Posts Tagged ‘Nationalsozialismus’

ZUKUNFTSKINDER: 8. Utopia, b. Freiheit und Verantwortung

6. Mai 2018

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ZUKUNFTSKINDER:

8. Utopia, b. Freiheit und Verantwortung

DAS SCHLUSSKAPITEL DES BUCHES!

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ZUKUNFTSKINDER: 8. Utopia, a. Der Kult der Expansion

3. Mai 2018

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8. Utopia, a. Der Kult der Expansion

Mussolinis Faschismus, Hitlers Nationalsozialismus und Die Massenpsychologie des Faschismus

9. März 2018

„Faschismus“ war Ende der Zwanziger Jahre zunächst einmal ein Stalinistischer Kampfbegriff, der unterschiedslos für alle nichtkommunistischen Massenbewegungen gebraucht wurde, sei dies der eigentliche Faschismus in Italien, die Sozialdemokratie („Sozialfaschismus“), die klerikal geprägten Heimwehren in Österreich, die antiklerikalen Nationalsozialisten in Österreich, die Nationalsozialisten in Deutschland, der Stahlhelm, etc. Die innere und wechselseitige Widersprüchlichkeit dieser Phänomene würden sich aus den inneren Widersprüchen des in chaotischer Auflösung befindlichen Spätkapitalismus erklären. Reich hat als Mitglied der KPÖ bzw. KPD den Begriff „Faschismus“ übernommen und nie wieder aufgegeben.

Von Anfang an, war für Reich „Faschismus“ aber weniger die terroristische Speerspitze des untergehenden und deshalb wild um sich schlagenden Kapitalismus, als vielmehr Ausfluß der mechanistischen und gleichzeitig mystischen Charakterstruktur der Menschen in der heutigen von Maschinen geprägten Massengesellschaft. Unterschiede zwischen den diversen Faschismen erklären sich aus diesem mechano-mystischen Grundwiderspruch. Bei Mussolini richtete sich alles auf die Durchsetzung einer totalitären Staatsidee, für die der Mystizismus (der Appell an den „Mythus“) nur Instrument war. Bei Hitler war es genau umgekehrt: der totalitäre Staat war ein bloßes Instrument zur Vernichtung des als „jüdischer Idee“ verachteten Staatsgedankens („David“) und dessen Ersetzung durch ein ständiges anarchisches Ringen um Macht, das stets dafür sorgt, daß das biologisch Starke sich durchsetzt („Goliath“). Eine verquere, sadistische Naturmystik.

Der „Mussolinismus“ und der Hitlerismus sind unvereinbare Gegensätze und gleichzeitig funktionell identisch:

Orgonomie oder der Tod!

5. Februar 2018

Was unterscheidet Reich von den Kommunisten, Faschisten und „Demokraten“ jeder denkbaren Couleur? Reich verspricht nicht die „Freiheit“!

Versteht man unter „Freiheit“ vor allem die Verantwortung jedes einzelnen Erdenbürgers für die rationale Führung der persönlichen, beruflichen und gesellschaftlichen Existenz, dann gibt es keine größere Angst als die vor Einrichtung der allgemeinen Freiheit. (Massenpsychologie des Faschismus, Fischer TB, S. 284)

Reich verspricht nicht die Freiheit von der Arbeit wie die Kommunisten, in deren Gesellschaft die höchste denkbare zivile Strafe das „Schicken in die Produktion“ war. Es ging hier um nichts anderes als das Paradies für arbeitsscheues Gesindel, das sich vom Staat aushalten lassen will. Faschisten und „Demokraten“ haben stets nichts anderes gemacht, als diesen kanzerösen Infantilismus durch lächerliche Betrugsmanöver irgendwie aufzufangen. Irgendwann kommt die große Krise, wo das ganze Kartenhaus zusammenbricht. Danach fängt dann die Tragödie von neuem an, da niemand den Mut hat, der einzig denkbaren rationalen Gesellschaftsorganisation Bahn zu brechen, der Arbeitsdemokratie, in der jeder Einzelne die Verantwortung für sein Leben, seine Gesellschaft und die Funktion, die er in ihr einnimmt, trägt.

Nationalsozialismus 2017/2018

22. Dezember 2017

Reichs Massenpsychologie des Faschismus zufolge zogen die Nazis ihre Macht aus der Manipulation der Massen mit 1. ihrer „Rassentheorie“, 2. ihrer Familienideologie und 3. ihrer Sexualfeindlichkeit. Wie diese drei Elemente zusammengehalten wurden, können wir heute aus nächster Nähe an unseren Nachbarn ablesen, wenn diese aus Saharasia kommen, etwa der Türkei oder dem Libanon: es ging bzw. es geht um „Reinheit“ und „Ehre“. Übrigens: und deshalb waren die Nazis Rechte, auch wenn es viele linke Elemente in ihrer „nationalsozialistischen“ Ideologie gab – genauso wie unsere erzreaktionären Kulturbereicher gar nicht genug bekommen können von der sozialdemokratischen Ideologie!

Aber zurück zum Thema: Wir leben mittlerweile in der antiautoritären Gesellschaft und entsprechend stellen sich die besagten drei Elemente der Nazipropaganda bei den gegenwärtigen Nazis vollkommen anders dar: Aus der „Rassentheorie“ wurde der Kampf gegen den „Rassismus“, d.h. der rassistische Kampf gegen die „Weißheit“, Träume vom „white genocide“. Aus der Familienideologie, die das Lebensglück der Partner, aber insbesondere das ihrer Kinder, zerstörte, wurde die systematische Zerstörung der Familie durch „Feminismus“, brutalsten ökonomischen Druck und der totalitäre Zugriff der Sozialdemokratie auf das Kind von der Krippe bis zur Universität (was kurioserweise auch dem Ansatz des durch und durch widersprüchlichen Nationalsozialismus entsprach). Der Effekt ist sogar noch größer als der der reaktionären Familienideologie: die Menschen sind noch unglücklicher und können mangels Lebensglück nur noch mit Psychopharmaka und anderen Drogen überdauern. Ähnlich ist es mit der Sexualfeindlichkeit bestellt: „Transgender“ et al. unterminieren die Befriedigungsfähigkeit noch radikaler als alle Verklemmtheit der autoritären Ära zusammengenommen. Die Menschen wissen ja nicht mal mehr, ob sie Männlein oder Weiblein sind!

Der historische Nationalsozialismus hat die „faszinierten“ Massen in den sicheren Untergang geführt und daß der moderne Nationalsozialismus heute genau das gleiche tut… Mach die Augen auf: der Wahnsinn ist allgemein und um dich herum stürmen die Lemminge hocherregt auf den Abgrund zu. Aus „Reinheit“ wurde „Toleranz“ und aus „Ehre“ wurde der maßlose Haß auf das Eigene.

Reich-Anhänger, Reichianer und „Orgonomen“ sind meine TODFEINDE

17. Dezember 2017

Reich-Anhänger, Reichianer und „Orgonomen“ benutzen Reichs Ideen aus Was ist Klassenbewußtsein?, um die westliche Gesellschaft zu zerstören. Weihnachten und alles, was sonst noch, mit Europa und dem Christentum verbunden ist, soll tabuisiert werden, weil es das richtige Bewußtsein untergräbt.

Sie benutzen Die Massenpsychologie des Faschismus, um jedweden Versuch zu deslegitimieren, sich für das Eigene einzusetzen. Alles, was nicht den Charakter einer Rebellion gegen die Autoritäten, gegen unsere Vorväter und schließlich gegen unser biologisches Erbe trägt, ist „reaktionär“.

Und schließlich haben sie, insbesondere mit Alexander Lowens „Bioenergetik“ und ähnlichen Systemen, den orgontherapeutischen Ansatz so gedreht, daß er die Patienten noch kontaktloser macht, als sie ohnehin schon waren und um insbesondere die okulare Panzerung zu verstärken. Es wird genau jene Struktur des Panzers reproduziert (Verschiebung von der Körperpanzerung zur Augenpanzerung), die die bioenergetische Grundlage des linksliberalen Syndroms ist.

Die Entdeckung des Orgons, den Orgonakkumulator und sogar den Cloudbuster nutzen sie dafür den Mystizismus zu legitimieren und zu propagieren, d.h. den Kern des Nationalsozialismus und aller anderen reaktionären, lebensfeindlichen Ideologien. Das Orgon wird unvermittelt zu einer Schnittstelle zwischen der materiellen und der vorgeblich „geistigen Welt“.

Alles, was sie tun, dient der Vernichtung der Orgonomie bei gleichzeitiger Nutzung ihrer Ergebnisse, um das Projekt der organisierten Emotionellen Pest voranzubringen, alle Möglichkeiten der individuellen und gesellschaftlichen Selbststeuerung zu hintertreiben und schließlich zu zerstören. Funktionell (das heißt von der Frage her: „Was kommt letztendlich dabei heraus?“) betrachtet, arbeiten sie genau für jene Kräfte, mit denen Reich sich am Ende im Krieg sah: die Kommunisten und „Rockefeller“, d.h. die Internationalisten und Globalisten. Sie tun dies explizit, insbesondere um sich gegen jene beiden Figuren abzugrenzen, die sie abgrundtief hassen: Elsworth F. Baker und Charles Konia. Konservative, d.h. klare Denker wie dieser hier:

Aber haben denn linke Reich-Anhänger, Reichianer und „Orgonomen“ nicht ein Recht auf ihre Meinung? Wie David Horowitz, einer der Gründer der Neuen Linken, gezeigt hat, gibt es eine direkte Linie von den Stalinisten, gegen die Reich gekämpft hat, der Neuen Linken und den heutigen Obama-Demokraten in den USA – sie sind identisch! Die Linke in Europa ist noch schlimmer… Wilhelm Reichs TODFEINDE gerieren sich heute frech als Reich-Anhänger, Reichianer und „Orgonomen“!

Wenn der „Kampf gegen Modju“ zu einer pestilenten Farce wird

28. November 2017

Solange ich zurückdenken kann, war mein Bewußtsein durch einen kompromißlosen, geradezu fanatischen Anti-Nazismus geprägt und durch eine viszerale Verachtung für und, ja, auch Haß auf „Sekten“. Meine Mutter hat mir immer erzählt, daß Oma ihr eine Tracht Prügel angedroht hat, wenn sie es jemals wagen würde, den ehemaligen Hausarzt der Familie, der nun mit dem Judenstern durch St. Pauli laufen mußte, nicht mit ausgesuchter Höflichkeit zu grüßen. Und es war immer ein Rätsel, warum Uroma nie „abgeholt“ wurde, denn die schimpfte ständig über Hitler und das „Nazi-Pack“. Ich erzähle das, weil dieser Blogeintrag mich vor eine schier unlösbare Aufgabe stellt, denn ich will darlegen, daß in der gepanzerten Gesellschaft der „Kampf gegen das Böse“, hier konkret gegen den Nationalsozialismus und gegen Scientology, nicht das ist, was er zu sein vorgibt, sondern selbst böse ist.

Alles, was in dieser Hinsicht veröffentlicht wird, strotzt nur so von Halbwahrheiten, Lügen und bizarren Mythenbildungen. Wer auf diese Weise gegen die Emotionelle Pest kämpfen will, d.h. aus der neurotischen und perversen „sekundären Schicht der Charakterstruktur“ heraus, erzielt damit nur einen einzigen Effekt: er mehrt die Emotionelle Pest in dieser Welt – er stärkt die Emotionelle Pest. Man nehme nur die Mythenbildung über den Widerstand in Frankreich und Norwegen gegen die Okkupanten. Von einigen einzelnen heroischen Ausnahmen abgesehen, haben die Franzosen und Norwegen brav mitgespielt. Oder David Irving, den „Nazi“. Man nehme etwa diesen Bericht aus dem kommunistischen Schmierblatt New York Times und schaue sich das Bild an: David Irving im Bücherschrank – der Mann, um den es im Artikel geht, muß ein Nazi sein! Dabei hat keiner dieser „Antifaschisten“ jemals tatsächlich eines der Bücher von Irving gelesen, die durchweg kein gutes Haar an den Nazi-Größen lassen. Irving ist nur deshalb in Verruf geraten, weil er sich weigert sich dem „Anti-Nazi-Kult“ anzuschließen, der nur einen marginalen Bezug zur historischen Wirklichkeit hat. Ich verweise auf folgendes Interview mit Irving:

Die „Antifaschisten“ merken gar nicht, daß sie sich in ihrem vermeintlichen „Antifaschismus“ genauso aufführen wie – Faschisten. Wie Irving sagt: sie können nicht mit dir argumentieren, deshalb bringen sie dich zum Schweigen. Man denke nur an die Geistesakrobaten der Antifa! Eine Antifa, deren Herz vor Freude aufgeht, wenn sie an die Opfer des allierten Bombenterrors denkt; die bis zur Unkenntlichkeit verbrannten Leichen, die auf den Straßen St. Paulis lagen.

Man kann die Irrationalität, in diesem Fall den Hitlerismus, nicht mit Irrationalität bekämpfen. Ganz im Gegenteil: die Emotionelle Pest triumphiert! Das sieht man auch im Kampf gegen den Esoterik-Betrüger L. Ron Hubbard und seine Sekte Scientology. Hier das Anfangsvideo einer sehr langen Serie von Videos, in denen Marthy Rathburn, einst der zweite Mann und der „Vollstrecker“ von Scientology, sich über den Anti-Scientology-Kult lustig macht:

Hubbard und Scientology werden von der Antiscientology mit Lügen und Manipulationen „bekämpft“ und dabei ein Korpsgeist eingefordert, der dem von Scientology selbst in nichts nachsteht. Man zieht in Bild-Zeitungs-Manier über das Privatleben von Hubbard her, ignoriert aber vollständig die zigtausenden von Seiten, die er verfaßt hat. Man dichtet sich irgendwelche wilden Geschichten zusammen, die zwar gut beim sensationslüsternen Publikum ankommen, die aber nichts mit dem wirklichen Geschehen zu tun haben. Rathburn war schließlich dabei, hat das meiste selbst befehligt, bevor er aus den Fängen der Sekte geflohen ist. Und diesen „anti-scientologischen“ Idioten fällt gar nicht auf, daß sie sich hier genau jener Taktiken befleißigen, die sie Hubbard und Scientology vorwerfen.

Nur die Wahrheit kann die Welt von der Emotionellen Pest befreien, niemals die Lüge. Ganz im Gegenteil! Die „Antifaschisten“ und „Antiscientologen“ reiten uns nur noch tiefer in die Scheiße rein! Was wir brauchen ist AUFKLÄRUNG. Die Aufklärung im eigentlichen Sinne des Wortes. Aber der Kleine Mann will davon nichts hören, er will nur hetzen, sich echauffieren und das Gegenüber erniedrigen, um sich moralisch überlegen zu fühlen.

Sozialismus und orgonomischer Funktionalismus

7. Oktober 2017

Rousseau war der archetypische Vertreter der kollektivistischen Grundhaltung der Linken. Sein „Gesellschaftsvertrag“ hat im Kern „einen einzigen Paragraphen: das vollständige Aufgehen des Individuums mit allen seinen Rechten in der Gesamtheit. Jedermann muß sich gänzlich hingeben, sich selbst und alle seine Kräfte, zu denen auch das Vermögen gehört, das er etwa besitzt. Ebenso wie die Natur jedem Menschen eine absolute Gewalt über alle seine Glieder gibt, verleiht der Gesellschaftsvertrag dem Gesellschaftskörper eine absolute Gewalt über seine Angehörigen“ (Klaus Hornung: Das totalitäre Zeitalter, Berlin 1993, S. 29).

Dieses Konzept hat eindeutig seine Wurzeln in der damals aufkommenden mechanistischen Lebensauffassung. Man vergleiche das mit Reichs Ausführungen in Äther, Gott und Teufel, wo er die die totalitäre Staats- und Gesellschafsauffassung mit der mechano-mystischen Auffassung des menschlichen Körpers gleichsetzt, wo das Gehirn als Diktator seine Anweisungen an die Organe und Gliedmaßen erteilt. Er kontrastiert das mit der arbeitsdemokratischen Vorstellung des gesellschaftlichen und organismischen Funktionierens.

Marx zitiert Rousseau in seinem antisemitischen Machwerk Zur Judenfrage (1843), einem Fanal sowohl für den rechten als auch für den linken Faschismus, wie folgt: „Wer den Mut hat, einem Volke eine Rechtsordnung zu geben, muß sich fähig fühlen, sozusagen die menschlich Natur zu ändern, jedes Individuum, das in sich selbst und für sich allein ein vollkommenes Ganzes ist, in den Teil eines größeren Ganzen umzuwandeln, von dem dieses Individuum in gewisser Weise sein Leben und Sein empfängt, an die Stelle einer physischen und unabhängigen eine moralische Teilexistenz zu setzen. Er muß dem Menschen seine eigenen Kräfte nehmen, um ihm fremde dafür zu geben, die er nur mit Hilfe anderer gebrauchen kann.“ Daran schließt Marx an, der behauptet, die „menschliche Emanzipation“ sei erst vollbracht, wenn der individuelle Mensch ganz im „Gattungswesen“ aufgegangen sei (Konrad Löw: Das Rotbuch der kommunistischen Ideologie, München 1999, S. 38).

Mit erstaunlicher Offenheit reden die Linken von der „Vergesellschaftung des Menschen“. Erstaunlich auch, wie 1977 die angesehene Chronistin der SPD, Susanne Miller, in einer einschlägigen Untersuchung darlegte, worauf das letztendlich hinausläuft: „Der Ansatzpunkt der Freiheitsvorstellungen der Sozialisten war stets die Freiheit ‘des Proletariats’, ‘der Klasse’, ‘des Volkes’, ‘der Menschheit’, niemals die Freiheit des einzelnen. Das Problem der Freiheit des Individuums lösten sie durch einen Identifikationsprozeß von Individuum und Gemeinschaft auf, der sich in einer klassenlosen Gesellschaft vermeintlich von selber vollziehen werde. (…) Der einzelne wurde der Gesellschaft gegenüber als ‘nichtig’ betrachtet (Karl Kautsky), und es wurde ihm das Recht abgesprochen, seine Freiheitsansprüche gegenüber einer sozialistischen Gesellschaft geltend zu machen, sobald diese dem etablierten Kodex dieser Gesellschaft nicht entsprachen“ (z.n. Löw: …bis zum Verrat der Freiheit, München 1993, S. 66f). Freiheit oder Sozialismus!

Der Führer der national-sozialistischen Deutschen Arbeitsfront, Robert Ley, verglich das Volk mit einem Kind, das genauso störrisch, trotzig und unartig sei, wie gläubig treu und liebebedürftig. Ley: „Das Volk hat einen Anspruch darauf, von seiner Führung gehegt und gepflegt zu werden. Es war die größte Torheit des demokratischen Systems zu glauben, daß sich ein Volk selber führen kann“ (z.n. Hornung: Das totalitäre Zeitalter, S. 233f).

Nur ein Traumtänzer kann glauben, daß die linken, die roten Faschisten mit ihrer Version des Sozialismus eine andere Haltung zur Selbststeuerung haben, sei es bei der Erziehung der Kinder oder bei der Organisierung der Gesellschaft. Es ist ein und der gleiche lebensfeindliche mechano-mystische Geist, den Reich in Äther, Gott und Teufel bloßgelegt hat.

Im National-Sozialismus „wurde die Anrede ‘Genosse’ benutzt, die Ferien sollten kollektiv organisiert werden, es galt das Prinzip ‘Das Volk ist alles, Du bist nichts’. Volk ist lediglich durch ‘Arbeiterklasse’ zu ersetzen, und von da ab gelten die gleichen Vokabeln“ (Erwin K. Scheuch,: „Vom Weiterwirken des Sozialismus“. In: Heiner Kappel/Alexander von Stahl: Für die Freiheit, Berlin 1996, S. 79f).

Die Sexualökonomie der Betroffenheit

26. September 2017

Sentimentalität bedeutet, daß man Emotionen an Nichtigkeiten hängt, die derartige Gefühlsausbrüche gar nicht verdienen. Der Nationalsozialismus mit seinem unerträglichen hohlen Papmasche-Bombastpathos war eine derartige tränenreiche Angelegenheit und die Willkommenskultur der teddybärchenschmeißenden multikulturalistischen Merkelisten ist heute eine solche. Reich hat das sexualökonomisch erklärt: wer sexuell befriedigt ist bzw. in einer sexualpositiven Umgebung entspannt leben kann, lassen solche Inszenierungen vollkommen kalt. Befriedigte Menschen können nicht so leicht „getriggert“ werden, d.h. sie reagieren nicht vollkommen unangemessen.

Reichs Analyse in Die Massenpsychologie des Faschismus (1933) kann man heute direkt auf die deutsche Linke übertragen. „Männer“, die keinerlei „territoriales Imperativ“ ausstrahlen, d.h. die nicht ihren Mann stehen und deshalb keinerlei Faszination auf Frauen ausüben. Feministisch verbiesterte Frauen, die das Frausein emotional ablehnen und deshalb vollkommen uninteressant sind für Männer, die mehr wollen als einen schnellen Fick. Der gesamte Genderwahnsinn, die multikulturelle Ideologie (die nur mit Kastraten funktioniert, d.h. mit „Männern“ ohne „territoriales Imperativ“) und die Emanzipation (die nichts anderes ist als Vermännlichung der Frauen) haben, zusammen mit der zunehmenden Mechanisierung bzw. Digitalisierung unseres Alltags, zu einer sexuellen Frustration geführt, die die Menschen an den Rand des kollektiven Wahnsinns bringt. Bei nichtigsten Anlässen werden sie sentimental, „fühlen sich betroffen“ oder flippen aggressiv aus. Und genauso wie im Faschismus handeln sie zwanghaft entgegen ihren eigenen Interessen.

Besprechung von Andreas Peglau: RECHTSRUCK IM 21. JAHRHUNDERT (Teil 1)

13. August 2017

Der folgende Absatz faßt Andreas Peglaus Buch zusammen:

Je intensiver gesunde Gefühle und gesunde Sexualität weiterhin durch patriarchal-autoritäre Normen und Institutionen, durch Kleinfamilien und Kirchen unterdrückt und pervertiert werden, je schlimmere Erniedrigungen, je mehr Existenzangst der neoliberale Kapitalismus dem hinzufügt, desto mehr destruktives Potential steht zur Verfügung – gerade für „rechte“ Bewegungen. Hier läßt sich die anerzogene Unterwürfigkeit beibehalten; sie muß nur auf Ersatzführer und neue Idole umgelenkt werden. Der seit Kindheit angestauten Wut werden zudem sozial Schwächere, oftmals bereits Ausgegrenzte als Feindbilder präsentiert, an denen man sich ohne größeres Risiko abreagieren kann. (S. 85)

Die erste Hälfte des Buches (50 Seiten), wo es um Reichs Entwicklung bis 1933 geht, dessen Massenpsychologie des Faschismus und, wenn auch sehr kurz, um dessen späteres Schicksal, gehört zum Besten, was ich je über Reich gelesen habe. Hier möchte ich aber sogleich meinen ersten Kritikpunkt anbringen. Die heute verbreitete Version der Massenpsychologie des Faschismus verkleistert durch die wirre Aufteilung in Kapitel, die nicht mit der der Originalversion von 1946 übereinstimmt, daß das Buch aus drei klar voneinander getrennten Teilen besteht: das gering revidierte und mit Zusätzen versehene 1933 erschienene Buch über den Nationalsozialismus, eine Mitte der 30er Jahre verfaßte Abrechnung mit dem Stalinismus und drittens einen Anfang der 40er Jahre verfaßten Abschnitt über die Arbeitsdemokratie. Über diesen letzten Teil verliert Peglau kein einziges Wort! Peglau erwähnt, mit Berufung auf David Boadella, daß Reich am Ende psychisch zunehmend angeschlagener wurde, doch mit keinem Wort wird die Emotionelle Pest erwähnt oder wird erwähnt, daß der McCarthyismus (die „Rechte“ in den USA) bei Reichs Verfolgung keine Rolle spielte.

Wer heute von der Alternative „Kapitalismus oder Klima“ spricht (siehe S. 75), so als würde hier nicht „Wissenschaft“ für bestimmte Interessen manipuliert und instrumentalisiert, ist schlichtweg naiv. Ähnliches ließe sich über die angeblich „lebensbejahende“ Politik der offenen Grenzen sagen, die die Löhne und die Sozialstandards drückt! Übrigens setzt Peglau „Fremdenfeindlichkeit“ durchweg mit „Lebensfeindlichkeit“ gleich (S. 107). Die Biologie sieht das anders – jeder Schimpanse sieht das anders. Ja, jedes Volk auf dem Planeten sieht das anders, bis auf die Weißen. Was sollte daran „lebensbejahend“ sein, nicht für die Interessen der eigenen Gruppe einzutreten? Was sollte daran „lebensbejahend“ sein, Araber mit einem durchschnittlichen IQ von 85 und Afrikaner mit einem von 70 zu Millionen ins Land zu lassen? Was ist daran „lebensbejahend“, sich den Islam ins Land zu holen? Beide Faktoren (niedriger IQ und Islam) sind mit einer Demokratie nicht vereinbar.

In diesem Zusammenhang muß ich eine Stelle im Buch erwähnen, bei der ich laut auflachen mußte. Peglau setzt Demokratie mit „Volksherrschaft“ gleich, was alle Menschen, also auch die Fremden umfasse (S. 103). Der naheliegende Einwand von wegen „Volk“ wird in einer Fußnote abgebügelt: es wäre haltlos von einem ewig abgeschotteten „Staatsvolk“ zu reden, man brauche nur ins Berliner Telefonbuch schauen. Ohne die hier evident werdende „ständige Durchmischung inklusive Zuwanderung“, „dürfte wohl auch heute kein deutscher Staat mehr existieren: Nationalistische ‚Inzucht‘ führt planmäßig zum Aussterben“ (S. 151). Mal abgesehen davon wie abwegig dieser Gedanke bei einem 80 Millionen-Volk ist und daß Peglau hier plötzlich die Biologie anführt: Wie verpeilt ist es, Millionen von Moslems ins Land zu holen, die über viele Generationen hinweg tatsächlich systematisch Inzucht betrieben haben?

Peglau will uns aufklären, uns die Augen öffnen, uns Mitgefühl und Solidarität vermitteln, zeigt aber untergründig eine erschreckende Kälte, Kontaktlosigkeit und Ahnungslosigkeit. Peglau erwähnt den GULAG und Hiroshima, warum nicht das weitaus Näherliegendere: den Alliierten Bombenterror und die Vertreibung aus dem Osten? Warum beklagen deutsche Gutmenschen stattdessen den alliierten Bombenterror in Japan oder die Massenvertreibungen im Nahen Osten? Diese komplette Absurdität, für die Peglau offenbar jedes Sensorium fehlt, ist ein Thema der Massenpsychologie, das man mit Hilfe eines Buches aufschlüsseln kann, welches ich am Ende erwähnen werde. Antisemitismus? Der ist heutzutage wohl eher ein Problem der Linken, die geradezu besessen von „Israel und den Palästinensern“ ist. Sich für tote Juden zu „engagieren“ ist billig! Wer nicht zu Israel steht, soll gefälligst von der Shoa und vom Antisemitismus schweigen! Apropos Juden: die Juden von 1933 werden von Peglau mit den heutigen Moslems, Zigeunern, Homosexuellen und Arbeitslosen verglichen! (S. 84). Da zieht sich bei mir wirklich alles zusammen. Es ist auch geschichtsblind: die Juden waren überdurchschnittlich, teilweise geradezu sensationell erfolgreich… Es ist der helle Wahnsinn Reichs Widerstand gegen die NSDAP mit dem heutigen „Antifaschismus“ gleichzusetzen, der durchweg vollständig risikolos und schlichtweg verachtenswert ist. Die organisierte Emotionelle Pest auf deren Seite sich Peglau stellt – im Namen Wilhelm Reichs!

Peglau rückt den Neoliberalismus zumindest in die Nähe des Faschismus. Dagegen stellt er Gleichheit und Gerechtigkeit, so als würden diese sich nicht gegenseitig ausschließen. Das sieht man allein schon daran, daß es einen Sozialstaat nur bei geschlossenen Grenzen geben kann. Von einem „neoliberalen System“ in Deutschland zu sprechen, ist schon deshalb abwegig, weil die Staatsquote bei fast 45% liegt. Ebensogut könnte man von einem sozialistischen System sprechen. Aber ich möchte mich gar nicht auf die Diskussion einlassen, beispielsweise trat Friedrich von Hayek für eine staatliche Grundsicherung ein, sondern darauf hinweisen, daß Peglau eine linke Vision präsentiert, andere eine rechte Vision präsentieren könnten, – diese Visionen an sich aber vollkommen irrelevant sind. Sie sind der jeweilige Ausdruck unterschiedlicher Charakterstrukturen. Erst nachdem diese in ihrer Dynamik durchschaut worden sind, kann man sich daran machen, die Welt jenseits der beiden ideologischen Scheuklappen zu betrachten. Peglau selbst führt Reichs Dreischichten-Modell (Kern, sekundäre Schicht, Fassade) an (beispielsweise S. 105f), kommt aber nicht auf den Gedanken, daß der „Liberalismus“ (gemeint ist der Linksliberalismus und Sozialismus) und damit seine, Peglaus im Buch ausgebreitete Theorien direkter Ausdruck der oberflächlichen Schicht ist. Folgt man Elsworth F. Bakers Ausführungen in Der Mensch in der Falle ist Peglau ein „sozialistischer Charakter“.

Daß Peglau kein einfacher Liberaler ist, wird an seiner grundsätzlich positiven Haltung zur sogenannten „DDR“ deutlich (weil diese grundsätzlich antifaschistisch gewesen sei), insbesondere aber aus folgenden beiden Sätzen, die man mehrmals lesen sollte:

Klare „Verordnungen“ der Führenden gegen faschistoide Tendenzen und entsprechendes Handeln könnten einiges [für die antifaschistische Umerziehung] bewirken – trotz der autoritären Strukturen: Wer sich wünscht, einer Obrigkeit zu folgen, käme dadurch zumindest in Konflikt mit seiner Fremdenfeindlichkeit. (S. 114)

Der Terror des antideutschen Merkel-Regimes, der politischen Korrektheit, der Drohung mit der Vernichtung der bürgerlichen Existenz für bloße Meinungsäußerungen grinst uns an! Peglau, will jedweder Entwicklung nach rechts die Grundlage entziehen (S. 116). Für ihn gibt es nur eine einzige Richtung, die akzeptabel ist. Selbst Die Linke ist ihm mittlerweile zu rechts (S. 85).

Peglau analysiert den tiefenpsychologischen Hintergrund des AfD-Anhängers. Man sollte sich eher fragen, was in jemandem vorgeht, der so etwas bejaht wie das Parteiprogramm Der Linken. Elsworth F. Baker hat diese Frage beantwortet:

Der-Mensch-in-der-Falle