Posts Tagged ‘Volksherrschaft’

Steinmeier und die Orgonometrie

5. Oktober 2017

In der Indoktrinationsanstalt „Schule“ wurde mir die revisionistische Greuelpropaganda der Alliierten eingehämmert, daß das Deutsche Reich in der Zeit von Weimar eine „Demokratie ohne Demokraten“ gewesen sei. So als hätte es im vorangegangenen Kaiserreich keine freie Presse, keine unabhängige Justiz und kein Parlament gegeben. Ohne den ausschließlich von den völkermörderischen Kolonialmächten Frankreich und England zu verantwortenden Krieg, ohne den Betrug des Versailler Friedensdiktats, ohne die Weltwirtschaftskrise und die kommunistische Subversion wäre Deutschland so ungefähr das letzte Land gewesen, in dem sich ein Hitler hätte durchsetzen können.

Vollkommen anders ist die Lage heute. Dank der „Rotverschiebung“ (nach Charles Konia) wird die heutige Merkelistische „Demokratie“ flächendeckend von Kommunisten beherrscht, die die Todfeinde jedweder Volksherrschaft („Demo-Kratie“) sind. Ein Beispiel ist unser Bundespräsident, wie fast alle unsere Politiker ein lebenslanger Apparatschik, der keinerlei Verankerung in der Arbeitsdemokratie hat. Er hat die gegenwärtige antideutsche Staatsdoktrin „unseres“ Landes in dem bemerkenswerten Satz zusammengefaßt, Deutschland definiere sich heute nicht aus der (natürlich dunklen) Vergangenheit, sondern aus der (natürlich hellen) Zukunft. Heimat sei ein Ort der Zukunft und nicht der Vergangenheit. Besser kann man die charakterstrukturellen Grundlagen der gegenwärtigen Politik, wie sie von Reich, Baker und Konia offengelegt wurden, gar nicht zusammenfassen!

Die Vergangenheit ist materiell greifbar, steckt uns buchstäblich in den Knochen, während die Zukunft nur eine „Vision“ in unserem Gehirn ist. Der muskulär gepanzerte und im Solar plexus (orgonotische Pulsation) geerdete Konservative ist eben das – konservativ. Der intellektuell (Hirn-) gepanzerte „Liberale“ wird haltlos hinweg getragen von der ausgreifenden orgonotischen Kreiselwelle. Der eine identifiziert sich mit der Vergangenheit, dem eigenen Volk und ist mehr mystisch ortientiert, d.h. sein (durch die Panzerung getrübter) Blick ist zum gemeinsamen Funktionsprinzip (CFP N) hin gerichtet, während der andere der geborene Verräter ist, ein vaterlandsloser Geselle, der durch und durch mechanistisch in seiner Geisteshaltung ist und sich haltlos in den zahllosen Funktionsvarianten (V) verliert. Entsprechend wird er ein „multikulturelles“ Trümmerfeld hinterlassen, in dem nichts zum anderen paßt:

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Wie Linke ihre eigenen Utopien zerstören

10. September 2017

Angeblich geht es um Volksherrschaft und Freiheit, doch der Sozialismus macht die Menschen zu unselbständigen Kindern. Der Rassismus soll überwunden werden, doch die Affirmative Action, Identity Politics und Träumereien vom die Menschheit befreienden White Genocide verewigen den Rassismus. Und so bei allen Utopien der Linken.

Beispielsweise werden konservativ, reaktionär und sogar faschistisch strukturierte Menschen importiert (sogenannte „Flüchtlinge“). Kurzfristig erfüllen sie vielleicht ihre Funktion, nämlich SPD, Grüne und Linke zu wählen und die CDU auf sozialdemokratischen Kurs zu trimmen, doch langfristig werden sie für eine „Ergogan-isierung“ der Politik sorgen. Demokratie ist sowieso unmöglich bei einer Bevölkerung, die im Durchschnitt erblich bedingt einen IQ haben wird, der unter 90 liegt. Aber das ist ja „Biologismus“…

Ein an sich löblicher Ansatz, wie die Überwindung der ödipalen Hölle der Kleinfamilie durch kollektive Erziehung, wird kontrakariert durch eine Krippenerziehung, die Seelen zerstört und durch den Terror, den Kinder aus Saharasia ab dem Kindergarten auf die weichen indigenen Kinder ausüben.

„Umweltschutz“ führt zur systematischen Zerstörung der industriellen Grundlagen unserer Gesellschaft bei gleichzeitiger forcierter Zerstörung der Umwelt. Man denke nur daran, daß alle, wirklich alle bisher offenen Landschaften, durch Vogelschredder in Industrielandschaften verwandelt werden. Ohnehin wird mit dem Umweltbewußtsein bald Schluß sein, denn das ist weltweit ausschließlich bei weißen Protestanten vorhanden, also jenen Menschen, die die Linken ausmerzen wollen.

Die Linke ist heute der Träger der Emotionellen Pest und damit die gesellschaftliche Verkörperung des „Todestriebes“, DOR. Die Selbstzerstörung dieses energetischen Parasiten bei gleichzeitiger Zerstörung des Wirts ist in seiner DNA eingebaut. Die Linke ist damit die exakte Entsprechung des Hitlerismus. Wie dieser wird sie ein Trümmerfeld und einen Leichenacker hinterlassen.

Besprechung von Andreas Peglau: RECHTSRUCK IM 21. JAHRHUNDERT (Teil 1)

13. August 2017

Der folgende Absatz faßt Andreas Peglaus Buch zusammen:

Je intensiver gesunde Gefühle und gesunde Sexualität weiterhin durch patriarchal-autoritäre Normen und Institutionen, durch Kleinfamilien und Kirchen unterdrückt und pervertiert werden, je schlimmere Erniedrigungen, je mehr Existenzangst der neoliberale Kapitalismus dem hinzufügt, desto mehr destruktives Potential steht zur Verfügung – gerade für „rechte“ Bewegungen. Hier läßt sich die anerzogene Unterwürfigkeit beibehalten; sie muß nur auf Ersatzführer und neue Idole umgelenkt werden. Der seit Kindheit angestauten Wut werden zudem sozial Schwächere, oftmals bereits Ausgegrenzte als Feindbilder präsentiert, an denen man sich ohne größeres Risiko abreagieren kann. (S. 85)

Die erste Hälfte des Buches (50 Seiten), wo es um Reichs Entwicklung bis 1933 geht, dessen Massenpsychologie des Faschismus und, wenn auch sehr kurz, um dessen späteres Schicksal, gehört zum Besten, was ich je über Reich gelesen habe. Hier möchte ich aber sogleich meinen ersten Kritikpunkt anbringen. Die heute verbreitete Version der Massenpsychologie des Faschismus verkleistert durch die wirre Aufteilung in Kapitel, die nicht mit der der Originalversion von 1946 übereinstimmt, daß das Buch aus drei klar voneinander getrennten Teilen besteht: das gering revidierte und mit Zusätzen versehene 1933 erschienene Buch über den Nationalsozialismus, eine Mitte der 30er Jahre verfaßte Abrechnung mit dem Stalinismus und drittens einen Anfang der 40er Jahre verfaßten Abschnitt über die Arbeitsdemokratie. Über diesen letzten Teil verliert Peglau kein einziges Wort! Peglau erwähnt, mit Berufung auf David Boadella, daß Reich am Ende psychisch zunehmend angeschlagener wurde, doch mit keinem Wort wird die Emotionelle Pest erwähnt oder wird erwähnt, daß der McCarthyismus (die „Rechte“ in den USA) bei Reichs Verfolgung keine Rolle spielte.

Wer heute von der Alternative „Kapitalismus oder Klima“ spricht (siehe S. 75), so als würde hier nicht „Wissenschaft“ für bestimmte Interessen manipuliert und instrumentalisiert, ist schlichtweg naiv. Ähnliches ließe sich über die angeblich „lebensbejahende“ Politik der offenen Grenzen sagen, die die Löhne und die Sozialstandards drückt! Übrigens setzt Peglau „Fremdenfeindlichkeit“ durchweg mit „Lebensfeindlichkeit“ gleich (S. 107). Die Biologie sieht das anders – jeder Schimpanse sieht das anders. Ja, jedes Volk auf dem Planeten sieht das anders, bis auf die Weißen. Was sollte daran „lebensbejahend“ sein, nicht für die Interessen der eigenen Gruppe einzutreten? Was sollte daran „lebensbejahend“ sein, Araber mit einem durchschnittlichen IQ von 85 und Afrikaner mit einem von 70 zu Millionen ins Land zu lassen? Was ist daran „lebensbejahend“, sich den Islam ins Land zu holen? Beide Faktoren (niedriger IQ und Islam) sind mit einer Demokratie nicht vereinbar.

In diesem Zusammenhang muß ich eine Stelle im Buch erwähnen, bei der ich laut auflachen mußte. Peglau setzt Demokratie mit „Volksherrschaft“ gleich, was alle Menschen, also auch die Fremden umfasse (S. 103). Der naheliegende Einwand von wegen „Volk“ wird in einer Fußnote abgebügelt: es wäre haltlos von einem ewig abgeschotteten „Staatsvolk“ zu reden, man brauche nur ins Berliner Telefonbuch schauen. Ohne die hier evident werdende „ständige Durchmischung inklusive Zuwanderung“, „dürfte wohl auch heute kein deutscher Staat mehr existieren: Nationalistische ‚Inzucht‘ führt planmäßig zum Aussterben“ (S. 151). Mal abgesehen davon wie abwegig dieser Gedanke bei einem 80 Millionen-Volk ist und daß Peglau hier plötzlich die Biologie anführt: Wie verpeilt ist es, Millionen von Moslems ins Land zu holen, die über viele Generationen hinweg tatsächlich systematisch Inzucht betrieben haben?

Peglau will uns aufklären, uns die Augen öffnen, uns Mitgefühl und Solidarität vermitteln, zeigt aber untergründig eine erschreckende Kälte, Kontaktlosigkeit und Ahnungslosigkeit. Peglau erwähnt den GULAG und Hiroshima, warum nicht das weitaus Näherliegendere: den Alliierten Bombenterror und die Vertreibung aus dem Osten? Warum beklagen deutsche Gutmenschen stattdessen den alliierten Bombenterror in Japan oder die Massenvertreibungen im Nahen Osten? Diese komplette Absurdität, für die Peglau offenbar jedes Sensorium fehlt, ist ein Thema der Massenpsychologie, das man mit Hilfe eines Buches aufschlüsseln kann, welches ich am Ende erwähnen werde. Antisemitismus? Der ist heutzutage wohl eher ein Problem der Linken, die geradezu besessen von „Israel und den Palästinensern“ ist. Sich für tote Juden zu „engagieren“ ist billig! Wer nicht zu Israel steht, soll gefälligst von der Shoa und vom Antisemitismus schweigen! Apropos Juden: die Juden von 1933 werden von Peglau mit den heutigen Moslems, Zigeunern, Homosexuellen und Arbeitslosen verglichen! (S. 84). Da zieht sich bei mir wirklich alles zusammen. Es ist auch geschichtsblind: die Juden waren überdurchschnittlich, teilweise geradezu sensationell erfolgreich… Es ist der helle Wahnsinn Reichs Widerstand gegen die NSDAP mit dem heutigen „Antifaschismus“ gleichzusetzen, der durchweg vollständig risikolos und schlichtweg verachtenswert ist. Die organisierte Emotionelle Pest auf deren Seite sich Peglau stellt – im Namen Wilhelm Reichs!

Peglau rückt den Neoliberalismus zumindest in die Nähe des Faschismus. Dagegen stellt er Gleichheit und Gerechtigkeit, so als würden diese sich nicht gegenseitig ausschließen. Das sieht man allein schon daran, daß es einen Sozialstaat nur bei geschlossenen Grenzen geben kann. Von einem „neoliberalen System“ in Deutschland zu sprechen, ist schon deshalb abwegig, weil die Staatsquote bei fast 45% liegt. Ebensogut könnte man von einem sozialistischen System sprechen. Aber ich möchte mich gar nicht auf die Diskussion einlassen, beispielsweise trat Friedrich von Hayek für eine staatliche Grundsicherung ein, sondern darauf hinweisen, daß Peglau eine linke Vision präsentiert, andere eine rechte Vision präsentieren könnten, – diese Visionen an sich aber vollkommen irrelevant sind. Sie sind der jeweilige Ausdruck unterschiedlicher Charakterstrukturen. Erst nachdem diese in ihrer Dynamik durchschaut worden sind, kann man sich daran machen, die Welt jenseits der beiden ideologischen Scheuklappen zu betrachten. Peglau selbst führt Reichs Dreischichten-Modell (Kern, sekundäre Schicht, Fassade) an (beispielsweise S. 105f), kommt aber nicht auf den Gedanken, daß der „Liberalismus“ (gemeint ist der Linksliberalismus und Sozialismus) und damit seine, Peglaus im Buch ausgebreitete Theorien direkter Ausdruck der oberflächlichen Schicht ist. Folgt man Elsworth F. Bakers Ausführungen in Der Mensch in der Falle ist Peglau ein „sozialistischer Charakter“.

Daß Peglau kein einfacher Liberaler ist, wird an seiner grundsätzlich positiven Haltung zur sogenannten „DDR“ deutlich (weil diese grundsätzlich antifaschistisch gewesen sei), insbesondere aber aus folgenden beiden Sätzen, die man mehrmals lesen sollte:

Klare „Verordnungen“ der Führenden gegen faschistoide Tendenzen und entsprechendes Handeln könnten einiges [für die antifaschistische Umerziehung] bewirken – trotz der autoritären Strukturen: Wer sich wünscht, einer Obrigkeit zu folgen, käme dadurch zumindest in Konflikt mit seiner Fremdenfeindlichkeit. (S. 114)

Der Terror des antideutschen Merkel-Regimes, der politischen Korrektheit, der Drohung mit der Vernichtung der bürgerlichen Existenz für bloße Meinungsäußerungen grinst uns an! Peglau, will jedweder Entwicklung nach rechts die Grundlage entziehen (S. 116). Für ihn gibt es nur eine einzige Richtung, die akzeptabel ist. Selbst Die Linke ist ihm mittlerweile zu rechts (S. 85).

Peglau analysiert den tiefenpsychologischen Hintergrund des AfD-Anhängers. Man sollte sich eher fragen, was in jemandem vorgeht, der so etwas bejaht wie das Parteiprogramm Der Linken. Elsworth F. Baker hat diese Frage beantwortet:

Der-Mensch-in-der-Falle

Hamilton gegen Jefferson: Wider die Spinner, die das Internet unsicher machen

8. März 2015

Ich habe lange darum gerungen, ein viszerales Mißfallen an so gut wie allem zu artikulieren, was nicht nur „Reichianer“, sondern überhaupt Blogger, ob nun linke oder rechte, so von sich geben. Ich denke etwa an pi-news – praktisch die gesamte „Gegenöffentlichkeit“, all die Volksbeglücker, Freiheits- und Wahrheitskrämer, Zinskritiker, Verschwörungstheoretiker, „Friedenskämpfer“, Amerika- und „Israelkritiker“ („USrael“) und alternativen Denker. Wie meinem unguten Gefühl eine einigermaßen verständliche Stimme verleihen?

Um sich heute in einer politischen Welt zu orientieren, die immer wirrer wird, etwa wenn vermeintliche Libertäre und Konservative plötzlich auf der Seite des KGB-Killers Putin stehen oder das kapitalistische Finanzsystem hinterfragen; wenn Rechte linke Propaganda nachplappern; die Spinner, deren Horizont vom Kopp Verlag und pubertierenden Bloggern geprägt ist; – verlohnt ein Blick auf die Amerikanische Revolution, die schließlich allen europäischen Revolutionen vorangegangen ist, welche unser heutiges politisches Umfeld prägen.

Hier stoßen wir auf den zentralen Gegensatz zwischen dem pseudoliberalen „modern liberal“ Thomas Jefferson (1743 bis 1826) und dem konservativen Alexander Hamilton (1755 bis 1804). Der erstere hat damals genau jene Forderungen vertreten, die heute sowohl linke als auch rechte Blogger im Internet verbreiten: Einschränkung der Zentralregierung, Bürgerrechte, die permanente Rebellion, „Zivilgesellschaft“. Tatsächlich war sein Einfluß direkt für die Abspaltung der Südstaaten und den Bürgerkrieg verantwortlich. (Davis war die Wiedergeburt Jeffersons, Lincoln die Hamiltons.) Hamilton war für eine starke Zentralregierung und einen geordneten Staat nach englischem Muster, eine Zentralbank, eine vernünftige Armee und Marine, etc. Er verkörperte all das, was Linke und Rechte heute dermaßen an den USA hassen.

Mit seiner charakterstrukturellen Subversion hat Jefferson von Anfang an die Saat der Uneinigkeit und des Zerfalls gestreut. Zugegeben klingt alles gut, was er geschrieben hat über Unabhängigkeit, Freiheit, das Streben nach Glück, etc., befaßt man sich aber mit seinem Leben, sieht man, daß er ausschließlich in seinem Kopf gelebt hat, ein lebensfremder „Idealist“ und im Herzen ein pestilenter Charakter war.

Hamilton ging es um den Erhalt und die Sicherung des einmal erkämpften. Der Utopist Jefferson wollte eine agrarisch organisierte, praktisch „basisdemokratische“ Nation, war geradezu ein „Grüner“. Hamilton wollte einen starken Staat, der einen freien Handel auf dem Kontinent ermöglicht und (nicht zuletzt durch angemessenen Protektionismus) auf eine entwickelte Industrienation zusteuert. Er war für eine bestimmende Elite, eine Art neue Aristokratie aufgrund von Leistung. Tatsächlich war er selbst ein illegitimes Kind und früh Waise. Er war auf einer fernen Insel in der Karibik geboren und aufgewachsen und mußte bereits mit 14 als kaufmännischer Angestellter für seinen Lebensunterhalt arbeiten. Nach wenigen Wochen leitete er die Firma für seinen erkrankten und sechs Monate ans Bett gefesselten Boß. Jefferson hingegen war in die herrschende Klasse der Kolonien hineingeboren. Der Unterschied zeigte sich auch darin, daß Hamilton für seine Zeit auf fast einmalige Art und Weise frei von Rassismus war, was Neger, Indianer und Juden betraf. Er selbst wurde wegen seiner Herkunft immer wieder als „Mulatte“ denunziert. (Heute dichten „Antizionisten“ ihm gerne jüdische Vorfahren an.)

Als Hamilton unter Washington der erste Finanzminister der USA wurde, war das Land bankrott und es wäre nur natürlich gewesen, wenn eine „revolutionäre Regierung“ diese, ihre Schulden (a la Griechenland heute) schlichtweg negiert hätte. Nicht so Hamilton: er sah in den horrenden Schulden einen Glücksfall, eine Möglichkeit Vertrauen in die neue Regierung zu schaffen, so daß diese in Zukunft kreditwürdig werden würde. Am Ende seiner Amtszeit war das bankrotte Land, dem niemand bei klarem Verstand Geld geliehen hätte, zum kreditwürdigsten Land der Welt geworden. Dabei war Hamilton sogar so weit gegangen, daß er freiwillig die angehäuften Schulden der 13 Teilstaaten übernommen hatte. Sein Kalkül war u.a., daß die reichen Gläubiger alles dafür tun würden, die Zentralregierung prosperieren zu lassen. Schulden würden sich, so Hamilton, dergestalt von einer Bürde in eine Stärke verwandeln; von etwas, was die Einheit der Nation gefährdet, in etwas, was die Einheit der Nation zementiert. Schulden sind das, was eine Nation zusammenhält, weil sie eine wechselseitige Abhängigkeit, eine bioenergetische Spannung, erzeugen. Der Orgonom Robert Harman hat das in seiner Artikelserie über „Functional Economics“ im Detail ausgeführt.

In Hamiltons Augen war Jefferson ein Politiker im schlimmsten Sinne des Wortes, ein Populist: jemand, der den Massen nach dem Munde redet, um an die Macht zu kommen und an der Macht zu bleiben – zur Hölle mit der Wahrheit. Hamilton selbst war ein lausiger Politiker, weil er es nicht übers Herz brachte, anderes zu sagen als die Wahrheit, egal wie unbequem sie auch sei. Er sprach nicht von „Freiheit“ und „Volksherrschaft“, sondern er schuf die Institutionen (die Zentralregierung, die Armee und den „Finanzkapitalismus“), die Amerika groß gemacht haben.

Während Jefferson die blutige Französische Revolution feierte, war Hamilton schockiert und angewidert. „Andererseits“ besaß der Großgrundbesitzer Jefferson 200 Sklaven, während der stets für seinen vergleichsweise mageren Lebensunterhalt hart arbeitende Hamilton einer der ersten und der prominenteste Gegner der Sklaverei war. Schließlich wurde Hamilton von Jefferson und seinen Leuten zu Fall gebracht, indem sie eine außereheliche Eskapade ausschlachteten, mit der Hamilton von seiner Geliebten und deren Ehemann erpreßt wurde. Der gutherzige und naive Hamilton tat für die damalige Zeit etwas, was aus jedem Rahmen des puritanischen Amerika fiel: um Vorwürfe der Korruption zu entkräften, veröffentlichte er eine Broschüre, in der er alle Einzelheiten seiner außerehelichen Affäre beschrieb und sogar die Briefe seiner kriminellen Geliebten veröffentlichte. Während Washington ihn weiter unterstützte und seiner Loyalität versicherte, konnte der pestilente Charakter Jefferson sein Glück kaum fassen: nun konnte Hamilton unter keinen Umständen mehr Präsident werden.

Später war es Hamilton, der durch seinen Einfluß Jefferson zum Präsidenten machte, um einen skrupellosen Glücksritter, Aaron Burr, davon abzuhalten als Präsident das moralische Rückgrat des Landes zu brechen. Burr sollte schließlich Hamilton in einem Duell erschießen.

Der linksliberale Charakter Jefferson setzte alles auf den „kleinen Mann“ von der Straße, von dem er, der Großbürger, nicht den geringsten Schimmer hatte. Für den konservativen Charakter Hamilton hatte er bis über dessen Tod hinaus nur Verachtung und Haß, denn der sei „Monarchist“ gewesen, also genau das, wogegen man in der Revolution aufgestanden war. Hamilton hingegen betrachtete sie nie als „Revolution“, sondern als bloßen Kampf für die Unabhängigkeit. Die Demokratie war ihm ein Greuel, die Krankheit des neuen Landes, weil er im Gegensatz zu Jefferson eine realistische Sicht der menschlichen Natur hatte. Es war sein Einfluß, der für das spezifische amerikanische Regierungssystem aus „checks and ballances“ sorgte, so daß Leute wie Jefferson keinen allzu großen Schaden anrichten konnten.

Hamilton betrachtete die Demokratie als große Gefahr. Wohin sie führt, zeigt sich heute, wo die Parasiten des Staates ihre Agenda auf Kosten der Zukunft durchsetzen. Hamiltons Vision für die Massen, aus denen er schließlich stammte, war nicht die illusionäre „Partizipation“ an der Politik, sondern: durch die praktische Teilnahme am Arbeitsprozeß sollten sie – teilhaben und sich ihren Einfluß erarbeiten. Wählen sollten nur jene dürfen, die sich eine entsprechende wirtschaftliche Position erarbeitet haben.

All diese Gegensätze sind vom charakterologischen Gegensatz zwischen Linken und Konservativen geprägt: die Identifikation mit den Massen, die Rebellion gegen den Vater, der kontaktlose „Idealismus“ auf der einen Seite, der Wettstreit mit dem Vater und Realismus, insbesondere was die menschliche Natur und die praktischen Notwendigkeiten des Lebens betrifft, auf der anderen Seite.

Was für ein Mann Hamilton war, zeigt sich an zwei Episoden: Als Student, gerade mal 20, stellte er sich todesmutig dem „revolutionären Mob“ entgegen und rettete so dem royalistischen Direktor seiner Universität das Leben. Dabei war er, Hamilton, es gewesen, der in Pamphleten, die weite Verbreitung und große Aufmerksamkeit erlangten, für die Unabhängigkeit der Kolonisten von England geworben hatte. Es war Hamilton, der bei Yorktown maßgeblich die letzte und entscheidende Schlacht gegen die Engländer anführte – buchstäblich: todesmutig Schritt er voran in den Kugelhagel hinein. Nichts dergleichen läßt sich auch nur annähernd über Jefferson berichten. Er gab sich lieber sadistischen Phantasien hin und schwafelte davon, daß der Baum der Freiheit immer wieder durch das Blut der Tyrannen und Patrioten bewässert werden müsse.

Hamilton hatte sich alles selbst erarbeitet. Ein „Bastard“ und mittelloser „Migrant“, der zur rechten Hand General Washingtons wurde (tatsächlich war er „Washingtons Gehirn“), ein Kriegsheld, der eine Einheit zusammenstellte, die heute die älteste Einheit der US-Armee ist; der nach dem Krieg innerhalb weniger Monate autodidaktisch zum Anwalt wurde, den ersten Verein zur Abschaffung der Sklaverei ins Leben rief, eine Bank gründete und der schließlich als Präsident Washingtons Finanzminister de facto zu dessen „Ministerpräsidenten“ wurde und damit zum eigentlichen Herrscher Amerikas, dem er bis heute seinen Charakter aufgedrückt hat. Ohne ihn würde Nordamerika heute vielleicht aussehen wie Südamerika! Jefferson hingegen war als einer der reichsten Männer der Kolonien geboren worden, nur um mit horrenden Schulden zu sterben. Ein Nichtsnutz, dem bis heute universell Bewunderung gezeugt wird…

Hamiltons Vermächtnis ist Amerika selbst, eine prosperierende, dynamische Gesellschaft, die zum „Weltpolizisten“ aufgestiegen ist, der auf allen Kontinenten die Emotionelle Pest in Schach hält. Über Friedrich List steht Hamilton am Urgrund der erfolgreichen Wirtschaftsmodelle in Asien, angefangen bei Japan und kulminierend im modernen China. Ohne seinen indirekten Einfluß hätten möglicherweise Hunderte von Millionen Menschen verhungern müssen. Nicht zuletzt ist naürlich an Deutschlands wirtschaftlichen Aufstieg bis 1914 zu denken! Jeffersons Vermächtnis sind „Visionäre“, „Idealisten“, Schwätzer, Verschwörungstheoretiker, gemeingefährliche Demagogen, „Piraten“, Truther, Weltverbesserer. Nichtsnutze, die keinen blassen Schimmer von den wirtschaftlichen und arbeitsdemokratischen Zusammenhängen haben. Etwa Bert Brecht: „Was ist ein Einbruch in eine Bank gegen die Gründung einer Bank?“ Leeres Gewäsch von Leuten, die in ihrem Leben nie etwas Praktisches geleistet haben!

Zum folgenden Video lese man auch die Kommentare: der abgrundtiefe Haß gegen Hamilton…

[youtube:https://www.youtube.com/watch?v=notJuFGXQ9w%5D

Und hier der Grund für diesen Haß auf Hamilton. Hamilton im Gespräch mit Washingtons Nachfolger, Präsident John Adams:

[youtube:https://www.youtube.com/watch?v=KaWBs46USqE%5D