Posts Tagged ‘Nietzsche’

Der verdrängte Christus: 3. Die Aktualität der Bibel

20. Januar 2018

Ein neuer Artikel auf http://www.orgonomie.net:

DER VERDRÄNGTE CHRISTUS:

3. Die Aktualität der Bibel

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Das Antisemiten-Problem

18. Januar 2018

Es wird immer gruseliger: eklige Antisemiten belästigen mich mit Kommentaren wie dem folgenden. Ich habe Nicolai Levashov mit meinen entsprechenden dezidiert antifaschistischen Postings, den beliebtesten des NACHRICHTENBRIEFs überhaupt, bei deutschen Nazis bekannt gemacht 😦

Nikolai Levashov scheint ein kluger Kopf mit guten Geschichtskenntnissen zu sein.
Vielleicht hat er ja das Buch des Historikers Eustace Mullins mit Titel New History of the Jews gelesen? Ist auf jeden Fall sehr lesenswert, allerdings in Englisch!

DOR pur.

Es gibt keinen Antisemitismus ohne verschwörungstheoretischen Hintergrund. Dabei geht es immer um einen Punkt: Antisemiten sind mit einer Gruppe von Menschen konfrontiert, denen es im Durchschnitt weitaus besser geht, als es ihnen nach Meinung der Antisemiten gehen sollte. Messerscharfe Schlußfolgerung der Antisemiten: diese Gruppe arbeitet mit unlauteren Mitteln und ist von Grund auf böse.

Der Hitler-Biograph Werner Maser führt aus, daß die Juden von alters her eines auszeichnete: eine hohe Arbeitsethik und damit einhergehend ein hohes ethisches Niveau, was beispielsweise Vertragstreue betrifft. Ihr Erfolg ist entsprechend mit dem überproportionalen Erfolg der Parsen, Jainas und Sikhs in Indien oder der Chinesen in Malaysia und Indonesien vergleichbar.

Der Antisemit ist jemand dessen eigene Arbeitskapazität sehr niedrig ist und der entsprechend auch ein sehr niedriges ethisches Niveau besitzt. Solche Leute haben immer das Gefühl, daß ihnen Dinge zustehen, die sie nicht selbst erarbeitet haben! Diese alles andere als schönen Charaktereigenschaften projiziert der Antisemit auf die Juden, um so sein Selbstwertgefühl aufrechtzuerhalten. Aus einem verachtenswerten antisemitischen Wicht wird dergestalt ein moralischer Ankläger!

Der Antisemitismus wird erst dann verschwunden sein, wenn die Massen lernen, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen. Der Sozialismus hingegen, d.h. die systematische Zerstörung des der Arbeitsfähigkeit der Massen, ist ein veritables Zuchtprogramm für Antisemiten.

Da die Probleme der Arbeitsdemokratie untrennbar mit denen der Sexualökonomie verzahnt sind, ist es kein Wunder, daß der typische Antisemit ein ziemlich ekliger Zeitgenosse ist, der seine bioenergetische Anspannung vor allem mit pornographisch gefärbten Gewaltphantasien zu bewältigen trachtet. Siehe dazu auch Jerome Edens Ausführungen über „Die energetische Grundlage des Faschismus“ in Die kosmische Revolution, wo sich Eden auch mit dem eingangs im Leserkommentar erwähnten Machwerk auseinandersetzt. Was bleibt ist ein ekliges Gefühl.

Reich schreibt zum Antisemitismus:

Der Jude wird im allgemeinen, besonders unter dem Druck so konsequenter Propaganda wie der des Banditen Streicher, als „Schächtjude“ erlebt, also als ein Mensch mit einem langen Messer, der christliche und deutsche Kinder zum Pessachfest abschlachtet. Da er kleine Kinder am Glied beschneidet, untermauert sich die Angst vor ihm durch die uralte Kastrationsangst, die in allen sitzt. Solche Dinge tut nur ein Wesen, das selbst alle Lust, speziell Sexuallust für sich rauben will. Der Jude nimmt also dem Arier die Mädchen weg, nachdem er die Männer kastriert hat. Der Jude nimmt immer etwas weg. Da er zudem das Unglück hat, durch frühere Judenverfolgungen dem Handel zu frönen, raubt er Geld. Nur ein Schritt noch, und er ist der Inbegriff des „Kapitalisten“ geworden. So kann sich unter geschicktester Ausnützung der Sexualangst vor dem Schächtjuden der gesamte Gefühlshaß der Massenmenschen gegen den Geldwucherer, mit anderen Worten, den „Kapitalisten“, auf den Juden verlagern. Der Jude zieht somit sowohl den sozialistischen Kapitalistenhaß wie die erworbene Sexualangst auf sich. (Menschen im Staat)

Reich hat den „pestilenten Charakter“ als jemanden gekennzeichnet, „der mit Schwung und Hingabe etwas vermeintlich Gutes tut“ (Christusmord, Freiburg 1978, S. 191). Desgleichen Nietzsche:

Es ist nicht auszurechnen, was sich alles unter dem Anscheine eines Kampfes gegen das Böse von schlechten, von rachsüchtigen, von gänzlich rücksichtslosen Instinkten versteckt. Selbst schmutzige Antisemiten wie Eugen Dühring nehmen in Anspruch, die Sache des Guten zu vertreten… (Kritische Studienausgabe, Bd. 14, S. 496)

Nietzsches Beschreibung der Emotionellen Pest und des pestilenten Charakters, etwa des besagten „Berliner Rache-Apostels Eugen Dühring“, dessen Sozialismus und Antisemitismus in ihrer Untrennbarkeit sich wie eine Vorwegnahme des Nationalsozialismus ausnehmen, ist perfekt (KSA, Bd. 5, S. 368-375). Nietzsche hat das Wesen der Pest durchschaut: von „bösen Gedanken, Vorsätzen, Schurkereien“ ist der „ekle Quell so häufig der Unterleib“ (KSA, Bd. 2, S. 203).

Die „Verschwörung der Leidenden“ gegen jene, denen es besser geht: aus ihrem „Ressentiment“ heraus vergiften sie alles mit ihrem ständigen Argwohn:

das Grübeln über Schlechtigkeiten und scheinbare Beeinträchtigungen, sie durchwühlen die Eingeweide ihrer Vergangenheit und Gegenwart nach dunklen fragwürdigen Geschichten, wo es ihnen freisteht, in einem quälerischen Verdachte zu schwelgen und am eignen Gifte der Bosheit sich zu berauschen – sie reißen die ältesten Wunden auf, sie verbluten sich an längst ausgeheilten Narben, sie machen Übeltäter aus Freund, Weib, Kind und was sonst ihnen am nächsten steht. (KSA, Bd. 5, S. 374f)

Besser kann man den antisemitischen Modju gar nicht beschreiben! Es fängt bei der Kindererziehung und der Ehemisere an und endet im Holocaust.

Peters Lektüre von KINDER DER ZUKUNFT (Teil 1)

5. Januar 2018

Ich bin gerade mal auf S. 17, trotzdem möchte ich bereits einiges sagen. Fangen wir mit dem Vorwort von Reichs Freund und Mitarbeiter William Steig, dem berühmten Cartoonisten, aus dem Jahre 1983 an.

Ich habe weniger etwas an diesem „orgonomisch korrekten“ Vorwort auszusetzen, als vielmehr an der Orgonomie selbst! Der typische Predigerton, wie wir ihn von der Kanzel oder von irgendwelchen weltverbessernden Schriftstellern und „Liedermachern“ – und von Reich selbst kennen: „Warum nur, warum…“ Warum können wir nicht in Harmonie zusammenleben, sondern müssen nach Reichtum, Macht und Anerkennung streben?! Rotgrüne Betroffenheit! Rousseau läßt grüßen! Darauf kann ich nur frei nach Nietzsche antworten: Weil das zu unserer Biologie gehört und weil nur der Agon uns zu dem gemacht hat, was wir sind. Ohne Wettstreit wären wir immer noch Jäger und Sammler, die Furcht vor Löwen und bösen Geistern haben! Übrigens sollte man mal Malinowski lesen: wenn irgendwas die Trobriandische Gesellschaft prägt, dann der Agon!

Jedes Tier wisse, so behauptet Steig, daß es Teil der Natur sei „und mit ihr zusammenarbeiten und ihre Gesetze befolgen [müsse]“. Das ist ein derartiger Unsinn! Tiere sind „Autisten“, wie ich an anderer Stelle ausgeführt habe, und das „natürliche Gleichgewicht“ ist, wie ebenfalls dargelegt, eine romantische Mär.

Auf einer Metaebene ist Steigs Vorwort, das den Prozeß der Panzerung angreift, geradezu grotesk, denn aus ihr spricht vor allem eins: Steigs eigene spezifische PANZERUNG, seine linksliberale Panzerstruktur, die es ihm unmöglich macht, die Welt so zu sehen, wie sie wirklich ist. Als Kontrast verweise ich auf Paul Mathews Ausführungen über die „genitale Welt“ hier auf diesem Blog: Teil 1, Teil 2 und Teil 3.

Der verdrängte Christus: 1. Kern, Gott und Über-Ich

3. Januar 2018

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DER ROTE FADEN:

1. Kern, Gott und Über-Ich

Nazischimpansen gegen Jesusbonobos

15. November 2017

Das von Nietzsche geplante umfangreiche Hauptwerk am Ende seines Lebens, Der Wille zur Macht, kondensierte schließlich zu Antichrist. Für ihn sagte das schmale Bändchen bereits genug aus. Er hatte realisiert, daß es in dieser Welt nur zwei Lebensanschauungen gibt. Für die eine, d.h. seine, wird das Universum im allgemeinen und das menschliche Leben im besonderen nur von einem Faktor bestimmt: dem Willen zu Macht, d.h. alles ist „unschuldig“. Für die andere, die christliche, ist das Universum durch und durch von Moral bestimmt. Das ist das Lebensempfinden des gepanzerten Menschen: entweder „Mord und Todschlag“ oder „Liebe und Gerechtigkeit“.

Diese Dichotomie spiegelt auf verzerrte Weise den biologischen und bioenergetischen Ursprung des Menschseins wider. Auf der einen Seite haben wir die Schimpansen, deren Leben sich, überspitzt gesagt, um nichts anderes dreht als den selbstsüchtigen Willen zur Macht, auf der anderen die Bonobos, die im Vergleich wie Jesus-Freaks wirken: „Make love, not war!“ Betrachtet man Schimpansen, bei denen selbst die Sexualität von Macht und Unterwerfung gekennzeichnet zu sein scheint, bleibt nicht viel von Reichs Sexualökonomie. Bei den Bonobos hingegen dreht sich alles um Sexualität, Spannungsabbau, Zuwendung, „Altruismus“.

Jingzhi Tan, Dan Ariely und Brian Hare von der Duke University, North Carolina konnten zeigen, daß Bonobos sich wie „gute Christen“ verhalten. Bonobos helfen anderen Bonobos, wenn sie selbst keinen Vorteil davon haben und sogar Nachteile davontragen. Das erstreckt sich sogar auf Bonobos, die anderen Gruppenverbänden angehören, zu denen vorher kein Kontakt bestand. Das ist ein Verhalten, das man bei den aggressiven und „fremdenfeindlichen“ Schimpansen niemals finden wird.

Ich verweise ausdrücklich auf folgendes Video!

Die Weltgeschichte der Emotionellen Pest gegen die Wissenschaft Orgonomie

30. Oktober 2017

Nietzsches Antichrist zufolge handelt Kapitel 3 der biblischen Genesis „von der Höllenangst Gottes vor der Wissenschaft“. Diese „Angst Gottes“ vor der Wissenschaft sei dabei natürlich nur Ausdruck der Angst von Priestern des Aberglaubens vor der wissenschaftlichen Aufklärung. Insbesondere mit der Erschaffung des Weibes habe Gott einen Fehlgriff getan, denn jeder Priester wisse, daß das Weib „seinem Wesen nach Schlange, Heva“ ist; jeder Priester wisse, daß vom Weib jedes Unheil in die Welt kommt, folglich auch die Wissenschaft. Nietzsche schreibt weiter:

Erst durch das Weib lernte der Mensch vom Baume der Erkenntnis kosten. – Was war geschehen? Den alten Gott ergriff eine Höllenangst. Der Mensch selbst war sein größter Fehlgriff geworden, er hatte sich einen Rivalen geschaffen, die Wissenschaft macht gottgleich, – es ist mit Priestern und Göttern zu Ende, wenn der Mensch wissenschaftlich wird! – Moral: die Wissenschaft ist das Verbotene an sich – sie allein ist verboten. Die Wissenschaft ist die erste Sünde, der Keim aller Sünde, die Erbsünde. Dies allein ist Moral. – „Du sollst nicht erkennen“ – der Rest folgt daraus. – Die Höllenangst Gottes verhinderte ihn nicht, klug zu sein. Wie wehrt man sich gegen die Wissenschaft? das wurde für lange sein Hauptproblem. Antwort: fort mit dem Menschen aus dem Paradies! Das Glück, der Müßiggang bringt auf Gedanken – alle Gedanken sind schlechte Gedanken… Der Mensch soll nicht denken. – Und der „Priester an sich“ erfindet die Not, den Tod, die Lebensgefahr der Schwangerschaft, jede Art von Elend, Alter, Mühsal, die Krankheit vor allem – lauter Mittel im Kampfe mit der Wissenschaft! Die Not erlaubt dem Menschen nicht, zu denken… Und trotzdem! entsetzlich! Das Werk der Erkenntnis türmt sich auf, himmelstürmend, götter-andämmernd [der Turmbau zu Babel (Gen 11)] – was tun! – Der alte Gott erfindet den Krieg, er trennt die Völker, er macht, daß die Menschen sich gegenseitig vernichten (– Priester haben immer den Krieg nötig gehabt…). Der Krieg – unter anderem ein großer Störenfried der Wissenschaft! – Unglaublich! Die Erkenntnis, die Emanzipation vom Priester, nimmt selbst trotz Kriegen zu. – Und ein letzter Entschluß kommt dem alten Gotte: „der Mensch ward wissenschaftlich – es hilft nichts, man muß ihn ersäufen!“… [die Sintflut (Gen 6f)]

So enthalte der Anfang der Bibel die ganze Psychologie des Priesters, der den Menschen unglücklich halten muß, um ihn von der Wissenschaft (dem „gesunden Begriff von Ursache und Wirkung“) abzuhalten. Das sei die Logik des Priestertums.

Man errät bereits, was, dieser Logik gemäß, damit erst in die Welt gekommen ist – die „Sünde“… Der Schuld- und Strafbegriff, die ganze „sittliche Weltordnung“ ist erfunden gegen die Wissenschaft – gegen die Ablösung des Menschen vom Priester… Der Mensch soll nicht hinaus-, er soll in sich hineinsehen; er soll nicht klug und vorsichtig, als Lernender, in die Dinge sehn, er soll überhaupt gar nicht sehn: er soll leiden… Und er soll so leiden, daß er jederzeit den Priester nötig hat. – Weg mit den Ärzten! Man hat einen Heiland nötig. – Der Schuld- und Straf-Begriff, eingerechnet die Lehre von der „Gnade“, von der „Erlösung“, von der „Vergebung“ – Lügen durch und durch und ohne jede psychologische Realität – sind erfunden, um den Ursachen-Sinn des Menschen zu zerstören: sie sind das Attentat gegen den Begriff Ursache und Wirkung! – Und nicht ein Attentat mit der Faust, mit dem Messer, mit der Ehrlichkeit in Haß und Liebe! Sondern aus den feigsten, listigsten, niedrigsten Instinkten heraus! Ein Priester-Attentat! Ein Parasiten-Attentat! Ein Vampyrismus bleicher unterirdischer Blutsauger!… Wenn die natürlichen Folgen einer Tat nicht mehr „natürlich“ sind, sondern durch Begriffs-Gespenster des Aberglaubens, durch „Gott“, durch „Geister“, durch „Seelen“ bewirkt gedacht werden, als bloß „moralische“ Konsequenzen, als Lohn, Strafe, Wink, Erziehungsmittel, so ist die Voraussetzung zur Erkenntnis zerstört – so hat man das größte Verbrechen an der Menschheit begangen. – Die Sünde, nochmals gesagt, diese Selbstschändungs-Form des Menschen par excellence, ist erfunden, um Wissenschaft, um Kultur, um jede Erhöhung und Vornehmheit des Menschen unmöglich zu machen; der Priester herrscht durch die Erfindung der Sünde. –“ (Antichrist, Kritische Studienausgabe, Bd. 6, Hrsg. G. Colli, M. Montinari, München: dtv/de Gruyter, 1988, S. 226-229)

Freud behauptete, unsere „Kultur“ sei auf der Unterdrückung der sexuellen Triebe aufgebaut und entsprechend die Rebellion der Heroen der Kultur eben gegen diese Kultur von vornherein angelegt sei. Er führt aus, daß derjenige, der, dank einer „unbeugsamen Konstitution“, seine Triebe nicht unterdrücken könne, entweder als Verbrecher ende oder, wenn er eine entsprechende soziale Position einnimmt oder hervorragende Fähigkeiten besitzt, sich als „großer Mann“, als „Held“ durchsetzen werde (Freud: Die „kulturelle“ Sexualmoral und die moderne Nervosität, 1908. In: Studienausgabe Bd. 9, Frankfurt: S. Fischer Verlag, 1974, S. 18). Eine romantische Auffassung, die kaum der Realität entspricht. Eine sinnvollere Unterscheidung wäre die zwischen pestilentem Charakter (Verbrecher, Gewaltmensch, Tyrann) und genitalem Charakter (Kulturheros), wie sie von Reich herausgearbeitet wurde (Charakteranalyse).

Napoleon war für Reich beispielsweise alles andere als ein „Kulturheros“, sondern einfach ein Schwerstverbrecher, der nur von Idioten verehrt werden könne (Napoleon, that stupid ass!, American Odyssey, S. 179). Ein, oder vielmehr der, wirkliche Held war für Reich Christus. Sein Erscheinen war der Durchbruch der Genitalität, das ausgesprochen sexualfeindliche Christentum entsprechend eine mißglückte biologische Revolution.

nachrichtenbrief71

17. September 2017

Kapitalismus bedeutet Leben, Sozialismus bedeutet Tod

31. August 2017

Drei Elemente: erstens ich, zweitens ein Klempner und drittens Geld. Der Klempner würde den ganzen Tag auf dem Sofa liegen, wenn nicht Leute wie ich an ihn heranträten und ihm einen Auftrag geben. Ohne Geld könnten wir einfach tauschen: er macht mein Bad und ich erledige dafür gleichzeitig seinen angehäuften Schreibkram. Mit dem dritten Element, dem Geld tritt etwas Zusätzliches in Erscheinung. Er muß mir vertrauen, daß ich ihn für seine erbrachte Leistung wirklich zahle (jeder Handwerker kann ein Lied davon singen!), bei Vorkasse muß ich ähnliches Vertrauen in seine Vertragserfüllung haben. Es kommt also zu einer engen Beziehung, nicht nur zu einer oberflächlichen Begegnung. Es ist ein Unterschied wie der zwischen einer Liebesbeziehung und einem schnellen Fick. Die durch Geld vermittelte Beziehung zum Klempner ist in ein enges weltumspannendes Gewebe eingebunden, die buchstäblich Milliarden von Menschen dazu bringt von ihrem Sofa aufzustehen. Wir könnten nämlich alle ganz gut leben, wenn wir alle auf unseren Sofas sitzen blieben und nur ab und zu etwas tauschten, dann wenn wir etwa etwas essen müssen. Warum in eine Beziehung investieren, wenn man doch ab und zu ins Bordell gehen kann?!

Die besagte Gewebe der wirtschaftlichen Beziehungen ist von drei Faktoren abhängig:

  1. einem Grundvertrauen zwischen den Menschen. Tatsächlich ist, frei nach Nietzsche, ein vollwertiger Mensch nur jemand, der versprechen kann! Alle anderen sind Kinder, Verbrecher (Soziopathen) oder Irre!
  2. der Arbeitsfähigkeit der einzelnen Menschen. Tatsächlich ist ein vollwertiger Mensch nur jemand, der arbeiten kann bzw. will, also kein Kind, Verbrecher, Irrer oder Invalide ist. Die Arbeitsfähigkeit ist individuell und erklärt und rechtfertig die wirtschaftlichen Unterschiede. Alles andere sind Träumereien von arbeitsscheuem Gesocks!
  3. Das Geld garantiert, daß dieses Gewebe erhalten bleibt. Aus diesem Grund ist es so wichtig, daß es stabil bleibt , d.h. ihm vertraut werden kann, etwa durch eine Golddeckung. Des weiteren übt das Geld einen übergroßen Schlüsselreiz aus, weil man alles, wirklich alles gegen es tauschen kann. Alle sind „geldgeil“, was die wirtschaftliche Aktivität weiter anstachelt und die Leute zusätzlich vom bequemen Sofa reißt.

Die sozialistische Utopie ist das genaue Gegenteil. Sie ist der Traum vom Sofa, der Traum vom „direkten Tausch“ ohne, um mit Marx zu sprechen, den „Fetisch der Ware“ und es ist der Traum vom Ende des Geldes. Jeder kriegt das zugeteilt, was er braucht bzw., noch utopischer, er nimmt es sich einfach. Sozialismus ist der Krebstod der Gesellschaft, d.h. die Energieproduktion kommt zum erliegen. Ist der Sozialismus hergestellt, sind es die Schwachen und Schutzbedürftigen, die als erste sterben: die Kinder, die in alptraumhafte Kinderkrippen abgeschoben werden, die Kranken, die man ermordet (in Nordkorea gibt es keine Behinderten!) und die Alten, die man „abschiebt“, wie einst in der „DDR“. Menschen, die versprechen können, die arbeiten können und die in einem stabilen, „reliablen“ System leben, geben mit Freuden an jene, die leider weniger glücklich sind. Sie sind natürlicherweise dankbar für die Vergangenheit (die Alten, Kranken und Bedürftigen) und identifizieren sich mit einer leuchtenden Zukunft (den Kindern).

Das ist eine bioenergetischer Blick auf die Welt. Linke verkörpern den Tod und handeln und denken entsprechend. Sie sind der „Todestrieb“ in der Geschichte. Sie lieben nicht etwa die Kranken, sondern sie liebe das Kranke! Man schaue sich die Kunst dieser widerlichen Kreaturen an!

nachrichtenbrief61

24. August 2017

Der Rote Faden: Der rote Parasit

25. Juli 2017

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DER ROTE FADEN:

1. Aktion und Reaktion

a. Der Weg in den Kommunismus

b. Der Weg in den Faschismus (Wien)

c. Rassenhygiene

d. Der Weg in den Faschismus (Berlin und Kopenhagen)

e. Der Übermensch

f. Die Untermenschen

2. Der Weg in den Kalten Krieg

a. Das rote Berlin

b. Der rote Parasit