Posts Tagged ‘Telepathie’

Die beiden Probleme der Außerirdischen mit spontanem Funktionieren

5. August 2017

Die Distanzen im Universum sind unüberbrückbar, da der Preis durch die Dauer des Fluges, die notwendige Abschirmung, den „Treibstoff“, etc. zu hoch ist. Seit der Quantenphysik wissen wir jedoch, daß man auch etwas weit unter Wert erhalten kann. Etwa Elektronen, die ob einer zu niedrigen Energie eine Hürde unter keinen Umständen überwinden können, können sie praktisch „kostenfrei“ durchtunneln, wenn man davon absieht, daß das Durchtunneln unvorhersehbar und nicht manipulierbar ist. Genauso ist es mit der Überbrückung von imgrunde unüberbrückbarer kosmischer Distanzen: es bedarf unkalkulierbar langer Zeit, um sich auf einem anderen Planeten zu „materialisieren“. Ein Prozeß mit einer spontanen Eigendynamik, der nicht manipulierbar ist. UFOs sind wirklich „Energie alpha“ (Ea), d.h. Ausdruck der kosmischen Orgonenergie.

Die Außerirdischen bewegen sich auf einer Ebene ähnlich der des besagten Elektrons im „Tunnel“, das gemäß der Heisenbergschen Relation irgendwo im Nirgendwo jenseits von Raum und Zeit schwebt. Was das ist, wissen wir alle aus eigener Erfahrung, denn unser Bewußtsein ist nichts anderes, da es keinen Ort hat, keine „Teile“ und es zeitlos ist. Dazu hat David Jacobs eine sehr interessanten Aspekt vorgebracht: Es ließe sich ein Projekt nachweisen, daß die Außerirdischen seit den 1890er Jahren mit einem ungeheuren Aufwand verfolgen, um auf der Erde heimisch zu werden. Nach und nach würden sie Mischwesen erzeugen, die immer mehr uns gleichen, bis sie von uns ununterscheidbar sind, bis auf eine alles entscheidende Ausnahme: sie sind vollständig telepathisch und können unsere Gedanken lesen, so daß wir ihnen in jeder denkbaren Situation hoffnungslos unterlegen sind. Dabei tritt aber ein Paradoxon auf: trotz ihrer telepathischen Fähigkeiten wissen die Außerirdischen praktisch nichts über uns und können sich nicht in unser Erleben hineindenken, sondern müssen Menschen entführen, die die Mischwesen in unsere Gewohnheiten einführen. Das zeigt, daß „Geist“ etwas anderes ist, als wir uns das gemeinhin vorstellen. Er ist ähnlich fix und unflexibel wie die tote Materie. Die Lebenswirklichkeit spielt sich auf einer tieferen Ebene, in einem dritten Bereich ab:

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Der seherische Hund

13. März 2016

Ein Team um Lisa Lit von der University of California in Sacramento konnte nachweisen, daß Spürhunde durch die Gedanken ihrer Hundeführer beeinflußt werden können.

So schlagen Drogenhunde beispielsweise häufiger falschen Alarm, wenn ihr Herrchen davon überzeugt ist, daß sich an einem bestimmten Ort Rauschmittel befindet. (…) Zurückzuführen ist das Phänomen vermutlich darauf, daß die Tiere auf unbewußte winzige Verhaltensänderungen des Hundeführers reagieren. Vor allem die Körperhaltung und die Mimik der Begleitperson seien die wahrscheinlichste Quelle für die ungewollten Hinweise (…).

Diese Hunde tun damit ähnliches wie der Magier Hanussen, der Gedanken durch „Muskellesen“ las. Interessant ist die Frage, ob es von dort aus nicht Übergänge zu tatsächlichem „Gedankenlesen“ (Telepathie) gibt. Man denke in diesem Zusammenhang an die Orgontherapie, wo es ebenfalls um die Wahrnehmung feinster Verhaltensnuancen und um eine Art von „Muskellesen“ geht. Manche Orgontherapeuten, wie etwa Elsworth F. Baker, berichten, daß der therapeutische Kontakt manchmal spontan in regelrechte Telepathie übergeht.

Was ist, wenn Lit bei ihren weiteren Forschungen findet, daß die Hunde auch dann von den Kognitionen ihrer Herrchen beeinflußt werden, wenn sie sie weder sehen noch riechen können? Spätestens dann ist die Grenze der mechanistischen Wissenschaft überschritten.

Aber auch für die Orgonomie gibt es Probleme, wenn eine Kommunikation über das Orgonenergie-Feld fraglich wird. Das ist beispielsweise beim „Remote Viewing“ der Fall. Hier scheinen Distanzen keinerlei Rolle mehr zu spielen. Endgültig bricht jedes „energetische“ Erklärungsmodell in sich zusammen, wenn es um Präkognition geht.

Das einzige Erklärungsmodell, daß dem mechanistischen Wissenschaftler dann noch zur Verfügung steht, sind „zusätzliche Dimensionen“, die dem „Geist“ irgendwie zugänglich sind, und die ihm sozusagen ermöglichen einen Punkt zu erreichen, von dem aus er Vergangenheit und Zukunft wie eine Landschaft überblicken kann. (So als wären „höhere“ Dimensionen etwas anderes als ein bloßer mathematischer Kunstgriff!)

Was hat die Orgonomie dazu zu sagen? Ganz einfach, daß Zeit und Länge (Raum) nicht, sozusagen, die letzten unwandelbaren Instanzen sind, sondern heterogene Funktionen darstellen, die ineinander übergehen können. Wie in Orgonometrie: Teil 1 erläutert:

Der Übergang von Zeit in Länge bedeutet Aufhebung der zeitlichen Trennung. Man denke beispielsweise an das Gedächtnis. Entsprechend heißt Übergang von Länge in Zeit Aufhebung der räumlichen Trennung. Beispiele sind Phänomene wie „Synchronizität“ oder die Gravitation („Fernwirkung“).


In diesem Bereich entfaltet sich das, was wir „Bewußtsein“ nennen. Wir können etwas visualisieren, d.h. innere Hörspiele und Filme abspulen lassen, in denen die üblichen Gesetze von Raum und Zeit (d.h. der Bewegung, L/t) nicht mehr gelten. Dies wird insbesondere in Träumen evident, man denke nur an die von der Psychoanalyse beeinflußten surrealen Filme von Luis Buñuel. Ein Film zeichnet etwas auf, d.h. bewahrt es im Gedächtnis (t → L) und stellt im Filmschnitt unerwartete Beziehungen her (Synchronizität, L → t).

Die Welt ist kein Film, aber es widerfahren uns Dinge in ihr (etwa Vorahnungen und unglaubliche Zufälle), die zeigen, daß man nicht alles auf bloße Bewegung reduzieren kann.

Über Telepathie

19. Dezember 2015

Lois Wyvell, einst Sekretärin von Theodore Wolfe und Reich sowie Elsworth F. Bakers Assistentin bei der Herausgabe des Journal of Orgonomy, hat folgendes über Telepathie und ähnliche Phänomene zu sagen:

Yoga, Meditation und Kontrolle der Gedankentätigkeit sind Prozesse der entspannten Konzentration, die die vegetativen Funktionen (Atmung, Herz, etc.) verlangsamen, wodurch intuitive und telepathische Prozesse angezapft werden. Sie funktionieren nachweislich trotz der mystischen Ummantelung, die sie in der Regel auszeichnet. Bei den meisten vermindern sie jedoch den Kontakt mit ihrer direkten Organwahrnehmung. Das traf auf mich zu, als ich Kurse für Gedankenkontrolle und Meditation nahm, wie auch für einige meiner Mitschüler. Wenn diese orgonotischen Sinne jedoch spontan und auf natürliche Weise verwendet werden, haben sie keine Nebenwirkungen. Dr. Elsworth Baker sagt, daß er gewöhnlich diese Art von Kontakt bei der Behandlung von Patienten verwendet, aber er hält seinen Atem nicht an und verlangsamt nicht seinen Herzschlag. Wenn ich, in seltenen Fällen, spontan telepathische und intuitive Erfahrungen gemacht habe, gingen sie nicht mit nachweisbaren Änderungen in anderen Funktionen einher. Das ist kein abschließendes, aber doch ziemlich gutes Indiz, daß Kontrolle der Gedankentätigkeit, Meditation und Yoga künstliche, erzwungene Wege sind, das zustandezubringen, was dem Ungepanzerten naturgemäß ist. Orgonotische Sinneswahrnehmungen durch bewußte Anstrengung zu erlangen, geht in der Regel fehl oder hat, im Vergleich zum großen Aufwand, zumindest kaum Ergebnisse, wahrscheinlich, weil man eine orgonotische Funktion erzwingen will, und das funktioniert kaum besser als der Versuch Liebe oder menschlichen Kontakt erzwingen zu wollen – es sind rein spontane Ereignisse, die aus dem freien Energiefluß hervorgehen. (Loi Wyvell: „Orgone and You“, Offshoots of Orgonomy, No. 1, S. 19f)

E.F. Baker selbst schrieb über Reich:

Bei ein paar Gelegenheiten verblüffte er mich, indem er mir Wort für Wort sagte, was ich dachte. Dies gab mir das Gefühl, daß ich nichts vor ihm geheimhalten konnte, selbst wenn ich wollte, was sich auch weitgehend als wahr erwies, und ich habe festgestellt, daß meine eigenen Patienten vor mir nichts auf unbestimmte Zeit geheimhalten können. Ich habe auch bei einigen Gelegenheiten Reichs Kunststück wiederholen können die Gedanken des Patienten zu lesen. („My Eleven Years with Reich, Part 1“, The Journal of Orgonomy Elsworth F. Baker Commemorative Issue, Feb. 1986, S. 49)

Selbst „in der Literatur der Psychoanalyse (wimmelt) es von Anekdoten über offenbar telepathische Verständigungen zwischen Analytikern und Patienten, die meist entdeckt wurden, wenn sich bei der Analyse eines Traumes herausstellte, daß der Patient einen unausgesprochenen Gedanken des Analytikers aufgenommen hatte“ (Jerome D. Frank: Die Heiler.Wirkungsweisen psychotherapeutischer Beeinflussung, Stuttgart 1993, S. 190). Solche Berichte hätten von Freud selbst die „Imprimatur“ erhalten.

Reich hat geschrieben: „Jeder lebende Organismus ist ein Teil der ihn umgebenden Natur und mit ihr funktionell identisch“ (Der Krebs, Fischer TB, S. 117). Der mechanistische Mystizismus geht hingegen von einer von der Umwelt unabhängigen „Essenz“, einer „Geistseele“ aus (Mystizismus), die auf die Umwelt einwirkt (Mechanismus). Dies ist eine zutiefst beschränkte, einengende Sichtweise, die ausgerechnet für „sprirituelle“ Phänomene (= Phänomene des bioenergetischen Kontakts, z.B. Telepathie) denkbar ungeeignet ist.

Genitalität ist die Vereinigung aller Teilpulsationen, Bewußtsein die Vereinigung aller Teilwahrnehmungen. Diese Vereinheitlichung wird gefolgt von einer Erstrahlung des Orgonenergie-Feldes und dem überlagernden Kontakt mit dem Feld eines anderen Organismus.

telepathieüberer

Orgonometrie (Teil 1): Kapitel V.2.c.

17. Juni 2015

orgonometrieteil12

V. Das Wesen von Zeit und Raum

1. Zeit und Länge

a. Der „Rote Faden“ Zeit

b. Die Zeitmodi

2. Bewegung

a. Das CFP von Zeit und Länge

b. Orgonotische Bewegung und mechanische Bewegung

c. Jenseits der Bewegung

Die DOR-Menschen (Teil 2)

28. Mai 2015

Wie Arbeitsameisen scheinen die Außerirdischen keinerlei Geschlechtsmerkmale und Geschlechtsorgane zu besitzen. Im wahrsten Sinne des Wortes sind es also vollkommen „vergeistigte“ Wesen. Man denke nur an ihre „hypnotischen Augen“.

Es deutet alles darauf hin, daß es sich auch bei den Außerirdischen nicht um selbstbestimmte Individuen handelt, sondern um bloße unselbstständige Glieder an einem telepathisch verknüpften „Gruppenorganismus“ nach Art der Termiten-, Bienen- und Ameisenstaaten. Vielleicht sind sie „ein Geist“ ohne individuelle Differenzierung.

Die Außerirdischen müssen eine sehr große Angst vor uns haben, weil wir so fremdartig sind und durch unsere Spontaneität und Produktivität unberechenbar und unkontrollierbar. Daß wir die DOR-Menschen auf der Basis „von Mann zu Mann“ nicht zu fürchten brauchen – ja, daß wir es irgendwie mit ziemlich lächerlichen Gestalten zu tun haben, zeigt der bekannte UFO-Fall von Cisco Grove in Kalifornien. Ein Geschehen, das in seiner ganzen Absurdität archetypisch für das ganze UFO-Phänomen ist:

Übers Wochenende waren Donald S., Tim T. und Vincent A. in den Bergen Kaliforniens auf einem Jagdausflug. Am Abend des 4.9.1964 trennten sie sich bei der Jagd, um einzeln zu ihrem Camp zurückzukehren. Bei Sonnenuntergang hörte S. ein Geräusch und kletterte auf einen hohen einzelnstehenden Baum, weil er Angst vor Bären hatte. Da er sich verlaufen hatte, feuerte er dreimal seine Signalpistole ab, um Hilfe zu rufen. Daraufhin sah er am Horizont ein Licht auftauchen, das immer näher kam und schließlich wie ein Kugelblitz um die Baumkrone tanzte. Danach sah S. wie 400 Meter entfernt ein großes kugelförmiges Objekt landete. Zwei DOR-Menschen kamen aus unterschiedlichen Richtungen auf ihn zugeschritten. Sie waren mit einer Art von silberweißer Uniform bekleidet und als sie zu ihm aufblickten, konnte S. ihre großen dunklen Augen erkennen. Jetzt kam aus der Richtung des gelandeten UFOs ein Roboter auf den Baum zu. Er war grauschwarz und hatte zwei glänzende Lichter dort, wo bei einem Menschen die Augen zu erwarten waren.

Inzwischen versuchten die beiden kleinen Humanoiden unbeholfen den Baum zu erklimmen und an S. zu gelangen, indem einer auf den anderen stieg. Als dies zu nichts führte, öffnete der Roboter so etwas wie einen rechteckigen „Mund“, aus dem ein weißes Gas aufstieg. S. fiel in Ohnmacht. (Er hatte sich mit einem Gürtel an den Baum festgeschnallt.) Als er wieder erwachte, versuchten die beiden DOR-Menschen noch immer den Baum zu erklimmen, wenn auch vergebens. Im Laufe der Nacht mußte S. sie immer wieder vertreiben, indem er brennende Kleidungsfetzen und ähnliches auf sie warf. Zwischendurch fiel er immer wieder durch den weißen Rauch in Ohnmacht, den der Roboter ausstieß. Gegen morgen erschien ein zweiter Roboter und die beiden DOR-Menschen zogen sich zurück. Die beiden Roboter „schauten sich an“ woraufhin eine große weiße Gaswolke aufstieg. Als S. wieder aus der Ohnmacht erwachte, hatten sich die Angreifer entfernt. Und als er schließlich wieder mit seinen Jagdkameraden zusammenkam, erklärte Vincent A., auch er habe am Nachthimmel ein seltsames Licht gesehen.

Wegen ihrer eigenen Unbeholfenheit und, wie Reich vermutete, „Geistesgestörtheit“ setzen sie alles daran, unsere Spontanität und Intelligenz zu brechen: durch eine alles Leben erstickende DOR-Atmosphäre und durch die Kontrolle unserer Gefühle und Gedanken. Whitley Strieber beschreibt folgende DOR-Effekte nach einer Begegnung mit ihnen: Untertemperatur, Schwächegefühl, „das unangenehme Gefühl, von der Realität abgeschnitten zu sein“, Müdigkeit.

Das psychische Einbinden ins „Neue Zeitalter“ erstreckt sich nicht nur auf eine äußerliche Beeinflussung, sondern auch auf eine „innerpsychische“: die direkte telepathische Manipulation von psychisch labilen, „medial begabten“ Menschen, die „Stimmen“ hören. Die diversen New Age-UFO-Kulte mit ihren telepathisch „gechannelten“ Botschaften von Außerirdischen sind das aktuellste und auch eindeutigste Beispiel. Es sei auch an jene Massenmörder, Amokläufer, etc. erinnert, die behaupten, nur den Befehlen von „Dämonen“ gefolgt zu sein.

Nicht von ungefähr ist auch bei Whitley Strieber ein mystischer Unterton unverkennbar – er erstrebt so etwas wie die „heilige Kommunion“ (Communion) mit den DOR-Menschen. So gefährlich dieser mystische New Age-Aspekt auch sein mag, hat man nicht ganz zu Unrecht das UFO-Phänomen oft mit der Parapsychologie in Zusammenhang gebracht – wie ja auch die Orgonenergie selber. Und was ist „Geist“ schon anderes als eine Äußerungsform der Orgonenergie – und angesichts extrem hoher Orgonkonzentrationen, wie sie mit den UFOs, bzw. Ea (Energie alpha) verbunden sind, ist es nicht verwunderlich, wenn Strieber schreibt:

Jedesmal, wenn man sich entscheidet, [irgendein UFO-Phänomen] sei entweder psychologisch oder real, findet man bald eine Theorie, die dazu zwingt, den Fall zugunsten der entgegengesetzten Vorstellung neu zu beurteilen.

Diese beiden Elemente (die „Vergeistigung“ der UFOnauten und die extrem hohen Orgonenergie-Konzentrationen [ORANUR] mit ihren „psychischen“ Begleiterscheinungen) erklären vieles von dem, was so manchen UFO-Forscher dazu gebracht hat, von „parallelen Wirklichkeiten“, „psychischen Projektionen“, „geistigen Entitäten, die vor uns eine ‚UFO-Show abziehen’“ und ähnlichem zu phantasieren. Gefährlich wird dies dadurch, daß sich die DOR-Menschen hinter diesem mystischen Vorhang verstecken und ihre Ziele unerkannt verfolgen können.

Zusammenfassen schreibt Eden über die DOR-Menschen:

Male dir (…) eine Rasse von menschenähnlichen „Wesen“ aus, die die Atomkraft entwickelt haben (der Tunguska-„Meteor“ beweist, daß die Außerirdischen Atomenergie lange vor uns besessen haben) und die diese zerstörerische Kraft in einem Krieg auf ihrem eigenen Planeten benutzt haben, dadurch alles Dasein in Gefahr gebracht haben und derartig gefährliche energetische Zustände (ORANUR und DOR) erzeugten, daß das gegenwärtige und zukünftige Leben gefährdet wurde. (…) Die Kinder starben in einem immer jüngeren Alter an Krebs. (Heute ist auf dem Planeten Erde Krebs die führende Todesursache bei den Kindern im Alter von 3 bis 15 Jahren!) Dann wurde die Fortpflanzung unmöglich. Die gefährlich hohe Radioaktivität zerstörte allmählich alles Leben auf dem Planeten. Ei- und Samenzellen mußten in besonderen Kellergewölben aufbewahrt werden. Krampfhaft suchten die Herren-Mechaniker nach neuen Wegen, um „am Leben“ zu bleiben – und verwendeten künstliche Teile, Nieren, Herzen, Lungen, synthetisches Blut. Außerdem gab es das wachsende Problem, was mit dem radioaktiven Abfall zu geschehen habe. Eine neue Heimat mußte gefunden, ein anderer Planet vorbereitet werden.

Die Herren-Mechaniker, jetzt selber Herren-Maschinen, waren über die Entdeckung eines Energiekontinuums gestolpert, einer Energie die sich weit in den interstellaren Raum ausdehnt und ihn ausfüllt, einer Energie die mächtiger als das Atom ist. Aber jetzt war diese „Lebensenergie“ (das Orgon) für sie zum genauen Gegenteil dessen geworden, was sie für uns ist – für sie war sie eine Todesenergie geworden, die sie einfach nicht länger aushalten konnten, genauso wie Regen für Wüstenkreaturen, die in den Tropen nicht überleben können, den Tod bedeutet. Die Außerirdischen haben viele Männer und Frauen der Erde entführt, sie untersucht und viele für zukünftige Aufgaben programmiert (…) Sie haben jetzt die Kontrolle. Täglich werden sie kecker, setzen sich mehr fest, werden stärker. Wird der Wirt erwachen, bevor der Parasit ihn zerstört?

Nachdem in den 1950er Jahren die UFO-Forschung durch die „Kontaktler“, die von „Venusianern“ und Reisen auf den Mond berichteten, der sich kaum von der Erde unterschied, der Lächerlichkeit preisgegeben worden war, galten über zwei Jahrzehnte hinweg Geschichten über „UFOnauten“ als Tabu. Seit Anfang der 1980er Jahre zwang die schiere Masse der Berichte jedoch zu einem Umdenken. Was in den 50er Jahren die Kontakler waren, wurden nun die „Entführungsopfer“, die von „kleinen grauen Männchen“ (greys) aus ihren Betten entführt wurden. Diese neuen „Kontaktler“ sprachen jedoch nicht aus freien Stücken über ihre Erfahrungen, sondern ausschließlich unter Hypnose.

Ging es in den 50er Jahren bei den (vermeintlichen) Kontakten vor allem um den „interkulturellen Austausch“ mit unseren „Sternenbrüdern“, die uns vor dem bevorstehenden Atomkrieg warnten, handelt es sich bei den neuen Entführungsfällen fast ausschließlich um gynäkologische bzw. andrologische Unternehmungen, bei der es um die Entnahme von Keimzellen und „test tube babies“ geht.

Drei Forscher, die teilweise Bestseller schrieben, haben sich auf diesem Feld hervorgetan: Budd Hopkins, David Jacobs und John Mack. Für Hopkins handelt es sich bei dem Phänomen um eine Art „Forschungsprogramm“ der Außerirdischen. Jacobs hingegen betrachtet das ganze im Sinne eines Invasionsszenarios, bei dem es darum geht Hybride zwischen Menschen und Außerirdischen zu erzeugen, die eine vollkommene Integration der beiden Zivilisationen ermöglicht – wobei natürlich wir integriert werden. Mack sieht das Phänomen im Rahmen einer vom östlichen Mystizismus geprägten Theorie.

Kritiker haben darauf hingewiesen, daß auffälligerweise die Zeugen, die unter Hypnose aussagen, jeweils eine der drei Theorien bestätigen. Wobei jene, die das ganze als wissenschaftliche Untersuchung erfahren haben, bei Hopkins landen, jene, die eine letztendlich schreckliche Erfahrung gemacht haben, bei Jacobs und jene, denen es um ihre „spirituelle Entwicklung“ zu tun ist, bei Mack. Das deutet darauf hin, daß die Erwartungshaltung des Hypnotiseurs das prägt, was der Hypnotisierte sagt.

Ohnehin sind die drei Theorien widersinnig, denn was gäbe es schon groß zu erforschen? Und vor allem auf diese absurde Art und Weise!

Ein Indiz, das Jacobs für die Authentizität der Entführungsgeschichten anführt, sind die Beschreibungen der Außerirdischen: es handelt sich (ziemlich „phantasielos“) ausschließlich um „Greys“, neuerdings auch um menschliche Hybride (was eine logische Entwicklung aufzeige). Ein weiteres Indiz sei das Verfrachten der Opfer durch geschlossene Fenster hindurch. Wären das alles nur Träume und Phantasien, würde das naheliegende beschrieben: daß die Fenster geöffnet werden. Zumindest würde dies in einigen Fällen geschehen. Es geschieht aber nie. Dies sei, so Jacobs, ein untrügliches Indiz dafür, daß wir es nicht mit bloßen Hirngespinsten zu tun haben.

Das Problem ist nur, ob es nicht auch für die Aliens bequemer wäre, die Fenster zu öffnen. Oder zumindest manchmal! Warum der ungemeine Aufwand für solche paranormalen Kunststückchen, wenn sie nicht nötig sind?

Jacobs‘ Szenario beinhaltet die Züchtung der erwähnten Hybriden. Dies sei der eigentliche Sinn der Entführungen: die Mischung der außerirdischen mit der menschlichen Spezies. Dazu würden den Opfern Spermien bzw. Ovarien entnommen, Schwangerschaften abgebrochen und die Entführungsopfer mit der Betreuung ihrer „Sternenkinder“ beauftragt. Am Ende stünden dann Wesen, die genauso aussehen wie normale Menschen, nur daß sie eine zentrale Fähigkeit der Aliens besitzen: Telepathie und Gedankenkontrolle.

Da frägt man sich doch, ob die Aliens es nicht einfacher haben könnten. Wir selbst stehen kurz davor, aus Hautschuppen ganze Menschen kreieren zu können! Besonders absurd wird es aber, wenn die Entführungsopfer den Hybriden beibringen sollen, wie man sich als Mensch verhält. Beispielsweise wie man ein Zimmer einrichtet: nicht indem man die Möbel alle in eine Ecke stellt. Aber um so etwas zu wissen, bräuchten die Aliens nur unseren Alltag betrachten, Fernsehen anschauen und schlicht logisch denken. (Man denkt dabei unwillkürlich an Bronislaw Malinowskis funktionalistische Ethnologie, der zufolge die Funktionen Gestalt und Handhabe unserer Werkzeuge bestimmen. Löffel, Stühle, Tische, etc. werden überall unabhängig voneinander entwickelt. Und das gilt sicherlich auch für Wesen mit Kopf und vier Gliedmaßen überall im Universum! Die Funktion bestimmt die Form und Handhabe der Dinge.)

Die ganze Geschichte, die uns Jacobs erzählt, ist von vorne bis hinten vollständig absurd. Und genau hier führt uns eine seiner Beobachtungen in die richtige Richtung: für die Aliens reduziert sich alles auf Form, vollkommen unabhängig von Funktion. Beispielsweise insistieren sie darauf, daß die Mütter der Hybriden ihre Kinder an die Brust halten, egal ob sie Laktieren oder nicht. Die Aliens haben gesehen, „daß man das so macht“! Wahrscheinlich erklärt sich ähnlich ihr gesamtes absurdes Verhalten, etwa die Sache mit den geschlossenen Fenstern oder die „Trainingsprogramme“ für Hybride. „Es gehört sich so“, unabhängig davon, ob es sinnvoll ist oder nicht.

Wir scheinen es mit einer Art von Ritualen zu tun zu haben, bei denen es um die genaue Abfolge der Handlungen geht, nicht um die Handlungen selbst. Es ist, als würden wir bedrängt nicht von einer technischen Zivilisation, sondern von einer Gruppe von Schamanen oder tantrischen Adepten des Dalai Lama oder von Aleister Crowley. Der Dalai Lama okkupiert Länder auf magische Weise durch das nach außen hin sinnleere Legen von aufwendigen Sandmandalas, die sofort wieder zerstört werden. Crowley träumte von einem goldenen Zeitalter, das von der Kommunion mit den „Göttern“ geprägt sei. Er wollte es mit Hilfe von „Sex-Magick“ heraufbeschwören.

Von dieser Warte aus gesehen macht vielleicht sogar Macks Theorie noch am meisten Sinn. Ich beschäftige mich damit in Ea und die Wellenfunktion: Wir haben es mit etwas zu tun, das sich außerhalb unserer üblichen Denkweise bewegt, in einem Grenzbereich zwischen Physik und Psychologie, den die Parapsychologen untersuchen.

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