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Das Nein!

10. Juni 2015

Forscher der Freien Universität Berlin und des Leipziger Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie haben bei Bonobos Hinweise dafür gefunden, daß diese vielleicht manchmal ihren Kopf schütteln, um das gleiche auszudrücken wie wir: „Nein!“ Das wurde nur bei Bonobos beobachtet, nicht jedoch bei den anderen Menschenaffen (Schimpansen, Orang Utans und Gorillas).

Die Frage ist, ob diese Kopfbewegung Teil unserer bioenergetischen Veranlagung ist oder nur eine kulturelle Konvention, denn in einigen Kulturen, wie Bulgarien, Nordgriechenland, Indien und Sri Lanka, wird leichtes Kopfschütteln als Zustimmung verstanden.

Die Verhaltensforscher können diese Frage noch nicht abschließend beantworten, jedoch weist aus orgonomischer Sicht einiges darauf hin, daß es wirklich zu unserer Biologie gehört.

Da wäre beispielsweise die Biopathie „Skoliose“, die offensichtlich darauf beruht, daß der Organismus des Jugendlichen zum Lebensstrom, der den Rücken emporsteigt, buchstäblich „Nein“ sagt (M.D. Brenner: „Adolescent Idiopathic Scoliosis Considered as a Biopathy“, Journal of Orgonomy, 17[2], November 1983, S. 178-200).

Diese Biopathie entspricht den „abwehrenden Bewegungen gegen den Orgasmusreflex, die normalerweise seitliche Hin-und-Her-Bewegungen sind“ (Elsworth F. Baker: „Orgone Therapy“, Journal of Orgonomy, 12[1], May 1978, S. 41-54).

Die zweite Art des „Neins“ ist schlichtweg die Wut: „Nein!“

Aus orgonomischer Sicht entstehen Entzündungen durch eine zu heftige „Erstrahlung“ der organismischen Orgonenergie. Diese Überreaktion ist die Gegenwehr des Organismus gegen die Blockierung des energetischen Flusses. In Maßen ist es natürlich und lebenserhaltend, im Übermaß ist es selbstzerstörerisch. In der Kindheit wurde die Umwelt als feindlich erfahren, d.h. man hat sich nicht als grundsätzlich angenommen gefühlt, so daß später in einer Panikreaktion auf jeden Widerstand mit maximaler Brutalität reagiert wird. Bei den einen richtet sich diese Wut auf ihre Mitmenschen, denen man wegen nichtiger Anläße das Nasenbein oder den Kiefer bricht, bei den anderen spielt sich das energetisch gleiche Geschehen innerhalb des Organismus ab, wenn normalerweise harmlose Keime (in einem ohnehin geschwächten Organismus) zu lebensbedrohlichen Entzündungen führen.

Für Menschen, die von ihrer Mutter nicht geliebt wurden, ist das Leben eine Hölle, sie verbrennen buchstäblich von innen bzw. sie machen das Leben ihrer Mitmenschen zur Hölle. Das sei jedem angeblichen „Lebensschützer“ ins Stammbuch geschrieben, der gegen Abtreibung und gar Verhütung wettert. Und auch jenen, die es zulassen, daß es in diesem Lande etwas anderes gibt als Liebesheiraten. All das sinnlose seelische, körperliche und soziale Leiden! Alles nur wegen Eurer gottverfluchten christlichen, islamischen und multikulturellen Ideologien! FAHRT ZUR HÖLLE!

Edith Chen (University of British Columbia) et al. haben 53 Erwachsene studiert, die aus armen Verhältnissen stammen. Dabei glichen sie den Zustand des Immunsystems, das durch die ökonomisch schwierigen Lebensverhältnisse in der Kindheit von früh auf besonders herausgefordert war, mit dem Mutter-Kind-Verhältnis ab.

Die 26 Teilnehmer, die ihre Mütter als warmherzig und fürsorglich beschrieben, hatten niedrigere molekulare Entzündungsprofile als die 27 restlichen Probanden. Oder mit anderen Worten: Kinder, denen es an mütterlicher Wärme gefehlt hat, leiden später in ihrem Leben unter chronischen und exzessiven Entzündungsreaktionen.

Ähnliches beobachten wir auf der Verhaltensebene. Man denke nur mal an die Kulturbereicherer aus der islamischen Welt und das „Was guckst du?!“-Phänomen. Aus nichtigsten Anlässen immer am Rande des „Messerns“! Es sind meistens Kinder aus Zwangsehen, in denen den Frauen der eigene Cousin aufgezwungen wurde. Die Familienatmosphäre ist entsprechend von Ekel (man kann sich da nahe verwandt buchstäblich nicht riechen!), Haß und Gewalt geprägt.

Werfe ich hier nicht wild alles durcheinander? Aus molekularbiologischer und sozialpsychologischer Sicht mögen ständige Entzündungen und dünnhäutige Aggressivität wenig bis nichts miteinander zu tun haben, aber wir betrachten die Welt von der Orgonenergie her!

Und schließlich gibt es das „Nein“ des Rückzugs, der in Reichs „Krebsschrumpfungsbiopathie“ kulminiert.

Reich zufolge zeichnet sich die Krebsbiopathie dadurch aus, daß eine periphere Störung sich immer weiter dem Zentrum des Lebensapparats nähert und schließlich diesen selbst schädigt.

Stellen wir uns die biologischen, physiologischen und seelischen Funktionen plastisch-räumlich vor; wir haben einen weiten Kreis mit einem Zentrum („Kern“) vor uns. Das Einschrumpfen der Kreisperipherie entspräche dem Einsetzen der charakterologischen und emotionellen Resignation. Der Kern, das Zentrum des Kreises, ist noch unberührt. Dieser Prozeß schreitet gegen das Zentrum zu fort, das den „biologischen Kern“ darstellt. Der biologische Kern ist nichts anderes als die Summe aller plasmatischen Zellfunktionen. Hat der Schrumpfungsprozeß diesen Kern erreicht, dann beginnt das Plasma selbst einzugehen. Dies fällt mit dem Prozeß des Gewichtsverlustes zusammen. (Der Krebs, Fischer TB, S. 224).

Bisher glaubte man, daß die Kachexie, die mit manchen Krebsarten einhergeht (beispielsweise Darmkrebs und Lungenkrebs), nur die Skelettmuskeln betrifft, doch Untersuchungen von Martha Belury von der Ohio State University und Kollegen konnten bei Labormäusen, die an Dickdarmkrebs litten, nachweisen, das durch die Krebs-Kachexie auch Funktionsfähigkeit und Struktur der Herzmuskeln in Mitleidenschaft gezogen wird.

Im Bericht der Ohio State University heißt es:

Vorrangegangene Studien haben nahegelegt, daß Kachexie für etwa ein Fünftel bis ein Drittel aller Krebstode verantwortlich ist. Aber viele Aspekte des Zustandes bleiben unverstanden, einschließlich ihrer Ursache und wie man voraussagen kann, wer das größte Risiko für das Syndrom in sich trägt.

Belury sagt:

Die Erschöpfung und Schwäche bei Kachexie wurden dem Schwund der Skelettmuskeln zugeschrieben. Unsere Ergebnisse unterstützen jedoch die Vorstellung, daß eine unzureichende Herzleistung, die zu weniger Bewegung und damit zu noch mehr Muskelschwund führt, ebenfalls für das Schwächesyndrom verantwortlich sein könnte. Es ist ein Teufelskreis, die zu den Komplikationen bei Krebs-Kachexie beiträgt.

Das dem ganzen ein funktioneller Prozeß, nämlich die von Reich beschriebene Schrumpfung, zugrundeliegt, ist der mechanistischen Medizin prinzipiell unzugänglich, – obwohl es mehr den augenfällig ist. Beispielsweise fanden die Forscher um Belury heraus, daß die krebskranken Mäuse zwar weniger aßen als ihre gesunden Artgenossen, aber wenn man gesunden Mäusen die gleiche Nahrungsmenge zuführte, verloren diese zwar ebenfalls an Gewicht, dies führte aber nicht zum Verlust von Skelettmuskel-Masse und zeitigte auch keine Auswirkungen auf die Herzfunktion.

Am 14ten Tag der Studie hatten die Krebsmäuse einen Herzschlag pro Minute, der fast 21 Prozent niedriger lag, und das Herz pumpte signifikant weniger Blut durch den Körper.

Die Forscher untersuchten das Herzgewebe aller Mäuse mit Hilfe der Elektronenmikroskopie. Sie fanden eine Reihe von Anzeichen für Schäden im Herzmuskelgewebe der Mäuse mit Kachexie, darunter einen Zuwachs an fibrösem Gewebe und Veränderungen in den Mitochondrien, den sogenannten „Kraftwerken“ in den Zellen, die Kohlenstoff in Energie umwandeln.

„Die Mitochondrien sahen ziemlich schlecht aus, fast als fielen sie auseinander. Und wir sahen auch Hinweise für Vorläufer für Vernarbungen und Kollagenbildung, was man in keinem Muskel gerne sieht, insbesondere aber nicht im Herzmuskel“, sagte Belury. (…)

Da auch die genetischen Funktionen im Herzgewebe untersucht wurden, fanden die Forscher, daß die Eiweiße, die mit der Energieproduktion im Muskel verknüpft sind, sich in den Herzen der Mäuse mit Kachexie von ihrer erwachsenen Form in einen fetalen Typus zurückverwandelt hatten. Dieses Phänomen war in vorangegangenen Forschungen mit Herzversagen in Zusammenhang gebracht worden.

„Das Herz gab sich noch alle Mühe Funktion und Struktur aufrechtzuerhalten. Es versuchte mit dieser Vorgehensweise sich selbst zu heilen, was aber nicht gelingen konnte. Es war zu viel vorgefallen, als daß dies hätte funktionieren können“, sagte Belury. „Wir fragen uns, ob wir einiges dieses Wissens nutzen können, um Herzerkrankungen umzukehren.“

Zukünftige Forschungen könnten untersuchen, ob die Verabreichung von Medikamenten oder zusätzlicher Nahrung in den Frühphasen der Kachexie die Verschlechterung der Herzfunktion verhindern könnten, meinte sie.

Derartige Aussagen sind zutiefst tragisch. Einerseits bestätigen sie immer wieder aufs Neue Reichs grundlegende Theorie über die Biopathie Krebs, doch andererseits zeigt die Studie, daß die Medizin mehr denn jemals zuvor im mechanistischen Denken gefangen ist. Sie sehen mit ihren eigenen Augen den Zerfall des Zellplasmas, – und wollen dem mit Medikamenten und „Ernährungsumstellung“ Einhalt gebieten!

Es wird beschrieben, wie der Krebsprozeß die energetischen Plasmafunktionen angreift und wie der Körper verzweifelt versucht, sich auf einer primitiveren Funktionsebene zu reorganisieren. Diese Prozesse hat Reich bereits vor fast 70 Jahren beschrieben – und die Zusammenhänge erfaßt…


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