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Das Bertelsmännchen

17. Mai 2017

Seit Jahren lasse ich mir keine Nummer von change entgehen, dem „Magazin der Bertelsmann Stiftung“. Immerhin ist es kostenlos. Man kann sich wohl kaum etwas Kapitalistischeres vorstellen, aber gleichzeitig überkommt einem jedesmal das Gefühl die „Prawda“ der Globalisten zu lesen. Linksliberal bis zum Exzeß.

Es geht hier um einen der größten Medienkonzerne der Welt und diese Medienkonzerne sind in dieser Hinsicht durch die Bank wirklich konsequent. Wohin man schaut Zeitungen, Magazine, Bücher, Fernsehserien, Hollywoodfilme, etc. werden stumpf an den Massen vorbei produziert und fahren nur rote Zahlen ein, weil die linke Ideologie, etwa „Gender“ oder „Black Lives Matter“, wichtiger ist, als jeder Profit. Es sind wirklich Kommunisten! „Kommunisten“, weil sie nicht etwa die Bedürfnisse der Kunden befriedigen, sondern primär das Bewußtsein dieser Kunden verändern wollen.

change bietet mir immer wieder Einblicke in das, was die Elite wirklich mit uns vorhat. Es geht schlicht um die totale Globalisierung, die „offene Gesellschaft“. Es dreht sich alles darum, daß wir unsere „irrationalen Ängste“ gegenüber „der Öffnung“ überwinden sollten. Wie? Durch mehr Wissen!

Das ist natürlich hanebüchener Unsinn. Man denke nur an die Medizin: würden wir alles über das in uns brodelnde Ungemach und die wahrscheinlichen Todesagonien wissen, die uns in nicht allzu ferner Zukunft bevorstehen – wir würden vor Angst vergehen. Hast du mal einen Krebspatienten aus nächster Nähe KREPIEREN sehen?! Gesund ist nur der, der noch nicht gründlich untersucht wurde. Und so in allem: je mehr ich mich über die Weltwirtschaft, den Islam oder etwa die türkische Kultur informiere – desto mehr Angst bekomme ich.

Auf Angstüberwindung durch Wissen kann nur der liberale Charakter kommen, der vollkommen in seinem zerebralen System lebt und keinerlei Zugang zum Reich der Emotionen hat!

In diesem Zusammenhang blitzt in der neuen change für einen Augenblick die Realität jenseits der ideologischen Verblendung auf, als in einem Interview einem nach eigener Aussage „linksliberalen“ Sozialpsychologen, Prof. Dr. Soundso, folgende Frage gestellt wird:

„Offenheit wird begrenzt durch Angst, und Angst entsteht durch Unwissen – müßte nicht mehr für die Bildung getan werden, um die offene Gesellschaft zu stützen?“

Leute, noch mehr?! Seit Anfang der 1970er Jahre habe ich nie etwas anderes gehört als „mehr Bildung“!

Aber zur Antwort von Prof. Dr. Soundso:

Das ist keine Wissensfrage. Wenn sie ressentiment-geladenen Leuten mit Fakten kommen, behaupten die sowieso, die seien gefälscht. Was Menschen für ihre Wirklichkeit halten, ist immer emotional grundiert. Der Umgang mit der Welt ist nicht wissensbasiert. Der hängt ab von den sozialen Beziehungen, die man hat oder haben möchte; von den Wünschen, die man an sich selber hat, wie stark man sich orientieren möchte, welche Pfeiler man dafür braucht. Wissen wird total überbewertet.

Das weist wohl in die richtige Richtung, doch endet in inhaltsleerem Geschwafel. Solche überbezahlten Bertelsmännchen leben von meinem Steuergeld! Bitte das obige Zitat nochmal lesen: „Der Umgang mit der Welt (…) hängt ab von den sozialen Beziehungen, die man hat oder haben möchte; von den Wünschen, die man an sich selber hat, wie stark man sich orientieren möchte, welche Pfeiler man dafür braucht.“

Ohne Kenntnis des Reichschen Konzepts der Panzerung wird die Sozialpsychologie nie auf einen grünen Zweig kommen. Der Umgang mit der Welt hängt ab von der Charakterstruktur!

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Die Machtquelle der Emotionellen Pest

19. Januar 2016

Die Gesellschaft wird von einem Gegensatz bestimmt, der alles durchdringt, seit es die Panzerung des Menschentiers gibt:

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Man braucht sich nur umschauen, um zu sehen, daß die Emotionelle Pest die bestimmende Macht ist, etwa in der Kindererziehung oder in den Medien. Was macht den Einfluß der Emotionellen Pest so überaus stark? Sie wird, so Reich, „viel schneller absorbiert als das rationale Verhalten“ (Reich: Children of the Future, S. 51). Sie fällt auf fruchtbaren Boden, während das Lebendige sozusagen abperlt. Reich führt das auf die zwei Faktoren zurück, die das Leben in der Falle beherrschen: das Sitzen (Mechanismus) und der Traum von einem besseren Leben (Mystizismus).

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Natürliche Lebensprozesse provozieren in einem solchen Ausmaß die tiefsten Sehnsüchte, daß diese unerträglich werden, weil sie nicht erfüllt werden können. Die Art und Weise der Pest bietet einen Ausweg aus diesem Dilemma. Sie bietet ein Ideal, auf das man sich ausrichten kann, ohne tatsächlich seine Lebensweise ändern zu müssen. Somit ist es möglich in der Misere sitzen zu bleiben, während sich die Seele im grellen Licht der hohen Ideale wärmt (…). (ebd., S. 73f)

Um populär zu bleiben ersetzen „demokratische“ Politiker konkretes Handeln, das die Menschen immer aus ihrer Bequemlichkeit herausreißen wird, durch nichtssagende Worthülsen, die ein gutes Gefühl erzeugen. Währenddessen fährt das Staatswesen wie eine monströse Dampfmaschine immer weiter in den Morast. Die Zustände werden schließlich so unhaltbar, daß es zu einer Polarisierung der Gesellschaft kommt; statt wirklich etwas zu verändern, folgt man den mystischen Träumereien linker oder rechter Ideologen, die nichts mit der Lebenswirklichkeit zu tun haben und nur weiteren Schaden anrichten. – Das ist der Ablauf des Geschehens im gegenwärtigen Deutschland.

Die Emotionelle Pest lebt von der Angst der Menschen vor wirklichen, organisch erfolgenden Veränderungen, bei der ein Schritt folgerichtig dem vorangegangenen folgt, bei der die Orgonenergie ins Fließen kommt. Stattdessen bleibt man unbeweglich sitzen oder gibt sich mystischen Träumen hin, die begleitet werden von mechanischen, „elektrischen“ Zuckungen: die religiöse Ekstase, die von „Einpeitschern“ hervorgerufen wird. Die Pest sagt dir, daß man „sowieso nichts machen kann“ oder daß mit einem Gewaltstreich alle Probleme gelöst werden können. Arbeit und die ihr inhärente organische Entwicklung ist entweder zu anstrengend oder zu langweilig für die Pest.

Man denke ans Tanzen: es ist einfach auf seinem Sitzfleisch zu verharren oder wild und ungelenk herum zu hüpfen, aber zu anstrengend und zu erregend, Gesellschaftstanz zu lernen, dieses Fest der Genitalität.

Wenn der Arbeitsprozeß expansiv weit in die Umwelt ausgreifen will, dann ist die Pest der „Bedenkenträger“ und drückt auf die Bremse. Umgekehrt, wenn der Arbeitsprozeß Konzentration, die Arbeit am Detail und Konsolidierung verlangt, fordert die Pest eine ausgreifenden Expansion. Beispielsweise sollen Produkte vermarktet werden, bevor sie ausgereift sind. Das tut sie, weil sie Angst vor Akkumulation, Kontraktion, Spannungsaufbau hat und den entsprechenden energetischen Prozessen. Das ganze gemahnt an die Panik, „die energetische Flucht nach vorne“, des an Ejaculatio praecox erkrankten oder der Hysterikerin.

Was die Pest will, und was sie derartig attraktiv macht, ist, daß alles beim Alten bleibt, daß man sitzen bleiben kann und sich allenfalls mit mystischen Träumereien die Zeit vertreibt. Wirkliche Bewegung, die Bewegung der Orgonenergie, das Risiko, das Ungewisse, DAS LEBEN, bleibt einem erspart – deshalb triumphiert die Pest.

Peters Entfremdung

2. Oktober 2014

Das Leben hat sich in den letzten Jahrzehnten verändert. Manches zum Besseren, vor allem was den phantastischen technischen Fortschritt betrifft (Quantität), manches zum Schlechteren, insbesondere was das menschliche Miteinander betrifft (Qualität).

Manchmal mag man bestimmte Dinge nicht thematisieren aus Angst sich zum Idioten zu machen. So geht es mir mit dem Blickkontakt auf Hamburgs Straßen. Wenn ich mich recht erinnere, muß es 1981 gewesen sein, als ich das erste Mal dieses Problem hatte. Ich ging spät abends durch eine weite menschenleere U-Bahn-Halle in der Innenstadt. Am anderen Ende der Halle saß ein junger Türke auf dem Geländer und schaute mich an, als hätte ich seinen Herrschaftsbereich verletzt. So etwas hatte ich noch nie erlebt. Seitdem habe ich vermehrt diesen typischen herausfordernden Blick erfahren.

Zum Glück lebe ich im ziemlich türkenfreien Norden Hamburgs. Je südlicher man kommt, desto unwohler fühlt man sich. Eine zunehmende Atmosphäre der „Unfreundlichkeit“, Übellaunigkeit und sogar Bedrohung. In seiner eigenen Stadt kommt man sich fehl am Platz vor und auch verunsichert, weil die Bedrohung nie verbalisiert wird und untergründig bleibt. Diese Blicke! Man sagt zu sich selbst: komm, das bildest du dir nur ein. Zumal es keinerlei nachvollziehbaren Anlaß gibt.

Es ist definitiv stressig und teilweise bizarr durch den Süden Hamburgs zu gehen. Wie neulich als ich am frühen Nachmittag bester Laune durch das vollkommen türkisierte Harburg ging. In der fast menschenleeren Fußgängerzone kam mir ein Türke oder Araber mittleren Alters mit Gebetskette in der Hand entgegen – und fixierte mich unentwegt, böse, fast wütend, so als hätte ich mich verlaufen und würde ungefragt durch seinen Privatgarten gehen und seine Blumen niedertrampeln oder so. Eine vollkommen absurde Situation, die ich im Laufe der Jahre häufiger durchlebt habe. Etwa neulich, als ich mit dem Fahrrad quer durch die halbe Stadt gefahren bin. Zig indigene Hamburger kamen mir auf der Strecke mit dem Fahrrad entgegen. Das einzige Bemerkenswerte war dieser ebenfalls fahrradfahrende Südländer, der mich im Vorüberfahren aggressiv fixierte, so als hätte ich ihn persönlich beleidigt, und in dessen Augen so etwas wie „Psychose“ aufflackerte, als ich ihm zurück direkt in die Augen blickte. Das ganze dauerte kaum eine Sekunde, doch danach fühlte ich mich für eine halbe Stunde unwohl und „emotional kontaminiert“. – Wie gesagt, man mag so etwas gar nicht erzählen, weil man sich unweigerlich zum Idioten macht… Schließlich wüßte ich gar nicht, womit ich beim Inländerbeauftragten eigentlich konkret vorstellig werden sollte!

Ich traue mich, das hier trotzdem zu erwähnen, weil ich auf der Website Politically Incorrect auf einen Erfahrungsbericht gestoßen bin, wo ähnliche Erfahrungen mit (meist arbeitslosen) Gastarbeitern und Gastarbeiterkindern beschrieben werden:

Oft kommt man in der Bahn oder im sonstigen öffentlichen Leben mit fremden Leuten in Augenkontakt. Manchmal neutral, oft freundlich, ab und an entsteht schon mal ein Flirt für den Augenblick. Guckt man jedoch den „Falschen“ an… erntet man im günstigsten Fall böse Blicke. Früher habe ich tatsächlich auf Fragen wie: „Was guckst Du?“ „Hast Du ein Problem?“ geantwortet mit: „Hey, wenn Du doch gesehen hast, daß ich Dich angeguckt habe, dann hast Du mich ja auch angeguckt.“ Meist war dann das Problem weitestgehend beendet. Heute traue ich mich nicht mehr. Die Gewaltbereitschaft hat deutlich zugenommen. Ich empfinde einen Anflug von Unbehagen, wenn ich den „falschen“ angucke.

Irgendwie kann man nachempfinden, wie sich die Juden im „Dritten Reich“ und die „Schwarzen“ in den Südstaaten gefühlt haben. Man hat den Blick zu senken, in der Gosse zu gehen, hat auf dem Bürgersteig nichts zu suchen, der für die Herrenmenschen reserviert ist.

Es ist schon eine unverzeihliche Provokation aufrecht und ohne gesenkten Kopf durch die Stadt zu gehen!

Allenthalben wird behauptet, der Lebensstandard sei in den letzten Jahren gesunken. Alle arbeiten sich zu Tode und kommen trotzdem auf keinen grünen Zweig. Dazu ein beliebiger Kommentar aus dem Netz, demzufolge dieses Lamentieren unsere Kontaktlosigkeit zeigt:

Wie bitte? Der Lebensstandard ist gesunken? Die Lebenserwartung in den 70/80ern lag bei 70 Jahren und nun liegt er bei über 80 Jahren. Man wird nicht älter, wenn der Lebensstandard sinkt. Urlaubsanspruch in den 70ern lag bei 18 Tagen. Die Wochen-Arbeitszeit lag bei 45 Stunden. Von Ölkrise rede ich noch gar nicht. Hinzu kommt die Wiedervereinigung und die Kosten, die wir hervorragend gestemmt haben. So viel Produkte und so günstige Waren wie heute, davon konnte man in den 70/80er nur träumen. Eine Jeans für 10 Euro und ein T-Shirt für 2 Euro? Undenkbar. Täglich Fleisch? An jeder Ecke ein Restaurant oder Schnellimbiß? Gab es nicht. Und damals flog man auch nicht 2 mal im Jahr in Urlaub nach Spanien, sondern machte alle 3 Jahre mal Urlaub in Italien oder Jugoslawien mit dem Auto. Eine Tortur war das im unklimatisierten Auto. Wer hatte damals mehrere Fernseher, Stereoanlage, PCs, Laptop, Smartphone, Telefon, Mikrowelle, Backofen, usw. in der Wohnung? Niemand. Damals hatte man 1 Telefon, das war‘s. Wer hatte Internet und die Zeit hier zu schreiben/kommentieren? Niemand. Der Lebensstandard ist stetig gestiegen und es ging uns noch niemals so gut wie heute. Aber der Realitätsverlust hat drastisch zugenommen. Und das Gejammere einer übersättigten Gesellschaft, die sich nicht daran erinnern kann, wie es in den 70/80ern war. Wenn du zu jung bist, dich daran zu erinnern, frag deine Großeltern und Eltern. Der Lebensstandard gesunken, …der Witz des Tages.

Daraufhin beklagt ein anderer Leser seinerseits die Lebensfremdheit des obigen Kommentators:

In welcher Welt leben Sie? Sagen Ihnen die folgenden Begriffe etwas? Altersarmut, Niedriglohn, Leiharbeit, Pflegenotstand, steigende Energiekosten, steigende Mieten, Massenentlassungen, Produktionsverlagerung, marode Infrastruktur, Steuererhöhungen??? Wie kann man nur so naiv sein und sich mit Gewalt alles schönreden. Ich bin fassungslos! Vor 30 Jahren konnten Sie mit einem Facharbeitergehalt z.B. eine Familie ernähren. Heute undenkbar. Sagen Ihnen die Begriffe Niedriglohn, befristete Beschäftigung und Leiharbeit etwas? Damals auch kein Thema. Einen Job suchen mit über 40? In den 80igern gute Chancen. Versuchen Sie das mal heutzutage. Sie benötigen eine Kur durch die Krankenkasse? Damals kein Problem. Und heute? Mußten Sie in den 70igern etwas zu Ihrem Zahnersatz dazuzahlen? Na!? Und wie sieht es heute aus? Konnten Sie damals von Ihrer Rente leben? Na und heute? Denken Sie doch einfach mal nach…

Dazu wiederum die Entgegnung:

Können Sie heute auch noch, ohne Probleme. Nur hat früher halt nicht jeder ein eigenes Smartphone plus eine Flatrate, ein eigenes Laptop, einen eigenen Fernseher, eine Playstation, ein eigenes Auto, usw. gebraucht… Da gab es ein Auto, ein Fernseher, ein Telefon für ALLE. Und es ging nicht 4 mal die Woche zum Essen und auch nicht 2 mal im Jahr in Urlaub. Und zu Weihnachten gab es nicht Geschenke für 300 Euro. Und Niedriglohn gab es früher schon. Ebenso befristete Beschäftigung, z.B. in der Landwirtschaft. Im übrigen gab es damals nicht solche guten Arbeitsbedingungen wie heute. Job über 40? Als Facharbeiter kein Problem. Hier suchen wir händeringend und finden nicht mal Putzfrauen oder Friseurinnen. Haben Sie in den 70ern auch technisch solche Zahnärzte gehabt wie heute? Da wurde gerissen und fertig. Ebenso mit der medizinischen Versorgung. Und von der Rente leben ist kein Problem. Was meinen Sie eigentlich, warum die Leute 10 Jahre älter werden, als in den 70/80ern? Weil alles schlechter geworden ist bestimmt nicht. Allein die Medizin hat unglaubliche Fortschritte gemacht.

So verlaufen Diskussionen immer. Ich kann darauf verweisen, daß für Alltagsgüter die Deutsche Mark einfach in Euro umgeschrieben wurde, während sich das Gehalt halbiert hat. Und mein Gegenüber kann auf mein lächerlich billiges Notebook zeigen, mit dem ich Dinge tun kann, die vor 20 Jahren noch Science Fiction waren. Ich verweise dann auf die minderwertige Qualität meiner neuen Badezimmerarmaturen, im Vergleich zur gußeisernen Qualitätsarbeit, die dort vor 50 Jahren installiert worden war.

Was derartigen Diskussionen abgeht, ist die richtige Gewichtung der vorgebrachten Tatsachen. Ich bin sehr dankbar für die Fortschritte in der Zahnheilkunde und in der Elektronik, aber diese Fortschritte sind rein quantitativer Natur. Der Fortschritt hängt hier nicht von den Menschen ab, sondern ist ein rein maschineller. Die Maschine bestimmt den Menschen statt umgekehrt. Die Frage ist, ob auf dieser Grundlage der Fortschritt wirklich dauerhaft weiterlaufen kann! Vor 50 Jahren waren Badezimmerarmaturen Produkte hochqualifizierter Handwerker und Facharbeiter, heute sind sie Plastikmüll, der von Angelernten in Übersee zusammengepfuscht wird und auch dem heimischen Handwerker macht seine Arbeit sichtlich keine Freude mehr.

Wer Länder wie Deutschland, Japan oder Korea betrachtet und mit anderen vergleicht, wird bald einsehen, daß ihr hoher Lebensstandard einzig und allein auf der Charakterstruktur ihrer Völker beruht. Es geht um die „Sekundärtugenden“, insbesondere Fleiß und Gewissenhaftigkeit, über die man sich so gerne lustig gemacht hat.

In Deutschland wurden diese Tugenden seit Anfang der 1970er Jahre systematisch untergraben und zerstört und zwar auf allen Ebenen. Es fehlt die Bereitschaft etwas zu lernen, d.h. sich selbst erst einmal zurückzunehmen, es fehlt die Opferbereitschaft, stattdessen sucht jeder rücksichtslos nach seinem eigenen Vorteil, nicht ohne unrealistische und sozial destruktive moralische Anforderungen an „die Gesellschaft“ zu stellen. Der „ehrbare Kaufmann“ ist zu einem Objekt des Spottes geworden und eigene Untaten werden mit Verweis auf die Untaten von „denen da oben“ so klein, daß sie gar keine mehr sind. Mit anderen Worten: wir befinden uns in der anti-autoritären Gesellschaft. Eine Gesellschaft, die die Axt an ihre eigenen Grundlagen gelegt hat.

Das, was wir heute als Fortschritt genießen, ist einfach nur Ergebnis des blinden „Auslaufens“ von Maschinen, deren Eigendynamik vor Jahrzehnten in Gang gesetzt worden ist. Und das, was wir heute beklagen und dabei sehnsuchtsvoll auf die gute alte Zeit zurückblicken, ist unmittelbarer Ausdruck einer alles entscheidenden qualitativen Veränderung: die Charakterstruktur der Menschen hat sich verändert.

Schon bald werden nur noch eingebildete Idioten an den Computern sitzen und uns mit perfekten Zähnen angrinsen, doch wenn sich einmal die technische Eigendynamik, von der sie leben, zu Tode gelaufen hat, dann Gnade uns Gott.

Reich hat gesagt, daß, hätte sich die Sexpol Anfang der 1930er Jahre durchgesetzt (eine denkbar abwegige Vorstellung, aber ein interessantes Gedankenspiel!), dies eine der größten Katastrophen der Menschheitsgeschichte eingeleitet hätte (Christusmord, Freiburg 1978, S. 358). Der Mensch wäre aller seiner „Sekundärtugenden“ ledig geworden und die Familienstruktur wäre zugunsten einer Krippenerziehung aufgelöst worden. Und dies alles ohne ein tieferes Verständnis der bioenergetischen Bedürfnisse und der Panzerstruktur des Menschen, das Reich im Anschluß entwickelte. Diese Katastrophe läuft nun nach Reichs Tod mit 30jähriger Zeitverzögerung seit Anfang der 1960er Jahre ab und hat mittlerweile den Stand einer karikaturhaften Überspitzung erreicht. Man lese dazu den hervorragenden Artikel „Mit gutem Gewissen gewissenlos“ von Thomas Rietzschel.

Der sozialistische Charakter und der pseudoliberale modern liberal Charakter, beide in Der politische Irrationalismus aus Sicht der Orgonomie beschrieben, sind von ihrem Kern, buchstäblich den „eigenen Ressourcen“, abgetrennt. Sie sehnen sich nach einem Utopia, in dem sie genährt und versorgt werden. Dem „herzlosen Establishment“ stehen sie mit einem „subversiven“, d.h. infantilen Haß gegenüber. Deshalb sind sie geborene Verräter. Als solche laufen sie Ersatzvätern, faschistischen Führern, hinterher, die ihnen die Last abnehmen, selbstverantwortliche Individuen sein zu müssen.

Derartige Kindsköpfe dominieren die „Bewußtseinsindustrie“. In den Unterhaltungsformaten wird eine rebellische „Umwertung aller Werte“ gepredigt und Autoritäten als debile Schwachköpfe, die gleichzeitig machiavellistische Teufel sind, gezeichnet. In den als „Nachrichtensendungen“ getarnten Propagandaveranstaltungen geht die Tendenz immer dahin, daß „die da oben“ (Amerika, „der Westen“) Schweine sind, die mit allen Mitteln gestoppt werden müssen. So war es einst bei der „Berichterstattung“ über Vietnam und die weltweite kommunistische Infiltration, so ist es nun bei der „Berichterstattung“ über Israel und den Kampf gegen den Terror. Bezeichnend ist auch, daß in dieser Hinsicht sich linke Obskurantisten kaum von rechten Obskurantisten („Neonazis“) unterscheiden. Siehe auch dazu Der politische Irrationalismus aus Sicht der Orgonomie.

Ich kann mich erinnern, wie ich vor Wut weinte, als die Tagesschau über den Pinochet-Putsch in Chile berichtete. Dermaßen zugerichtet war ich von den Medien, die während des Vietnam-Krieges zunehmend zu kommunistischen Propagandamühlen umgeformt worden waren. – Bei der Gelegenheit hier zum wiederholten Male das wichtigste Video zum Thema im Internet. Yuri Bezmeno:

Mit Grausen denke ich daran, wie ich verblendeter Idiot meinen Vater belehrte, wenn der beispielsweise über die Entwicklungshilfe herzog. Der Witz war, daß ich schon damals wußte, daß er Recht hatte, aber ich unterdrückte meine eigenen Empfindungen. Warum? Weil ich, ähnlich wie ein Hitler-Junge, der die eigenen Eltern denunziert, „dazugehören wollte“. Es lag einfach in der Luft, daß man links und „progressiv“ zu sein hatte.

Über die Jahre kristallisierte sich bei mir dergestalt ein schier maßloser Haß gegen linke „Gutmenschen“ heraus. Denn je mehr ich wieder zu mir selbst kam, desto mehr fühlte ich mich betrogen und vergewaltigt, zumal diese abscheuliche Ideologie auf fatale Weise zentrale Punkte meiner ganz persönlichen Neurose unterstützt, verstärkt und perpetuiert hat.

In Deutschland sind zwei Bücher erschienen: Götz Aly Unser Kampf: 1968 – ein irritierter Blick zurück und Jan Fleischhauer Unter Linken: Von einem, der aus Versehen konservativ wurde, über das rot-braune Gesindel der „68er“.

Wer trotz des staatlichen Schulsystems Englisch kann: Kaum wurde jemals so eloquent dargestellt, wie im folgenden, mittlerweile legendären Vortrag, warum der modern liberal, der Linksliberale, Grüne, Sozialdemokrat, der Todfeind des Lebendigen ist. Evan Sayet war selbst ein Linksliberaler, bis er nach dem „9. September“ lernen mußte, daß seine Gesinnungsgenossen den freien Westen tatsächlich aus innerster Überzeugung hassen und deshalb auf der Seite der Terroristen stehen. Ganz abgesehen davon haben wir es hier mit einem wahren Wunder der freien Rede zu tun. So hört sich klares Denken an:

Warum Reich Marx als obsolet betrachtete (Teil 3)

30. Juni 2014

Ich kann es einfach nicht lassen – hier schon wieder das Interview mit dem KGB-Offizier Yuri Bezmeno:

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Und hier ein Artikel, der Bezmenos Ausführungen denkbar kurz zusammenfaßt und auf die Gegenwart hin ausweitet: Droht den USA eine Invasion? Ziemlich abwegig, was dort prognostiziert wurde, aber eine logische Folge der Unterminierungsarbeit der sowjetischen Einflußagenten, die Bezmeno beschreibt. Er war einer von ihnen.

Was Deutschland betrifft verlohnt es sich Bettina Röhls Kolumnen zu lesen, etwa die über den Sarrazin-Skandal, der zeigt, daß wir in der Tat bereits im 4. Reich leben: freie Meinungsäußerung ist illegal, alles was nicht der rotgrünen Parteilinie folgt wird erbarmungslos niedergeknüppelt. Lauter widerliche kleine Freislers. Man lese Röhls Essay Thilo Sarrazin und die Heuchel-Gesellschaft.

Bettina Röhl ist die Tochter Ulrike Meinhofs. In ihrem Buch So macht Kommunismus Spaß beschreibt Röhl, eingebettet in ihre Familiengeschichte, wie die Sowjetunion den Westen systematisch ausgehöhlt hat.

Sie beschreibt die Geschichte der Zeitschrift konkret und deren Steuerung durch die verbotene KPD. Diese systematische Infiltration der „kritischen Öffentlichkeit“ durch die Kommunisten, die beispielsweise durch den obligatorischen antikommunistischen Artikel in jeder konkret-Nummer verschleiert wurde, hat „1968“ erst möglich gemacht.

Die Zersetzung wirkt bis heute fort, hat das soziale Gefüge zerstört und die gegenwärtige Islamisierung Europas ermöglicht. Der Erfolg macht ähnlich schwindelerregend wie die bevorstehende Eroberung der USA durch Rußland, China und Mexiko: man kann mit einiger Sicherheit davon ausgehen, daß Deutschland in wenigen Jahren von der SED regiert wird! Außerdem wird dieses „Deutschland“ kaum noch von indigenen Deutschen bewohnt sein. Wie Sarrazin sagt: Deutschland steht das Schicksal des ur-serbischen Kosovo bevor, der von den Albanern mittels ihrer hohen Geburtenrate erobert wurde.

Einer der „antiautoritären“ Führer von „68“, Daniel Cohn-Bendit, gab folgenden Kommentar zu Sarrazin ab: „verwirrt, dieser Mensch ist verwirrt“. Am Ende des Interviews argumentierte Cohn-Bendit, daß es erstens keine Parallelgesellschaft gäbe, zweitens die existierenden Parallelgesellschaften etwas Gutes seien und drittens, daß wir für die Existenz der (offenbar doch schlechten) Parallelgesellschaften selbst verantwortlich seien. So gehört im Deutschlandfunk am 07.10.09. Dieses hirnzersetzende „Denken“ ist das quasi offizielle Denken der EUdSSR! Wer nicht so „denkt“ ist „verwirrt“!

Anzufügen wäre, daß vor diesem Hintergrund auch die damalige Reich-Renaissance zu sehen ist: da man mit dem drögen Ökonomismus von Marx niemanden mobilisieren konnte, wurde Reich für die Verbreitung des Roten Faschismus instrumentalisiert.

Im ZDF-Nachtstudio („Die 68er – Sind sie an allem Schuld?“) vom 27.4.2004 erinnerte sich der Zeitzeuge und bekennende Marxist Bernd Lunkewitz:

Es hat damals sehr viele Ansätze aus allen möglichen Richtungen gegeben. Also, wenn man sagt, Wiederentdeckung von Literatur: wir haben in den 68gern ganz früh, ab 66 schon, also Wilhelm Reich gelesen. Massenpsychologie, Die Funktion des Orgasmus und alle solche Dinger. Also es gab diese hedonistische Seite. [Einwurf: Es wurde wichtiger als Marx – zum Teil.] Ne, das wurde es also mit Sicherheit nicht. [Allgemeine Erheiterung.] Also vielleicht für einige, aber – also alle imgrunde haben das gelesen, aber dann haben sich also viele wegentwickelt und tatsächlich zu Marx hin entwickelt.

Von jeher wird Reich als Wegbereiter sowohl für den Roten Faschismus (Marxismus) als auch für den Schwarzen Faschismus (angebliche „Spiritualität“) mißbraucht. Beides hat man beispielsweise anhand der „Wilhelm-Reich-Zeitschrift“ emotion verfolgen können:

Warum Reich Marx als obsolet betrachtete (Teil 2)

29. Juni 2014

In Obama Antichrist habe ich das Zeugnis des KGB-Einflußagenten Yuri Bezmeno präsentiert. Die Erfolge dessen, was Moskau bis 1989 in die Wege leitete, wirkt fort. Man denke nur daran, daß manche Lehrergewerkschaften und die Redaktionen auch formell „konservativer“ Medien kaum mehr sind als kommunistische Kaderorganisationen, die nach und nach eine „Erziehungsdiktatur“ errichten.

Wie sich dies auswirkt, zeigte beispielsweise 2009 der Rasmussen Report in den USA.

Demnach glaubten nur 53% der Amerikaner, daß der Kapitalismus besser als der Sozialismus ist. 20% hielten den Sozialismus für besser und 27% waren unentschieden. Bezeichnend sind die Unterschiede zwischen den Altersgruppen. Bei den unter 30jährigen, also jenen, die unter dem vollkommenen Meinungsmonopol der Linken aufgewachsen sind, bevorzugten nur 37% den Kapitalismus, 33% den Sozialismus. Leute in den 30ern bevorzugten zu 49% den Kapitalismus, zu 26% den Sozialismus. Bei den über 40jährigen waren es schließlich nur noch 13%, die den Sozialismus für besser hielten. Die Zahlen sehen zwar anders aus, wenn man statt „Kapitalismus“ nach „freier Marktwirtschaft“ fragt, aber der Trend ist eindeutig. Sollte er sich fortsetzen, und Hussein Obama tut alles dafür, dann wird die UdSSR dank der Arbeit ihrer Einflußagenten gesiegt haben, Jahrzehnte nachdem sie selbst untergegangen ist.

Wie kaum ein anderer hat Reich vor dieser kommunistischen Unterwanderung gewarnt. Insbesondere die Orgonomie wollte er schützen. Daß „kommunistische Unterwanderung“ keine bloße Floskel ist, sondern eine reale Bedrohung der Orgonomie, zeigte 2008 ein Fall, der mich schier fassungslos gemacht hat:

Am Samstag, den 12.4.2008 präsentierte „Das offene kommunistische Forum Süd“ im Bamberger Gasthaus „Zum Sternla“ die Veranstaltung „Politik mit Gefühl: Wilhelm Reich – eine neue marxistische Kritik?“

Reich habe die Psychoanalyse um „ein damals revolutionär-ganzheitliches Menschenbild“ bereichert.

Die Untersuchung des Sexuallebens, sowie die Feststellung von „Charakter“- und „Muskelpanzern“ bildeten die Ausgangsbasis für die Betrachtung der Lebensenergien des Menschen, später auch „Orgonenergie“ genannt. Blockaden des Flusses dieser Energien verursachen letzten Endes schwere Krankheiten, wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs. Diese Betrachtung bildet heute die Grundlage moderner Krankheits- und Therapielehren, wie z.B. Homöopathie, Kinesiologie bis hin zur Geistheilung.

Reich sei aber auch in der KPD aktiv gewesen und habe sich als Marxist verstanden. Habe trotz seiner lebensenergetischen Forschungen nie vergessen „vor dem aufkommenden Faschismus zu warnen, auf seine Natur hinzuweisen, und Kommunisten, Sozialdemokraten und Linksliberale auf ihre grundsätzlichen Fehler hinzuweisen, die dem Faschismus letzten Endes die Steigbügel zur Machtergreifung hielten.“ Entsprechend sollte der Marxismus heute „seine nach wie vor geniale Methodik der Gesellschaftsanalyse unter einem ganzheitlichen Menschenbild mit der individuellen Analyse von Persönlichkeiten und Charakterstrukturen verbinden und Energieblockaden innerhalb der Menschen und zwischen den Menschen aufbrechen.“

Wie sieht denn diese „geniale Gesellschaftsanalyse“ konkret aus? Die Geschichte als Abfolge von Klassenkämpfen? Das hat Reich ausführlich zurückgewiesen. Etwa die verquaste Arbeitswerttheorie mit all dem esoterischen Humbug über „Warenfetischismus“? Siehe dazu Ökonomie und Sexualökonomie.

Was Reich zum Antikommunisten (später auch zum Antisozialisten und „Anti-Linksliberalen“) machte, waren jedoch nicht derartige theoretische Fragen, sondern die systematische Infantilisierung der Massen durch die Kommunisten (und durch Sozialisten im Westen): statt sie zu mehr Freiheitsfähigkeit zu erziehen, wurden ihre Abhängigkeitswünsche ausgenutzt, kultiviert und die nachwachsenden Generationen sogar explizit so erzogen.

Wohin der sozialistische Traum führte, sieht man beispielsweise an folgender Aussage einer stellvertretenden Chefärztin eines städtischen Krankenhauses in Tiflis. Vor einem Wahlauftritt des mittlerweile wiedergewählten georgischen Präsidenten Michail Saakaschwili sagt sie zum Deutschlandfunk:

Jetzt haben sie erstmal den Lohn der Lehrer erhöht. Und wahrscheinlich kommt auch bald der Tag, an dem wir mehr Geld bekommen. Mein Sohn hat auch Arbeit. Deshalb kommen wir zurecht. Saakaschwilis Politik ist sehr richtig. Er ist sehr gescheit. Er ist ein echter und würdiger Präsident. Er hat in vier Jahren soviel getan wie kein anderer und er denkt viel an die Bevölkerung und die Republik. Er hat Straßen für uns gebaut. Nach Jahren ohne Gas haben wir endlich eine sichere Gasversorgung. Jetzt müssen wir selbst auch unseren Teil tun. Nicht alles hängt vom Präsidenten ab, sondern vieles auch von den Menschen.

Solche kindischen, ja kindlichen Aussagen sind weitaus vernichtender für die Bilanz des Kommunismus als alle grausigen Statistiken in „Schwarzbüchern“. Man denke auch an den Erfolg der faschistischen Sekte Falun Gong in China oder diverser Gurus und „Geistheiler“ in Rußland. In diesem Zusammenhang sind die „Falun Gong-artigen“ Ausführungen („Geistheilung“!) unseres pseudo-Marxistischen „Reichianers“ einfach nur gruselig!

Und was den „Faschismus“ betrifft: man bedenke, daß seit der „Befreiung vom Faschismus“ die Abhängigkeit der Massen vom Staat nicht etwa abgenommen, sondern dank der Sozialdemokraten zugenommen hat. Als Wüstengewächs kann Die Linke nur in dieser Emotionalen Wüste gedeihen.

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Jerome Eden lebt! (Teil 2)

12. Juni 2014

Die Sache selbst ist absurd genug. Nach dem Tod lebt man ungebrochen in einem „Körper“ und einer „Umwelt“ fort, ungefähr so wie man nach dem Einschlafen in einem Traum fortlebt, nur mit dem entscheidenden Unterschied, daß man mit anderen „Toten“ kommunizieren kann. Die Frage ist einfach, was bzw. wo der Sitz des Bewußtseins ist.

Es wäre Wahnsinn sich auf solche Absurditäten einzulassen, denn wo wäre das Ende?! Bei den gechannelten Botschaften von St. Germain oder bei denen des Erzengels Raphael? Man kann so etwas nur sinnvoll angehen, wenn man die „spirituelle“ Weltanschauung auf die Spitze treibt: „Realität ist alles, was du dir vor die Augen stellen kannst!“ Wenn sich mehrere Subjekte auf eine Realität einigen, haben wir – eine Welt vor uns. Da aber das Subjekt auch andere Subjekte „postulieren“ kann, läuft alles auf Solipsismus hinaus. Alles geht auf (m)einen Geist zurück. (Womit wir es hier zu tun haben, ist die Loslösung der Wahrnehmung von der Erregung – siehe das letzte Kapitel von Charakteranalyse.)

Es wäre falsch, diese Weltanschauung rundweg zu verwerfen, denn sie spiegelt bei aller subjektiven Willkür einen Teil der Wirklichkeit wider. Und formal („formal-orgonometrisch“) ist sie sogar vollkommen korrekt, was „geist-monistische“ Lehren wie den Mahayana-Buddhismus und das Vedanta so anziehend für Intellektuelle macht.

Ein Zwischending sind theistische Lehren, wie der Volkshinduismus und das Christentum, in denen die Erregung als „Gott“ auftaucht, um den die unsterblichen Seelen tanzen. Philosophisch zwar denkbar unbefriedigend, aber wahrhaftiger aus bioenergetischer Sicht.

Das ganze stellt meine persönliche Philosophie gleich in zweifacher Hinsicht in Frage: Erstens ist mir nichts fremder und unsympathischer als „Esoterikern“ und „Medien“ recht geben zu müssen. Es schüttelt mich vor Widerwillen und Ekel! Zumal es kein Ende gibt und man, wie gesagt, unvermittelt mit „aufgestiegenen Meistern“, „Erzengeln“ und anderen Zumutungen konfrontiert ist. Zweitens habe ich mich immer dagegen gewehrt, das Orgon als eine Art „feinstoffliche Substanz“ zu betrachten, die „inert“ ist und vielleicht sogar eine „geringe Masse“ besitzt. Aber persönliche Erfahrungen mit OR, ORANUR und DOR, die an Orten „haften“ bleiben und nun die offensichtliche „Körperlichkeit“ der Seele zwingen mir eine andere Sichtweise auf.

Es wäre ein Überleben durch morphische Felder denkbar. Sie sind, frei nach Rupert Sheldrake,

  1. spezifisch, „individuell“ (d.h. sie bilden die Grundlage des „Ich“); betreffen
  2. Gruppen und ganze Gesellschafen (d.h. sie sind „intersubjektiv“); und
  3. sind sie geschichtlich geworden und stabilisieren gleichzeitig das Gewordene (d.h. ein Leben nach dem Tod wird denkbar).

Das ganze kann man etwa wie folgt in die Naturgeschichte einordnen:

lebennachleben

Bei Reich finden sich zwei tiefergehende Äußerungen über diesen der Orgonomie so vollständig wesensfremden Komplex:

1919 bis 1921 lernte ich Drieschs Philosophie des Organischen und Ordnungslehre kennen. Die erste verstand ich, die zweite nicht. Es leuchtete ein, daß die maschinelle Auffassung des Lebens, die auch unser Medizinstudium beherrschte, nicht befriedigen konnte. Seine Behauptung, daß sich im Lebendigen aus einem Teile das Ganze bilden, daß man jedoch aus einer Schraube keine ganze Maschine machen kann, schien mir unwiderlegbar. Dagegen machte seine Erklärung des lebendigen Funktionierens mit Hilfe des Begriffs der „Entelechie“ keinen Eindruck. Ich fühlte, daß hier mit einem Wort ein Riesenproblem umgangen wurde. So lernte ich in ganz primitiver Weise Tatsachen von Theorien über Tatsachen streng unterscheiden. Es gab viel Grübelei über seine drei Beweise für die spezifische und vom Anorganischen völlig verschiedene Eigenart des Lebendigen. Sie standen auf sicheren Beinen. Die Jenseitigkeit des Lebensprinzips aber wollte nicht recht in mein Empfinden kommen. Siebzehn Jahre später konnte ich den Widerspruch auf der Basis einer energetisch-funktionellen Formel lösen. Die Lehre Drieschs schwebte mir immer vor, wenn ich an den Vitalismus dachte. Mein leises Empfinden von der irrationalen Natur seiner Annahme behielt recht. Er landete später bei den Geistersehern. (Die Funktion des Orgasmus, Fischer TB, S. 28)

Gegen Ende seines Lebens, 1953, schrieb Reich an seine Tochter Eva:

Da ich weder an mystische oder irgendwelche metaphysischen Kräfte glaube und da ich darüber hinaus konkrete Anhaltspunkte für die Wahrheit Deiner Annahmen bräuchte, kann ich nichts dazu sagen. Aber im Grundsatz, als eine Frage des Denkens, gibt es keinerlei Möglichkeit, die Existenz einer ganz anderen Art des Lebens auszuschließen, das nicht an irgendwelche den unseren ähnlichen Formen des Lebens gebunden wäre. Die Existenz vollwertigen Lebens, das nicht mit irgendeiner Form verbunden ist, würde natürlich das spiritistische Konzept bestätigen. Ich glaube nicht, daß das möglich ist. Aber Deine Beobachtungen sind es sicherlich wert, weiter sorgfältig verfolgt zu werden. (Where’s the Truth?, S. 133f)

Hier die wohl beste und beeindruckenste Dokumentation über das Leben nach dem Tod. Ähnlich wie in John Fullers The Airmen Who Would Not Die geht es nicht um das übliche pseudo-religiöse und „bewußtseinserweiternde“ Geschwafel, sondern um nüchterne Fakten:

[youtube:http://www.youtube.com/watch?v=6qSEi_sfaSU%5D

Demokratie kann ohne Grundkenntnisse der orgonomischen soziopolitischen Charakterologie nicht funktionieren

22. Dezember 2013

Der Islam-Aufklärer Nassim Ben Iman, einst selbst Mohammedaner, auf die Frage, ob er auch mit Politikern zu tun habe:

Ja, immer wieder, und bei den Politikern stelle ich fest, daß es zwei verschiedene Haltungen gibt. Es gibt Politiker, die können sich das alles nicht so dramatisch, bedrohlich, vorstellen, weil ihnen einfach die Informationen und Fakten fehlen. Und das ist etwas, was mich traurig macht und sogar verblüfft, daß jemand ein Land regiert oder in entsprechender Position sitzt, aber nicht ausreichend oder nur einseitig über den Islam informiert ist; oftmals informiert durch Muslime, die natürlich nicht die volle Wahrheit sagen. Auf der anderen Seite sehe ich ein taktisches Unwissen der Politiker, die mir dann sagen, im persönlichen Gespräch, Herr Ben Iman, Sie haben recht, wir sehen diese Dinge auch so, aber wir würden uns das nie erlauben, das in der Öffentlichkeit so zu nennen, weil, wenn wir es in der Öffentlichkeit so beim Namen nennen würden, wie Sie es tun, dann hätten wir die gesamte Presse gegen uns und unsere politische Karriere wäre damit beendet. Mit anderen Worten, da ist schon so viel Druck auf den Politikern, daß sie teilweise wider besseren Wissens einfach wegschauen müssen, weil sonst ihre Partei oder ihre eigene Zukunft gefährdet ist. Und das ist, was mich wiederum nachdenklich stimmt, denn wir sind doch in Deutschland, einem Land der Demokratie.

Wir wären in einer Demokratie (und ich spreche ausdrücklich nicht von einer Arbeitsdemokratie, deren Voraussetzungen weitreichender sind!), wenn es eine allgemeine Kenntnis der von Wilhelm Reich, Elsworth F. Baker und Charles Konia entwickelten soziopolitischen Charakterologie gäbe. Die würde es nämlich erlauben, etwas zu tun, was dem üblichen sozialpsychologischen, soziologischen und politologischen Denken unzugänglich ist: die Unterscheidung zwischen echten Liberalen und Pseudo-Liberalen zu treffen.

Presseorgane wie die Zeit oder die Süddeutsche gelten gemeinhin als „Sperrspitzen der Demokratie“ und als „freiheitlich und liberal“. Das mögen sie vor zwei oder drei Jahrzehnten ja noch gewesen sein, doch mittlerweile sind es kommunistische Propagandablätter. Natürlich wird oberflächlich noch so getan, als würde man auf der Grundlage des Grundgesetzes stehen, doch tatsächlich sind sie in ihrem Totalitarismus um keinen Deut besser als einst die Roten Fahne oder Neues Deutschland: man selbst vertritt die absolute Wahrheit, während Andersdenkende verachtenswertes Ungeziefer sind, das man nicht zu Wort kommen lassen darf.

Früher standen die liberalen Blätter prinzipiell auf der Seite Deutschlands und seines Souveräns, dem deutschen Volk, heute tun sie alles, wirklich alles, um Deutschland zu vernichten und den Souverän auszumerzen. Jeder Versuch, eine Politik zu betreiben, die im Sinne der Verfassung ist (etwa die Familie schützt und die Interessen des Volks vertritt), wird erbarmungslos (noch verbal, teilweise aber bereits körperlich!) niedergeknüppelt. An den Universitäten ist es bereits soweit, daß jede nichtlinke Meinungsäußerung physisch unmöglich gemacht wird, in der politischen Öffentlichkeit des Landes ist es noch „nur“ Meinungsterror. Niemand traut sich mehr vernünftig und nach seinem Gewissen, also aus seinem bio-energetischen Kern heraus, zu reden und zu handeln, weil er sofort moralisch fertiggemacht wird.

Die Henker der Meinungsfreiheit bezeichnen sich selbst als „Liberale“, die „Freiheit und Fortschritt“ verteidigen, tatsächlich sind es beinharte Kommunisten, die die Strategie des Roten Terrors durchsetzen. Gegen jede Vernunft, sogar gegen die wirtschaftlichen Interessen der Kapitalisten, die diese Presseorgane finanzieren, und vollkommen unabhängig von der tatsächlichen ideologischen Struktur der Gesellschaft, agieren sie ihren charakter-strukturellen Zwang aus, der nur auf eins abzielt: Mord und Todschlag. Der „Volksvertreter“ gehorcht ihren Vorgaben und nichts sonst.

Der alte Liberale war dadurch gekennzeichnet, daß die oberste Schicht, die „bürgerliche Fassade“, die sekundäre „faschistische“ Charakterschicht in Schach hielt. Dazu dienten die ständigen Appelle an Vernunft, Moral und Bürgersinn. Alles diente dem einen Zweck: dem Erhalt des gesellschaftlichen Organismus, der durch die sekundären Triebe, die in ihm schlummerten, in ständiger Gefahr war. „Liberale Blätter“ waren ein unverzichtbarer Teil des Überlebens der Demokratie. Man denke nur daran, was passierte, als infolge der Wirtschaftskrise Ende der 1920er Jahre die Abwehrfunktion der sozialen Fassade kollabierte und die sekundäre Schicht in Gestalt des Schwarzen Faschismus durchbrach.

Der moderne Liberale, der heute zu 90 Prozent die Medienlandschaft dominiert, ist das genaue Gegenteil des alten Liberalen – obwohl niemand das erkennt. Seine Fassade, der ständige Moralismus und realitätsferne Pseudo-Intellektualismus dient dazu, die sekundäre, „faschistische“ Charakterschicht nicht etwa in Schach zu halten, sondern AUSZUDRÜCKEN. Ziel des modernen Liberalen ist entsprechend nicht etwa der Erhalt, sondern die Vernichtung der Gesellschaft. Es ist von „Menschenliebe“ die Rede, tatsächlich geht es aber darum, die wirtschaftlichen und kulturellen Grundlagen des deutschen Volkes zu eliminieren.

Die Massen sind dem schutzlos ausgeliefert, weil niemand begreift, was sich tatsächlich ereignet. Man hört die süßen Worte und goutiert die moralischen Appelle dieser Leute, etwa was Solidarität und Religionsfreiheit betrifft, sieht aber nicht, daß das alles heute das Gegenteil bedeutet. Niemand durchschaut die Lüge hinter der Maske des Pseudoliberalen. Niemand erkennt, daß die einstige „kritische Öffentlichkeit“ zu ihren Gegenteil mutiert ist: dem blanken faschistischen Terror. Ein Terror, dem sich selbst Regierungschefs, Wirtschaftsmagnaten und nicht zuletzt die Verfassungsschützer beugen müssen. Die Demokratie in diesem Land ist schon seit geraumer Zeit Tod – und deshalb wird auch bald dieses Land Tod sein. Irreversibel geschädigt ist es bereits. Die Mörder sind die angeblichen „Verteidiger der Demokratie“!

bradsaugerm

Die Anziehung der Pest auf die Linke und die Rechte

26. Februar 2013

Der amerikanische Orgonom Dr. Charles Konia erklärt das Zustandekommen immer neuer „Hitler-Stalin-Pakte“:

Die Anziehung der Pest auf die Linke und die Rechte

Die Exposition des amerikanischen Volks gegenüber der kommunistischen Pest

18. Februar 2013

Der amerikanische Orgonom Dr. Charles Konia beschreibt, wie der rote Faschist Obama und seine Genossen, den amerikanischen Way of Life instrumentalisieren, um Amerika von innen heraus zu zerstören:

Die Exposition des amerikanischen Volks gegenüber der kommunistischen Pest

Ausflüchte und Ablenkungen beinhalten die oberflächlichste Schicht des sozialen Panzers

30. Dezember 2012

Der amerikanische Orgonom Dr. Charles Konia über die Grundlagen der „Sexpol“ heute:

Ausflüchte und Ablenkungen beinhalten die oberflächlichste Schicht des sozialen Panzers