Posts Tagged ‘Schulmassaker’

Einen Punkt setzen

6. August 2017

Ich kann mich lebhaft an eine Diskussion mit einem Freund erinnern. Wir saßen in der Küche und sprachen über unser Rechtssystem. Meine Idee war, was wäre, wenn ein Mann in einem hermetisch abgeschlossenen ABC-Anzug, der keinerlei Spuren hinterläßt, hereinstürmen würde, das Küchenmesser aus meiner Hand risse und meinem Freund ins Herz stieße? Oder umgekehrt, was wäre, wenn ich ihn ersteche und behaupte der unbekannte „ABC-Mann“ wäre es gewesen. Wer wollte mir jemals das Gegenteil beweisen! Es gibt keine Zeugen? Er hat sich halt aufs Grundstück geschlichen oder das Schweigen der Zeugen wurde von der Mafia, der CIA oder wem auch immer erzwungen. Meine Fingerabdrücke befänden sich auf dem Messer? Ich habe damit gegessen! Und was alle anderen Spuren betrifft: wir haben eine Stunde zusammen in der Küche gesessen und er ist in meinen Armen gestorben! Welches Gericht der Welt will mich verurteilen?!

Die Antwort ist einfach: jedes Gericht der Welt! Es gibt so etwas wie eine Lebenswirklichkeit und die von mir aufgetischte Geschichte ist einfach lebensfremd. Hinzu kommt das Prinzip des Rechtsfriedens: man kann nicht alles bis in alle Ewigkeit widerkäuen, denn dann gäbe es keine einzige Verurteilung. Oder nehmen wir die unrühmliche Geschichte von Lee Harvey Oswalds Mord an Kennedy. Niemand kann 100prozentig ausschließen, daß Oswald tatsächlich unschuldig war, aber dann gäbe es kein einziges Mordurteil. Niemals und nirgendwo! Schließlich sind Staatsanwälte, Richter und Geschworene keine unfehlbaren Götter, sondern nur fehlbare Menschen. Bis es nicht irgendwelche neuen und umstürzenden Erkenntnisse gibt, ist eine Diskussion über Oswald oder irgendeinen anderen überführten Mörder vollkommen sinnlos.

Derartige Debatten haben nur eine Funktion: Verwirrung zu stiften. Das ist eine der Haupttaktiken der Emotionellen Pest. Eine Arbeitsgruppe arbeitet produktiv zusammen, man kommt zu Ergebnissen und es geht voran. Und dann betritt der pestilente Charakter (oder auch nur ein akut an der Pest erkrankter!) die Szene und bringt alles mit „neuen Gesichtspunkten“ durcheinander. Die einzige Funktion dieser „neuen Gesichtspunkte“ ist es vom Wesentlichen abzulenken. Und es ist ja nicht so, daß der Störer unbedingt falsch liegen muß, vielmehr ist in diesem Moment die von ihm präsentierte Wahrheit nicht zielführend. Man betrachte nur, wie sich Reich hoffnungslos in einem unentwirrbaren juristischem Wirrwarr verfangen hatte, nachdem ihm von dem Modju Michael Silvert eingeredet wurde, man müsse die objektive Wahrheit durchsetzen und sich nicht von Anwälten in juristische Spitzfindigkeiten verwickeln lassen. Abstrakt und „idealistisch“ betrachtet hatte Silvert vollkommen recht, doch das Ergebnis in der realen Welt war, wie gesagt, ein wirklich unentwirrbarer juristischer Wirrwarr.

Abstrakt und „idealistisch“ betrachtet hätte tatsächlich der „ABC-Mann“ meinen Freund erstechen können, könnte Oswald vollkommen unschuldig gewesen sein, etc.pp. Sich auf dieses Spiel einzulassen, bedeutet in die Falle zu tappen. Übrigens ist das auch der tiefere Grund für all die Spaltungen in der Orgonomie nach Reichs Tod. Immer ging es darum, daß Dr. Elsworth F. Baker und nach ihm Dr. Charles Konia sich gegen Leute wenden mußten, die die Orgonomie hoffnungslos vom Weg abgebracht hätten. Man muß den Mut haben einen Punkt zu setzen.

Hierher gehört auch die Sache mit dem gestern erwähnten David Jacobs. Er ist Historiker und die Geschichtswissenschaft gehört zu den aufwendigsten Studienfächern überhaupt, weil man angesichts der überwältigenden Materialfülle lernen muß, das Wichtige vom Unwichtigem, das Charakteristische vom Zufälligen zu scheiden. So ist Jacobs auch ans UFO-Phänomen herangegangen, hat gesehen, daß hinter all den Geschichten ein wahrer Kern stecken muß und hat Jahrzehnte damit verbracht diesen Kern freizulegen. Sein Ansatz war dabei, sich nicht durch das verwirrende Material von der Wahrheitssuche abbringen zu lassen, sich auf das Wesentliche, den besagten „Kern“ zu konzentrieren und nicht Passendes als „Konfabulieren“ zu entlarven, d.h. als falsche Aussagen aufgrund von Fehlwahrnehmungen und Gedächtnisstörungen. Das Hauptkriterium dabei ist, ob etwas unabhängig voneinander von unterschiedlichen Zeugen bestätigt wird. Es ist ähnlich wie beim Fall Oswald: natürlich gibt es immer wieder einzelne Zeugen und Aktennotizen, die nicht zum Gesamtbild passen, aber das entspringt nach aller Lebenserfahrung mit einiger Sicherheit „Konfabulation“. Praktisch bei jedem Fall, etwa von „Schulmassakern“, gibt es hier und da Zeugen, die einen „zweiten Schützen“ gesehen haben wollen. Nochmals: man muß den Mut haben einen Punkt zu setzen oder man wird nichts, rein gar nichts zuwege bringen!

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Ein Leben in Zwangsjacke und Gummizelle

23. Juni 2017

Als Kind wäre ich in der Schule beinahe draufgegangen. Mich hat dieser ganze Müll an der Tafel nicht die Bohne interessiert. Ich wollte nur eins: den ganzen Tag die mit allen möglichen und unmöglichen exotischen Pflanzenkeimlingen aus dem nahen Hafen verwilderte Industriebrache durchkämmen und am Ufer des Tidekanals nach dem suchen, was aus der Nordsee bis nach Hamburg angespült wurde. Ich wollte mich BEWEGEN. Heute würde man mich vielleicht mit der Droge Ritalin vollpumpen. Ich kann jetzt noch spüren, wie die Energie in meinem Körper rebellierte und wütete. Und diese verlogenen Schweine regen sich über das Schicksal von Legehennen auf!

Dazu berichtet die ÄrzteZeitung für Neurologen und Psychiater (Juni 2017) über ein interessantes Projekt aus Bremen. Seit Februar stehen Heimtrainer in einer 5. Klasse. Sie sind mit hohen Tischen ausgestattet, so daß die Kinder ihre Schularbeiten machen können, während sie in die Pedale treten. Erstmals eingeführt wurden sie 2007 von einem Gymnasiallehrer und Sportwissenschaftler in Wien. Die Schüler können sich besser konzentrieren, die Noten und das Sozialverhalten verändern sich zum Besseren.

Die Idee ist so lächerlich einfach und naheliegend, daß man sich fragt, warum nicht schon längst jemand auf sie verfallen ist. Haben denn die Leute nie Jungtiere beobachtet, die von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang ununterbrochen herumtollen? Und was machen wir! Wir wickeln („pucken“) Babys, Sperren Kinder in Zuchthäser („Schulen“) und haben selbst nichts besseres zu tun, als vor Bildschirmen zu hocken. Es ist ein schieres Wunder, daß es nicht öfter Schulmassaker und Amokläufe gibt!

Ein bioenergetischer Blick auf Verschwörungstheorien

22. März 2017

Die Sache mit den Verschwörungstheorien, insbesondere hinsichtlich „9/11“ war stets ein zentraler Streitpunkt auf diesen Blog. Früher, als ich noch ferngeschaut habe, etwa Colombo mit Peter Falk, habe ich regelmäßig die Augen verdreht, wenn irgendwelche „Widersprüche“ den Täter zu Fall gebracht haben. Mein Gott, das ganze Leben ist voller „Ungereimtheiten“ und zum Glück steht man heutzutage als Beschuldigter einer objektiven Kriminaltechnik gegenüber und ist nicht mehr trotteligen Gehirnakrobaten a la Colombo ausgeliefert.

Man nehme etwa das Schulmassaker von „Sandy Hook“, wo Verschwörungstheoretiker beispielsweise auf den Vater eines („angeblich“) ermordeten Kindes verweisen, der zunächst vollkommen entspannt ist, lächelt und scherzt, um dann, kaum daß er vor die Fernsehkameras tritt, anfängt zu schluchzen und zu weinen. Diese „Ungereimtheit“ sei ein „Beweis“, daß das ein Schauspieler war, der Teil eines großangelegten Fakes sei. Nein, es ist ein Beweis, daß die Sache authentisch ist, denn jeder Schauspieler der Welt würde sich lange vorher auf diese schwierige Rolle eintunen. Wer an Filmsets war, weiß, daß Schauspieler lange vor dem Filmen „in der Rolle sind“ und auch lange brauchen, um da wieder rauszukommen. Wenn einen etwas emotional überfordert, macht man die verrücktesten Dinge, bekommt etwa einen Lachanfall (sic!), wenn das eigene über alles geliebte Kind ermordet wird. Und dann wird man aus dieser akuten seelenschützenden Psychose herausgerissen, weil man berichten muß, was passiert ist. Verschwörungstheoretiker sind manchmal derartig weltfremd, – wollen uns aber die Welt erklären!

Zu dieser Weltfremdheit gehört auch mangelndes naturwissenschaftliches und technisches Wissen. Vielleicht sollte man sich vorher mit Ballistik, Akustik und Waffentechnik beschäftigen, bevor man auf entsprechende vermeintliche „Widersprüche“ bei Schulmassakern hinweist! Oder mit Videotechnik, bevor man behauptet, daß bestimmte Dinge „eindeutig“ im Studio gedreht wurden!

Andere Verschwörungstheorien sind wegen ihrer Komplexität zwar schwer bis gar nicht zu beweisen bzw. zu widerlegen, aber trotzdem vertretbar. Man nehme etwa die Theorie, daß der überbordende Drogenkonsum in den USA im letzten halben Jahrhundert auf den KGB und das CIA zurückgeht. Daß die Chinesen über das „Goldene Dreieck“ und die Russen über Kuba und die lateinamerikanischen „Befreiungsbewegungen“ jedes Interesse hatten, die USA buchstäblich zu vergiften, liegt auf der Hand. Und daß das CIA jedes Interesse hatte, eine aus ihrer Sicht zum Kommunismus neigende Jugend buchstäblich lahmzulegen, ist ebenfalls offensichtlich. Timothy Leary hat offen damit geprahlt Einflußagent des CIA zu sein!

Und schließlich gibt es Verschwörungen, die einen geradezu ins Gesicht springen. Dazu gehört etwa Pizzagate. Alles fing mit Wikileaks‘ Veröffentlichung von John Podestas Emails an. Podesta ist einer der einflußreichsten Männer der Welt und trotzdem gehörte er zu denen, die Paßwörter wie „Passwort“ wählen! Seine Emails waren voll von kryptischen Verweisen auf „Pizza“, „Pasta“ und etwa „Landkarte“ und zwar in Zusammenhängen, die keinerlei Sinn machen. Er beschäftigt sich mit „Pizza“ über eine Stunde lang, fragt, ob er besser auf „Pasta“ oder auf „Pizza“ „Domino spielt“! Zunächst glaubte die Webcommunity, daß sich dieser offensichtliche Code vielleicht auf Drogen bezog, bis jemand entdeckte, daß diese Wortwahl FBI-Agenten nur zu wohlbekannt ist: „Pizza“ steht für kleine Jungs, „Pasta“ für kleine Mädchen, „Domino“ für Dominanz bei SM und „Landkarte“ (map) für Handtuch: das Handtuch, das beim Mißbrauch unter das Baby, Kleinkind oder Kind gelegt wird und das so gefährlich ist, weil von ihm genetisches Material abgelesen werden kann, das zum Täter führt (daher „Landkarte“).

Wie hat Podesta reagiert? Indem er auf die Massenmedien verwies, die das alles „debunked“ hätten. Wie haben sie das gemacht? Es wurde einfach behauptet, daß nichts an der Geschichte dran sei und nichts mehr darüber berichtet. Währenddessen ist die Webcommunity über eine Merkwürdigkeit nach der anderen gestoßen. Etwa den bizarren Pizzakult bei pornographischen (sic!) Teen Stars (sic!) wie Miley Cyrus und Katy Perry, Macaulay Culkin, etc. etc.

Es gibt zwei Arten von Wahnsinn: Zusammenhänge zu sehen, wo keine sind, und Zusammenhänge zu leugnen, die sich einem aufdrängen. Ein Beispiel für beiderlei Wahnsinn ist die Political Correctness: du sagst die denkbar harmlosesten Dinge, wirst aber als „Nazi“ hingestellt, indem durch abenteuerlichste mentale Verrenkungen irgendwelche nichtexistierenden Verbindungen gezogen werden, während umgekehrt die offensichtlichsten Verbindungen, wie sie etwa Sarrazin statistisch unterlegt hat, schlichtweg geleugnet werden. Man fühlt sich wie im Irrenhaus! Der gemeinsame Nenner ist die von Reich beschriebene bioenergetische Kontaktlosigkeit.

Der möderische Haß auf das Lebendige (Teil 1)

18. Februar 2015

Stefan Müschenich hat in seinem Buch Der Gesundheitsbegriff im Werk des Arztes Wilhelm Reich (S. 246) darauf hingewiesen, daß das, was Reich in Charakteranalyse als „Emotionelle Pest“ beschrieben hat, zu einem Gutteil mit jenem Verhalten am Arbeitsplatz identisch ist, das heutzutage als „Mobbing“ bezeichnet wird.

Dieser Punkt findet Unterstützung durch eine psychologische Studie von Thomas Rammsayer und Kathrin Schmiga, Universität Göttingen.

Zuvor war man davon ausgegangen, daß vor allem psychisch weniger stabile, sensible Menschen der dauerhaften Boshaftigkeit ihrer „Kollegen“ ausgesetzt seien, doch dann fanden 2003 die beiden Forscher zur eigenen Überraschung, daß in der Arbeitswelt neugierige, kreative und „offene“ Menschen genauso leicht zu Mobbing-Opfern werden. Nicht nur der bekannte Risikofaktor „Neurotizismus“ mache angreifbar, sondern auch das Merkmal „Offenheit“. Das bedeutet, daß nicht nur Abweichungen nach „unten“ (also ängstliches, nervöses, „verdruckstes“ Verhalten), sondern auch nach „oben“ erbarmungslos eingeebnet werden. Wer nicht ins Mittelmaß paßt, wird ausgegrenzt, teilweise schlichtweg vernichtet.

Unter Kindern und Jugendlichen sind, so der Kinder- und Jugendpsychiater Josef Kirchner, insbesondere sensible, mitfühlende und aggressionsarme Schüler gefährdet, Mobbing-Opfer von Gleichaltrigen zu werden („Amokläufer von heute – Mobbingopfer von gestern“, Der Neurologe & Psychiater, DNP, 10/09).

Besonders fatale Folgen zeitigt jedoch die Ausgrenzung von „Grenzautisten“. Es handelt sich dabei zwar nicht um eigentliche Autisten, doch mangelt es auch ihnen an sozialer Wahrnehmung und an emotionaler Empathie.

In ihrer eigenen Altersgruppe werden sie von den meisten gemieden oder gar gemoppt, da sie durch ihre soziale Unbeholfenheit andere oft genervt haben, ohne es zu merken. Sie erleben nur ihre eigene emotionale Bedürftigkeit, ohne die des Gegenübers wahrnehmen zu können. Daher werden sie als rücksichtslos erlebt.

Der durch vollkommene Gefühlskälte gekennzeichnete Ablauf von Schulmassakern wäre klassisches Verhaltensmuster von Grenzautisten. Typisch sei beispielsweise das Fehlen von jedweder Lust an der Erniedrigung der Opfer. Es ist ein vollkommen mechanisch ablaufendes Geschehen, in dem nicht einmal das Gefühl sadistischer Lust auftritt. Und dies, obwohl Opfer gezielt ausgewählt und bestraft werden.

Was tun? Kirchner weist darauf hin, daß es schon immer Grenzautisten gegeben hat (er nennt Newton und Einstein als Beispiele). Er fordert dazu auf, die Unterschiede zwischen den Schülern zu akzeptieren und die unterschiedlichen Normvarianten nicht zu pathologisieren. Es sei ein Unding, wenn sogar Psychopharmaka hinzugezogen würden, nur um bestimmte Gruppen ans Schulsystem anzupassen.

Was diese Gesellschaft braucht, ist mehr Toleranz gegenüber jenen, die nicht ins Muster passen. Wir sind zwar stolz auf den angeblichen „Individualismus“ in dieser Gesellschaft, tatsächlich ist der Anpassungsdruck aber stärker als jemals zuvor. Wer nicht paßt, „wird passend gemacht“. Die Individuen werden in den Seelentod, teilweise sogar den physischen Tod getrieben. Manche treibt die Erniedrigung in den Amoklauf.

Die „Anpassung“ erfolgt mit den Mitteln des Terrors und der Verhaltensmodifikation (wobei sogar zur Chemie gegriffen wird). Die Folgen sieht man in der Wirtschaft und Politik, wo es kaum noch Führungsfiguren mit Ecken und Kanten gibt (ein Herbert Wehner oder Franz-Josef Strauß wäre heute schlichtweg undenkbar – stattdessen nur die leeren Gesichter von Sparkassenangestellten), in der Wissenschaft (die trotz des angeblich exponentiell ansteigenden Wissens zunehmend verflacht – Fach-Idioten) bis hin zum Alltag (wo es trotz der schreienden Neurosen und Perversionen immer weniger „Originale“ gibt).

Jedes Kind ist wißbegierig. Ich habe meinen Eltern Löcher in den Bauch gefragt und konnte es kaum abwarten, nach der Schule, diesem Totenhaus, nach Hause zu kommen, um Bildungsfernsehen zu sehen, das X-Magazin und Sachbücher zu lesen. Die Funktion der Schule in der gepanzerten Gesellschaft ist es, dieses Feuer zu ersticken, diese lebendige Expansion einzuschränken. Liebe, Arbeit und Wissen sind die Quellen unseres Lebens. Die Lehrerschaft verkörpert das genaue Gegenteil.

Eine Fernsehdokumentation regt zur Diskussion über Schüler, Schulen und Lehrer an. Folgender Absatz ist bezeichnend für den Zustand unserer Lernfabriken:

Sabine Czerny ist Grundschullehrerin in Bayern und überzeugt: „Alle Kinder können lernen.“ Sie kritisiert, daß viele ihrer Kollegen, statt die Freude am Lernen zu fördern und die Kinder für ihre Leistungen zu loben, in erster Linie Druck auf die Schüler aufbauen. Ihr selbst gelang es in ihrer Klasse, daß die Kinder plötzlich Spaß am Schulstoff hatten. Als jedoch damit die Noten der Schüler immer besser wurden, erklärte man Czerny, daß es auch in ihrer Klasse „Fünfer und Sechser“ geben müsse. Schließlich mußte die Lehrerin die Schule wechseln. Czerny macht deutlich, daß Kinder nicht an ihren Fähigkeiten und an ihrem Können scheitern, sondern am System.

Anläßlich seines 75. Geburtstages 2004 sagte der mittlerweile verstorbene Schriftsteller Walter Kempowski, einst selbst Dorfschullehrer in Niedersachsen, heutzutage würde er lieber Taxifahrer werden als Lehrer.

Die 68er haben die Pädagogik restlos zerstört. Das ganze Schulsystem, so wie es heute ist, ist menschenfeindlich geworden. (…) Es war ein großer Fehler, die kleinen Dorfschulen zu schließen. Jetzt beklagen sich dieselben Leute, die das veranlaßt haben, darüber, daß die Kinder sich im Schulbus prügeln. Was sollen die sonst tun?

Seiner Meinung nach müßte die Pädagogik wieder an die Reformbewegung der 1920er Jahre anknüpfen. „Damals waren wir weiter als heute.“

In Der politische Irrationalismus aus orgonomischer Sicht wird gezeigt, daß das Wirken der Sozialisten (beschönigend „Sozialdemokraten“ genannt) und „modern liberals“ (pseudo-liberale Kommunisten!) ein integraler Bestandteil der Ausbreitung der emotionalen Wüste ist. Mit maschinenhafter blinder Konsequenz ver-wüsten die kontaktlosen Sozialingenieure unsere letzte Hoffnung: die Kinder der Zukunft. Die „PISA-Katastrophe“, für die ihre „Bildungsreformen“ verantwortlich sind (man denke nur an die „Verwissenschaftlichung“ der Lehrerausbildung!), veranlaßt sie, alles zu mobilisieren, um noch mehr Schulzentren und Gesamtschulen zu errichten und die Kinder nicht nur am Vormittag, sondern in Zukunft ganztags „über einen Kamm zu scheren“.

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Die wirkliche Ursache der „Bildungskatastrophe“ wird jedoch auch von Konservativen nie angeschnitten (für Linke ist sie eh ein absolutes Tabu!). Jeder weiß aus eigener Erfahrung, daß Lehrer im allgemeinen weitaus neurotischer strukturiert sind als der Rest der Bevölkerung. Ich wage sogar die Generalisierung, daß die Sprößlinge von Lehrern fast ausnahmslos psychisch extrem auffällig sind. Jaja, man darf nicht generalisieren – aber man frage einen beliebigen Psychotherapeuten, der seit einigen Jahren im Geschäft ist. Außerdem sind wir ja alle Experten, was Lehrer betrifft – und unsere Kinderaugen waren unbestechlich.

Die Hauptqualifikation für einen Lehrer sollte ein erfülltes Liebesleben sein, um fähig zu sein, mit den Kindern emotional mitzuschwingen. Die Lage wäre dann jedoch vollkommen hoffnungslos, denn an sich dürften nur Leute Lehrer werden, die in Orgontherapie sind und einen Kurs in sozialer Orgonomie abgeschlossen haben. Vollkommen utopisch und selbst in einer Million Jahren nicht realisierbar. Das bringt mich zurück zu meinem Helden Walter Kempowski:

Ein funktionelles Leben erzwingt ein funktionelles Verhalten. Lehrer in kleinen „Dorfschulen“ haben gar keine Chance ihre Neurose auszuleben, weil sie sich nicht hinter einer Institution verstecken können. Sie müssen auf die Schüler eingehen, ständig in Kontakt sein. Die Arbeit selbst wird zur „Therapie“.

Dieses Land benötigt eine konservative Revolution im Sinne eines Kempowski oder eines Joachim Fest. Beide waren fast schon archetypische Verkörperungen des „konservativen Charakters“, der von allen Charaktertypen innerhalb der gepanzerten Gesellschaft dem genitalen Charakter noch am nächsten kommt. Um was es geht, zeigt der Titel von Fests 2006 erschienenen Beschreibung der ersten zweieinhalb Jahrzehnte seines Lebens: Ich nicht.

Der konservative Charakter hat so viel „Restkontakt“ zum eigenen bioenergetischen Kern, daß er sich den irrationalen Massen, den „modernen Ideen“, dem Anpassungsdruck an die schwachsinnigen Normen des angeblichen „Fortschritts“ nicht unterwerfen muß. Er ist der einzige vernunftbegabte Erwachsene in einem Meer von verzogenen Kindern, die wie Lemminge ihrem sicheren Untergang entgegentrotten.

Linksliberale sind gemeingefährliche Irre!

10. Juli 2014

Man betrachte die Veranstaltungen konservativer Politiker. Die Störer, mit ihren Pfeifkonzerten, ihrem unflätigen Benehmen, ihrem provokanten Auftreten halten sich für „Antifaschisten“, doch ihr Aufstand gegen das „Establishment“ ist nur infantile Rebellion gegen den Vater. Imgrunde demonstrieren sie für mehr Taschengeld („soziale Gerechtigkeit“).

Welcher Infantilismus die Linke prägt, zeigt folgender Aufkleber von www.attac-netzwerk.de: „Her mit dem schönen Leben – eine andere Welt ist möglich!“ Oder wie Die Linke vor einigen Jahren plakatierte: „Reichtum für alle!“

Es ist gruselig, wenn unser Souverän, der Kleine Mann, sich in politischen Radio- und Fernsehsendungen zu Wort meldet. „Die da oben….“ Schaum vor dem Mund kriegt er, wenn von Israel und der „Siedlungspolitik“ die Rede ist. Von den unsinnigen Verschwörungstheorien will ich erst gar nicht anfangen… Aufklärung verpufft, als würde man mit grenzdebilen Kultanhängern sprechen:

[youtube:http://www.youtube.com/watch?v=AeXMoWmu0TU%5D

Die Massenpsychologie des Faschismus wird heute insbesondere durch die Renaissance des Peace-Zeichens evident, z.B. als Emblem des Fernsehsenders VIVA oder bei Schülerdemos in Hamburg. Die irrationalen Massen werden unbewußt von Sexualsymbolen bewegt: sei es das Hakenkreuz (die genitale Umarmung – siehe dazu Reich: „Die Symbolik des Hakenkreuzes“ Massenpsychologie des Faschismus), die SS-Rune (ein homosexueller Akt – Der Blaue Faschismus) oder das Friedenssymbol (die Vulva – Paul Mathews: „The Biological Miscalculation and Contemporary Problems of Man“ Journal of Orgonomy, May 1970).

Das Friedenssymbol zeigt, worum es bei den pubertierenden Friedensdemonstranten wirklich geht: Rebellion gegen die durch bedrohliche Männer („Cowboys“) vertretene „Phallokratie“ („die Arroganz der Amerikaner und Israelis“) bei gleichzeitiger Sehnsucht nach innerem „Frieden“. Entsprechend symbolisierten das Hakenkreuz und die SS-Rune den Sexualakt – wurden aber als Sinnbild von patriarchalischer Ehrenhaftigkeit und Treue präsentiert.

Es ist wie 1933 und „1968“: eine geistig verwahrloste, von den pestilenten, antiamerikanischen und antisemitischen Todfeinden des Westens (und damit des Lebendigen) in die Irre geführte Jugend. Im Fernsehen habe ich mal ein riesiges Banner bei einer Friedensdemonstration von Schülern gesehen: „Stoppt Illuminaten!“

Wie Reich in Massenpsychologie des Faschismus dargelegt hat, ist Politik ganz allgemein eine Krankheit, die aus der Kindlichkeit der Massen hervorgeht und diese weiter zementiert.

Im antifaschistischen Kampf muß darum die Frage sein, welche politische Partei am wenigsten an diese Hilflosigkeit appelliert und durch ihre Programme perpetuiert.

Da Politik an sich eine pathologische Erscheinung ist, können wir immer nur das kleinstmögliche Übel wählen. So weit so gut – das paßt in normale Zeiten, aber ich glaube, daß mittlerweile die linksliberalen Geisteskranken nicht mehr anders als durch einen Militärputsch… Für die USA ist das alles andere als abwegig:

[youtube:http://www.youtube.com/watch?v=3_EzkAFOAAA%5D

Dank der linksliberalen Irren ist der europäische Bürgerkrieg ohnehin bereits in vollem Gange. Wenn du dich traust: gehe heute Abend durch Billstedt in Hamburg, durch Kreuzberg in Berlin, durch Duisburg oder durch Mülheim in Köln spazieren. Viel Vergnügen!

Der Linksliberale identifiziert sich mit den Ausgestoßenen dieser Gesellschaft. Das ist Ausdruck seiner Rebellion gegen den Vater (das „Establishment“). Diese Rebellion geht einher mit Angst und Schuldgefühlen: das erstere drängt ihn zu „Lösungen“ sofort, jeder Aufschub wäre verheerend, das letztere dazu, zwanghaft vermeintlich „Gutes“ zu tun und sich in Dinge einzumischen, die er nicht überblicken kann. Sein Modus operandum ist eine herablassende, selbstgerechte Intellektualität, gegen die kein auch noch so rationales Argument ankommt (siehe Bakers Der Mensch in der Falle).

Ein typisches Beispiel für die Destruktivität des linksliberalen Geistes bot der Stern vor einigen Jahren (8.3.02):

Seit fast 30 Jahren sitzt Wilfried Sabasch in der Psychiatrie. „Nicht therapierbar“, lautete die Prognose. Im Auftrag des Stern untersuchte jetzt der renommierte Mainzer Psychiater Johann Glatzel den Häftling. Sein Urteil: „Der Mann muß raus, und zwar sofort.“

Sabasch saß seit 1971, weil er zwei Frauen angefallen und die Slips heruntergerissen hatte. 1981 war er ausgebrochen und hatte ein junges Mädchen angefallen, dem er ebenfalls den Slip herunterriß.

Obwohl die Klinikleitung gewarnt hatte, daß sich sein Zustand im Laufe der Jahre verschlechtert habe, er unberechenbar und aggressiv sei, wurde er auf Druck der Medienkampagne im Mai 2002 freigelassen. Wenig später fiel er eine 20jährige an, steckte ihr eine Pistole in den Mund, fesselte sie mit Handschellen, vergewaltigte sie eine Stunde und zwang sie dann für ihn Geld von ihrem Konto abzuheben. Es besteht der Verdacht, daß er vor seiner Festnahme weitere Frauen mißbraucht hat.

Oder man erinnere die grotesken Reaktionen der Medien auf das Schulmassaker von Winnenden. Wie Ernst Wilhelm in seinem überragenden Blog ausführt, wird typischerweise von der linksliberalen Presse und „Experten“ nie der Täter, sondern die Umstände (das Waffenrecht, die fehlende „Medienerziehung“, die Schulpolitik, das Leistungsdenken, gar der Kapitalismus an sich) für solche Taten verantwortlich gemacht. Niemand scheint auf den Gedanken zu kommen, daß vielleicht genau dieses vulgär-marxistische Denken, das den potentiellen Täter von jeder Verantwortung, d.h. von seinem Gewissen, befreit, für die Opfer verantwortlich ist. Charakteristischerweise stellen diese kindischen Analytiker jetzt ausgerechnet jene Menschen an den Pranger, die traditionell für Selbstverantwortung, Selbstverteidigung und Bürgersinn stehen: die Schützenvereine. Das „Establishment“, die ultimative geradezu karikaturhafte Vaterfigur („der Schützenkönig“), ist verantwortlich und muß „entwaffnet“ werden!

Der Linksliberale vertritt eine vollständig bizarre, realitätswidrige, geisteskranke Ideologie. Er ist irre, er verteidigt Irre, er unterstützt Irre und er produziert Irre. Er ist wirklich klinisch irre:

Nachdem er über 35 Jahre hinweg über 1500 Patienten in seiner Praxis und über 2700 Fälle in der Forensik diagnostiziert und behandelt hat, ist ein amerikanischer Psychiater am Ende seiner Laufbahn zu dem Schluß gelangt, daß der „liberal mind“, d.h. die linksliberale und sozialdemokratische Ideologie das Produkt einer Geisteskrankheit ist. Sozialdemokraten, Grüne, Linke, Piraten (sic!), etc. gehören in die Psychiatrie: sie sind emotional schwerwiegend gestört – und haben in den Parlamenten, gar in der Regierung nichts verloren!

In seinem Ende 2006 erschienen Buch The Liberal Mind: The Psychological Causes of Political Madness führt Dr. med. Lyle H. Rossiter aus, daß die Linken unsere Freiheiten auf der Grundlage von auffallend irrationalen Annahmen und Emotionen untergraben.

Wie verzogene und zornige Kinder rebellieren sie gegen die normale Verantwortung, die Erwachsene zu tragen haben, und verlangen, daß eine führsorgliche Regierung sie von der Krippe bis zur Bahre umhegt und versorgt.

Den liberalism von Leuten wie Hillary Clinton und Hussein Obama könne man, so Rossiter, nur als Geisteskrankheit verstehen.

Ein Sozialwissenschaftler, der die menschliche Natur kennt, wird nicht die zentrale Rolle der freien Wahl, der freiwilligen Zusammenarbeit und der moralischen Integrität abtun – wie es die liberals tun. Ein verantwortlicher Politiker, der die menschliche Natur versteht, wird die individuellen Unterschiede, was Talent, Antrieb, Arbeitsmoral und die Anziehungskraft, die der einzelne auf andere ausübt, angeht, nicht ignorieren und versuchen, ökonomische und soziale Gleichheit der Bevölkerung aufzuzwingen – wie es die liberals tun. Und ein Gesetzgeber, der in der Natur des Menschen bewandert ist, wird nicht ein Umfeld aus Regelungen schaffen, die die Staatsbürger im Übermaß reguliert und besteuert, ihren Charakter korrumpiert und sie zu bloßen Zellen im Staatsgefüge herabwürdigt – wie es die liberals tun.

Rossiter zufolge „können die Wurzeln des liberalism – und des mit ihm verbundenen Wahnsinns – klar identifiziert werden, wenn man sich anschaut, wie sich Kinder vom Säuglingsalter bis zum Erwachsensein entwickeln, und wie eine gestörte Entwicklung den vernunftwidrigen Glauben des liberal erzeugt.“

Rossiter weiter:

Wenn der modern liberal über vermeintliche Opfer weint, gegen imaginäre Schurken wütet und sich vor allem bemüht, das Leben von Leuten zu bestimmen, die durchaus in der Lage wären, ihr Leben selbständig zu führen, tritt die Neurose des liberal nur allzu deutlich hervor.

Liberals schüren und verstärken Gefühle von Benachteiligung, Neid und ein infantiles Anspruchsdenken. Die Menschen seien „Opfer ungerechter Verhältnisse“. Entsprechend sollen sie ihre Souveränität als Individuen aufgeben und sich ganz dem fürsorglichen Staat anvertrauen.

Hier geht Neurose in Emotionelle Pest über und wir betreten den Bereich des Roten Faschismus. Siehe dazu Der politische Irrationalismus aus orgonomischer Sicht.

Eine weitere Möglichkeit die Emotionelle Pest einzudämmen

4. Januar 2014

Der amerikanische Orgonom Dr. Charles Konia befaßt sich mit der Frage, wie Schulmassaker und ähnliche Amokläufe verhindert werden können:

Eine weitere Möglichkeit die Emotionelle Pest einzudämmen

Die Stoßrichtung der politischen Agenda von Obamas zweiter Amtszeit

4. Februar 2013

Der amerikanische Orgonom Dr. Charles Konia über die Europäisierung Amerikas:

Die Stoßrichtung der politischen Agenda von Obamas zweiter Amtszeit

Ausflüchte und Ablenkungen beinhalten die oberflächlichste Schicht des sozialen Panzers

30. Dezember 2012

Der amerikanische Orgonom Dr. Charles Konia über die Grundlagen der „Sexpol“ heute:

Ausflüchte und Ablenkungen beinhalten die oberflächlichste Schicht des sozialen Panzers

Ein weiteres Schulmassaker, ein weiterer politischer Dialog

20. Dezember 2012

Der amerikanische Orgonom Dr. Charles Konia über das Ausweichen vor der Existenz des Bösen:

Ein weiteres Schulmassaker, ein weiterer politischer Dialog

Das Massake von Colorado hätte verhindert werden können, wenn…

16. Dezember 2012

Was der amerikanische Orgonom Dr. Charles Konia vor einem Jahr schrieb, läßt sich weitgehend auch auf den gegenwärtigen Fall übertragen:

Das Massaker von Colorado hätte verhindert werden können, wenn…