jüdischer Zeitrechnung beginnt das Jahr 5775 nach Erschaffung der Welt. Alles begann 3761 v.Chr. Es fragt sich nur, was begann, bzw. welche Welt hier entstand. Diese Jahreszahl stimmt mit jener Zeit überein, in der der orgonomische Geograph James DeMeo die Anfänge der geographischen und emotionalen Verwüstung gelegt hat. Die geographische schuf die Emotionale Wüste, auch wenn die Bibel charakteristischerweise den umgekehrten Vorgang beschreibt:

Man mißbraucht den Gottesnamen, um andere zu verfluchen, man verdreht die Wahrheit, man mordet, stiehlt, bricht die Ehe; Blutsvergießen ist an der Tagesordnung. Deshalb vertrocknet das Land, und seine Bewohner verdursten, Menschen wie Tiere, sogar die Fische verenden. (Hos 4,2f)

Kurz nach „Erschaffung der Welt“ müssen schon die ersten asiatischen („arischen“) und arabischen („semitischen“) Invasoren ins Heilige Land eingedrungen sein und die 5000jährige Entwicklung hin zum Patriarchat eingeleitet haben, der erst mit der Errichtung des neuen Israel zumindest in Ansätzen ein Ende gesetzt wurde. Heute ist das Heilige Land ein blutender Stachel des Lebendigen im Herzen der seelisch verpesteten arabischen Welt, ja der gesamten moslemischen Welt.

DeMeo zufolge waren Zentralarabien und Zentralasien die beiden Zentren, von denen aus sich das Patriarchat im Verlauf von 5000 Jahren über die ganze Erde ausbreitete. Für die Geschichte des Heiligen Landes sind nicht nur die semitischen Stämme aus Arabien von Bedeutung, sondern auch diverse indoarische Gruppe aus Zentralasien (zu denen DeMeo auch die Hunnen, Mongolen und Türken zählt). Es könnte durchaus sein, daß die hebräischen Stämme, die sich im 2. Jahrtausend v.Chr. (nach der Abraham-Legende von Norden kommend) im besiedelten Vorderen Orient niederzulassen begannen, mit den Indoariern verwandt gewesen sind, die zur gleichen Zeit in Indien einfielen.

Ob indoarisch oder semitisch, die nomadisierenden Gruppen Saharasias waren in quasi militärischen Einheiten organisierte Horden, die von Führern dominiert wurden. Charakteristisch war der weitgehend unterdrückte Status von Frauen und Kindern. Um 3500 v.Chr. verließen semitische Völker im steigenden Maße ihr zentralarabisches Ursprungsgebiet und zogen nördlich zur Mittelmeerküste und westlich nach Nordafrika. Um 3000 v.Chr. wurden sie die führende Herrscherkaste im Niltal, in der Levante und in Mesopotamien. Siehe dazu DeMeos Buch Saharasia.

Michael Grant schreibt in seiner Geschichte des Alten Israel, daß in das Land Kanaan die ersten semitischsprachigen Gruppen in der zweiten Hälfte des vierten Jahrtausends vom Rand der arabischen Wüste eindrangen.

Die kriegerischen Ereignisse, die mit diesen Wanderbewegungen verbunden gewesen sein müssen, führten offensichtlich zu einem Stilstand der zivilisatorischen Entwicklung. (Das Heilige Land, Bergisch Gladbach 1988)

Tausend Jahre später (um 2400-2000) kam es zu einem noch weit größeren Einschnitt infolge eines plötzlichen Klimawechsels, der Dürre nach sich zog. Siedlungen in Palästina wurden von ihren Bewohnern entweder aufgegeben oder die Bevölkerungszahl sank erheblich. Landwirtschaftliche Tätigkeit ging zurück und Viehzucht trat an ihre Stelle. In der Zeit zwischen 2200 und 2000 drangen Hirtenstämme ein, die die letzten noch vorhandenen Reste städtischen Lebens beseitigten.

Zwischen den von den „Herrenmenschen“ dominierten Hochkulturen in Mesopotamien und Ägypten wurde Israel während seiner ganzen Geschichte aufgerieben. Hinzu kamen immer neue Anstürme aus dem arabischen Zentrum „Saharasias“ und sogar aus seinem zentralasiatischen, denn die Griechen und Römer, die in Israel einfielen, waren natürlich ursprünglich aus Zentralasien stammende „Arier“.

Dies hat sich auch später wiederholt, als zwischen 640 und 1000 n.Chr. islamische Armeen aus Arabien vordrangen, gefolgt von den „christlichen“ Kreuzrittern aus Europa, deren Grausamkeit selbst für arabische Maßstäbe schlicht unfaßlich war. Im Zeitalter der Kreuzzüge begann dann die Unterdrückung der Juden in Europa, die schließlich im Holocaust gipfeln sollte. Kein Volk wurde schwerer von Saharasia heimgesucht und keines hat sich wackerer geschlagen, bis hin zum schier unglaublichen Wunder, das das moderne Israel darstellt. Es ist der Heiland unter den Völkern und führt den heroischen Kampf gegen das Böse an.

Das „Böse“ ist einfach die Wüste, die die Menschen einst „verwüstet“ hat, die die Menschen zu Unmenschen gemacht hat, was sich dann unabhängig von der realen Wüste über die von Reich beschriebenen Mechanismen in den darauffolgenden Generationen fortsetzte. Das Böse ist die Emotionale Wüste, die auf die geographische Wüste zurückgeht.

Bei den Geschichten, die sich beispielsweise um die biblischen Gestalten Elija und Elischa ranken, haben wir das klassische Beispiel für den Druck vor uns, den die nomadisierenden Viehzüchter aus den Randgebieten der arabischen Wüste auf das Land ausübten, in dem, aus ihrer Sicht, „Milch und Honig fließen“ (Ex 3,8). Der Prophet Elija nutzte eine Dürre aus, um 850 Priester der Fruchtbarkeitsgötter Aschera und Baal abschlachten zu lassen (1 Kön 18).

Auch im Mythos von Kain und Abel finden wir die Auseinandersetzung zwischen dem idealisierten Hirten Abel und dem dämonisierten Ackerbauern Kain wieder. Im übrigen stellt dieser Mythos den zweiten Schritt bei der patriarchalen Einstimmung in die Bibel dar. Ging es in Gen 3, wie in Teil 1 beschrieben, um die Verantwortung gegenüber dem patriarchalen Gott, so geht es nun in Gen 4 um die Verantwortung gegenüber dem „patriarchalen Mitmenschen“.

Wie es wohl noch heute den Menschen vom Lande in der Großstadt ergeht, empfanden auch die wilden Nomaden aus der Wüste die Kulturlandbewohner als wenig bekümmer um menschliches Leben (Gen 19,9). Darüber hinaus galten sie den Nomaden als verweichlicht (Ex 1,19) und sexuell haltlos (Gen 19 und 34). Umgekehrt mögen die Kulturlandbewohner die Nomaden ähnlich empfunden haben, wie wir die geheimnisumwitterten „Südländer“ empfinden, nämlich als unzuverlässige Bande mit wenig Unterscheidungsvermögen für eigenes und fremdes Gut (Ex 3,21f; 11,2 und 12,35f) (Othmar Keel, Max Küchler: Synoptische Texte aus der Genesis, Fribourg 1971, S. 126). Dabei mag jede neue semitische Einwanderungswelle ins Gelobte Land nach einiger Zeit wie unsere Kulturlandbewohner empfunden und benommen haben. Es waren dann sie, die ängstlich auf die nachfolgenden Gruppen hinabschauten.

Sie alle sind hilflose Figuren innerhalb eines sich hinziehenden sozio-ökologischen Desasters voller Zynismus und Sadismus. DeMeo weist darauf hin, daß eine frühe Periode der Wüstenbildung in Zentralasien mit den verschiedenen Sintflutsagen (klimatische Instabilität und große Überflutungen) in den Gebieten am Rande Zentralasiens übereinstimmt. Für Palästina gibt er die Zeit um 2355 an. So spiegelt die Sintflutsage den biokulturellen Umbruch vom Matriarchat zum Patriarchat wider, der durch die Verwüstung ausgelöst wurde. Alttestamentler wie Keel und Küchler gehen davon aus, daß die Sintflut in der sogenannten „Priesterschrift“ die gleiche Rolle spielt, die beim „Jahwisten“ vom Sündenfall ausgefüllt wird.

Reich schreibt über die Wüste:

Nichts ist bedrückender und bedrohlicher für das menschliche Leben als die Wüste, die Verwandlung eines fruchtbaren Bodens in eine staubige Hölle, der Hungertod ganzer Völker, der Niedergang blühender Kulturen durch Dürre. (OROP Wüste)

Für die Israeliten war Erlösung gleichbedeutend mit Regen. Am Rande der arabischen Wüste gelegen, wurde Palästina beständig von „einem heißen Ostwind“ (Jona 4,8), einem „Glutwind“ (Jer 4,11) heimgesucht. Wie in Ps 103,15f dargestellt, war das gesamte menschliche Leben betroffen:

Der Menschen Leben gleicht dem Gras, er blüht wie eine Blume auf der Wiese: Ein heißer Wind kommt – schon ist sie verschwunden, und wo sie stand, bleibt keine Spur zurück.

Der „sengende Ostwind aus der Wüste“, läßt alle Quellen versiegen (Hos 13,15). Das Getreide wird durch die besagten „Glutwinde“ vernichtet und eine Hungersnot bricht aus (1 Kön 8,37). Die saftigen Weiden vertrocknen und „selbst der Wald auf dem Gipfel des Karmels verdorrt“ (Am 1,2).

Klagt über euer Unglück, ihr Bauern und Weingärtner! Es gibt weder Weizen noch Gerste zu ernten, die Weinstöcke sind verdorrt, die Feigen- und Dattelbäume, die Granat- und Apfelbäume und alle wildwachsenden Bäume im Land sind entlaubt. Die ganze Freude der Menschen welkt dahin. (Joel 1,11f)

Als „Fluch des Ungehorsams“ gegen Gott verkündet Dtn 28,23f:

Der Himmel über euch wird wie eine bronzene Glocke sein und die Erde unter euren Füßen hart wie Eisen. Statt Regen werden Staub und Asche vom Himmel fallen, bis ihr völlig vernichtet seid.

Oder wie wir in Lev 26,19f lesen:

Ich breche euren Starrsinn und lasse es nicht mehr regnen; der Himmel über euch wird wie eine eiserne Glocke sein und der Boden unter euren Füßen hart wie Stein. Alle eure Mühe ist dann vergeblich. Auf euren Feldern wächst nichts mehr, und die Bäume tragen keine Früchte.

Das Meer trocknet aus, die Ströme versiegen, die üppigen Weiden verdorren, die Bäume sterben ab und die Blütenpracht verwelkt (Nah 1,4). Der Herr schaut von seiner Wohnstätte herab „ruhig und unbewegt wie die glühende Mittagshitze, wie eine Dunstwolke an einem heißen Sommertag“ (Jes 18,4), selbst „der Himmel ist für ihn nicht rein“ (Ijob 15,15).

Der Sieg des Jahwe-Kultes über diverse Baals-Kulte ist ein Beispiel für den unmittelbaren Zusammenhang zwischen der Patriarchalisierung des Nahen Ostens und seiner Verwüstung. Noch zu Zeiten von König Ahab (871-852) war der Baals-Kult in den seßhaften kanaanitischen Bevölkerung so sehr verankert, daß der König aus Staatsräson diesen Fruchtbarkeitskult dulden mußte. Dagegen trat der Prophet Elija an als „Partisan Jahwes“. Zusammen mit Elischa führte er eine oppositionelle Bewegung an, „die in rückständigen, noch halb in der Wüste lebenden Gruppen, denen alles Nichtjahwistische in Brauchtum und Kult von Übel erschien, ihre Wurzeln hatte“ (Michael Grant: Das Heilige Land, Bergisch Gladbach 1988, S. 198). Die Proteste Elijas gegen König Ahab

wurden während einer langanhaltenden Dürrezeit laut, die den Baalskult in eine Krise geraten ließ. Als Herr der Fruchtbarkeit, der Stürme und des Regens hatte der Gott zu offenkundig versagt. (ebd., S. 194)

Die Wüste brennt buchstäblich alle Reste des Matriarchats weg.

In Kanaan hatten die Kulturlandbewohner allen Grund, auch die friedlichsten Nomaden zu fürchten, denn mit ihren Schafen, Rindern und Ziegen trugen diese unmittelbar zur Verwüstung bei. So klagen denn auch die Midianiter über die Israeliten:

Sie sind so zahlreich, daß sie rings um uns her alles an sich reißen werden, wie eine Rinderherde das letzte Hälmchen Gras auf der Weide abreißt. (Num 22,4)

Hinzu kam die Verkarstung durch die ungehemmte Rodungstätigkeit (Jos 17,15), denn im Gegensatz zur „Urbevölkerung“ waren den Nomaden die Bäume nicht heilig.

Diese höllenhaften Zustände (die Hölle, ein heißer Glutofen), die schlimmsten nur denkbaren, traten zuerst in der Wüste Rub’al-Khali ein – weit im Südosten von Palästina gelegen, dort kam später der „Glutwind“ her. Von dort im Osten brachen die Menschen auf, um den Turm von Babel zu errichten (Gen 11,2).

Das Miasma Saharasias

30. Juli 2015

Ich kehre von meinem Kurzurlaub aus Nizza zurück. Auf der Rückfahrt von Nizza nach Hamburg haben wir eine interessante Beobachtung gemacht: während am Nordrand Saharasias, der mittlerweile über Freiburg weit hinausreicht, der Himmel irgendwie flach ist, weitet sich ab etwa Frankfurt der Blick auf dramatische Weise und die Landschaft wird dreidimensional. Es ist, als wenn man aus einem benebelnden Drogenrausch erwacht. Gleichzeitig schwindet ein schwer zu definierender „toxischer Druck“. Es zeigt sich die funktionelle Identität von DOR-Verseuchung, Kontaktlosigkeit, okularer Panzerung, Machismo, Fatalismus, paranoider Zweidimensionalität (= alles ereignet sich auf der gleichen Ebene, z.B. werden fernstehende Menschen unmittelbar bedrohlich, etc.).

Die Wüste ist öde, leer und konturlos. Das okulare Segment wird eingelullt, man verliert mit dem Wegfall von Anhaltspunkten in der Landschaft an Kontakt und an dreidimensionalem Weltgefühl, es kommt zum Weltverlust und zur Vergeistigung. In Wäldern mit ihrer dreidimensionalen Gestaffeltheit ist man demhingegen wirklich in der Welt und so wirklich in seinem Körper.

Mir ist von jeher aufgefallen, daß Christen immer bei Bildern der Wüste sofort an Gott denken, während umgekehrt in Berichten über die Wüste über kurz oder lang von Gott die Rede ist.

Bäume sind natürliche Cloudbuster, die nicht nur Sauerstoff erzeugen, Kohlendioxid binden und den Wasserhaushalt regeln, sondern darüber hinaus die Atmosphäre von DOR freihalten. Abholzungen sind der erste Schritt hin zur Wüste. Das Naturempfinden etwa des Spaniers zeigt sich in seinem Haß auf Bäume. Ein Deutscher, der sich in Kastilien ein Landhaus kaufte und in seinem Garten Bäume pflanzte, wurde sogleich von seinen erbosten Nachbarn angegangen, wie er denn die herrlich leere Landschaft mit diesem schrecklichen Gestrüpp verunstalten könne. Wisse er denn nicht, daß Bäume die Luft verderben, Ungeziefer und Vögel anziehen, die alles vollscheißen würden!

Zur Zeit der Römer war die iberische Halbinsel noch ein einziger großer Wald, dann kamen die Araber und danach der katholische Zentralstaat. Das Land wurde kahlgeschlagen. Eine Mentalität, die sich auf die gesamte weltweite Hispania übertrug und ein Hauptgrund für das erst jetzt möglich gemachte Abholzen (Bandsägen, Bulldozer) der tropischen Urwälder in Südamerika ist. In minderem Maße findet sich dieses Denken noch im romanischen Frankreich, das sich über den teutonischen Waldkult lustig macht. Im gesamten Südeuropa von Spanien bis Griechenland gibt es vorsätzliche Brandstiftungen, um die lästigen Wälder endgültig zu beseitigen.

Ja, unsere Vulgärmarxisten werden jetzt einwenden: Peter, das hat wirtschaftliche Gründe! Tatsächlich bringen sie mit derartigen Einwürfen aber nur die Gaunermentalität zum Ausdruck, die Südeuropa und mittlerweile auch Deutschland zerstört.

Der Anthropologe Marvin Harris hat die These vertreten, im Vorderen Orient sei das Schwein dem religiösen Bann anheimgefallen, weil die Wälder verschwanden, in denen die Schweine lebten. Die Schweine wurden zu einer Last, die weder Milch, Heizmaterial oder Dünger, noch Zugkraft bereitstellte (Wohlgeschmack und Widerwille. Die Rätsel der Nahrungstabus, Stuttgart 1990).

Wenn man im Herbst durch Frankreich fährt, sieht man praktisch hinter jedem Busch einen Jäger, der auf alles schießt was sich bewegt. Richtige Todesschwadronen gegen das Lebendige. Es ist wohl nichts gegen die weidmännische Jagd einzuwenden (z.B. muß, um dem deutschen Wald zu helfen, endlich mal ein Großteil des Rotwildes weggeschossen werden), das, was die Südeuropäer machen, ist nach eigener Aussage „Sport“: Freude am Töten. Besonders schockierend ist die Singvogeljagd in Italien und auf Malta, die wirklich nichts weiter ist als die perverse Lust am töten. Neulich ein Malteser vor der Fernsehkamera: „Das ist doch die einzige Freude in meinem Leben und das wollen Sie mir verbieten?!“

Warum wurde Marcos auf den Philippinen gestürzt? Nicht etwa wegen Korruption, denn die ist nach ihm ja fröhlich weitergegangen, sondern weil er ein Programm zur Geburtenkontrolle durchgesetzt hatte. Die Katholische Kirche hat daraufhin die „Demokratiebewegung“ initiiert, ihre Präsidentin an die Macht gehievt und die hat dann sofort alles gestoppt, so daß die Philippinen heute wieder eine der höchsten Geburtenraten der Welt hat und praktisch nicht mehr zu retten sind. Gott wird alles richten:

Bezeichnend ist folgende Stelle aus einer deutsch-israelischen Netzseite:

Förster der KKL erlebten gestern eine böse Überraschung, als sie in der Nähe des Ortes Omer bei Beer Sheva junge Bäume gießen wollten. Vandalen hatten Tausende Bäumchen abgehackt und dann liegengelassen. Der Bürgermeister von Omer, Pini Badash, reichte Klage bei der Polizei ein und meinte, daß im Negev schon lange ein Krieg stattfindet, in dem die Beduinen immer mehr Land für sich annektieren. Badash ist sich sicher, daß diese Tat von den Beduinen in der Gegend verübt wurde, weil diese behaupten, daß das Land, auf dem die Bäume angepflanzt wurden, ihrem Stamm gehöre. „Für jeden gefällten Baum werden wir zehn Neue pflanzen, wir weigern uns aufzugeben“, so der Bürgermeister.

In der deutschnationalen Zeitschrift Deutsche Geschichte (5/2010) lese ich unter der Überschrift „Israels Polizei zerstörte ein Beduinendorf“ folgendes mit genau gegenteiliger Tendenz:

1500 israelische Polizisten zerstörten mit fünf Bulldozern etwa 40 aus Lehm und Stroh errichtete Häuser eines Beduinendorfes in der israelischen Negev-Wüste. Außerdem entwurzelten sie Hunderte Olivenbäume. Die Aktion steht im Zusammenhang mit der fortgesetzten Enteignung und Vertreibung von nichtisraelischen Israelis bei gleichzeitiger Siedlung von Israelis in palästinensischen Gebieten.

Ohne genaue Orts- und Zeitangabe sind solche „Meldungen“ vollkommen wertlos. Naja, hier ein seriöser Bericht von einem linksliberalen Blatt.

Interessant sind die Leserkommentare im Standard von Linken, die ähnlich erbost sind über die Doppelmoral der Israelis, wie jene, die dem Großdeutschen Reich hinterhertrauern.

Funktionell betrachtet, d.h. aus der Distanz, die die Zusammenhänge überschaubar macht, sieht das ganze natürlich anders aus, als es rechte und linke Ideologen mit ihrer starken Augenblockierung wahrnehmen können. Dazu folgender Leserkommentar:

warum steht illegal errichtet in Anführungszeichen?
ah natürlich, illegal kann nur das sein was Jews machen.
by the end of 2007 there were more than 100,000 illegally built structures in Israel. The overwhelming majority were constructed on state land seized by Arab land thieves in the Negev and the Galilee. By the end of 2009, the number of illegal buildings grew to an estimated 150,000. The scope of the theft is so vast that the Comptroller’s Report referred to it as a “national scourge.”
http://www.jpost.com/Opinion/C… ?id=171861

Es geht um den Überlebenskampf Israels als kleiner demokratischer Insel in einem arabischen Meer der Despotie. Aber versuch das einmal einem linken oder rechten Ideologen zu erklären!

Und was die Zerstörung der Olivenbäume in der Negev-Wüste betrifft: Olivenbäume brauchen relativ viel Wasser, würden also letztendlich zur weiteren Verwüstung der Region betragen statt ihr entgegenzuwirken.

Für Europäer mögen Nomaden etwas Romantisches sein, doch aus ökologischer Sicht sind ihre Ziegenherden eine Pest. Sie verhindern seit Jahrtausenden, daß sich die Wüsten des Nahen Ostens erholen.

Natürlich kommen jetzt alle möglichen Einwendungen, etwa die absurde Frage, was denn eigentlich die funktionelle Betrachtungsweise von jenen „geopolitischen“ Überlegungen unterscheidet, die beispielsweise das Projekt „Großdeutsches Reich“ inspirierten. Das sind Zwangsgrübeleien, die von dem einen grundlegenden Konflikt ablenken sollen, um den es geht:

Die Frage muß schlicht immer sein, „wohin es führt“. Wem ist damit geholfen, wenn Israel im „arabischen Meer“ untergeht?

Die Diskussionen, die einen in solchen Zusammenhängen aufgezwungen werden, versanden immer in einem „Aber die reißen doch auch Bäume aus!“, d.h. in einem Relativieren, dessen Funktion nicht etwa das Erlangen tieferer Einsichten ist, sondern ganz im Gegenteil das Herstellen von noch mehr Augenpanzerung und Kontaktlosigkeit. Derartige angeblich „kritische“ Diskussionen dienen der Aufrechterhaltung der gesellschaftlichen Panzerung, die das Durchbrechen des Lebendigen verhindern soll.

Nach der Lektüre der Deutschen Geschichte, des Standard, etc. fühle ich mich bleiern und beschmutzt und es fällt mir schwer einen klaren Gedanken zu fassen. Das Miasma der gesellschaftlichen Panzerung, in dem wir alle zu ersticken drohen.

Was ist mit der Atmosphäre los?

10. Juli 2015

Es ist schwer zu sagen, was beim Wetter normal ist. Kaum beklagt man sich über einen viel zu kalten Sommer, kommt es zu neuen Hitzerekorden. Kaum glaubt man, daß es weltweit doch nicht so schlimm sei, sich etwa gegenwärtig die Sahelzone begrünt, hört man von immer neuen verheerenden Dürre- bzw. Niederschlagsrekorden und Kälte- bzw. Hitzerekorden in Nordamerika.

Als Student der Orgonomie hat man es schwer objektiv zu sein, haben doch Reich und Eden eine Zukunft voller Wetterkatastrophen vorhergesagt.

2008 hieß es in einem Blogeintrag über Weinbau:

Wenn man den Hagel diesen Sommer und die Unwetter der letzten Jahre und Jahrzehnte betrachtet hat man das Gefühl es wird immer extremer.

Das deutsche Wetter ist aber auch extremer geworden. Nicht nur gefühlt, auch statistisch belegt! In den vergangenen Jahren gab es zahlreiche Wetterextreme. Einige davon haben selbstverständlich auch den Weinjahrgang teils mehr, teils weniger stark beeinflußt:

  • 2007 Extreme Dürre im April, Dauerregen mit Sturm in Deutschlands Nordhälfte, bundesweit starke Hagelschäden
  • 2006 Dürreperiode im Juni und Juli
  • 2005 Spätfrost im Norden Deutschlands
  • 2004 Bundesweit starke Hagelschäden
  • 2003 Extreme Dürre während der gesamten Sommerperiode
  • 2002 Hochwasser an Donau und Elbe, Spätfrost in Teilen Süddeutschlands, Hagel vom Südwesten bis nach Ostdeutschland
  • 2000 Dürre in Ostdeutschland, extreme Hagelschäden
  • 1999 Hochwasser an der Donau, Bundesweit starke Hagelschäden
  • 1998 Starkregen von Nordwestdeutschland bis zur Landesmitte
  • 1997 Hochwasser im Oderbruch
  • 1996 Dürreperiode im Frühsommer mit Schwerpunkt Ostdeutschland, vereinzelte Hagelschäden
  • 1995 Vereinzelte Hagelschäden
  • 1994 Vereinzelte Hagelschäden
  • 1993 Dürreperiode im Frühsommer mit Schwerpunkt Ostdeutschland, extreme Hagelschäden
  • 1992 Dürreperiode im Frühsommer in Ost- und Norddeutschland, vereinzelte Hagelschäden
  • 1991 Spätfrost

Laut der Vereinigten Hagel wurde in diesen Jahren der gesamten deutschen Landwirtschaft ein Schaden von über 8 Milliarden Euro zugefügt. Besonders Trockenheit mit über 5 Milliarden Euro und Hagel mit 1,66 Milliarden Euro waren für die Summe verantwortlich.

Ich erinnere an letztes Jahr:

[youtube:https://www.youtube.com/watch?v=P1hotKD2p5w%5D

Das Fatale daran ist, daß die Gesamtlage nicht zur Besorgnis Anlaß gibt – bis unvermittelt alles kippt. Dieses Jahr sind es verheerende Waldbrände im Westen Kanadas. Über dem Land liegt ein Dunstschleier und es wurden Warnungen hinsichtlich der Qualität der Atemluft ausgegeben. Das alles infolge einer Hitzewelle, die seit Anfang Juni andauert. Vor fünf Jahren war es Rußland, das unter der schwersten Trockenheit und Hitze seit mehr als 130 Jahren litt. Wegen der extremen Schadstoffbelastung in der Luft durch apokalyptische Wald- und Torfbrände hätte man Moskau an sich evakuieren müssen! Gegenwärtig hält in Kalifornien die schlimmste Dürre seit 1200 Jahren an. Währenddessen kam es im Norden Mexikos, in Texas und in Oklahoma zu schweren Überschwemmungen. In Nordkorea herrscht die schwerste Dürre seit 100 Jahren.

In Südasien und Afrika folgen auf schlimmste Hitzewellen und Dürren regelmäßig noch verheerendere Überschwemmungen.

Jerome Eden über Die Rolle des atmosphärischen DORs bei Dürre und Überschwemmungen aus dem PPCC Bulletin Vol. 8, No. 4, 1981:

Für die Wüstenbildung sind atmosphärische Extremzustände charakteristisch. Die zugrundeliegende Ursache für derartige Extreme ist DOR, Deadly ORgone energy (giftige Orgonenergie), das sich über den Globus hinweg ausgebreitet hat. In einer Umgebung mit einer sauberen und funkelnden Atmosphäre bilden sich Wolken mit abgerundeten, vollen Formen, da sie immer größere Mengen atmosphärischer Energie an sich ziehen, bis sie ihre Kapazitätsgrenze für Energie und Feuchtigkeit erreicht haben. Dann entladen sie ihre Energie und ihr Wasser Richtung Erdboden. Die Energieentladung der Wolken führt zu einem energetischen Gleichgewicht in der Atmosphäre. So findet sich Reichs „Viertakt“ der Lebensformel (die der orgastischen Konvulsion zugrundeliegt) auch in der ungepanzerten Atmosphäre: mechanische Spannung → Ladung → Entladung → Entspannung.

Der Angriff durch den atmosphärischen DOR-Panzer zerstört jedoch diese natürliche, rhythmische Abfolge, ähnlich wie die biophysische Panzerung die Fähigkeit des lebendigen Organismus zerstört, in einer einheitlichen Weise zu expandieren und sich zusammenzuziehen. Das ist so, weil sowohl der lebendige Organismus als auch die nichtlebende Atmosphäre von der Qualität der in ihnen wirkenden Energie bestimmt werden. In beiden Bereichen (dem Lebendigen und dem Unlebendigen) verhindert der DOR-Panzer die Pulsation. Dies führt zu Extremen im Verhalten, wie durch Reichs funktionelle Denktechnik verständlich wird:

Wenn wir diese Abbildung studieren, sehen wir, daß Überschwemmungen und Dürren gegensätzliche Prozesse sind, die ein gemeinsames Funktionsprinzip haben – DOR. Vorher sanft ablaufende pulsatorische Prozesse weichen harschen Extremen: massive Überschwemmungen, die von ausgedehnten Austrocknungsperioden gefolgt werden, da Pulsation durch gewaltsame Extreme von Expansion und Kontraktion ersetzt wird – von der Überschwemmung zur Austrocknung, von ungewöhnlicher Hitze zur unjahreszeitlichen Kälte. Das krampfartige Muster des „zu viel oder zu wenig“ ist ein Hauptcharakteristikum der Bildung von Wüsten, wo die Temperaturen zwischen einer sengenden Tageszeit und einer frostigen Nacht schwanken und wo der Niederschlag, wenn überhaupt, einmal pro Jahr in Wolkenbrüchen niedergeht. Solange ein DORifiziertes Gebiet nicht von DOR gereinigt wird, bringen 50, 100 oder 400 Millimeter Niederschlag auf einmal absolut nichts. Tatsächlich verschärfen solche Regenfälle das Problem und beschleunigen die Wüstenbildung. Da der DORifizierte Boden die Feuchtigkeit nicht halten kann, wird alles von den Regenfällen überschwemmt, die Ackerkrume wird weggespült, die Ernte und der Bodenwuchs wird zerstört, menschliche und tierische Behausungen werden in Mitleidenschaft gezogen. Für die Wiederherstellung der atmosphärischen Pulsation benötigt man ein weltumspannendes Programm zur DOR-Beseitigung. Dies ist unsere einzige rationale Hoffnung für ein Überleben auf dem Planeten Erde.

Ich habe diesen Blogeintrag im Gras sitzend unter einer Eiche zusammengestellt. Hinter mir explodiert der Wald förmlich vor grüner Vitalität und vor mir flimmert die Orgonenergie über den Getreidefeldern. Der Himmel über mir ist wolkenverhangen. Die Atmosphäre fühlt sich „angespannt“ an. Langsam aber sicher hört das horizontale Flimmern der Orgonenergie auf und langsam setzt stattdessen vertikaler „energetischer Regen“ ein. Zwar fängt es nicht wirklich an zu regnen, aber trotzdem löst sich die atmosphärische Spannung und die Abendluft fühlt sich „samten“ an.

Der wahre planetare Notstand findet sich weniger in den Nachrichten über den „Klimawandel“, sondern: der Student der Orgonomie sieht und vor allem fühlt ihn, wenn er durch die Natur geht. Beispiel: „Irgendwas“ stimmt nicht. Es ist, als wäre der „Lebensfunke“ aus der Atmosphäre entwichen, sie sieht milchig, vielleicht sogar „schmutzig“ aus, Wolken haben kaum Konturen und Kondensstreifen bilden sich leicht, bleiben lange erhalten, breiten sich aus und werden zu einer Art „Hochnebel“.

Jeder kann beobachten, daß sich bei Expansion in der Atmosphäre („blauer Himmel“) hinter Flugzeugen keine Kondensstreifen bilden bzw. sie sich sehr schnell auflösen. Bei Kontraktion („schlechtes Wetter“) bilden fast alle Flugzeuge langanhaltende Kondensstreifen. Das ist ähnlich wie beim Cloudbusting: bei einem expansiven Wetter ist es fast unmöglich Wolken zu erzeugen, während bei kontraktilem Wetter die „Wolkentendenz“ fast universell ist.

Ein weiterer Faktor neben der atmosphärischen Pulsation ist der DOR-Haushalt der Atmosphäre: bei einer „DOR-Tendenz“ der Atmosphäre („milchiger Himmel“) zerfließen alle Konturen von Wolken, insbesondere haben aber Kondensstreifen die Neigung zu verschmieren und sich auszubreiten. Bei einer Atmosphäre ohne DOR, d.h. bei gutstrukturierten Kumuluswolken bleiben auch Kondensstreifen lange intakt.

Die Massen, die spüren und beobachten, „daß etwas mit der Atmosphäre nicht stimmt“, nehmen Theorien über „Chemtrails“ begierig auf und schmücken sie weiter aus. Früher hätte es so etwas nicht gegeben! Erstens wird vergessen, daß es früher nicht so viel Flugverkehr gab und zweitens weniger DOR („Milchigkeit“) in der Atmosphäre vorhanden war. Und die mechano-mystische Wissenschaft: sie stolpert über die atmosphärische Pulsation, bzw. deren Störung, und den OR-ORANUR-DOR-Metabolismus und errichtet auf isolierten Beobachtungen weitreichende Theoriegebäude über den „Klimawandel“.

Die DOR-Menschen (Teil 3)

29. Mai 2015

1987 erklärte MUFON, ein Zusammenschluß von Wissenschaftlern zur UFO-Forschung,

daß nach dem Studium „tausender Fälle“ die Organisation zu dem Schluß gekommen sei, es gäbe nur vier Typen von Außerirdischen, die die Erde besuchen: der kleine Humanoide, das experimentelle Tier, das menschenähnliche Wesen und der Roboter. (Spencer/Evans: Phenomenon, London 1988)

Wir leben in einem vollkommen absurden Universum. Ein Universum, in dem George Adamski Kontakt mit „Sternenmenschen“ von der Venus aufnehmen konnte, die sich kaum von gewöhnlichen Menschen unterschieden. Später wurden dann die Außerirdischen populär, wie sie heute jedes Kind kennt: embronenartige Wesen mit ausgemergelten Körpern und großen schwarzen Augen. Die ganze Absurdität des UFO-Phänomens wird durch zwei andere Spezies der UFO-Fauna evident: den „UFO-Riesen“ und „Bigfoot“.

Weltberühmt wurden die „UFO-Riesen“ als am 9. Oktober 1989 die offizielle sowjetische Nachrichtenagentur TASS über eine UFO-Landung in der zentralrussischen Industriestadt Woronesch am Don berichtete. In der Abenddämmerung sei im Stadtpark ein kugelförmiger rotleuchtender Ball gelandet. Aus einer Luke seien drei riesige, drei bis vier Meter große Wesen gestiegen. Im Verhältnis zum Körper hätten sie sehr kleine Köpfe und sehr große Füße gehabt. Nach 40 Minuten seien diese „UFO-Riesen“ wieder entflogen. Genrich Silanow, der Leiter des geophysikalischen Instituts der Stadt untersuchte die Landestelle:

Wir entdeckten einen Kreis mit einem Durchmesser von 20 Metern, in dem sich vier Eindrücke von je fünf Zentimeter Tiefe befanden.

Später wurde die Geschichte von der vom Zentralkomitee der KPdSU herausgegebenen Zeitung Sowjetskaja Kultura weiter ausgeschmückt, so daß eine Woche nach der Landung die Prawda die Notbremse ziehen mußte und alles ins Lächerliche zog: Am Samstag um 13.58 Uhr sei in der Stadt Obradowk („Frohlocken“) ein orangefarbenes UFO gelandet. Drei über drei Meter große Wesen mit drei Augen und vier Ohren seien ausgestiegen. Das größte der Wesen, eine Frau, habe gerufen: „Glasnost … Hurra!“

Über „UFO-Riesen“ in Griechenland informiert uns folgender Bericht aus der griechischen Zeitung Eleftheros Typos (Freie Presse) vom 1. Juli 1989, den mir damals ein befreundeter Grieche zugeschickt hat:

Saloniki – Übernatürliches Wesen aus der Vergangenheit oder ein schlecht gemeinter Witz? Jedenfalls machen die Abdrücke zweier riesig großer Fußsohlen auch die argwöhnischsten nachdenklich. Vorgestern wurde (die 35 Kilometer nördlich von Saloniki gelegene Stadt) Kilkis in Aufregung versetzt. Donnerstagsmorgen waren im Dorf Chrisopetra unerklärliche Dinge geschehen.

Vorgestern um 8 Uhr 30 spielte die elfjährige Evi Sotiropoulu im Garten, dem höchstgelegenen Punkt des Dorfes. Plötzlich war da ein mächtiges Geräusch, das Kind wurde durch eine riesig große Staubwolke erschreckt und lief weinend ins Haus.

„Vom Garten rannte sie erschreckt ins Haus und versuchte mir etwas zu sagen“, erzählte die Großmutter von Evi, Triantafillia Kalegianni. „Als sie sich beruhigt hatte, sagte sie mir, sie hätte durch den Staub hindurch eine riesig große menschliche Figur gesehen. Ich ging gleich aus dem Haus und sah zwei tiefe Abdrücke von menschlichen Fußsohlen …“

Messungen der Polizei ergaben, daß die beiden Abdrücke eine Länge von 1,10 m und eine Breite von 60 cm haben und daß sie 2,5 cm tief in den Boden gedrückt sind.

Gestern erschienen Meteorologen von der Universität Saloniki auf dem Schauplatz. Einer der Professoren, Charambos Sachsamanoglou, sagte: „Die Wolke und das Geräusch können wir wissenschaftlich erklären, aber trotzdem bleibt etwas unerklärt: die riesig großen menschlichen Spuren. In dieser Gegend sind zu dieser Zeit Wirbelwinde ein gewöhnliches Phänomen und ihre Dauer ist sehr kurz. Es ist nicht auszuschließen, daß es einen solchen Wirbelwind gab und zwar ein sehr starker, der verschiedene Objekte hochgehoben hat und so dieses Geräusch hervorgerufen hat. Aber das Problem ist, daß, wenn es sich um einen Wirbelwind gehandelt hat, er alle Abdrücke hätte vernichten müssen. Das ist, was ich nicht erklären kann“, fügte Sachsamanoglou nachdenklich hinzu.

Die zwei übernatürlichen Spuren liegen nebeneinander. Man könnte sagen, an dieser Stelle hätte ein Mensch von riesigen Ausmaßen für nur einen Moment gestanden und wäre dann verschwunden.

Aber niemand kann dies mit Sicherheit sagen.

„Die entsprechenden Fachgelehrten sollen hierher kommen. Sie werden durch Messungen mit Sicherheit feststellen können, ob die Dimensionen der Abdrücke mit denen menschlicher Füße übereinstimmen. Vom bloßen Augenschein her, kann niemand bestreiten, daß es sich um menschliche Füße mit Ferse und fünf Zehen handelt“, sagte Sachsamanoglou.

Der Bürgermeister von Kilkis war sehr zurückhaltend und vorsichtig: „Sicherlich handelt es sich um etwas Merkwürdiges. Ich glaube, daß die Wolke und das Geräusch nichts mit den Spuren zu tun haben. Denn hätte ein Wirbelwind diese Abdrücke hervorgerufen, würde es in keinem Fall zwei gleiche Abdrücke geben, sondern vielleicht nur einen. Dennoch schließen wir nicht aus, daß es sich um einen schlechtgemeinten Scherz handelt.“

Trotzdem steht fest, daß sich die Bewohner von Kilkis in Panik befinden.

Johannes Fiebag (Die Anderen, München: Herbig 1993, S. 15-24) berichtet über „leuchtende Riesen am Bodensee“. Februar 1975 hatte der damals 16jährige Zeuge in der Nähe des Bodensees eine unheimliche Begegnung. Um Mitternacht hatte er sich mit einem gleichaltrigen Freund, der in einen Fall von Wilderei verwickelt war, bei einem Steinbruch im Wald getroffen. Gegen drei Uhr nachts fing es plötzlich im stockfinsteren Wald „zu dämmern“ an. Als die beiden Freunde nach der Ursache für die milchige Helligkeit Ausschau hielten, machten sie weit entfernt zwischen den Bäumen drei Lichter aus, die sich durch die Bäume auf sie zu bewegten. Als sie näher kamen, sahen sie aus wie senkrecht stehende Neonleuchtröhren. In 20 oder 30 Meter Entfernung blieben sie stehen.

Als der Zeuge auf diese Erscheinungen zuging, sah er, daß es etwa drei Meter große Gestalten in Raumfahreranzügen waren, die in einer Art „fliegenden Sesseln“ saßen, die etwa zwei Meter über dem Boden schwebten. Der rechte Sessel bewegte sich auf den Zeugen zu, der sich plötzlich nicht mehr bewegen konnte:

Der ganze Körper kribbelte, es tat richtig weh. Irgendetwas zerrte an meiner Haut. Es war, ja, als ob meinem Körper alles Wasser, alle Flüssigkeit entzogen würde, als ob ich schlagartig austrocknen würde. Mein Kopf dröhnte wie eine Kirchenglocke, ich glaubte, all meine Knochen würden gegeneinander gerieben. Mir war furchtbar heiß, und ich dachte: Verdammt, ich verbrenne, ich sterbe. Es war schrecklich. Nie in meinem Leben habe ich eine solche Angst gehabt wie in diesen Augenblicken.

Sein Freund beobachtete diese Szene aus der Deckung heraus. Von einer Sekunde auf die andere war die Erscheinung verschwunden, hatte sich praktisch in Luft aufgelöst und die beiden Freunde blieben verängstigt und vollkommen ratlos zurück.

Interessanterweise hatte der Zeuge danach Visionen über eine Antischwerkraftmaschine, die er bis 1992 fertigstellen solle, da in diesem Jahr die Welt untergehen würde.

„Visionen“ nach UFO-Erlebnissen sind genauso typisch, wie der Auftrag irgendwelche „Maschinen“ zu bauen. Wobei sich die „Offenbarungen“ als genauso hohl erweisen, wie die Baupläne. Archetypisch für UFO-Begegnungen ist auch einerseits die Beobachtung von konkreten körperlichen und physikalischen Wirkungen (direkt unter den schwebenden Sesseln richteten sich die Gräser steil nach oben und auf einem Schotterweg begannen die Steinsplitter förmlich zu tanzen), andererseits das vollkommen irreale abrupte Verschwinden der Erscheinung, etwa so wie sich Traumbilder in nichts auflösen.

Ähnlich bizarr, unreal und „unlogisch“ wie „UFO-Riesen“, sind die scheußlichen Waldmensch in Nord- und Südamerika, Rußland, im Himalaya und in Australien: Bigfoot, der Schneemensch, Yeti, Sasquatsch, Alma, Mono Grande, Yowie, Oh-Man, der Bärenmensch. Hier eine Meldung vom 22. Juli 2002:

Patna – Massenhysterie in Indien nach Berichten über einen mysteriösen Affenmann. Die Bewohner von Patna sind sicher: „Er ist gekommen, um uns zu töten.“ Manche beschreiben das Wesen wie einen Roboter, andere wie eine springende Kreatur mit roten und blauen Lichtern. Ein Hindu-Geistlicher wurde schon zusammengeschlagen, weil man ihn irrtümlich für den Affenmann hielt.

Wie ist es theoretisch auch nur denkbar, daß diese Wesen immer wieder gesichtet werden, teilweise in dichtbesiedelten Gebieten, man sie aber nie zu fassen kriegt, außer in Fußspuren und Zeugenaussagen? Es ist, als würde sich das Phänomen sozusagen „haarscharf am Rande der Realität“ bewegen. Es ist einerseits real, andererseits aber einfach nicht dingfest zu machen. Im übertragenen Sinne könnte man sagen: „Schaut man genau hin, verschwindet das Phänomen. Schaut man nicht hin – sieht man es undeutlich in den Augenwinkeln.“

Dem amerikanischen UFO-Forscher Frank Edwards zufolge wurde das erste scheibenförmige UFO dieses Jahrhunderts im Altai-Gebirge gesichtet. Und zwar 1926 von der Roerich-Expedition des Amerikanischen Museums für Naturgeschichte über dem Kuknor-Distrikt nahe der Humboldt-Kette. Roerich:

Wir alle sahen einen großen und hellen Gegenstand, der die Sonne widerspiegelte und von Nord nach Süd flog. Es war ein großes ovales Gebilde, das sich mit großer Geschwindigkeit fortbewegte. (z.n. Francis Hitsching: Die letzten Rätsel unserer Welt, Frankfurt 1982)

Ich erwähne dies wegen des großen affenartigen „Yeti“, der immer wieder in Himalaya und dessen Umfeld gesichtet wurde. Hitsching fragt dazu:

Warum werden immer nur Fußabdrücke und niemals ein Leichnam oder ein Skelett oder auch nur ein einzelner Knochen gefunden?

Nach Hilary Evans‘ Beweise: UFOs (München 1988) wurde Yeti „zu oft in Zusammenhang mit UFOs gesehen (…), als daß man die Verbindung in Zweifel ziehen könnte. Aber was für eine Verbindung?“

Einen kleinen Einblick in dieses Geschehen bietet vielleicht folgende Geschichte aus dem 9. Jahrhundert: Im Frankreich dieser Zeit sprach man von „Magonia“, dem Reich das von den „Tyrannen der Lüfte“ beherrscht wird, die die Ernten zerstörten und Menschen entführten. In seinen Schriften berichtet der Erzbischof von Lyon, Agobard, drei Männer und eine Frau seien von einem „Himmelsschiff“, das aus Magonia kam, herabgestiegen und hätten erklärt, daß geheimnisvolle Männer sie entführt und ihnen unerhörte Wunder gezeigt hätten.

Viele UFO-Forscher weisen darauf hin, solche Erzählungen und die mittelalterlichen Geschichten von Kobolden, Elfen, Zwergen, Riesen, etc. würden nun gerade beweisen, daß UFOs auch nur ein Mythos sind, eben weil sie den modernen UFO-Berichten so auffallend ähneln. Aber was, wenn sich hinter dieser volkstümlichen Folklore doch eine Realität verbirgt – die DOR-Menschen! Sind wir vielleicht tatsächlich eine Art von „Haustieren“, die ab und zu von ihren Besitzern „heimgesucht“ werden? Wurden wir von den DOR-Menschwen „domestiziert“? Haben sie uns über unsere ganze Kulturgeschichte hindurch begleitet?

Reich selber hat in Contact with Space (Das ORANUR-Experiment II) darauf hingewiesen, daß die UFO-Bedrohung sehr alt sein könnte:

Das Becken von Tucson, der heißeste Punkt im Südwesten der Vereinigten Staaten, mag über 25 000 Jahre hinweg Ea-Angriffen ausgesetzt gewesen sein, ohne daß sich die Menschen dessen bewußt waren. Waren die Ea, die wir am Himmel sahen, möglicherweise Raummaschinen, die seit alters her die Wüsten aufrecht erhielten, indem sie die ganze Zeit über Regen verhinderten? Niemand konnte das sagen. Aber es lag durchaus im Rahmen der denkbaren Möglichkeiten. Es durfte und sollte nicht ignoriert werden.

Der orgonomische Geograph James DeMeo geht davon aus, daß vor etwa 6000 Jahren im afrikanisch-asiatischen Wüstengürtel die heutige gepanzerte „Zivilisation“ ihren Ursprung nahm. Daß also die „Emotionelle Wüste“ (Reich) aus einer klimatischen Katastrophe hervorgegangen ist. Es sei nur an die Felszeichnungen in der Sahara erinnert, die darauf hinweisen, daß dort vor ein paar tausend Jahren üppige Weidegründe und Wälder vorhanden waren. Noch um Christi Geburt war Nordafrika die Kornkammer des römischen Reiches.

Aber was genau hat vor 6000 Jahren diesen plötzlichen Umschwung zur Wüstenentwicklung, die bis heute anhält und ständig wächst, verursacht? Irgendwie muß dieses Ereignis mit der biblischen Austreibung aus dem Garten Eden zusammenhängen. Der Acker des Menschen wurde „von Gott“ verflucht: „Dornen und Disteln werden darauf wachsen“ (1. Mose 3,18). In welchem Zusammenhang steht diese Verwüstung bzw. „Verfluchung“ des Ackers mit dem Auftreten von „Gottessöhnen“? In 1. Mose 6,2 und 4 ist über sie zu lesen:

Da sahen die Gottessöhne, daß die Töchter, die den Menschen geboren wurden, sehr schön waren. Sie suchten sich die schönsten aus, heirateten sie und zeugten mit ihnen Kinder. (…) Damals und auch später lebte auf der Erde das Geschlecht der Riesen. Sie waren aus der Verbindung der Gottessöhne mit den Menschentöchtern hervorgegangen und sind als die großen Helden der Vorzeit bekannt.

Verbergen sich hinter dieser orientalischen Fabulierkunst exakt die gleichen Entführungsfälle, wie sie heute auftreten und die die Menschen damals nur als „Hochzeit mit den Engeln“ auffassen konnten? Und sind die „Riesen“ identisch mit Bigfoot? Hier wäre zu fragen, was sich wirklich hinter Rebekkas Geburt eines Kindes verbirgt, das „am ganzen Körper mit rötlichen Haaren bedeckt“ war (1. Mose 25,19-26).

Sind wir auf der richtigen Spur, dann ist die „Invasion der sexuellen Zwangsmoral“ identisch mit der seit 6000 Jahren ablaufenden wortwörtlichen Invasion der DOR-Menschen, die nur mit uns fertig werden können, indem sie uns vollständig nach ihres gleichen umbilden – insektenartig gepanzert. Da sind sie wie alle Kolonisatoren, die das Sexualleben noch freier Völker zerbrechen und sie nach der eigenen Charakterstruktur umformen.

Auf diese Zusammenhänge ist Jerome Eden 1981 in seiner Studie The Desert-Makers über die Erzeugung von Wüsten im Menschen („emotionale Wüste“), seiner Atmosphäre und auf dem Planeten ausführlich eingegangen. Der rote Faden sei das „Klima der Gewalt“. Alles beginnt mit dem „Saul-Syndrom“, wie es im 1. Buch Samuel symbolisch dargestellt ist. Es geht hier um

den autoritären, patriarchalischen Charakter, der sein Leben in einem Zustand unbarmherziger emotionaler Spannung zubringt. Er versinnbildlicht den durchschnittlichen, patriarchalischen, sexualverneinenden Menschen, die verzerrte Wüstenseele die ausgetrocknete Ebenbilder ihrer selbst in ihren eigenen Kindern und ihrer Umwelt erzeugt. Saul ist kein Mann der Natur; er ist eine Art von verzerrtem Leben, eine bloße Widerspiegelung der wüstenartigen Kultur, die ihn in den Vordergrund drängte, genauso wie Adolf Hitler und Josef Stalin die direkten Folgen des gesellschaftlichen Klimas waren, das sie hervorbrachte.

Aufgrund unserer hochentwickelten Technologie, insbesondere durch die Atomkraft, ist das Gewaltklima jetzt viel gefährlicher geworden. Die logische Entwicklung des roten Fadens ist die Bedrohung aus dem All durch das, was Jerome Eden „Kosmischer Kampf“ nennt: die langsame systematische Umwandlung des Inneren des Menschen und seiner Umwelt in eine Wüste durch einen kosmischen Saul: die DOR-Menschen.

Rousseau und die Befreiung des Lebendigen (Teil 1)

6. Oktober 2014

Es gibt prinzipiell zwei Erklärungen, warum und wie sich die Menschheit abgepanzert hat.

  1. Der Urmensch sei, so Reich im Anschluß an seine Erforschung der Schizophrenie, daran gescheitert, das autonome organische Funktionieren, das ihm bewußt wurde, mit eben diesem Bewußtsein zu koordinieren. Dieses Konzept war wenig spezifisch. Erst Charles Konia konnte einen konkreten Mechanismus angeben. Es geht um die Atmung und das Sprechen. Beispielsweise ist der Mensch das einzige Säugetier, das nicht gleichzeitig atmen und schlucken kann.
  2. Im Anschluß an das ORANUR-Experiment formulierte Reich vollkommen unabhängig davon die Idee, daß DOR und die Entwicklung von Wüsten dafür verantwortlich gewesen wäre, daß sich ein Panzer (= sequestriertes DOR) bildete. Auch dieser Ansatz blieb recht nebulös, bis James DeMeo seine Saharasia-Theorie vorstellte.

Die erste Theorie erinnert etwas an Reichs Zeitgenossen Ludwig Klages und „den Geist als Widersacher der Seele“. Die zweite Theorie an seinen Zeitgenossen Hanns Hörbiger.

So mancher sogenannte „Reichianer“ wehrt sich gegen DeMeos Saharasia-Theorie. Diese Leute scheinen nicht zu wissen, daß Reichs Werk von den keimhaften Grundzügen dieser Theorie durchwirkt ist. In Ea und die Wellenfunktion wird auf entsprechende Stellen in Contact with Space von 1957 verwiesen. Genauso könnte man Reichs Einbruch der Sexualmoral von 1931 nennen, wo er auf S. 101 schreibt:

Spuren der Urgeschichte, die man in der Mythologie auffindet, weisen auf Elementarkatastrophen hin, die die wirtschaftliche Existenz der Urmenschen bedrohten und gesellschaftliche Bewegungen auslösten, aus denen sich der erste Anstoß zur Sexualeinschränkung (…) herleitete.

Darauf folgt eine Fußnote, die Reich (zu recht) aus dem ins Amerikanische übersetzten Buch strich, weshalb sie auch in den revidierten deutschen Ausgaben nicht mehr erscheint:

Ich kann die Richtigkeit der Hörbigerschen „Glazialkosmogonie“ nicht fachlich beurteilen. Seine Erklärung der bei den meisten Völkern der Erde in irgendeiner Form festgestellten Sintflutsagen, die er auf reale kosmische Katastrophen zurückführt, verdienen aber entschieden unsere Beachtung. Sie werfen ein völlig neues Licht auf die Eigenart der Daseinsbedingungen der urmenschlichen Gesellschaft.

Es geht um die Grundidee, nicht speziell um (ausgerechnet!) Klages‘ und Hörbigers Theorien. Warum „ausgerechnet!“? Zu Klages und Hörbiger siehe Der Blaue Faschismus!

Ein naheliegender dritter Ansatz, den Michel Odent in Die Natur des Orgasmus (München 2010, Kapitel: „Evolutionsvorteile der Orgasmosphobie“) vorbringt, ohne den Anspruch einer „dritten Theorie“ zu erheben, war Reich konzeptionell unzugänglich, weil er aufgrund seiner „Rousseauistischen“ Grundanschauung mit der „faschistischen“ Genetik und der Theorie vom Überleben des Stärkeren, die Hitler beseelte, auf Kriegsfuß stand. Für ihn waren das „mechano-mystische“ Mythen, die eines Tages durch eine lebensbejahende funktionelle Theorie ersetzt werden würden. Doch trotz aller Epigenetik und überzeugenden Kritiken am überkommenen Darwinismus, die Reich weitgehend Recht gegeben haben, bleibt der Kerngehalt der Genetik und der Evolution durch Anpassung an die Umwelt doch unumstritten.

Das besondere ist, daß diese sich als richtig erwiesenen Theorien vollkommen mechanistisch sind. Man kann sich kaum etwas Mechanischeres vorstellen als eine Software (die Gene), die abgelesen wird und dabei ständig von Umweltfaktoren „durchsiebt“ wird. Nur Software, deren Produkt durch das Sieb der Umweltforderungen hindurchgeht, bleibt erhalten.

Hier haben wir ein rein mechanisches Prinzip im Kern der Biologie, d.h. buchstäblich im Zellkern! Entsprechend kann man fragen, welchen Evolutionsvorteil „mechanische“ Panzerung („Orgasmosphobie“) für die diversen Kulturen hatte. Eine Frage, die, wie gesagt, Reich konzeptionell unzugänglich war. Odent führt aus:

  1. Die Konkurrenz bei der Partnerwahl droht die überlebensnotwendige Kohärenz der Gruppe zu gefährden. Außerdem haben sowohl erzwungene Exogamie als auch Endogamie jeweils gegebenenfalls für das Überleben der Gruppe unverzichtbare Vorteile. Im ersten Fall wird die Verbindung mit anderen Gruppen gefestigt, im zweiten Fall wird verhindert, daß die Ressourcen der Gruppe sozusagen „diffundieren“. In diesem Sinne kann die Einschränkung der Genitalität, bis hin zur Genitalverstümmelung, nur von Vorteil sein.
  2. Dadurch wird nicht zuletzt das menschliche Aggressionspotential erschlossen. Siehe dazu meine Ausführungen in Die Sexualökonomie der Cheyenne, insbesondere geschieht das aber dadurch, daß in praktisch allen Kulturen die Mutter-Kind-Bindung mehr oder weniger stark hintertrieben wird: die Menschen werden von Anfang an „hart“ gemacht. (Ein Faktor, den Odent nicht erwähnt, ist die „postnatale Abtreibung“. Das Kind wurde von der Mutter ferngehalten, bis der Stamm entschieden hatte, ob der Neuankömmling im Stamm aufgenommen oder den wilden Tieren überlassen wird. Man konnte es sich nicht leisten, jeweils restlos verzweifelte suizidale Mütter zu hinterlassen. Deshalb durfte die emotionale Bindung nicht gleich nach der Geburt einsetzen.)

Erst heute, wo wir uns weitgehend vom evolutionären Druck befreit haben, kann (könnte!) sich „das Lebendige“ im Sinne Reichs frei entfalten.

Die drei Theorien schließen sich nicht gegenseitig aus, vielmehr ergänzen sie einander. Beispielsweise erhöht die Wüste den evolutionären Druck ungemein. Außerdem handelt es sich bei diesen Anpassungen, etwa die Mutter anfangs vom Neugeborenen fernzuhalten, um wohldurchdachte, kalkulierte Überlegungen: das Bewußtsein als Kontrollinstanz über autonomes Geschehen.

odentpanzer

Die Menschheit konnte diese Falle erst verlassen, nachdem die Natur und damit die natürliche Anarchie des Individuums entdeckt war. Die Natur und das Individuum wurden nicht mehr nach dem Maßstab der Nützlichkeit betrachtet. Dies wurde von Rousseau geleistet.

Jerome Eden: Kann der Planet Erde gerettet werden? (Teil 3)

5. August 2014

EDEN BULLETIN (Vol. 6, No. 4, Nov. 1979)

Kann irgendetwas gegen die UFO-Bedrohung getan werden? Mehrere Leser des EDEN Bulletin haben diese Frage an mich gerichtet. Ist es zu spät? Haben wir durch jahrzehntelange Vernebelung des UFO-Angriffs aus dem Weltraum, durch Ausweichen und Betrug unsere planetare Zukunft bereits verspielt?

Es ist kein wohlgehütetes Geheimnis, daß sowohl in den USA als auch in der UdSSR führende Militärs und Wissenschaftler bereits zugegeben haben, daß beim heutigen Stand unserer Technologie absolut nichts getan werden kann, um uns zu schützen oder uns – oder irgendeine andere Nation – oder unseren Planeten zu retten.

In meinem Buch Planet in Trouble habe ich einige der Maßnahmen angeführt, die unternommen werden könnten, der Bedrohung aus dem Weltraum entgegenzutreten; Maßnahmen, auf die Wilhelm Reich in seiner letzten veröffentlichten Arbeit Contact with Space hingewiesen hat. Hier möchte ich nun diese Maßnahmen ausführlich darstellen.

  1. Die USA und die UdSSR sollen gemeinsam in der Öffentlichkeit zugeben, daß die Invasion der Erdatmosphäre durch außerirdische Raumschiffe eine drängende Realität ist.
  2. In einer gemeinsamen internationalen Anstrengung müssen wir zusammenarbeiten, um über das UFO-Phänomen alle Informationen zusammenzutragen.
  3. Wir müssen die qualifiziertesten Fachleute jeder wissenschaftlichen Richtung heranziehen, die alle denkbaren friedlichen Mittel erkunden sollen, um mit den Außerirdischen in Kontakt zu treten, die gegenwärtig die UFOs kontrollieren.
  4. In Zusammenhang mit Punkt 3 sollten wir von Seiten jeder Nation jedwede feindselige Handlung gegen UFOs einstellen, um den Außerirdischen die Gelegenheit zu bieten, mit uns friedlich zusammenzutreffen und uns ihre Absichten auseinanderzusetzen.
  5. Falls friedliche Annäherungsversuche zwischen den Erdenmenschen und den Außerirdischen fehlschlagen sollten, schlage ich vor, daß das folgende internationale Intensivprogramm sofort in Angriff genommen wird.

Die Wiederholung von Reichs Wüstenrückbildungs-Forschung:

Ein bevorstehender interplanetarischer Krieg wird die neuen Technologien und das neue Wissen erfordern, die von Dr. Wilhelm Reich freigelegt und entwickelt wurden. Dies würde die Produktion von mächtigen Cloudbustern und die Ausbildung von Personal in der ganzen Welt für internationale Militäreinheiten umfassen, die in der Lage sind, den Gebrauch dieser „Spaceguns“ (Raumkanonen) des Neuen Zeitalters zu koordinieren. [Wenn es nicht schon zu spät ist! Deshalb hat die Inhaftierung und der Tod Wilhelm Reichs wahrscheinlich das Schicksal der Erde besiegelt. Warum hat sich Reich eigentlich immer wieder und wieder an die US-Regierung gewandt?! PN]

Die Produktion von ORUR [ORgonisiertes URan], das mit diesen Spaceguns zur Anwendung kommt, ist eine absolute Notwendigkeit, um die Erfolgschancen so groß wie möglich zu gestalten. Diese Produktion sollte sofort von jenen in Angriff genommen werden, die am besten dafür ausgestattet sind, dieses Problem zu handhaben.

Die Spacegun-Technologie muß so schnell wie möglich vorangetrieben werden. Dies wird die Zustimmung von höchster Stelle erforderlich machen, so daß passende Spaceguns in Schlachtschiffe und Düsenjäger eingebaut werden können.

Parallel zu den obigen Projekten sollte eine Expedition zur Wüstenbildung nach dem von Wilhelm Reich gegebenen Beispiel durchgeführt werden. An dieser Expedition sollten Vertreter aus möglichst vielen Nationen teilnehmen – eine wahrhaft internationale Expedition – um vor der Welt ein für allemal klarzulegen, ob diese außerirdischen Raumschiffe mit friedlichen oder kriegerischen Absichten kommen.

Die Wüstenrückbildungs-Expedition (Desert-Removal Expedition, DRE) wird sich mit ausreichenden Spaceguns, Personal und Material in ein passendes Wüstengebiet der Erde begeben, um die Operationen zur DOR-Beseitigung und Wüstenrückbildung zu wiederholen, die Wilhelm Reich in seinem Contact with Space eingehend beschrieben hat. Die Operationen dieser DRE sollten in vollkommener Offenheit, ohne jede Geheimhaltung vor den Augen internationaler Nachrichtenkorrespondenten und ihren Kameras durchgeführt werden, so daß die Bürger der Welt von Stunde zu Stunde und von Tag zu Tag erfahren können, was genau vor sich geht und ob die Außerirdischen aktiv in diese lebenswichtige globale Forschung eingreifen!!!

Wenn die Außerirdischen und ihre UFOs mutwillig in diese entscheidenden, humanitären Bemühungen eingreifen, werden wir unmittelbar und unzweideutig wissen, ob die Außerirdischen mit freundlichen oder feindlichen Absichten kommen. Wenn die Außerirdischen ihr giftiges UFO-Abgas (DOR) in die Wüstenluft abgeben, werden wir wissen, daß ihr Ziel darin besteht, letztlich alles planetarische Leben zu zerstören, wie es jetzt auf der Erde existiert.

Ich für meinen Teil wäre willens meine Zeit und mein Wissen für eine derartige herausfordernde Unternehmung zur Verfügung zu stellen. Es gibt weitere zurzeit in der Orgonomie tätige, die ebenfalls bereit sein könnten, an einer solchen kühnen Unternehmung teilzunehmen.

Diese friedliche und humanitäre Herausforderung unterbreite ich hiermit sowohl der Welt, als auch jenen Außerirdischen, die zurzeit unseren Planeten in ständig wachsender Zahl besuchen.

Laßt uns diesem internationalen Wahnsinn und den Ausflüchten ein Ende setzen. Laßt uns die weltweite Aufmerksamkeit auf das dringlichste aller Probleme richten, denen die gesamte Menschheit gegenübersteht. Laßt uns die Chance beim Schopf packen, die Reich uns für ein friedliches planetarisches Leben gab.

contactwithspace

Jerome Eden: Der Tod des Planeten Erde (Teil 1)

8. April 2014

EDEN BULLETIN (Vol. 4, No. 2, March 1977, S. 2-5)

Frische kosmische Orgonenergie [„OR“] erreicht unseren Planeten über die OR[gonenergie]-Hülle [die ihn umgibt]; und, ich nehme an, daß die „verbrauchte“ Energie unseres Planeten in diesem kosmischen Energie-Medium „aufgefrischt“ oder weggetragen wird, ebenso wie frisches Wasser, das in einen Teich hinein fließt, mit dem abgestandenen Teichwasser wechselwirkt und es kontinuierlich auffrischt.

Immer wenn der Mensch, egal wo auf unserem Planeten, eine Atombombe zur Explosion bringt, werden die natürliche OR-Pulsationen stark gestört. Darüber hinaus verändert sich das atmosphärische OR drastisch in eine hocherregte (gereizte) Form von Energie, die Reich als ORANUR bezeichnet hat. So wird das ehemals „friedliche“ und gutartige OR (Abb. 1A) in das überreizte, lebensfeindliche ORANUR umgewandelt (Abb. 1B). Diese ORANUR-Kettenreaktion setzt sich im OR-Energiekontinuum weiter fort. Dieses Problem wird dadurch verschärft, daß, während die Kernenergie abgeschirmt werden kann, nichts gegen die Auswirkungen von ORANUR abgeschirmt werden kann! Wie OR selbst, durchdringt ORANUR alle Materie – Stahl, Wasser, Erde und Fleisch.

Erdtod1

Um für einen Augenblick abzuschweifen: Betrachten wir die Qualität des ORANUR, wie in Abb. 1 dargestellt, können wir das wilde und chaotische Verhalten besser verstehen, das unseren Planeten überschwemmt; vor allem unsere jüngere Generation wird buchstäblich „in den Wahnsinn getrieben“ durch eine übererregte atmosphärische Energie, die innerhalb ihrer Körper als ihre Lebensenergie selbst funktioniert! Daher stammt die wilde und chaotische „Musik“, das ungelenke Stechen und Schieben, das als „Tanzen“ durchgeht, die Zunahme von Gewalttaten, insbesondere Vergewaltigungen. Atmosphärische Reaktionen sind damit funktionell identisch: die atmosphärische Energie läuft Amok; große und weiträumige Energieentladungen (Blitze) treten auf, mit starken Winden in Orkanstärke, plötzlichen heftigen Gewittern, etc.

Der Student der Orgonomie weiß auch, daß es nicht unbedingt erforderlich ist, tatsächlich eine Atombombe zu zünden, um die ORANUR-Reaktion hervorzurufen. Kernmaterial (und Abfallprodukte) werden in Metallbehältern aufbewahrt, mit Safes und mit Metallstrukturen „abgeschirmt“, die oft von organischen äußeren Strukturen aus Beton, Holz oder Erde umgeben sind – womit faktisch die ORANUR-Reaktion ausgelöst wird.

Führen wir die Sache einen Schritt weiter: Wenn ausreichend frisches OR für die Atmosphäre bzw. den Organismus zur Verfügung steht, kann die ORANUR-Reaktion „überwunden“ werden. Dies ist mit der Situation vergleichbar, in der ein Boxer wütend kämpft und es ihm dann gestattet wird, ausreichend Ruhe zu finden, um seine Kraft (Energie) wiederzuerlangen. Wenn sich der „Kampf“ jedoch zu lange hinzieht oder wenn nicht genügend OR zur Verfügung steht, kann die ORANUR-Reaktion im Tod des OR münden. Diese tote, verbrauchte, „erschöpfte“ Energie, die Reich als DOR bezeichnet hat, und die Umwandlung von ORANUR in DOR ist in Abb. 2 dargestellt.

Erdtod2

Das atmosphärische DOR, das sich um unseren Planeten herum ansammelt, fungiert funktionell betrachtet als Panzerschicht. Diese abgestandene, schädliche DOR-Panzerung in der Atmosphäre behindert die Pulsationen des kosmischen planetarischen OR weiter, würgt die orgonotischen Pulsationen ab und verhindert, daß frisches OR den Planeten erreichen und schließlich DOR sequestrieren (absondern) kann! Das atmosphärische OR kann nicht mehr die erforderlichen „Träger“ der Lebensenergie (Sauerstoff, Wasserstoff, etc.) erzeugen. Und atmosphärische Gewalt geht Hand in Hand mit der weltweiten Ver-Wüstung. Die Wolkenbildung ist stark eingeschränkt und hört dann ganz auf, wenn die Luftfeuchtigkeit erloschen ist. Die Folge ist – der letztendliche DOR-Tod unserer Mutter Erde.

EDEN BULLETIN (Vol. 6, No. 3, July 1979, S. 9)

Atomphysiker arbeiten ausschließlich mit quantifizierbaren Klicks auf dem Geigerzähler, uneingedenk der schädlichen Interaktion zwischen Kernenergie und der Lebensenergie Orgon, sowohl im lebenden Organismus als auch in der lebenserhaltenden Atmosphäre des Menschen. In der mechanistischen Wissenschaft gilt 1 + 1 = 2. In der funktionellen Wissenschaft könnte 1 + 1 = 3 oder 30 oder 3 000 sein; Quantität und Qualität sind funktionell identisch. Energetische Phänomene – und wir beziehen uns hier auf die primäre Energie, das Orgon – kann nicht nach mechanistischen Tabellen verstanden werden. Gebe einer ältere Person ein Aspirin und ihre Kopfschmerzen verschwinden, verabreiche die gleiche Dosis einer anderen Person und sie könnte umfallen, während diese Dosierung für ein neugeborenes Kind tödlich sein kann. Das gleiche gilt für radioaktive Strahlung: Bei einem Erwachsenen könnte eine „minimale Strahlendosis“ zu keinen erkennbaren Effekten führen, während die gleiche „sichere Dosis“ beim Ungeborenen oder beim Säugling dauerhafte Zellschäden hervorrufen könnte. Biophysikern zufolge absorbieren sie bis zu 10 mal mehr Radioaktivität als Erwachsene. Jedoch erklärt auch das Wort „absorbieren“ nicht, was mit dem Kind bzw. dem Erwachsenen energisch geschieht.

(…) Tornados und Hurrikane sind der Weg der Natur DOR zu sequestrieren und es zu metabolisieren. Die Reaktion des Orgons auf das schädliche radioaktive Material verursacht die Hyperaktivität der Atmosphäre und des Organismus. Sequestrierung ist das gemeinsame Funktionsprinzip, das der Bildung eines Tornados und eines Tumors zugrundeliegt! Tödliche Orgonenergie (DOR), Energie, die in ihrem Kampf mit der Kernenergie (buchstäblich) schal geworden ist, „leblos“, tot, erschöpft, ist das Ergebnis dieser energetischen Wechselwirkung – und in der Atmosphäre setzt sich diese Wechselwirkung fort.

PPCC BULLETIN (Vol. 8, No. 4, Oct. 1981, S. 10)

Für die Wüstenbildung sind Extreme des Verhaltens der Atmosphäre charakteristisch. Die zugrundeliegende Ursache für derartige Extreme ist DOR, Deadly ORgone energy (giftige Orgonenergie), das sich in allen Regionen des Globus festgesetzt hat. In einer sauberen und funkelnden atmosphärischen Umgebung bilden sich Wolken mit abgerundeten, vollen Formen, da sie immer größere Mengen atmosphärischer Energie zu sich hinziehen, bis ihre Kapazitätsgrenze für Energie und Feuchtigkeit erreicht ist, woraufhin sie ihre Energie und ihr Wasser auf den Erdboden ablassen. Die Entladung der Energie aus den Wolken führt auch dazu, daß die Atmosphäre ein energetisches Gleichgewicht erreicht. (…)

Jedoch zerstört die Bedrängung durch den atmosphärischen DOR-Panzer diese natürliche, rhythmische Abfolge, genauso wie die biophysikalische Panzerung die Fähigkeit des lebendigen Organismus zerstört, in einer einheitlichen Weise zu expandieren und sich zusammenzuziehen, werden doch sowohl der lebendige Organismus als auch die nichtlebende Atmosphäre von der gleichen in ihnen tätigen Energie bestimmt. In beiden Bereichen (dem Lebendigen und dem Nichtlebendigen) unterbindet der DOR-Panzer die Pulsation. Dies führt zu Verhaltensextremen (…)

(…) Überschwemmungen und Dürren sind antithetische Prozesse, die ein gemeinsames Funktionsprinzip haben – DOR. Vorher sanft ablaufende pulsatorische Prozesse weichen harschen Extremen, massiven Überschwemmungen, die von ausgedehnten Austrocknungsperioden gefolgt werden, da die Pulsation durch die gewaltsamen Extreme von Expansion und Kontraktion ersetzt wird – von der Überschwemmung zur Austrocknung, von ungewöhnlicher Hitze zur unjahreszeitlichen Kälte. Das krampfartige Muster des „zu viel“ oder „zu wenig“ ist ein Hauptcharakteristikum der Bildung von Wüsten, wo die Temperaturen zwischen sengendem Tageslicht und gefrierender Nacht schwanken und wo der Niederschlag, wenn überhaupt, einmal pro Jahr in Wolkenbrüchen niedergeht. Solange ein DORisiertes Gebiet nicht von DOR gereinigt wird, bringen 50, 100 oder 400 Millimeter Niederschlag auf einmal rein gar nichts. Tatsächlich verschärfen derartige Regenfälle das Problem und beschleunigen die Wüstenbildung. Da der DORisierte Boden die Feuchtigkeit nicht halten kann, wird alles von den Regenfällen überschwemmt, die Ackerkrume wird weggespült, die Ernte und der Bodenbewuchs werden zerstört und die menschlichen und tierischen Behausungen werden in Mitleidenschaft gezogen. Für die Wiederherstellung der atmosphärischen Pulsation benötigt man ein globales Programm zur DOR-Beseitigung. Dies ist unsere einzige rationale Hoffnung auf dem Planeten Erde zu überleben.