Posts Tagged ‘Psychotherapie’

Die gescheiterte Orgonomie (Teil 1)

13. Mai 2017

Es gibt zwei grandiose Mißverständnisse hinsichtlich der Orgonomie, die sich in entsprechende Fragen kleiden lassen:

Wo sind denn die tollen Ergebnisse der Orgontherapie? Wo die umstrukturierten, entpanzerten, gesunden genitalen Expatienten?

Warum hat es nach Reich keine neuen weltbewegenden Entdeckungen und Entwicklungen gegeben?

Die Orgontherapie ist die einzige, die einzige, Therapieform, die ein eindeutig umrissenes, klar definiertes und objektiv nachprüfbares Ziel anvisiert: die orgastische Potenz. Es geht dabei nicht darum, dieses Ziel zu erreichen, sondern die Patienten auf dieses Gleis zu setzen. Das ist der einzige wirkliche Wirkmechanismus. Es ist schon viel erreicht, wenn die Therapie aus schier unerträglichen Nervensägen einigermaßen vernünftige Menschen macht.

Bei der Orgontherapie ist es wie überall in der Soziologie und Psychologie. Um beispielsweise den Einfluß des Protestantismus auf die Menschen zu erforschen, muß man zunächst den Durchschnitt und die historische Entwicklung betrachten, so daß man bei Fallstudien an Einzelnen weiß, was man sinnvoller Weise untersuchen soll, um die Dynamik des Protestantismus im Vergleich zum Katholizismus zu verstehen. Man kann sich also dieser Frage nicht „wertfrei“ nähern! Kurz gesagt können Protestanten klarer denken und „klarer fühlen“, weil sie sich weiter vom heidnischen Obskurantismus entfernt haben. Alles andere ist irrelevant. Ähnlich ist das bei der Bewertung der Orgontherapie: es geht um den Entwicklungsprozeß.

Wie willst du entscheiden, was „gesund“ ist? Es kommen unendlich dumme Einwände a la, daß in katholischen Ländern die Menschen fröhlicher sind und ähnlicher irrelevanter Unsinn.

Und was die mangelnde Produktivität betrifft: Es herrscht allgemein ein Mißverständnis vor, was Wissenschaft und technische Entwicklungen betrifft. Nach einer wissenschaftlichen Revolution (etwa Galilei und Newton, später die Quantenmechanik) oder einer technischen (die Dampfmaschine, der Verbrennungsmotor und der Elektromotor) wird jahrhundertelang dran rumgedoktert, aber es gibt keine wirklich neuen Entdeckungen oder grundlegenden neuen Erfindungen. Die Materie ist wie sie ist, die Orgonenergie ist wie sie ist, d.h. ihre Eigenschaften sind jeweils überschaubar, nachdem jemand den Schlüssel gefunden hat, diesen Raum der Natur zu öffnen.

nachrichtenbrief18

1. Mai 2017

nachrichtenbrief10

14. April 2017

Emotionen sind für den Therapieerfolg wichtiger als Einsicht und Deutung

22. Februar 2017

So der Titel eines Tagungsberichts von dem Psychiater und Psychotherapeuten Andreas Meißner im NeuroTransmitter (Feb. 2017), dem offizielles Organ der Nervenärzte, Neurologen und Psychiater. Im Gegensatz zur ursprünglichen Psychoanalyse sei heute die Therapie dieses Traditionsstranges intersubjektiv statt hierarchisch, partnerschaftlich statt autoritär. Die therapeutische Beziehung ist der entscheidende Wirkfaktor, nicht mehr Deutung und Einsicht. Früheste nonverbale Beziehungserfahrungen werden jenseits der Sprache im prozeduralen Gedächtnis („Beziehungsgedächtnis“) abgelegt und können deshalb nicht „gedeutet“ werden, sondern es kann in der therapeutischen Beziehung allenfalls zur Nachreifung kommen. Die Gesprächsatmosphäre wird wichtiger als die kognitive Verarbeitung, denn sie schafft einen „Entwicklungsraum“. Entsprechend kommt es ganz entscheidend auf die Wahrnehmungsfähigkeit, die Lebendigkeit und das Verständnis des Therapeuten an.

Liest man die entsprechenden Ausführungen, muß man spontan an Reichs Konzept von gegenseitiger orgonotischer Erstrahlung und Anziehung denken. Etwa wenn es bei Meißner heißt:

Es handelt sich [bei Therapeut und Patient] um ein analytisches Paar, das etwas neues Drittes erschafft, eine neue Wirklichkeit, eine neue gemeinsame Erfahrung, aus der nun beide Beteiligten verändert hervorgehen, verändert in verschiedener Weise und in unterschiedlichem Ausmaß.

In dieser Art von Therapie hört der Patient auf, sich als bloßes Opfer längst vergangener Interaktionen zu betrachten, sondern (ganz wie in Reichs Charakteranalyse) tritt das Hier und Jetzt in den Vordergrund.

Soweit referiert Meißner Ausführungen des emeritierten Professors für Psychosomatik und Psychotherapie, Michael Erdmann. Im Anschluß daran beschreibt Meißner ergänzende Ausführungen des Professors für Verhaltensphysiologie und Neurobiologie, Gerhard Roth:

Pränataler und früh postnataler milderer Streß der Mutter führt beim Kind zu einem erhöhten Kortisolspiegel, der einhergeht mit Überängstlichkeit, Melancholie oder Angststörungen. Bei stärkerem, chronischem und nicht bewältigbarem Streß führt der entsprechende Hyperkortisolismus zu atypischer Depression, Empfänglichkeit für posttraumatische Belastungsstörungen und zu emotionaler Unempfindlichkeit bis hin zur Psychopathie (wie man sie etwa beim „gefühllosen Berufskiller“ findet). Der Hyperkortisolismus geht fast immer mit einer verminderten Serotoninproduktion einher, was zu Störungen der Regulation von Nahrungsaufnahme, Schlaf, Temperaturregulation, der Fähigkeit der Verhaltensregulation, Beruhigung und Wohlbefinden, etc. führt. Reich sprach hier von „Sympathikotonie“, der chronischen energetischen Kontraktion des Organismus, die bereits im Uterus anfange, spätestens aber während und unmittelbar nach der Geburt.

Dem könne, so Roth, ein Oxytocinanstieg im Rahmen einer liebevollen Interaktion entgegenwirken. Die Kortisolproduktion werde verhindert, der Serotoninspiegel steige. Damit sei die Möglichkeit einer Kompensation früher psychischer (gemeint ist wohl eher emotionaler) Defizite gegeben.

Aus diesem Grund seien auch rein kognitive Therapiestrategien kaum erfolgreich. Die neurobiologische Forschung zeige, daß die Wirkung etwa der kognitiven Verhaltenstherapie auf emotional wirkenden Faktoren beruhen müsse, wie die Bindung zum Therapeuten und das konkrete verhaltenstherapeutische Training und Einüben im Hier und Jetzt. Ähnliches ließe sich über die „einsichtsvermittelnde und bewußtmachende“ Psychoanalyse sagen. „Eine rein sprachlich aufklärende Mitteilung wirke nicht auf die subkortikalen limbischen Zentren, erläuterte Roth. Wirksam wird die Behandlung, wenn emotionale Dinge eine Rolle spielen.“ Ähnliches sagte Reich in der damaligen Begrifflichkeit seit Anfang der 1930er Jahre. Die psychoanalytischen Sektierer haben ihn dafür mit einem gnadenlosen Haß und abgrundtiefer Verachtung gestraft.

Auf die Orgontherapie verweist folgende Stelle in Meißners Aufsatz: Durch die therapeutische Allianz komme es zu den erläuterten neurobiologischen Veränderungen hinsichtlich Kortisol, Serotonin, Oxytocin, etc. Doch „Roth wies darauf hin, daß die eigentlichen strukturellfunktionellen Defizite dabei aber offenbar nicht behoben werden, was die hohe Rückfallquote von 80% erklären könnte“. Deshalb spiele „das Aufspüren von Ressourcen und das Einüben alternativer Schemata im Fühlen, Denken und Handeln“ in einer zweiten Therapiephase eine große Rolle. Die neurobiologische Umstrukturierung brauche halt Zeit. Schön und gut, aber tatsächlich scheitern diese Therapien letztendlich, weil die PANZERUNG nicht angegangen wird!

DeMeo/Senf: Nach Reich (1997)

21. Januar 2017

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DeMeo/Senf: Nach Reich (1997)

Reichianer

1. Januar 2017

„Reichianer“ hat es von Anfang an gegeben. Man denke nur an all die Psychoanalytiker, die Reich in den 1920er und Anfang 1930er Jahren in seinen charakteranalytischen Verfahren ausgebildet hat. In der Psychoanalyse, der allgemeinen Psychotherapie und etwa in der Klassifikation der „Persönlichkeitsstörungen“ wirkt er fort, doch das Wesentliche wurde fortgelassen: die systematische Auflösung der Panzerung, um die genitale Libido freizulegen. Statt Gesundheit, also das, was der Patient selbst fühlt, wenn sich die Blockaden lösen, werden willkürliche gesellschaftliche Normen zum Leitfaden der Psychotherapie. Ähnlich ist es um seine „Sexpol-Arbeit“ bestellt, die von der Studentenbewegung wiederaufgegriffen wurde, wobei ausgerechnet jener Fehler wiederholt und potenziert wurde, den Reich bereits Ende der 1930er Jahre rückblickend an sich selbst kritisiert hatte: die Instrumentalisierung der Sexualität für politische Zwecke. Also genau das, was er etwa den Katholiken vorgeworfen hatte. Für Reich war die Sexualität Selbstzweck, d.h. das Leben selbst („die expansive Lustfunktion“) sollte zu Wort kommen, nicht irgendwelche Ideologien.

Dem eigentlichen „Reichianismus“ ist Reich bereits in den 1940er und 1950er Jahren in den USA begegnet, wenn nicht sogar zuvor in Dänemark und Norwegen. Über die Verhältnisse in Skandinavien schreibt er in Rede an den kleinen Mann! Seine Kameradschaftlichkeit und Offenheit wurde gnadenlos ausgenutzt, seine Betonung der Rolle des Liebesglücks im Leben wurde auf pornographische Weise interpretiert, etc. Nach einigen Jahren In Amerika mußte er Presseberichte über Jugendliche lesen, die sich ein geschlossenes „Reichianisches“ Weltbild gebastelt hatten, zeitweise gehörte der Orgonenergie-Akkumulator geradezu zum „chic“ etwa bei dem, was später „Beatniks“ genannt wurde. In Ansätzen hatte man hier bereits alles, was sich später bei den Hippies und „68ern“ fand. Reich lehnte das damals alles radikal ab und wollte nichts damit zu tun haben. Schaut man sich jedoch etwa den Dokumentarfilm Wer hat Angst vor Wilhelm Reich? an, wird Reich explizit mit der späteren Woodstock-Generation in Verbindung gebracht, als wären in irgendeiner Weise seine Träume in Erfüllung gegangen. Nichts könnte ferner von der Wahrheit sein.

Das Geheimnis der Orgontherapie

18. Dezember 2016

Augendrehen, das Gesicht und den Kiefer bewegen, Muskeldrücken, etc. mag oberflächlich wie „Orgontherapie“ wirken, ist aber vollkommen sinnlos, wenn nicht zwei Elemente hinzutreten:

  1. es muß geatmet werden und dabei versucht werden spontan zu atmen – eine Unmöglichkeit, aber es kommt auf den Versuch an; und
  2. es muß eine Beziehung zu einem Therapeuten hergestellt werden – auch schwierig, aber im Laufe der Zeit kann man sich nicht gegen die „Übertragung“ wehren.

Das Atmen erhöht das Energieniveau und der Versuch spontan zu atmen das „Frustrationsniveau“, infolge beginnt das neurotische Gleichgewicht zu wanken. Die Kunst des Therapeuten liegt darin, die Intervention genau in jenem Augenblick anzubringen, wenn dieses Gleichgewicht sich als Ergebnis ein Stückweit in Richtung Genitalität verschieben wird. Zu jedem anderen Zeitpunkt wird nur das energetische Chaos vergrößert und eine Heilung unmöglich.

Die Panzerung ist nicht vom Himmel gefallen, sondern ist in einer Beziehung entstanden, d.h. im Familienleben. Entsprechend kann sie auch ausschließlich in einer Beziehung wieder aufgelöst werden. Man kann exakt das gleiche zuhause auf einer Matratze tun, was man in der Praxis des medizinischen Orgonomen macht, doch es wird keinerlei Wirkung zeitigen. Seine bloße Anwesenheit aktiviert genau jene Emotionen und Gefühle, die am Anfang der Panzerung standen und die auch wieder an ihrem Ende stehen müssen.

emotion (Teil 3: Spiritualität)

3. Dezember 2016

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emotion (Teil 3: Spiritualität)

Blogeinträge März/April 2011

30. November 2016

Im März und April stellte Dr. Konia folgende Blogeinträge ins Netz, auf die hier erneut hingewiesen wird, damit sie nicht verlorengehen:

Blogeinträge März/April 2011

  • Die arabische Rebellion und die Emotionelle Pest
  • Die Ausbreitung der anti-autoritären Gesellschaftsordnung auf die moslemische Welt
  • Der Niedergang der modernen Psychiatrie
  • Was ist zur Demokratisierung der islamischen Ländern erforderlich
  • Natürliche Autorität, Zwangs-Autorität und Anti-Autorität
  • Das Gehirn ist nicht der Geist: Was von der neuen Landkarte des Gehirns erwartet werden kann und was nicht
  • Verschwörungstheorien und die Wirkungsweise der Emotionellen Pest
  • Die zunehmende Anzahl von Kindern und Jugendlichen die psychiatrische Betreuung benötigen

 

 
Kommentar zu „Die Ausbreitung der anti-autoritären Gesellschaftsordnung auf die moslemische Welt”

Peter 2013: Beim zweiten Blick paßt das zu Konias Ausführungen:
http://www.bild.de/unterhaltung/leute/justin-bieber/fans-tun-alles-fuer-tickets-konvertieren-in-tv-show-zum-islam-30114444.bild.html

Zu „Der Niedergang der modernen Psychiatrie“

Robert (Berlin) Says: Aus der Frühzeit der Psychiatrie
http://einestages.spiegel.de/external/ShowTopicAlbumBackgroundXXL/a26903/l0/l0/F.html#featuredEntry

O.: Hier die Kurzfassung, da eben mein Text im Äther verschwunden ist (Pech, wenn ich ihn vorhernicht kopiere) …
Die Hysterie gibt es nach wie vor mit fast all ihren Symptomen nur unter anderen Namen im ICD. Sie ist keine Einbildung von Charcot, Freud oder Reich gewesen.
Die fiesen Methoden der Psychiatrie gibt es auch zum Teil noch: EKT, Fixierungen, Zwangsjacken und Psychopharmaka, die schlecht eingestellt sind.
Bei entsprechend „dämlicher“ Behandlung gibt es auch Todesfälle in der Psychiatrie, wie zu Charcots Zeiten, entsprechende Statistiken sind mir nicht bekannt und werden wohl auch nicht veröffentlicht. Beispielweise verstarb meine Großmutter nach wenigen Wochen aufgrund von Dauerfixierung, Bewegungsmangel und künstlicher Ernährung.
Nach dem die Psychiatriereform alle Dauerpateinten plötzlich entlassen hatte, die Betten reduziert wurden, ist die psychiatrische Bahndlung in Deutschland sichtbar besser geworden und ähnelt nicht mehr einem „Zuchthaus“. Dennoch sind EKT (Elektroshocktherapien) und Fixierungen gängige Praxis und werden an Universitäten umworben und gelehrt.

O.: Ein anderer Spiegelartikel (vermutlich von dieser Woche) unterstellt die Zunhame von psychischen Erkrankungen würde durch das DSM 5 und das kommende ICD begünstigt. Die APA, in der auch Psychopharma-Vertreter mitwirken, würde Diagnosen „erfinden“, um ihre Medikamente in großem Stil verkaufen zu können. Eine sehr plakative These, wie ich finde. Man würde einenGroßteil von psychisch „normalen“ Patienten jetzt Diagnosen verpassen und sie medikamentös behandeln wollen.
Hier wird nicht reflektiert, was die neue Arbeitswelt mit den Menschen gemacht hat. Leider gibt es auch immer mehr Menschen, die nicht mehr bis zur Rente arbeiten wollen, da sie keine adequate Arbeit für sich finden oder die zu schlecht bezahlt wird. Das Heraufsetzen des Rentenalters bewirkt außerdem, dass immer mehr Leute ihre positive Arbeitshaltung verlieren und sich dem Arbeitsmarkt innerlich verweigern. Ab 50 wird vermehrt an die Rente gedacht. Ab 60 ist kaum einer noch zu motivieren. Diesem Beispiel folgen auch schon jüngere. Die Angebote des Arbeitamtes sind völlig inakzeptabel, eine Vermittlung findet hier quasi nicht statt. Das Arbeitsamt kann man im Grunde schließen. Und Jugendliche ohne Abitur beginnen gleich mit Hartz IV Jobs wie Kranken- und Altenpfleger.
Viele Menschen sehen sich eben nicht mehr nur als körperlich leidend an, sondern fordern psychische professionelle Hilfe durch Psychologen. Sie warten hierfür bis zu einem Jahr auf die Therapie und bekomen dafür nur VT oder Tiefenpsychologie in der Kurzform.
Eine Verbesserung dieser Situation ist nicht in Sicht, von daher sollen wohl doch die Pillen alles richten, was sie nicht tun. Die Rehabilitaionseinrichtungen der Rentenversicherungen rüsten nun auf: weg von der Psyche, hin zur Arbeitswelt orientierten Medizin.

Robert: Du solltest nicht das Arbeitsamt mit dem Jobcenter verwechseln. Das Jobcenter kann jeden Ausbeuterjob aufzwingen, egal was und welche Bezahlung. Anders beim Arbeitsamt, das Strafen für Nichtvermittlung Zahlen muss.

Robert 2014: Psychiater bezeichnen Non-Konformität als Geisteskrankheit: Nur die Herdenmenschen sind »vernünftig«
Die moderne Psychiatrie ist zur Brutstätte der Korruption geworden, insbesondere die Strömung, die jeden verteufeln und für geisteskrank erklären will, der von der allgemein anerkannten Norm abweicht. Das geht eindeutig aus der neuesten Ausgabe des Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders [Diagnostisches und Statistisches Handbuch Psychischer Störungen, ein Klassifikationssystem der Amerikanischen Psychiater-Vereinigung] oder kurz DSM hervor, in der Menschen, die nicht konform gehen mit dem, was die Verantwortlichen für normal erklären, als geisteskrank eingestuft werden
http://info.kopp-verlag.de/medizin-und-gesundheit/was-aerzte-ihnen-nicht-erzaehlen/jonathan-benson/psychiater-bezeichnen-non-konformitaet-als-geisteskrankheit-nur-die-herdenmenschen-sind-vernuenfti.html

Peter 2015: In der NEW YORK TIMES wird der Niedergang der Psychiatrie diskutiert, die immer noch mit den Mitteln, die Ende der 50er/Anfang der 60er Jahre entdeckt wurden, hantiert, auf der Stelle tritt und die Psychotherapie und deren Weiterentwicklung sträflich vernachlässigt.

In Deutschland ist es, was die psychtherapeutische Ausbildung der Psychiater betrifft, vielleicht etwas besser bestellt, doch die neuen Psychiater lernen jetzt fast immer VT, während die Psychodynamik als „unwissenschaftlich“ mehr und mehr verpönt ist. Bald wird der Ödipuskomplex wieder ein großes Geheimnis sein.

Zu „Was ist zur Demokratisierung der islamischen Ländern erforderlich“

Robert 2013: Zu Tony Blairs Agenda
http://islamnixgut.blogspot.de/2012/07/warum-grobritannien-millionen-muslime.html

Zu „Natürliche Autorität, Zwangs-Autorität und Anti-Autorität“

Peter: Ein Aspekt der antiautoritären Entwicklung ist die Vertuntung der Männerwelt:
http://echtlustig.com/3205/filmhelden-damals-und-heute

Zu „Das Gehirn ist nicht der Geist: Was von der neuen Landkarte des Gehirns erwartet werden kann und was nicht“

Robert 2012: Wie ich schon öfters schrieb, die Psychiatrie ist wieder vor Freud zurückgefallen. Am besten, sie lesen wieder Charcot, Bernheim und Liebault.

Klaus: Worin ‚das Leib-Seele-Problem‘ eher besteht:
http://www.denkabende.de/kognition/bieri.rtf
Ja, die ‚Gehirn-Landkarten‘ entsprechen wohl einer recht naiven Vorstellung.

Peter 2015: Die Bewegung des Körpers macht das Gehirn fexibler: http://www.wissenschaft.de/leben-umwelt/hirnforschung/-/journal_content/56/12054/9088897/Bewegung-macht-das-Gehirn-flexibler/

Zu „Verschwörungstheorien und die Wirkungsweise der Emotionellen Pest“

Robert 2012: http://www.wissensmanufaktur.net/verschwoerungstheorie

Peter: Eine auf den Kopf gestellte Welt!
Verschwörungsleugnung:
„Behauptung, dass ein Ereignis nicht das Resultat einer Verschwörung ist“

Neben den sogenannten Verschwörungstheoretikern gibt es auch eine ganze Branche von Verschwörungsleugnern. Ein Verschwörungsleugner ist jemand, der behauptet, dass ein Ereignis nicht das Resultat einer Verschwörung ist. Eine Beweisführung, daß es etwas nicht gibt, ist allerdings grundsätzlich schwer bis unmöglich. Diese Branche hat sich offenbar in der vom Mainstream geprägten journalistischen Zunft entwickelt, die somit eher wenig zur Transparenz der tatsächlichen Sachverhalte beiträgt, sondern stattdessen die gelegten Nebelkerzen der Verwirrung energetisch versorgt.
Wenn mir jemand so einen Mist vorsetzen würde, würde ich schweigend den Raum verlassen, denn mit solchen Leuten kann man einfach nicht mehr diskutieren.

Robert: „Die Zusammenarbeit von Hugo Chavez in Venezuela, auf der extremen Linken, und Mahmud Ahmadineschad aus dem Iran, auf der extremen Rechten, zeigt die Tendenz von pestkranken Individuen sich spontan gegen ihren gemeinsamen Feind zu organisieren, der freien Welt (besonders Amerika),…“
Der Mann hat eine extreme Augenblockierung. Jeder Trottel kann sich zusammenreimen, warum diese Staaten zusammenarbeiten. Weil die Freie Welt, d.h. die imperialistische USA und ihre Vasallen jedes Land überfallen, was gegen ihre wirtschaftlichen Interessen vorgeht, außer es hat Atombomben. Menschenrechte und Demokratie spielen dabei nicht die geringste Rolle. Und diese Staaten sind auf der Abschussliste.
Chavez ist übrigens durch freie Wahlen an die Macht gekommen.

Peter: Immer langsam mit den Pferden! Erstmal weiß hier kaum jemand, wie eng die freundschaftlichen Beziehungen zwischen den beiden „frei gewählten“ Regierungen ist (http://latina-press.com/news/136708-iran-venezuela-ahmadinejad-gratuliert-seinem-bruder-hugo-chavez/). Und zweitens sind die wirtschaftlichen Interessen den „ideologischen“ (charakterologischen!) Interessen nachgeordnet, denn ansonsten hätten sich diese beiden Länder nicht praktisch aus der Weltwirtschaft ausgeklinkt und würden nicht offenen Auges dem wirtschaftlichen Ruin entgegentaumeln.

Robert: Na so doof sind deine Leser auch wieder nicht. Gegen die Beiden wird doch ständig gestänkert.
Komisch ist nur, dass immer nur die Gegner der Imperialisten als kranke Psychopathen hingestellt werden, während die Imperialisten sich mit jedem brutalen Diktator verbinden dürfen, ohne dass Konia seine verlogene Klappe aufreißt.

Klaus: Gefällt mir, wie hier die Weise nach dem alten ‚antiimperialistischen‘ Muster und Konias Weise, die Stellungen Irans und Venezuelas verständlich zu machen, gegenübergestellt werden. Es ist schon so, dass Konias Panzerungserklärung etwas Totschlagargumenthaftes an sich hat. Aber: die linke Masche auch. Und: Wer nicht völlig blnd ist, kennt die linken Maschen und … Charaktere. Erkennbar z. B. eben an Gewichtungen, wie sie in pi kommentiert werden:
“ ‚Sorge bereitet uns auch die Gewalt: in U-Bahnhöfen oder auf Straßen, wo Menschen auch deshalb angegriffen werden, weil sie schwarze Haare und eine dunkle Haut haben.‘ Da bleibt einem die Spucke weg! Wo lebt eigentlich dieser Ignorant von Bundespräsident? Es ist nicht zu fassen! Laufend schlagen Leute mit dunkler Haut und schwarzen Haaren Deutsche zusammen und dann das!“

Robert 2013: »Verschwörungstheorie«: Grundlagen eines »Totschlagarguments«
James F. Tracy
Der Begriff der »Verschwörungstheorie« löst bei den meisten in der Öffentlichkeit stehenden Menschen und insbesondere bei Journalisten und Akademikern Angstgefühle und Beunruhigung aus. Seit den 1960er Jahren wurde diese Etikettierung zu einem Disziplinierungsmittel, das sich als überwältigend effektiv erwies, wenn es darum ging, zu verhindern, dass bestimmte Ereignisse untersucht oder kritisch hinterfragt wurden. Vor allem in den USA gilt es als schweres Gedankenverbrechen Orwellscher Prägung, die offizielle Darstellung zu bestimmten Ereignissen oder Einstellungen, die darauf abzielt, die öffentliche Meinung (und damit die öffentliche Ordnung) zu beeinflussen, berechtigterweise infrage zu stellen. Und von einem solchen Verbrechen muss das öffentliche Bewusstsein mit allen Mitteln abgehalten werden.
http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/geostrategie/james-f-tracy/-verschwoerungstheorie-grundlagen-eines-totschlagarguments-.html

Zu „Die zunehmende Anzahl von Kindern und Jugendlichen die psychiatrische Betreuung benötigen“

Robert: Vermutlich spielt auch noch die Nahrung eine Rolle im asozialen Verhalten der Minderjährigen. Heutzutage essen sie viel mehr industriell denaturierte Nahrungsmittel, die besonders in den USA genetisch zerstört und mit chemischen Zusätzen angereichert und verfälscht sind. Einige dieser Zusätze lösen aggressives Verhalten aus.
Etwas anderes: die hier einwandernden autoritär strukturierten Menschen sind sicherlich zurecht entsetzt, wenn sie das Verhalten der antiautoritären Einheimischen erleben, das aus Rebellion gegenüber der traditionellen Autorität besteht.
In den Achtzigern fragte mich mal ein türkischer Kollege, ob ich sauer sei, dass er in den Ferien geheiratet hätte, weil er den Eindruck bekommen hatte, die Deutschen wären gegen das heiraten.

Jean: „Wenn man ihr Verhalten betrachtet, sind Eltern emotional nicht fähig, für das Aufziehen ihrer Kinder die Verantwortung zu tragen. Die Gesellschaft ist zerrissen.“
Ich fange allmählich an zu glauben, dass dies in „autoritären“ Zeiten wirklich anders war, so wie hier immer wieder argumentiert wird (konservativer Kernkontakt). Heute müssen Eltern zu allem einen eigenen Standpunkt finden, und wenn man nicht mit seinen Gefühlen verbunden ist, wird das ein stressiges Unterfangen. Die Fülle von Dingen, die man falsch machen kann, die widersprechenden „Experten“-Empfehlungen, und die belastenden Ergebnisse von schlechtem Kontakt zu den Kindern treiben einen geradezu in die Überforderung. Da war es früher vermutlich tatsächlich leichter, seinen Kindern mit Gefühl zu begegnen.

O.: Mit wie viel Gefühl Eltern ihren Kindern früher begegnet sind – vor, während und nach dem Krieg – läßt sich doch aus der Literatur autoritärer Zeiten ablesen: 1933 „Massenpsychologie des Faschismus“ und „Charakteranalyse“, beide Bücher so aktuell wie damals. Wer glaubt denn, dass wir heute wesentlich besser erziehen würden oder eine Gesellschaft (Schule, TV) die Kinder nicht charakterlich verbiegt, ängstigt und in die Abpanzerung zwingt? Diese Prozesse geschehen auch, wenn Eltern ihren Kindern gegenüber weitestgehend positiv gegenüberstehen, da sie ihre Kinder eben nicht (ausreichend) vor dem Umfeld schützen können.

Jean: Guter Einwand. Ich kenne ältere Menschen aus „autoritären Zeiten“, die ich als sehr herzlich erlebe. Es gibt aber auch viele andere.
„Diese Prozesse geschehen auch, wenn Eltern ihren Kindern gegenüber weitestgehend positiv gegenüberstehen, da sie ihre Kinder eben nicht (ausreichend) vor dem Umfeld schützen können.“
Ich erlebe eher, dass sich Eltern zwischen ihre Kinder und Schule stellen und nach beiden Seiten „gut Wetter“ machen wollen, was natürlich nicht klappen kann. Wenn sich viele Eltern mehr /ganz auf die Seite ihrer Kinder stellen würden, hätten sie vielleicht eine Menge Ärger mit den Schulen, würden aber auch etwas bewirken. Die Konflikte werden aber oft aus Angst vor Nachteilen für die Kinder nicht angegangen. Es ist wie immer: das Gestrüpp der vermuteten und angedrohten Gefahren hemmt eine klare Parteinahme für die Kinder.

O.: Es ist für Eltern absolut schwer sich in den Schulen (trotz Elternbeirat etc.) einzubringen, ohne sich emotional auch zu verwickeln und sich unverstanden zu fühlen. „Unabhängige“ Schulsozialarbeiter, die die Interessen der Schüler (in absolut erster Linie) und Eltern gegenüber der Schule moderieren oder (gemeinsam) vertreten, sind in jeder Schule zu fordern und in einigen auch schon vorhanden. Die emotionale Einmischung der Eltern kann dann besser auf der Sachebene diskutiert und gelöst werden. Als Elternteil sagt man evtl. einmal etwas oder bleibt eine kurze Zeit am Thema dran, dann muss aber darauf vertraut werden, dass eine Lösung gefunden wird. Schüler ohne (professionelle) Unterstützung in einer Schule laufen zu lassen, ist nicht nur nicht mehr zeitgemäß, sondern kontraproduktiv. Das ganze Arsenal der Sozial-Pädagogik ist absolut nowendig neben dem Unterricht, da es um Erziehung und nicht um „Bildung“ geht. Bleibt zu hoffen, dass die Fachkräfte sich klar für die Interessen der Kinder einsetzen. Die Nöte in den Familien sind häufig doch sehr gravierend, so dass man von den Eltern nicht so viel erwarten darf. (Das bezieht sich nicht nur auf die Finanzen.) Von daher hat sich charakterneurotisch nichts verändert, ob wir es autoritär oder antiautoritär nennen, evtl. sind durch eine gewisse (falsch verstandene) anitautoritäre Haltung die Eltern für Gespräche zugänglicher geworden und sind bereiter zum Wohl ihres Kindes etwas zu tun, wenn sie nur wüßten, was und wie.
Man überlege sich auch, wie sehr der normale Mensch – jeden Alters – heute nur allzugerne einen Psychologen/ Psychotherapeuten hätte, wenn die (wenigen) Praxen der VT oder PA nicht so überlaufen wären.
Was hier an therapeutischer Methodik in Germany als „Psychotherapie“ noch gelten darf (mit Kassenzulassung), ist ein anderes Kapitel und verdient dessen Bezeichnung kaum.

Jean: „Das ganze Arsenal der Sozial-Pädagogik ist absolut nowendig neben dem Unterricht, da es um Erziehung und nicht um “Bildung” geht. “
Zur Schule gehört auch für mich die Anerkennung der Tatsache, dass wir Erwachsenen immer erziehen, wenn wir mit Kindern und Jugendlichen zusammen sind, und uns damit nicht aus der Verantwortung nehmen können. Leider ist davon bisher sehr wenig zu sehen, ca. 1 Schulpsychologe auf 1500 Kinder, die Lehrerausbildung hauptsächlich fachwissenschaftlich orientiert, Kinder werden als Problem gesehen, dem viele Lehrer mit Ordnungsmaßnahmen zu Leibe rücken, anstatt sich oder ihre Anstalt zu reflektieren.
Ich weiß auch nicht, ob die Schule als „professionelles Umfeld“ alles richten kann und soll. Die Eltern sind doch auch in der Pflicht, ihren Anteil am Geschehen zum Guten der Kinder zu gestalten. Im Prinzip sollte es den Kindern sowohl in den Familien als auch an den Schulen so gut gehen, so dass nicht eine Seite die andere ausgleichen muss.

O.: Auf 150 Schüler sollte eine Vollzeitstelle eines Psychologen kommen, mit festgelegter Frauen- u. Männerquote: Psychologen müssten mindestens 50% der Stellen besetzen, da Männer in Schulen unterrepräsentiert sind in Schulen und im Umgang einen ganz anderen Umgang haben.
Da Eltern für den Lebensunterhalt beide arbeiten müssen, bleibt nur das Wochenende noch für die elterliche Erziehung. Ich denke, das sowohl Eltern als auch Lehrer so sehr in ihren Charakterstrukturen verhaftet sind, dass psychologisch-pädagogische Beratung die geleistete „Erziehungsarbeit“ von außen teilweise begleiten könnten.
Ebenso müssen andere helfende Systeme, wie Kinder- und Jugendclubs, wieder etabliert werden, statt sie abzuschaffen. Kinder brauchen Räume und Plätze, die geschützt sind, auch ohne Massenabfertigunng. – Ein Traum für unser Land.

Zwei Modjus als „Therapeuten“

25. November 2016

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Ein neuer Artikel auf http://www.orgonomie.net:

Zwei Modjus als „Therapeuten“

 

 

Robert 2014: „In dem Versuch sich mittels Massage selbst zu heilen, entdeckte Lowen, zusammen mit einem Kollegen (John Pierrakos), die ‚Streßpositionen‘, die das therapeutische Kernelement der Lowenschen „Bioenergetik“ ausmachen.“

Massage ist doch das genaue Gegenteil von Stresspositionen. Für mich hört sich das eher wie eine Verbalhornung an.
Ich hab mich nach den Bioenergetischen Übungen immer befreit gefühlt; auch weil man mal richtig schreien konnte. Allerdings machte meine Gruppe fast nur die Bioenergetischen Übungen oder Selbstdarstellung wie AAO, also großer Murks.

„eher dazu ersonnen Spontaneität zu unterdrücken“

Das ist meiner Erfahrung nach Unsinn, weil ja Gefühle durchbrechen oder hochkommen.

Peter: Es ist vollkommen irrelevant, wie man sich nach bioenergetischen Übungen fühlt bzw. das „Gefühle durchbrechen“. Es ist ähnlich wie mit der Psychoanalyse, wo „wilde Deutungen“ auch teilweise dramatische Effekte hatte und beim Patienten zu „tiefen Einsichten“ führte. So funktioniert jede psychologische und medizinische Charlatanerie. Entscheidend ist, ob es der Entwicklung hin zur Genitalität dienlich ist oder nicht.

Klaus: Das linke Befreiungsideal wurde durch 68 auch auf den einzelnen Menschen, seine ‚Psyche‘, bezogen. Das gehört wohl zur Freiheitskrämerei. Gerade Kindern in unseren Breiten scheint heute oft ein ‚inneres Gerüst‘ zu fehlen. Manchmal erwähnen Orgontherapeuten, dass sie vorübergehend Panzer aufbauen müssen – wenn ich es richtig verstehe. Gerade in der Charakteranalyse wird ja immer wieder betont, wie gefährlich Chaos ist. Und was ist chaotischer als mehr oder weniger in Eigenregie durchgeführte ‚Bioenergetik‘? (Das Chaos spiegelt sich sicher in Lowens ‚Theorie‘ wider.)

O.: Es ist so deprimierend, wenn man andere „Therapeuten“ mit Reich vergleichen will und diese nur Unsinn von sich geben, dass man sie nicht einmal zitieren kann/möchte.
Ferner sind diese „charakterlosen“ Pseudotherapeuten, die sich um gute Therapien tummeln, ein scheinbar immer vorhandenes Problem. Jeder durchschnittliche Psychologe hat da mehr (berufliche) Ehre und geht empathischer oder fürsorglicher mit Patienten um, auch wenn er nur an der „Oberfläche“ therapiert.

David: Lowen ist auch deshalb so beliebt, weil er wild alles zusammenwürfelte, etwa Psychoanalyse und Orgonomie, wie ich schon sagte: es sind Dealer. Etwa Cannabis aus Kostengründen mit Ziegenscheiße strecken und / oder chemische Substanzen hinzufügen, welche den „Kick“ noch verstärken sollen – letzteres jedoch vor allem bei Pulver-Drogen wie z.B. H.
Oder auch die legalen Suchtmittel-Dealer: den Tabakszigaretten werden angeblich Substanzen hinzugefügt, welche das – ohnehin hohe – Suchtpotential des Nikotins noch mehr erhöhen.
und so alles für die Praxis unbrauchbar machte
Unbrauchbar ist es – jedenfalls für den Geldbeutel dieser Leute – überhaupt nicht.
Und: wenn dann noch – infolge Öffnung des Beckens bei gleichzeitiger Beibehaltung des „Bretts vorm Kopf“ die Leute noch verwirrter werden, dann hat auch der herkömmliche Dealer-Psychiater mit seinem Medikamenten-Köfferchen was zu verdienen, um die gröbsten Schäden zu reparieren oder wenigstens zuzdecken.
Einschub:
OffTopic: Der Marxist:
Der Marxist ist ebenfalls ein krimineller Dealer. Im Grunde ist es bei ihm „Vorschussbetrug“ – wie bei der „Nigeria-Connection“.
Er sagt, um die ausbeutungs- und herrschaftsfreie Gesellschaft herbeizuführen, musst Du erst eine Diktatur errichten – mit ihm an der Spitze. Dann diese Diktatur und den Klassenkampf immer mehr verschärfen.
Und dann kommt der Kommunismus: nämlich die natürliche, selbstregulierende Gesellschaft.
Heute, nach dem Zusammenbruch der DDR 1989 und der UdSSR 1991 ist es sehr einfach zu sehen, dass dieser Weg nicht zum Ziel führt.
Einschub Ende.
Vorschussbetrug begeht der „lowenianische“ Therapeut überhaupt nicht. Er verlangt nicht nach Vorleistungen, sondern sagt einfach schnell und billig „da unten“ alles aufmachen.
Genauso wie etwa Lowens Vorstellung einer „Pendelbewegung“ zwischen Gehirn und Becken.
Da scheint mir allerdings recht viel dran zu sein.
Das Gehirn braucht man zum Beispiel – neben den Armen und weiteren Körperteilen – zum Kämpfen und zum Arbeiten. Daher ist – meines Erachtens – diese Pendelbewegung notwendig, damit man auch, was der Gesunde – Reich zufolge – tut, zwischen Sexualität und Arbeit pendeln kann.
Ansonsten scheint mir der „lowenianische“ Freiheitskrämer mit dem „linken“ einige Charaktereigenschaften gemeinsam zu haben.

Klaus: Ich frage mich, wie sehr die Deutungen von Janov einerseits und von Herskowitz andererseits das tatsächliche Geschehen widerspiegeln. Denn wie kann es sein, dass nach der ‚Therapie‘ Leute wie Lennon und Yoko Ono – so krank sie sonst (gewesen) sein mögen – so lebensfähig und (gerade was Ono betrifft) durchsetzungsfähig waren, wie man sie kennt? Oder ist es möglich, dass der neurotische Charakter irgendwie wenigstens teilweise ‚zusammenbricht‘, nichts der Gesundheit näher Kommendes an dessen Stelle tritt und man dann noch ziemlich ‚stark‘ und handlungsfähig ist (jedenfalls nicht nur wimmernd auf dem Boden sitzt)?

O.: Es gibt keinerlei Logik zwischen Janovs auspowernde Urschrei-Methode und dem angeblichen Effekt, den er erzielt haben möchte bei seinen „Patienten“. Vielmehr hat er wie andere auch einfach mal etwas behauptet, was er irgendwo her hat (vielleicht gelesen hat) und möchte den Anschein erwecken, er wüßte, von was er redet. Leute, die Dinge von anderen kopieren, erzählen so wirres Zeug.

Robert: Weil der Angriff auf den Panzer auch was freisetzt. Vielleicht war Janov 1969 noch kein größenwahnsinniger Angeber, sondern eher am Beginn seiner Karriere und darum die Therapie nicht so destruktiv.
Die Besprechung von Peter ist in der Regel daran orientiert, alles was nicht Orgontherapie ist, als minderwertig hinzustellen. Es wird mit Sicherheit auch Klienten geben, die von der Primärtherapie profitiert haben.

Robert: Der Volldepp Alexander Lowen bezeichnete sich als, nach Freud, Ferenczi und Reich, vierten großen Psychiater des 20. Jahrhunderts.
Man sollte daran denken, in den achtziger Jahren war die Bioenergetische Analyse die am weitesten verbreitete Therapie in den USA (laut Lowen).
Davon abgesehen: bis 1945 war der Volldepp mit Wolfe Reichs einzige Schüler.

Peter: Thorburn.

Robert: A critique of a therapy that involves trauma-centrism, catharsis, and attempted memory recovery
http://debunkingprimaltherapy.com/

Peter:
http://www.dieontogenetischeseite.de/kritikanJanovundPT.htm

David: … dort auch:
– Er sagte, sie würden nicht mit Leuten verhandeln, die ein niedriges Einkommen haben. Sie waren sehr streng. Wenn die Leute das Geld nicht hätten, müssten sie sofort mit der Therapie aufhören.**
Typisch für das Gebaren „alternativer“ Kreise, wie ich es manchmal erlebe.
Aber auch – Zitat aus der Anmerkung des Übersetzers:
** Kommentar FW: In seinem jüngsten Buch Primal Healing schreibt Janov im Anhang „Was ist Primärtherapie?“ Folgendes: „…..Wir sehen viel mehr Individuen aus der Arbeiterklasse als aus der Oberklasse.
Es gibt Leute, die in ihren Autos lebten, um für die Therapie zu sparen, obwohl wir eine Stiftung haben, die bedürftigen Patienten Therapie-Stipendien anbietet.“ Auf der aktuellen Webseite des Primal Centers werden Patienten zitiert, die anscheinend ein solches Stipendium erhielten und sich dafür bedanken.
Es scheint, dass sich die Dinge hier zugunsten mittelloser Patienten entwickelt haben.
Zitat Ende, Hervorhebung von mir.
Offenbar fängt man dort endlich zu denken an.

Klaus: Orgontheorie ist der Ansatz einer Theorie. Diese Theorie umfasst auch einen Gesundheitsbegriff. Und danach ist es erst einmal ziemlich egal, ob ein Patient glaubt, von etwas profitiert zu haben. Wer ein tolles Erlebnis haben will, mag Wellness oder eine Droge oder einen Urschrei-Workshop wählen.
Wenn ich „Theorie“ sage, meine ich damit übrigens nicht „etwas Praxisfernes“ oder „Unsinnliches“, sondern durchaus etwas, das Erleben und Beobachtungen mehr oder weniger gut standhält (hierzu vgl. z. B. Arbeiten Quines, etwa http://www.ditext.com/quine/quine.html ). An der Theorie muss noch vieles ausformuliert werden. Zur Erfahrungsbasis der Theorie gehören auch die Erfahrungen in der orgontherapeutischen Praxis einerseits und mit ‚neoreichianischen‘ Methoden andererseits. Und wer kein Versuchskaninchen sein will, … im Ernst: Ist man mit jemandem, der so wirr – eben new-age-mäßig – wie Lowen schreibt, gut beraten? Weisen die Erfahrungen, die man mit Orgon machen kann, nicht darauf hin, womit man vielleicht besser beraten wäre?

Mr Mindcontrol: Tja, was sage ich sonst zur „Tiefenpsychologie“? Sie ist eine Anti-Tiefen-Psychologie! Während die PA die ganze Persönlichkeit „durchanalysiert“ und damit alle tiefen Gefühle intellektuelle zerquatscht gibt Janov hier unumwunden zu, dass Patienten die PT gemacht haben keine Tiefenstruktur mehr haben. Es geht also um Zerschlagung der Tiefenstrukturen die einen Menschen auch ausmachen. Es ist Teil meines Menschseins „Schichten“ und damit auch „Tiefe“ zu haben.
Da lobe ich wieder einmal die Hypnose ( leider ein immer noch massiv unterschätztes Verfahren ) mit der man in tiefe Schichten „reisen“ kann ohne die Strukturen zu zerstören.
Interessant mit dem Vergleich Elektro-Schock ist ja dass Janov und seine humanistischen Anhänger diese klassische Psychiatrie verteufeln ( in der Tat gibt es da sehr viel zu kritisieren ) und selber nicht besser sind. Ich halte einen klassichen E-Schock der Psychiatrie der bei der Behandlung von Depression übrigens gerade eine steigende Beliebtheit zu erfahren scheint für harmloser, ganz einfach weil das passiv ist und der Patient nicht lernt sich selber fertig zu machen. Ein Reset und ein Neustart des Gehirns kann u.U. tatsächlich falsche Verknüpfungen lösen und zur Neuorierntierung beitragen, ein lernen aber wie man sich Traumatische Schocks selber beibringt um Probleme zu lösen halte ich für sehr problematisch. Ich denke auch dass durch die alte Forma der Primärtherapie, Bonding, istdp etc. die traumatische Spaltung noch vertieft wird, die „geplatzten Reifen“ ( ich habe bei der PT die Abwehr immer mit einen Gummiband verglichen dass die PT zum reissen bringt, obwohl viele Abwehr doch biologisch sinnvoll ist lediglich fehlgeleitet sein kann wie bei einer Auto-Immun-Reaktion ) werden irgendwann versuchen sich wieder aufzubauen ( was ja dem Gesetzt der automatischen Heilung in der Natur entspricht ). Dann gehen die Komplikationen erst richtig los und das Spüren der traumatuischen Spaltung wird unerträglich genauso wie wenn der Rausch eine destruktiven Droge nachlässt.
Janov selber nimmt sich aber die Frechheit raus andere Therapien wie Rebirting zu kritisieren weil Sie die Abwehr mit Gewalt brechen. Wenn man seine Ausführungen auf der „Ontogenetischen Seite“ liest könnt man davon ausgehen seine PT wäre human und würde nicht überfordern und die Abwehr auch nicht mit Gewalt brechen.
Janovs Jünger im Web wie „expat“ oder „primal“ weisen sie ganzen Vorwürfe zurück und meinen das würde doch alles gar nicht stimmen. Angeblich gäbe es jetzt eine neue Primärtherapie die das nicht mache auch ganz ohne Intensiv-Phase. Stimmt das oder sind das nur Janovs übliche Lügen ( schon 1980 hat er in einen Zeit-Interview zur Verantwortung in der PT dreist gelogen )?

O.: EKT (E-Schocktherapie) wird ausschließlich bei rezdivierender depressiver Störung, schwerer Episode vorzugsweise mit psychotischen Symptomen als letztes Mittel angewendet, wenn Psychotherapie und Psychopharmaka völlig versagen und zu keiner Besserung führen können. Sie wird nicht generell bei „Depression“ angewendet und wer dies tut – weil es in der Medizn mal wieder Mode wird – sollte die ärtzliche Approbation abgeben müssen, so meine irrelevante Meinung.

Mr Mindcontrol: In der Charite „Benjamin Franklin“ in Berlin Westend vor 1 Jahr wurden an einen Plakat die Vorzüge der EKT regelrech beworben. Wie sie funktiniert etc.
Na ja die „Platanen-Allee“ war schon in den 1980ern für ihre E-Schock-Therapie berühmt und berüchtigt!
Was in den 80ern und 90ern noch total böse war wird hier mehr und mehr hoffähig. Klar gibt es da auch Schäden, on Medikamente aber besser sind weiss ich nicht.

O.: Diese Werbung für die EKT und auch Ritalin an der Platanen-Allee (früher noch FU) ist für mich sehr befremdlich (gewesen). Auch die Hochbegabtenförderung und -forschung wurde betrieben. Nie wurde Studenten ein Fall präsentiert, bei dem ein Erfolg berichtet werden konnte.
Leider veröffentlicht auch die VT (wen wundert es), dass EKT eine Methode zur Behandlung von Depression sei, vermutlich weil es bei Schizophrenie schon nichts brachte.

David: Bekanntermaßen wird über „Katathymes Bilderleben“ (KB) gesagt dass der Therapeut damit viel schneller – vielleicht auch tiefer – in die unbewussten Bereiche vordringen könne als mit Psychoanalyse; ferner wird das KB als eine der Hypnosetherapie-Methoden gesehen.