Posts Tagged ‘Saddam Hussein’

Willkommen in der Welt des Islam

13. Juni 2017

Dr. Charles Konia befaßt sich mit der Linken und der Rechten am Beispiel Islam:

Willkommen in der Welt des Islam

Die Psyche der Kopftreter

8. Mai 2017

Saharasia greift nach Deutschland über. James DeMeo, der Schöpfer der Saharasia-Theorie, wurde von der linksliberalen („Reichianischen“) Emotionellen Pest aus Deutschland vertrieben, als er genau das zu thematisieren begann und nicht nur über Assyrer und Azteken sprach.

Zur Ausbreitung Saharasias bin ich neulich auf zwei Artikel in der BILD-Zeitung gestolpert, die einfach nur symptomatisch sind. In einem nordindischen Dorf haben die Ältesten beschlossen, daß Frauen keine Handys mehr außerhalb des Hauses benutzen dürfen. Frauen könnten per Handy Kontakt zu einem Liebhaber aufnehmen! Bei Zuwiderhandlung kostet das 30 EUR, ein mehrfacher Monatslohn.

Zweiter Bericht: Maximillan Wolf, Inhaber der Firma „Autoteile Wolf“, hatte den Telekom-Mitarbeiter Mehmet Y. dabei erwischt, als dieser den Privatparkplatz der Firma benutzen wollte. Darauf Herr Y. wutentbrannt: „Bei Ihnen wird das Internet auch ausfallen.“ Und tatsächlich waren eine halbe Stunde später alle Telefon- und Internetanschlüsse unterbrochen. Bei 300 telephonischen Bestellungen am Tag eine veritable Katastrophe! Eine IT-Firma mußte bis spät in die Nacht eine neue Leitung legen, Kosten 1700 EUR. Am nächsten Tag stellten dann Telekom-Techniker fest, daß im Verteilerkasten an der Straße der Stecker von „Autoteile Wolf“ gezogen war.

Im allgemeinen stehen die Menschen in Saharasia wegen der extremen Sexualunterdrückung unter einer unglaublichen inneren Spannung. Eine Kultur, die immer kurz vor der Explosion steht, weswegen nur die harte Hand eines Saddam Hussein für Ruhe sorgen kann. Bricht das weg, etwa wenn sie nach Deutschland kommen, bricht die Hölle hervor.

Im speziellen handelt es sich in Saharasia, anders als bei uns, um keine Schuld-, sondern um eine Schamkultur. Bei Europäern wird Wut und Frustration in der Muskulatur gebunden (Schuldgefühle entsprechen einer expansiven Energie, die in der Muskulatur gebunden wird). Entsprechend haben wir uns unter Kontrolle. In Saharasia wird die gleiche Energie in der Peripherie gebunden („vor Scham erröten“). In Europa geht die energetische Dynamik mit Individualismus einher, d.h. die Menschen können auf eigenen Beinen stehen, in Saharasia gibt es in diesem Sinne keine Individuen, d.h. keine „Selbst-Kontrolle“, sondern nur Menschen, die in ständiger Todesangst vor dem sozialen Tod leben, da die Gesellschaft durch die Kontrolle stabil gehalten wird. Beschämen führt deshalb nicht zur Selbstreflektion, sondern unmittelbar dazu, daß der „Angreifer“ als existentielle Gefahr ausgeschaltet und beseitigt werden muß. Sein anklagender Blick, sein anklagender Mund müssen – zertreten werden.

Warum sie uns hassen und verachten

11. Juni 2015

Es gibt einige Hinweise darauf, daß sogar Arabien einst matriarchal geprägt war. James DeMeo verweist in seinem Buch Saharasia (S. 250) darauf, daß manche Stadtstaaten der arabischen Halbinsel am Rande der Wüste zumindest einige ihrer „matristischen“ Aspekte beibehielten. Er erwähnt insbesondere das legendäre Land der „Königin von Saba“ (vgl. 1 Kön 10,1-13).

Mohammed legt Salomo folgendes über die Königin in den Mund:

Siehe, ich fand eine Frau über sie herrschend, der von allen Dingen gegeben ward, und sie hatte einen mächtigen Thron, und ich fand, daß sie und ihr Volk statt Allah (Mond) die Sonne (Allat) anbeteten. (Sure 27,23f)

So entstand der Islam in Mekka in einer Ecke, die noch immer von matriarchalen Traditionssträngen durchzogen war.

Dieser Hintergrund wird sogar anhand der arabischen Sprache evident, wo ständig alles auf die „Mutter“ zurückgeführt wird: von Saddam Husseins „Mutter aller Schlachten“ bis zur „Mutter des Buches“ (Sure 13,40 und 43,5), dem Original des Koran, das bei Allah ist; die Grundsäulen des Koran heißen „Mutter der Schrift“ (Sure 3,8); die Hölle ist die „Mutter des Sünders“ (Sure 101,10); andere Völker und Menschengruppen sind das Schwestervolk, der Koran spricht von der „Schwester“ (Sure 7,39).

Man denke auch an die dank Salman Rushdie allseits bekannt gewordenen „satanischen Verse“ des Koran: Um die noch teilweise etwas matriarchal geprägten Mekkaner leichter zum Glauben zu bekehren, hatte Mohammed zeitweilig drei heidnische Göttinnen akzeptiert. Die Satanischen Verse waren zwischen Vers 20 und 21 von Sure 53 plaziert. Dort ist von drei weiblichen Gottheiten die Rede: „Dies sind die erhabensten und schönsten Jungfrauen, deren Vermittlung wohl zu erwarten ist.“ Gleich darauf widerrief er diese Aussage, meinte, sie sei ihm nicht vom Erzengel Gabriel, sondern vom Satan eingegeben worden (siehe Sure 22,53). Im schrecklich desorganisierten Koran blieb nur noch die Frage in Sure 53,19f, ob die drei Göttinnen als „Töchter Allahs“ anzusprechen seien:

Was meint ihr denn, wie es sich mit Allat (Himmelsgöttin, weibliche Form von Allah) und Alussa („die Starke“, Venus) verhält und weiter mit Manat (Schicksalsgöttin), der dritten dieser weiblichen Wesen?

Die ganze Ambivalenz der Situation auf der arabischen Halbinsel ist aus Sure 16,58 ersichtlich, wo Mohammed über die zeitgenössischen Araber sagt, sie würden Allah die besagten drei Töchter zueignen, während sie sich selbst nur erwünschte, männliche Kinder wählen. Sie brachten nämlich ihre Töchter gleich nach der Geburt um, wie noch heute im hochspirituellen Indien gang und gäbe:.

Wird ihm die Geburt einer Tochter verkündet, dann färbt sich sein Geist aus Kummer schwarz, und er ist tief betrübt. Wegen der üblen Kunde, die ihm zugekommen ist, verbirgt er sich vor den Menschen, und er ist im Zweifel, ob er sie zu seiner Schande behalten oder ob er sie nicht im Sande begraben soll. (Sure 16,59f)

Der Koran verbietet dies ausdrücklich und in Sure 81,9 gedenkt Mohammed der, von den für die Hölle bestimmten Heiden, lebendig begrabenen Mädchen (siehe auch Sure 6,138). Gleichzeitig klagt Mohammed aber an, daß die Männer die hochwertigen Söhne für sich behalten, während Allah mit minderwertigen Töchtern (weiblichen Engeln) vorliebnehmen solle?! (Sure 53,22). „Hat Allah denn Töchtern Söhnen vorgezogen?“ (Sure 37,154).

Dem Gegenspieler Mose, dem Pharao wird angelastet, daß er die Söhne der Israeliten tötete und nur ihre Töchter am Leben ließ. „Dies war eine große Prüfung von eurem Herrn“ (Sure 14,7).

Ganz ähnlich sieht es im christlichen Abendland aus, das vom zutiefst widersprüchlichen Marienkult geprägt ist. Nicht erst seit Maria, sondern schon mit ihrer Urform, der ägyptischen Isis, war die Große Göttin alles andere als ein Ebenbild der selbstbewußten matriarchalen Frau. Die Göttin wurde zum Vorbild der devoten Frau und damit zur Stütze des Patriarchats. Und auch auf die Männer übte die Göttin nicht erst mit Maria einen verheerenden Einfluß aus. Galt Maria im Katholizismus als Orientierungspunkt männlicher Zurückhaltung gegenüber der zur Sünde verführenden Eva, trieb die jungfräuliche Göttin in der Frühphase des Patriarchats Männer nicht nur zu dieser psychischen, sondern sogar zur physischen Kastration.

Im alten Kanaan gaben sich in Frauengewänder gehüllte Kastraten bei der rituellen Tempelprostitution anderen Männern hin. Wie die Geschichte von Sodom und Gomorra zeigt, wurden so die kanaanitischen Städte für die einwandernden Hebräer zum Inbegriff der Homosexualität. Im syrischen Kult der Atargatis gab es auch später noch „ekstatische Orgien zur Musik syrischer Flöten, bei denen sich die Priester peitschen und entmannen. Danach trugen sie Frauenkleider (…), um der Göttin zu gleichen“ (Heide Göttner-Abendroth: Die Göttin und ihr Heros, München 1984, S. 79).

Die Matriarchatsforscherin Heide Göttner-Abendroth weist des weiteren darauf hin, wie sehr doch die römisch-katholische Messe dem Kybele-Kult gleicht, der im ganzen römischen Reich verbreitet war. Kybele war eine androgyne Erdmutter-Göttin aus Kleinasien, deren Priester sich kastrierten, um der androgynen Göttin gleich zu werden. Die katholischen Priester sind genauso gekleidet wie Kybeles Priester.

Sie tragen lange Frauengewänder mit weiblichen Accessoires wie gesticktem Mantel und Stola. Auf dem Kopf haben die höchsten von ihnen eine Mitra, die hohe Haube oder Krone aller Muttergöttinnen, besonders der Kubaba-Kybele. Kybeles Priester wählten diese Kleidung, um ihrer Göttin möglichst zu gleichen, aus demselben Grund kastrierten sie sich auch. Sie strebten eine mystische Einheit mit ihr an. Die christlichen Priester sind ebenfalls Eunuchen-Priester, nicht durch Kastration, sondern durch Zölibat, einer psychischen Kastration. Beim Entschluß dazu („Weihe“) flehen sie auf dem Boden liegend ihre Große Mutter um Hilfe an. (ebd.)

Wegen derartiger Elemente wird das Christentum vom Islam verachtet. Allah vergibt nicht, daß neben ihm noch andere Götter angebetet werden. Und schon gar keine göttlichen Frauen. Frauen, die in Sure 5,6 mit dem Abort gleichgesetzt werden Der Moslem habe sich vor dem Gebet zu reinigen, „wenn einer von euch vom Abort kommt oder ihr mit Frauen in Berührung gekommen seid.“ Und was machen die Christen? Sie werfen sich vor einem solchen Behälter der Unreinheit, einem Stück Dreck (Maria), nieder!

Statt zu Gott beten sie zu nichts als weiblichen Wesen, und sie beten (indem sie Götzendienst treiben) zu nichts als einem rebellischen Satan. (Sure 4,117)

Göttner-Abendroth schreibt, daß sich die patriarchalischen Großreligionen

gegenseitig um so stärker verachten, je mehr sie von der anderen Großreligion annehmen, daß sie noch matriarchale Relikte enthält. So ist es unter Mohammedanern verbreitete Ansicht, daß das Christentum eine Religion der Frauen sei (Marienkult und Jesus als Agent Mariens). Damit gerate es zu einer verachtenswürdigen Abweichung von der Linie des reinen Monotheismus, der im Judentum beginne und im Islam seine Vollendung finde. (Für die Musen, Frankfurt 1988, S. 53)

Im Hamburger Offenen Kanal habe ich vor Jahren mal eine Sendung gesehen, in der dem Kalifen der Ahmadiyya–Sekte Fragen gestellt werden durften. Auf die Frage, warum Frauen denn so verschleiert sein müssen, antwortete er lapidar: „Götzenanbetung!“. Frauen würden Männer dazu bringen, sie wie Götzen zu bewundern und anzubeten und würden sie so von Allah ablenken. Öffentlicher Frauen-Chic sei im Grunde dasselbe wie Götzenanbetung.

In den Augen eines Moslems gibt es zwischen einer katholische Kirche (man stelle sich mal den Innenraum einer barocken katholischen Kirche vor!) und einem beliebigen „Sex-Etablissement“ keinerlei unterschied: Götzenanbetung!

Robert hat auf folgende Ausschnitte aus einer Analyse der Sexualneurose des Islam verwiesen, die auf pi-news erschienen ist:

Das Haar der Frau wird zum symbolischen Ort des Geschlechtsaktes, der männliche Blick zu dessen Vollzieher. „Blickficken“ ist die dafür auf deutschen Großstadtstraßen von muslimischen Jugendlichen zu hörende Vulgärbezeichnung. Davor muß sich die Frau durch ihr Kopftuch z.B. schützen. Tut sie dies nicht, macht sie sich ihm sexuell verfügbar, ist eine „Hure“ oder „Schlampe“ und somit selbst schuld, wenn sie belästigt wird.

Aus Berichten von Frauen, die eine islamische Erziehung genossen haben, geht hervor, dass sie im Zuge ihrer religiösen Unterweisung aufgefordert werden, sich dem Mann verführend hinzugeben, wie seine höchstpersönliche, jederzeit sexuell verfügbare Hure.

Um durch die von ihm erzeugte Geschlechterspannung Männer und Frauen hinsichtlich ihrer Sexualität „religiös“ zu konditionieren, schiebt das islamische Patriarchat die Behauptung vor, es ginge um die „Tugendhaftigkeit“ der Frau und deren Schutz. In Wirklichkeit geht es um Herrschaftssicherung, um die Aufrechterhaltung eines religiös-sexuellen Machtsystems, einen geheimen sexuellen Totalitarismus, in welchem der Schritt zum Wahn, zum sexuellen Beziehungswahn nicht weit ist.

In keiner anderen „Kultur“ sind Sexualität und Religion derart miteinander verzahnt, wirkt die Religion derart in die sexuelle Tiefenstruktur hinein wie im Islam. Keine andere „Kultur“ kennt, weder offen noch „verschleiert“, einen derartigen „sexuellen Totalitarismus“, der die Individuen bis in ihre sexuelle Tiefenstruktur bindet.

Bei der Münchner Internationalen Konferenz für Orgonomie 1984 hat Reichs Biograph Myron Sharaf auf ein neues Buch des mit ihm befreundeten Kunsthistorikers Leo Steinberg aufmerksam gemacht. Steinberg habe indirekt Reichs Jesus-Interpretation in Christusmord bestätigt. Es ging darum, daß bei allen bildlichen Darstellungen in der Renaissance Maria die Genitalien von Jesus berührt.

In der London Review of Books wurde The Sexuality of Christ in Renaissance Art and in Modern Oblivion damals wie folgt beschrieben:

Im Laufe der letzten vier Jahrhunderte ist die wahre Bedeutung eines Großteils der religiösen Kunst der Renaissance verloren gegangen. So die überraschende Behauptung in Leo Steinbergs neuem Buch. Ihm zufolge hatten in den Darstellungen von Christus, ob als Säugling oder als Erwachsener, die Geschlechtsorgane eine besondere theologische Bedeutung, die uns heute wegen des neuzeitlichen „massiven historischen Rückzugs vom mythischen Boden des Christentums“ unzugänglich geworden ist.

Dazu vor kurzem eine bemerkenswerte Auseinandersetzung um das „pornographische“ Altarbild in einer katholischen Kirche in Oklahoma City.

Das inkriminierte Bild ist eine Ikone, d.h. sie wurde streng nach einer uralten Vorlage gemalt. Diese Vorlage findet sich in der Kirche San Damiano, Assisi. Es war genau jene Kreuzikone, vor der der Heilige Franziskus den Auftrag vernahm, die Kirche wiederherzustellen.

Der Haß der Moslems auf uns und ihre Verachtung für uns ist fundamentaler, als wir es uns überhaupt vorstellen können. Es geht alles zurück auf den Einbruch der sexuellen Zwangsmoral und die Wirrnisse, die mit dem katastrophalen Übergang vom Matriarchat zum Patriarchat einhergingen. Das kämpfen wir bis heute aus.

Bei Jesu Taufe ist überhaupt keine Rede von einem Vatergott, der ihn adoptiert und auf seine Mission schickt. Als Jesus aus dem Wasser stieg, riß der Himmel auf und der Heilige Geist sank „wie eine Taube“ auf ihn herab. Zugleich erklang die Stimme: „Du bist mein Sohn, dir gilt meine Liebe, dich habe ich erwählt“ (Mk 1,11). Im alten Orient war aber die Taube ein Attribut der Himmelskönigin. Und auch das hebräische Wort für Heiliger Geist, ruach ist ein Femininum. Wie in Das Matriarchat im Judentum und Christentum erwähnt, bezeichnete Jesus den Heiligen Geist als seine Mutter. Im apokryphen Philippusevangelium heißt es:

Manche sagten: Maria ist schwanger geworden vom Heiligen Geist. Sie irren sich. Sie wissen nicht, was sie sagen. Ist eine Frau je schwanger geworden von einer Frau?

Die Jungfrauengeburt, gegen die sich liberale Theologen so heftig wenden, ist im übrigen eine typisch matriarchale Vorstellung. Man nahm an, daß sich die Föten in der Mutter parthenogen wie Blutgerinsel aus dem ausbleibenden Menstruationsblut zusammenklumpen. Der Mann hatte nur die Aufgabe „den Schoß zu öffnen“ und das Sperma galt allenfalls als Gleitmittel.

Interessanterweise ist im denkbar starken Kontrast dazu in der patriarchalen Schrift per se, im Koran, ständig von der lebensspendenden Potenz des Spermas die Rede. „Allah hat den Menschen aus einem Tropfen Sperma erschaffen“ (Sure 16,4).

Der Mensch möge doch bedenken, aus was (für einem Stoff) er erschaffen ist! Er ist aus hervorquellendem Wasser (d.h. Sperma) geschaffen, das zwischen Lende und Brustkasten (?) herauskommt. (Sure 86,5-7)

Siehe auch Gen 30,1-3.

Die matriarchalen Vorstellungen über die Zeugung kommen noch in Ps 139,13 zum Ausdruck: „Du hast mich geschaffen mit Leib und Geist, mich zusammengefügt im Schoß meiner Mutter.“ Im Zusammenhang mit dieser Bildung des Fötus aus dem Menstruationsblut der Mutter denke man auch an die ganze Blutmystik der Bibel – „denn im Blut ist das Leben“ (Lev 17,11).

Im christlichen Mythos spielt das Menstruationsblut ebenfalls indirekt eine große Rolle und zwar im Zusammenhang mit dem „Heiligen Gral“, dem Becher aus dem beim Abendmahl „das Blut Christi“ getrunken und in dem später sein am Kreuz verflossenes Blut aufgefangen wurde. Vorher war dieser Heilige Gral das „Füllhorn“ der Glücksgöttin Venus (und anderer Göttinnen wie der irischen Dana), die blut- respektive lebensspendende Vulva der Göttin – „der Schoß der Jungfrau Maria“. Dieser ganze Komplex ist mit der Verstümmelung (Blut!) bzw. Beschneidung des „Blutbräutigams“ (Ex 4,24-26) verknüpft.

Über den Begriff der „jungfräulichen Mutter“ schreibt Heide Göttner-Abendroth, daß alle Göttinnen (z.B. Anat, Aphrodite, Ischtar) „ohne naturalistische Verrenkung“ Jungfrau-Mütter waren,

weil sie sich nach rituellen Akten wie der Hochzeit, der Geburt und der Königsopferung einem Bad unterzogen, aus dem sie als jungfräuliche Mädchen wieder auftauchten. Diese Wandlungen deuten das zyklische Auftreten der Triebe an, denn jede Göttin war alles zugleich: Jungfrau, Mutter und weise Greisin. (Die Göttin und ihr Heros, München 1984, S. 129)

Das Christentum imitiert, so Göttner-Abendroth, mit der Trinität von Vater, Sohn und Heiligem Geist diese matriarchale Triade der Göttin, die eine Widerspiegelung der antiken dreistufigen Weltvorstellung ist (Himmel, Erde und Unterwelt). Der Vatergott herrscht im Himmel, der Gottessohn lebt auf der Erde, „und der Heilige Geist verbindet die Sphären von Diesseits und Jenseits (Andere Welt) (ebd., S. 127).

In der volkskirchlichen Form der Trinität als Vater-Gott, Mutter-Maria und Sohn-Jesus ist eine Rückkehr zur kanaanitischen Vorstellung gegeben mit dem Hauptgott El, seiner Gattin Anat und ihrem Bruder (-Gatten-Sohn) Baal. El ist eine Gottheit, die nachträglich mit semitischen Stämmen aus Arabien in die Levante eindrang und dem Paar Anat-Baal aufoktroyiert wurde.

Mythologisch zeigen sich diese Zusammenhänge darin, daß der Vatergott El den rebellischen Baal vernichten wollte, wie ja auch später Jahwe gegenüber Adam, Ijob und Christus gehandelt hat. Im Patriarchat wurde so der frühere Heros der Göttin in einem konfliktgeladenen Verhältnis auf den Vatergott bezogen. Starb der Heros vorher für die Göttin, stirbt er nun für den Vater: Zeus und Herakles (ursprünglich Hera und Herakles), Re und Horus (ursprünglich Hathor und Horus) und natürlich El und Baal, bzw. Jahwe und Christus (ursprünglich Anat und Baal, was zu Maria und Christus mutierte).

Auf jeden Fall verweist das trinitarische Christentum in allen denkbaren Beziehungen zurück auf das Matriarchat. El (d.h. Allah) ist zurückgekehrt, um nach 2000 Jahren endgültig aufzuräumen. Natürlich weiß das Mordgesindel aus dem geheimnisumwitterten „Südland“, das unsere Straßen unsicher macht, nichts von diesen Zusammenhängen, doch die kulturelle Dynamik ist identisch mit der der biblischen Zeit. Die gesamte Diskussion um Migration und „Dialog der Religionen“ leidet darunter, daß die bio-historischen Prozesse nicht gesehen werden. Stattdessen werden wir mit sozioökonomischen (mechanistischen) und theologischen (mystischen) Analysen malträtiert.

Die Vergangenheit befruchten und die Zukunft zeugen – das sei mir Gegenwart! (Nietzsche)

The Journal of Orgonomy (Vol. 42, No. 2, Fall 2008/Winter2009)

20. Januar 2013

Peter A. Crists Aufsatz „What is the Emotional Plague? A Brief Introduction“ (S. 70-77) wurde in deutscher Übersetzung auf Dr. Vittorio Nicolas Netzseite veröffentlicht.

Hier die beiden Filme, bzw. die TV-Serie, die im Aufsatz eine Rolle spielen:

[youtube:http://www.youtube.com/watch?v=kPI1IRjonRE%5D

 

[youtube:http://www.youtube.com/watch?v=7s3D8f1x5V8%5D