Posts Tagged ‘Schlaf’

Orgon, ein Epiphänomen

10. August 2017

Nehmen wir die Sexualität und den Schlaf: Die Wissenschaft kann beide Phänomene sehr schön rund ohne das Orgon erklären. Es gibt da nur ein kleines Problem. Wenn ich wissen will, ob und wozu Pflanzen Wasser brauchen, begieße ich sie nicht mehr und habe unmittelbar die Antwort auf meine beiden Fragen. Bei Sexualität und dem Schlaf ist das anders. Es gibt Menschen, die ohne jedwede Sexualität hervorragend zurechtkommen und Experimente mit Schlafentzug können nicht eindeutig klären, welche Funktion der Schlaf genau hat. Wenn man mal von der Fortpflanzung absieht, scheinen beide Phänomene so überflüssig zu sein wie das Orgon selbst! Sie treten eh eindeutig erst bei höheren Tieren auf. Und genau hier liegt die Crux. Die Funktionen Energie-Entladung (die Funktion des Orgasmus) und Aufladung (Schlaf) gewinnen erst beim hochenergetischen Menschen eine alles bestimmende Bedeutung.

Astronomie und Meteorologie: In den Lehrbüchern finden sich kaum Lücken, die nach dem Orgon rufen würden, um die kosmischen und atmosphärischen Phänomene zu erklären. Hier ist es wieder ein „Extra“, in dem sich das Orgon zeigt. Beispielsweise können sich Planeten und Monde nach Newton auf allen möglichen Bahnen bewegen, sie kreisen aber um die Zentralkörper aus unerklärlichen Gründen bevorzugt gemäß Bodes Gesetz. Die Neigung der Planeten zur Ekliptik verweist auf den Einfluß des Galaktischen Orgonenergie-Stroms. Es gibt nun mal die diversen orgonotischen Parameter, die sich mit dem Wetter ändern und es gibt nicht zuletzt den Cloudbuster. Was Sternen- und Wettersysteme betrifft, hat Reich dazu ein ganzes Buch geschrieben, Die kosmischen Überlagerung.

Physik und Biologie: Die Quantenelektrodynamik erklärt lückenlos unsere alltägliche Umwelt, Newton und Einstein haben die Gravitation abschließend beschrieben und die Kernphysiker haben die Radioaktivität voll im Griff. Über die Gene läßt sich das Leben chemisch und damit mechanisch erklären. Wo sollte da Platz für das Orgon sein? Das Orgon zeigt sich durchgehend im „Extra“. Das habe ich im einzelnen in meinen Artikeln über ORANUR und Orgonometrie auf http://www.orgonomie.net erläutert.

Ich schreibe das am Abend tief im Wald. Als ich aufblicke, sehe ich zwischen den Bäumen das durch den Sonnenuntergang erregt flimmernde Orgon, in dem ich sitze wie ein Fisch im Wasser. Die Menschheit tut im Moment alles, um ganz praktisch zu beweisen, daß der Wald auch ohne atmosphärische Orgonenergie existieren kann…

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Hollywood kackt in unsere Seelen

28. September 2016

Es gibt drei Bereiche, in denen wir uns, Freud und Reich zufolge, ganz entfalten, ganz wir selbst sind, d.h. in denen wir ganz vom vegetativen Nervensystem beherrscht werden: in der Sexualität, beim Geburtsvorgang und im Schlaf. In allen drei Bereichen entladen wir Energie: beim Orgasmus, die ungepanzerte Frau bei der natürlichen Geburt und wir alle im Traum. Es ist kein Zufall, daß Hollywood, das zu einem Gutteil von pseudo-liberalen Kommunisten beherrscht wird, gerade diese drei Bereiche mit ikonischen Bildern angreift, die sich tief in unsere Seelen gefressen, Teil unseres kollektiven Bewußtseins geworden sind:

Da wäre zunächst Basic Instinct, wo die genitale Umarmung auf ikonische Weise mit denkbar grausigem Abschlachten verknüpft wird:

Als nächstes hätten wir die denkbar widerlichste Parodie des Geburtsvorgangs in Alien:

Und schließlich Freddy Krueger in A Nightmare on Elm Street, der Teenager abschlachtet, sobald sie sich in den Schlaf fallenlassen und anfangen zu Träumen. Erst neulich habe ich dazu dieses Video gepostet:

Die weitaus meisten Filme sind nichts anderes als humanistische, d.h. kommunistische Propaganda. Das bedeutet, daß letztendlich der sich selbst erschaffende Mensch propagiert wird, d.h. ein Mensch, der sich ganz von der Natur („Gott“) löst. Worauf das ganze hinausläuft, wird sehr schön an folgender Aussage von Sara Maitland deutlich, die mit Stanley Kubrick zusammen an dessen Filmprojekt A.I. Artificial Intelligence arbeitete:

Er war von der Künstlichen Intelligenz fasziniert. Er wollte einen kulturellen Wandel bewirken. Wenn Roboter von uns gemacht werden und handeln wie wir, warum sind sie nicht unsere Kinder? Er beklagte sich über Blade Runner, daß, wenn es so schwierig sei, zu bestimmen, wer ein Replikant ist – warum spielt es dann eine Rolle? Warum müssen sie gejagt werden? Er glaubte, daß Computer wirklich intelligent werden, inklusive emotional und möglicherweise eine anpassungsfähigere Form des Menschen darstellen: sie sind unsere Zukunft. Der Film sollte uns dazu bringen sie zu lieben.

Worum es bei den massenpsychologischen Projekten der „Unterhaltungsindustrie“ wirklich geht, ist die Vernichtung der menschlichen Seele.

Diabetes

8. April 2016

Dem orgonomischen Internisten Robert A. Dew zufolge ist Diabetes mellitus eine „metabolischen Biopathie“ („The Biopathic Diathesis“, The Journal of Orgonomy, Vol. 2, No. 2, November 1968).

Zentral in dieser Biopathie sind zwei Elemente: erstens die Panzerung des Zwerchfellsegments, d.h. dem Sitz der Bauchspeicheldrüse. Wie Charles Konia später schrieb, manifestiert sich die Panzerung hier insbesondere in einem Fettring, um die Taille herum („Somatic Biopathies, Part 2: The Diaphragmatic Segment“ Journal of Orgonomy, 24(2), November 1990, S. 182). Es scheint sich aber auch um eine den ganzen Organismus umfassende „Schrumpfungsbiopathie“ ähnlich dem Krebs zu handeln. Dew und Konia weisen darauf hin, daß bereits Arteus im ersten nachchristlichen Jahrhundert Diabetes als ein Auflösen des Fleisches in Urin betrachtet hat (ebd., S. 183).

Orgonomisch wird Diabetes als eine Schrumpfungsbiopathie betrachtet, bei der sich der Körper mangels ausreichender orgonotischer Ladung selbst zersetzt. Während bei der Krebsschrumpfungs-Biopathie vor allem die Roten Blutkörperchen zerfallen und es so zum Energieverlust kommt, zerfallen beim Diabetes die Körpergewebe selbst.

Die Kennzeichen einer Schrumpfung sind zweifellos vorhanden. Autonome und periphere Neuropathie (…) ist eine seit langem bekannte Komplikation bei Diabetes. Ich glaube sie ist funktionell identisch mit dem, was man bei Krebs sieht. Das gehäufte Auftreten von Furunkulose, „frühzeitige“ Arteriosklerose und schmerzunempfindliche Geschwürbildung der unteren Extremitäten, weist insgesamt auf eine geringe Ladung des Gewebes, Schrumpfung des plasmatischen Systems und des bioenergetischen Kerns hin. Außerdem weist schlechte Umgang mit Infektionen auf eine beeinträchtigte Fähigkeit zur Erstrahlung hin. Das sehr häufige Auftreten von Jugenddiabetes unterstützt ebenfalls die Vorstellung, daß dies eng mit einer Schrumpfungsbiopathie zusammenhängt. (Dew, S. 164)

Durch den Verlust an Orgonenergie verlieren die Zellen an Fähigkeit Glucose aufzunehmen, was nur durch vermehrte Insulinproduktion wettgemacht werden kann. Was speziell die Zwerchfellpanzerung betrifft schreibt Dew, daß sie nur die zugrundeliegende Schrumpfungsbiopathie sichtbar macht, indem sie verhindert, daß die Bauchspeicheldrüse dem steigenden Bedarf an Insulin nachkommen kann und diese daran schließlich zugrundegeht (ebd., S. 167).

Über das Gegenbild des Diabetes, den Hyperinsulinismus schreibt Elsworth F. Baker:

Diese Erkrankung scheint auf einer Blockierung im Zwerchfellsegment zu beruhen, ist aber wahrscheinlich die Folge einer weniger schweren Blockierung als bei Diabetikern. Die Kontraktion ist stark genug, um eine Reizung der Bauchspeicheldrüse und anderer Organe in diesem Bereich (z.B. der Leber) herbeizuführen, aber nicht so schwer, daß sie zerstörend wirkt. Ich habe erlebt, daß die Hypoglykämie sich besserte, nachdem die Spannung im Zwerchfellsegment beseitigt worden war. (Der Mensch in der Falle, S. 292, Übersetzung leicht verbessert)

Es wurde Diabetes auch mit dem Orgonenergie-Akkumulator behandelt, was sich positiv auf die ihn begleitenden Symptome auswirkte. Der Patient brauchte weniger Insulin und entwickelte einen „Heißhunger“ nach Orgon vergleichbar „mit dem Bedürfnis nach Süssigkeiten und Nahrung während einer Insulinreaktion“ (N. Wevrick: „Die Behandlung eines Falles von Diabetes mit dem Orgon Akkumulator“, Internationale Zeitschrift für Orgonomie, Band 1, Heft 2, April 1951).

Wenn ein mechanistischer Arzt einen Fall von Diabetes mellitus vor sich hat, sieht er so gut wie gar nichts: Er sieht nicht, daß es einen tieferen Sinn hat, daß es vor dem Ausbruch der Krankheit häufig zu Hyperinsulinismus kommt. „Zwerchfellpanzerung“ sagt ihm rein gar nichts. Er sieht nicht, daß der Ausbruch von Diabetes in der Kindheit ein panisches Weglaufen, eine Panikreaktion des orgonotischen Systems ist, daß sich angesichts der Herausforderungen der Pubertät einfach „aufgibt“ (Anorgonie). Auf psychologischer Ebene entspricht das dem Grufti-Gehabe und dem düsteren Weltschmerz von Jugendlichen.

Alles, was der Arzt sieht, ist Biochemie. So als wäre er ein Mechaniker, der bei Robotern fehlerhafte Module austauscht!

Warum das so ist? Der funktionelle Blick nimmt allen Erscheinungen ihre Unschuld. Deine Bewegungen, deine Stimme, dein Blick, deine Mimik, dein Verhalten, deine Gewohnheiten, dein Äußeres, dein Körper sagen alles über dich aus, die allerintimsten Details. Du bist ein offenes Buch! Du bist vollkommen nackt! Damit die gepanzerte Gesellschaft weiter funktionieren kann, müssen wir uns jedoch alle blind stellen. Es ist nur die Biochemie, es ist nur dies und es ist nur das, Genetik, Anlage, Infektion. Alles vollkommen harmlos.

Ein richtiger Arzt könnte in dieser Gesellschaft gar nicht leben! Ihn würde Reichs Schicksal ereilen.

Es hat eine verquere Rationalität („Gegenwahrheit“), daß die Orgonomie hoffnungslos marginalisiert ist und sich mit ziemlicher Sicherheit niemals durchsetzen, sondern vielmehr sang und klanglos verschwinden wird.

Aber zurück zum Thema:

Sebastian M. Schmid vom Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Campus Lübeck, und Kollegen haben herausgefunden, daß zu kurzer, nicht erholsamer Schlaf das Risiko für Diabetes Typ II erhöht.

Bereits in der „Nurses’ Health Study“, in der ab 1986 insgesamt 70 000 Krankenschwestern regelmäßig untersucht und unter anderem zu ihren Schlafgewohnheiten befragt wurden, hatte man herausgefunden, daß eine kurze Schlafdauer von weniger als fünf Stunden und eine hohe von mehr als neun Stunden das Risiko für eine Zuckererkrankung deutlich erhöht. Schmid et al. konnten dies nun im Schlaflabor anhand von gesunden Probanden, bei denen untersucht wurde, wie ihr Stoffwechsel auf Schlaf bzw. Schlafentzug reagiert, bestätigen.

Es wurde festgestellt, daß die Bauchspeicheldrüse unterschiedlich Hormone abgibt, je nach Normal- oder Kurzschlafbedingungen. Nach dem Schlaf mußten die Versuchspersonen Kohlehydrate zu sich nehmen. Bei Kurzschlaf stieg daraufhin der Blutzuckerspiegel deutlich höher an und es gab eine höhere Insulinausschüttung. Die Zellen sind also weniger in der Lage den Zucker aufzunehmen und die Bauchspeicheldrüse reagiert mit einer entsprechend höheren Freigabe von Insulin. Gleichzeitig stellte die Forschergruppe fest, daß bei Diabetikern der Schlafablauf gestört ist.

Diese Forschungsergebnisse unterstützen sowohl die orgonomische Theorie des Diabetes als auch die des Schlafes. Robert A. Harman zufolge, hat Schlaf die Funktion die hohe Orgonität des Menschen aufrechtzuerhalten. Wir alle wissen aus Erfahrung, wie schlapp, schwach und „hinfällig“ man sich fühlt, wenn man nicht ausreichend Schlaf genossen hat.

Schlaf, wozu?

3. November 2015

Eines der Rätsel, mit der sich die mechanistische Wissenschaft herumplagt, ist der Schlaf. Warum schlafen wir?

[youtube:https://www.youtube.com/watch?v=EsHJlE41-WA%5D

Wie der amerikanische Orgonom Robert A. Harman ausgeführt hat („The Autonomic Nervous System and the Biology of Sleep, Part II“, The Journal of Orgonomy, Vol. 42, No. 2), führt ihre Panzerung die Schlafforscher dazu, einen überlebensnotwendigen Grund (einen „Zwang“) für den Schlaf finden zu müssen – so etwas wie „spontane Aktivität“, „autonome Funktionen“, „lebensenergetische Prozesse“ kommen in ihrem Weltbild schlichtweg nicht vor.

Frei nach Kant, der dazu aufforderte die Natur solange zu foltern, bis sie ihre Geheimnisse preisgibt, werden Laborratten und Versuchspersonen am Schlaf gehindert. Das entstehende Mangelsyndrom würde dann sichtbar machen, wozu Schlafen eigentlich gut ist. Leider ist die Sache so einfach nicht, denn es ist fast unmöglich die Folgen des Schlafentzugs von den Effekten zu separieren, die auf die Methoden zurückgehen, mit denen das Versuchsobjekt wachgehalten wurde.

Wie geradezu lächerlich die Forschung ist, zeigt folgender Beitrag zum Thema von Forschern der University of Colorado, Boulder:

Warum Menschen und Tiere schlafen, ist immer noch nicht genau geklärt und gehört damit zu den bedeutendsten ungelösten Rätseln der Wissenschaft (…). Einer der gängigsten Theorien zufolge schlafen Lebewesen, um Energie zu sparen. Um das zu testen, untersuchten Wright und seine Kollegen jetzt den Energieverbrauch von sieben Freiwilligen unter kontrollierten Laborbedingungen. (…) Insgesamt verbrauchten die Testpersonen im wachen Zustand trotz körperlicher Inaktivität in 24 Stunden, in denen sie nicht schliefen, deutlich mehr Energie als im gleichen Zeitraum mit normalem Schlaf-Wach-Rhythmus, zeigte die Auswertung. Besonders ausgeprägt war der Effekt während der Nacht: Hier benötigten die wachen Probanden fast ein Drittel mehr Energie, als wenn sie schliefen.

Daß das nicht so eindeutig ist, haben andere Studien gezeigt:

Schlafmangel führt auf Dauer zur Gewichtszunahme und außerdem zu Wahrnehmungsstörungen. Bleibt die Frage, warum der Körper in der Nacht nicht noch mehr Energie einspart. Die Forscher glauben, daß ein Teil Energie gleich in andere physiologische Prozesse investiert wird, die während des Schlafens aktiv sind. So werden beispielsweise neue Hormone produziert und freigesetzt sowie das Immunsystem gestärkt. Auch das Gehirn bildet in der Nacht neue Verbindungen zwischen den Nervenzellen und festigt so das tagsüber Erfahrene und Gelernte.

Es wird ungeklärt bleiben, warum wir schlafen, solange nicht das Autonome Nervensystem berücksichtigt wird, zu dessen grundlegenden Aufgaben die Aufrechterhaltung der hohen Orgonität von Vögeln und Säugetieren zählt. Schlaf ist nicht primär eine „evolutionäre Anpassung“, deren unverzichtbare Rolle nur noch nicht richtig erkannt wurde, sondern ein direkter Ausdruck orgonotischer Funktionen. Nur im Schlaf kann sich das Autonome Nervensystem ganz entfalten und so die hohe orgonotische Kapazität des Organismus aufrechterhalten.

Lächerlich macht sich die mechanistische Forschung, weil sie mit einem gigantischen Aufwand die abstrusesten Nebenaspekte des Schlafes entschlüsselt (beispielsweise „der Mensch im Standby-Modus“), dabei aber über Jahrzehnte hinweg die zentrale Funktion des Schlafes übersieht, die all die verwirrenden, geradezu „widersprüchlichen“ Teilergebnisse mit einem Schlag erklären würde.

Was zeichnet natürlichen Schlaf aus? Dazu gibt es zwei neuere Studien mit etwas widersprüchlichen Ergebnissen.

Der Wissenschaftshistoriker Ernst Peter Fischer behauptet, erst mit der Industrialisierung sei der ausgiebige Nachtschlaf zur Norm geworden. Früher sei man nach dem anstrengenden Tageswerk erschöpft ins Bett gesunken und habe sich dann nach etwa vier Stunden Schlaf etwa vier Stunden seinen Freizeitaktivitäten gewidmet und sei dann erneut für etwa vier Stunden in den Schlaf gesunken. Dieser zweiphasige Schlaf entspräche der „biologischen Neigung“ des Menschen.

Forscher um Jerome Siegel von der University of California in Los Angeles sehen das ganz anders. Nachdem sie drei Naturvölker, Jäger und Sammler, in Afrika und Südamerika untersucht haben, stellten sie fest, daß der Urmensch solange wachblieb wie wir, eher noch weniger geschlafen hat als wir und tagsüber keine Nickerchen einlegte.

Die Forscher stellten unterm Strich bei allen drei Gruppen ein überraschend ähnliches Schlafverhalten fest: „Trotz unterschiedlicher Genetik, Geschichte und Umgebung weisen alle drei Gruppen eine ähnliche Schlaf-Organisation auf, was darauf hindeutet, daß es sich dabei um ein typisch menschliches Schlaf-Muster handelt, das wahrscheinlich auch charakteristisch für den vormodernen Homo sapiens war“, sagt Siegel. Konkret ergaben die Auswertungen: Die meisten untersuchten Menschen schliefen im Durchschnitt sechs Stunden und 25 Minuten. Diese Dauer befindet sich am unteren Ende der Schlafmittelwerte unter Erwachsenen in den industrialisierten Gesellschaften Europas und Amerikas.

Die Jäger und Sammler gehen außerdem auch nicht mit der Sonne schlafen, zeigte die Studie: Im Durchschnitt blieben sie noch rund drei Stunden und 20 Minuten nach dem Ende der Tageslichtphase wach. Die typische Aufsteh-Zeit war dann meist noch vor dem Sonnenaufgang und blieb weitgehend konstant. Die Ergebnisse legen nahe, daß die Schlafengeh-Zeit bei diesen Menschen eher etwas mit der Temperatur zu tun hat als mit dem Licht: Sie legten sich hin, wenn die Temperatur fiel und schliefen dann während der kühlsten Phase der täglichen 24 Stunden, sagen die Forscher. Auch Nickerchen sind offenbar untypisch für die Naturvölker: „Es gibt diesen Mythos, daß Menschen einst am Tag regelmäßig Nickerchen machten und daß wir dies heutzutage unterdrücken“, sagt Siegel. Doch den Untersuchungen zufolge sind kurze Schläfchen am Tag bei den untersuchten Menschengruppen ebenfalls eher untypisch.

Um gesund zu schlafen, sollten wir vor allem auf die Temperatur im Schlafzimmer achten.

Der Gesundheitsbegriff im Werk des Arztes Wilhelm Reich

16. Mai 2014

Zentral für Reichs Herangehensweise ist seine Beschreibung des Autonomen Nervensystems, das sich aus dem Parasympathikus (Vagus) und dem Sympathikus zusammensetzt. Der erstere steht für Expansion, Lust, Leben und Wachstum, der letztere für das Gegenteil. Deshalb heißt es in einer der Überschriften von Dr. Müschenichs Werk Der Gesundheitsbegriff im Werk des Arztes Wilhelm Reich (Marburg 1995): „chronische Sympathikotonie in der Genese psychosomatischer Krankheiten“.

In diesen Zusammenhang paßt eine schwedische Studie, die gezeigt hat, daß dem Gedächtnis von Demenzkranken durch eine elektrische Reizung am Vagusnerv auf die Sprünge geholfen werden kann. Bei Alzheimerkranken kann diese Stimulation den Erkrankungsverlauf bremsen, allgemein aktivierend und antidepressiv wirken. Doch der mechanistischen Medizin bleibt der Mechanismus, der hinter dieser Methode steckt, ein Rätsel.

Chemische Verbindungen wie Lezithin und Cholin sind „funktionell identisch“ mit dem Parasympathikus. Auf der Website cholinebaby.com ist im Detail nachzulesen, daß sich das Babygehirn durch Cholin besser entwickelt. Deshalb sollten Frauen während der Schwangerschaft z.B. Eier, Leber und Pilze zu sich nehmen.

„Sympathikotonie“, d.h. die Kontraktion des Biosystems, ist die nach dem auf Stressoren reagierenden sympathischen Nervensystem benannt, das den Körper auch dann noch stimuliert, wenn schon längst jede äußere Bedrohung weggefallen ist. Dieses Streßsyndrom, d.h. der Körper ist ständig buchstäblich angespannt (Panzerung), hat auch eine biochemische und hormonelle Seite. Beispielsweise findet man bei Menschen, die in der Kindheit traumatisiert wurden, lebenslang einen erhöhten Level des Streßhormons Kortisol. Zur Kortisol-Ausschüttung siehe auch Die Kinder der Zukunft und die Genetik (Teil 3).

Die mechanistische Medizin kann keinerlei „biologischen Grund“ dafür angeben, warum das in der akuten Streßsituation lebenserhaltende Kortisol bei längeren Belastungen kontraproduktiv lange, unter extremen Bedingungen sogar lebenslang, den Organismus beherrscht. Vielleicht bietet die 1935 von Reich entdeckte „bio-elektrische Enttäuschungsreaktion“ einen Erklärungsansatz: nach einem schockartig erfolgenden unlustvollen Reiz (Traumatisierung) reagiert die biologische Energie für geraume Zeit nur noch vorsichtig und träge auf lustvolle Reize. Die Überwindung dieser zähen „negativen bio-elektrischen Konditionierung“ ist Aufgabe der Orgontherapie, die sich deshalb über Jahre hinziehen kann.

Andrew Steptoe und sein Forscherteam vom University College London berichten, daß glückliche Menschen relativ geringe Mengen von Kortisol in ihrem Blut haben und entsprechend weniger an Diabetes, Bluthochdruck, Erkrankungen des Immunsystems, etc. leiden, als unglückliche Menschen. Die Nachrichtenagentur dpa meldete dazu:

Die Ergebnisse der Forscher deuten darauf hin, daß es einen Zusammenhang zwischen psychologischem Glück und biologischen Prozessen beim Menschen gibt.

Der revolutionäre Stand der bio-medizischen Forschung im 21. Jahrhundert. Acht Jahrzehnte nach Reich!

Der Psychologe Stephen Cohen und seine Kollegen von der Carnegie Mellon University (Pittsburgh, PA ) haben 193 Freiwillige im Alter zwischen 21 und 55 aufgefordert, einige Wochen ihre Stimmung und ihr Gefühlsleben zu bewerten. Danach wurden sie mit Schnupfen- und Grippeviren infiziert. Diejenigen, die glücklich, lebendig, ausgeglichen waren und andere positive Emotionen zeigten, waren besser gegen Erkältungen gefeit und litten unter weniger Symptomen. Das ist unabhängig von Persönlichkeitsmerkmalen wie Optimismus, Extrovertiertheit und Selbstbewußtsein. Auch spielt Alter, Geschlecht oder Körpergewicht keine Rolle. Das Gegenteil ist nicht der Fall: traurige, ängstliche oder wütende Probanden waren von normalen nicht zu unterscheiden.

Aus orgonomischer Warte ist anzufügen, daß es ganz ähnlich bei Menschen aussieht, die regelmäßig den Orgonenergie-Akkumulator benutzen. Auch sie sind weitgehend gegen Erkältungen gefeit. Man kann davon ausgehen, daß die Orgonenergie in glücklichen Organismen freier strömt als in unglücklichen oder „normalen“.

Wie an anderer Stelle angedeutet, stellen die medizinischen Orgonomen Robert A. Harman, Charles Konia und andere den Schlaf im allgemeinen und den Traum im besonderen in einem orgonomischen Kontext dar. Kurz gesagt ist dieser Zustand, in dem wir mehr oder weniger ein Drittel unseres Lebens verbringen, unverzichtbar für unsere bioenergetische Regeneration. Es ist keine „verlorene Zeit“, sondern ganz im Gegenteil die Zeit, in der sich das plasmatische System, insbesondere das Autonome Nervensystem, voll entfaltet und seine Vorherrschaft über das Gehirn immer wieder von neuem etabliert.

Mein Hormon heißt Testosteron (Teil 1)

28. April 2014

Die Pubertät setzt heutzutage um Jahre früher ein. Bei Mädchen im Schnitt bereits mit 10, teilweise schon mit 7! Ist das eine Folge der ORANUR-Vergiftung unserer Atmosphäre im allgemeinen und unserer Wohnungen im besonderen?

Roberto Salti und seine Kollegen von der Universität Florenz, Italien vermuten, daß künstliches Licht und Strahlung aus den Fernsehbildschirmen verantwortlich sein können. Durch sie werde die Ausschüttung von Melatonin durch die Zirbeldrüse gehemmt. Dieses Hormon reguliert unseren Schlaf-Wach-Rhythmus, beeinflußt das Immunsystem und den Alterungsprozeß.

An der Studie nahmen 90 Familien mit Kindern im Alter von 6 bis 12 Jahren teil. Im Rahmen der Untersuchung erklärten sie sich bereit, für eine Woche auf Fernsehen und Computer sowie auf sehr helles elektrisches Licht zu verzichten. Die Kinder gingen zudem früher ins Bett. Nach einer Woche beobachteten die Forscher einen im Durchschnitt um 30% gestiegenen Melatonin-Spiegel. Bei jüngeren Kindern, die von Natur aus nachts mehr von dem Hormon produzieren, war die Zunahme besonders stark. Nimmt mit zunehmendem Alter die Melatonin-Ausschüttung natürlicherweise ab, so könnte umgekehrt die künstliche Hemmung der Hormonproduktion durch Bildschirmmedien den Alterungsprozeß beschleunigen, vermuten die Wissenschaftler.

Aus hormoneller Sicht kann auch das, was Gesundheitsfanatiker so zu sich nehmen, verheerend sein, beispielsweise Tofu oder, igitt, Sojamilch, jedenfalls für Männer.

Während etwa Sojasauce für Männer unbedenklich ist, sind unvergorene Sojaprodukte, wie Tofu und Sojamilch, nichts anderes als eine chemische Kastration. Sie führen zu einer Verweiblichung des männlichen Geschlechts, während junge Mädchen frühzeitig in die Pubertät eintreten. Sojaprodukte gehören schlichtweg verboten.

Die Gynäkologin Shanna Swan von der University of Rochester hat gezeigt, daß Phthalate möglicherweise die männliche Geschlechtsentwicklung beeinflussen. Diese Substanzen geraten über PVC-Produkte in den Körper, beispielsweise wenn Lebensmittel entsprechend abgepackt sind. Wurden im Blut und Urin von Schwangeren erhöhte Konzentrationen von Phthalaten nachgewiesen, zeigten die unter diesen Umständen im Mutterleib herangewachsenen männlichen Kinder ein auffallend weibliches Spielverhalten und beschäftigten sich beispielsweise mit Puppen.

Die aktuelle Studie erhärtet den Verdacht, daß die Chemikalien auch die Hirnentwicklung und damit das Verhalten männlicher Kinder beeinträchtigen können. Swan und ihre Kollegen vermuten, dass Phthalate die Testosteronproduktion im Mutterleib während einer kritischen Phase hemmen und so die sexuelle Differenzierung der Gehirne beeinflussen.

Und so hört sich immer kostbarer werdende Testosteron an:

The Journal of Orgonomy (Vol. 41, No. 1, Spring/Summer 2007)

31. Dezember 2012

In „The Autonomic Nervous System and the Biology of Sleep (Part 1)“ (S. 7-49), als auch in „The Autonomic Nervous System and the Biology of Sleep (Part 2)“ (The Journal of Orgonomy, Vol. 42, No. 2, Fall 2008/Winter 2009, S. 8-28), befaßt sich Robert A. Harman im Zusammenhang mit dem Schlaf ausführlich mit dem Autonomen Nervensystem.

Studien zum Schlafentzug, die die Funktion des Schlafes evident machen sollten, litten an der Vorstellung, Tiere würden Dinge ausschließlich tun, um zu überleben, d.h. bei Schlafentzug würde ihnen ganz Schlimmes widerfahren, sie könnten sogar sterben. Tatsächlich sind die Ergebnisse uneinheitlich und widersprüchlich und negative Effekte des Schlafentzugs gehen zu einem Gutteil auf die Methoden der Schlafverhinderung zurück.

Es ist ganz ähnlich wie mit der Funktion des Orgasmus, d.h. der Entladung überschüssiger Energie. Niemand, kein Tier, stirbt am Zölibat, trotzdem es sich um die zentrale Funktion des Lebendigen handelt.

Der Schlaf und das Autonome Nervensystem sind eng mit der Funktion der Aufrechterhaltung einer hohen orgonotischen Ladung verbunden und haben sich entsprechend erst recht spät in der Evolution entwickelt. Erst mit der Entwicklung von Warmblütlern, die beispielsweise nicht mehr in die Sonne kriechen müssen, um warm zu werden, entfaltet sich das Autonome Nervensystem.

Zusammen mit einer verbesserten Motorik taucht der Nicht-REM-Schlaf bei Reptilien auf. Zusammen mit der Thermoregulation tritt der REM-Schlaf bei Vögeln und Säugetieren hinzu. Gleichzeitig wird die Vorherrschaft der Emotion über die Sensation hergestellt.

Entsprechend fördert beim Menschen der Nicht-REM-Schlaf die motorischen Funktionen, der REM-Schlaf die „höheren“ kognitiven Funktionen. Evolution ist jedoch nicht immer weitere Entwicklung der Kontrolle des Gehirns über den Körper, sondern wachsende Autonomie des Vegetativen Nervensystems gegenüber dem Zentralen Nervensystem. Beim REM-Schlaf steht das Gehirn praktisch ganz im Dienste des Autonomen Nervensystems.

Ein Hinweis auf die enge Verflechtung von REM-Schlaf und einer hohen orgonotischen Ladung ist, daß Landtiere, die ins Wasser zurückgekehrt sind, wie Wale und Delphine, keinen REM-Schlaf kennen. Robben nur, wenn sie an Land übernachten.

Während des Schlafs überwiegt die Funktion der Pulsation die Homöostase, die drastisch zusammenbricht. Harman:

Vom Autonomen Nervensystem ist bekannt, daß es die orgonotische Ladung durch Ansteigen der Körpertemperatur bei Warmblütlern über die Temperatur der äußeren Umgebung hinaus erhöht, in erster Linie durch sympathische Aktivität. Im REM-Schlaf geschieht das Gegenteil und das Autonomen Nervensystem erhöht die orgonotische Ladung durch Absenkung der Körpertemperatur.

Harman merkt dazu an:

Eine Reihe von Dingen treten während dieser zyklischen Veränderung der Körpertemperatur auf, die die orgonotische Ladung fördern: Das nichtreziproke Funktionieren der sympathischen und parasympathischen Systeme erhöht die Kapazität des Organismus für intensives Pulsieren. Die Körpertemperatur während des Wachens zu erhöhen, erleichtert motorische Aktivität und Stoffwechsel. Sinkende Körpertemperatur im REM-Schlaf baut Glykogen-Reserven wieder auf.

Er fährt fort:

Das bietet einen konkreten Beweis dafür, daß eine primäre Funktion des Autonomen Nervensystems die Erhöhung der Kapazität für orgonotische Ladung ist, während die Homöostase zweitrangig ist. Außerdem erwächst die Zunahme der orgonotischen Ladung nicht aus der Aufrechterhaltung einer konstanten Temperatur, sondern aus spontanen, selbstorganisierten Temperaturänderungen innerhalb eines physiologischen Bereichs. (Journal of Orgonomy, 42/2, S. 20)

Im Verlauf des Schlafes wird das parasympathische Nervensystem immer bedeutsamer. Ohnehin spielt es im Schlaf eine weit größere Rolle als im Wachen. Entsprechend bricht in der Nacht der Panzer weitgehend weg und die schlaflosen Stunden vor dem Klingeln des Weckers („Durchschlafstörung“), wenn „alles hochkommt“, können deshalb durchaus als die „gesündesten Stunden“ des Tages betrachtet werden. Es können dabei aber auch irrationale Ängste, Schuldgefühle, etc. auftauchen.

Im Schlaf treten wir in eine andere Welt, die genauso wichtig für unser Menschsein ist wie das Wachen, wenn nicht sogar wichtiger. Während des Wachens steht die Funktion der „relativen Bewegung“ im Vordergrund, während des Schlafes die der „koexistierenden Wirkung“. Erst hier funktioniert der Organismus wirklich als Einheit, entfaltet sich seine Autonomie. Dies kommt insbesondere in der Welt der Träume zum Ausdruck, in der wir ganz wir selbst sind.

harmanträume