Posts Tagged ‘Schwangerschaft’

Embryos auf Marihuana

30. Dezember 2016

Qiana Brown (Columbia University) et al. zufolge stieg in den USA der Marihuana-Konsum bei schwangeren Frauen zwischen 2002 und 2014 um 62 Prozent. 2002 hatten 2,4 Prozent der schwangeren Frauen berichtet im vergangenen Monat Marihuana konsumiert zu haben, 2014 waren es 3,9 Prozent. Bei Nichtschwangeren waren die die Prozentzahlen 6,3 bzw. 9,3. Bei Frauen im Alter von 18 bis 25 Jahren war die Konsumrate 2014 höher (7,5 Prozent) als bei Frauen im Alter von 26 bis 44 Jahren (2,1 Prozent). Allgemein hat sich der Marihuana-Konsum bei Erwachsenen zwischen 2001 und 2013 mehr als verdoppelt.

Einem Editorial zufolge zeigen diverse Studien, daß Babys, deren Mütter während der Schwangerschaft Marihuana rauchten, eher anämisch sind, ein niedrigeres Geburtsgewicht haben und eher auf einer neonatalen Intensivstation landen.

Die Folgeneinschätzung wird dadurch erschwert, daß neben dem Marihuana oft auch Alkohol und Tabak konsumiert werden. Ich kriege ohnehin Zustände, wenn ich junge Frauen sehe, die Alkohol oder irgendeine andere Droge zu sich nehmen, da sie nie hundertprozentig sicher sein können, ob in ihnen in diesem Augenblick ein Fötus heranwächst, der in dieser frühen Entwicklungsphase massiv geschädigt wird.

Aus orgon-energetischer Sich ist Marihuana besonders verheerend, weil es das Orgonenergie-Feld des Organismus schwächt und „schmutzig“ macht und so ganz spezifisch die Erstrahlung hintertreibt, mit der sich das werdende Kind im Bauch und die Schwangere gegenseitig energetisch hochschaukeln. Das Lebensfeuer selbst wird ausgelöscht, Zombies gebären Zombies!

Advertisements

Blogeinträge September-Dezember 2010

12. September 2016

Im Augist 2010 stellte Dr. Konia folgende Blogeinträge ins Netz, auf die hier erneut hingewiesen wird, damit sie nicht verlorengehen:

Blogeinträge September-Dezember 2010

  • Wie ich das amerikanische Gesundheitssystem erlebt habe
  • Die Tea-Party-Bewegung und die Emotionelle Pest
  • Der Bau des Cordoba House ist ein Beispiel für eine emotionell pestkranke Reaktion
  • Sind moslemische Gesellschaften mit Demokratie vereinbar?
  • Ahmadinedschads Strategie
  • Zwei gegensätzliche Betrachtungsweisen des intrauterinen Lebens
  • Die Gefahren des Multikulturalismus
  • Integrieren sich die Moslems oder „übernehmen sie das Ruder“?
  • Sollte der Liberalismus tot sein, dann ist er ein sehr mächtiger Leichnam
  • Homosexualität bei Jugendlichen
  • Der Mut zum Auffinden eines Heilverfahrens für Krebs
  • Das Marihuana-Problem

 

 
Kommentare zu „Der Bau des Cordoba House ist ein Beispiel für eine emotionell pestkranke Reaktion“

Robert schrieb 2012:
http://de.wikipedia.org/wiki/49%E2%80%9351_Park_Place

Robert:

Kommentar zu „Ahmadinedschads Strategie“

Robert 2013:
„Mit seiner respekteinflößenden Stellung als Präsident des Iran gelang es ihm, Zweifel über die wahre Täterschaft des Angriffs vom 11. September in die Köpfe jener zu streuen, die stets die Schuld bei Amerika suchen.“
Hier verwischt Konia mehrere Themen und hinterläßt ein großes Durcheinander. Die Fakten sprechen eindeutig für eine Sprengung der 3 Hochhäuser am 11. September. Wer keine ACO-induzierte Augenblockade hat, kann es kinderleicht erkennen.
Ahmadineschad hat dieselben Ziele wie andere Musels, die Weltherrschaft des Islam. Das ist schließlich das Ziel ihrer Religion.
Der Iran hat in den lezten 500 Jahren kein Land angegriffen, wieso sollte er es jetzt tun?
Die USA sind mit viel größeren Verbrechern (z. B. Bahrain, Saudi-Arabien) verbündet, als es das muselmanische Iran ist.
Weil Konia eine schwere Augenblockade hat, kann er nicht die Verbrechen der US-Regierung sehen (und was ist mit Obama?) und leugnet alles in Bezug auf dieses Thema. Damit zerstört er die orgonomische Soziologie stärker, als es jeder linke Schreiberling, der sich auf Reich beruft, machen könnte.

Kommentare zu „Zwei gegensätzliche Betrachtungsweisen des intrauterinen Lebens“

Peter 2012: Wie verpeilt doch unsere Kultur seit langer Zeit ist!
In Faust I sagt Mephistopheles:

Das kommt nur auf Gewohnheit an.
So nimmt ein Kind der Mutter Brust
Nicht gleich im Anfang willig an,
Doch bald ernährt es sich mit Lust.
So wird’s Euch an der Weisheit Brüsten
Mit jedem Tage mehr gelüsten.

O.:
Unterschätzt bzw. nicht geschätzt wird hier von einer Frau/ „Orgonomin“ das Beisein des Vaters. Dieser wird nicht einmal erwähnt. Also auch in der Orgonomie eine mechanistische Sicht über die überpotente Rolle der Frau. Ist dies nicht ein Zeichen des liberalen Feminismus beim ACO? Ich bin froh, dass man aus Reich nicht mehr eine Frau machen kann. War es doch ein Mann, der auf die wichtigsten Dinge bei der Geburt hinweist, wenn auch ein Arzt.
In mystischer „reichianischer“ Idealisierung wird auf den Mutter-Kind-Kontakt gleich nach der Geburt verwiesen und sogar dem Fötus bei Geburt eine aktive Rolle zugewiesen (new!).
Verschwiegen wird bei dieser Annahme, dass der Fötus auch genau so aktiv sich der „Austreibung“ und dem Zur-Welt-kommen sich über Tage hinweg verweigern kann, wenn diese durch ärztliche, mechanistisch-orientierte Prozesse gestört und verschreckt wird. Beispielsweise durch die Ankündigung einer gewaltvoll einzuleitenden Kaiserschnittgeburt mit Narkotisierung der Mutter. (Totaler Kontaktverlust zum Kind!)
Und hier muss der Vater mit klarem Kopf dabei sein, um die „medizinischen“ Phanastereien der ständig wechselnden Ärzte entgegen zu wirken, damit das Kind in Ruhe und nach eigenem Rhythmus kommen kann, wenn Mutter und Kind bereit sind. Das Fötus bestimmt den Zeitpunkt nicht die Mutter oder die Medizin.
Kein Wort hiervon von der ACO-Orgonomin? Wo ist der Vater nach ihrer Vorstellung? Dies ist (liberale) Freiheitskärmerei, nach dem „Ich weiß es besser“ Muster neoreichianischem Theoretisierens.
Hier wird eben gerade nicht aus der Praxis gesprochen, sondern eine „politische“ (reichistische) Position vertreten, die vorgibt es besser zu wissen.
Für die Einzelsequenz, dass evtl. das Kind zur Brust allein finde, steckt insofern ein Funke Sinn, als dass der Kontakt zwischen Mutter und Kind nicht in diesem Moment zu stören ist. Das Neugeborene braucht den sofortigen Kontakt zur Muttern auf dem Bauch.
Ob es wie es hier mechanistisch-orgonomisch anklingt, die Strecke vom Bauch zur Brust leistungsorientiert selbstständig zurücklegen muss, darüber muss man wohl wieder streiten und dies nicht zum Dogma machen. Der Vater wird auch vom ersten Moment an vom Kinde wahrgenommen. Wer diesen Zeitpunkt verpasst, liebe „abwesende Väter“, ist emotional raus aus dem Kontakt zum Kind! Welcher Orgonom hat dies erzählt? Ich.
____________________
Das ACO wird zunehmend auch an ihren eigenen Ansprüchen gemessen werden und diesem sozialpolitischen Ansichten Bakers konfrontiert, wenn es dem nicht zu genügen scheint. – „Die Geister, die ich rief …“ (aus Zauberlehrling)
Es kann auch nicht annehmen, dass sie alleine sich um die „Kinder der Zukunft“ bemüht haben. Andeutungen in Halbsätzen über die Kompetenz von Säuglingen reicht nicht, um zu beeindrucken.

Kommentar zu „Integrieren sich die Moslems oder ‚übernehmen sie das Ruder‘?“

Robert schrieb 2013: Über diese Spaltung in extreme und moderate Moslems sagt auch dieser Artikel etwas aus
http://www.spiegel.de/schulspiegel/ausland/harlem-shake-bringt-schuelern-in-tunesien-und-aegypten-aerger-ein-a-886364.html

Kommentar zu „Wenn der Liberalismus tot ist, dann ist er ein sehr mächtiger Leichnam“

Peter: Gegen „sozialdemokratische“ Kryptokommunisten wie Helmut Schmidt, der für die Niederschlagung des Tiananmen-Aufstands von 1989 Verständnis zeigte:
http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/tibeter_und_andere_chinesen/

Kommentare zu „Homosexualität bei Jugendlichen“

Marcel 2013: Zu viele weibliche Hormone während der Schwangerschaft sollen eine Rolle spielen, das wäre dann eine Art Behinderung. In 20 Jahren werden sie sich wahrscheinlich Behindertenausweise austellen lassen.

Robert 2015: Furcht vor Familie
Familie vernachlässigen und Einzelgängertum überbetonen: Die Politik der vergangenen Jahre wirkt. Glaubt man der Shell-Jugendstudie, würden inzwischen sogar mehr Jugendliche lieber neben einem schwulen Pärchen (88 Prozent, Tendenz steigend) als neben einer deutschen Familie mit vielen Kindern (82 Prozent, Tendenz gleichbleibend) wohnen.

Furcht vor Familie

Kommentare zu „Das Marihuana-Problem“

Robert 2013:
„befreit sie aus ihrer sexuellen Not“
„and putting them out of their sexual misery“
Etwas grob übersetzt, weil eine Befreiung ist es ja nicht, eher ein wegdrängen/ausschalten.
a) to put somebody/something out of business jdn/etwas aus dem Geschäft drängen;
b) to put somebody out of a job jdn entlassen;
c) to put somebody/something out of one’s mind jdn/etwas vergessen
d) (extinguish) fire löschen; candle, cigarette ausmachen; (turn off) lights ausschalten

Peter:
„put him out of his misery“ meint an sich Gnadenschuß!

O.: Konia könnte auch mal darauf eingehen, dass das Leben des Kiffers schon vorher abgestumpft ist und die Droge der missglückte Versuch ist, dieser Realität sich zu entziehen und zu entspannen (was man von der heutigen Droge M. auch nicht mehr sagen kann, weil da so manches beigemischt wird – was auch den Medizinern entgeht).
Das Marijuanna der Siebziger ist nicht das von heute und wird ganz anders (exzessiver) konsumiert. Warum darüber kein Wort?
Ferner sei auch erwähnt, dass das M. mal wieder modern ist und wohl zu einem Großteil den Konsum der harten Drogen verdrängt, zumindest in der Menge, damit ist die Chance eines Entzuges hoffnungsvoller als bei Heroin.
Medizinisch auch interessant, dass es in der Medizin als anerkanntes Medikament gegeben wird, um Schmerzzustände zu betäuben oder den Appetit zu beeinflussen.

O.:
Die Frage nach der Legalisierung von Drogen sollte endlich entschieden werden. Sie gehören reszeptfrei in den Apotheken zu erwerben, damit sie von der Straße und aus den Schulen verschwinden. Natürlich können sich dann Kriminelle keine goldene Nase mehr verdienen. Drogen würden an Reiz und Attraktivität verlieren, weil sie legal sind und eine ordentliche Aufklärung hierzu liegt im Interesse der Allgemeinheit.
Eltern haben Vorbildfunktion, wenn sie weitestgehend drogenfrei leben, werden auch die Kinder in der Regel keine Drogen nehmen, es sei denn, sie haben eine absolute verklemmte Haltung dazu.
Die freigewordenen Polizeikräfte könnten sich dann mal den Wirtschaftskriminellen widmen, insbesondere denen der Nahrungsmittelindustrie, es wäre doch schön, wenn keine Gifte und vergammeltes Essen (statt Bio) auf den Tisch kämen.

Johannes:
Genau, Drogen gehören weg von der Straße und auch das Elend in den Hohn-Häusern kann dadurch nur besser werden. Durch „reine“ Repression kann man das Elend nur verlagern. Apotheken sind ein guter Vorschlag.
Hier schmeißen Leute Flaschen und Müll aus ihren Fenstern, hören nachts rücksichtslos lauten Dreck… Inwieweit sie ihre Rezeptoren befeuern, weiß ich nicht, doch ihr Verhalten spricht für sie.
Cannabis ist v.a. nicht ohne…, weil es nicht ausschließlich entspannend, oder „nur“ psychedelisch wirkt, etwa das Innere offenbaren würde, sondern dabei gleichzeitig auch betäubt, also Empfindungen blockiert, wobei man hierbei bedenken muss, dass es um verschiedene Rezeptoren mit unterschiedlicher Rezeptoraffinität geht. Sogesehen denke ich, dass manche Sorten möglicherweise schon geeignet sein können, um Schmerzpatienten zu behandeln.
Bei Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen sehe ich das anders. Es sollte aber auch mehr über Ritalin und SSRI gestritten werden.
Diese vielen angeblichen Räuchermischungen mit synthetischen Cannabinoiden wurden hier bislang nicht diskutiert. Diese sind weitaus schlimmer und trotzdem sehr verbreitet. Seit einigen Jahren werden sie immer häufiger und besser getarnt in Cannabisprodukten gefunden.
Echte Psychedelika könnten hingegen wieder therapeutisch wirklich sinnvoll eingesetzt werden.

Das ist die andere Seite: http://youtu.be/XKVGKU-NzRQ
Dieser eine Prozentanteil, welcher in dem ersten Video erwähnt wird, bedeutet tatsächlich nicht wenige „Fälle“.
Die vielen vorher erzeugten, ausgeblendeten, sogenannten latenten Psychosen, oder auch „Hausfrauen“- und Minipsychosen, geförderten Neurosen und Psychosen durch unsere „nette“ und verpestete Gesellschaft sollten als Ursachen aber auch miteinbezogen werden.

O.:
Insbesondere südländische Menschen kommen schnell in psychotische Zustände, wenn ihnen der Boden unter den Füßen weggerissen wird: Sie den Arbeitplatz verlieren und die Frau sich daraufhin von ihnen trennt und den Sex verweigert.
Bei einer Häufung oder erhöhten Intensität von Stressoren, scheint mir das „Gehirn“ abzuschalten oder in die Psychose zu flüchten, um die Realität nicht mehr wahrnehmen zu können, da sie unerträglich geworden ist für den Betroffenen.

Klaus:
„Drogen würden an Reiz und Attraktivität verlieren.“ Da habe ich Zweifel, da diese Drogen ja nicht NUR deshalb einen Reiz haben, weil sie illegal sind.

O.:
Mangels alternativer Erlebnissweilten werden auch viele Jugendliche noch vom Techno der Oma- und Opageneration angezogen. Die Drogen müssen schließlich auch verkauft werden, somit ist die Unterhaltungsindustrie als „Subkultur“ hierauf spezialisiert. Eine komatisierte Drogengeneration wird nicht kritisch denken wollen, noch können, zu gravierend sind die „gelochten Hirne“, die in der Substanz geschädigt sind. Diese Zielgruppe wird man nicht mehr erreichen. Aber wenn sie zu Apotheke laufen müssen, wie Rentner, die ihre Medikament abholen, dürfte dies ihnen wohl auch langsam uncool erscheinen. Der coole Drogendealer wird dann nicht mehr ihr Lieferant sein, sondern die weißkittelige Apothekenhelferin (auf 400,00 € Basis angestellt). Das BTM wird von Fahrern für 3,30 € Stundenlohn zur Apotheke mehrfach täglich vorbeigefahren.
Nun könnte auch der Drogenkonsum in Discos untersagt werden, wer konsumiert, bleibt draußen, wie die Raucher. – Man kann sich noch einiges ausdenken … Schließlich ist das heimische Konsumieren vor dem Fernseher doch sinnvoller, um das Programm der privaten Sender zu ertragen.

Klaus Says:
Die alten grünen Standardargumente. Eignen sich die Erfahrungen in Holland zum einen und in Zürich zum anderen ( http://de.wikipedia.org/wiki/Platzspitz ) dazu, diese doch recht gutmenschliche Sicht zu stützen?

Alkohol, Junkfood und die emotionale Wüste

19. April 2016

Der Mystiker sieht, ähnlich einem Schizophrenen, überall Zusammenhänge, auch da, wo gar keine bestehen. „Es gibt keine Zufälle!“ Ein schönes Beispiel sind Verschwörungstheorien. Demgegenüber ist der Mechanist, ganz der neurotische Erbsenzähler und „Skeptiker“, wie blind für auch die offensichtlichsten Beziehungen. „Man darf keine voreiligen Schlüsse ziehen!“ Der Funktionalist hingegen betrachtet die Welt in erster Linie von den energetischen Prozessen her, die sich in den unterschiedlichsten Bereichen manifestieren können.

Beispielsweise zeigt sich die moderne Lebensfeindlichkeit (d.h. die Eindämmung der Lebensenergie) in der Konditionierung der Kinder auf McDonald-Fraß (Zucker und Fett) genauso wie in der „Emanzipation“ der Frau (d.h. der Zerstörung des Frauseins) und in vielen anderen Dingen, die oberflächlich betrachtet „nichts miteinander zu tun haben“.

Es beginnt im Bauch der Mutter. Eben wieder, als ich mir das Abendbrot gekauft habe: es ist jedesmal ein Stich ins Herz, wenn ich junge Mädchen und junge Frauen sehe, die mit einem dieser neumodischen Alkopops (oder wie auch immer das Zeugs sich nennt) in der Hand angeheitert um die Häuser ziehen. Gesellige Fröhlichkeit ist wohl nur noch unter Drogeneinfluß möglich! Ich könnte diesen dummen Gänsen, die zu allem Überfluß auch noch ständig paffen, jedesmal eine scheuern. Wissen sie nicht, daß in diesem Augenblick neues Leben in ihnen heranwachsen könnte; Leben, das sie mit Alkohol (und auch Nikotin) irreparabel schädigen?!

Die Neuro-Depesche kommentierte 2011 eine entsprechende Untersuchung einer US-amerikanischen Psychiater- und Pädiater-Gruppe (Wedekind D et al.) wie folgt:

Die toxische Wirkung einer Alkoholexposition in utero hat also auf die Struktur des sich entwickelnden Gehirns einen verheerenden Einfluß und kann sich in alltagsrelevanten kognitiven Beeinträchtigungen manifestieren. Sogar Personen, die keine groben Verhaltensauffälligkeiten zeigten, schnitten gegenüber den nicht-exponierten Teilnehmern nicht nur in den Tests schlechter ab, sie wiesen auch diverse hirnstrukturelle Veränderungen auf.

Konkret haben Menschen, die während der Schwangerschaft Alkohol ausgesetzt waren, ein signifikant geringeres Gesamthirnvolumen. Die Verringerung der Volumina betrafen insbesondere mediale Temporallappen-Strukturen und den Hippokampus.

Und die Tortur geht weiter: mit Fastfood, Fertiggerichten aus der Mikrowelle, Chips, Süßigkeiten und Cola. Northstone K et al. (University of Bristol) fanden in einer bevölkerungsbasierten Kohortenstudie, daß es einen kleinen aber hoch signifikanten Unterschied für die zukünftige Intelligenz ausmacht, wie Kinder ernährt werden.

Der IQ wurde im Alter von 8,5 und 14 Jahren erhoben und mit der Ernährung im Alter von 3 Jahren abgeglichen. Nahrungsmittel mit einem hohen Zucker- bzw. Fettgehalt korrelierten mit einer Verringerung des IQ um 1,67 Punkte. Eine gesundheitsbewußte Ernährung korrelierte hingegen mit einer Erhöhung des IQ um 1,20 Punkte.

Die Menschen werden nicht nur dumm, sondern auch traurig: Die israelischen Forscher German L et al. untersuchten in einer Querschnittstudie ältere Menschen im Alter von 60 bis 92 mit einem sozialökonomisch niedrigen Status dahingehend, ob sich eine Fehlernährung auf das Risiko auswirke an Depression zu erkranken.

Die Regressionsanalyse ergab, daß insbesondere jede zusätzliche Zufuhr von 1 mg Vitamin E und 1 g mehrfach ungesättigter Fettsäuren mit einem signifikant niedrigeren Depressionsrisiko einherging.

In diesem Blog habe ich wiederholt auf die Bedeutung von Omega-3 für unsere „Psyche“ (d.h. unsere Emotionen), unsere Intelligenz und nicht zuletzt für die Entwicklung im Mutterleib hingewiesen. Es ist nicht nur so, daß Alkohol und Nikotin das heranwachsende Leben im Mutterleib schädigt, auch Junkfood gehört hierzu. Mütter, die während der Schwangerschaft und des Stillens diese Scheiße in sich hineingestopft haben, verändern die sich bildenden Gehirne ihrer Kinder so, daß diese ebenfalls nach Junkfood süchtig werden. Auf diese Weise vernichtet sich beispielsweise Amerika über kurz oder lang selbst. Pommes, Chips und Co. machen einer prospektiven Studie der University of Las Palmas de Gran Canaria zufolge depressiv. Die Wissenschaftler um Almudena Sanchez-Villegas fanden eine nachteilige Beziehung zwischen dem Konsum von Transfettsäuren und dem Depressionsrisiko. Für einfach und mehrfach ungesättigte Fettsäuren und Olivenöl fanden sie dagegen einen leicht protektiven Effekt. Hier ein neuerer Forschungsbericht über Fischöl im Einsatz gegen Depressionen.

Aber zurück zum Alkohol – das zunehmende Komasaufen:

Wer als Jugendlicher Alkohol in großen Mengen trinkt, dem drohen einer französischen Studie zufolge dauerhafte Hirnschäden. Trinken bremst oder blockiert demnach in einigen Bereichen des Gehirns das vollständige Reifen der grauen Zellen, die üblicherweise erst zum Ende der Jugendzeit ganz ausgewachsen sind. Nahe der Stirn zeigten Kernspintomographien Betroffener teilweise bis zu 20 Prozent weniger graue Zellen. Zusätzlich vorgenommene Geschicklichkeitstests zeigten eine Schädigung bestimmter kognitiver Funktionen, etwa beim Planen von Aufgaben oder der Lösung von Problemen. Bestätigt wird das in einer Untersuchung von Chitra Mandyam (Kalifornien) an Primaten, in der vier Tiere über einen Zeitraum von elf Monaten täglich eine Stunde lang ein alkoholhaltiges Getränk mit Zitronengeschmack trinken durften, wobei Bluttests zeigten, daß die Tiere sich bis zu einem Alkoholspiegel betranken, der etwa 2,5 Promille beim Menschen entspricht. Nach einer zweimonatigen Abstinenzphase entdeckt man im Vergleich zu Tieren, die keinen Alkohol getrunken hatten, nach wie vor deutliche Veränderungen in der Struktur des Hippokampus. Man kann daher annehmen, daß regelmäßiger Alkoholkonsum auch bei Menschen langandauernde Effekte auf die Funktionen des Hippokampus zeigen.

Es ist beklemmend, wenn man miterleben muß, wie im Supermarkt Jugendliche mit Kennerblick die Spirituosenabteilung durchstöbern und sich Kinder von vielleicht 12 oder 13 in den Sommermonaten schon am Nachmittag auf öffentlichen Plätzen zusammenfinden, um sich bis in den Morgen hinein volllaufen zu lassen. Hier löst sich die Zukunft unseres Landes in Luft auf, aber niemanden scheint es zu kümmern.

Es geht nicht um zusätzliche „Jugendeinrichtungen“, Sozialarbeiter und ähnlichen Unsinn. Langeweile, innere Leere und die Unfähigkeit sich dem Gruppendruck zu widersetzen haben biophysische Ursachen, d.h. der Schaden ist schon längst angerichtet, ist Teil der biologischen Struktur geworden. Es sind Kinder, die in einer Umgebung herangewachsen sind, in der sie nur Störfaktoren für die „Selbstentfaltung“ der Eltern waren. Kinder, die emotional nicht ausreichend genährt wurden und innerlich verödeten, weil ihren Eltern die lächerliche „Karriere“ und alle möglichen Abwechslungen wichtiger waren, als ein heranreifendes Leben.

Eva Herman hatte recht wie kaum ein anderer Mensch in diesem sterbenden Land.

Was seit ungefähr 1960 vor sich geht ist die umfassende Zerstörung der biologischen Grundlagen unserer Zivilisation.

Hier ein kleiner Ausschnitt aus dem neuen Kulturkampf: Leben gegen Tod, der Konservative gegen den pestilenten modern liberal, gegen Satan in Menschengestalt.

Aus purer Neugier habe ich mir am vergangenen Montag zu mittag einen „1955er“ von McDonalds zugeführt – und mich den Rest des Tages beschissen gefühlt. Als nähme man pures DOR zu sich! Dieses Zeugs ist genauso ungenießbar und schlichtweg ekelhaft, wie das gesamte Paket der amerikanischen Unterschichten-„Kultur“: der süßliche Dreck, der aus den Radios quillt, die hirnzerfressenden Seifenopern im Fernsehen, die „Architektur“, die blasierten, vollkommen charakterlosen, von keinen tieferen Gedanken entstellten Puppengesichter der Menschen – einfach alles.

Es hat Zeiten gegeben, da haben sich die „einfachen Menschen“ mit Volksliedern unterhalten, Hering und sogar Lachs waren „Arme-Leute-Essen“ und die Abende verbrachte man mit Geschichtenerzählen, wenn man nicht in den Arbeiterbildungsverein ging.

Ich will nichts idealisieren, es gab auch Rachitis, Suff und Elend (etwas ganz anderes als bloße Armut), aber trotzdem – es gab auch so etwas wie Würde und Tiefe. Und genau das wird heute zerstört. Auf allen Ebenen und in jeder Hinsicht.

In Kaffee und ORANUR vor Kaffee gewarnt, gestern habe ich Diabetes als Schrumpfungsbiopathie beschrieben, die der Krebsbiopathie ähnelt, wie Reich sie in Der Krebs analysiert hat. Im folgenden soll nun gezeigt werden, wie diese drei Dinge zusammenhängen.

Da sein „genitales Ventil“ blockiert ist („orgastische Impotenz“) versucht der gepanzerte Mensch sein Energieniveau, und damit sein „Angstniveau“, so weit wie möglich zu senken. Primär geschieht dies durch eine eingeschränkte Atmung und durch eine eingeschränkte Lebensweise, in der sich alles um „Sicherheit“ dreht. Hinzu kommen legale und illegale Drogen und schließlich eine devitalisierende Ernährungsweise.

Wie in The Journal of Orgonomy (Vol. 2, No. 2, November 1968) dargestellt, hängt die Zuckerkrankheit mit einer chronischen orgonotischen Ladungsschwäche des Körpergewebes zusammen („Anorgonie“). Statt nach dem orgonomischen Potential, d.h. vom niedrigeren zum höheren Energiepotential hin, die Energiequelle Zucker aus dem Blut aufzunehmen, wird umgekehrt nach dem mechanischen Potential Zucker aus dem Organismus ausgewaschen. Der Organismus schrumpft buchstäblich.

Marie-Soleil Beaudoin (University of Guelph, Ontario) hat in einer Studie herausgefunden, daß gesättigte Fettsäuren, wie man sie im Fastfood-Fraß findet, die Fähigkeit des Körpers einschränken Zucker aus dem Blut zu absorbieren. Sechs Stunden nach der Aufnahme eines entsprechenden Fettcocktails wurde den gesunden Probanden ein Zuckergetränk gegeben. Danach lag der Blutzucker um 32 Prozent höher als bei jenen Probanden, die vor dem Zuckergetränk kein Fett zu sich genommen hatten.

In einer zweiten Versuchsreihe wurde den Versuchspersonen eine Stunde vor dem Zuckergetränk zusätzlich eine Koffeinmenge verabreicht, die zwei Tassen Kaffee entspricht. Bei dieser Gruppe lag der Blutzucker sogar um unglaubliche 65 Prozent höher als bei jenen, die weder Fett noch Koffein zu sich genommen hatten.

Man schaue sich um: unser gesamtes Verhalten, sogar unsere Ernährungsweise, ist unmittelbares Resultat unserer genitalen Misere. Tatsächlich ist es Selbstmord auf Raten. Da der Energieabfluß blockiert ist, muß die Energiezufuhr gedrosselt werden, um ein Platzen (d.h. hier Angst und Panikattacken) zu verhindern.

Besonders perfide ist dabei, daß die Mittel, mit denen wir den Energiezufuhr abwürgen, sich als energiespendende Aufputschmittel darstellen: Fett, Kaffee, Zucker – „das gibt Tinte auf den Füller!“ Eine perfekte Selbstmordapparatur.

Die entgleiste Vagina

3. Februar 2016

Mit der Bakterienflora unserer Haut habe ich mich bereits in Apoptose beschäftigt. Speziell mit der Vaginalflora in The Journal of Orgonomy (Vol. 48, No. 1, Spring/Summer 2014): beim Durchgang durch den Geburtskanal wird die Bakterienflora des Säuglings von der Bakterienflora der Mutter geprägt.

Neuste Forschungen weisen darauf hin, daß die zunehmende Häufigkeit von Allergien und Autoimmunerkrankungen mit den steigenden Zahlen an Kaiserschnitt-Geburten zusammenhängen könnte, scheint doch der frühe Kontakt mit bestimmten Bakterienarten wichtig für die Entwicklung des Immunsystems zu sein.

Maria Dominguez-Bello (New York University) et al. versuchen das Problem zu lösen, indem sie eine Stunde vor dem Kaiserschnitt ein Schwämmchen in die Vagina einführen, um dann das Neugeborene damit einzureiben.

Im Gegensatz zu Kaiserschnitt-Babys ohne Behandlung wiesen die Test-Kinder Bakterien-Profile auf, die denen von natürlich geborenen Babys ähnelten. Konkret besiedelten sie verstärkt Bakterien, die zur Gruppe Lactobacillus und Bacteroides gehören. Frühere Studien haben bereits nahegelegt, daß gerade diese Mikroben für die günstige Entwicklung des kindlichen Immunsystems wichtig sind. „Unsere Studie ist die erste, die eine Möglichkeit zur teilweisen Versorgung von Kaiserschnitt-Babys mit einem natürlichen Mikrobiom demonstriert“, resümiert Dominguez-Bello.

Andere Forscher konnten zeigen, daß die Vaginalflora sogar Einfluß auf das Embryo hat.

Infektionen sind häufig Ursache für Frühgeburten. Bei Fehlgeburten vor dem vierten Monat sind auf 50 Prozent der Mutterkuchen Bakterien nachweisbar, bei Kaiserschnitt auf 41 Prozent.

Raina Fichorova (Harvard Medical School) und Kollegen nahmen bei Neugeborenen, die durch Kaiserschnitt frühzeitig auf die Welt kamen, Blut ab und untersuchten dieses auf 25 Eiweiße, die typisch für Entzündungsreaktionen sind. Gleichzeitig untersuchten sie den Bakterienbefall der Plazenta.

So konnten sie zeigen, daß unterschiedliche Mikrobenkolonien mit unterschiedlich starken Entzündungsreaktionen einhergingen. War der Mutterkuchen beispielsweise mit Bakterien besiedelt, wie sie auch bei einer sogenannten bakteriellen Vaginose – einer Scheidenentzündung – zu finden sind, waren auch die Entzündungswerte des Kindes sehr hoch. Umgekehrt schienen Milchsäurebakterien, die bei gesunden Frauen den Großteil der Scheidenflora ausmachen, die Kleinen vor Entzündungsreaktionen zu schützen.

Eine gezielte Veränderung der Bakterienflora in der mütterlichen Scheide zu Beginn einer Schwangerschaft könnte daher das Risiko für Frühgeburten verringern.

In Der Krebs hat Reich ausgeführt, daß sich die orgonotische Ladungsfähigkeit des Uterus auf das Embryo überträgt. Die sexuelle Gesundheit der Mutter, d.h. die Orgonität des gesamten Genitaltracks, sei entscheidend für die Gesundheit des Kindes. Die Forschungen an Harvard verweisen auf die Rolle des bionösen Zerfalls.

Hier ein interessanter Bericht über die bakterielle Vaginose, die mit einem störenden (anorgonotischen) Scheidengeruch einhergeht. „Der Grund, warum das Milieu in der Scheide entgleisen kann, ist unbekannt.“

Ein Bild von zerfallendem Uterusgewebe aus Reichs Der Krebs:

Wilhelm Reichs Buch CHARAKTERANALYSE

2. August 2015

Reichs Charakteranalyse ist dreimal erschienen: das Original 1933, das Reichs Weiterentwicklung der Psychoanalyse zu einer Charakteranalyse (Gegenwart → Vergangenheit) dokumentiert, die zweite Auflage von 1945, die zusätzlich Material enthält, das zeigt, wie er direkt mit dem „orgonotischen System“ (Peripherie → Zentrum) im Menschen umgegangen ist und schließlich die dritte Auflage von 1949, die das gleiche für das „energetische Orgonom“ (Kopf → Becken) beschreibt. Hier präsentiere ich meine Übersetzung des Vorworts, das Reichs enger Mitarbeiter Theodore P. Wolfe seiner amerikanischen Übersetzung der Charakteranalyse 1945 vorangestellt hat.

1933 war die Veröffentlichung von Reichs Charakteranalyse ein Meilenstein der Psychoanalyse. Zu einer Zeit, als sich die Psychoanalyse immer mehr in metapsychologischen Spekulationen verfing, lag hier ein Buch vor, das auf soliden psychoanalytischen Prinzipien und auf präziser klinischer Beobachtung beruhte. Sowohl theoretisch als auch praktisch stellte es den ersten bedeutenden Schritt dar über die übliche Symptom- und Interpretationsanalyse hinaus. Theoretisch enthob es das Konzept „Charakter“ dem Bereich der Moralphilosophie und machte es zum Objekt wissenschaftlicher Untersuchung. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte die Psychoanalyse nur den historischen Hintergrund einiger individueller Charakterzüge untersucht. Der „Charakter“ als solcher wurde als eine unwillkommene Komplikation betrachtet und wurde als „gut“ oder „schlecht“ im üblichen Sinne eingestuft, anstatt wissenschaftlich untersucht zu werden. Eine wissenschaftliche Charakterologie, die die Frage nach Art und Funktion der Charakterbildung und der Bedingungen der charakterlichen Differenzierung, d.h. die Entwicklung fest umrissener Charaktertypen beantworten würde, war nie in Angriff genommen worden.

In der Praxis haben die neuen Einsichten in die Funktion des Charakters zwangsläufig zu grundlegenden Veränderungen der therapeutischen Technik geführt. Der Akzent verschob sich vom unbewußten Material, das durch „freie Assoziation“ erlangt wird, zum Charakter des Patienten, d.h. zu seinem „charakteristischen“ Verhalten bei der Abwehr gegen die analytische Einsicht und das unbewußte Material. Die Bedeutung dieser Änderung in der Technik kann nur von jenen Therapeuten gewürdigt werden, die sich selber einer Charakteranalyse unterzogen haben und die die Technik in ihrer eigenen Praxis gemeistert haben. Sie machte Patienten einer Behandlung zugänglich, die zuvor unzugänglich geblieben wären. Sie setzte jenen deprimierenden langjährigen Analysen, insbesondere bei Zwangsneurosen, ein Ende, wo ein Übermaß unbewußten Materials ohne irgendeinen therapeutischen Nutzen erschlossen wurde, weil es der Analyse nicht gelang, die Affekte des Patienten zu mobilisieren. Dies lag wiederum in der Tatsache begründet, daß die Affekte größtenteils im Charakterpanzer gebunden waren, aus dem man sie nur durch die charakteranalytische Technik befreien konnte. Da diese Phänomene verstanden und therapeutisch nun gehandhabt werden konnten, wurden die therapeutischen Alibis überflüssig, daß „der Patient keine Besserung wolle“, weil er ein „unbewußtes Strafbedürfnis“ hätte, einen „Todestrieb“, etc.

Von vielen Psychoanalytikern wurde das Buch enthusiastisch begrüßt. Über seine technischen Anleitungen wurde gesagt, sie gehörten „zum klarsten und eindeutigsten (…), was die psychoanalytische Literatur bis jetzt hervorgebracht hat“ und „zum besten und reifsten, was über Psychotherapie gesagt worden ist.“ „Der Wunsch [nach therapeutischer Anweisung] muß wirklich sehr stark gewesen sein, geht man von dem Eifer aus, mit dem Reichs Buch und Ideen von den jüngeren deutschen Analytikern aufgenommen wurden.“ Zieht man jedoch die psychoanalytischen Veröffentlichungen und private Gespräche mit Psychoanalytikern in Betracht, war ein tatsächliches Verständnis der Charakteranalyse sehr gering. Hauptsächlich beruhte es darauf, daß man nicht – wie es viele versucht haben – die Charakteranalyse akzeptieren und anwenden kann, ohne die Orgasmustheorie anzuerkennen. Man kann nicht argumentieren, wie es so viele Psychoanalytiker tun: „Ja, die Charakteranalyse ist richtig, die Orgasmustheorie aber nicht.“ Da das unzweideutige therapeutische Ziel der Charakteranalyse die Etablierung der orgastischen Potenz ist, folgt daraus, daß die Charakteranalyse und die Orgasmustheorie untrennbar miteinander verknüpft sind. Jedoch sind die Konzepte „orgastische Potenz“ und „orgastische Impotenz“ noch überhaupt nicht in das psychoanalytische Denken eingedrungen. Ein Mann wird immer noch als „potent“ betrachtet, wenn er erektil und ejakulativ potent ist. Auch hört man oft das Argument, daß Theorie und Praxis nicht notwendigerweise miteinander verbunden sind; daß man die eine Art von theoretischem Konzept und eine andere Art von Praxis haben kann. Das ist ein gefährlicher Irrtum und Selbstbetrug. Denn wenn man die Orgasmustheorie nicht akzeptiert hat, nicht erkennt, daß die Grundlage der Neurose sexuelle Stauung aufgrund orgastischer Impotenz ist, wirkt sich das unvermeidlich auf die Praxis aus: dann ist das praktische Ziel der Therapie nicht die Herstellung der orgastischen Potenz, so daß sich die sexuellen Energien, die im therapeutischen Prozeß freigelegt wurden, ein anderes Ventil suchen müssen. Dies macht wiederum die Formulierung einer entsprechenden Theorie notwendig: die der „Sublimierung“ und der „Verurteilung“. Theorie und Praxis sind so untrennbar miteinander verbunden wie Orgasmustheorie und Charakteranalyse. Besondere Erwähnung gebührt einer speziellen Art und Weise die Charakteranalyse „anzuerkennen“: die Verwendung der Bezeichnung „Charakteranalyse“ für eine Technik die rein gar nichts mit ihr gemein hat. Das ist eine heimtückische Art und Weise neue Entdeckungen aus dem Weg zu räumen, die viele Parallelen in der Geschichte der Wissenschaft hat (vgl. „Character-analysis.“ Internat. Journal of Sex-economy and Orgone-Research 1, 1942, S. 90ff.).

Diese wenigen Anmerkungen mögen andeuten, warum das Buch ein Meilenstein der Psychoanalyse war. Es war auch ein Meilenstein der Sexualökonomie. Es erschien zu einer Zeit, als sich in Europa die politischen Ereignisse zuspitzten. Wie viele vorangegangene Veröffentlichungen Reichs sollte es im Verlagshaus der Internationalen Psychoanalytischen Vereinigung, dem Internationalen Psychoanalytischen Verlag, publiziert werden. Es wurde bereits korrekturgelesen als Hitler an die Macht kam, woraufhin es der Verlag ablehnte, das Buch mit entsprechender Verlagsangabe zu veröffentlichen. Reich war als Antifaschist zu bekannt geworden. Zur gleichen Zeit plante die Vereinigung den Ausschluß Reichs, der im folgenden Jahr, 1934 wirksam wurde. Die erste Auflage seiner Massenpsychologie des Faschismus erschien 1933, die zweite 1934. Die Jahre um 1933 waren für die Sexualökonomie eine Zeit der Umorientierung, die Zeit als der Durchbruch von der Psychologie zur Biologie gelang. Die theoretische Notwendigkeit war von Freud formuliert worden und eine praktische Verwirklichung hatte 1927 Reichs Die Funktion des Orgasmus erahnen lassen, wo er zum ersten Mal die Verbindung zwischen Sexualität und Angst auf der einen Seite und dem vegetativen System auf der anderen Seite formuliert hatte. So kann man es nicht einem plötzlichen Wechsel in den Konzepten zur Last legen, sondern es ist das Ergebnis einer allmählichen und unvermeidlichen Entwicklung, daß nach der Charakteranalyse Reichs Veröffentlichungen nicht länger psychologischer Natur, sondern biologischer und neuerdings biophysikalischer Natur waren. Die Entwicklung der letzten zehn Jahre war so schnell, daß das Tempo oft sogar für jene ziemlich unbequem war, die es aus unmittelbarer Nähe verfolgt haben. Für die meisten Menschen, die der Entwicklung nicht Schritt für Schritt gefolgt sind, mag es sogar so erscheinen, als gäbe es einen Bruch, der schwer nachzuvollziehen ist. Dieser Schwierigkeit wurde Rechnung getragen, indem der gegenwärtigen Auflage als Anhang Psychischer Kontakt und vegetative Strömung beigefügt wurde, eine Monographie, die 1935 veröffentlicht wurde. Der wesentliche Inhalt von Experimentelle Ergebnisse über die elektrische Funktion von Sexualität und Angst, einer Monographie, die 1937 publiziert wurde, findet sich in Die Funktion des Orgasmus von 1942. Das betreffende Buch beinhaltet auch die wesentlichen Teile von Orgasmusreflex, Muskelhaltung und Körperausdruck, das ebenfalls 1937 veröffentlicht wurde; es führt in die Technik der charakteranalytischen Vegetotherapie ein. Zieht man das in letzter Zeit in unserem Journal veröffentlichte mit in Betracht, gibt es in englischer Sprache ausreichend Material, das es dem ernsthaften Studenten ermöglicht, den Schritten zumindest theoretisch zu folgen, die von der Charakteranalyse von 1933 zur Orgontherapie und Orgonbiophysik von heute führten.

Bereits in der ersten Auflage von 1933 hatte Reich in seinem Kapitel über den masochistischen Charakter Freuds Todestriebtheorie widerlegt, mit der Freud nicht nur das Selbstdestruktive, sondern allgemein das Destruktive im Menschen erklären wollte. Das ergänzte Reich in der dritten Auflage von 1949 mit einem Kapitel über den pestilenten Charakter (die Emotionelle Pest), in dem gezeigt wird, warum und wie sich das Destruktive in der Gesellschaft ausbreitet. Ähnlich wie der Masochist, der vorgibt Schmerzen erleiden zu wollen, tatsächlich aber von seinen sexuellen Spannungen befreit werden will, ohne „Schuld“ auf sich zu laden, tut der Pestilente so, als wolle er nur dein Bestes, tatsächlich will er aber Erregung aus der Umwelt verbannen, die in ihm unerträgliche Spannungen hervorruft. Das vorgeschobene Motiv ist nie das wahre Motiv! (In den neueren von Mary Boyd Higgins zu verantwortenden amerikanischen Ausgaben der Charakteranalyse wurden diese funktionellen Zusammenhänge unsichtbar gemacht, indem das Kapitel über die Emotionelle Pest nicht mehr Folgekapitel des Kapitels über den Masochismus ist, sondern an das Ende des Buches gestellt wurde! Tja, die Emotionelle Pest…)

Hier ein Beispiel für die Emotionelle Pest und wie sie mit der von Wolfe umschriebenen Bioenergetik zusammenhängt:

Prof. Dr. Walter Klockenbusch, Leiter der Geburtshilfe an der Universitätsklink Münster, klagt an: Seit 30 Jahren werden Medikamente eingesetzt, die vorzeitige Wehen hemmen und so Frühgeburten verhindern sollen, die intendierte Wirkung bleibt jedoch aus. Trotz übermäßiger Verabreichung von Wehenhemmern ist die Frühgeburtlichkeit in den letzten Jahrzehnten leicht angestiegen.

Um so schlimmer sind die Nebenwirkungen: es kommt zu Herzrasen, Schlaflosigkeit, Unruhe, Nervosität, Erregung, Angstgefühlen, erhöhten Blutzuckerwerten; Herzinfarkte und Lungenödeme können die Folge sein.

Die Nebenwirkungen sind alles Symptome dessen, was Reich als „Sympathikotonie“ beschrieben hat. Siehe dazu Die Funktion des Orgasmus.

Warum das ganze? Vorzeitige Wehen ab der 28. Woche gehören doch zum normalen Rhythmus einer Schwangerschaft! D.h. die Gravida hat mehr oder weniger regelmäßig spontane rhythmische Muskelkontraktionen.

Und genau hier ist das Motiv für das irrationale Verhalten der Gynäkologen zu suchen: Die orgastisch impotenten Mediziner geraten in Panik und versuchen verzweifelt, die „unpassenden“ unwillkürlichen Zuckungen mit Medikamenten zu unterbinden. Wir haben es hier mit einem eindeutigen Beispiel für Emotionelle Pest zu tun: das geäußerte Motiv (die Verhinderung von Frühgeburten) ist nur vorgeschoben – ganz im Gegenteil wird auf sadistische Weise nur Schaden angerichtet.

(Selbstverständlich haben Wehenhemmer auch eine eng begrenzte rationale Funktion, um in speziellen Fällen die Geburt um bis zu 48 Stunden herauszuzögern, so daß beispielsweise die Lungenatmung des Fötus mit speziellen Medikamenten aktiviert werden kann.)

Schweinefleisch auf dem Nuttengrill

22. Mai 2015

Rauchen ist eine sehr schwere Suchterkrankung. Ich habe Leute gekannt, die buchstäblich lieber gestorben sind, als diese denkbar unappetitliche Angewohnheit aufzugeben. In meinem Blogeintrag über Rauchen und ORANUR wurde dargelegt, daß ein Gutteil dieser Sucht auf ORANUR zurückzuführen ist.

„ORANUR“ ist die Übererregung der Orgonenergie durch Radioaktivität und andere Quellen hochenergetischer sekundärer Energie, etwa Ultraviolett- und Röntgenstrahlung. Der Organismus kann süchtig nach diesem „energetischen Kick“ werden. Das erklärt beispielsweise auch die Sucht nach dem Nuttengrill (auch „Solarium“ genannt), nach dem Fernseher und nach Leuchtstoffröhren und „Energiesparlampen“.

Catherine Mosher vom Memorial Sloan-Kettering Cancer Center, New York und Sharon Danoff-Burg von der University at Albany, New York konnten den Zusammenhang zwischen emotionaler Instabilität (Angst, Depression, Hang zu Alkohol- und Drogenmißbrauch) und häufigen Besuchen in Sonnenstudios nachweisen. Die Hautkrebs-Prophylaxe sollte deshalb, so die beiden Forscherinnen, auch die Behandlung der zugrundeliegenden emotionalen Störung umfassen.

Interessanterweise hat die Obama-Administration eine Sondersteuer für Sonnenstudios eingeführt, ähnlich der Sondersteuern für Tabak und Alkohol.

Ich kriege jedesmal einen Stich ins Herz, wenn ich junge Frauen und sogar kleine Mädchen rauchen und trinken sehe und mit unnatürlich dunklem Teint. Es gibt kaum etwas, was der Spannkraft der Haut und des Gewebes mehr schadet als Rauchen und zu viel ultraviolette Strahlung. Mädchen, ihr verwandelt euch in Dörrpflaumen! Und daß eine Frau in ihren empfängnisbereiten Jahren Alkohol zu sich nimmt, geht eh über mein Fassungsvermögen!

Das Tragische an dem ganzen ist, daß Licht und Sonne, Freiheit und Emanzipation durchweg gute Dinge sind. Sie gehören zu der von Reich beschriebenen Sexuellen Revolution, die aus den blaßen, anämischen und zugeschnürten Matronen des 19. Jahrhunderts dem Leben zugewandte Frauen gemacht hat. Doch wie stets wird in der gepanzerten Gesellschaft das sanfte Orgon (OR) durch das „geile“ ORANUR ersetzt, was über kurz oder lang zum abgestorbenen DOR führt.

Diesen Ablauf kann man überall beobachten, etwa in der alle natürlichen Strebungen erdrückenden Pornographisierung der Gesellschaft. Für Sanftheit, Licht, Freude, Leben bleibt kein Platz mehr. Andere Beispiele sind die Verschwörungstheorien und die vermeintliche „Esoterik“. Jede organische Aufklärung über gesellschaftliche Zusammenhänge und die Lebensenergie wird von einem bizarren Dornengestrüpp überwuchert.

Spätestens jetzt wird es so aussehen, als habe ich endgültig den Faden verloren, doch es gehört alles zusammen. Man kann gesellschaftliche Prozesse nur von der Orgonenergie her verstehen. Sie sind Ausdruck der Entwicklung der Orgonenergie!

Die „blaßen, anämischen und zugeschnürten Matronen des 19. Jahrhunderts“ finden sich noch heute in der islamischen Welt. Ich habe mich bereits mit den verheerenden Folgen der flächendeckenden Inzucht in islamischen Ländern befaßt. Eine weitere direkte Auswirkung der sexualökonomisch unhygienischen Zustände in der mohammedanischen Welt ist der Mangel von Vitamin D bei Frauen.

Quellen von Vitamin D sind, neben der Bildung durch Sonneneinstrahlung in der Haut, Kuhmilch und Butter, Pflanzenöl, Seefisch, Hühner- und Schweinefleisch.

Problem ist, daß in der muslimischen Welt Frauen kaum vor die Tür dürfen und wenn, dann nur winterlich eingepackt. Die Leckereien mit hohem Nährwert sind für den Pascha gedacht und Schweinefleisch wird eh nicht gegessen. Auch Seefisch kommt bei Wüstenvölkern eher selten auf den Tisch.

Adekunle Dawodu und Kollegen vom Cincinnati Children’s Hospital Medical Center haben in einer Studie gezeigt, daß schwangere Frauen in Arabien eine ausgesprochen hohe Rate an Vitamin D-Mangel aufweisen. Dawodu führt das Defizit vor allem auf die besondere Kleidung der Araberinnen zurück, die kaum Sonnenstrahlen auf die Haut fallen läßt.

In den Vereinigten Arabischen Emiraten untersuchte Dawodu Blutproben von 105 Schwangeren. Es zeigten sich keine saisonalen Schwankungen im Gehalt von Vitamin D. Im allgemeinen wird bei Erwachsenen ein Vitamin D-Gehalt von weniger als 50 Nanomol pro Liter Blut als Mangelerscheinung betrachtet. In der Studie zeigten jedoch 76 Prozent der Frauen weniger als 25 Nanomol pro Liter Blut.

Das gefährdet sowohl die Gesundheit der werdenden Mütter als auch die ihrer Babys. Dr. Dawodu:

Vitamin D-Mangel ist weltweit die Hauptursache von Rachitis, jedoch kann Rachitis nur als Spitze des Eisbergs betrachtet werden. Die Forschung zeigt mehr und mehr, daß Vitamin D eine große Bedeutung im Schutz gegen eine ganze Reihe von Gesundheitsproblemen hat – nicht nur diejenigen, die mit Kalzium und Knochen zu tun haben. Es besteht auch die Gefahr eines größeren Risikos für Atemwegsinfektionen und chronische Krankheiten nach der Geburt und später im Leben.

Eine kleine Nachbemerkung: Reich hat die Erkältungsepidemien in der dunklen Jahreszeit auf den geringeren Orgonenergie-Gehalt der feuchten Atmosphäre zurückgeführt. Mit der Kälte haben sie jedenfalls nichts zu tun, da tropische Länder zur Regenzeit ähnliche Krankheitswellen kennen.

Heute führen manche Mediziner diese jahreszeitliche Anfälligkeit für Ansteckungskrankheiten auf die mangelnde Versorgung des Körpers mit Vitamin D in den Monaten mit geringerer Sonneneinstrahlung zurück. Vitamin D scheint unser Immunsystem zu mobilisieren.

Das bringt mich schließlich zum DOR-Pfuhl Depression: Den Augen von Depressiven fehlt das innere Strahlen, das Funkeln, das lebendige Menschen auszeichnet. Sie empfinden alles „grau in grau“ und diese „Trübe“ überträgt sich auf ihre Umgebung.

Das sind keine bloßen Sprachbilder, sondern konkrete bioenergetische Prozesse. Depressive strahlen eine DOR-artige Energie ab, die ihnen selbst aber auch den Menschen in ihrer Umgebung Schaden zufügt (Bernard Grad: „The Laying on of Hands and Life Energy“, International Journal of Life Energy, Vol. 1, No. 2, Spring 1979). Das Energieniveau ist niedrig, der Energiefluß gedrosselt und entsprechend die Energiepotentiale weitgehend eingeebnet. Es ist wie in der Atmosphäre an nebeligen, trüben, „DORigen“ Tagen.

Am Universitätsklinikum Freiburg wurde eine Methode entwickelt, mit der man das subjektive depressive Empfinden des „Grau in Grau“ objektivieren kann.

Schon bei früheren Untersuchungen fanden die Wissenschaftler heraus, daß depressive Menschen Schwarz-Weiß-Kontraste schlechter wahrnehmen als Gesunde. In ihrer aktuellen Studie untersuchten die Freiburger mittels einer speziellen elektrophysiologischen Methode die Antwort der Netzhaut auf alternierende Schachbrettmuster mit unterschiedlichen Kontrasten bei Depressiven und Gesunden. Die Forscher leiteten dabei die Signale der Netzhaut-Sinneszellen direkt ab und konnten so objektiv deren Aktivität messen. Es zeigten sich hoch signifikante Unterschiede: Bei depressiven Menschen reagierten die Netzhautzellen tatsächlich deutlich schwächer, sichtbar an dramatisch kleineren Antwortamplituden in den Ableitungen.

Von Anfang an zu Krankheit und frühem Tod verurteilt

10. April 2015

Bislang wurde vor allem der Einfluß von Wochenbettdepression auf die Entwicklung von Kindern untersucht. Nun wurde von der Cardiff University, dem King’s College London und der University of Bristol in einer Langzeitstudie anhand von 120 Jugendlichen untersucht, welchen Einfluß eine Depression der Mutter während der Schwangerschaft auf das Leben ihrer Kinder hat. Dazu wurden die Mütter während der Schwangerschaft, nach der Geburt, und als ihre Kinder 4, 11 und 16 Jahre alt waren, interviewt.

Bei Müttern, die während der Schwangerschaft an Depressionen leiden, ist es viermal so wahrscheinlich, daß sie Kinder haben, die mit 16 gewalttätig sind. Das trifft sowohl auf Jungen als auch auf Mädchen zu. Auch zeigte sich, daß das eigene antisoziale Verhalten der Mütter, als sie Teenager waren, es wahrscheinlich macht, daß sie bei einer späteren Schwangerschaft unter Depressionen leiden werden.

Andere Faktoren neben dieser Verbindung zwischen der Depression in der Schwangerschaft und der Gewalttätigkeit der Jugendlichen konnten als Erklärung ausgeschlossen werden. Was hinter dieser offensichtlichen Kausalität steckt, können die Forscher jedoch nicht sagen.

Reich stellte sich die prä- und postnatale Entwicklung ungefähr wie folgt vor: Ab der neunten Schwangerschaftswoche werden die Bewegungen des Embryos zum ersten Mal koordiniert und harmonisch. Die Keimentwicklung ist dann mit der „Zusammenfassung aller Bio-Funktionen zu einem einheitlich, koordinierten Bio-System etwa im 10.-12. Lebensmonat“ nach der Geburt abgeschlossen (Der Krebs, Fischer TB, S. 398). Dies sei, so Reich weiter, die „kritische Periode“ für das spätere bioenergetische Funktionieren.

Die „kritische Periode“ der „psychischen“ Entwicklung liegt etwa zwischen dem 3. und 5. Lebensjahr; sie ist in ihrem Ausgang weitgehend von dem Ablauf der biophysikalisch kritischen Phase bestimmt. (ebd.)

Diese Periode, die der „ödipalen Periode“ in der Psychoanalyse entspricht, hat Reich auch als „erste Pubertät“ bezeichnet. Mit der eigentlichen Pubertät ist die Entwicklung des Charakters endgültig abgeschlossen.

Reich sieht eine bruchlose Kontinuität in der bio-emotionalen Entwicklung des Menschen zwischen dem frühen Embryonalstadium, über die Geburt und die psychosexuelle Entwicklung, bis zum Abschluß der Pubertät. In der Pubertät kommt es mit der Sexualreife zum größten bioenergetischen Schub, der die Grundkonflikte in ein scharfes Relief setzt.

Bereits im Uterus sind Kinder depressiver Mütter in einer Art „trostlosen bioenergetischen Wüste“ herangereift. Jeder weiß, wie das ist, wenn man mit einem Depressiven ständig auf Tuchfühlung ist: man kann sich der negativen Einwirkung des fremden bioenergetischen Systems auf das eigene System kaum entziehen. Um wie viel mehr muß dies auf das sich entwickelnde Embryo einer depressiven Schwangeren zutreffen! Es ist nur natürlich, daß ein Mensch, der so schon vor der Geburt herangereift ist, sich in seiner Jugend entsprechend dem bioenergetisch eingeprägten Gefühl von innerer Leere und Hoffnungslosigkeit verhalten wird.

Aufgabe der Orgonomie ist es, den Teufelskreis, diese „bioenergetische Ansteckungskette über die Generationen hinweg“, zu durchbrechen.

Auch zeigen diese Forschungsergebnisse erneut, wie eng doch die Themen von Der Krebs und Die sexuelle Revolution miteinander verwoben sind.

Wie bereits in diesem Blog erwähnt, hängt Altern mit kürzeren Telomeren zusammen, den „Kappen“ am Ende der Chromosomen. Die Länge der Telomeren ist ein Maß des biologischen Alterns, weil sie mit jeder Zellteilung kürzer werden. Kürzere Telomeren hängen mit kardiovaskulären Erkrankungen, Krebs und anderen Alterserscheinungen zusammen.

Im Zusammenhang mit meinen Ausführungen über Telomere verwies 2010 Heiko Lassek in einem Leserbrief auf Gerald Hüther: Biologie der Angst (über physiologische und genetische Veränderungen). Lassek: „Hüther war im persönlichen Gespräch gegenüber Wilhelm Reich sehr offen – er eröffnete unsere Veranstaltungsreihe ‚Was ist Leben‘ am 04.02.[2010].“

Audrey Tyrka und ihre Kollegen vom Butler Hospital und der Brown University, Rhode Island untersuchten die DNA von gesunden Erwachsenen, die in ihrer Kindheit physisch oder emotional mißhandelt worden waren. Die Forscher fanden bei ihnen kürzere Telomeren, als bei denjenigen, die eine gute Kindheit hatten.

Tyrka zufolge deuten diese Forschungsergebnisse an,

daß frühe Einwirkungen auf die Entwicklung tiefgreifende Auswirkungen auf die Biologie haben, die Zellmechanismen auf einem sehr grundlegenden Niveau beeinflussen und sogar zu beschleunigter Alterung führen können.

Idan Shalev und seine Kollegen von der Duke University in Durham und seine Kollegen konnten nachweisen, daß mißhandelte Kinder mit vorzeitig gealterten Chromosomen ins Leben starten:

Gewalterfahrungen in der Kindheit nagen an den Telomeren, den Schutzkappen der Träger des Erbgutes. Diesen Zusammenhang konnten Forscher nun bei fünf- bis zehnjährigen Kindern nachweisen, die Misshandlungen erleiden mussten. Verkürzte Telomere gelten als ein Zeichen der Alterung und sind mit einem erhöhten Risiko für Erkrankungen und einer verkürzten Lebenserwartung verbunden.

Derartige grundlegende Schädigungen des Lebendigen können sogar bereits im Mutterleib beginnen.

Der medizische Orgonom Michael A. Ganz führt dazu aus, daß bei einer Schwangerschaft der Energie- und Erregungspegel der Frau stark ansteigt. Ist sie chronisch gepanzert oder findet sie während der Schwangerschaft keine sexuelle Erleichterung, entwickelt sie starke Angst.

Der Kontakt und die orgonotische Strömung können ganz verschwinden und der Fötus wie ein fremder Eindringling innerhalb des mütterlichen Körpers erfahren werden. Das kann bewußt sein und bis zu dem Punkt fortschreiten, daß die Frau Haß auf den Fötus entwickelt und versucht ihn abzutreiben. Unter derartigen Umständen ist mit Sicherheit die Pulsations-Funktion verschwunden, die bioenergetische Abfolge von Kontraktion und Expansion sowohl innerhalb der Mutter als auch innerhalb des Fötus. Unsere klinischen Erfahrungen weisen darauf hin, daß dieses Schwinden von Pulsation den Fötus für biopathische Erkrankungen später im Leben anfällig machen kann. Im Journal of Orgonomy berichtete ich von einem Fall einer schwerwiegenden Lähmung, die im Verlauf der Therapie aufgetreten ist. Auch einige andere Therapeuten berichteten über ernste Erkrankungen während der Therapie bei Patienten, die eine ähnliche Panzerung zeigten. In jedem dieser Fälle gab es Hinweise darauf, daß die Mütter der Patienten ihre Kinder nicht wollten; daß sie aktiv und bewußt die Schwangerschaft ablehnten und sie abtreiben wollten. (M. Ganz: „Functional Child-rearing“, Journal of Orgonomy, 10(2), November 1976)

Bei dem von Ganz erwähnten Artikel handelt es sich um Ganz: „Anorgonotic Paralysis as a Complication of Orgone Therapy“, Journal of Orgonomy, 8(1), November 1974.

Streß während der Schwangerschaft kann die Gefahr für Asthma beim Kind erhöhen. Forscher der Harvard Medical School in Boston untersuchten Unterschiede von Immunmarkern im Nabelschnurblut zwischen Kindern von Müttern, die in einer Umgebung mit einem hohen Streßfaktor leben und solchen mit einem niedrigen. Sie fanden große Unterschiede, die mit einem erhöhten Asthmarisiko für die Kinder verbunden sein können. Entsprechendes wurde vor kurzem bei Labormäusen an der Harvard School of Public Health in Boston nachgewiesen.

Die Entstellung funktioneller Wahrheiten durch den Kleinen Mann am Beispiel „Kinder der Zukunft“

26. Februar 2015

Ich habe manchmal ein ziemlich schlechtes Gewissen, wenn ich etwas über Reichs Konzept „Kinder der Zukunft“ schreibe. Reich selbst sah es als größtes Hindernis seines Projekts, daß Frauen unerfüllbare Ansprüche an sich stellen. Alles muß perfekt sein: eine Schwangerschaft, die das Embryo nicht belastet, eine „natürliche“ Geburt, ein perfekter Kontakt zum Baby, eine glückliche Kindheit, perfekte Selbstregulation und eine geradlinig verlaufenden Pubertät. Ein solch übermenschlicher Druck muß jede Mutter geradezu zermalmen, wenn sie das alles denn ernst nimmt.

Auf diese Weise trägt die Orgonomie (oder das, was sich dafür hält) zur allgegenwärtigen Versklavung der Frau bei. Sie muß wie ein gestylter Filmstar aussehen, eine „Sexgöttin“ sein, eine erfolgreiche Karriere vorweisen, unabhängig sein und schließlich soll sie noch „gesunde“ Kinder großziehen.

Tatsächlich zerstört das überwunden geglaubte Patriarchat heute die Frau mehr als jemals zuvor. Man denke nur mal an all die Ratgeber, nach denen sich Frauen richten sollen.

Die Generation meiner Mutter brauchte einfach nur Frau und Mutter zu sein, der Rest hat sich ergeben. Sie hat sich nicht von einem erdrückenden Perfektheitswahn tyrannisieren lassen.

Das Kern dieser Art von Tyrannei ist der Wahn des Frühen: je früher die Schädigung eintritt, desto schlimmer für das Kind. „Man kann einen einmal krumm gewachsenen Baum nicht mehr geraderichten.“ Was nichts anderes heißt, als daß man Fehler nicht wieder gut machen kann. Kinderkriegen und Kindererziehung als halsbrecherischer Drahtseilakt!

Der Psychologe Thomas O’Connor (University of Rochester, New York) hat gezeigt, daß Überbelastung in der Schwangerschaft zwar negative Folgen für die spätere Lern- und Denkfähigkeit des Säuglings hat, doch eine intensive Betreuung bis zur Krabbelphase die Beeinträchtigung wieder wettmachen kann.

Die Ungeborenen, die in einem hohen Maß durch die Mutter dem Streßhormon Cortisol ausgesetzt waren, zeigten im Alter von 17 Monaten bei einem Test ihrer kognitiven Fähigkeiten deutliche Schwächen. Die Beeinträchtigungen traten aber nicht auf, wenn die Mütter eine sehr intensive Beziehung zu ihrem Säugling aufgebaut hatten.

O’Connor sagt zu seinen Forschungsergebnissen:

Das ist eine ermutigende Nachricht für Mütter, denn die Schwangerschaft ist eine emotionale Erfahrung mit vielen Sorgen. Es ist sicher eine Erleichterung zu wissen, daß eine gute Elternschaft die Babys im Nachhinein gegen mögliche schädliche Folgen schützt.

Es ist sicherlich keine unzulässige Verallgemeinerung, wenn ich etwas schreibe, was an sich jeder selbst aus seiner eigenen Lebenserfahrung bestätigen wird können: in einem gewissen Umfang kann man wirklich alles wieder geraderichten. Nichts ist verloren!

Vor allem sollten wir aufhören, junge Mütter zu tyrannisieren. Ich jedenfalls schäme mich für den einen oder anderen verbalen Dolchstoß, den ich der einen oder anderen Mutter versetzt habe, deren Schwangerschaft eine Tortur war, die einen Kaiserschnitt hatte, das Baby mit der Flasche großgezogen hat, etc.pp.

Je besser es diese Mütter meinen, desto größer ist die Last, die sie erdrückt – und desto mehr Fehler machen sie.

Es gibt dazu ein eindeutiges mechanisches Äquivalent, dem Forscher in den USA in einer Studie nachgegangen sind:

Angesichts der enormen Anforderungen in der heutigen Gesellschaft haben viele Eltern Angst, ihrem Kind nicht genügend Anregungen zu bieten. Unter anderem deshalb gibt es inzwischen immer mehr Angebote zur Frühförderung von Kindern – von Babymassage und Babyschwimmen über PeKiP-Gruppen bis hin zu Babysprachkursen und Musik für Säuglinge. Vor allem in den USA werden solche Angebote von jungen Eltern zunehmend angenommen. „Die kognitive Stimulation der Säuglinge durch bestimmte Spielzeuge, Vorlesen und anderes, ist hier sehr stark ausgeprägt“, berichtet Koautorin Maria Gartstein von der Washington State University in Seattle. In einigen europäischen Ländern wie den Niederlanden ist dies dagegen weniger ausgeprägt.

Die Forscher fanden, daß in den USA die Babys zwar aktiver und stärker auf Reize reagierten, dafür aber auch häufiger ängstlich, frustriert und traurig waren. Sie brauchten länger, sich nach dem Schreien oder nach Streß wieder zu beruhigen. Niederländische Säuglinge waren zufriedener und sie waren leichter und schneller zu beruhigen.

Nach Ansicht von Gartstein und ihren Kollegen spiegelt die größere Zufriedenheit und Gelassenheit der niederländischen Kinder möglicherweise die andere Kultur im Umgang mit Säuglingen wider. „Für niederländische Eltern sind zwei Dinge besonders wichtig: Ihre Kinder nicht überzustimulieren und von Beginn an regelmäßige Zeiten für den Schlaf einzuhalten“, erklärt Gartstein. So wählen die Eltern die Zeiten für Besuchseinladungen von Freunden oder Familie meist so, dass der Schlafrhythmus der Kinder nicht gestört wird. „Mir fiel auch auf, daß die niederländische Eltern im Umgang mit ihren Kindern sehr viel weniger Spielzeug nutzten als die US-Eltern“, so Gartstein.

[youtube:https://www.youtube.com/watch?v=gSedE5sU3uc%5D

Orgonotischer Kontakt statt „Kinderbetreuung“

1. Februar 2015

Ein selbstgesteuerter Mensch kann Versprechungen machen, da er Eigner seiner selbst ist und weiß, was er will. Was er sagt, meint er auch so. Man kann sich auf ihn verlassen. Das macht die Institution der Ehe und die Organisierung von Arbeit und Handel erst möglich.

Spätestens seit 1968 sehen wir, wie im Rahmen der vermeintlichen „Selbstverwirklichung“ die Gesellschaft zerfällt: Worte sind bedeutungslos geworden, Beziehungen werden bei den kleinsten Unstimmigkeiten abgebrochen, Frauen „emanzipieren“ sich und sogenannte „Männer“ flüchten aus der Verantwortung. Die Kinder bleiben traumatisiert zurück (vgl. Max Stirner und die Kinder der Zukunft).

Wie Reich bereits 1925 in Der triebhafte Charakter ausführte, sind Menschen, die unter chaotischen Familienverhältnissen aufwachsen, bioenergetisch tiefgehender geschädigt als der „intakte“ Neurotiker (vgl. V.L. Whitener: „‚Where’s Papa?'“, Journal of Orgonomy, 37(1), Spring/Summer 2003).

In Der Neurologe & Psychiater (DNP, 12/04) berichtet Prof. W. Maier, Bonn, daß frühzeitige Traumatisierung den Zusammenhalt der synaptischen Verbindungen im Gehirn beeinflußt. Je früher ein Kind traumatisiert wird, desto nachhaltiger wird die Entwicklung der neuronalen Plastizität gestört. Folge ist eine erhöhte Vulnerabilität der Streß-Anpassungs-Systeme im Gehirn. Es kommt zur Reduktion der Neubildung von Nervenzellen und sogar zur Atrophierung des Hippocampus. Im späteren Leben führen dann alltägliche Belastungssituationen zu depressiven Zusammenbrüchen und die Hirnchemie muß mit Antidepressiva wieder ins Gleichgewicht gebracht werden.

Wissenschaftler an den Universitäten von Magdeburg und Jerusalem haben anhand von Experimenten bei Ratten herausgefunden, daß Streß während des letzten Drittels der Schwangerschaft auf jene Regionen des embryonalen Hirns wirkt, die für die emotionale Entwicklung wichtig sind. Außerdem gibt es drastische Unterschiede im Nervenwachstum in bestimmten Hirnregionen zwischen der weiblichen und männlichen Nachkommenschaft, was die unterschiedliche Anfälligkeit von Frauen und Männern für psychiatrische Erkrankungen erklären könnte. Beispielsweise sind Frauen für Depressionen anfälliger, Männer für ADHD.

Einen ähnlichen Einfluß hat die Abwesenheit des Vaters in der kindlichen Frühentwicklung. Bei einer besonderen Rattenart, bei der sich auch die Väter um die Aufzucht ihrer Nachkommenschaft kümmern, wurde der Vater von der Mutter und ihren Kindern ferngehalten. Die jungen Ratten entwickelten weniger Neuronenverbindungen in den emotionalen Zentren des Hirns, zeigten einen Mangel an Aktivität und reagierten nicht auf die Stimme der Mutter.

Die Parallelen zur menschlichen Gesellschaft sind evident: in einer sich zunehmend emotional infantilisierenden Gesellschaft lassen „Männer“ Schwangere sitzen, sind eifersüchtig auf die Zuwendung, die ihren Babys zuteil wird, und gehen deshalb eigene Wege. So perpetuiert sich das Elend.

Eine Untersuchung von Danuta Wasserman et al. vom Karolinska-Institut in Stockholm hat gezeigt, daß die Wahrscheinlichkeit einer Person Selbstmord zu begehen, teilweise bereits bei der Geburt festgelegt ist. Eine Untersuchung der Daten von 700 000 Erwachsenen ergab, daß bei geringem Geburtsgewicht oder einer sehr jungen Mutter das Suizidrisiko im späteren Leben um das Doppelte größer ist. Ähnlich ist es bei zu kurzen Babys (weniger als 47 cm).

Mal wieder die Gene? Reich zufolge kann auch der Uterus der Mutter als „Umweltfaktor“ betrachtet werden.

Der Organismus der Mutter ist im strengen Sinne nichts anderes als der erste „soziale Faktor“ des ungeborenen Embryos. (Der Krebs, Fischer TB, S. 296)

Michael Meaney von der McGill-Universität in Montreal berichtet, daß treu umsorgte Rattenkinder später in ihrem Leben Streß besser verarbeiten können. Das sorgsame Lecken und Putzen verändert bei den Rattenbabys langfristig „die Aktivität eines Gens im Hippocampus“, das bei der Streßverarbeitung im Gehirn eine zentrale Rolle spielt. Bereits in früheren Studien hatten Meaney und seine Kollegen herausgefunden, daß bei von der Mutter geputzten und geleckten Rattenbabys kurzzeitig die Aktivität des besagten Gens hochgefahren wird. Nun fand die Forschergruppe heraus, daß die mütterliche Fürsorge bis ins Erwachsenenalter hinein Umstellungen in dieser Genaktivität bewirkt, obwohl die Veränderungen durch unliebsame Behandlung rückgängig zu machen sind. Ratten, die als Babys viel Zuneigung erhalten, sind ihr ganzes Leben lang ausgeglichener und weniger ängstlich als Artgenossen, denen weniger Aufmerksamkeit zuteil wurde. Besonders bemerkenswert ist, daß die umsorgten Tiere sich auch um ihren eigenen Nachwuchs besonders sorgsam kümmern.

Und was den besagten „sozialen Faktor“ des Ungeborenen betrifft sagt Meaney:

Frauen, die während der Schwangerschaft ängstlich oder auch depressiv sind, bleiben meist auch nach der Niederkunft ängstlich oder depressiv. Es gibt jedoch Belege, daß die Prägung bereits während der Fetalentwicklung stattfindet. So konnten wir unlängst zeigen, daß das Gehirn von Neugeborenen, deren Mütter während der Schwangerschaft an starken Ängsten litten, ganz spezifische Veränderungen aufweist – und zwar in Regionen, die bei der Entwicklung von Angststörungen eine wichtige Rolle spielen.

Babys „ausschreien“ lassen, um sie nicht zu „verwöhnen“ und zu kleinen Erpressern zu erziehen, ist (jedenfalls in den ersten Wochen) kontraproduktiv. Zu diesem Ergebnis kommen Ian St James-Roberts und seine Kollegen von der University of London. Babys, die weniger in den Arm genommen und nicht sofort beruhigt wurden, weinten im Durchschnitt um 50% mehr in der 2. und 5. Lebenswoche. Und auch nach 12 Wochen, als sie zum dritten Mal untersucht wurden, schrieen sie immer noch häufiger als Babys, die – wie Babys behandelt worden waren

Emma Adam hat untersucht, wie Kleinkinder alltägliche Streßsituationen verarbeiten. Hatten die Eltern beispielsweise Eheprobleme, erhöhte das die Cortisolwerte und damit die Streßempfindlichkeit des Kindes. Dinge, die andere Kinder neugierig beäugten, führten bei solchen Kindern zu Tränen. Bei Kindern, die z.B. 15 Minuten am Tag von den Eltern in den Arm gehalten wurden, fiel die Streßreaktion deutlich schwächer aus und es ließ sich weniger Cortisol nachweisen.

Der Reichsche Orgonakkumulator

5. Januar 2015

Seit dem ORANUR-Experiment, d.h. seit Anfang der 1950er Jahre, wird die Anwendung des Orgonenergie-Akkumulators zunehmend problematisch. Reichs Tochter Eva Reich meinte dazu beispielsweise 1978, auf die Frage, ob man den Akkumulator in der Geburtsvorbereitung nutzen könne:

Ich wollte einmal sehen, ob ich die Geburt beschleunigen könnte, denn ich mußte weg und ich wollte einer Frau, die ein wenig überfällig war, beim Gebären helfen. Im Akkumulator zu sitzen, führt die Geburt nicht herbei, wie ich Iernte. Das tut es nicht, aber Dr. Reich empfahl den regelmäßigen Gebrauch des Orgonenergie-Akkumulators, um die schwangere Frau aufzuladen. Das war in den Tagen vor DOR und ich rate jetzt nicht mehr dazu. (…) Gut, nach der Geburt habe ich den Akku verwendet, weil ich einige Leute hatte, die eine beginnende Depression hatten, sich erschöpft fühlten, sich schlecht fühlten, das Gefühl hatten, sie wären überfordert, wenn sie nach Hause kommen, und in dieser Situation ist der Akkumulator von unschätzbarem Wert. Man kann tatsächlich eine Wochenbettdepression überwinden, indem man die Frau mit dem Akkumulator auflädt und sie beginnt zu fühlen, daß sie stark ist. Sie kamen zu meinem Haus und benutzten ihn in der Scheune. (Eva Reich: „Prevention of Neurosis: Self-regulation from Birth On“, Journal of Biodynamic Psychology, No. 1, Spring 1980)

Wie Stefan Müschenich in Der Reichsche Orgonakkumulator dokumentiert hat, eignet sich der Orgonenergie-Akkumulator insbesondere für die Wundheilung, sowohl bei der Erstversorgung als auch für chronische und ansonsten therapieresistente Wunden, etwa venöse Geschwüre an den Beinen. Es gibt nichts Besseres! Doch wie das anwenden in einem Krankenhaus?

Wie ich hier neulich berichtete:

Mir geht’s im Moment gar nicht gut. Komme gerade, wie in den letzten zweieinhalb Wochen von meinem täglichen Krankenbesuch im Krankenhaus. Ich war mal wieder erstaunt, wie frisch und gut da die Atmosphäre war. Nur wenn ich von der Cafeteria kommend zurück ins Zimmer ging und am MRT-Raum vorbeikam, spürte ich schlimmes ORANUR. Heute wurde mein Sorgenkind in die Gynäkologie verlegt, 30 oder 40 Meter weiter Richtung MRZ-Raum. Und ich wäre beinahe gestorben: selten in meinem Leben, daß ich das ORANUR so intensiv gespürt habe. Eine unerträgliche Spannung in meinem Gesicht, Herzschmerzen (sic!) und das charakteristische Gefühl, als hätte ich beim Lackieren giftige Dämpfe eingeatmet. Man hat das Gefühl, es sei stickig, dabei stehen die Fenster auf. Als ich mit dem Fahrrad nach Hause fuhr, war mir Hundeelend.

Schockierenderweise war das in der GYNÄKOLOGIE! So werden hier Kinder auf der Welt begrüßt! Und was mich vielleicht noch mehr trifft, als mein gegenwärtiges körperliches Elend: die Krankenschwestern, die anderen Patienten und die Ärzte – alle das blühende Leben. Ich verstehe diesen Planeten nicht. Die Zombie-Apokalypse und ich mittendrin! Noch weniger verstehe ich, daß ORANUR so „ortsgebunden“ ist. Als wäre um den MRT-Raum eine wohldefinierte „ORANUR-Blase“, außerhalb der alles OK ist. Theoretisch würde man doch annehmen, daß das ORANUR graduell abnimmt, aber nein, es ist wie eine Mauer, durch die man geht. In abgeschwächter Form und weniger eindeutig ist es, wenn man ins Umland hinausfährt: Hamburg steckt unter einer ORANUR-Glocke.

Immerhin gibt es andere Möglichkeiten, die vom DOR sozusagen „emanzipiert“ sind. Chemisches Äquivalent der Lebensenergie Orgon ist der atmosphärische Sauerstoff, den wir einatmen (Das ORANUR-Experiment II, S. 185, 308).

Je mehr Sauerstoff an eine Wunde kommt, desto schneller und besser verläuft der Heilungsprozeß.

Wissenschaftler der Ohio State University sind auf die Idee verfallen, Plastiktüten mit reinem Sauerstoff aufzublasen und so auf die Ränder der Wunden zu kleben, daß sie sozusagen ein lokales Sauerstoffzelt bilden. Die Patienten, darunter Diabetiker, wurden so 90 Minuten am Tag behandelt. Mittels dieser denkbar einfachen Prozedur heilen auch hartnäckige Wunden, etwa venöse Beingeschwüre, schneller. Sie heilen sogar besser und vollständiger als Wunden, die man mit den allermodernsten Methoden chirurgisch behandelt oder bei denen man die neusten synthetischen Wachstumsfaktoren zur Anwendung bringt. Besonders bemerkenswert war der überraschend geringe Grad von Narbenbildung. Auch für die Erstversorgung bei Katastrophen und auf dem Schlachtfeld wäre die Plastiktüte einsetzbar.

Es ist wirklich alles so, wie bei der Wundversorgung mit Orgonenergie!