Posts Tagged ‘Nervenzellen’

Parkinson und die Arbeitsdemokratie

24. September 2015

In Äther, Gott und Teufel kritisiert Reich 1949 die übliche Vorstellung vom Gehirn als „Steuerzentrum“ des Organismus:

Der Mechanismus begreift das Prinzip der Organisation nicht. (…) Für ihn gibt es eine Rangordnung der Organe im Organismus. Das Gehirn als das „höchste“ Entwicklungsprodukt ist zusammen mit dem Nervenapparat des Rückenmarks der „Direktor“ des ganzen Organismus. Der Mechanismus nimmt ein Zentrum an, von dem alle Impulse ausgehen, die die Organe bewegen. Jeder Muskel hat, durch den betreffenden Nerv vermittelt, sein eigenes Zentrum im Gehirn oder im Zwischenhirn. Woher das Gehirn selbst seine Aufträge bekommt, bleibt ein Rätsel. (S. 123)

Reich zufolge funktioniert das menschliche Gehirn jedoch wie folgt:

Für den Funktionalismus gibt es kein „höheres“ Zentrum und kein „niederes“ Ausführungsorgan. Die Nervenzellen erzeugen nicht die Impulse, sondern vermitteln sie bloß. Der Organismus als Ganzes bildet ein natürliches Kooperativ gleichwertiger Organe verschiedener Funktion. Wenn die natürliche Arbeitsdemokratie biologisch begründet ist, so finden wir sie in der harmonischen Kooperation der Organe vorgebildet. (…) Die Funktion selbst steuert die Kooperation. (S. 124, Hervorhebungen hinzugefügt)

Dies läßt sich anhand der neusten Forschungsergebnisse über die Parkinsonkrankheit illustrieren, die das bisherige mechanistische Verständnis völlig auf den Kopf stellen.

Bislang glaubte man, daß der sogenannte Nucleus subthalamicus, eine erbsengroße Struktur in den Tiefen des Gehirns, wie eine Art „Störsender“ wirke, ständig fehlerhafte Signale an die Muskeln der Parkinsonpatienten sende und so zu einer versteiften Muskulatur und unkontrolliertem Muskelzittern führe. Der Neurologe Lars Timmermann und seine Forschungsgruppe von der Universitätsklinik Köln hat jedoch mit neuen Rechnungsverfahren, die sie aus der Volkswirtschaftslehre übernommen und auf neuronale Modelle übertragen haben, herausgefunden, daß es genau umgekehrt ist: die krankhafte Aktivität kommt aus den Muskeln selbst! Vom Muskel verlaufen „afferente“ Signale zum Nucleus subthalamicus hin. Er scheint „eine Art Relais zu sein, eine Art Umschaltstation, wo ganz viel Information von allen Seiten reinfließt, umgerechnet wird und dann als Output, an das weitere Gehirn weitergegeben wird“.

Sogar das Aussehen der Nervenzellen scheint diese These zu bestätigen, so Timmermann: „Die haben ganz viele Ausläufer, greifen von überallher Informationen und scheinen diese ganz gebündelt an einer Stelle weiterzugeben.“ Es scheint also tatsächlich so zu sein, daß der Nucleus subthalamicus im Gehirn die fehlerhaften Signalen aus den Muskeln aufnimmt und dadurch letztlich selbst zu krankhafter Aktivität angeregt wird. Dadurch entsteht eine Rückkopplungsschleife, die kaum unterbrochen werden kann.

Alles wie bei Reich, inklusive der Bezug auf die Arbeitsdemokratie (Volkswirtschaftslehre)!

Timmermanns Forschungen verweisen auf die Muskelpanzerung (versteifte Muskeln) als Ursprung der Parkinsonerkrankung.

Diese Sichtweise wird nun durch eine Untersuchung von Beate Ritz (University of Californnia) et al. gestützt, die eine starke Korrelation zwischen dem Risiko an Parkinson zu erkranken und der „muskelversteifenden“ DOR-Belastung („starke Luftverschmutzung“) fanden. Unabhängig vom Geschlecht ist das Risiko für Menschen in Großstädten (hier Kopenhagen) 21 Prozent höher als für Landbewohner, bei Kleinstädtern sind es 10 Prozent.

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Reich und die moderne Biologie (Teil 2)

8. Dezember 2014

Die gegenwärtige Kulturdebatte in Amerika (teilweise aber auch im „aufgeklärten“ Europa) dreht sich vor allem um die Evolutionstheorie. Linke setzen Kritik an Darwin mit „Fundamentalismus“ gleich und dann ist nur noch ein Schritt und der Gegner wird mit den islamistischen Terroristen identifiziert. Rechte verbinden Darwin mit der Eugenik-Bewegung Anfang des 20. Jahrhunderts, Hitler und dem „Abtreibungs-Holocaust“.

[youtube:https://www.youtube.com/watch?v=cDWALTAh_Y0%5D

Expelled – Intelligenz streng verboten zeigt, auf was für wackeligen Beinen die biologische Orthodoxie steht – tatsächlich ist sie eine einzige Absurdität. Gleichzeitig wird aber auch deutlich, daß „intelligent design“ kaum weniger absurd ist: die der Natur inhärente Logik wird kurzschlüssig mit einem göttlichen Logos „erklärt“.

Bezeichnend ist, mit welcher Verachtung, mit welchem Ekel, Vertreter des „intelligent design“ über das „niedere Leben in der Pfütze“, über das lebendige Protoplasma sprechen.

Eines der Kennzeichen der gleichzeitig mechanistischen und mystischen gegenwärtigen Wissenschaft ist das Ersetzen „Gottes“ durch mechanische Surrogate. Beispielsweise wird die erste genetische Information, die in die Welt kam, mit „Zufall“ erklärt. Es ist, als hätte es einen „Herrn Zufall“ gegeben, der alles gerichtet habe.

Auf geradezu tragikomische Weise versuchen „Wissenschaftler“ dieses Problem mit der sogenannten Panspermie-Hypothese zu umgehen, der zufolge nicht „Gott“, sondern Meteoriten die Grundbausteine des Lebens auf die Erde gebracht haben.

Beispielsweise will auf diese gleichzeitig mechanistische und mystische Weise der US-Forscher Ronald Breslow (Columbia-Universität) erklären, warum Aminosäuren in allen Lebewesen der Erde linksdrehend sind.

Zum Thema des ubiquitären Linksdralls verweise ich auf meinen Blogeintrag Links zwo drei vier.

Die mechanistische Herangehensweise, die alles mit „mechanischem Zufall“ erklären will und alle organischen Zusammenhänge negiert, wird in den fünf Wissenschaftsskandalen der letzten Zeit evident: 1. HIV-AIDS, 2. Globale Erwärmung, 3. Urknall-Theorie, 4. String-Theorie und 5. das Aussterben der Dinosaurier.

Eigentümlich frei hat dazu einen sehr lesenswerten Artikel veröffentlicht. (Obwohl der Autor die „menschengemachte Globale Erwärmung“ nicht leugnet.)

Was ist diesen Theorien gemein, daß es fast lebensgefährlich (sic!) ist, sie zu leugnen?

Die orthodoxen Theorien gehen nicht nur mit milliarden- (wenn nicht trilliarden-) schweren Wirtschaftsinteressen einher (und seien dies nur Forschungsgelder), sondern, was bedeutsamer ist, sie stehen jeweils für mechano-mystische Willkür.

AIDS hat dann nichts mit der Lebensweise der Erkrankten und komplizierten pleomorphistischen Vorgängen zu tun, sondern geht auf die zufällige Infektion mit einem Retrovirus zurück. Die „Klimaveränderung“ (der von Reich erstmals beschriebene globale DOR-Notstand) geht auf einen mechanischen „Treibhauseffekt“ zurück. Das gesamte Universum ist eine heiße chaotische Explosion, die langsam abkühlt. Die Probleme, die mit diesem ganzen schwachsinnigen Theoriegebäude einhergehen („Singularitäten“), sollen mit „String-Theorien“ überwunden werden, – die nur verwirrte, mystische Geister begeistern können. Und was das Aussterben der Dinosaurier betrifft: sie sollen einem zufälligen Asteroideneinschlag zum Ofer gefallen sein, aber auf keinem Fall der mehr oder weniger organischen Entwicklung des Planeten.

Die Geschichte mit dem Linksdrall ist nur ein kleines Beispiel dafür, daß sich das wissenschaftliche Zeitalter dem Ende nähert. Die Wissenschaft wird von der mechanistischen Lebensanschauung unterhöhlt und wird zusammenbrechen, wenn sie sich nicht endlich dem Orgonomischen Funktionalismus öffnet.

Traurigerweise entblöden sich viele „Reichianer“ nicht, den Mechanismus auf mystische Weise „überwinden“ zu wollen, indem sie auf kindische Weise das Phänomen Geist mit – dem Phänomen Geist erklären (Pneuma, „geistige Welt“), das Phänomen Gefühlsleben mit – dem Phänomen Gefühlsleben (Psyche, „emotionale Welt“), das Phänomen Leben mit – dem Phänomen Leben (Bios, „biologische Welt“) und das Phänomen unser physischen Existenz mit – unser physischen Existenz (Physis, „physische Welt“). Es ist eine flache, statische, tautologische und an die mittelalterliche Scholastik (mit ihren hierarchisch gegliederten Existenzbereichen) gemahnende vor- oder besser gesagt antiwissenschaftliche Weltsicht.

Der wohl verheerendste Triumph der mechanistischen Wissenschaft in der Lebensforschung war Francis Cricks Entdeckung der DNS-Doppelhelix 1953. Gegen Ende seines Lebens versuchte der 2004 verstorbene Nobelpreisträger sein Lebenswerk der vollkommenen Mechanisierung des Lebendigen zu vollenden. Im britischen Nature Neuroscience behauptete er 2003, die menschliche Seele endlich dingfest gemacht zu haben: sie sei eine unaufhörliche chemische Reaktion von Nervenzellen in der Großhirnrinde. Crick:

Seele – das sind biochemische Prozesse, die unser Bewußtsein steuern.

Bereits im 19. Jahrhundert meinte der Zoologe Carl Vogt,

daß all jene Fähigkeiten, die wir unter dem Namen der Seelentätigkeiten begreifen, nur Funktionen der Gehirnsubstanz sind; oder, um mich einigermaßen grob hier auszudrücken, daß die Gedanken in demselben Verhältnis etwa zum Gehirn stehen wie die Galle zu der Leber oder der Urin zu den Nieren.

1942 meinte Reich dazu, daß jeder Versuch einer Erfassung der Empfindungen und seelischen Erlebnisse seit Jahrhunderten tabuisiert werde, so daß dem Menschen das Seelische „noch heute nur nebelhafte, mystische Gegebenheit“ sei oder allenfalls eine Sekretion des Gehirns und damit „nicht mehr als der Kot, der ein Exkret des Darms ist“ (Massenpsychologie des Faschismus, Fischer TB, S. 299). Immer noch, sieben Jahrzehnte später, hart das Lebendige, „das Seelische“, der naturwissenschaftlichen Erforschung.

In England zürnten die Theologen und Ethiker über Crick wie zu Zeiten Darwins. Es ist bezeichnend, daß die gleichen Leute in hymnische Verzückung geraten, wenn es um die Quantenphysik geht. Man lese etwa den kurzen Text: Quantenphysiker entdecken die Seele (Das menschliche Bewußtsein könnte den Tod überdauern) auf einer theologischen Weltnetzseite.

Konkret geht es um die „Verschränkung“ auf der Ebene der Quanten: Teilchen, die einmal in Wechselwirkung getreten sind, bleiben über Raum und Zeit miteinander verbunden. Wenn man das mit dem angeblichen „Urknall“ verknüpft, als alles noch „eins“ war und sich dann getrennt hat… Mystischer kann man gar nicht denken als die extrem mechanistischen Physiker! Entsprechend argumentieren manche von ihnen, daß Geist und Seele den Körper überdauern könnten.

Nichts sagt mehr über den gegenwärtigen Zustand der Naturwissenschaft aus, als daß angebliche „Lebenswissenschaftler“ (Biologen) wie zur Zeit Richard Dawkins einen fundamentalistischen Atheismus auf der Grundlage eines extrem mechanistischen Weltbildes propagieren, während ausgerechnet die „Todeswissenschaftler“ (die Quantenphysiker, die schließlich die Atomwaffen entwickelt haben) sich bei ihren poetischen Ergüssen gar nicht mehr einkriegen. Der erwähnte theologische Artikel zitiert den amerikanische Physiker Jack Sarfatti:

Nichts geschieht im menschlichen Bewußtsein, ohne daß irgendetwas im Universum darauf reagiert. Mit jedem Gedanken, jeder Handlung beschreiben wir nicht nur unsere eigene kleine Festplatte (!), sondern speichern auch etwas im Quantenuniversum ab, das unser irdisches Leben überdauert.

Man lasse sich jedoch nicht täuschen. Beide Ansätze, der von Crick und Dawkins auf der einen und der von Sarfatti auf der anderen Seite, sind eng miteinander – verschränkt.

Anhand der grundsätzlich unterschiedlichen Orientierung von Reichs „sexualökonomischer Lebensforschung“ in den 1930er Jahren und der zeitgleichen Entwicklung der Mikrobiologie, die in der Entdeckung der DNS gipfelte, läßt sich besonders gut der Mechano-Mystizismus der gegenwärtigen Wissenschaft festmachen. Die Entdecker der Todesenergie (Radioaktivität) drangen in die Biologie ein und „mechanisierten“ sie, während andererseits der Entdecker der Lebensenergie (Orgon) von der Biologie her in die Physik eindrang und sie „funktionalisierte“. Die Kernspaltung hier, die kosmische Orgonenergie dort; die Gene hier, die organismische Orgonenergie dort.

Die Molekularbiologie seit Mitte der 1930er Jahre wurde von ehemaligen Physikern wie z.B. Max Delbrück geprägt, einem Schüler des bedeutenden Quantenphysikers Max Born. Leute wie Delbrück suchten nach neuen, damals der Physik noch unbekannten Gesetzen, trugen dabei jedoch das physikalisch-mechanistische Denken in die Biologie. Tatsächlich taten diese Physiker kaum mehr als das seit Aristoteles in der Biologie zumindest implizit vorherrschende teleologische Denken, d.h. das Denken vom Ziel und Zweck her („…, um zu …“) durch ein „teleonomisches“ Denken zu ersetzen.

Nach Ernst Mayr (Evolution und die Vielfalt des Lebens, Heidelberg 1979) können Vorgänge (Verhaltensweisen) deren Zielgerichtetheit durch ein Programm gesteuert ist, teleonomisch genannt werden. Das „Programm“ ist natürlich die DNS, die Delbrück mit Aristoteles‘ „Seele“ gleichgesetzt hat. Danach bietet dieses eidos (der „unbewegte Beweger“) „eine perfekte Beschreibung der DNS: sie handelt, schafft Form und Entwicklung und unterliegt doch selbst keinerlei Veränderung bei dem Vorgang.“

Das Neue, was Leute wie Delbrück brachten, war die Überwindung des „teleomatischen“ Prinzips, das bis dahin die Physik geprägt hatte. Mayr:

Vorgänge, die einen Endzustand erreichen, der durch Naturgesetze (z.B. die Schwerkraft, der erste [gemeint ist wohl der zweite, PN] Hauptsatz der Thermodynamik), nicht aber durch Programme diktiert ist, können wir mit dem Ausdruck teleomatisch bezeichnen.

Der „Endzustand“ ist natürlich die maximale Entropie, der Wärmetod des Universums. Denkt man jetzt mit dem orgonomischen Potential als Leitfaden das Problem zurück, erkennt man, wo die Antwort, die die Physiker in der Biologie suchten, zu finden ist:

Die Natur folgt orgonomischen Funktionsgesetzen und kennt weder „ideale Zwecke“ (Mystizismus) noch „Programmziele“ (Mechano-Mystizismus).

Für „Biologen“ sind Lebewesen komplizierte Roboter. Beispielsweise stellte eine Forschergruppe von der University of Oxford Mitte eine Forschungsarbeit vor, in der es ihnen gelang die Erinnerung von Fliegen auf ganze 12 Nervenzellen zurückzuführen. Durch deren Manipulation gelang den Forschern die Erzeugung „falscher Erinnerungen“. Es geht dabei beispielsweise um die Assoziation bestimmter Duftstoffe mit Gefahr. Einer dieser Wissenschaftler kommentiert seine Arbeit wie folgt:

Wir wählen bevorzugt anscheinend höhere psychologische Phänomene und reduzieren sie auf die Mechanik. Beispielsweise wie die Intelligenz, die benötigt wird, um sich an eine ändernde Umgebung anzupassen, auf materielle Wechselwirkungen zwischen Zellen und Molekülen reduziert werden kann. Die Frage ist: Wie gewinnt man Intelligenz aus Teilen, die selbst unintelligent sind?

Das klassische reduktionistische Programm des 19. Jahrhunderts.

Daß dieses mechanistische Weltbild für die Biologie letztendlich untauglich ist, haben Björn Brembs (Freie Universität Berlin) und Alexander Maye (Universität Hamburg) anhand von Fruchtfliegen gezeigt.

Sie ließen die fixierten Tiere in einer weißen vollkommen konturlosen Umgebung mit den Flügeln schlagen und unterzogen das „Flugverhalten“ einer aufwendigen mathematischen Analyse, die zeigte, daß das Verhalten der Fliegen nicht auf „Rauschen in den Nervenzellen“ zurückgeführt werden kann, sondern ihm ein spontanes Handeln zugrunde liegen muß, da eindeutige Strukturen im Flugverhalten evident wurden.

Zur Prüfung ließen die Wissenschaftler in immer komplexeren Computer-Modellen mögliche Zufalls-Flugbahnen berechnen – kamen aber nie auf ein Ergebnis, das der Realität ähnelte. Sie wiesen damit erstmals nach, daß Abweichungen im Verhalten von Drosophila melanogaster nicht zufällig sein können, sondern auf spontane Entscheidungen zurückgehen müssen. „Ich hätte niemals vermutet, daß einfache Fliegen, die in anderen Situationen immer wieder gegen das selbe Fenster knallen, die Fähigkeit zu nicht zufälliger Spontanität besitzen“, schreibt Maye (…).

Daraus schlossen die Forscher auf neuronale Schaltpläne, die spontanes Verhalten generieren können und die man vielleicht nachbauen und für Roboter nutzbar machen könnte…

Sie stoßen in Gestalt des „freien Willens“ auf die Orgonenergie, aber verheddern sich sofort wieder in mechanistischer Begrifflichkeit.

In den massefreien energetischen Funktionen, die hinter der „nicht zufälligen Spontanität“ auch primitivster Lebewesen stehen, ist sicherlich auch die Ursache für die ungeahnten Intelligenzleistungen vieler Tiere zu suchen. Siehe dazu meinen Blogeintrag Das übersehene, unterdrückte und verachtete Lebendige (Teil 2).

Daß etwas mit der mechanistischen Herangehensweise nicht stimmen kann, sieht man allein schon an der Entdeckung, daß man „höhere psychologische Phänomene“ auf gerade mal 12 Nervenzellen reduzieren kann. Sie erinnert mich an folgende Meldung aus dem Jahre 2003:

Dusko Ehrlich und seine Kollegen vom Institut National de Recherche Agronomique in Paris hatten die Gene des Bodenbakteriums Bacillus subtilis einzeln ausgeschaltet. Es gedieh immer noch, als nur ganze 271 seiner mehr als immerhin 4100 Gene funktionierten. Das sind nicht einmal 7 Prozent. Offenbar benötigen Bakterien bei guten Umweltbedingungen nur einen winzigen Teil ihrer genetischen Ausstattung. Die meisten Erbinformationen seien doppelt vorhanden oder für das Überleben bei schlechten Umweltbedingungen nötig.

Ist es nicht vielmehr so, daß die Funktionen des Lebendigen (auch die „höchsten“) deshalb von so wenig materieller Struktur (Nervenzellen und Genen) anhängig sind, weil es primär energetische, prä-materielle Funktionen sind?!

fliegen

Freuds Verdrängung

8. Juni 2014

Seit vielen Jahren wird Freud und die Psychoanalyse grundlegend infrage gestellt. Dazu gehört insbesondere sein Konzept der Verdrängung. Jahrelang habe ich diese Kritik abgetan, bis ich auf folgendes stieß:

Ein von Harrison Pope (Harvard Medical School in Boston) zusammengestelltes Forschungsteam aus Psychologen und Literaturwissenschaftlern hat vor der Wende vom 18. zum 19. Jahrhundert kein einziges Indiz dafür gefunden, daß es so etwas wie „ins Unbewußte abgeschobene Traumata“ gab. Dazu wurde sowohl die Fach- und Sachliteratur als auch Romane, Erzählungen und Gedichte untersucht. Tatsächlich findet sich eines der frühsten Beispiele erst 1859 in einem Roman von Charles Dickens. Das Verdrängen von Erinnerungen sei, so vermutet Pope, kein biologisch-neuropsychologischer Mechanismus, sondern ein Produkt der modernen westlichen Kultur.

Wie soll man dann Reichs Entdeckung erklären, daß mit Auflösung der Panzerung typischerweise (aber nicht notwendigerweise) verdrängte Erinnerungen ins Bewußtsein treten, die mit der Genese der Panzerung in Zusammenhang stehen?

Beispielsweise könnte man spekulieren, daß seit der Aufklärung des 18. Jahrhunderts die „gesellschaftliche Panzerung“ immer brüchiger wurde, was dann in den entsprechenden „revolutionären“ Theorien, beispielsweise jenen Freuds, zum Ausdruck gekommen ist. Diese These hat Reich ansatzweise bereits 1929 in seinem Aufsatz Dialektischer Materialismus und Psychoanalyse formuliert. Die Gesellschaft war vor 1800 schlicht zu gepanzert, als daß der Verdrängungs-Mechanismus hätte erfaßt werden können.

Ohnehin ging es Reich primär um die Verdrängung im Zusammenhang von Gefühlen.

James Gross (Stanford University, California) und Jane Richards (University of Texas, Austin) zeigten anhand von 57 Freiwilligen, denen ein aufregender Film über eine OP vorgeführt wurde, daß sich diejenigen am besten erinnern, die während eines besonderen Erlebnisses mit ihren Gefühlen dabei sind und sie nicht unterdrücken.

Aus Sicht der Orgonomie kann man davon ausgehen, daß bei den „Gefühllosen“ die Bilder zurückkehren, wenn sich der Krampf löst, der die Gefühle zurückhält.

Doch wirklich überzeugend sind diese Argumente kaum. In einem Beitrag der Süddeutschen Zeitung von 2007 hieß es beispielsweise:

Tatsächlich gibt es für die Theorie der Verdrängung keine stichhaltigen Belege. So müßte Freud zufolge das Ausmaß des Vergessens bei jenen Menschen besonders groß sein, die Schlimmes erlebt haben und deshalb gewillt sind, das Erlebte aus ihrem Gedächtnis zu tilgen. Das Gegenteil ist der Fall: Sogar jene Erwachsene, die in ihrer Kindheit sexuell mißbraucht wurden, können sich gedanklich nicht von den Inhalten lösen, die an das Trauma erinnern (Behaviour Research and Therapy, Bd. 44, S. 1129, 006). Das Problem ist nicht das Verdrängen, sondern das Nicht-Verdrängen-Können.

Aus eigener Erfahrung mit der Orgontherapie kann ich sagen, daß es gar nicht um die Erinnerung per se geht, sondern um Einsichten hinsichtlich der eigenen Entwicklung. Ob und an welche „Geschichten“ (angebliche „Erinnerungen“) diese sich festmachen, bzw. sozusagen „illustriert werden“, ist sekundär. Ob diese „Erinnerungen“ irgendeiner Realität entsprechen ist gleichgültig, solange mit ihrer Hilfe, die entscheidende therapeutisch wirksame Einsicht vermittelt wird.

Dies wird wohl auch die Grundlage der ja zweifellos vorhandenen Heilungserfolge durch das Freudsche „Bewußtmachen des Verdrängten“ sein. Es geht um die Veränderung stereotyper Sicht-, Denk- und Verhaltensweisen. Es geht um das Wegbrechen von okularer Panzerung durch Gespräche, die zu neuen „Einsichten“ führen. Die „Erinnerungen“, die dabei aus der „Verdrängung“ auftauchen, sind nur eine mehr oder weniger poetische Einkleidung der bioenergetischen Veränderungen im Körper. Sie ähneln darin den Träumen.

Das Tragische bei der ganzen Angelegenheit ist, daß durch den „Freudianischen“ Kult unzählige Leben kaputt gemacht worden sind. All die Familien, die zerstört wurden, weil sich jemand in der Therapie urplötzlich an sexuellen Mißbrauch „erinnert“ hat. Aufgrund dieses Schwachsinns sind vollkommen unschuldige Menschen für viele Jahre ins Gefängnis gewandert!

Es stimmt, daß in seiner Arbeit in der psychoanalytischen Ambulanz für die Armen Reich einer der ersten Psychoanalytiker war, der die Wahrhaftigkeit des sexuellen Kindesmißbrauchs bestätigte. Man siehe die beiden letzten Kapitel von Frühe Schriften und seinen Aufsatz „Eltern als Erzieher“ (Zeitschrift für Psychoanalytische Pädagogik, 1926 und 1927). Aber trotzdem hat sich Reich nie gegen Freuds „Verführungstheorie“ ausgesprochen. Er hat stets die Freudsche Vorstellung verteidigt, daß Kinder sexuelle Wesen sind, die an ihren Eltern sexuelles Interesse zeigen (solange man ihnen kein kindsgerechtes Sexualleben mit Gleichaltrigen ermöglicht). Und was angebliche Erinnerungen an sexuellen Mißbrauch betrifft, verweise auf Reichs Charakteranalyse, wo er sich vehement gegen die Ansicht wendet, der Therapeut ginge in die Zeit zurück, als ob unser Geist wie eine Diskette funktioniere, auf der etwas unveränderlich und abrufbereit gebrannt ist. Es ist alles Panzerung im hier und jetzt.

Wenn bestimmte Körperregionen entpanzert werden, scheint so etwas wie ein „plasmatisches Gedächtnis“ aktiviert zu werden. Erinnerungen an die Geburt oder gar das intrauterine Leben bedeuten nicht, daß es damals bereits ein „Ich“ gab, das sich nun erinnert (die besagte „Diskette“). Nicht mein „Ich“, sondern mein Selbst, d.h. mein Körper war dabei, als ich geboren wurde. Es ist naiv zu glauben, damals wäre etwas abgespeichert worden, was sich später wieder abrufen läßt. Erinnerungen sind, streng orgonomisch betrachtet, nur eine aktuelle Folgeerscheinung der Art, wie in der Vergangenheit sich die bioenergetische und physische Grundlage des aktuellen Ich formierte. Die Erinnerungen sind in der Muskelpanzerung eingeschlossen, weshalb es Sinn macht, wenn sich „ungepanzerte“ Schizophrene verhältnismäßig gut erinnern, diese Gabe aber verlorengeht, wenn sie sich im Verlauf der Therapie abpanzern.

Als Medizinstudent wurde Reich von R.W. Semon beeinflußt, nach dem Sinneseindrücke zu permanenten Veränderungen in den Nerven führen. Diese Engramme (Spuren) ermöglichen nach Semon die Assoziation und Erinnerung und sie gehen ins Erbgut ein. Alle Engramme zusammen bilden die Mneme, d.h. das biologische Gedächtnis. Später glaubte Reich im Anschluß an Freud, daß der „Wiederholungszwang“, Lust immer wieder erfahren zu wollen, „ein wesentliches Stück des Problems des Gedächtnisses ausmachen (dürfte)“ (Charakteranalyse, Fischer TB, S. 288). Schließlich, 1950, mußte er nach dem Gedächtnis gefragt jedoch kleinmütig einräumen: „Ich muß ehrlich zugeben, daß ich nichts darüber weiß“ („Processes of Integration in the Newborn and the Schizophrenic”, Orgonomic Functionalism, Vol. 6, 1996, S. 63).

Charles Konia geht davon aus, daß die Wahrnehmungsfunktion entsteht, wenn sich die organismische Orgonenergie vom kosmischen Orgonenergie-Ozean mittels einer Membran trennt. Die „Innenwelt“ nimmt Kontakt mit der „Außenwelt“ auf, wobei sich die Wahrnehmung (und die mit ihr verbundene Erregung) bionartig in subzellularen Gebilden organisiert, die Zentren „plasmatischer ‚Erinnerung’“ bilden. Das Protoplasma kann sich dann auf der einen Seite zu Genen organisieren (DNA), auf der anderen Seite zum Gehirn (Nervenzellen) („The Perceptual Function“, Journal of Orgonomy, 18(1), 1984, S. 80-98), primär ist jedoch das „plasmatische Gedächtnis“.

protomemory

Der Gegensatz von Alzheimer und Krebs

14. Juli 2013

Massimo Musicco (L’Ospedale Santa Lucia, Roma) et al. konnten erneut und jetzt mit einiger Sicherheit bestätigen, daß Alzheimer und Krebs (und zwar durch die Bank alle Krebsarten) sich weitgehend gegenseitig ausschließen. Es ist zwar nicht unmöglich, daß ein Alzheimer-Patient auch an Krebs erkrankt oder ein Krebs-Patient auch an Alzheimer, aber dieses Zusammentreffen ist äußerst selten. Bisher bestand der Verdacht, daß diese statistische Korrelation einfach darauf zurückzuführen ist, daß Krebspatienten eher sterben und Alzheimer weitgehend eine Alterserscheinung ist, doch die neue Studie konnte diesen Verdacht ausräumen.

Für die Reichsche Krebstheorie ist es stets bedeutsam, wenn es bei Untersuchungen um den Krebs geht, nicht nur um bestimmte Krebsarten. Reich hatte nämlich aus seinen Forschungen erschlossen, daß der Krebs eine „Schrumpfungsbiopathie“ ist, d.h. eine Biopathie die mit einer allgemeinen Senkung des Energieniveaus einhergeht, im Zentrum des Organismus keine Energie mehr „produziert“ wird, bis der Körper bei lebendigen Leibe buchstäblich in Verwesung übergeht. Die Krebstumoren stellen den verzweifelten Versuch des Organismus dar, sich auf einem niedrigeren Organisationsniveau neu zu organisieren. Sie entstehen insbesondere dort, wo die Panzerung besonders stark ist, etwa an Schließmuskeln.

Was bedeutet in diesem Zusammenhang der oben umrissene antagonistische Gegensatz?

alzheimkrebs

Alzheimer ist mit einiger Sicherheit so etwas wie „Diabetes des Gehirns“ und damit ebenfalls eine Schrumpfungsbiopathie. Das Spezifische dieser Art von Schrumpfung scheint jedoch eine „zentrale Desorganisation“ zu sein. Jedenfalls ist die Wahrscheinlichkeit an Alzheimer zu erkranken bei Menschen, deren Persönlichkeit von Gewissenhaft und Zielstrebigkeit gekennzeichnet ist, deutlich geringer.

Die Erklärung der mechanistischen Wissenschaft für den Gegensatz von Alzheimer und Krebs ist einfach:

Erklärt wird er meistens damit, daß Alzheimer und Krebs in gewisser Hinsicht zwei Seiten derselben Medaille sind: Bei Krebs reagieren die Körperzellen zu wenig auf Signale, die ihnen den Selbstmord befehlen, und wachsen ungebremst drauflos. Bei Alzheimer sind die Nervenzellen dagegen offenbar überempfindlich für solche Signale: Sie sterben ab, obwohl es keinen offensichtlichen Grund dafür gibt. Wer also ein gut funktionierendes Zell-Selbstmord-System in seinem genetischen Code beherbergt, wird seltener Tumoren entwickeln, aber anfälliger für Alzheimer und – ebenfalls bereits belegt – ähnliche Krankheiten wie Parkinson sein. Wer dagegen sehr robuste Zellen besitzt, neigt zwar weniger zu Alzheimer und Parkinson, hat aber eher entartete Zellen im Körper.

Die mechanistische Wissenschaft erklärt den Krebs damit, daß normale Zellen biologisch entarten, durch einen „Programmfehler“ jedoch nicht zerfallen („Zellselbstmord“), sondern sich ganz im Gegenteil wie wild teilen, es also zu Zellwucherungen = Krebs komme. Bei Alzheimer komme es ganz im Gegenteil zu Zellselbstmorden auch bei vollkommen gesunden Gehirnzellen, bis das Gehirn aussieht wie ein Schweizer Käse.

Reichs Forschungen legen ein ganz anderes Szenario nahe: Während Krebs Folge extremer Panzerung ist, die das Leben dermaßen drosselt, daß es buchstäblich anfängt zu faulen, ist Alzheimer durch Kontrollverlust gekennzeichnet. Zwar kommt es zu Krampfanfällen (insbesondere auch bei Parkinson), doch generell ist dieser Zustand von einem Zerfall der Panzerung und einer entsprechenden Enthemmung, insbesondere sexuellen Enthemmung, geprägt. Weil es sich um zwei Biopathien handelt, wird die organismische Energie schon Jahrzehnte vor dem eigentlichen Krankheitsbeginn entsprechend „gepolt“ sein.

Da die Gegensätzlichkeit dieser beiden Krankheitsbilder so fundamental zu sein scheint, wäre auch an den Gegensatz zu denken von energetischem Orgonom (Zentrales Nervensystem, Kontrollverlust, Alzheimer) und orgonotischem System (Vegetatives Nervensystem, Einstellung der zentralen Energieproduktion, Krebs). Als Beispiele denke man an den Alzheimer-Patienten Ronald Reagan, der vital und „bauchgesteuert“ blieb, aber nie als besonders gewissenhaft galt, und vergleiche ihn etwa mit dem Krebspatienten Freud, der bis zuletzt zielstrebig, „zerebral“ und vor allem kontrolliert blieb. Auf gesellschaftlicher Ebene entspricht das dem Gegensatz von „entfesseltem Kapitalismus“ auf der rechten Seite und dem „sozialen Krebstod“ (Kommunismus) auf der linken Seite.

Die Großhirnrinde als Struktur gewordene Orgonometrie

18. Mai 2012

Bis vor kurzem nahm man an, daß die Großhirnrinde auf mikroskopischer Ebene vertikal organisiert ist, sozusagen in „Säulen“, d.h. vor allem übereinanderliegende Neuronen würden auf denselben Reiz reagieren, untereinander kommunizieren und so „funktionelle Einheiten“ bilden. Nun konnten Clemens Boucsein und seine Kollegen der Bernstein Center Freiburg und Berlin mit Hilfe verfeinerter Meßmethoden zeigen (die ganze Arbeit hier), daß die horizontale Kommunikation zwischen den Nervenzellen, sozusagen „über den Säulenrand hinaus“, weit wichtiger ist als bisher angenommen. Tatsächlich scheint es so zu sein, daß weniger als die Hälfte der Eingänge in ein Neuron von den Partnern innerhalb seiner „Säule“ stammt. Weit mehr Verbindungen kommen horizontal von Nervenzellen aus der näheren und weiteren Umgebung.

Zunächst einmal muß gesagt werden, daß bioenergetische Gesetzmäßigkeiten auf allen Größenebenen gleich sind. Beispielsweise haben eine Cumuluswolke am Firmament und eine Amöbe unter dem Mikroskop aus Sicht der Chemie und der Physik wenig bis nichts miteinander zu tun, doch als Orgonenergie-Einheiten sind sie in vieler Hinsicht funktionell identisch. Es macht also Sinn, die unsichtbaren bzw. nur mit extrem großen Aufwand in Speziallaboren sichtbar gemachten Vorgänge auf der zellulären Ebene der Großhirnrinde von dem her zu betrachten, was wir vom menschlichen Körper über das vertikale und horizontale Funktionieren der organismischen Orgonenergie wissen.

Von dieser bioenergetischen Warte aus betrachtet, besteht die Großhirnrinde weder aus nebeneinander liegenden „Säulen“, noch aus übereinander gestapelten „dicht gewebten Teppichen“ sondern sie hat eine funktionelle Struktur wie der menschliche Gesamtkörper, der sich bioenergetisch aus dem „energetischen Orgonom“ zusammensetzt, in dem die organismische Energie vertikal fließt, und dem mehr horizontal organisierten „orgonotischen System“ mit einer Bewegung der Energie hin zur Umwelt und zurück zum Kern.

Auf einer abstrakten Ebene findet sich diese Einheit von „Vertikalität“ und „Horizontalität“ in der Orgonometrie wieder. Sie ist in der Großhirnrinde Struktur geworden.

Der auf den Schnabel gefallene orgonotische Orientierungssinn

13. April 2012

Man könnte versuchen, den Orientierungssinn der Zugvögel im Sinne des „ersten orgonotischen Sinns“ zu erklären. Bis jetzt war die „wissenschaftliche“ Antwort auf derartige Vorstellungen klar: man habe mittlerweile nachgewiesen, daß sich die Vögel mittels eisenhaltiger Nervenzellen im Schnabel am Magnetfeld der Erde orientieren.

Nun haben Christoph Daniel Treiber (Institut für Molekulare Pathologie in Wien) et al. eine Studie an 200 Felsentauben durchgeführt, die zeigt, daß die besagten „eisenhaltigen Nervenzellen“ im Schnabel gar keine Nervenzellen sind, sondern in Wirklichkeit für die Immunabwehr zuständige Freßzellen (Makrophagen), die gleichzeitig auch den Eisenhaushalt des Körpers regulieren.

Die besagte Untersuchung wirft sogar die Frage auf, wie man jemals auf die bisherige Vorstellung hat kommen können! Offensichtlich wollten frühere Forscher sehen, was sie sahen. Sie betrachteten Lebewesen als eine Art Maschine und suchten entsprechend nach dem „Navigationssystem“, das aufgrund von klitzekleinen „Kompaßnadeln“ funktionieren sollte.

Wie Brieftauben und Zugvögel sich auf ihren zum Teil Tausende Kilometer langen Flugrouten orientieren, sei nun, so Treiber et al., ein größeres Rätsel denn je. Da der Magnetsinn der Tauben ja irgendwo sitzen müsse, will das Forscherteam nun die Netzhaut der Tauben untersuchen.

Zurück zum „ersten orgonotischen Sinn“: Man kann voraussagen, daß sich das „Navigationssystem“ nirgends im Körper der Tauben finden wird. Es ist schlichtweg das orgonotische System, welches sich in den zentralen Ganglien des Körpers plastisch verkörpert, das die Vögel ihren Weg finden läßt.

Siehe auch meinen Blogeintrag Vogelschwärme.

Kifferalzheimer

3. März 2012

Pressemitteilung des American College of Orgonomy.

„Marijuana is harmless because it’s just a plant. It’s natural.“ „You can’t get addicted to pot.“ „Alcohol is much more dangerous than marijuana.“ These and other common misconceptions about marijuana use will be discussed on Saturday, March 31, 2012 by nationally recognized substance abuse expert Richard Ryan and psychologist Dee Apple at the presentation, „Clearing the Air: Facts & Fictions about Marijuana“ at the Paul Robeson Center for the Arts, 102 Witherspoon Street, Princeton, NJ from 4:00PM to 6:00PM.

With daily marijuana use among high school seniors at a 30-year high, and students experimenting with its use at younger and younger ages, this presentation is a must for young people, concerned parents and anyone who cares about the future of our country. The talk is part of a series of social orgonomy talks sponsored by the American College of Orgonomy (ACO).

Richard J.T. Ryan, M.A. co-founded Creative Drug Education, in Middlesex County, Massachusetts in 1981, which is now based in Colorado. Having written and implemented a successful curriculum on substance use and abuse issues in the state of Maine, Creative Drug Education quickly expanded into the private sector of education, focusing on providing alcohol (and other drug) use and abuse awareness and prevention programs to schools throughout the United States.

Dr. Apple is a clinical psychologist in private practice in Princeton and is the director of psychological services at the Lawrenceville School. He graduated from the University of North Carolina with a B.A.in psychology, received his M.A. and Ph.D. degrees from the University of South Dakota, and completed his training at the Medical College of Virginia. He is a Member of the Board of Regents and Clinical Associate of the ACO, a member of the college’s social orgonomy committee, Director of both the College’s CORE research group and of the ACO’s Introductory Laboratory Workshop in Orgonomic Science. Dr. Apple has authored articles on a wide range of topics in the Journal of Orgonomy. He is available for interviews prior to the event.

Cannabis schränkt die orgonotische Erstrahlung des Organismus ein. Die „Aura“ des Körpers wird schwächer, verliert an Kohärenz und wird „schmutzig“(DOR), die Augen hören auf zu „strahlen“.

Ich will hier auf zwei Folgen des Kiffens eingehen, die unmittelbar mit der Einschränkung der Erstrahlung zusammenhängen: die menschlichen Vermögen des „Aufrechtstehes“, das, was man im Amerikanischen so schön umfassend als „being square“ beschreibt, und des „Erinnerns“ (Gedächtnis).

Daß diese drei Funktionen zusammengehören, sieht man unmittelbar am gewöhnlichen Alterungsvorgang, der sich primär in zwei Phänomenen zeigt: der Körper fällt in sich zusammen und die geistigen Funktionen, insbesondere das Kurzzeitgedächtnis, lassen nach:

Funktionen der „Erstrahlung“ lassen sich mit heterogenen orgonometrischen Gleichungen darstellen (im Funktionsbereich „Bewegung“ würde das anders aussehen!), die das Verhältnis von Raum und Zeit beschreiben:

Kiffer werden träge und „sacken in sich zusammen“. Es ist als könnten sie mangels eigener orgonotischer Ladung („Antischwerkraft“) nicht mehr dem Zug der Schwerkraft widerstehen.

Gravitation läßt sich, da sie eine Funktion der Erstrahlung ist, orgonometrisch wie folgt beschreiben:

Es geht hier um die Aufhebung der räumlichen Trennung („Länge L wird in Zeit t überführt“), was wiederum (u.a.) die Grundlage der Gravitation ist.

Das Gedächtnis hat seine primordiale Grundlage in folgender orgonometrischer Gleichung:

„Zeit t wird in Länge L“ überführt, d.h. speziell hier, daß Information gespeichert wird.

Wie gesagt sind diese beiden Funktionen von der tieferliegenden und umfassenderen Funktion Erstrahlung abhängig.

Cannabis hat verheerende Auswirkungen auf das „Arbeitsgedächtnis“, das man beispielsweise braucht, um einen Satz zu verstehen und komplizierte Sachverhalte nachzuvollziehen. Nun haben der Franzose Giovanni Marsicano vom INSERM und die Kanadierin Xia Zhang (University of Ottawa) herausgefunden, daß das Arbeitsgedächtnis überraschenderweise nicht etwa dadurch gestört wird, daß das THC direkt auf die Nervenzellen wirkt, sondern auf die spinnenförmig verzweigten und untereinander ein enges Netzwerk bildenden „Astrozyten“. Das sind die Zellen, die die Neuronen ernähren und unterstützen, indem sie eine vermittelnde Rolle zwischen der Blut-Hirn-Schranke und den Nervenzellen einnehmen.

„Wir haben jetzt den ersten Beweis erbracht, daß Astrozyten das Arbeitsgedächtnis direkt beeinflussen“, sagt Xia Zhang (…). „Daß die unterstützenden Zellen in Wirklichkeit eine führende Rolle einnehmen, ist die größte Entdeckung unserer Forschung. Das ist einfach unglaublich“, freut sich Zhang. Ob die lange unterschätzten Astrozyten auch in anderen Bereichen des Gedächtnisses eine Rolle spielen, muß noch untersucht werden.

Aus orgonomischer Sicht deutet dies darauf hin, daß das Gedächtnis nicht mechanisch auf einer Art „Festplatte“ (die Neuronen) gespeicherte Information ist, sondern tiefer im Körper verankert ist. Oder anders ausgedrückt: diese Forschungsergebnisse verweisen nicht auf den (wie auch immer aufgefaßten) „Geist“, sondern auf die Bioenergie!