Posts Tagged ‘Physik’

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31. Mai 2017

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28. April 2017

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22. April 2017

Maglione: Methods and Procedures in Biophysical Orgonometry (2012)

19. Februar 2017

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Corrington: Wilhelm Reich. Psychoanalyst and Radical Naturalist (2003)

31. Januar 2017

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Orgonomische Dogmatik

20. Januar 2017

Leuten wie mir wird immer wieder vorgeworfen, sie seien dogmatisch und es sei nie die Intention Reichs gewesen seine „Lehre“ erstarren zu lassen. Tatsächlich sitzen diese Kritiker einem grundsätzlichen Mißverständnis auf. Die Orgonomie ist eine Wissenschaft und damit weitgehend unwandelbar. Man nehme etwa die Physik: seit Jahrzehnten sind weltweit die Lehrveranstaltungen für die Grundsemester praktisch austauschbar trotz aller Versuche didaktisch effizient zu sein und Neuland zu beschreiten. Mechanik, Elektromagnetismus, Thermodynamik, Relativitätstheorie und Quantenmechanik sind in ihren Grundlagen unwandelbar. Es kann von einer ermüdenden Langeweile sein! Beispielsweise hat sich die Optik seit Newton, d.h. seit 300 Jahren, praktisch überhaupt nicht gewandelt. Genauso ist es mit der Orgonomie. Was sollte sich an der Orgasmustheorie, der Entdeckung des Orgons und dem orgonomischen Funktionalismus seit Reich schon groß geändert haben?

All die Neuerungen und „Konzepte“, mit denen „Reichianer“ immer wieder hervortreten, sind nachweisbar durchweg mechano-mystische Entstellungen, so als hätte man es mit einer „Weltanschauung“ zu tun, die ausgebaut, „angepaßt“ und „neu ausgerichtet“ werden könnte.

Die Grundkonstanten der Physik

28. Dezember 2016

Der Heilige Gral der Physik sind nicht irgendwelche Elementarteilchen, sondern die Erklärung der diversen physikalischen Grundkonstanten. Man denke etwa an die „Feinstrukturkonstante“, die bestimmt, wie groß die Atome sind, oder die Gravitationskonstante, die die Größe der kosmischen Strukturen bestimmt. Ihre exakten Werte ergeben, daß es, von der Chemie her, Brot geben kann und daß es einen Planeten geben kann, der um einen Stern im richtigen Abstand kreist, damit Getreide wachsen kann.

Warum haben die physikalischen Grundkonstanten diese bestimmten Werte? Es gibt dazu eine mystische (Platonistisch) und eine mechanistische Antwort („es wird solange gewürfelt, bis die richtige Zahl erscheint“).

Die mystische Erklärung ist die „Weltformel“, mit deren Hilfe „Gott“ die Welt erbaut hat. Die Grundkonstanten berechnen zu können, ist der Traum jedes Physikers. Beispielsweise hat Burkhard Heim, den einige „Reichianer“ an die Stelle Reichs setzen wollten, entsprechende Gleichungen veröffentlicht. Bis Physikern der geschickt kaschierte Trick aufging: Heim war von den Grundkostanten ausgegangen und hatte dann seine Gleichungen solange manipuliert, bis nach undurchschaubaren Umwegen, oh Wunder, am Ende wieder die exakten Werte der Grundkonstanten herauskamen.

Der mechanistische Ansatz ist kaum weniger Münchenhausenesk: mit dem „anthropischen Prinzip“ wird die wunderbare Harmonie der Grundkonstanten, die Leben im Universum ermöglichen, damit erklärt, daß es zahllose Universen mit zahllosen Werten für die Grundkonstanten gibt und wir zufällig in jenem Universum leben, in dem Menschen sich entwickeln konnten, um diese „unerklärliche Harmonie“ zu entdecken.

Der funktionelle Ansatz: Die Grundkonstanten spiegeln schlichtweg die Eigenschaft der kosmischen Orgonenergie wider. Dabei ist der kosmische Orgonenergie-Ozean nicht einfach „der Äther“, wie ihn sich die Mechanisten des 19. Jahrhunderts vorgestellt haben, und wie ihn so mancher „Reichianer“ rehabilitieren will, sondern es handelt sich vielmehr um die Lebensenergie. Von daher haben die Grundkonstanten genau jene exakten Werte, die Leben im Universum möglich machen. Dieser Zusammenhang wird auch evident anhand des gängigen Maßsystems (Zentimeter, Sekunde, Gramm), das zur Verwunderung der Schulphysiker eine fundamentale Bedeutung hat. Siehe dazu meine „anthropischen“ Ausführungen in Orgonometrie (Teil 1): IV. Das Krx-System.

Das Wesen der Physik

12. November 2016

Von „Reichianern“ wird häufig ausgeführt, daß Konzepte bildhaft anschaulich und kausal sein müssen, um sie gefühlsmäßig erfassen zu können. Das sei Reichs „funktionelle“ Herangehensweise. Es endet in der Vorstellung, daß das Universum sozusagen ein großer Suppentopf ist („kosmischer Orgonenergie-Ozean“), in dem alles und jedes durch Wirbel, Verdickung der Suppe zu Klumpen („Materie“) bzw. deren Auflösung erklärbar ist. Oberflächlich betrachtet, beschreibt Reich eine derartige Welt. Schaut man aber genauer hin, dann ist das nur sein Versuch sich möglichst allgemeinverständlich auszudrücken. Ähnlich wird die Allgemeine Relativitätstheorie, die komplexeste Theorie, die je entworfen wurde, mit dem berühmten denkbar simplen Gummiband-Gitter versinnbildlicht, über das Metallkugeln rollen.

Die Allgemeine Relativitätstheorie kann man nur verstehen, wenn man sich über viele Jahre in die Formelsprache eingelebt hat und sie anwenden kann, um konkrete physikalische Probleme zu lösen. Als Nichtphysiker war Reichs Ansatz zwar grundsätzlich anders, aber auch bei ihm sollte die allgemeinverständliche Darstellung nicht mit der wirklichen Theorie verwechselt werden.

Physik ist nicht bildhaft und nicht kausal. Beispielsweise soll man berechnen, wie viele Menschen in einen Saal passen. Dazu nimmt man nicht weiter definierte „Objekte“, die weder Farbe, Masse noch sonst etwas haben, sondern nur die durchschnittliche Breite und Dicke des Menschen, einen von anderer Seite vorgegeben Mindestabstand zwischen diesen „Objekten“, und rechnet. Will man diese Rechnung Schulkindern vermitteln, müssen diese Objekte eine bestimmte Form und Farbe haben, etwa Playmobil-Männchen, aber das widerspricht imgrunde dem Wesen der Physik. Beispielsweise wird man die Playmobil-Männchen in einem Lehrfilm nacheinander in den Saal stellen, während „sie“ für die Berechnung, also die echte Physik, sozusagen non-kausal einfach da sind, zumal sie weder Form noch Farbe, noch sonstwas außer den beiden Dimensionen Breite und Tiefe haben.

Genauso ist es mit der Orgonphysik. Wie man sich beispielsweise den Mechanismus bildhaft-kausal vorstellen soll, der die Temperatur im Orgonenergie-Akkumulator ansteigen läßt, ist letztendlich gleichgültig. Von praktischer Wichtigkeit ist, daß die Temperaturdifferenz To-T bei Kontraktion, in der Nacht und bei „schlechtem Wetter“ abnimmt, am Tag und bei „gutem Wetter“ zunimmt, also mit den Funktionen „Kontraktion“ und „Expansion“ verknüpft ist. Der entscheidende Unterschied zur üblichen Physik ist nicht nur das Konzept der orgonotischen Pulsation, sondern vor allem auch, daß die subjektiven Einschätzungen „schlechtes Wetter“ und „gutes Wetter“ besser mit dem Verlauf von To-T korrelieren, als etwa Messungen mit dem Barometer und Hygrometer. Hier bildhaft Anschauliches und mechanisch Kausales ins Spiel zu bringen, wie es das Hobby von „Reichianern“ zu sein scheint, lenkt nur von diesem entscheidenden Punkt ab: daß der (ungepanzerte) Organismus das beste Meßinstrument ist, – weil er nicht (primär) wie eine Maschine bildhaft-kausal nachvollziehbar (mechanisch) arbeitet, sondern als Funktionsgefüge. Entsprechend wird ein Physiker niemals verstehen, warum man einen Orgonenergie-Akkumulator sorgsam wie einen lebenden Organismus behandeln muß, will man vernünftige Meßergebnisse erzielen. Oder wenn man behauptet, daß Hamburg sich für Orgonforschung nur schlecht eignet, weil die Atmosphäre „zu feucht ist“, und daß etwa Bremen viel besser geeignet ist, was man sagen kann, kaum daß man eine halbe Stunde in dieser Stadt war. Ein Physiker ist so konditioniert, daß die Naturgesetze an allen Orten mechanisch gleich funktionieren und daß subjektive Einschätzungen irrelevant sind.

Ist die Orgonomie eine “heilige Wissenschaft”?

27. Oktober 2016

Robert Jay Lifton hat eine „heilige Wissenschaft“ wie folgt umrissen:

Das totalitäre Milieu hält um sein Grunddogma eine Aura der Heiligkeit aufrecht, um es als ultimative moralische Vision für die Ordnung der menschlichen Existenz hochzuhalten. Diese Heiligkeit wird im Verbot evident (…), die Grundannahmen in Frage zu stellen, und in der Verehrung, die für die Urheber der Botschaft, dem gegenwärtigen Träger der Botschaft und die Botschaft selbst gefordert wird. Während die übliche Logik verletzt wird, stellt das Milieu übertriebene Behauptungen über seine luftdichte Logik und absolute „wissenschaftliche“ Präzision auf. Demnach wird aus der ultimativen moralischen Vision eine ultimative Wissenschaft und derjenige, der es wagt sie zu kritisieren oder auch nur unausgesprochene alternative Ideen hegt, wird nicht nur als unmoralisch und respektlos betrachtet, sondern auch als „unwissenschaftlich“. Auf diese Weise stärken die Meisterdenker des modernen ideologischen Totalitarismus ihre Autorität, indem sie behaupten Anteil am reichen und angesehenen Erbe der Naturwissenschaft zu haben.

Wenn man Reich mit den anderen Psychoanalytikern seiner Zeit und auch mit Freud selbst vergleicht, wird deutlich, daß er noch am wenigsten „spekulierender Philosoph“ war. Man denke nur an die von ihm bekämpfte Todestriebtheorie oder die ebenso absurde Theorie Anna Freuds, das Ich sei von Natur aus zu schwach für die Triebe, die im Menschen wüten. Wenn irgendwer eine „moralische Vision“ hatte, um pseudowissenschaftliche Behauptungen aufzublasen, dann seine Gegner. Was die Entwicklung von den Bionen bis hin zum Cloudbuster betrifft, bestand die Problematik, daß kaum einer seiner Mitarbeiter und Anhänger die Expertise hatte, um Reich wirklich zu folgen. Und Wissenschaftler, die eine Ausbildung in dem von Reich jeweils beackerten Feld hatten, etwa Physiker, die über Reichs laienhafte Herangehensweise stolperten, konnten den spezifischen Zusammenhang der Reichschen „Orgasmus-Forschung“ nicht erfassen. Das begann schon bei den bio-elektrischen Experimenten, als sich Reich mit Fachleuten der Kaiser Wilhelm Gesellschaft herumplagen mußte (siehe Jenseits der Psychologie). Zu allem Überfluß sah sich Reich als „Orgasmusforscher“ nach entsprechend desillusionierenden Erfahrungen in Skandinavien gezwungen, auf seiner „moralischen“ Würde als Wissenschaftler, „Meisterdenker“ und „Herr Dr. Reich“ zu beharren.

Von daher gibt es in der Orgonomie durchaus kultische Elemente, Elemente einer „heiligen Wissenschaft“, aber das müssen sowohl Anhänger als auch Kritiker im Kontext sehen. Die einen sollten sich fragen, warum sie Reich glauben, nicht aber der Schulwissenschaft, die sie zwar auch nicht verstehen, die aber immerhin von unzähligen Wissenschaftlern vertreten wird, die sich gegenseitig kontrollieren. Und den Kritikern sei gesagt, daß letztendlich die Zeit über wissenschaftliche Theorien entscheidet und nicht die Mehrheit vermeintlicher Experten. Die Bione haben Bestand, der Orgonenergie-Akkumulator, der Cloudbuster und vieles mehr. Was es nicht wirklich gibt oder was keinen Sinn macht, verflüchtigt sich über kurz oder lang im Rahmen einer „natürlichen Auslese“, egal wie „heilig“ es auch immer aufgemacht ist, um dieser natürlichen Auslese zu entgehen.

Kritik an Wilhelm Reich

20. August 2016

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Eva Reich in Makavejevs Drecksfilm:

Robert 2011: Reichs Tochter, Lore-Reich Rubin, hat sich auch so ihre Gedanken zu Makavejev´s Film gemacht (im letzten Zehntel der Seite):

Um nun zum Film zu kommen: Ich persönlich schätze den Film trotz etlicher gravierender Verdrehungen der Reichschen Ideen. In dieser erfundenen, in Jugoslawien handelnden Geschichte von Vladimir und Milena, verdeutlicht Makavejev sowohl Reichs Konzepte zur Charaktertypologie, als auch seine Vorstellung, dass es in autoritären Staaten durch Unterdrückung der Sexualität zu einer Unterwerfung und Idealisierung des Staates kommt.
Wenn wir aber auf das Thema Sexualität zu sprechen kommen, erkennen wir, dass Makavejev selbst die Ideale entstellt. In einem Interview bezeichnete er Reichs sexuelle Revolution als zahm. Er verherrlicht die Revolution der 60er und 70er Jahre mit allen ihren Extremen. Ein paar Beispiele:
1) Gleich in der ersten Szene des Films wird der Geschlechtsakt ei-nes Paares gezeigt und ist als Original-Filmmaterial aus der Sex-Pol-Zeit deklariert. Durch die unmittelbare Nähe zu anderen Szenen ist damit der Geschlechtsakt meiner Eltern, Wilhelm und Annie Reich, gemeint. Reich hätte diese Szene aber niemals gefilmt. Er glaubte an die Intimität des sexuellen Aktes. Tatsächlich wurde dieser Filmab-schnitt 1969 beim Hippie-Musikfestival in Woodstock aufgenommen. Wollte sich hier Makavejev über Reich, sein bewundertes Idol, lustig machen?
So können wir sagen, dass Makavejev Reich bewundert, sich für seine Vorstellungen und Theorien einsetzt und uns für seine ungerechte Inhaftierung trauern lässt. Gleichzeitig aber fühlt er sich als Rivale und möchte selbst ein berühmter Mann sein. Das gipfelt darin, dass er sich über Reich und seine Theorien lustig zu machen beginnt, obwohl er gerade in seinem Film aufgezeigt hat, wie großartig und einzigartig er die Theorien findet.
Trotzdem: Als Ganzes gesehen ist „Wilhelm Reich und die Mysterien des Organismus“ ein starker und bewegender Film, zeitweise brillant, Einblicke gewährend, manchmal schockierend und manch-mal amüsant. Er ist auch eine wunderbare Erinnerung an das Ethos der 1970er Jahre und eine eindringliche Warnung vor bedrohlichen Zeiten, in denen wir uns gegenwärtig befinden.

http://www.heikolassek.de/39994.html

Peter dazu: Danke für den Hinweis! Hier noch eine interessante Stelle:

Die Reichsche Therapie – das Lösen des Muskelpanzers mit tiefem Atmen und anderen Übungen – wird in Alexander Lowens Bioener-getik-Therapie in Hyperventilation und Übungen in Stresspositionen umgewandelt, bis Muskelzuckungen und Schüttelkrämpfe erfolgen, was das Ideal, den Panzer zu lösen, anstatt noch mehr Spannung aufzubauen, verfälscht. Während sich die Gruppensitzungen in ein Schreien, Stampfen und in einen aggressiven Tumult kehren, was bestenfalls Sadomasochisten ertragen würden. (Reich hat einmal zu seinem Sohn gemeint, dass er diese Art von Behandlung verabscheue.)

Peter: Das logische Resultat der „Revolution der 60er und 70er Jahre mit allen ihren Extremen“:
http://www.pi-news.net/2011/08/dalrymple-die-frivolitat-des-bosen-1

Robert: Während sich die Gruppensitzungen in ein Schreien, Stampfen und in einen aggressiven Tumult kehren,…
Genau dass habe ich in meiner Bioenergetikgruppe vor 30 Jahren erlebt.

Peter: Zum Zerfall der Gesellschaft:
Reich sagt, daß man die Emotionelle Pest u.a. daran besonders gut erkennt, daß sie wie blind für prägenitale Perversionen ist, jedoch bei genitaler Liebe unerbittlich zuschlägt.
Dazu der „Politskandal“ in Schleswig-Holstein um einen CDU-Politiker und eine 16jährige (die ihn im übrigen ausdrücklich in Schutz genommen hat, man könne nichts Schlechtes über ihn sagen) und der passende Kommentar aus dem TAGESSPIEGEL.
Vor diesem Hintergrund ist es zwar nicht seltsam, aber ein ethisches Armutszeugnis unserer Gesellschaft, daß sie den Betrügern eher verzeiht als den Liebenden.
siehe http://www.steinhoefel.de/blog/2011/08/16-jahr-blondes-haar.html

Peter: Darauf hat sich ja auch Charles Kelley berufen („education in felling and purpose“): Reich hätte einseitig auf die Befreiung der Emotionen geschaut und dabei die „Kopfseite“ vernachlässigt: Motivation und Zielgerichtetheit, die (auch) geschult werden müsse.
Das Problem dabei ist, daß die Motivation am Anfang steht. Ohne Motivation von vornherein ist jede Therapie vollkommen aussichtslos. Aber wo kommt die her?
Meines Erachtens aus der Erziehung. Wird die hintertrieben, wie in „Wohlfahrtsfamilien“ und bei manchen dekadenten Superreichen, dann ist der Mensch rettungslos verloren. Motivation ist eine Angelegenheit des Überlebenskampfes. Im Zoo und im Wohlfahrtsstaat stirbt sie ab. Das sozialistische Paradies auf Erden wäre das Ende der Menschheit.

Klaus 2013: „Fakten, um Wahrheit und Nichtwahrheit“
Was Fakt ist, hängt außer von der Welt von der Weise, wie man sie beschreibt, ab. Da steckt der Teufel im Detail – u.a. im Detail der von Reich gewählten Ausdrücke.

Robert 2013: Es war schon immer mein Kommentar, dass die Orgonomie sich mit der Evolutionsbiologie im Einklang befinden muss, um Ernst genommen zu werden. Die utopischen Elemente der Orgonomie, die Reste von Reichs kommunistischer Periode sind, müssen langsam abgelegt werden.
Das menschliche Territorialverhalten würde in einer Genitalen Welt (was für eine irre Wortschöpfung) berücksichtigt werden müssen und durch Bevölkerungsabbau in einem vernünftigen Maß reduziert.
Nebenbei: man sollte sich immer klar machen, das die
Orgonomie eine vollkommen unbedeutende Sekte ist mit vielleicht einigen hundert bis tausend Gläubigen weltweit. Solche Artikel wie die von Mathews erinnern mich an die von kommunistischen Splittergruppen, die darüber spekulieren, wie die Welt nach ihrer Machtergreifung aussehen wird.

Markus: Man muss sich fragen, bei welchen Arten die organismische Pulsationsfunktion durch zb. ein Alphamännchen unterdrückt wurde?
Was ist mit Hunden? Hunde werden durch ihr Herrchen (Alphatier) unterdrückt und entwickeln auch einen Muskelpanzer. Genauso Rinder oder Hühner die in Ställen eingesperrt sind entwickeln einen Muskelpanzer und werden desktruktief, bzw neurotisch!
Autoimunerkrankungen entstehen nur bei unterdrückten Lebewesen. Das sollte doch wohl zu denken geben.
Schaut Euch doch die ganzen humpelnden Lebewesen an!
Die Menschen übertragen ihre Neurosen auf ihre Haustiere,..
ich wil gar nicht weiter schreiben, das geht tief, sehr tief.
Mans right to know! der letzte Abschnitt, Reich spricht genau das an was passiert ist!!!
Die Orgonomie verflacht und verwässert…

O.: Kritik an Reich wird wenig geübt innerhalb der „Reichszene“, da es oft an eigener Kompetemz fehlte und man sich dies nicht zutraute oder weil man eher sich am Positiven berauschen möchte – eine esoterische Sicht der Dinge hat und Reich für seine eigenen (mystischen) Bedürfnisse nützen will.
Reich hatte zwei Arten von Gegner: 1. hassefüllte Gegner, die ihn sehr wohl verstanden haben und 2. blinde Mitläufer, die sich mit ihm berauschen. Mischtypen zwischen diesen beiden Positionen sind auch denkbar.
Die Mitläufer – oft als „Nachfolger“ tituliert – sabotieren ihn von innen heraus.
Eine ernsthafte Beschäftigung mit Reich wird von beiden Gegnertypen aktiv verhindert. Die organisierte und institutionalisierte Gegnerschaft (emotionelle Pest) geht von beiden Typen aus und beide agieren Hand in Hand.
Nicht selten sind begeisterte Anhänger zunächst Reich gegen über positiv bestimmt und spüren im Verlauf der Beschäftigung mit ihm, dass sie strukturell keine Chance haben aus ihrer neurotischen Charakterstruktur herauszukommen – kein Orgontherapeut kann ihnen helfen (oder sie finden keinen) – auch kein Psychotherapeut wird ihnen hier heraus helfen können. Sie hassen sich und Reich für seine Entdeckung und klarere Sicht über ihre neurotische Struktur und werden ihm gegenüber von Hass erfüllt, sie müssen ihn zerstören, um selbst nicht an ihr Elend erinnert zu werden. Oft kaschieren sie ihren Hass in dem sie als „Reichianer“ ihn nicht so ernst nehmen, ihn uminterpretieren oder esoterisch weiterentwickeln. Sie verflachen und verwässern die Orgonomie. Reich wird für alle kommenden Generationen zerstört. Keiner soll haben, was sie gefunden haben und nicht für sich haben konnten.
_____________________________
Eine Kritik an Wilhelm Reich kann wohlwollend und systemimmanent geführt werden, wenn man sich von den oben geschilderten neurotischen Reaktionen frei machen kann. Doch wem gegenüber möchte man sie äußern? Wer kann damit sorgsam umgehen, ohne sie destruktiv zu nutzen?

O.: Bernd SENF meets Don CROFT:
Zu einer „orgonomischen Verschwörung“ wird hier folgende Theorie geboten: Bernd Senf distanziert sich in „neutraler“ Weise von der Verschwörung von Don Croft. Nun das mag man vielleicht noch informativ finden, wird doch alles Wissenswerte auf 19 Seiten zusammengepresst (danit es kein anderer sagt), doch was macht Senf so sicher, dass das Publikum so unfähig ist, seine Darstellung zu durchschauen? Geht es nicht um eine Rechtfertigung für die eigenen Taten, die zur Don Crofts „Werk“ führten? DeMeo wieder in der Position des „Aufklärers“, auch unfähig sich zu reflektieren, und Senf als Mittler und „objektiver Beobachter“.
Diese ganze Inszenierung ist eine Verschwörung, kaum schwer zu erkennen und eine „paranoide Beweiskette“ kann man sich auch sparen: Pseudo-Reichianer und originalste Reichianer treffen auf Pseudo-pseudo-Reichianer. Bei dieser Besetzung ist der Verschwörungsthriller garantiert, es fehlt nur noch die Verfilmung dazu, die gibt es dann auf youtube.
So wird suggeriert, dass „Reichianer“ die Guten in völliger Unschuld seien.
http://www.berndsenf.de/pdf/OrgonOrgonitCloudbusterChembuster.pdf

O. 2015: Reich macht auf eines aufmerksam: Die psychovegetative Panzerung; – ich brauchte heute mal wieder einen neuen Begriff.
Und diese zeigt, wie sehr er von emotioneller Pest und von Idioten umringt war. Reich hoffte hieran etwas ändern zu können. Die Hoffnung hieß „Orgontherapie“.
Die einzige Kritik an der Orgonomie wäre die, dass ihr mehr als eine Person angehöre. – Sicherlich gab es um Reich nette und anständige Menschen, die ihn auch emotionell unterstützt haben.
Doch alle sind zwangsläufig gepanzert und limitiert im Nutzen für eine Orgonomie. Auch Reich stand sich emotionell oft selbst im Weg, doch für Selbstzweifel fand er keine Zeit.
Unter der Bedingung der psychovegeativen Panzerung, ist ein Fach, wie die Orgonomie, nicht etablierbar. Nicht eine Konferenz würde Sinn machen.