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Eine notwendige Ergänzung zu David Boadellas „Orgonenergie, Liebe und Raumschiffe“: der Verweis auf Jerome Eden

6. Juni 2018

Ich möchte an Die kosmische Revolution (Wilhelm Reich, UFOs und die Klimakatastrophe) von Jerome Eden erinnern. Eine umfassende Einführung in jenen Problemkomplex, dem Wilhelm Reich am Ende seines Lebens den größten Teil seiner Aufmerksamkeit schenkte: die Zerstörung der Erdatmosphäre durch Wesen von anderen Welten. Vor dem Hintergrund von 30 Jahren eigener Forschungen auf diesem Gebiet, wies Eden definitiv die Richtigkeit von Reichs Annahmen nach.

Am Anfang des Buches beschreibt er den Reichschen „Orgon-Akkumulator“ und seine ganz persönlichen Erfahrungen mit der radioaktiven Umweltverseuchung, die für den regelmäßigen Benutzer des Akkumulators unmittelbar erfahrbar wird. Am eigenen Leibe spürt er den Kampf zwischen den antagonistischen Kräften Orgonenergie und Kernenergie. Diese Auseinandersetzung erstreckt sich aber nicht nur auf die irdische Atomindustrie, sondern auch auf jenes Phänomen, das im Allgemeinen mit dem Wort „UFO“ umschrieben wird. Eine außerirdische Technologie, die die Orgonenergie-Hülle der Erde zerstört und klimatische Katastrophen zur Folge hat.

Eden beschreibt die Schlacht, die Reich mit Hilfe des „Cloudbusters“ 1954-55 in der Wüste Arizonas gegen die außerirdischen Invasoren ausfocht. Es handelt sich dabei um ein Kapitel der Orgonomie, dem so gut wie alle Anhänger Reichs ängstlich ausgewichen sind, so als hätte Reich nie gesagt, daß unser Planet von Wesen aus dem Weltall heimgesucht wird und daß dies „die wichtigste und bedrohlichste Entwicklung in der Geschichte der Menschheit“ darstellt!

Das Wesen dieses Buches wird durch folgende Erinnerungen Walter Burnhams, einem Studenten Edens, erhellt:

1972 gab mir meine Mutter ein Buch, Jerome Edens Orgone Energy – The Answer to Atomic Suicide. Sie überreichte es mir mit den Worten: „Hier Walter, ich dachte, daß du dich vielleicht dafür interessierst. Ein Mann aus Careywood schreibt über eine Energie, dem Gegenteil der Kernenergie.“ Für meine Mutter war es nur ein interessantes Buch von vielen, die sie aus Zeitmangel nicht lesen konnte. Für mich war es, als hätte jemand das Tor des Kerkers meiner Jugendjahre aufgestoßen.

Der Kampf hatte begonnen, ob ich mich wegen der Lust meines Körpers schuldig oder nicht schuldig fühlen sollte; entweder der Sehnsucht nach Liebe Folge zu leisten oder zu schrumpfen, um zu meinen unglücklichen Gefährten zu passen. In Anbetracht meiner vielen leichtsinnigen Versuche durch jenes „Tor“ zu rennen, kann ich dafür dankbar sein noch zu leben.

Als Wilhelm Reich zum ersten Mal das Orgon konzentrierte, sein Glühen und Schimmern bobachtete, die Wärme in seinen Händen spürte, war dies das Ergebnis von 25 Jahren eingehender Beobachtung des Menschentiers. Er hat hart dafür gearbeitet; er arbeitete, als im Zweiten Weltkrieg die Welt in Trümmer ging; er arbeitete als Scheidung, Einsamkeit und Verleumdung sein Leben überschatteten. Er hat für uns die Pionierarbeit geleistet. Während seine Mitmenschen ihn beschimpften, kämpfte er für unser Glück. Seine Arbeit hat den Geist im Menschen freigelegt und den Gott, den wir vergessen haben.

Wenn ich also selbst die Perversionen der Welt hinter mir lassen kann, wenn ich mich von den Trümmern der Gesellschaft freischwimmen kann, wenn ich nicht den Gefahren erliege, die damit verbunden sind, meine Freunde „retten“ zu wollen, wenn ich nicht zur Reinigung ins Meer renne, nur um dabei zu ertrinken, wenn ich lerne, daß ich an der Frontlinie dieses Kampfes der Neugeborenen gegen die Emotionelle Pest stehe, dann habe ich das erhalten, was ich immer wollte – die gute Aussicht für mich und meine Angehörigen in einer zerfallenden Welt zu überleben. Die Orgonomie ist das Studium der Lebensfunktionen und ich strebe danach, lebendig und vollständig funktionsfähig zu sein. (Orgonomic Education Newsletter, Dez. 1984)

Das Hauptaugenmerk von Die kosmische Revolution ist auf das UFO-Problem gerichtet. In letzter Zeit habe ich mir viele UFO-Dokumentationen auf YouTube angeschaut. Fast alle, etwa die Serie „UFO Hunters“, sind eine Zumutung. Absolut brillant ist folgende vollkommen unprätentiöse australische Fernsehdokumentation aus dem Jahre 2009. Der Fernsehjournalist hat einfach nur seine Arbeit gemacht!

Es geht hier um eine ausgedehnte und sehr detaillierte UFO-Sichtung durch eine ganze Schule im Jahre 1966. Noch heute erinnern sich die Schüler und einige Nachbarn der damaligen Ereignisse; wie unmittelbar nach der Sichtung das Militär (offenbar in Australien stationierte Amerikaner) auftauchte, die Kamera konfisziert wurde, mit der eine Lehrerin einige Aufnahmen geschossen hatte, und wie schließlich alles unternommen wurde, um die Sichtung aus dem öffentlichen Bewußtsein zu löschen.

Dieser eine Film reicht vollkommen, um die Existenz von „UFOs“ zu beweisen. Wie das Phänomen zu interpretieren ist, ist eine andere Frage (immerhin deutet die Militärpräsenz, die in fast allen derartigen Schilderungen Erwähnung findet, in eine bestimmte Richtung!), aber das Phänomen als solches zu leugnen, ist unseriös.

Wenn Jerome Eden mit seiner Interpretation des Phänomens recht behalten sollte, dann Gnade uns Gott!

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Orgonenergie, Liebe und Raumschiffe (1955) (Teil 7)

31. Mai 2018

von David Boadella, B.A.*

TEIL 4: BEWEGUNGSFORM

Ich wende mich nun dem vierten Unterscheidungsmerkmal der Untertassen zu, einer der am schwersten zu verstehenden, ihrer Bewegungsform. Gegen Ende seines Buches über den Weltraum, Schwerkraft und Fliegende Untertassen (Space, gravity and the flying saucer) macht Leonard Cramp folgende bemerkenswerte Aussage:

Wir sind jetzt in einer Phase angelangt, in der wir uns vergegenwärtigen können, was zweifellos der wichtigste Schlüssel für die Phänomene ist, die mit der Fliegenden Untertasse verbunden sind. Wir alle wissen, daß im Kern der Materie selbst das Elektron sich in einer Umlaufbahn dreht. Wir haben gesehen, daß Staubpartikel durch den Einfluß von Licht zum Drehen gebracht werden können. Satelliten, Planeten, Sonnen und sogar Galaxien rotieren und mit diesem universellen Phänomen ist die sogenannte Schwerkraft verbunden. Und – Fliegende Untertassen rotieren ebenfalls. (S. 165)

Sie rotieren nicht nur, sondern in ihrer Bewegung von Ort zu Ort wurden sie häufig als „pendelartig“ oder „zickzackförmig“ oder wie ein „Stein, der über einen Mühlenteich hüpft“ beschrieben. Cramp legt nahe, daß dies einfach der visuelle Effekt eines Objekts ist, das sich auf einer länglichen Spirale bewegt.

Wenn wir davon ausgehen, daß Fliegende Untertassen Orgonenergie nutzen, dann sollten wir erwarten, eine Beziehung zwischen Orgonenergie und Spiralität zu finden. Finden wir eine solche Beziehung tatsächlich?

Anfang 1940 hatte Reich seinen Eindruck festgehalten, daß die pulsierenden Punkte des violetten Lichts, die er im Orgon-Dunkelraum beobachtet hatte, sich in Form einer bestimmten Flugbahn zu drehen schienen, als „Kreiselwellen“. Viele Jahre später war er in der Lage, bestimmte Probleme, die durch Naturphänomene wie die Galaxie und das Nordlicht auftraten, zu lösen, indem er annahm, daß zwei Orgonströme mit anfänglich unterschiedlichen Richtungen aufeinander zufließen, konvergieren und sich schließlich überlagern. Die Form, die die beiden sich überlagernden Ströme annehmen, ist die einer Spirale.

Dies wird durch Reichs Studie über die Entstehung von Hurrikanen bestätigt. Reich konnte zeigen, daß ein Hurrikan ebenfalls durch die Überlagerung zweier Orgonströme entsteht, wobei das Auge des Hurrikans dem Zentrum der resultierenden Spirale entspricht. Diese Forschung entwickelte sich folgerichtig zu einer praktischen Technik zur Veränderung des Wetters.

Wir sehen mit Interesse, daß Reichs Vermutungen hier durch die Forschungen eines Mannes namens James Pettigrew [1834-1908, PN] weitgehend bestätigt werden; einem englischen Arzt, der sehr detailliert zeigen konnte, wie eine erstaunliche Vielfalt natürlicher Manifestationen in der Tat spiralförmig sind. Unabhängig von Reich machte er auf die Ähnlichkeit in der Grundform zwischen Phänomenen wie den Spiralnebeln, dem Pflanzenwachstum, einem Tornado und der Entwicklung und Struktur der verschiedenen Knochen, Muskeln und Gewebe des menschlichen Körpers aufmerksam.

Seine Untersuchungen waren so gründlich und umfangreich, daß man mit Fug und Recht Spiralität als grundlegendes Merkmal der Natur betrachten kann. Die Frage lautet dann: Was im menschlichen Körper und in der Galaxie, im Nordlicht und in der Fliegenden Untertasse, bewegt sich spiralförmig?

Paul Ritter hat einiges geleistet, was die Untersuchung der Beweise von Pettigrew und vielen anderen Forschern betrifft, die über Spiralformationen geschrieben haben, und gezeigt, wie ihre Arbeit vor dem Hintergrund orgonotischer Funktionen einen umfassenderen Sinn ergibt.

Die genaue Mechanik der Bewegung der Fliegenden Untertasse muß noch untersucht werden. An dieser Stelle genügt es, die Tatsache festzuhalten, daß ihre schwingende, spiralförmige Bewegung in voller Übereinstimmung mit dem steht, was hinsichtlich der Bewegung des Orgons in anderen Funktionsbereichen entdeckt wurde.

Dies bringt mich zum Ende des ersten Abschnitts meines Vortrags und rundet ab, was ich über die beobachteten Eigenschaften von Untertassen und ihre Beziehung zum Orgon zu sagen habe.

Es hat sich erwiesen, daß die Hauptmerkmale der Fliegenden Untertassen in erstaunlicher Weise den Funktionen der Orgonenergie entsprechen, die Reich viele Jahre bearbeitet hatte, bevor es überhaupt so etwas wie ein „Untertassenproblem“ gab. Darüber hinaus entwickelten sich die Beziehungen, die Reich 1953 erstmals entdeckte und die ich heute abend ausgearbeitet habe, unerwartet aus dieser früheren Arbeit und ohne besondere Absicht bzw. den Versuch, irgendein „Untertassenproblem“ zu lösen.

In der verbleibenden Zeit möchte ich kurz auf die Beziehung des Orgons zur Schwerkraft und auf die Arbeit von Leonard Cramp eingehen. Welchen Beweis gibt es dafür, daß das Orgon in der Atmosphäre technologisch kontrolliert und gesteuert werden kann? Und was bewog die Fliegenden Untertassen unsere Atmosphäre seit etwa 1947 in einer derartigen Anzahl zu besuchen.

* Abdruck der Übersetzung aus dem Englischen mit freundlicher Genehmigung des Autors, Dr. Boadella. Der Originalaufsatz „Orgone Energy, Love and Space Ships“ findet sich in der von Paul und Jean Ritter in Nottingham, England herausgegebenen Zeitschrift Orgonomic Functionalism, Vol. 2 (1955), No. 5, S. 287-306.

Orgonenergie, Liebe und Raumschiffe (1955) (Teil 5)

22. Mai 2018

von David Boadella, B.A.*

TEIL 2: STRAHLUNG (Fortsetzung)

Es gibt häufige Berichte über magnetische und elektrische Geräte, die in der Nähe von Fliegenden Untertassen nicht funktionieren. In der Tat kann man spekulieren, wie viele unerklärliche Flugzeugabstürze auf einen unbekannten FELD-Effekt von ungesehenen Untertassen zurückzuführen sein könnten. Einer dieser Crash‘ scheint auf diese Art von Dingen zu weisen. Ich meine natürlich Captain Mantells Absturz über Fort Knox, Anfang 1948, nachdem er ein riesiges glänzendes metallisches Zigarrenobjekt verfolgt hatte.

Beobachtungen des Verhaltens von Orgon in dieser Hinsicht gibt es im Moment nur sehr wenige. Aber Reich berichtet, daß in den frühen Tagen, in denen er versuchte, das Orgon in seinem Keller zu isolieren, alle Metallobjekte, wie Scheren, Zangen, Nadeln usw., hochgradig magnetisch wurden. Weiteres kann aus dem Oranur-Experiment gelernt werden.

Dieses Experiment, bei dem Orgon mit Kernmaterial irritiert wurde, erzeugte ein Kraftfeld, das viel größer war, als die Radiummenge erklären konnte, die im Experiment verwendet wurde. Es wurde nur ein Milligramm Radium verwendet und dieses wurde durch einen 1/2 Zoll-Bleibehälter abgeschirmt. Dennoch wurden die Wände des mit Metall ausgekleideten Raumes, in dem das Experiment durchgeführt wurde, sehr bald unerträglich aufgeladen und strahlten, in einer Entfernung von 16 Fuß vom Bleibehälter. Die Luft war schwer und drückend und die Mitarbeiter litten unter Kopfschmerzen und Übelkeit. Doch dieser Effekt hörte auf, sobald das Radium aus dem Akkumulator genommen und in einen normalen Raum gebracht wurde. Offensichtlich hatte das Radium allein, noch in seiner Abschirmung, diesen intensiven Strahlungseffekt nicht erzeugt. Bemerkenswert war, daß selbst nach der Entfernung des Radiums die Reaktion anhielt und sich sogar schnell ausdehnte. Das stark ausgeweitete Orgonfeld konnte auf viele Arten nachgewiesen werden: Die Erstrahlung von fluoreszierendem Gas konnte normalerweise dadurch bewirkt werden, daß man seine Hand der Glasröhre näherte. Nun konnte diese Reaktion in einer Entfernung von zwei Fuß von der Röhre, statt der normalen zwei Zoll erzeugt werden. Der Geigerzähler maß einen starken Anstieg der Hintergrundstrahlung in der Atmosphäre des Orgonraumes, lange nachdem das Radium aus dem Orgonraum entfernt worden war, während der Raum, in dem sich das Radium befand, eine viel schwächere Reaktion gab. Dieses hoch geladene strahlende Orgonfeld erstreckte sich über eine Entfernung von 50 bis 100 Fuß über die Außenwände des Labors hinaus und war mit einem ungewöhnlichen und unerklärlichen Zerfall in den Granitwänden des Labors verbunden.

Reich beschreibt diese Wände wie folgt:

In ein und demselben Gestein, das vor wenigen Monaten noch glatt und grau war, sieht man schwarze runde oder gestreifte Flecken, die sich entweder vom Rand zur Mitte oder umgekehrt ausbreiten. Bei vielen Steinen haben die Oberflächen ihre Glätte verloren; die Gesteinsoberfläche sieht schwammig aus, als ob in das Gestein gebohrt worden wäre und unzählige Löcher von einem Durchmesser und einer Tiefe von ungefähr 1/16 oder 1/8 Zoll in die Oberfläche gearbeitet worden wären.

Lassen Sie uns jetzt hören, was Leonard Cramp über den Mantell-Crash zu sagen hat:

Das Wrack von Captain Mantells Maschine ging über ein weites Areal nieder und Gerüchten zufolge wurden bei der Untersuchung der Teile ziemlich unerklärliche Schnitte entdeckt, sehr winzig und von sehr kleinen Löchern begleitet. Dies war nicht nur ein Fall von gewöhnlichem Versagen der Struktur; es war möglicherweise Versagen auf molekularer Ebene aufgrund eines Zusammenbruchs der natürlichen Kohäsion, verursacht durch das Eindringen in das Randgebiet eines Kraftfeldes, das weit jenseits unserer Vorstellungskraft liegt. (Space, Gravity and the Flying Saucer, S. 94)

Ich werde das, was ich über die Strahlenwirkung von Untertassen und von Orgon zu sagen habe, mit einigen Worten über die Wirkung der Strahlung auf photographische Platten abschließen. Die Ausgabe der britischen Zeitschrift Flying Saucer News vom März 1955 enthält einen höchst interessanten Artikel mit dem Titel „Fuzzy Photos – radiation?“, in dem auf drei Fotografien von Untertassen aus Delft, Helsinki und Neuseeland Bezug genommen wird. Jedes dieser Fotos zeigt einen sehr deutlichen unscharfen Ring bzw. eine Halo, der die Untertasse umgibt.

Dies entspricht sehr genau der Tatsache, daß Reich ähnliche nebel- bzw. wolkenartige Schatten gefunden hat, als er zum Beispiel eine photographische Platte dem Einfluß von Bionkulturen oder dem Orgonfeld zwischen den Handflächen aussetzte. Das angeregte Orgonfeld scheint die Eigenschaft zu haben, den Durchgang von normalen Lichtstrahlen zu behindern, und dies könnte wohl die Wurzel vieler rätselhafter Effekte auf Untertassenfotos sein.

* Abdruck der Übersetzung aus dem Englischen mit freundlicher Genehmigung des Autors, Dr. Boadella. Der Originalaufsatz „Orgone Energy, Love and Space Ships“ findet sich in der von Paul und Jean Ritter in Nottingham, England herausgegebenen Zeitschrift Orgonomic Functionalism, Vol. 2 (1955), No. 5, S. 287-306.

Orgonenergie, Liebe und Raumschiffe (1955) (Teil 3)

11. Mai 2018

von David Boadella, B.A.*

TEIL 1: ERSTRAHLUNG (Fortführung)

Während des Oranur-Experiments, bei dem das Orgon durch geringe Mengen von Radium und radioaktivem Phosphor gereizt wurde, wurde eine weitere Form entdeckt, die das Orgon unter extremer Reizung annimmt. Zu den vielen störenden Effekten des Oranur-Experiments gehörte der visuelle Eindruck von roten Lichtflecken in Gegenwart von stark irritiertem Orgon. Dies war so unverkennbar und trat so regelmäßig auf, daß die rötliche Erstrahlung als ein Warnzeichen während des gesamten Versuchs betrachtet wurde und eines der Signale war für die sofortige Evakuierung aller Gebäude, in denen die Akkumulation von Orgon sehr stark war.

Die Existenz dieser Art von Reaktion kann dazu beitragen, die vielen Berichte über Irritationen des Sehnervs, die sich in den Akten über Fliegende Untertassen finden, zu erklären. Das Folgende ist typisch.

Die Zeitschrift CIVILIAN SAUCER INVESTIGATION (veröffentlicht 1954) berichtet, daß im Jahr 1949 ein Hochschulabsolvent, der eine Untertasse sah, aussagte: „Das Licht, das von den Fenstern kommt, würde ich als ein bläuliches Weiß beschreiben, ähnlich der Farbe eines Schweißlichtes. Nachdem das Ding verschwunden war, wurde mir gewahr, daß es vor meinen Augen rötlich schimmerte, als hätte ich auf eine Glühbirne gestarrt. Wenn das Licht wie beim Schweißen gewesen wäre, glaube ich, daß die Zeit, die ich darauf blickte, meine Augen ruiniert hätte.“

Welche Schlußfolgerungen, wenn überhaupt, können aus diesen sehr relevanten „Licht“ -Eigenschaften des Orgons gezogen werden. Reich war sehr beeindruckt von der Ähnlichkeit zwischen dem, was er in seiner Vakuumröhre beobachtete, und dem Vorgang der Dämmerung. Es ist bekannt, daß die Erde eine Orgonhülle hat, und die Annahme schien schlüssig zu sein, daß es nicht das Licht selbst ist, das von der Sonne kommt, sondern eine nichtleuchtende Erregung, die die Orgonhülle in Erstrahlung „versetzt“. Licht selbst würde dann als lokale Funktion der Erstrahlung und Anregung von Orgon verstanden werden. Unterschiede in der Erstrahlung würden dann Unterschiede in der Intensität der Erregung, verschiedene Grade orgonotischer Ladung widerspiegeln.

Es nur folgerichtig, daß die Erstrahlung der Fliegenden Untertassen mit ihrer Bewegung zusammenhängt und daß verschiedene Bewegungsformen unterschiedliche Ladungszustände sowohl im Objekt selbst als auch im Orgon der umgebenden Atmosphäre beinhalten.

Meine Erläuterungen zur Erstrahlung würde ich gerne abschließen mit einer Beschreibung des Lichts, das von einer Fliegenden Untertasse ausgeht. Es weist sehr stark darauf hin, daß die Erstrahlung jene weiche, lebendige Qualität hat, die wir mit dem Tageslicht verbinden und die Reich in seinen Vakuumröhren fand.

Eine Frau in Tucson, Arizona (August 1950) hatte folgendes zu sagen: „Das Licht war hell, aber nicht mit der harten Brillanz eines gewöhnlichen elektrischen Lichts. Es schien von der Oberseite und den Seiten in einem weicheren, glühenden Licht zu kommen. Während es sich von uns entfernte und über den Berg schwebte, sah es aus wie ein sanft glühender Ball“ (aus: CIVILIAN SAUCER INVESTIGATION, Vol. 4).

* Abdruck der Übersetzung aus dem Englischen mit freundlicher Genehmigung des Autors, Dr. Boadella. Der Originalaufsatz „Orgone Energy, Love and Space Ships“ findet sich in der von Paul und Jean Ritter in Nottingham, England herausgegebenen Zeitschrift Orgonomic Functionalism, Vol. 2 (1955), No. 5, S. 287-306.

 

Außerirdische Raumschiffe von 1955 bis 2018

5. Mai 2018

Der UFO-Hype begann vor über 70 Jahren. Es entwickelte sich ein ungeheurer Enthusiasmus dem Phänomen auf den Grund zu gehen. Reich wurde mitgerissen und wie wir gestern gesehen haben mit ihm auch sein junger englischer Anhänger David Boadella. In dessen erstmals 1973 erschienenen Reich-Biographie sollte sich dieser jugendliche Enthusiasmus in eine kaum verhohlene Verachtung kehren. Doch diese vermeintlich „reife“ Reaktion ist wirklichkeitsfern, nicht etwa die anfängliche „Naivität“.

Wie der Zynismus erzeugt wird, läßt sich etwa an dem Film UFOs: It Has Begun aus dem Jahre 1979 zeigen:

In dieser quasi regierungsoffiziösen Dokumentation aus Amerika geht es unter anderem um ein verabredetes Treffen von Präsident Eisenhower mit Außerirdischen auf der Holloman Air Force Base im Jahre 1955. Man sieht in dem Mitschnitt der US Air Force, wie das UFO heranschwebt (min 1:28:21). Der aussagekräftige Teil wird uns aber natürlich vorenthalten (daß man bei 1:27:48 für Sekundenbruchteile das gelandete UFO sieht, ist sicherlich keinem Fernsehzuschauer aufgegangen!) und bei der Beschreibung der Außerirdischen sieht man förmlich, wie sich die Geheimdienstler, die dieses Material lancierten, über uns lustig machen. Der Effekt ist weit verheerender als bloßes Schweigen oder bloßes Lügen, denn wer danach auf weitere Fetzen der Wahrheit stößt, verfängt sich rettungslos in einem dornigen Gestrüpp aus Desinformation. Das Publikum wendet sich angewidert ab (ohne zu ahnen, daß es mit derartigen Machwerken einen Gutteil der Wahrheit schon kennt und sogar mit eigenen Augen gesehen hat!) und die Forscher verausgaben sich hoffnungslos in einem Kabinett voller Zerrspiegel.

Dabei liegt das, was uns verheimlicht wird – und auf das wir untergründig ständig vorbereitet werden, vor unser aller Augen. Da sieht einer in einer Millionenstadt am abendlichen Himmel etwas, was unsere gesamte Existenz infrage stellt: ALLES – von unserer Naturwissenschaft, über unsere Religionen und Ideologien bis hin zu unserem Vertrauen in die Regierung. Zwei gigantische gekrümmte „Glasrohre“ am Himmel. Es ist, als würde eine Laborratte das erste Mal realisieren, daß es sich in einem Labor befinden, Teil eines Experiments ist und jederzeit vivisektioniert werden könnte! Ich zitiere mich selbst:

…eine merkwürdige Beobachtung, die ich Ende der 90er Jahre machte: Am Abend sind mir am Himmel zwei gigantische perfekt parallel verlaufende subtile „Pipelines“ (ein besserer Begriff fällt mir nicht ein) aufgefallen, die mit einer schwarzgrauen ins Bräunliche gehenden Färbung von Westen kommend vollkommen gerade verliefen, dann eine perfekt ebenmäßige knickförmige Kurve nach Südosten in den Himmel zeichneten, um dann vollkommen grade in diese Richtung zu zeigen. Dabei durchschnitten sie zwei zarte Wolkenbänke, so als würden durchsichtige Glasröhren durch Wattebäusche geführt werden. …die hier waren gigantisch und hatten eine unglaublich beeindruckende Dreidimensionalität. Ihre perfekte Ebenmäßigkeit schließt ein natürliches Phänomen aus, ihre Größe ein menschengemachtes.

Wer sowas selbst sehen will:

Entweder sieht man gar nichts – oder du bist Zeuge der Vernichtung deiner Existenz, der Existenz der menschlichen Rasse, dem Untergang der Welt…

Das obige Video haben immerhin Millionen angeschaut. Das folgende nur wenige Hundert.

Der NASA scheint da ein kleiner und offenbar auch folgenloser Fehler unterlaufen zu sein, denn nach mehrmaligem Hinschauen, sieht man im Visor des Apollo-Astronauten, „daß die Astronauten Besuch haben“ – oder man sieht gar nichts! Genauso wie auf den anderen Videos von Alien Hunter. Ich habe mir diese Bilder und Filme der Mondoberfläche nun seit geraumer Zeit und zunehmend gelangweilt angesehen, bis ich gestern abend realisierte: der Mann hat recht! Es ist wie bei den Bionen: manche sehen rein gar nichts unter dem Mikroskop, andere wachen früher oder später auf: SCHEISSE!!!

Du lachst über die trotteligen Naivlinge von 1955 und ihre „Fliegenden Untertassen“ – doch tatsächlich ist die Wirklichkeit viel viel viel grotesker, als es sich das abartigste B-Movie von 1955 hat ausmalen können!

Orgonenergie, Liebe und Raumschiffe (1955) (Teil 1)

4. Mai 2018

von David Boadella, B.A.*

(Dies ist der Nachdruck einer Vorlesung, die am Samstag, den 18. Juni 1955, auf Einladung der Flying Saucer Research Society London in Caxton Hall, Westminster, gelesen wurde. Die erste Rede, von Paul Ritter, war eine chronologische Einführung in und ein Überblick über die Arbeit von Wilhelm Reich, wobei der Kontext für diese zweite Hälfte geboten wurde. Der Vorsitzende war Leslie Shepard. Die Herausgeber [von Orgonomic Functionalism])

(Da die folgende Vorlesung vor einer Forschungsgesellschaft für Fliegende Untertassen gegeben wurde, brauchte sie nicht zu begründen, daß es Fliegende Untertassen gibt. Für die Leser dieser Zeitschrift jedoch, von denen für viele das Feld neu sein könnte, sind ein paar einleitende Worte notwendig.

Die Geschichte der Wissenschaft zeigt, daß Phänomene, die nicht in die orthodoxen Wissenskategorien passen, häufig abgelehnt, geleugnet und umgangen werden, ohne daß irgendein Versuch unternommen wird, Sachbeweise zu betrachten. Als Reich das Orgon entdeckte, wurde ihm gesagt, daß es nur „Statik“ sei oder „Hitzeflimmern“, daß die Temperaturerhöhung im Akkumulator „nur“ eine Frage der „Konvektion“ sei; und daß der Akkumulator einfach nur durch „Suggestion“ funktioniert. Als man beobachtete, daß sich Leben aus hochsterilisierten Kulturen entwickelte, wurde ihm gesagt, daß es sich wirklich nur um eine Frage der „Brownschen Bewegung“ oder um „Luftkeime“ handelte.

Dieses ständige Wegerklären objektiv nachprüfbarer Tatsachen veranlaßte Reich, das Schlagwort „Luftkeime“ zu benutzen, um jede Art von Einwand gegen sein Werk zu kennzeichnen, bei dem Beweise ignoriert und die Fakten willentlich verdreht werden.

Im Bereich der Fliegenden Untertassen ist das „Luftkeime“-Argument sehr verbreitet und sehr potent. Dementsprechend ist es sehr einfach Fliegende Untertassen zu verwerfen als „Halluzinationen“, „Stratosphärenballons“, „Meteoriten“, „Lichtbrechung bei Inversionswetterlagen“, „in der Luft schwebende Spinnennetze“, „der Planet Venus“, „Seifenblasen“ usw.

Während man zugestehen muß, daß ein gewisser Anteil an angeblichen Untertassen-Sichtungen auf diese Art und Weise erklärt werden können, gibt es doch eine große Anzahl von „Nichtidentifizierten Flugobjekten“, die in keiner Weise als nur dies oder das „identifiziert“ werden können.

Albert Einstein hat die Ansicht vertreten, daß es nur zwei Möglichkeiten gibt: Entweder gibt es keine Fliegenden Untertassen oder – sie kommen aus dem Weltall. Es gibt jetzt eine ausreichende Anzahl glaubhafter Berichte verantwortungsbewußter Piloten, Meteorologen, Astronomen und Radarbediener, ganz zu schweigen von vielen tausend Sichtungen von Laien, um bei vernünftigen Menschen jeden Zweifel an der Existenz dessen zu beseitigen, was wir als Fliegende Untertasse bezeichnen.

Trotz der Tatsache, daß die übliche Emotion, die durch das Thema der Fliegenden Untertassen hervorgerufen wird, frivole Heiterkeit ist, ist es bezeichnend, daß sowohl die australische als auch die kanadische Regierung Forschung über Fliegende Untertassen gefördert haben; und daß eine Gruppe von der naturwissenschaftlichen Fakultät der Universität von Ohio nach einer streng objektiven Untersuchung des Themas zu dem Ergebnis gekommen ist, daß die Objekte materiell sind und unter intelligenter Kontrolle stehen.

Es ist bedauerlich, aber aussagekräftig, daß der Zusammenhang mit dem Weltraum viele Menschen in großer Zahl anzieht, deren Interesse nur im Sensationellen und Unorthodoxen liegt. Auf diesem Gebiet hat es Witzbolde und gefährliche Scharlatane gegeben, die pauschale und unbegründete Behauptungen von sich gegeben haben, aber das gab es auch in der Medizin und in jedem anderen Wissenschaftsbereich. Die Verzerrung, daran sollte man sich erinnern, liegt in der menschlichen Struktur begründet, nicht in der Wissenschaft. D.B.)

Während der letzten Stunde haben Sie eine Beschreibung der Methode des orgonomischen Funktionalismus und einiger der damit ermöglichten Errungenschaften gehört. Dies hat den richtigen Kontext geschaffen, um die Beziehung nachvollziehen zu können, die ich heute abend herstellen möchte: die Beziehung zwischen der Orgonenergie und vielen Erscheinungen, die Berichte über Fliegende Untertassen und Sichtungen charakterisieren.

Zunächst möchte ich jedoch klarstellen, daß die Orgonforschung noch keine endgültigen Schlußfolgerungen über Fliegende Untertassen getroffen hat, so daß jeder, der heute abend in der Hoffnung auf endgültige Schlußfolgerungen hierhergekommen ist, enttäuscht sein wird. Was die Erkenntnisse über das Orgon in anderen Bereichen aber tatsächlich möglich machen, ist ein neuer Zugang zu dem ganzen Problem der Nichtidentifizierten Flugobjekte und der Aura des Mysteriums, das sie umgibt. Dieser Ansatz basiert konkret auf den faktischen Entdeckungen, die durch die Orgonforschung bisher gemacht wurden. Ich glaube, daß dieser Ansatz, obwohl er sich noch in der Phase der Bildung von Annahmen und der Prüfung von Hypothesen befindet, auf lange Sicht am fruchtbarsten bei der Lösung vieler Probleme sein wird, die durch das Vorhandensein von Fliegenden Untertassen hervorgerufen werden.

Bei all den Tausenden von Berichten in den Akten der etwa zwanzig Organisationen, die seit etwa 1947 das Studium der Fliegenden Untertassen aufgenommen haben, finden sich bestimmte Merkmale, die in großer Häufigkeit auftreten. Heute möchte ich vier von ihnen für eine besondere Betrachtung herausheben: Da wäre erstens die Existenz einer Art von Erstrahlung; zweitens das Vorhandensein einer Art von Strahlungseffekt; drittens die Tatsache der großen Geschwindigkeiten, die sehr oft in völliger Stille möglich sind; und viertens die Art der Bewegung, die mit den Untertassen verbunden ist. Reich hat zuerst auf diese Eigenschaften und ihre Beziehung zu orgonotischen Funktionen aufmerksam gemacht, in CORE, Vol. 6, veröffentlicht im Juli 1954.

* Abdruck der Übersetzung aus dem Englischen mit freundlicher Genehmigung des Autors, Dr. Boadella. Der Originalaufsatz „Orgone Energy, Love and Space Ships“ findet sich in der von Paul und Jean Ritter in Nottingham, England herausgegebenen Zeitschrift Orgonomic Functionalism, Vol. 2 (1955), No. 5, S. 287-306.

Der Rote Faden: Der rote Faden einer Verschwörung

13. Dezember 2017

Ein neuer Artikel auf http://www.orgonomie.net:

DER ROTE FADEN:

1. Aktion und Reaktion

a. Der Weg in den Kommunismus

b. Der Weg in den Faschismus (Wien)

c. Rassenhygiene

d. Der Weg in den Faschismus (Berlin und Kopenhagen)

e. Der Übermensch

f. Die Untermenschen

2. Der Weg in den Kalten Krieg

a. Das rote Berlin

b. Agenten des Roten Terrors

c. Der Friedenskämpfer Nr. 1

d. Der Kalte Krieger Nr. 1

e. Der Warmduscher

3. Mentalhygiene

a. Sexpol

b. Die sexuelle Revolution in der Sowjetunion

c. Psychoanalyse und Kommunismus

d. Otto Fenichel und seine „Rundbriefe“

e. Die Leninistische Organisation

4. Polithygiene

a. Reich in Norwegen

b. Reich und Marx

c. Reich und Lenin

d. Reich und Trotzki

e. Reich und Stalin

5. Reich in Amerika

a. Drei Sozialistinnen

b. Reich und der Kalte Krieg

c. Der rote Faden einer Verschwörung

Der Rote Faden: Reich und der Kalte Krieg

6. Dezember 2017

Ein neuer Artikel auf http://www.orgonomie.net:

DER ROTE FADEN:

1. Aktion und Reaktion

a. Der Weg in den Kommunismus

b. Der Weg in den Faschismus (Wien)

c. Rassenhygiene

d. Der Weg in den Faschismus (Berlin und Kopenhagen)

e. Der Übermensch

f. Die Untermenschen

2. Der Weg in den Kalten Krieg

a. Das rote Berlin

b. Agenten des Roten Terrors

c. Der Friedenskämpfer Nr. 1

d. Der Kalte Krieger Nr. 1

e. Der Warmduscher

3. Mentalhygiene

a. Sexpol

b. Die sexuelle Revolution in der Sowjetunion

c. Psychoanalyse und Kommunismus

d. Otto Fenichel und seine „Rundbriefe“

e. Die Leninistische Organisation

4. Polithygiene

a. Reich in Norwegen

b. Reich und Marx

c. Reich und Lenin

d. Reich und Trotzki

e. Reich und Stalin

5. Reich in Amerika

a. Drei Sozialistinnen

b. Reich und der Kalte Krieg

nachrichtenbrief73

28. September 2017

Elektrische Ströme in Orgongeräten. Der Weg zum REICH-Orgonmotor? Stand der Technik (Teil 4)

24. September 2017

von Roberto Maglione

Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung des Autors; übersetzt durch Robert (Berlin). Der Aufsatz wurde aus Zweckmäßigkeitsgründen in fünf Teile aufgeteilt.

Wyvell berichtete (22):

Den, den ich sah, hatte ungefähr die Größe einer großen Orange … Er wurde an einen speziellen OR[Orgon]-Akkumulator mit einem „Y“-Faktor angeschlossen, den Reich nicht preisgab, da er fühlte, dass die Menschheit nicht bereit war, solch eine potenziell grenzenlose Macht rational zu nutzen. Zusätzlich war er mit einer elektrischen Quelle mit sehr niedriger Spannung verbunden, weil, wie ich mich erinnere, die unerregte Orgonenergie allein die anfängliche Trägheit nicht überwinden konnte. Aber er lief mit atmosphärischer Orgonenergie, die ihm durch den Akkumulator und auch über das menschliche Energiefeld zugeführt wurde… Er lief unregelmäßig, was kein Motor mit einer mechanischen Energiequelle tut: ohne jegliche Beeinflussung verlangsamte und beschleunigte er sich. Und wenn man seine Hände über ihn wölbte, beschleunigte und verlangsamte er sich ebenfalls, anscheinend nach eigenem Gusto, aber tatsächlich richtete er sich nach der Orgonenergie. Drittens kann der Motor mit Orgonenergie etwas, was kein Motor mit mechanischer Energie tun kann: er drehte ab und an umgekehrt, ohne sich zu verlangsamen, sogar ohne Ruck. Dies ist, wie ich glaube, unmöglich in Bezug auf das, was von der mechanischen Physik bekannt ist, aber es wurde von einer Anzahl von gesunden und vernünftigen Ärzten, Wissenschaftlern und Laien bezeugt. Wohl deshalb glaubte Reich, dass UFOs von Orgonenergie angetrieben werden, denn auch bei ihnen wurde beobachtet, dass sie sich in einer Richtung mit einer fantastischen Geschwindigkeit bewegen, um umzukehren oder in einem scharfen Winkel abzubiegen, ohne sich zu verlangsamen und ohne einen Ruck.
Der „Y“ -Faktor wurde nicht wiederentdeckt und ich persönlich hoffe, dass er es nicht wird, bis Machtgier und andere Formen der emotionalen Pest auf kontrollierbare Proportionen reduziert sind.

Neill kommentierte kurz den Orgonmotor in zwei seiner Schrifen:

Vor zehn Jahren [1948] in Maine sah ich, wie ein kleiner Motor sich gleichmäßig zu drehen begann, als er an einen Orgonakkumulator angeschlossen wurde. „Die Antriebskraft der Zukunft“, rief Reich begeistert. Aber nach allem, was ich weiß, ist mit diesem Motor nicht weiter experimentiert worden. Auf eine Frage antwortete Reich: „Mein Job ist es zu entdecken; die Ergebnisse auszuarbeiten, überlasse ich anderen.“ (23)

Er hatte einen kleinen Motor, der von einem Orgonakkumulator aufgeladen wurde. Er lief langsam, aber wenn er Anschwung von den Volts aus einer Batterie bekam, schien er sich mit großer Geschwindigkeit zu drehen. Reich war begeistert: „Die Antriebskraft der Zukunft!“ rief er. Ich habe nie davon gehört, dass es weiter entwickelt wurde.“ (24)

Seine zweite Ehefrau, Ilse Ollendorff, kommentierte kurz in ihrer Biografie von Reich, dass sich der Orgonmotor wie folgt darstellte (25):

Im März dieses Jahres [1948] hatte Reich angefangen, mit Geigerzählern und Vakuumröhren zu experimentieren, und er hatte einige wichtige Entdeckungen über das Verhalten der Orgonenergie gemacht. Er hatte auch Versuche mit einem kleinen Motor begonnen, der von Orgonenergie getrieben wurde. Diese Arbeit wurde in Maine mit Hilfe eines jungen Assistenten [William Washington (26)] fortgesetzt, der sich hauptsächlich auf die Ausarbeitung dieser Phänomene konzentrierte. Reich war wegen der Reaktionen des kleinen Motors sehr aufgeregt. Notizen, die von den im Labor arbeitenden Studenten gemacht und mir zur Verfügung gestellt wurden, erwähnen immer wieder die Arbeit mit dem Motor als eine von Reichs Haupttätigkeiten während dieses Sommers [1948]. Er wusste, dass viel Arbeit nötig sein würde, um das Experiment zu „säubern“, und all seine Auswirkungen und Funktionen zu klären, denn es benahm sich manchmal, nach seinen eigenen Worten, wie eine „hysterische Frau“. Reich sah für seinen Orgonenergiemotor eine große Zukunft voraus.

Reich machte Filme des Motors in Betrieb und diese haben sich erhalten, wurden auf Videoband übertragen und sind jetzt im Wilhelm Reich Museum, Rangeley, Maine zugänglich.

In den letzten Jahrzehnten veröffentlichte das Wilhelm Reich Museum vier Bücher (27), herausgegeben von Body Higgins, Treuhänder des Museums, die alle Perioden aus Reichs Lebens- und Forschungsweg umfassen. Darunter auch Materialien, die hauptsächlich Tagebüchern und Korrespondenzen entnommen wurden, die sich im Reich-Archiv befinden, das seinen Ort an der Harvard Medical School (Boston, Massachusetts) hat.

In einigen von ihnen und vor allem in dem 1999 erschienenen Band (27) können einige weitere Informationen über Art und Verlauf der Forschung Reichs, das System, das er ausgearbeitet hatte, um Energie in eine motorische Kraft umzuwandeln, und einige Details über den Versuchsaufbau gefunden werden.

In letzterem Buch schreibt Reich am 9. August 1947 (28)(29):

Fortsetzung der Geiger-Müller-Tests:

    1. Röhre ausgeschaltet: kein Brummen, aber ein Klicken jedes Mal, wenn die Hochspannung angelegt wird.
    2. Fragen an Washington am Telefon, 14.00 Uhr
    3. a. Haben Sie jemals mit solch einem Gerät gearbeitet?
      b. Was ist die schnellste Reaktion des Geiger-Müller auf Strahlung?
      c. Was ist die „normale“ Reaktion auf kosmische Strahlen?
      d. Wurden jemals 100 pro Sekunde beobachtet?

    4. Messung mit Sekundenzähler + Rekorder.

    In 25 Sekunden 1.500 Impulse!
    60 pro Sekunde!
    Unglaublich!

Folgerungen:

  1. Räder werden durch Impulse von Orgonenergie gedreht.
  2. Es wird möglich sein, Motoren mit Orgon zu betreiben.
  3. Die Anwendung wird frei von Risiken sein; sie wird billig sein.

16.20 Uhr
Ich platziere die Sonde in einen dreifachen Orgonakkumulator, um festzustellen, ob es zu einem Anstieg kommt.

Heute, 9. August 1947, zwischen 11 Uhr und 17 Uhr habe ich das Prinzip der Umwandlung von Orgonenergie in mechanische Energie durch die elektronischen Impulse eines Geigerzählers entdeckt.

Anwesend heute Nachmittag waren: Ilse Ollendorff
William Washington, den ich angerufen habe
Tom Ross, unser Hausmeister

Eine Umdrehung pro Sekunde am Zähler.
Sofort benachrichtigt: die Atomenergiekommission, Amerikanische Akademie der Wissenschaften, Französische Akademie, Patentamt.

Am 14. August 1947 schrieb er (30):

Orgon ist in der Lage, ein Rad zu drehen, wenn ein Zählrohr oder ein ähnliches Instrument so erregt ist, dass sich ein elektromagnetisches Rad [ein Rotor, PN] dreht. Es scheint wichtig zu sein, dass die Elektronen das Orgon in der Röhre „erregen“. Es bleibt herauszufinden, ob die Elektronen oder das Orgon selbst die motorische Kraft sind.

Ich habe einfach Orgon in elektrische Energie verwandelt. Der Impuls ist ein einfaches elektromagnetisches System.

9 Uhr Beweis für Orgon = Motorkraft.

Ich würgte die Reaktion ab, indem ich das Zählrohr völlig bloßgelegt habe. Reaktion 0. Sobald das Zählrohr in den Akkumulator oder das Metallgehäuse gelegt wird, beginnt der Motor am Zähler zu laufen.

Aufgaben für den Orgonmotor.

  1. Funktioniert der Orgonmotor auch außerhalb des mit Metall ausgekleideten Raumes [Reich bezieht sich auf einen Raum im Labor in Orgonon, der mit Metall als Akkumulator ausgekleidet war], mit dem Akkumulator im Freien oder in einem orgonfreien Raum?
  2. Welche Arten elektromagnetischer Geräte werden veranlasst sich zu bewegen?
  3. Wie viel kann aus dem Aufbau des Geiger-Müller beseitigt werden, ohne das Prinzip zu zerstören?
  4. Was sind die Voraussetzungen für die Erlangung eines Patents, wenn ein Geiger-Müller-Zählrohr verwendet wird?
  5. Kann die motorische Kraft verstärkt werden und wie?

Und am 7. und 9. November 1947 schrieb er (31):

  • 7 November 1947
    Habe begonnen, einen Orgonmotor zu bauen.
  • 9 November 1947
    Ich muss Elektronenröhren studieren, denn sie eröffnen eine neue Welt für mich. Das Orgon in der Elektronenröhre. Das ist der Weg der großen Wissenschaft! Ich fand vor fünf Jahren die funktionelle Identität des Körperorgons und des Orgons der Sekundärspule. Jetzt konnte ich alle hohen Spannungen aus dem Geiger-Müller-Zähler beseitigen. Das Rad dreht sich ohne hohe Spannung

a. wenn ich eine Batterie mit meinen Händen anfasse,
b. wenn ich das System einer Sekundärspule in Erregung versetze.

 

Hinweise:

22. Wyvell L, An Appreciation of Reich, Journal of Orgonomy, 7(2):170-186, 1973, Seite 185.

23. Neill AS, The Man Reich, in Wilhelm Reich Memorial Volume, Ritter Press, Nottingham, 1958, reprinted in Boadella D, Wilhelm Reich. The Evolution of his Work, Henry Regenery, Chicago, 1973, Seite 382.

24. Neill AS, Neill! Neill! Orange Peel! A Personal View of Ninety Years, Quartet Books Limited, London, 1977, Seite 128.

25. Ollendorff I, Wilhelm Reich. A Personal Biography, St Martin’s, New York, 1969, Seite 117.

26. Washington war ein Student und Assistent von Reich bei der Entwicklung des Orgonmotors und besonders bei der Ausarbeitung der orgonometrischen Gleichungen und bei der experimentellen Arbeit zwischen 1947 und 1949. Er wurde bei Reich durch Myron Sharaf, Psychologiestudent an der Universität von Chicago und Mitarbeiter von Reich, eingeführt. Washington verschwand im Sommer 1949 geheimnisvoll mit einem Prototyp des Orgonmotors. Zuerst schob er eine angebliche Reise zu einem Professor in Chicago wegen seiner Dissertation vor, dann eine Krankheit in seiner Familie, schließlich, dass er per Telegramm zu den Oak Ridge Laboratories bestellt worden sei und schließlich, dass er bei den Argonne Laboratorien (AEC) arbeitet. Erkundigungen durch Reich zeigten nicht nur durch briefliche Enthüllungen, dass Washington bei den Argonne Laboratorien nicht bekannt war, wie behauptet, sondern auf Anfrage an Professoren, unter denen Washington angeblich für seine Dissertation arbeitete, hieß es, dies sei nicht so. Die Universität von Chicago antwortete, dass Washington seine Hochschularbeit dort nie abgeschlossen habe (Reich W, History of the Discovery of the Life Energy. The Red Thread of a Conspiracy, Documentary Supplement No 2, A-XII-EP, Orgone Institute Press, Rangeley, Maine, 1995). Reich vermutete, dass er ein russischer Spion gewesen sei. Die Angelegenheit wurde im Interesse der nationalen Sicherheit dem FBI zur Kenntnisnahme gebracht, da 1949 und wieder 1950 und 1953 wichtige Kenntnisse und Fakten in Washingtons Besitz gelangten, aber von dem Regierungsorgan wurde nie etwas unternommen. Im Jahre 1956 war Reich von der Sachlage ausgehend überzeugt, dass er mit der Entwicklung von Raumschiffen verbunden war (Reich W, Contact with Space. Oranur Second Report (1951-1956), Core Pilot Press, New York, 1956, Seite 71). Eden berichtet in einer seiner Veröffentlichungen, dass Washington mit zwei der Prototypen des Orgonmotors verschwunden sei, die später in der Sowjetunion aufgetaucht seien (Eden J, Planet in Trouble. The UFO Assault on Earth, Exposition Press, New York, 1973, Seite 23).

27. Reich W, Passion of Youth. An Autobiography 1897-1922, edited by Mary B Higgins, Farrar, Straus and Giroux, New York, 1988; Reich W, Beyond Psychology. Letters and Journals 1934-1939, edited by Mary B Higgins, Farrar, Straus and Giroux, New York, 1994; Reich W, American Odyssey. Letters and Journals 1940-1947, edited by Mary B Higgins, Farrar, Straus and Giroux, New York, 1999; and Reich W, Where’s the Truth? Letters and Journals 1948-1957, edited by Mary B Higgins, Farrar, Straus & Giroux, NY 2012.

28. Reich W, American Odyssey. Letters and Journals 1940-1947, edited by Mary B Higgins, Farrar, Straus and Giroux, New York, 1999.

[Anmerkung Übersetzer: Im Original sind die Fußnoten 29 bis 32 falsch gesetzt]

29. Reich W, ebd., Seiten 399 und 400.

30. Reich W, ebd., Seite 401.

31. Reich W, ebd., Seite 425.