Posts Tagged ‘Perversion’

Eine Ergänzung zu „nachrichtenbrief57“: Das Grundproblem mit Moslems

12. August 2017

Im Video habe ich ausgeführt, daß der Appell ans Ichideal, an das Wahre, Schöne und Edle, eine Abkürzung auf dem Weg zum bioenergetischen Kern sein kann. Wahrscheinlich können neurotische Gesellschaften, also Gesellschaften, die per definitionem aus der sekundären Charakterschicht heraus leben, nur mit Hilfe der Religion überleben. Man nehme den Hinayana-Buddhismus auf Ceylon oder in Thailand. An sich sind das Atheisten, aber explizit „beten“ sie zu ihrem Ichideal, in diesem Fall der historische Gautama Buddha. Mahayana-Buddhisten „beten“ zwar zu gottgleichen Buddhas und Bodhisattwas, doch im Prinzip ist es dasselbe. Der nächste Schritt sind echte Religionen wie der Hinduismus oder das Christentum, wo die Schöpfergötter Krishna und Christus als Identifikationsfiguren dienen. Man kann das aber alles auf das beste Beispiel reduzieren: die „Anbetung“ Gautama Buddhas.

Es ist ungemein schwer ein Arschloch zu sein, wenn einem ständig ein edler Mensch vor Augen geführt wird; jemand, der selbstlos, schön und entspannt ist. Hinzu kommt, daß die religiösen Gebote durchweg an das Beste an uns appellieren. Der Islam ist die einzige Religion, die ich kenne, die das explizit nicht tut. Parsen und Jainas dürfen nicht lügen, niemanden übervorteilen, etc. Sikhs und Bahai sollen allen Menschen als Brüder und Schwestern entgegentreten. Christen werden ständig zur Feindesliebe ermahnt. Hindus und Buddhisten sollen ihre Leidenschaften überwinden. Hingegen handelt ein Gutteil des Koran von Kriegslist und Kriegsbeute, Mord und Folter. Man soll kein Mitleid mit den Feinden des Glaubens, d.h. allen Nichtmoslems haben. Neben der Gewalt dreht sich alles um Sex. Das Paradies ist voller Lustknaben und willigen Jungfrauen. Der „Fastenmonat“ ist der Monat des nächtlichen Schlemmens. Gott selbst ist ein selbstsüchtiger Widerling, der absolute Unterwerfung abverlangt und erst zufrieden ist und dir schlichtweg jede Sünde vergibt, wenn du möglichst viele „Ungläubige“ mit in den Tod reißt.

Der Islam ist ein Ausdruck der sekundären Schicht und appelliert an die sekundäre Schicht. Das erklärt auch die ansonsten vollkommen absurde Nähe der modernen Linken zum Islam. Feministinnen, die sich am Kindermord („Abtreibung“) und der Zerstörung der Familien („Emanzipation“) ergötzen; Antifaschisten, die ansonsten alle Traditionen, insbesondere aber die christlichen, ausmerzen wollen; die Blockwarte der Political Correctness, die ansonsten jeden Konservativen am liebsten in den GULAG schicken würden, – sie verbrüdern sich mit dem Islam, weil sie nur sekundäre Triebe, Perversion, Häßlichkeit und Niedertracht ertragen können. Es ist kein Zufall, daß der typische wandelnde Kartoffelsack und die typische grünhaarige Social Justice Warrior beide derartig scheiße aussehen, daß man Augenkrebs bekommt und seine Heterosexualität an den Nagel hängen möchte, wenn man durch die Stadt geht. Beide sind ständig empört, hassen die Redefreiheit, die Freiheit schlechthin, das Leben schlechthin. „Ihr liebt das Leben (OR), wir lieben den Tod (DOR)“ – ist ihr gemeinsamer Schlachtruf.

Orgontherapie: ein Licht in der Finsternis

14. Juli 2017

Primäre Triebe kommen stets da heraus, wo sie sollen (bei a, b und c), sie werden sekundär, wenn sie bei d, e, f, g, h, i, j …. u, v, w, x, y, z herauskommen. Da dieser, wenn man so sagen kann, „falsche Abfluß“ immer noch eine gewisse Energieökonomie garantiert, kann man sekundäre Triebe als Selbstheilungsversuche des Organismus betrachten. Das Fatale ist nun, daß sie keine Befriedigung schenken und deshalb immer weiter ausufern. Der krankhafte Spieler, der erst aufhört, wenn er ruiniert ist, ist dafür ein Beispiel. Sekundäre Triebe geben also nur die Illusion kurativ zu sein, sind es aber nicht – im Gegenteil. Es muß darum gehen, sie einzuschränken und den Patienten beizubringen, die Angst auszuhalten, die der daraus resultierende Energiestau erzeugt. Je mehr der Patient es aushält, diese „Stauungsangst“ zu ertragen, desto mehr findet er auch den Mut durch die Barriere durchzubrechen die „a, b und c“ blockieren.

Ist aus Ausleben sekundärer Triebe stets zu unterbinden? Wie gesagt, bieten solche sekundären Triebäußerungen langfristig keine Befriedigung und bilden eine Spirale nach unten (totale Abpanzerung, Zusammenbruch oder Krebs), aber natürlich sind es partielle Energieentladungen, die zumindest kurzfristig eine gewisse Energieökonomie sichern. Es ist zwar ein Kunstfehler, den Patienten in seiner sekundären Triebäußerung zu unterstützen, aber es wäre auch verantwortungslos sie mir nichts dir nichts einzuschränken und so vielleicht einen psychotischen Zusammenbruch, einen Selbstmord oder eine „somatische Entladung“ (eine Biopathie) zu provozieren.

Das wichtigste ist aber, ihn niemals moralisch und menschlich zu verurteilen. Nur die Liebe kann heilen. Es ist nur die Frage, was man „liebt“. Reich hat das sehr gut in bezug auf die Wüste ausgedrückt: er hat sie liebengelernt, weil sie immer noch heroisch gegen den Tod ankämpft. Genauso kann man auch etwa einen einfach nur ekligen masochistischen passiven psychotischen Homosexuellen lieben, weil tief drinnen, entgegen einem Horror-Leben, doch noch irgendwie das Lebendige gegen den Tod ankämpft. Man liebt also nicht, á la relativistischem Multi-Kulti-Liberalismus, den Homosexuellen und seinen „alternativen Lebensstil“ oder sieht darin, á la manche „Reichianer“, den ersten Schub der Befreiung, sondern man liebt seine Kernfunktion und bewundert ihn, weil er weiterkämpft, da wo ich oder du bereits Selbstmord begangen hätten. Therapie bedeutet, diesen Kern zu sehen und ihn zu unterstützen und soweit wie möglich ins Leben zurückzurufen. Die Kakteen (die masochistischen und homosexuellen Perversionen) müssen dem frischen Gras weichen. Und um eine Wüste zu begrünen, begießt man nicht die Kakteen, aber man haut sie auch nicht einfach um, sondern man beschneidet sie nach und nach, um Platz für das grüne Gras zu machen, das man hegt und pflegt und nach Kräften begießt.

Du kannst mir mal am Hobel blasen!

22. Dezember 2016

Kuang-Yi Ku von der Design Academy in Eindhoven, Niederlande, ein Zahnarzt, der zum Künstler wurde, will im Zahnlabor des King’s College in London die Art und Weise, wie wir über Medizin denken, mit Hilfe von Sexprothesen verändern. Sein Workshop ist Teil der Ausstellung „Mouthy“ der Science Gallery, in der Werke gezeigt werden, in denen sich Kunst und Wissenschaft vereinigen. In dem Artikel, in dem seine Arbeit vorgestellt wird, heißt es:

Die Wissenschaft hat keine große Erfolgsbilanz vorzuweisen, wenn es darum geht, menschliche Sexualität in Forschung und Praxis zu integrieren. Die Zahnmedizin betrachtet beispielsweise drei Funktionen für die Mundhöhle: Ästhetik, Aussprache und Kauen. „Es gibt eine andere Funktion, Sex, die in den Lehrbüchern nie erwähnt wird“, sagt Ku. „Ich komme aus der Homosexuellen-Gemeinschaft und ich erkannte, daß die Ausbildungsinstitute der Medizin sehr patriarchalische Systeme sind, sehr ernst, und die Professoren sind sehr traditionell, vor allem in den asiatischen Ländern. Folglich wollte ich mich diesem Zusammenhang nähern.“

Resultat ist eine Zahnprothese, die die Fellatio lustvoller machen soll. Zum erwähnten Workshop gehören auch Frauen aus der LGBT-Gemeinschaft der Universität. Fellatio-Hilfen sind für Lesben zwar irrelevant, doch die LGBT-Gemeinschaft sei im ganzen offener eingestellt, was Körperveränderungen betrifft, und sie böte so eine hervorragende Plattform dafür, wie Kunst und Wissenschaft zu diesen körperlichen Modifikationen beitragen könnten. Kuang-Yi Ku selbst plant, seine Prothese schließlich mit lebendem Gewebe zu überziehen und fest im Gaumen zu verankern und dergestalt den Mund so zu modifizieren, wie es den sexuellen Präferenzen des betreffenden Klienten entspricht. Der Leiter der Science Gallery sieht den umfassenden Zusammenhang:

Ein Gutteil des Denkens über Gesundheit löst sich vom Aufheben des Negativen von Krankheit, Tod, Schmerz und bewegt sich zu etwas das ihm eigen ist, den positiven Dingen, die wir mit Hilfe aller möglichen Interventionen anstreben sollten. Das ist demnach Teil einer Bewegung, die Technologie einsetzt und Wissenschaft benutzt, um das Leben zu verbessern und nicht nur um Schaden zu mindern.

Wie man bei Wilhelm Reich, Elsworth F. Baker und Charles Konia nachlesen kann, hat sich der linksliberale Charakter, also genau jene Klientel, die heute die entarteten Kunstgalerien und die „Wissenschaft“ dominieren, vollständig von seinem bioenergetischen Kern gelöst. Sexualökonomische Analysen im Sinne Reichs findet man heutzutage nur in konservativen Publikationen, während sich die linksliberalen in Geschlechtsgleichschaltung („Gendermainstreaming“) erschöpfen. Die Verknüpfung der Sexualwissenschaft mit ihren biologischen Grundlagen, wie Reich sie in der Orgonbiophysik vorexerziert hat, nimmt heute eine extrem „antibiologische“ Wende, d.h. die Körper sollen mit Hilfe von Robotik, Schnittstellen zum Computer und genetischen Modifikationen so modifiziert werden („Transhumanismus“), daß sie den pervertierten Trieben des gepanzerten Menschen entsprechen.

Die Zukunft wird ein Horrorfilm sein, dessen Grauen unser jetziges Vorstellungsvermögen übersteigt. Die einzige Überlebenschance der Menschheit ist die allgemeine Verbreitung der von Elsworth F. Baker und Charles Konia entdeckten soziopolitischen Charakterologie im allgemeinen und die Analyse des liberalen Charakters im besonderen. Siehe dazu Dr. Konias Blog http://www.orgonomie.wordpress.com.

Die Emotionelle Pest (Teil 1)

22. Mai 2016

Beim Gesunden sorgt die genitalorgastische Funktion für einen ausgeglichenen Energiehaushalt. Es gibt nur eine Form der orgastischen Potenz, aber unendlich viele Abstufungen der orgastischen Impotenz. Doch kann man prinzipiell vier Hauptmöglichkeiten ausmachen, wie die genitalorgastisch unerledigte Erregung entladen wird:

  1. die Erregung wird erfolgreich, d.h. weitgehend symptomfrei in der Panzerung gebunden, wie beim „normalen“ Neurotiker, was der Gesundheit im Verständnis der konventionellen Medizin und Psychologie entspricht.
  2. kann die Erregung nicht mehr gebunden werden, kommt es zu neurotischen Symptomen, wie z.B. bei der sexuellen Perversion. Oder die Panzerung versagt ganz: die befreite Angst führt dann z.B. zum hysterischen oder zum psychotischen Zusammenbruch.
  3. kann die Erregung weder in der Panzerung noch in neurotischen Symptomen gebunden werden, entlädt sie sich im autonomen Nervensystem, was zu den somatischen Biopathien führt.
  4. eine letzte Möglichkeit, mit dieser „überschießenden“ Erregung fertigzuwerden, ist die „soziale Biopathie“ „Emotionelle Pest“, bei der man buchstäblich „seine schlechte Laune an anderen ausläßt“. Mit dem Konzept der Emotionellen Pest schaute Reich nicht mehr nur auf die Pathologie der Opfer, sondern auf die der Täter.

Zu Recht fürchten wir die unwillkürliche Plasmabewegung, zu der jeder echte Kontakt führt, wie den Tod, da sie unsere gepanzerte Struktur zu zerreißen droht. Wir könnten eine Herzattacke erleiden, psychotisch oder suizidal werden. Deshalb wenden wir uns Weltanschauungen zu, an die wir uns festhalten können. Das ist die einfache neurotische Reaktion des „Kleinen Mannes“. Aber es gibt auch die pestilente Reaktion des „Großen Kleinen Mannes“, der besonders energetisch und intelligent ist und sich zum faschistischen „Führer“ über die anderen Kleinen Männer aufschwingt. Der Erregung wird nicht mehr ausgewichen, sondern ihre Quelle wird angegangen und vernichtet. Das sind die „Aktivisten“, die Unterschriftensammler, die Organisierer von Bürgerwehren, die mystischen Wirrköpfe, die auf entstellte Weise die kosmische Orgonenergie manipulieren (etwa „Chembuster“), usw. Hierher gehören auch alle, die irgendeine „gesellschaftspolitische Agenda“ durchsetzen wollen.

Anstatt sich an den Genitalen Charakter zu halten, folgt der Kleine Mann dem Pestilenten Charakter, denn der erspart ihm den lebensgefährlichen Kontakt mit dem Wesentlichen. Ausweichen vor dem Wesentlichen ist ja die Erhaltungsbedingung des Kleinen Mannes, so daß für ihn der Genitale Charakter die Verkörperung aller Gefahr darstellt, während der pestilente Wahrheitskrämer die Erlösung verkörpert.

Es geht also nicht darum allgemeine Grundwahrheiten über den gepanzerten Menschen zu verbreiten, sondern um die funktionell spezifischen Grundlagen der spezifischen Erkrankung Emotionelle Pest. Panzerung hat nichts spezifisch mit der Emotionellen Pest zu tun. Ein extrem gepanzerter Mensch kann frei von der Emotionellen Pest sein (z.B. derjenige, der unter einer Soziophobie leidet und autistisch in seiner Ecke sitzt), während sich ein ziemlich ungepanzerter, agiler und manipulativer Mensch wie Modju, d.h. wie ein pestilenter Charakter verhält. So ist es hinsichtlich der Emotionellen Pest irrelevant, ob beispielsweise Helmut Kohl „einen dicken Panzer hat“ oder nicht, wichtig ist nur, daß er, wie zu seiner Regierungszeit im Stern zu lesen war, „keine Neigung zum Potentatentum“ hat und „ein ziemlich normaler Mensch geblieben ist“. „Und er ist ein verläßlicher Freund – wie nicht viele.“ Das einzige spezifische strukturelle an der Panzerung bei der Emotionellen Pest ist nicht die Stärke der Panzerung per se, sondern eine extrem starke Beckenpanzerung.

Oberflächlich könnte man Opportunismus als typisches pestilentes Verhalten betrachten, doch mir scheint er doch eher typisch für das normale neurotische Verhalten zu sein. Die Emotionelle Pest hat etwas Aktives an sich, etwas über die „normale“ Neurose hinausschießendes, während Opportunismus das genaue Gegenteil ist. Es ist ein Unterschied, ob 1938 ein SA-Mann aggressiv eine Synagoge anzündet und dabei dein Großvater ängstlich die Gardinen zuzieht und den Volksempfänger aufdreht. Das letztere ist sozusagen der neurotische Boden, ohne den die Emotionelle Pest nicht existieren könnte. Etwas über diesen Boden hinausschießendes spezifisch Pestilentes wäre es, wenn dein Großvater zu deiner Großmutter gesagt hätte: „Jetzt geht es diesem Judengesindel endlich an den Kragen!“ Die einfache Neurose hat etwas passiv unbeweglich Persistierendes an sich („Es war schon immer so und wird immer so bleiben mit den Juden!“), während die Emotionelle Pest aktiv auf etwas insistiert („Jetzt müssen wir endlich konsequent durchgreifen und nicht nur immer reden, sondern die Juden aktiv fertigmachen!“).

„Es muß etwas getan werden!“ Das ist der Erkennungssatz der Pest. Man denke nur an all den gesellschaftspolitischen Aktivismus der letzten 40 Jahre: „Es muß etwas getan werden!“ Und am Ende ist dann die Situation schlimmer als zuvor, wenn nicht sogar ausweglos. Ich erinnere nur an die grandiose Schulpolitik der letzten Jahrzehnte!

Es stimmt zwar, daß es ohne die opportunistischen Mitläufer nie zu den diversen Katastrophen gekommen wäre, aber der spezifische Auslöser waren halt ganz bestimmte Modjus. Hätte man diese beseitigt, wäre es beispielsweise auch in Tausenden von Jahren nie zu einem Holocaust gekommen. Modju ist wie ein Virus, in einem geschwächten Organismus.

Was den aktiven Kampf gegen die Pest betrifft – also etwa „Modju ausschalten!“: das kann sehr leicht selbst in Emotionelle Pest umschlagen. So verstand sich z.B. die RAF als eine Kampfeinheit gegen den in Wirklichkeit nie untergegangenen Nazismus. Und auch die Nazis glaubten gegen die Emotionelle Pest zu kämpfen, deren diabolischen Plan zur Vernichtung der Menschheit sie in den Protokollen der Weisen von Zion nachlesen konnten. Hitler hat sich persönlich in der Nachfolge Jesu gesehen! Vorsicht also vor „Kämpfern gegen die Emotionelle Pest“ und Nachsicht gegenüber „opportunistischen Schweinen“!

Auf Grundlage des bisher gesagten, folgt hier ein „EP-Index“ (Emotionelle Pest). Null Punkte bedeuten vollständige EP-Freiheit, zehn Punkte absolute Modjuhaftigkeit, dabei folge ich der Einteilung:

  1. Energiepegel: unangemessene Aggressivität entsprechend der starken Beckenpanzerung und dem hohen Energieniveau: beides zusammen macht die Menschen zu „stacheligen“ Sadisten. Der Pestilente Charakter ist typischerweise ein Aktivist mit einem buchstäblich hohen Potential.
  2. Sozialverhalten: Hang zur üblen Nachrede und „Mobbing“, wozu auch allgemeine Unverträglichkeit und die Zerstörung von Arbeitsbeziehungen gehört. Gleichzeitig versteht sich der Pestilente Charakter aber immer wieder lieb Kind zu machen. Er ist ein Parasit, der von den Arbeitsleistungen anderer lebt.
  3. Persönlicher Umgang: Hang andere zu „Hypnotisieren“, „stechender, bohrender, hypnotisierender Blick á la Hitler“ und der allgemeine Hang andere mit seiner vermeintlich „bezwingenden Persönlichkeit“ zu manipulieren.
  4. Ideologie: Freiheits- und Wahrheitskrämerei, worunter auch der vermeintliche „Kampf gegen die Emotionelle Pest“ gehört. Dieses Predigen ist verbunden mit einer vollständigen Uneinsichtigkeit in die eigene Pathologie, fehlende Selbstkritik.
  5. Sexualität: pornographisches Verhältnis zur Sexualität, wobei ich hier Pornographie mit einer verächtlichen Haltung gegenüber der Sexualität gleichsetze, im Unterschied zur passiven Verklemmtheit, die nicht pestilent ist.

Betrachten wir nun konkrete Beispiele:

  1. unangemessene Aggressivität:
    sehr stark 2
    mittel stark 1
    sehr schwach 0
  2. Hang zur üblen Nachrede:
    sehr stark 2
    mittel stark 1
    sehr schwach 0
  3. Hang, andere zu „hypnotisieren“:
    sehr stark 2
    mittel stark 1
    sehr schwach 0
  4. Freiheits- und Wahrheitskrämerei:
    sehr stark 2
    mittel stark 1
    sehr schwach 0
  5. pornographisches Verhältnis zur Sexualität:
    sehr stark 2
    mittel stark 1
    sehr schwach 0

L. Ron Hubbard ist das Paradebeispiel eines „10-Punkte“-Modju. Er war extrem energetisch, kriminell, diktatorisch und ein Perverser, der seine Umgebung mit einer rigiden Sexualmoral malträtiert hat. Ein moderner Mohammed oder Joseph Smith!

Sein System beruhte darauf seine Mitmenschen durch Hypnosetechniken gefügig zu machen, ihnen ihre Seele zu stehlen – und sie dafür, d.h. für die eigene Zerstörung, ein Vermögen zahlen zu lassen.

Hier ein typisches Beispiel wie die Opfer aussehen – und das ist jemand, der die „Kirche“ verlassen hat, aber immer noch an den ganzen Unsinn glaubt. Was sie sagt, ist vollkommen gleichgültig, wichtig sind nur die Augen und die Ausstrahlung. Was Modju hinterläßt, ist eine leere Hülle:

Die gleiche Glut, der gleiche Irrsinn, die gleiche chronische Überexpansion, die gleiche krankhafte Erregung, der gleiche dauerhypnotisierte, dabei untergründig tief verzweifelt, depersonalisierte Zustand wie bei den Halbirren, die Stalin, Hitler und Mao zugejubelt haben.

Hier ein Beispiel, wozu solche Menschen in der Lage sind:

Wie kann man mit der Emotionellen Pest umgehen?

  1. Es ist sinnlos sich mit den Vertretern der Emotionellen Pest, beispielsweise den Proponenten des Pseudo-Liberalismus (der die heute virulenteste Form der Emotionellen Pest ist), abzugeben. Es ist so wie mit den psychopathischen Schlägertypen einst auf dem Schulhof – entweder haust du ihnen so eine in die Fresse, daß sie dich für immer in Ruhe lassen (meist reicht es, daß man als einziger nicht zurückweicht, nicht kleinbeigibt) oder du läßt sie in Ruhe und gehst ihnen tunlichst aus dem Weg. Jeder Kompromiß oder jedes Mittelding zwischen den beiden Alternativen bedeutet den sicheren Tod. Man läßt Modju nicht in seine Nähe: entweder indem man ihm einen vernichtenden Schlag versetzt oder indem man wegrennt.
  2. Wer sich mit der Emotionellen Pest beschäftigt, „wer den Saustall ausmisten will“, wird dabei zwangsläufig sich selbst „beschmutzen“. Nun ist der pestilente Charakter aber zumeist ein äußerst moralischer Mensch und wird dich als unmoralisches, „dreckiges“ Schwein bezeichnen. Dabei ist er selber nichts weiter als ein Haufen Dreck, macht dich aber wegen jedem kleinsten Dreckspritzer auf deiner Weste an.
    Dadurch erreicht Modju zweierlei: erstens verwischt er den Unterschied zwischen Sauberkeit und Dreck („Jeder hat doch Dreck am Stecken!“); und zweitens kann er sich selbst zum Kämpfer gegen den Dreck aufspielen: Judas spielt sich zum Christus auf.
    Deshalb muß man alles tun, um den Unterschied aufrechtzuerhalten, den Unterschied zwischen gut und böse. Und entgegen aller Pseudofunktionalisten hat Reich genau dies getan. Wenn wir den Unterschied zwischen OR und DOR verwischen, wird es nie gelingen das DOR zu sequestrieren. Und schließlich: die Pest wird nicht von Selbstzweifeln geplagt, warum also ausgerechnet wir?
  3. Wir haben keinerlei Grund, das Licht der Öffentlichkeit zu scheuen, die Pest mit ihren Leichen im Keller sehr wohl.
  4. Um aber nicht selbst pestilente Mittel zu benutzen, sollte man weniger auf die einzelnen Pestkranken abzielen, sondern auf die Mechanismen der Emotionellen Pest. Diese müssen unter allen Umständen für jeden sichtbar freigelegt werden. Das ist die Hauptaufgabe jeder orgonomischen Aufklärung. (Tatsächlich ist ein Großteil der Weltliteratur der Beschreibung der Mechanismen der Emotionellen Pest gewidmet.)
  5. Generell ist über die Irrationalität zu sagen, daß es unfair ist, Menschen wegen ihres neurotischen Charakters, also ihrer Krankheit, anzugreifen. Eine ganz andere Angelegenheit ist es, wenn der Neurotiker seine Irrationalität auf dem sozialen Schauplatz auslebt. Unverzeihlich ist es aber, daß er dies in einem lebenswichtigen Bereich tut – insbesondere der Orgonomie. Man muß im Umgang diese drei Bereiche voneinander trennen. Es geht schließlich um das Interesse des Lebendigen, nicht um abstrakte Moral. Wenn sich Modju in einem irrelevanten Bereich austobt – wen interessiert’s.
  6. Die Emotionelle Pest weicht nur zurück, wenn sie direkt attackiert wird. „Bis hier und nicht weiter! Mir ist scheiß egal, was du sonst tust, aber hier lasse ich dich nicht durch!“ Wenn die Emotionelle Pest wirklich die Emotionelle Pest ist, wird sie zurückweichen und sich ein anderes Opfer suchen, denn Feigheit ist ihr Wesensmerkmal. Vielleicht kollabiert sie auch gleich ganz, da sie auf Kompromißlosigkeit nicht vorbereitet war. Man muß diesen Überraschungseffekt ausnutzen. Die Pestilenz ist wie eine DOR-Wolke oder ein Krebstumor: ein wenig Orgon reicht und sie verflüchtigt sich. Ein Solschenizyn reicht – und das Reich des Bösen kollabiert!
    Unser eigener Pessimismus angesichts der Pest ist unser größter Feind!

Die Funktion des Orgasmus (Teil 2)

17. Juli 2014

Bestätigung findet Reichs Orgasmustheorie in einer Studie des Urologen und Sportmediziners Dr. Frank Sommer mit 39 Leistungssportlern. (Zu Dr. Sommerer siehe auch Funktionelle Medizin.) Er stellte sich die Frage, ob Geschlechtsverkehr kurz vor dem Wettkampf die Leistung mindert oder steigert und fand heraus, daß bei Sportlern, wie Sprinter, Stabhochspringer, Weitspringer oder Kugelstoßer, wo alles auf die „Schnellkraft“ ankommt, sexuelle Aktivität zwei Stunden vor dem Wettkampf einen eher negativen Einfluß auf die Leistung hat. Da der Geschlechtsakt zu verminderter Aggressivität, innerer Ruhe und Gelassenheit und zu einer generellen Entspannung der Muskulatur führt, fehlt den Sportlern der rechte Biß.

Ganz anders sieht es bei Sportarten aus, wo es um hohe Konzentrationsfähigkeit geht. Zum Beispiel hat bei Zielsportarten (Schießen mit Bogen, Pistole oder Gewehr) sexuelle Aktivität vor dem Wettkampf positive Auswirkungen auf das Ergebnis, da die Sportler entspannter in den Wettkampf gehen und sich besser konzentrieren können.

Einer britischen Studie zufolge macht Geschlechtsverkehr vor Prüfungen lockerer und streßresistenter, andere „Sexpraktiken“ haben eine deutlich geringere Wirkung, während „Keusche“ dem Streß ungeschützt ausgesetzt sind. Der Psychologe Stuart Brody und Kollegen von der University of Paisley ließen 24 Frauen und 22 Männer zwei Wochen lang Tagebuch über ihre sexuellen Aktivitäten führen. Anschließend wurden sie Streßsituationen ausgesetzt: vor einem Auditorium reden und öffentlich Kopfrechnen. Der Orgasmus in der geschlechtlichen Umarmung hält den Blutdruck und andere Streßsymptome über mindestens eine Woche hinweg in Schach.

Besonders interessant ist jedoch, daß Brody und sein Kollege Tillmann Krüger von der Eidgenössischen Technischen Hochschule in Zürich bei der Auswertung dreier früherer Studien feststellten, daß ausschließlich regelrechter Vaginalverkehr diese Auswirkungen zeitigt. Nach einem genitalen Orgasmus war der Prolaktin-Spiegel in der Blutbahn der Versuchspersonen viermal höher als beim masturbatorischen „Orgasmus“. Das Hormon Prolaktin sei für das Gefühl von Sättigung und Befriedigung verantwortlich.

Hier die Zusammenfassung von Brodys Aufsatz Penile-vaginal intercourse is better: Evidence trumps ideology:

Es ist häufig behauptet worden, daß alle sexuellen Verhaltensweisen gleich seien. Die empirische Forschung zeigt jedoch, daß unterschiedliche sexuelle Verhaltensweisen sich in vielen physiologischen und psychologischen Bereichen unterscheiden. Diese Unterschiede treten insbesondere hinsichtlich des Vaginalverkehrs hervor, bei dem alle Anzeichen auf ein besseres physiologisches und psychologisches Funktionieren verweisen. Andere sexuelle Verhaltensweisen (Onanie, gegenseitiges Masturbatieren, Oralverkehr, Analverkehr oder jede andere Art geschlechtlicher Betätigung, bei der es zu keinem Vaginalverkehr kommt) haben entweder keine oder gelegentlich sogar negative Auswirkungen auf das physiologische und psychologische Funktionieren. Darüber hinaus zeigen neuere Forschungen, daß sich der vaginale Orgasmus physiologisch und psychologisch vom klitoralen Orgasmus unterscheidet, und daß der vaginale Orgasmus mit einer besseren psychologischen Gesundheit verbunden ist. Mehrere Beispiele anderer Forschungsergebnisse werden zusammengefaßt. Die Übereinstimmung der Ergebnisse mit physiologischen, evolutionsbiologischen und psychoanalytischen Theorien wird diskutiert. Eine ethische sexualtherapeutische Praxis, Ausbildung und Forschung verlangt nach der Beseitigung vorherrschender Vorurteile in der Sexologie.

Der „Reichianische“ Psychologe Sean Haldane hat die Ergebnisse von Brodys Forschungsarbeit aufgelistet (Pulsation, London 2014, S. 159-161). Ich fasse nun wiederum diese Liste zusammen und organisiere sie neu. Sie bestätigt Reichs Orgasmustheorie vollumfänglich!

  1. Psychische Gesundheit korreliert positiv mit Vaginalverkehr und negativ mit Onanie.
  2. Der Prolaktin-Anstieg nach dem Orgasmus infolge Vaginalverkehr ist höher als nach der Masturbation, was auf eine größere Befriedigung hinweist.
  3. Die Unfähigkeit einen Vaginalorgasmus zu erreichen, ist mit ängstlicher Anhänglichkeit und anderen Anzeichen von psychischen und Beziehungsstörungen verbunden.
  4. Bei sehr gewissenhaft vorgehenden Frauen, im Gegensatz zu „ADHS“-Schlampen, die nichts auf die Reihe kriegen, ist es wahrscheinlicher, daß sie einen Vaginalorgasmus haben.
  5. Unreife psychologische Abwehrmechanismen treten desto stärker auf, je schwächer die Rolle des Vagialverkehrs im Leben ist.
  6. Je häufiger der Vaginalverkehr, desto schlanker die Menschen bzw. desto weniger Eßstörungen.
  7. Menschen mit regelmäßigem Vaginalverkehr leiden weniger häufig an Depressionen.
  8. Frauen mit regelmäßigem Vaginalverkehr, haben weniger Probleme, die Emotionen anderer korrekt wahrzunehmen und die eigenen Emotionen auszudrücken. Je stärker die Scheidenempfindungen sind, desto stärker ist dies ausgeprägt.
  9. Glück in der Ehe ist mit Vaginalverkehr verbunden, nicht jedoch mit Onanie, wechselseitiger Masturbation, Analverkehr und „Oralsex“.
  10. Unabhängig von der Einstellung der Gesellschaft sind Homosexuelle beiderlei Geschlechts suizidgefährdeter, depressiver, greifen häufiger zu Alkohol und Drogen und leiden häufiger unter psychiatrischen Krankheiten als Heterosexuelle.
  11. Die Benutzung von Kondomen reduziert die positiven Effekte des Vaginalverkehrs.
  12. Menschen mit regelmäßigem Vaginalverkehr, aber insbesondere Frauen mit einem vaginalen Orgasmus, haben einen „flüssigeren“ Gang und ihre Muskulatur ist weniger verspannt.
  13. Regelmäßiger Vaginalverkehr führt zur Variabilität der Ruhe-Herz-Frequenz, die mit besserer Stimmung, Aufmerksamkeit, affektiver Schwingungsfähigkeit und besserem Umgang mit Streß verbunden ist.
  14. Allgemein ist eine höhere Rate von Geschlechtsverkehr mit einer höheren Lebenserwartung verbunden.
  15. Prostata- und Brustkrebs sind bei Menschen mit regelmäßigem Vaginalverkehr weniger häufig.
  16. Erkrankungen des Beckens (Entzündungen, Schmerzen, etc.) sind bei Menschen mit regelmäßigem Vaginalverkehr weniger verbreitet.
  17. Die Vagina ist bei Frauen mit Vaginalverkehr lebenslang straffer und besser durchblutet.
  18. Bei Männern, die regelmäßig Vaginalverkehr haben, vergrößert sich das Volumen des Ejakulats, die Anzahl der Spermien, deren Beweglichkeit und der prozentuale Anteil morphologisch gesunder Spermien.
  19. Bei Männern führt ein hoher Testosteronspiegel zu mehr Geschlechtsverkehr und umgekehrt führt Vaginalverkehr zu einem höheren Testosteronspiegel.

FunctionOrgasm

Fickende Gehirne

28. Mai 2014

Reich beschreibt, wie ihn 1919, beim ersten Kontakt mit der Psychoanalyse, deren Umgang mit der Sexualität abstieß.

Die Art, wie das Thema (…) behandelt wurde, klang mir sonderbar, naturfremd. Ich spürte eine Ablehnung in mir. (…) Ich hatte das Geschlechtliche anders erlebt, als ich es damals vorgetragen bekam. Das Sexuelle hatte in diesen ersten Vorträgen etwas Bizarres, Fremdartiges an sich. Eine natürliche Sexualität schien es nicht zu geben. Das Unbewußte war erfüllt von perversen Trieben allein. Die psychoanalytische Lehre leugnete zum Beispiel die Existenz einer primären vaginalen Erotik des kleinen Mädchens und ließ die weibliche Sexualität aus komplizierten Zusammensetzungen anderer Triebe hervorgehen. (Die Funktion des Orgasmus, Fischer TB, S. 26f)

Fast ein Jahrhundert später sind die Fronten noch immer dieselben. Nichts hat sich verändert. Man lese nur den Band Der „Fall“ Wilhelm Reich, mit dem Suhrkamp Reich zu dessen hundertstem Geburtstag „ehrte“. Unter anderen Tat sich Ulrike Körbitz vom „Grazer Arbeitskreis für Psychoanalyse“ hervor. Hier die Einladung zu ihrem Vortrag „Ohne Mord kein Vergnügen – Psychoanalytische Gedanken zum Orgasmus bei der Frau“:

Wie können wir uns aus Perspektive moderner psychoanalytischer und sexualwissenschaftlicher Konzepte dem Geschehen rund um den Orgasmus bei der Frau annähern? Für dieses „Abenteuer im Kopf“ wird die phasenweise heftig geführte Debatte über die hierfür „richtigeren“ körpergeographischen Orte – Klitoris oder Vagina – eine höchstens historische Rolle spielen; ebenso die der Orgasmusfähigkeit häufig zugeordneten Paradigmen einer gesunden, reifen, heterosexuell ausgerichteten Genitalität. Mein Vortrag führt statt dessen zu der Frage: Wer mordet hier wen oder was? Klärungen auf Basis von Indizien einer „erotischen Kette“ (A. Green) werden versucht und hoffentlich in der Diskussion gemeinsam vorangetrieben.

Siehe dazu das Martyrium von Marilyn Monroe, die von ihrem Psychoanalytiker Ralph Greenson, einem Schüler von Otto Fenichel, systematisch zerstört wurde. 2003 hat der Autor Mathew Smith erstmals die Tonbänder veröffentlicht, die Marilyn Monroe kurz vor ihrem Tod für Greenson besprach: „Ich hatte nie einen Orgasmus. Ich erinnere mich, wie Sie zu mir sagten: Ein Orgasmus passiert im Kopf, nicht im Becken.“ Das „Sexsymbol“ schlechthin und der verkopfte Psychiater….

In der März 2009-Ausgabe von Info Neurologie & Psychiatrie erschien ein kurzes Interview über „Erotik im Kernspin“. Was sagt die funktionelle Magnetresonanztomographie über „das Hirn beim Sex“? Interessant an dem Interview mit Prof. Dr. med. Michael Forsting vom Universitätsklinikum Essen ist zweierlei. Erstens druckt die Redaktion in der Printausgabe am Rande als Blickfänger ein Zitat, das gar nicht im Interview auftaucht: „Lust und Erregung finden nicht im Becken, sondern zwischen den Ohren statt.“ Zweitens kann Prof. Forsting die entscheidende Frage, was sich nämlich während des Orgasmus im Hirn abspielt, nur mit Verweis auf eine niederländische Studie beantworten. Mit Hilfe der Positronen-Emissions-Tomographie wurde festgestellt, „daß das zentrale Merkmal des Orgasmus die Verminderung der kortikalen Aktivität – präfrontaler Kortex/linker Temporallappen – ist. Diese ist verantwortlich für die Enthemmung – den sogenannten Kontrollverlust und die Auflösung bzw. Aufweichung der Körpergrenzen.“

Mit anderen Worten: während des Orgasmus werden die „oberen“ Funktionen des Hirns abgeschaltet! Von wegen: „Lust findet im Kopf statt“!

Und auch in anderer Hinsicht findet Reichs Orgasmustheorie Bestätigung. Prof. Forsting verweist auf die Daten anderer Arbeitsgruppen, die gezeigt hätten, „daß die zerebrale Aktivierung bei Frauen während eines vaginal induzierten Orgasmus intensiver ist als bei klitoral induziertem Orgasmus“.

Wenden wir uns dem Übersichtsartikel „Kommandozentrale Gehirn: Wo die Liebe wohnt“ in der Frankfurter Rundschau über die (2009) letzten Forschungsergebnisse in Sachen Liebe und Sexualität zu:

Bisher hätten Hirnforscher zum Thema Liebe wenig sagen können, da es nicht einfach ist, Versuchspersonen in einen entsprechenden Zustand zu versetzen. Immerhin meinen sie zu wissen, daß Emotionen im Gehirn entstehen und danach Veränderungen im Körper erzeugen. Der Ulmer Hirnforscher Manfred Spitzer:

Wir spüren die Liebe im Herzen, trotzdem spielt sie sich im Gehirn ab. Das Gehirn ist das Organ der Liebe.

Die Londoner Forscher Andreas Bartels und Semir Zeki fanden bei MRT-Untersuchungen (Magnetresonanz-Tomographie) von Verliebten, daß nur vier engbegrenzte Hirnareale das Gefühl der Liebe „hervorrufen“. Der „vordere cinguläre Kortex“ und der „Insellappen“ dienen dem Erkennen eigener und fremder Emotionen und der Verarbeitung von Sinneseindrücken. Für die erotischen Elemente des Verliebtseins seien der „Nucleus caudatus“ und der „Putamen“ verantwortlich.

Entsprechend meint die New Yorker Anthropologin Helen Fisher, die etlichen Verliebten mit Hilfe der MRT „in den Kopf geschaut hat“:

Die romantische Liebe ist eine Sucht erzeugende Droge.

Man könne, so Spitzer, romantische Liebe medikamentös mit Dopamin-Antagonisten ähnlich bekämpfen wie eine Manie oder eine Sucht. Aber natürlich sei Liebe keine Krankheit. Spitzer:

Wir können opiumsüchtig werden, weil unser Gehirn selbst opiumähnliche Stoffe herstellt und nicht umgekehrt.

Seit etwa fünf Jahren wisse man, daß Lernen und Liebe mit den gleichen Hirnarealen und mit der Ausschüttung von Dopamin verbunden sind. Spitzer:

Verliebtheit, Lernen und Glück sind sozusagen verschiedene Seiten des gleichen Funktionszusammenhangs.

Hormonell steht bei Liebe und Sexualität das Testosteron im Mittelpunkt. Es regelt nicht nur bei Männern, sondern auch bei Frauen das sexuelle Verlangen.

Erst seit kurzem weiß man, daß umgekehrt Sex auch den Testosteronspiegel erhöht.

Die biologische Basis für die längerfristige Bindung insbesondere des Mannes an die Frau sei Oxytocin, daß auch für die Mutter-Kind-Bindung sorgt. Es werde infolge von Zärtlichkeit und beim Geschlechtsakt ausgeschüttet. Deshalb habe Sex, so Spitzer, nicht nur eine reproduktive Funktion, sondern auch eine soziale Funktion: es schafft die Voraussetzung für den Familienzusammenhalt.

Soweit das, was „die moderne Naturwissenschaft“ zum Thema zu sagen hat. Auffallend ist die Fixierung auf das Gehirn. Der Körper erscheint nur als eine Art Anhängsel des Gehirns. Die Empfindungen der sich bewegenden Orgonenergie im Körper wird zur bloßen Illusion. Kein Wunder, daß diesen Leuten die eigentliche Funktion des Orgasmus unzugänglich bleibt.

For the record: Wir spüren Liebe im Herzen, weil der Solar plexus das energetische Zentrum des Organismus ist. Das Gehirn ist nur ein Koordinationsorgan.

Die Einzelergebnisse der modernen Forschung, insbesondere die Verbindung von Lernen und Liebe (d.h. die Offenheit für neue Erfahrungen), sowie die Bedeutung regelmäßigen Geschlechtsverkehrs für die hormonelle Ausgeglichenheit, sind natürlich sehr wichtig und bestätigen Reichs Orgasmustheorie, aber ohne Reichs Forschungsansatz hängen diese Forschungsergebnisse zusammenhanglos in der Luft.

Warum wird beispielsweise nicht erwähnt, daß der schulische Erfolg untrennbar mit einem erfüllten Liebesleben zusammenhängt. Man mag auf pickelige Streber verweisen, die es akademisch weit gebracht haben, aber genau sie sind für die mechano-mystische sterile Wissenschaft verantwortlich! Liebe, Arbeit und Wissen sind die Quellen unseres Leben, sie sollten es auch regieren!

Es ist beängstigend, daß Reich mit seiner Arbeit über „die elektrische Funktion von Sexualität und Angst“ uns heutigen weit voraus ist. Es ist, als wäre die Arbeit nicht 1937 erschienen, sondern würde im Jahre 2037 auf uns warten.

bioelectric2