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Orgonometrie (Teil 1): Kapitel VII.4.e.

26. August 2015

orgonometrieteil12

VII. Die Lebensenergie (Orgon) in der Schulphysik

1. Die mathematischen Grundlagen der Schulphysik

a. Algebra

b. Differenzieren

c. Integrieren

d. Vektoren

2. Körper in Bewegung

a. Masse

b. Jenseits der Masse

c. Himmelsmechanik

d. Die Kreiselwelle

e. Kosmische Überlagerung

3. Der Orgonenergie-Akkumulator

a. Die Kreiselwelle (Schwingungen und Wellen)

b. Wellen im Orgonenergie-Medium

c. Von der Thermodynamik zum Orgonenergie-Akkumulator

d. Von der Elektrostatik zum Orgonenergie-Akkumulator

e. Elektrotechnik

f. Orgontechnik

4. Kosmogonie

a. Gravitation im Funktionsbereich „Bewegung“

b. Gravitation im Funktionsbereich „Erstrahlung“

c. Quantenmechanik

d. Spezielle Relativitätstheorie

e. Allgemeine Relativitätstheorie

Sozialdarwinismus (Teil 1)

24. August 2015

Das soziale Denken des 19. Jahrhunderts spannt sich zwischen zwei Antipoden auf: Karl Marx (1818-1883) und Herbert Spencer (1820-1903).

In seiner umfassenden Universalität war Spencer ein Vorläufer Wilhelm Reichs, befaßt sich doch Spencer in seinem zehnbändigen System der synthetischen Philosophie (1867-96) von der Psychologie, Soziologie, Ökonomie, Geschichte, Biologie, Geologie, Astronomie bis zur Kosmologie schlechthin mit der Welt als funktioneller Einheit, die er mit Hilfe eines quasi orgonometrischen Ansatzes analysiert.

Schon vor Darwin entwickelte Spencer eine vom Evolutionsgedanken ausgehende Theorie. Nach dieser Entwicklungstheorie kommt es zu einer fortschreitenden Integration verschiedener Teile zu immer größeren Einheiten, in denen es dann zu einer ebenfalls ständig fortschreitenden Differenzierung kommt. Dies falle aber schließlich mit Zerfall und Auflösung zu primitiven Organisationsniveaus zusammen, die dann Ausgangspunkt für neue Entfaltung werden.

Dieses „Gesetz der Entwicklung“ entspricht in etwa Reichs Darstellung des Orgonenergie-Metabolismus:

Spencer glaubte, daß sich die Organismen und Menschen nach diesem Gesetz an ihre ökologische bzw. soziale Umwelt durch wachsende Spezialisierung immer besser anpassen. Auch die Gesellschaft als Ganzes betrachtete Spencer als Organismus. Deshalb würden sich, gemäß der gleichzeitigen Integration und Differenzierung, die Gesellschaften zu immer mächtigeren Gebilden entwickeln, in denen aber gleichzeitig, bedingt durch die wachsende Differenzierung, die Freiheit immer weiter zunehme.

So entwickele sich die Menschheit vom militaristischen Staatsabsolutismus orientalischen Gepräges (Zwangsgemeinschaften, die sich aus indifferenten Mischungen sozialer Formen organisiert hatten) folgerichtig in Richtung individueller Freiheit und Demokratie. Der Lebensstrom würde die Menschheit also automatisch zu einem staatenlosen Zustand führen – ein Konzept, das das genaue Gegenteil von Hans Hass’ Vorstellungen der unbeeinflußten Energon-Entwicklung darstellt.

Hans Joachim Störig stellt in seiner Kleinen Weltgeschichte der Philosophie Spencers Anschauungen so dar, daß sie in jeder Beziehung in vollkommener Übereinstimmung mit der orgonomischen Soziologie stehen:

Der Sozialismus gehört nach Spencer in den Bereich der alten absolutistischen Gesellschaftsformen. (…) In einem sozialen Wohlfahrtsstaat sieht Spencer zwei große Gefahren: Erstens würde eine Zuteilung der auf den einzelnen entfallenden Anteile am gemeinsamen Arbeitsertrag durch den Staat nach Maßgabe der Bedürfnisse anstatt nach Fähigkeit und Leistung den natürlichen Wettbewerb, die Bedingung jeder Weiterentwicklung, stören und zu einem Verfall der Gesellschaft innerhalb weniger Generationen führen. Zweitens: Würde der Staat den Versuch machen, den höchst verwickelten Organismus – der unter der automatischen Selbstregulierung durch Angebot und Nachfrage zwar nicht ideal funktioniert, aber doch wenigstens funktioniert – in allen Einzelheiten selbst zu regeln, so würde das zu einer lähmenden totalen Bürokratie führen. Eine trostlose Erstarrung würde eintreten, eine Gesellschaft von Ameisen und Bienen entstehen.

Im krassen Gegensatz zum tragikomischen Schicksal der Marxschen Philosophie wurde wohl kaum je ein Philosoph derartig wie Spencer durch die spätere Entwicklung bestätigt. Trotzdem ist Spencer heute so gut wie vergessen, in den Bibliotheken findet man kaum Bücher von oder über ihn und in Geschichtswerken über Philosophie handelt man den Autodidakten Spencer verächtlich ab – was wieder im krassen Kontrast zum Schicksal Marxens steht.

Wird nicht Spencers Andenken dadurch tatsächlich fragwürdig, daß er (wie angedeutet lange vor Darwin) Wendungen wie „der Kampf ums Dasein“ und „das Überleben der Tüchtigen“ geprägt und den „Sozialdarwinismus“ begründet hat, der so viel Leid über die Menschheit brachte? (Bei Marx tauchen entsprechende „Darwinistische“ Vorstellungen bei der Theorie des „Klassenkampfes“ auf.)

Für den Evolutionsbiologen Hans Hass sind der biologische „Selektionswert“ und die wirtschaftliche „Konkurrenzfähigkeit“ von der Funktion her identisch. In diesem Zusammenhang ist eine Anmerkung interessant, die Stephan Lackner (der in den 1930er Jahren mit Reich in Kontakt stand), in seinem Buch Die friedfertige Natur (München 1982) gemacht hat, wonach die industrielle Revolution mit einer dramatischen Wandlung der Haltung zur Natur zusammenfalle. Habe vorher eine idyllisch-romantische Naturauffassung („friedfertige Natur“) vorgeherrscht, sei zusammen mit dem brutalen Konkurrenzkampf im Frühkapitalismus der Darwinismus mit seinem „Kampf ums Dasein“ aufgekommen. Lackner malt, wohl zu recht, die letzte Konsequenz des Darwinismus auch so aus, daß sie ganz der von Reich beschriebenen emotionalen Wüste entspricht:

Das Dasein ist der Krieg aller gegen alle. Die Erde ist von graugrün getarnten, mit Panzern und Stacheln bewehrten, übelriechenden und giftigen Ungeheuern überlaufen. Kein Wesen vertraut dem anderen.

Man findet sich in dieser „Darwinistischen“ emotionalen Wüste wieder, wenn Hass z.B. geradezu faschistoid schreibt:

Solange es Energone gibt, fußt deren Höherentwicklung auf einem untereinander ausgefochtenen Kampf und der damit verbundenen Eliminierung des Schwächeren. Wenn deshalb vom Menschen gebildete Gruppen die Vernichtung von anderen anstrebt, ja sogar mit vehementen Glücksgefühlen für solche Vernichtung belohnt werden, fällt es keineswegs aus der üblichen Praxis, sondern entspricht jenem rücksichtslosen Willen zur Macht, der die gesamte Evolution kennzeichnet und in dem bereits Nietzsche den tiefsten Wesenszug der Lebensentfaltung sah. (Hass/Lange-Prollius: Die Schöpfung geht weiter, Stuttgart 1978)

So nimmt bei Hass der Lebensstrom den gleichen Charakter an, der auch den Hegelschen „Weltgeist“ auszeichnet. Beides sind diabolische Mächte, die von den Individuen Macht ergreifen, sie benutzen, aussaugen und dann als leere Hüllen fallenlassen, wenn sie ihre Funktion erfüllt haben. Beide, der „Weltgeist“ und der „Lebensstrom“ verwirklichen sich schließlich im absoluten Staat.

Natürlich hing auch Marx einem ähnlichen Mythos an, denn schließlich war die ganze Geschichte der Ausbeutung vom Sklavenstaat bis zum brutalen Kapitalismus etwas Gutes, weil notwendiges. Ganz in diesem Sinne schreibt Hass:

Manche Erscheinung seit Auftreten des Menschen, welche in ethischer Sicht höchst verwerflich erscheinen – wie Tyrannei und Ausbeutung –, mögen (…) sehr wohl den Lebensstrom befördert haben, indem der Machtzuwachs einiger seiner Weiterträger dem Fortschritt mehr diente und ihn förderte, als die Unterdrückung und Erpressung anderer sich in seiner Gesamtbilanz negativ niederschlug. (ebd.)

Daß die Wirtschaft von Liebe, Arbeit und Wissen regiert wird, hält Hass für eine oberflächliche Illusion. Wie in der Natur stehen in Wirklichkeit „die einzelnen Erwerbskollegen, diese ‘Brüder’ und Teile in der gleichen Entwicklung, in einem erbitterten Kampf gegeneinander“ (Hass: Naturphilosophische Schriften, Bd. 3, München 1987).

Wer wollte bestreiten, daß dies einen Großteil des wirtschaftlichen Geschehens beschreibt! Doch kann man das ganze auch mit Reichs Augen sehen:

Die praktische Notwendigkeit der Arbeitsdemokratie erfordert, daß man vom wirklichen Charakter seines wirtschaftlichen Gegenübers absieht und sich nur um die objektiven Erfordernisse der Arbeit kümmert. Und auch man selbst kann nicht immer wahrhaftig sein, sondern muß praktisch ständig als Schauspieler auftreten. Das kann man ganz konkret beim Geschenkaustausch der Trobriander beobachten, die nie ihre wahren Gefühle zeigen; so tun, als würden ihnen die Geschenke nichts bedeuten, etc.

Dies heißt nicht, daß Ehrlichkeit in der Arbeitsdemokratie keinen Platz hat, – vielmehr sind wahrheitsfanatische Moralisten, die das Spiel verderben, stets pestilente Charaktere, – die nie ehrlich sind. Ehrlichkeit hat wenig mit Wahrheit zu tun, sondern vielmehr mit Anständigkeit. Anständigkeit bedeutet Rücksicht auf die Umstände zu nehmen, d.h. z.B. daß man die Wahrheit nicht unabhängig von den Umständen sagt, sondern – lügt („Notlüge“).

Die Lüge und Verstellung gehört genauso untrennbar zu einer funktionierenden Wirtschaft, wie sie zur sexuellen Zweierbeziehung gehört. Statt morgens zu sagen: „Du siehst aus wie ein aufgedunsener Leichnam!“ lügt man: „Meine kleine chinesische Jadepuppe!“ So verkörpert sich die Genitalität auch: durch Lug, Trug, Bestechung und Berechnung! Wie sollte es in der Wirtschaft anders sein. Es ist nicht fair, es ist Emotionelle Pest, dem Leben die moralische Elle anzulegen. Und es zeigt emotionale Unreife, an der lügnerischen „Grausamkeit“ des Lebens übermäßig zu leiden.

In Kapitalismus und die Funktion des Orgasmus habe ich den Tausch im Wirtschaftsleben mit dem liebenden „Austausch“ in der Sexualität gleichgesetzt. Doch nach Hans Hass „sind Raub und Tausch nichts voneinander grundsätzlich verschiedenes.“ Diese Theorie entspricht einem typischen Charakterzug des Konservativen, für den der freiwillige arbeitsdemokratische Tauschprozeß ein Zeichen von Schwäche ist. Hierzu gehört auch, daß für Hass Diebe und Erpresser ebenfalls „gleichberechtigt“ als Energone betrachtet werden müssen. Er zitiert dazu den Volkswirtschaftler Werner Sombart:

Nach meiner Definition ist also Arbeit ebenso die Tätigkeit, die der Dieb aufwendet, um einen Einbruch auszuüben, obwohl sie (sozial) schädlich ist.

In Massenpsychologie des Faschismus hat Reich streng zwischen Arbeit und Nichtarbeit, „die den Lebensprozeß schädigt“, unterschieden.

Entsprechend der militaristischen „Zwangsorganisation“ Spencers, die durch die Notwendigkeit der Abwehr äußerer Feinde entsteht, ist für Hass sogar die arbeitsteilige Gemeinschaftsbildung an sich auf den Diebstahl bzw. auf dem Schutz vor ihm begründet, denn dadurch, daß die künstlichen Organe nicht mehr fest mit dem Körper verbunden seien, müsse man sie vor Raub schützen, brauche also die Kooperation mit anderen.

Für Hass ist „der Krieg der Vater aller Dinge“. Wobei er explizit in der Tradition von Konrad Lorenz steht.

Hass spricht davon, daß „manche in totalitären Staaten geläufige Betrachtungsweise gleichsam Sprachrohr der Lebensstrominteressen sind“: Ausmerzung lebensunwerten, funktionslosen Lebens! Erscheinungen wie die, daß manche Leute nicht angeborenermaßen empört darauf reagieren, wenn ein Kind mißhandelt wird, erklärt Hass damit, daß es „bereits eine Unzahl von ‘Abnormalitäten’“ gäbe, „besonders da die Heilkunst alles am Leben zu erhalten bemüht ist.“

Als konservativer Charakter scheint Hass, Jahrgang 1919, jenem Vorgang zum Opfer gefallen zu sein, den er selber wie folgt beschreibt:

In der Pubertät formen die Kinder ihre ethischen Ideale. Was ihnen in dieser Zeit aufgeprägt wird, können sie meist im späteren Leben nicht völlig überwinden.

Aus orgonomischer Sicht verfestigt sich in der Pubertät der Charakter endgültig und dazu gehört auch der soziopolitische Charakter. Hier hat Hass vollkommen recht, wenn er schreibt:

Wie sich allerorts und bei allen Rassen auf das deutlichste zeigt, können Jugendliche, die in dieser sensiblen Periode auf religiöse, doktrinäre oder ideologische Wertvorstellungen ausgerichtet werden, sich im späteren Leben nur schwer über solche hinwegsetzen, weil diese fest in ihnen verankert sind. Ja, sie wollen dies gar nicht – was deutlich zeigt, daß bei ihnen das so Geprägte zum integralen Ausdruck des Ichs und seiner höchstpersönlichen Neigung empfunden wird. (Hass/Lange-Prollius: Die Schöpfung geht weiter, Stuttgart 1978)

In den letzten Jahren haben viele konservative Ideologen mit dem Begriff „egoistische Gene“ herumhantiert, um ihre sozialdarwinistischen Thesen wissenschaftlich zu fundieren. Dabei beriefen sie sich auf den englischen Zoologen Richard Dawkins. Nun hat aber ausgerechnet dieser Dawkins der traditionellen Evolutionstheorie des „Survival of the Fittest“ eine Theorie des „Überlebens des Kooperativen“ entgegengestellt.

Demnach zählt im Überlebenskampf die Kooperation weit mehr als der Konflikt. Das Konzept Dawkins ähnelt dem Reichschen Konzept der Arbeitsdemokratie. Beide beruhen darauf, daß man sich dem Mitlebewesen kooperationsbereit nähert.

Nach Hass ist ein rücksichtslos sich durchsetzendes Energon, das im Überlebenskampf mit einer ausbeuterischen Strategie vorgeht und die „dummen“ kooperativen Energone verdrängt, Anwalt der Interessen von Art und Lebensstrom. Jedoch hat Dawkins nachgewiesen, daß genau das Gegenteil wahr ist, nämlich daß jener, der seine Mitenergone auf dem Altar der angeblichen Interessen von Art und Lebensstrom opfert, überhaupt keine Überlebenschance hat – also Art und Lebensstrom schadet! In Wirklichkeit setzen sich jene durch, die der Tit for Tat-Strategie folgen: „Auge um Auge“, oder besser: Leben und Leben lassen!

Tit for Tat funktioniert wie folgt: Man geht innerhalb einer Lebensgemeinschaft nicht ausbeuterisch, sondern kooperativ auf ein Angebot ein. Betrachten wir in einer solchen Lebensgemeinschaft die Individuen A und B, wobei A einen lebensnotwendigen Dienst anbietet, den B, ohne Gegenleistungen zu geben, annimmt. B folgt also einer ausbeuterischen Strategie, verzeichnet einen beträchtlichen Energiegewinn und wird sich durchsetzen, während solche „sucker“ wie A zugrundegehen. In den kranken Hirnen von konservativen Ideologen funktioniert die Natur so, in Wirklichkeit aber geht natürlich nicht der kooperative A, sondern der ausbeuterische B zugrunde. Im natürlichen Ablauf der Dinge wird nämlich A, und auch sonst niemand, für B jemals wieder etwas tun, bzw. solange mit Sanktionen gegen B reagieren, bis auch B sich endlich anständig verhält.

Das ist das Grundgesetz der Natur:

  1. nähere dich einem anderen stets freundlich;
  2. reagiere auf die Freundlichkeit anderer ebenfalls freundlich;
  3. zahle jede Unfreundlichkeit sofort mit gleicher Münze heim; und
  4. verzichte auf jede Rache, wenn sich der Unfreundliche wieder freundlich verhält, d.h. lerne zu vergeben und zu vergessen.

Wie schon Nietzsche gesagt hat, gehört der Geist der Rache den niedrigen, nichtswürdigen Menschen. Das Böse kann nur dort gedeihen, wo man entweder immer die andere Wange hinhält oder wo man nicht vergeben kann. Verhielte sich jeder Mensch rational nach der Tit for Tat-Strategie, würde sich die Arbeitsdemokratie zwangläufig entfalten. Diese Überlegungen lassen sich wie folgt zusammenfassen (a = Strafe, b = Belohnung):

  1. „Christentum“ und liberaler Humanismus (masochistische Erduldung);
  2. Arbeitsdemokratie (Tit for Tat);
  3. Faschismus und Kommunismus (sadistische Rache).

Mit Hilfe des Tit for Tat können wir auch den Unterschied zwischen Arbeit und Antiarbeit schärfer fassen: Arbeit funktioniert immer nach den Gesetzen des Tit for Tat, während Antiarbeit diesen Gesetzen widerspricht.

Kosmischer Orgonenergie-Ozean oder DOR-Wüste?

15. August 2015

In Orgonenergie-Kontinuum und atomare Struktur habe ich mich mit der „Vakuumkatastrophe“ auseinandergesetzt, d.h. daß die quantenmechanische Berechnung des Vakuums zu absurden Ergebnissen kommt. Der leere Raum müßte demnach in jedem beliebig klein gewählten Abschnitt mit einer unvorstellbaren Menge an Energie gefüllt sein. Die Diskrepanz zwischen den berechneten und gemessenen Werten bewegt sich in einem Bereich von sage und schreibe 120 Nullstellen! Bisher konnte man durch komplizierte Neuberechnungen „nur“ 55 Nullstellen streichen, aber nichts deutet darauf hin, daß man diese Katastrophe für die gegenwärtige physikalische Theorie auf diese Weise, d.h. mit den gängigen Mitteln wird abwenden können.

Entweder haben wir nicht den geringsten Schimmer, wie man die Energie des Vakuums berechnet – oder wir leben nicht in einem Universum, sondern in einem „Multiversum“. Wir hätten einfach keinen Zugang zu den grundlegenden etwa sechs Naturkonstanten des Universums, weil unser Universum eines von unzähligen ist und diese Grundgrößen nach dem Zufallsprinzip in jedem Universum anders sind. Es ist dann auch reiner Zufall, daß wir in einem Universum leben, das auf Basis dieser willkürlichen Grundgrößen Leben überhaupt ermöglicht.

Daß es bei diesem Irrsinn, dieser Bankrotterklärung der Physik, ganz nebenbei um die Orgonenergie, die „Energie des Vakuums“ geht…

Neben der „Vakuumenergie“ ist ein weiterer Statthalter für die Orgonenergie der „Quantenschaum“. Um zu verstehen, worum es geht, erinnere ich an die Entdeckung der atmosphärischen Orgonenergie durch Reich Anfang der 1940er Jahre: Reich interpretierte das Flimmern der Sterne als Ausdruck der sich um die Erde bewegenden atmosphärischen Orgonenergie.

Wenn man Quantenphysik und Relativitätstheorie miteinander verbindet, müßte der Raum (bzw. die „Raumzeit“, die Realität selbst) auf kleinster Ebene „blasig“ sein, der genannte „Quantenschaum“, der darüber hinaus ständig „brodelt“. Es geht hier um Größenordnungen von einem Tausendstel des Protondurchmessers, die normalerweise unbeobachtbar sind. Nun sind Wissenschaftler auf die naheliegende Idee gekommen, sich die am weitesten entfernten Galaxien anzuschauen und zu sehen, ob nicht über die gewaltigen Distanzen hinweg der „Quantenschaum“ nachweisbare Auswirkungen auf das Licht hat, das von diesen Galaxien ausgeht.

Das Ergebnis dieser Messungen ist sowohl für die offizielle Physik als auch für die Orgonphysik verheerend, da sich keinerlei Verzerrungen im Bild dieser Galaxien zeigen!

Man hat für die Untersuchung des „Quantenschaums“ punktförmige Galaxien, „quasistellare Objekte“ (Quasare), genommen, die aufgrund ihrer enormen Rotverschiebung extrem weit entfernt sind, aber wegen ihrer gewaltigen Leuchtkraft von den Teleskopen immer noch beobachtet werden können. Wenn diese „Sterne“ nicht verzerrt sind, dann ist der Weltraum tatsächlich leer! Die Frage ist, ob sie wirklich so weit entfernt sind! Ich erläutere das in Überlagerung und Teilung in galaktischen Systemen.

Wenn die gängige Kosmologie richtig ist und Rotverschiebung fast durchweg identisch mit Entfernung ist und entsprechend alles auf einen Urknall hindeutet, bleibt kein Platz für die Orgonenergie, zumal sich dann ein weiteres Problem für die Orgonphysik stellt: Die negentropische kosmische Orgonenergie steht dafür, daß das Universum nicht mechanisch („Wärmetod“), sondern schöpferisch ist und sich beständig regeneriert. Die Messungen der Astronomen zeigen jedoch, daß das Universum stirbt und seinen Höhepunkt an Aktivität schon überschritten hat.

Bereits Ende der 1990er Jahre hatten Astronomen festgestellt, daß weiter entfernte Galaxien, also Galaxien mit einer höheren Rotverschiebung, einen weitaus höheren Energieausstoß haben als nahe Galaxien. Jetzt hat man 200 000 Galaxien bei jeweils 21 Wellenlängen untersucht. Ergebnis: die Galaxien geben heute nur noch die Hälfte der Energie ab, wie vor zwei Milliarden Jahren. Das Universum brenne also langsam aus oder wie sich einer der Forscher ausdrückt: „Das Universum wird fortan zunehmend verfallen und langsam alt werden. Das Universum hat es sich im Prinzip schon auf dem Sofa gemütlich gemacht, eine Decke übergezogen und ist dabei für immer und ewig einzunicken.“

Tatsächlich deuten diese Forschungsergebnisse aber auf das Gegenteilhin: Galaxien mit einer höheren Rotverschiebung sind nicht unbedingt weiter entfernte, sondern es sind jüngere Galaxien, bei denen die Überlagerungsfunktion noch nicht so fortgeschritten ist, wie in unserer Galaxie, entsprechend sind die Atome größer und deshalb ist das Licht intrinsisch rotverschoben. Da diese Galaxien jünger sind, sind sie auch aktiver. Das hat selbstredend nichts damit zu tun, daß das Universum abstirbt, sondern deutet darauf hin, daß die Schöpfung unaufhörlich fortschreitet.

Trotzdem ist das Universum nicht so, wie es sich der „Reichianer“ gerne vorstellt:

In Ea und die Wellenfunktion habe ich mich mit dem „Fermi-Paradoxon“ beschäftigt: Wo bleiben angesichts all der Galaxien, Sternensysteme und Planeten die Außerirdischen? Diese Frage stelle sich nicht mehr, wenn man davon ausgeht, daß heftige Sternexplosionen die Galaxien regelmäßig „sterilisieren“!

Nach orgonomischer Theorie entstehen Galaxien durch die langsame „spiralförmige“ Akkumulation von primärer Energie, die sich dann explosionsartig in Form von sekundärer Energie („Jets“) entlädt. Auf kleinerem Maßstab geschieht ähnliches bei massiven Sternen, die an einem bestimmten Punkt ihrer Alterung kollabieren und dabei „Gamma-Blitze“ freisetzen können, die, wird ein bewohnter Planet in relativer Nähe getroffen, dessen Ozonschicht vernichten und damit alles höhere Leben auslöschen wird. Je weiter man sich am Rande einer Galaxie befindet, also je dünner die Sterne gesät sind, desto sicherer ist man vor diesen tödlichen Gammablitzen. Höheres Leben kann sich deshalb vorzugsweise am Rande großer Galaxien entwickeln.

Liest man Äther, Gott und Teufel und Dis kosmische Überlagerung hat man ein wohliges Gefühl angesichts eines von heilender Lebensenergie überströmenden Universums. Doch seit Reichs ORANUR-Experiment wissen wir, daß das Leben in einem unwirklichen, gefährlichen Weltall existiert. Es geht dabei natürlich nicht um solche „mechanischen“ Dinge, daß man auf dem Mond nicht atmen kann oder daß einem jederzeit ein Meteorit auf den Kopf fallen kann, sondern um energetische Fragen!

Das Ende der Urknalltheorie

31. Juli 2015

Die beiden Astronomen John D. Barrow und Joseph Silk stellten in den 1980er Jahren fest:

Die Entdeckung der Expansion des Kosmos war die wohl einschneidendste in der Geschichte der Naturwissenschaften überhaupt. (Die asymmetrische Schöpfung, München 1986)

Die Expansion wird darauf zurückgeführt, daß die Welt einen Anfang hat, d.h. bei einem „Urknall“ aus dem Nichts hervorgegangen ist und noch heute wie ein Hefeteig im Backofen aufgeht!

Es läßt sich aufzeigen, daß der „Urknall“ durch die vorgelegten wissenschaftlichen „Beweise“ nicht belegt wird und daß sich die angeblich „einschneidenste wissenschaftliche Entdeckung“ nicht auf die „Expansion des Kosmos“ bezieht, sondern auf das kosmische Orgonenergie-Kontinuum.

Nicht von ungefähr stand an der Wiege des szientistischen Dogmas vom „Urknall ex nihilo“ ein katholischer Priester. 1927 erfuhr der belgische Mathematiker Abbé Georges Lemaître, den man später „Vater des Urknalls“ nannte, in einem Seminar des Astronomen Edwin Hubble, daß in den Spektren der Galaxien eine Rotverschiebung auftritt, die um so größer wird, je lichtschwächer, also je weiter entfernt die Galaxien sind.

Lemaître interpretierte die Erscheinung sofort als „Doppler-Effekt“. Rast an uns ein Rennauto vorbei, wird die Tonfrequenz immer länger, der Ton tiefer. Genauso wird das Licht der Galaxien mit zunehmender Entfernung, röter, – da sie sich vom Beobachter entfernen. Das ist genauso wie in einem aufgehenden Rosinenkuchen, wo sich auch alle Rosinen, egal welche Rosine man als Beobachtungspunkt wählt, voneinander fort bewegen.

Auf diese Weise schloß Lemaître von der Rotverschiebung auf die Expansion des Kosmos, die er wiederum auf einen „Urknall“ zurückführte, wobei er an eine Interpretation der Allgemeinen Relativitätstheorie durch den russischen Mathematiker Alexander Friedmann von 1922 anknüpfte.

Lemaìtre machte den Big Bang zu einem festen Bestandteil des wissenschaftlichen Sprachgebrauchs. (Nigel Calder: Einsteins Universum, Frankfurt 1980)

Die Urknalltheorie verliert zusehends an Boden. So meinte der inzwischen verstorbene Carl Friedrich von Weizsäcker in einem ZDF-Interview anläßlich seines 75ten Geburtstages, daß der

Urknall wahrscheinlich schon wieder ein Mythos [ist]. Und zwar ein Mythos der ausdrückt, daß sich die Menschen des 20sten Jahrhunderts die Wirklichkeit nicht anders als explosiv vorstellen können. Das ist eine Aussage über den Menschen. Und zwar über den Menschen einer ganz bestimmten Zeit, die ihre absurde Hoffnung auf die Explosion setzt. Das ist eine Aussage über uns.

Der Urknall hat so weniger mit den Sternen als mit unserer sadistischen (mechano-mystischen) Charakterstruktur zu tun.

Wann ereignete sich der Urknall? Den Urknalltheoretikern bieten sich drei Methoden zur Beantwortung dieser Frage an:

  1. die nukleare Chronologie, bei der von den Halbwertzeiten der radioaktiven Isotope ausgegangen wird, die beim „Urknall“ entstanden sein müssen;
  2. wird das Alter der ältesten Objekte im Universum bestimmt; und
  3. wird die Expansion bis zum „Urknall“ zurückgerechnet.

Die Werte, die man dergestalt erhalten hat, schwanken zwischen 8 und 20 Milliarden Jahren, so daß alles gegen eine gemeinsame Ursache (den „Urknall“) spricht.

Wie sehr die Urknalltheorie faktenlos in der Luft hängt und so mehr ins Gebiet der Religion gehört, sieht man z.B. am folgenden Problem: Nach dem Urknall und vor den ersten Supernovae sollte sich eine Generation von Sternen der „Population III“ gebildet haben, die ausschließlich aus den Elementen Wasserstoff, Deuterium, Helium und Lithium besteht. Diese Sterne der ersten Generation, die sich aus dem primordialen kosmischen Gas allein gebildet haben sollten, sind aber nicht aufzufinden.

Stimmt die Urknalltheorie, müßten wir am Rande des Universums die Welt so sehen, wie sie genau nach dem „Urknall“ war. Vorausgesetzt die bisherige Interpretation ihrer Rotverschiebung ist richtig, findet man dort draußen die „Quasare“, die aus jenem Material bestehen sollten, das direkt aus dem Urknall hervorgegangen ist. Dann stellt sich aber die Frage, woher die schweren Elemente wie Kohlenstoff, Stickstoff und Sauerstoff kommen, die man in den Spektren der Quasare fand. Im Urknall selbst können sie nicht entstanden sein.

Danilo Marchesini von der Tufts University in Massachusetts und Forscher anderer Universitäten haben herausgefunden, daß einige der größten Galaxien (fünf bis zehnmal so groß wie unsere Milchstraße) möglicherweise Milliarden von Jahren früher entstanden sind, als das Urknallmodell vorausgesagt hat, d.h. bereits eineinhalb Milliarden Jahre nach dem angeblichen „Urknall“.

Die Galaxien sind so weit entfernt, daß sie vor allem im infraroten Bereich leuchten.

Mehr als 80 Prozent dieser Galaxien leuchten sehr stark, was darauf hinweist, daß sie extrem aktiv sind und sich in einer Wachstumsphase befinden, ganz im Gegensatz zu den großen Galaxien in unserer Umgebung, die ruhig sind und in denen sich kaum neue Sterne bilden.

Dieser Befund unterstützt natürlich wieder die Urknalltheorie und deutet ansonsten „nur“ darauf hin, daß an der gängigen Theorie der Galaxienbildung etwas nicht stimmen kann, derzufolge solche großen Galaxien so kurz nach dem Urknall unmöglich sind.

Das ganze könnte aber auch auf etwas zurückzuführen sein, auf das ich in Überlagerung und Teilung in galaktischen Systemem hingewiesen habe: daß Galaxien, in denen sich Materie bildet, nicht wegen einer großen Distanz eine hohe Rotverschiebung aufweisen, sondern weil sich die Materie in ihnen erst bildet, deshalb die Elektronenbahnen um die Atomkerne größer sind und entsprechend das emittierte Licht „röter“ ist. (Was man wiederum nicht mit dem „ORANUR-Rot“ alter Materie verwechseln darf!)

Der Urknalltheorie zufolge müßte das Universum denkbar einfach strukturiert sein: in unserer Umgebung die ältesten Galaxien und je weiter wir ins Universum blicken (d.h. „zurückblicken“) desto jünger und primitiver sollten die Galaxien sein, die wir sehen. Ein Blick ins Universum sollte zeigen, wie sich die Galaxien entwickelt haben. Das ist eindeutig nicht der Fall, schon gar nicht sollte man die eingangs erwähnten gigantischen Galaxien nur eineinhalb Milliarden Jahre nach dem Urknall beobachten können!

Bereits 1951 war der Astronomin Vera C. Rubin aufgefallen, daß die gerade mal hundert Galaxien, die damals bekannt waren, nicht einfach „der Expansionsbewegung des Universums“ folgten, sondern zusätzlich „merkwürdige Bewegungen im Weltraum“ vollführten. Heute weiß man, daß Ströme von 10 000 bis 20 000 Galaxien das Weltall durchfließen. Seit dem „Urknall“ ist einfach noch nicht genug Zeit verstrichen, als daß sich derartig großräumige Bewegungen hätten ausbilden können.

Ein weiteres Indiz gegen den „Urknall“ ist der hohe Grad an Strukturierung, den das Universum aufweist. Die Galaxien ordnen sich wie in einem Schweizer Käse um Löcher freien Raumes an, in denen normalerweise tausende von Galaxien vorhanden sein sollten. Außerdem hätten sich die großen kosmischen Strukturen aus anfänglichen Dichteschwankungen im „Urknall“ entwickeln müssen. Dies wiederspricht aber der gemessenen Gleichförmigkeit der kosmischen Hintergrundstrahlung, die bislang als definitiver Beweis für den „Urknall“ galt. Wären nach dem Urknall Dichteschwankungen des notwendigen Ausmaßes aufgetreten, müßten sich diese in entsprechenden Dichteschwankungen der Hintergrundstrahlung widerspiegeln.

Die Hintergrundstrahlung wurde vollkommen zufällig 1965 entdeckt und als Restwärme des „Urknalls“ interpretiert, den man sich als „expandierenden Feuerball“ vorstellen kann. Die Isotropie der Hintergrundstrahlung widerspricht dieser Interpretation, auch läßt sich das Spektrum dieser Strahlung beispielsweise mit der „Eisennadel-Theorie“ von Fred Hoyle und Chandra Wickramasinghe erklären.

Nach deren Theorie ist die Hintergrundstrahlung auf das Licht der Sterne zurückzuführen, das durch winzige Staubteilchen und schließlich durch „Eisennadeln“ in längerwellige Mikrowellenstrahlung umgewandelt wird. Diese Eisennadeln mit einem Durchmesser von etwa zehn Mikrometer und einer Länge von etwa einem Millimeter sollen in Folge von Supernovas entstehen.

Alle Aspekte des beobachteten Mikrowellen-Hintergrundes wie seine Temperatur von 2,7 K, seine Isotropie (Richtungsunabhängigkeit) und seine Gleichförmigkeit lassen sich also mit einem Modell erklären, das sich überhaupt nicht auf den Ursprung des Universums bezieht. Sind alle diese Überlegungen richtig, so bringen sie die Hauptstütze der Urknalltheorie ins Wanken – wenn nicht gar zu Fall.

Der Orgonom Charles Konia hat vor 35 Jahren im Journal of Orgonomy die Hintergrundstrahlung als Äußerungsform der kosmischen Orgonenergie interpretiert und dabei auf Reichs Werk Äther, Gott und Teufel zurückgegriffen, welches 30 Jahre vorher veröffentlicht worden war. Während Hoyles und Wickramasinghes Hypothese von den Sternen ausgeht, deren freigesetzte Energie zuerst von den winzigen Staubteilchen in den Galaxien in Infrarotstrahlung und später von den Eisennadeln in Wärmestrahlung größerer Wellenlänge umgewandelt wird, interpretiert Konia die Hintergrundstrahlung schlicht als – Wärmestrahlung.

Die Hintergrundstrahlung ist demnach ein Phänomen, das man im Labor nachvollziehen kann. Innerhalb eines Orgonenergie-Akkumulators (ORAC) ist es wärmer als außerhalb, weil in ihm die Orgonenergie in einer höheren Konzentration vorliegt. Genauso ist, Konia zufolge, die kosmische Hintergrundstrahlung

einfach eine Messung von überschüssiger Wärme. Obwohl die Beziehung zwischen dieser Messung überschüssiger Wärme im Weltraum zur Temperaturdifferenz beim ORAC noch nicht ganz verstanden ist, gibt es anscheinend keinerlei tieferen Gründe, die Annahme in Frage zu stellen, daß das Phänomen eine unmittelbare Äußerungsform der kosmischen Orgonenergie im Weltraum ist, genauso wie die Temperaturdifferenz beim ORAC eine direkte Messung dieser Energie auf der Erde darstellt.

Unterstützt wird diese Interpretation durch einen Effekt, den vor 45 Jahren die beiden Physiker Rashid Sunyaev und Yakov Zel’dovich vorausgesagt hatten. Beim „Sunyaev-Zel’dovich-Effekt” oder „Schattenphänomen” handelt es sich darum, daß die „heißen Gase“ in Galaxienhaufen die Hintergrundstrahlung ein wenig energiereicher machen.

Zunächst wurden diese „Schatten“ bei bereits bekannten Galaxie-Clustern entdeckt. Nun sucht man nach solchen „Schatten“, um bisher unbekannte, d.h. im sichtbaren Licht nur sehr schwer beobachtbare Cluster ausfindig zu machen.

Galaxiehaufen sind nichts anderes als Orgonenergie-Konzentrationen, aus denen heraus sich Materie (die Galaxien) kondensiert hat. Die höhere Energiekonzentration äußert sich in der höheren Temperatur der Hintergrundstrahlung. (In der Abbildung unten steht blau ausnahmsweise für wärmer = energiereicher = „blauere“ Strahlung.)

Als letzte Stütze der Urknalltheorie bleibt die Interpretation der Rotverschiebung als Doppler-Effekt, die auch von Fred Hoyle und Chandra Wickramasinghe nicht in Frage gestellt wurde. Dieser Interpretation ist Courtney F. Baker 1970 im Journal of Orgonomy (unter dem Pseudonym Frederick Rosenblum) entgegengetreten.

Schon 1929 hatte Fritz Zwicky seine „Müdes-Licht-Hypothese“ vorgebracht, wonach das Licht auf seinem langen Weg durch das Universum an Energie verliert, „ermüdet“, und deshalb röter wird. Gegen Zwickys Theorie führt Edward R. Harrison (Kosmologie, Darmstadt 1983) jedoch folgende vier Einwände an:

  1. Es gibt in der bisherigen Wissenschaft keine erfolgreiche Erklärung dafür, warum das Licht ermüden sollte. Wäre z.B. die Wechselwirkung mit intergalaktischem Gas die Ursache, würde das Licht gestreut und punktförmige Lichtquellen verwischt werden. Und hypothetische Mechanismen, die man hier erfinden könnte, „sind selten ein attraktiver Ersatz für ein bekanntes Gesetz“.
  2. Für Harrison ist es merkwürdigerweise eine „seltsame Vorstellung“, daß das Universum nicht expandiert“ „Es ist unwahrscheinlich, daß dies stimmt, denn sie muß erklären, warum das Universum statisch ist und warum die Rotverschiebung (…) dieselbe für einen weiten Bereich von Wellenlängen ist.“
  3. Eine alternative Hypothese müßte genauso wie die Urknalltheorie auch die kosmische Hintergrundstrahlung erklären können.
  4. „In einem statischen Universum, in dem Strahlung ermüdet und mit wachsendem Alter röter wird, nimmt die Entropie ab, und noch niemandem ist es bisher gelungen zu sagen, wohin sie geht.“

Wie steht es nun um Bakers Theorie angesichts dieser Einwände? Durch den Komplex von Reichs ORANUR-Experimenten wissen wir, daß die Orgonenergie mit elektromagnetischer Strahlung wechselwirkt. Wir haben es also nicht nötig, irgendwelche Mechanismen zu erfinden! Und auch „die moderne theoretische Physik füllt in der Tat das Vakuum gern mit merkwürdigen Partikeln wie dem Higgs-Boson, so daß es nachgrade erstaunlich ist, daß man in einer klaren Nacht die Sterne sehen kann“ (Spektrum der Wissenschaft, Jan. 1987).

Darüberhinaus fallen aber auch Harrisons Einwände weg, daß Licht der Sterne würde durch ein hypothetisches Medium verwischt und daß ferner eine unterschiedliche Wirkung auf verschiedene Wellenlängen vorliegen müßte, denn die Orgonenergie besteht ja eben nicht aus Partikeln, die das Licht bei unterschiedlichen Wellenlängen brächen, sondern es ist ein ununterbrochenes Kontinuum.

Nicht die „Müdes-Licht-Hypothese“ ist wissenschaftlich inkonsistent, sondern die herkömmliche Erklärung der Rotverschiebung: das expandierende Universum, das durch die Rotverschiebung „entdeckt“ wurde, „erklärt“ die Rotverschiebung!

Das vierte Gegenargument entpuppt sich als größte Stütze der Bakerschen Erklärung: Die Rotverschiebung ist jener Prozeß, bei dem sich die sekundäre Energie in primordiale Energie zurückverwandelt! Dabei nimmt die Entropie ab und kehrt in den kosmischen Orgonenergie-Ozean zurück, aus dem sie im Verlauf des kosmischen Orgonenergie-Metabolismus hervorgegangen ist. Die Sterne nehmen das kosmische Orgon auf, wandeln es in sekundäre Energie um, die in Form von Licht abgestrahlt wird. Und während sich diese elektromagnetische Strahlung durch das Orgonenergie-Medium ausbreitet, fließt langsam die dem kosmischen Orgonenergie-Ozean entnommene Energie in diesen zurück. Dies äußert sich als Rotverschiebung.

Formell läßt sich das mit folgender Gleichung von Baker ausdrücken:

Dabei steht E für die Energie des auf der Erde registrierten Photons, E0, für die ursprüngliche Energie, die es bei der Ausstrahlung noch hatte, a für die Entfernung des abstrahlenden Objekts und K für die Konstante, die die Energieabsorption durch das kosmische Orgon ausdrückt.

Die Rotverschiebung z selbst kann man dann wie folgt ausdrücken:

Hier steht λ0 für die Wellenlänge, bzw. die Spektrallinie eines Elements im Laboratorium und λ im Licht der betreffenden Galaxie.

Aus Gleichung 1 und 2 ist ersichtlich, daß die Energieabsorption, und damit die Rotverschiebung, unabhängig von der Wellenlänge, bzw. der Frequenz des Lichts ist. Es ist jedoch die Frage, ob es sich bei K wirklich durchgehend um eine feststehende Konstante handelt.

Die Quasare haben sehr große Werte für die Rotverschiebung, die sogar über z = 1 und z = 2 liegen. Was deshalb so erstaunlich ist, weil ein Objekt mit z = 1 sich eigentlich mit Lichtgeschwindigkeit von uns fortbewegen müßte, was natürlich unmöglich ist. Die Physiker haben ihre Tricks, die unmöglichen Werte nachträglich zu normieren, aber das bedeutet immer noch, daß die Quasare extrem weit von uns entfernt liegen. Und das macht die Sache noch irrealer, als die z-Werte ohnehin schon sind. Denn diese angeblich so bannig weit entfernten Objekte sind einerseits sehr klein, was aus ihren extrem kurzen Perioden bei Strahlungsschwankungen ersichtlich ist, haben aber eine sehr große Strahlungsintensität: tausendfach stärker als tausendmal größere Galaxien! Es ist kein physikalischer Prozeß bekannt, der auf so kleinem Raum derartig alle Grenzen sprengende Energiemengen erzeugen könnte. Man kann sich kaum etwas bizarreres vorstellen als Quasare!

Aber bedeuten die sehr großen z-Werte unbedingt, daß die Quasare auch sehr weit entfernt liegen? K gibt an, wie stark die Energie des Lichts absorbiert wird, folglich müssen Objekte, die von einer sehr starken Orgonenergie-Konzentration umgeben sind, nach Gleichung 2 weiter entfernt erscheinen, als sie es in Wirklichkeit sind. Das könnte die Lösung des Quasar-Rätsels sein. Oder natürlich der oben angeschnittene Mechanismus, der aufgrund der Überlagerungsfunktion junge Materie intrinsisch rotverschoben macht.

Hier eine Darstellung, in der eine optische Hubble-Aufnahme eines Quasars mit der Radioaufnahme seines Jets zusammengefügt wurde:

Für die Urknalltheoretiker sehen wir hier, wenn man so sagen kann, den „Todesschrei“ von Materie, die in ein Schwarzes Loch im Zentrum des Quasars hineinstrudelt und dabei „zerstrahlt“. Der Student der Orgonomie sieht ganz im Gegenteil die Schöpfung von Materie, die ins Weltall hinausgeschleudert wird. Sozusagen den wahren „Urknall“!

Sehen wir vom Spezialfall der Quasare ab, kann man K natürlich einen bestimmten Wert geben. Bei Bakers Konstante K handelt es sich einfach um den Kehrwert der Hubble-Länge L, die sich wie folgt errechnet:

Dabei steht c für die Lichtgeschwindigkeit und H für die „Hubble-Konstante“, die die Beziehung zwischen der Entfernung a und der angeblichen Fluchtgeschwindigkeit v angibt:

Aus der Gleichung 3 und 4 ist zu ersehen, daß es sich bei der Hubble-Länge L, nach klassischer Vorstellung, um den „Radius des Universums“ handelt. Für uns ist es eine grundlegende Eigenschaft des kosmischen Orgonenergie-Ozeans.

Drückt man Hubble-Länge L in der natürlichen Längeneinheit Fermi (10-13 cm) aus, erhält man einen Wert von etwa 1040. An dieser „kosmischen Zahl“ N wäre nichts außergewöhnliches, würde sie nicht in 20 Gleichungen auftreten, die zusammengenommen den Aufbau des Universums bestimmen.

N entspricht nicht nur beispielsweise dem Verhältnis der Hubble-Länge zum klassischen Elektronenradius, sondern findet sich beispielsweise auch in dem Verhältnis des klassischen Elektronenradius zum Gravitationsradius eines Nukleons oder dem des Gravitationsradius eines Sterns zur Planck-Länge.

Zusammen mit dem Wert der Hintergrundstrahlung (2.7 K) und den Gleichungen 1 bis 4 drückt die kosmischen Zahl N grundlegende Eigenschaften der kosmischen Orgonenergie aus.

Interessant ist, was der österreichische Wissenschaftsredakteur Robert Czepel zum Urknall schreibt:

Daß es einen definitiven Anfang der Welt gegeben hat, entspricht unseren Intuitionen eher als die Vorstellung von einem ewig existierenden Universum. Unendlichkeiten sind nicht faßbar, ein Punkt Alpha als Beginn aller Dinge schon eher. Und drittens scheint sich dieses Szenario auch besser mit christlichen Schöpfungslehren zu vertragen. Sofern man den Urknall für jenen Punkt hält, wo die Physik in die Metaphysik übergeht, kann man sich auch auf einen unbewegten Beweger berufen, ohne territoriale Streitigkeiten mit den Kosmologen zu riskieren.

Der amerikanische Physiker Eric Lerner, einer der vielen Kritiker der Urknall-Theorie, halte den Urknall sogar „für nichts anderes als einen ‚altertümlichen Kataklysmus‘ – eine biblische Sintflut im wissenschaftlichen Gewand also“.

Als Beispiel für einen kosmologischen Ansatz ohne Urknall referiert Czepel die Studie „Cosmological Models with No Big Bang“ des Astrophysikers Wun-Yi Shu von der Tsing Hua Nationaluniversität in Taiwan.

In seinem sozusagen „asiatischen“ Weltmodell hätten wir ein ewiges Universum vor uns, in dem sich Perioden von Expansion (in einer solchen befinden wir uns gerade) mit Perioden der Kontraktion ständig abwechselten.

In diesem Universum wären Raum, Zeit und Masse miteinander verschränkt, d.h. Zeit und Raum sowie Länge und Masse könnten ineinander umgewandelt werden. Shu zufolge hingen diese beiden Prozesse von der Lichtgeschwindigkeit und der Gravitationskonstante ab, die keine „kosmischen Konstanten“ seien, sondern Variablen.

Als Beweis für seine Theorie führt Shu die Rotverschiebung bestimmter Supernovae an, die zur Postulierung der „dunklen Energie“ führte – und in seinem Modell überflüssig wird. Ich habe mich in Unbeantwortete Fragen der mechanistischen Wissenschaft bereits damit befaßt. Dort habe ich auch zum Ausdruck gebracht, was ich von derartigen Weltmodellen halte.

Was Shus Theorie für uns interessant macht, ist zunächst sein „pulsierendes Universum“.

Der Orgonom Charles Konia bot 1989, neben der Einwirkung der Orgonenergie auf das Licht, als zweite Erklärungsmöglichkeit für die Rotverschiebung der Galaxien einen Doppler-Effekt aufgrund eines als ganzem pulsierenden und sich gegenwärtig in einer Expansionsphase befindlichen kosmischen Orgonenergie-Ozeans an („The Creation of Matter in Galaxies: Part 2“, Journal of Orgonomy, May 1989). In einer kurzen Einführung in die Orgonomie gab zuvor Elsworth F. Baker die Theorie eines pulsierenden Universums sogar als den Beitrag der Orgonomie zur Kosmologie an (Was ist Orgonomie?).

Noch interessanter ist die von Shu postulierte Umwandlung von physikalischen Größen ineinander.

Reich hat die entsprechenden orgonometrischen Transformationen für Länge und Masse formuliert. Siehe dazu Das ORANUR-Experiment II.

In den letzten Jahren haben die beiden Orgonomen Robert Harman und Charles Konia das entsprechende für Zeit und Raum geleistet. Siehe dazu im IV. Kapitel von Orgonometrie: Teil 1: „Das Wesen von Raum und Zeit“ den Abschnitt „Jenseits der Bewegung“.

Kosmische Überlagerung

24. Juni 2015

An sich hat sich seit Kant (sic!) nichts an der Theorie über die Entstehung des Sonnensystems geändert. Eine primordiale Staubwolke ist in Drehung geraten, wurde dazu zu einer Art „Diskus“, aus dessen mittlerer Ausbuchtung die Sonne wurde, während sich in der flachen Scheibe um den mittleren Gasball herum Ringe abschnürten, die sich schließlich zu den Planeten verdichteten. Das alles nach rein mechanischen Gesetzen.

Beim nahen Stern Ypsilon Andromedae A hat man entdeckt, daß zwei seiner Großplaneten, die man bereits vorher beobachtet hatte, in einem Winkel von etwa 30° zueinander um ihn herum kreisen:

Das stellt die bisherige Theorie über die Entstehung von Sonnensystemen in Frage. Als mögliche Erklärungen für die Bahnstörungen werden Bewegungen von Planeten ins Sternensystem hinein oder aus ihm heraus oder der Einfluß durch den Begleitstern Ypsilon Andromedae B genannt. Diese Theorien sind ziemlich willkürlich und können zu keinerlei tieferen Erkenntnissen führen.

Auf den ersten Blick sieht die Lage der orgonomischen Theorie auch nicht viel besser aus, der zufolge Planetensysteme ein Produkt von Überlagerung sind. Auch hier bewegt sich alles in einer Scheibe, die in einer Richtung rotiert. Betrachtet man Reichs Theorie jedoch etwas genauer, sieht die Sache weitaus differenzierter aus.

Demnach wird unser Sonnensystem von zwei Energieströmen bestimmt, die sich in einem Winkel von 62° zueinander befinden: der Äquatoriale Orgonenergie-Strom und der Galaktische Orgonenergie-Strom.

Der Orgonom Robert Harman hat ausgeführt („Celestial Motion, Part II“, Journal of Orgonomy, 27[2], 1993) wie die Überlagerung dieser beiden Orgonenergie-Ströme zur Neigung der Ekliptik von 23,4° führt und daß die Neigungswinkel der anderen Planeten im Sonnensystem, obwohl sie teilweise drastisch von diesem Wert abweichen, doch eine mathematisch gesetzmäßige Beziehung zu dieser Überlagerung haben. (Harman zeigt, daß der „Äquatoriale“ Energiestrom das gesamte Sonnensystem umfaßt.)

Aus orgonomischer Warte könnte die Neigung der Planetenbahnen von Ypsilon Andromedae A (also nicht nur der Planeten wie in unserem Sonnensystem, sondern der Planetenbahnen selbst!) ebenfalls auf die Überlagerung des Galaktischen Orgonenergie-Stroms mit dem Äquatorialen Orgonenergie-Strom zurückzuführen sein. (Harman zeigt auch, daß der Äquatoriale Strom unsere Galaxie umfaßt.)

Geht man von der Existenz der Orgonenergie aus, ist diese Betrachtungsweise weitaus naheliegender als das willkürliche „Billardspiel“ der mechanistischen Astronomen!

Ein entsprechendes Fragezeichen kann man hinter die konventionelle Theorie der Galaxien-Entstehung setzen.

Der Astronom Pavel Kroupa von der Universität Bonn hinterfragt aufgrund von Beobachtungen über die Nachbargalaxien, die die Milchstraße, d.h. unsere Galaxie, umgeben, die Existenz der Dunklen Materie. Zur Lokalen Gruppe gehören der Andromedanebel und 24 kleine Galaxien, sogenannte Satellitengalaxien.

Die Forschergruppe um Professor Kroupa konnte zeigen, daß die Satellitengalaxien in einer Scheibe angeordnet sind und sich wie Planeten auf einer Ebene um die Milchstraße und den Andromedanebel drehen.

Aus Sicht der klassischen Standardkosmologie, die weitgehend auf der Vorstellung der Dunklen Materie beruht, wird diese Scheibe nicht erwartet, vielmehr müßten die Satellitengalaxien kreuz und quer um Milchstraße und Andromedanebel herumkreisen.

Wie Reich dargelegt hat, entstehen Galaxien wahrscheinlich dadurch, daß zwei kosmische Orgonenergie-Ströme aufeinandertreffen und sich spiralförmig überlagern. Dadurch ist eine Fläche im Raum gegeben, auf der es zu vielen kleineren Überlagerungen kommt.

Auf kleinerer Ebene entstehen so innerhalb der Galaxien die scheibenförmigen Sonnensysteme und auf einer größeren Ebene außerhalb der Galaxien die erwähnten scheibenförmig angeordneten „Satellitengalaxien“.

Was Andromeda betrifft habe ich in Überlagerung und Teilung von galaktischen Systemen folgendes angemerkt:

Jeder unvoreingenommene „Laie“, der die beeindruckenden Satellitenbilder von Hurrikanen betrachtet, muß unwillkürlich an eine Spiralgalaxie denken. (…) In diesem Zusammenhang ist bemerkenswert, daß Spiralgalaxien häufig paarweise auftreten, wobei eine Galaxie gewöhnlich deutlich größer ist als ihr Partner, außerdem drehen sie sich meist in entgegengesetzter Richtung, eine im Uhrzeigersinn, die andere entgegengesetzt. Als Beispiel ließe sich das Paar Milchstraße/Andromedanebel anführen. Spontan muß man an Hoch- und Tiefdruck-Gebiete denken.

Die von dem Orgonomen Robert Harman dargelegte Kosmologie (siehe meinen soeben zitierten Aufsatz) unterscheidet sich aufgrund der neueren astronomischen Erkenntnisse seit den 50er Jahren zwar stark von Reichs Darlegungen, aber auch er sagt aus ganz anderen Überlegungen heraus die Organisation der Galaxien in virtuellen Flächen voraus.

Reich hat seine Theorie zur Entstehung von Galaxien 1951 in seinem Buch Cosmic Superimposition (Die kosmische Überlagerung, Frankfurt 1997) auf fünf Druckseiten im Kapitel „Superimposition in Galactic Systems“ (Überlagerung in galaktischen Systemen) das erste Mal dargelegt.

Als erstes Beispiel für die „Überlagerung“ kosmischer Ströme präsentiert Reich die Galaxie M 101. Sie sieht in etwa wie folgt aus:

Hierzu schreibt Reich:

Mindestens vier Arme sind deutlich auszumachen, möglicherweise besteht aber das gesamte System aus fünf oder sechs Armen. Am spiralförmigen Bewegungsverlauf, wie ihn die Fotographie belegt, kann es keinen vernünftigen Zweifel geben. Es ist ein überaus beeindruckendes Bild der KOSMISCHEN ÜBERLAGERUNG von mehr als zwei kosmischen Orgonenergieströmen. Im Zentrum, wo die verschiedenen Ströme miteinander verschmelzen, erkennen wir die nahezu kreisrunde Form des zukünftigen „Kerns“. Dies ist der wachsende, anfangs scheibenförmig abgeflachte Kern des galaktischen Systems.

Reich zufolge wird die Form der Galaxien vom Winkel bestimmt, mit dem die sich überlagernden Orgonenergie-Ströme aufeinandertreffen. In dem erwähnten Kapitel von Die kosmische Überlagerung präsentiert er entsprechende Skizzen.

Hier detaillierte Infrarotaufnahmen von sechs Spiralgalaxien. Im Bereich des Infraroten („Wärmestrahlung“) sieht man sozusagen die „Skelette“ der Galaxien: die nackten Sterne, ohne Verzerrungen der Spiralgestalt durch „kalten“ Staub und Gase. Bis heute wissen die Astronomen nicht, was die Sterne veranlaßt hat, sich in derartigen Spiralstrukturen zusammenzufinden. Die Infrarotaufnahmen der ESO sollen zum Verständnis der zugrundeliegenden Vorgänge beitragen.

Die erste Aufnahme in der Bildfolge unten zeigt NGC 5247, die zweite M 100 (NGC 4321). Es folgt als drittes Bild NGC 1300, das prototypische Beispiel einer „Balkengalaxie”.

In der unteren Reihe macht als viertes Bild NGC 4030 den Anfang. Am Ende stehen NGC 2997 und schließlich NGC 1232, das als Zwischending zwischen einer Balkengalaxie und einer normalen Spiralgalaxie klassifiziert wird.

Die ersten beiden Darstellungen zeigen, wie Reich mit diesen Aufnahmen umgegangen wäre. Die roten Pfeile sollen die Richtung der sich überlagernden Orgonenergie-Ströme aufzeigen. Ich habe sie in Anlehnung an Reichs entsprechende Darstellungen in Die kosmische Überlagerung eingezeichnet. Auch ist zu bedenken, daß sich die Galaxien ja schließlich wie Feuerräder drehen.

Es bleibt das Einströmen der blauen Orgonenergie hin zu einem meist orangefarbenen ORANUR-Kern. Für NGC 1232, die letzte Galaxie der obigen Bildfolge, sieht das wie folgt aus:

So ungefähr wird sich auch unsere eigene Milchstraße von außen präsentieren:

Die DOR-Menschen (Teil 1)

27. Mai 2015

2006 hat der Astronom Sean Raymond von der University of Colorado, Boulder, darauf hingewiesen, daß entgegen pessimistischer Einschätzungen die neusten Modelle der Planetenentstehung darauf hinauslaufen, daß jedes dritte bisher entdeckte Planetensystem einen erdähnlichen Planeten beinhalten könnte.

Obwohl es im Laufe der letzten Jahre ein gewisses Auf und Ab in der Einschätzung der Häufigkeit bewohnbarer Planeten gegeben hat, wird unterm Strich das Rätsel immer aktueller, warum wir nicht schon längst von außerirdischen Raumschiffen besucht werden!

Ja, es ist wirklich so, auch wenn uns die populärwissenschaftlichen Medien das Gegenteil weismachen wollen. Wie ich in Ea und die Wellenfunktion ausgeführt habe, ist es aus „streng wissenschaftlicher Sicht“ ein echtes Problem, daß es keine Besucher von fernen Planeten gibt! Oder sind wir doch stärker in die galaktische Realität verwoben, als wir ahnen? Vielleicht sind ja die angeblich „kritischen Geister“ doch nicht so „schlau“, die es fertig gebracht haben, daß im Vergleich zu früher die meisten Menschen über UFOs und Außerirdische nur noch müde lächeln können.

Immerhin gibt es immer wieder Stimmen der Vernunft:

Der britische Kosmologe Stephen Hawking hat erneut vor einer technisch überlegenen Zivilisation im All gewarnt, die mit feindlichen Absichten die Erde unterwerfen könnte. (…) Wenn Außerirdische die Erde besuchen würden, könne man das womöglich mit Columbus’ Entdeckung Amerikas und der darauf folgenden Kolonialisierung vergleichen (…) „Solche fortschrittlichen Aliens wären vielleicht Nomaden, die darauf aus sein könnten, was immer sie erreichen können, zu erobern und zu kolonisieren“, führte der Physiker seine Warnung aus (…).

Es bedarf danach nur noch eines Schrittes: Leute vergeßt Raumschiff Enterprise und ähnliche „Space Operas“! Wie jeder weiß, der überhaupt irgendetwas mit Technik zu tun hat, sind mechanische und elektronische Systeme aber einem gewissen Grad der Komplexität prinzipiell derartig störfällig, daß es schon einem Wunder gleicht, daß ein einfaches Büro funktioniert – tatsächlich funktioniert praktisch nie alles reibungslos.

Etwas derartig Komplexes wie „intergalaktische Raumfahrt“ kann nur so funktionieren, wie uns das UFO-Phänomen entgegentritt: auf eine Weise, die, wenn überhaupt an irgendetwas, dann an die „Parapsychologie“ gemahnt.

Es wird kein „Independence Day“ a la Hollywood geben, sondern eher etwas, was Reich in Contact with Space (Das ORANUR-Experiment II) beschrieben hat: die schleichende und „unheimliche“ Verwandlung des Planeten in eine Wüste. Oder mit anderen Worten: das, wovor Hawkins warnt, ist vielleicht schon längst eingetreten!

Von dieser Warte aus, kann ich auch Szenarien wie die folgende durchaus ernstnehmen:

Offenbar arbeitet die US-Luftwaffe mit den Außerirdischen zusammen, offenbar benutzt sie die von Reich entwickelte Technologie und offenbar gibt es eine Verschwörung, um all dies geheim zu halten. Reichs aberwitzigsten „Wahnvorstellungen“ aus den letzten Jahren seines Lebens könnten sich als vollkommen realitätsgerecht erweisen. Reichs einziger grundlegender Irrtum lag wohl in der Annahme, daß die US-Luftwaffe vertrauenswürdig ist. Nicht nur, daß sie ihn, Reich, vor die Hunde gehen ließ, sondern offenbar verraten sie bis heute die gesamte Menschheit.

Die Atomskandale in den USA (man denke nur an die seit der Clinton-Zeit publik gewordenen Menschenversuche) und der ehemaligen UdSSR zeigen, wie bestimmte Regierungskreise unter dem Deckmantel der nationalen Sicherheit (Kalter Krieg) sich zu einer regelrechten Mafia entwickelt haben. Am Ende seiner Präsidentschaft warnte Eisenhower das amerikanische Volk vor dem militär-industriellen Komplex, der sich jeder Kontrolle entziehe.

Nachdem sie ein Monopol über die Atomenergie erlangt und mit dem Plutonium alle Menschen und sogar alle zukünftigen Generationen als Geiseln genommen hatten, wandten sie sich der kosmischen Lebensenergie zu, mit der man z.B. die Gravitation überwinden kann. Alle freie Lebensenergie-Forschung wurde behindert, heruntergespielt und lächerlich gemacht, um ein neues Monopol zu erlangen. Genau das gleiche trifft auf die UFO-Forschung zu. Reich ist diesem Machtspiel zum Opfer gefallen.

Werden wir alle, die gesamte Menschheit, von diesen machtbesessenen Kindsköpfen verraten? Eines der wildesten UFO-Legenden lautet wie folgt:

Die Regierung der USA arbeite mit den Außerirdischen zusammen. Es wäre eine Art „Handelsabkommen“ abgeschlossen worden. Anfang der 1970er Jahre sei man miteinander übereingekommen, daß die Außerirdischen „uns“ ihre Technologie zugänglich machen, wenn wir es im Gegenzug tolerieren, daß sie unsere Entwicklung untersuchen, indem sie Menschen entführen und individuell begutachten. Die US-Regierung habe den Außerirdischen einige unterirdische Militärbasen überlassen, in denen die Außerirdischen ihre Technologie installierten. Um die Erdbevölkerung auf eine enge Zusammenarbeit mit den „Brüdern aus dem All“ vorzubereiten, habe die US-Regierung Publikationen und Filme wie Spielbergs Begegnung der dritten Art heimlich gesponsert.

Doch Anfang der 1980er Jahre sei die Situation der US-Regierung vollkommen aus den Händen geglitten und sie stand vor einem Scherbenhaufen, als sich nicht nur herausstellte, daß von einem „Technologie-Transfer“ keine Rede sein konnte, sondern daß die Außerirdischen weit mehr Menschen entführten, als sie der US-Regierung wie vereinbart namentlich meldeten. Darüber hinaus hätte man festgestellt, daß die Außerirdischen bei vielen Entführungsopfern Sonden in die Nase eingeführt und kleine Kugeln als Aufzeichnungs- wenn nicht sogar Steuerungselemente in das Gehirn ihrer Opfer verpflanzten; daß sie den Menschen posthypnotische Befehle für einen späteren Zeitpunkt eingaben und außerdem auch noch die armen Entführungsopfer für bizarre genetische Kreuzungsexperimente zwischen Außerirdischen, Mensch und Tier mißbrauchten.

Als die US-Regierung gemerkt habe, daß sie einem Täuschungsmanöver aufgesessen war und dadurch das Überleben der Menschheit in Gefahr gebracht hatte, hätte sie das SDI-Projekt in Angriff genommen, das in Wirklichkeit für die Abwehr einer außerirdischen Invasion bestimmt sei. Zum Glück gäbe es aber neben diesen bösen Außerirdischen auch „gute Außerirdische“, die genauso wie Menschen aussehen. Mit ihnen verbündet sei eine andere „sehr große Rasse, die wie Menschen aussehen, aber 2,10 oder 2,40 m groß sind“ (Timothy Green Beckly: MJ-12 & The Riddle of Hangar 18, New Brunswick, N.J. 1989).

Ist es nicht auffallend, daß in Kino und Fernsehen vom lieben „E.T.“ keine Rede mehr war; wir psychologisch nicht mehr auf eine kosmische Verbrüderung, sondern einen interplanetaren Krieg vorbereitet werden? Wie in Zukunft mit der Orgonomie umgegangen werden wird, wird zeigen, ob ein wirklicher Umschwung eingetreten ist oder ob der Verrat anhält.

Vielleicht ist derartiges einfach nur vollständiger Quatsch. Der Punkt ist, daß solche Szenarien eine reale Möglichkeit sind und daß jene, die jetzt hämisch grinsen, die wahren Trottel sein könnten. Ihre Heimat wird erobert und kolonisiert, ohne daß sie auch nur ahnen, wie ihnen geschieht…

Reich hat die Insassen bzw. „Piloten“ von UFOs, die UFOnauten, als „CORE-Menschen“ (Wesen, die ingenieursmäßig mit dem Orgon umgehen) bezeichnet. Jerome Eden hat das später durch einen weniger mißverständlichen Begriff ersetzt. Für ihn waren es „DOR-Menschen“, da, wie Reich entdeckt hat, diese offensichtlich das DOR dem Orgon vorziehen. Sie ähneln darin den Ameisen: ähnlich wie UFOnauten DOR bevorzugen, errichten Ameisen ihre Haufen grundsätzlich über radiästhetischen Reizzonen, die der gesunde Mensch instinktiv flieht.

Auch ansonsten gibt es viel, was die Insekten mit DOR verbindet. So geht man davon aus, daß einige Insektenarten zusammen mit verwandten Arten wie den Skorpionen im Gegensatz zu den Wirbeltieren einen weltumspannenden Atomkrieg überleben würden. Außerdem entsprechen die Insekten ganz dem von Reich beschriebenen sekundären Leben, das unter dem ständigen Druck von DOR entsteht. Reichs Beschreibung der Kakteen in „Die emotionale Wüste“ (Ausgewählte Schriften), mit ihrer lederartigen äußeren Panzerung, ihrer röhrenförmigen Morphologie und ihren Stacheln entspricht ganz dem chitingepanzerten Insekten mit ihren stacheligen Fortsetzen (Fühler, Beine, Kauwerkzeuge und Stacheln). Auch die UFOnauten, bzw. DOR-Menschen hat man ihrem inneren Aufbau nach und auch etwas von ihrer äußeren Gestalt her mit Insekten verglichen.

Das rätselhafte Größerwerden des Menschen in aufeinanderfolgenden Generationen seit dem Zweiten Weltkrieg zeigt, daß offensichtlich schon heute ORANUR so stark auf uns einwirkt, daß sich unsere körperliche Struktur verändert und die Kinder in die Höhe schießen. Theoretisch müßte auf diese Reaktion auf ein übererregtes Orgon das genaue Gegenteil folgen. Wenn sich ORANUR immer mehr in DOR umwandelt, werden die Menschen immer kleiner, bis wir Zwerge mit übergroßen Köpfen vor uns haben: die typischen UFOnauten.

Bei den DOR-Menschen scheint es viele unterschiedliche Formen, bzw. „Rassen“ zu geben, wobei sich zwei Hauptformen herauskristallisieren: eine kleinere gedrungenere und eine größere langgestreckte schlanke. Der schlankere Typ der DOR-Menschen ist etwa 1,50 Meter groß, die kleineren zwischen 1,00 und 1,40 Meter. Das Körpergewicht beträgt etwa 25 Kilogramm. Sie besitzen zwei lange und zwei kurze Finger, keinen Daumen. Sie haben spitze, dolchartige Fingernägel. Zwischen den Fingern tritt so etwas wie „Schwimmhäute“ auf. Wie man sagt, wirken sie wie „gutentwickelte Menschenembryonen“.

Interessanterweise sieht entsprechend auch der Mensch wie ein „gutentwickeltes Affenembryo“ aus. Hauptmerkmal unserer Entwicklung vom Affen zum Menschen war natürlich die Zunahme an Hirnvolumen. Die mit diesem quantitativen und qualitativen (steigende Komplexität) Wachstum des Gehirns einhergehende höhere Energieladung scheint bei den DOR-Menschen ins Extrem gegangen zu sein. Den Beschreibungen zufolge haben die UFOnauten riesige überproportionale Köpfe mit „hochenergetischen Augen“. Jerome Eden schreibt dazu folgendes:

Der Kopf der Außerirdischen wurde als „nach menschlichen Maßstäben groß beschrieben, verglichen mit der Größe von Körper und Gliedern“. Er macht den Eindruck, wie man so schön sagt, eines typischen „Eierkopfes“, mit einem enormen Schädel, was darauf hinweist, daß sich der Kopf zu einen Kraftspeicher entwickelt hat, der die biologische Energie aus dem schwachen Körper, Hals und Armen abzieht. Die Augen, die eine direkte Verlängerung des Gehirns sind, sind ebenfalls sehr groß, tiefsitzend und schrägliegend. Die Fähigkeit ihre Gehirn- und Kopfenergie zu benutzen, um Energie von einem Erdenmenschen abzuziehen, wurde reichlich dokumentiert. Viele Augenzeugen berichteten, sie wären fast sofort in Hypnose gefallen, nachdem sie in die machtvollen Augen der Außerirdischen geblickt haben. (EDEN Bulletin 6[2])

Eden fährt fort:

Diese Außerirdischen sind im Grunde „Gehirnmenschen“, denen es an allen natürlichen Gefühlsäußerungen fehlt, wie wir sie kennen. Man hat sie nie Lachen, Weinen, bei der Äußerung unverfälschter Liebe oder von rationaler Wut gesehen. Kurz gesagt sind sie vollkommen bar jedes emotionalen Lebens und drücken sozusagen die kalt berechnende Haltung der typischen Robot-Maschine aus. Wie sie diese körperlichen Merkmale entwickelt haben oder warum, ist ein großes Rätsel. Sie vermitteln den Eindruck von fast künstlichen Organismen, einem Amalgam von etwas einst „Menschlichem“, das künstlich in eine Entwicklung gepreßt wurde, die entfernt menschlich aber insgesamt mechanisch ist – der mechanische Herren-Geist, der durch den anhaltenden Kontakt mit dem Mechanischen selber zur Maschine geworden ist.

Die Verbindung zum gehirnzentrierten mechanistischen Charakter (der modern liberal [siehe Der politische Irrationalismus aus orgonomischer Sicht]) ist offensichtlich, insbesondere was das Überwiegen von Sensationen gegenüber Emotionen betrifft. Eine seiner Grundcharakteristiken ist seine Flucht vor der Genitalität, die sich gerade darin ausdrückt, daß er die Sexualität leicht nimmt. Oberflächlich macht es einen sexualbejahenden Eindruck, in Wirklichkeit ersetzt aber sein Gehirn immer mehr das Genital. Reichs Schüler Elsworth F. Baker schreibt hierzu:

Sein Gehirn ist sein Ersatz für genitale Potenz; es gibt ihm eine Grundlage dafür, sich überlegen zu fühlen, ähnlich wie der Mensch mit einem phallischen Charakter seinen erigierten Penis benützt, um sich überlegen zu fühlen. (…) Anstelle der phallischen Verachtung benützt der Liberale intellektuelle Verachtung, Arroganz und geschickte verbale Kastration.

Und weiter:

Man kann sein Interesse an Pornographie verstehen, die im Grunde ein intellektualisiertes Ventil für Sexualität ist. (Der Mensch in der Falle)

Sein Gehirn wird zum „intellectualiced sexual outlet“ – zum Ersatz für das Genital. Man betrachte dazu das Orgonom, bei dem es zwei „Ausgänge“ für die Energie gibt: die Kreiselwelle verläßt den Körper am Kopfende („intellektualisiertes Ventil“) oder am Schwanzende („genitales Ventil“) (siehe Reichs Darstellung des „lebendigen Orgonoms“ in Die kosmische Überlagerung, S. 63).

Orgonometrie (Teil 1): Kapitel II.2.a.

1. Mai 2015

orgonometrieteil12

II. Der orgonomische Funktionalismus

1. Die orgonotische Strömung

a. Orgonotischer Kontakt

b. Die funktionelle Identität von objektiven Vorgängen und subjektivem Erleben

c. Varianten der orgonotischen Strömung

d. Die Grundlage der Psychoanalyse

e. Die Grundlage der Orgontherapie

2. Die kosmische Überlagerung

a. Die Galaxien

Orgonometrie (Teil 1): Kapitel II.1.d.

23. April 2015

orgonometrieteil12

II. Der orgonomische Funktionalismus

1. Die orgonotische Strömung

a. Orgonotischer Kontakt

b. Die funktionelle Identität von objektiven Vorgängen und subjektivem Erleben

c. Varianten der orgonotischen Strömung

d. Die Grundlage der Psychoanalyse

Unbeantwortete Fragen der mechanistischen Wissenschaft

9. Februar 2015

Es ist immer wieder verblüffend, wie die moderne Astronomie aus isolierten Beobachtungen weitreichende Schlüsse über Struktur und Dynamik des gesamten Universums zieht. Das fing mit der Interpretation der Rotverschiebung an („das Universum ist aus einem Urknall hervorgegangen und expandiert noch immer“) bis zur Postulierung der Dunkelenergie („die Expansion beschleunigt sich“).

Das Problem, das zur Postulierung der Dunkelenergie führte, stellte sich wie folgt dar:

Bestimmte Supernovae leuchteten zu schwach, jedenfalls nach den Voraussagen des kosmologischen Standardmodells. Daraufhin kamen die Astronomen auf die Idee, daß sich das Universum nicht nur ausdehnt, sondern sich diese Ausdehnung auch beschleunigt, was die unerklärliche Lichtschwäche der Supernovae erklären würde. Als Grund für diese Beschleunigung der Expansion postulierte man wiederum die besagte „Dunkelenergie“.

Eine Forschergruppe an der Carnegie Institution in Washington, D.C. meint, auf diese Ausweitung des kosmologischen Standardmodells verzichten zu können. Dabei griff sie auf neuere Entdeckungen über den „kosmischen Staub“ zurück. Ein bestimmter Kohlenstoffstaub absorbiere die Wellenlängen im nahen Infrarotbereich, in denen jene Supernovae leuchten, deren Beobachtung zur Postulierung der beschleunigten kosmischen Expansion geführt hatte. Dergestalt wäre die Dunkelenergie überflüssig geworden.

Der mechano-mystische Charakter der gegenwärtigen Wissenschaft kann kaum deutlicher zutage treten. Es ist ein ständiger Wechsel zwischen absurden Theorien, die dem Hirn eines Science Fiction-Autors entsprungen sein könnten, einerseits und grob mechanischen Erklärungen, die wirklich jede Faszination, die von der Wissenschaft ausgehen kann, im Keim ersticken.

Die generelle Rotverschiebung interpretierten wir als Absorption der elektromagnetischen Wellen gleichmäßig über das gesamte Spektrum hinweg (siehe Überlagerung und Teilung in galaktischen Systemen). Es ist offensichtlich, daß die kosmische Orgonenergie nicht nur die vermeidliche Expansion, sondern auch deren angebliche Beschleunigung ohne absonderliche Ad-Hoc-Theorien, und ohne das gesamte Universum durcheinanderzuwirbeln, erklären könnte.

Die Entdeckung der Orgonenergie bietet jede Menge Möglichkeiten, um „unerklärliche“ astronomische Phänomene auf eine nachprüfbare und vor allem einfache, d.h. „ökonomische“ Weise zu erklären. Man muß nicht das gesamte Universum in Bewegung setzen, um Variationen im Leuchtverhalten von Sternen und Galaxien zu erklären! Das zeigt beispielhaft das „MAGIC-Problem“, das zu den 13 unbeantworteten Rätseln der Wissenschaft gehört, die vor einigen Jahren in New Scientist präsentiert wurden. Hier mögliche orgonomische Antworten:

1. Eines der größten Probleme bei der Ausarbeitung von Überlagerung und Teilung in galaktischen Systemen war die Erklärung der über das gesamte elektro-magnetische Spektrum hinweg gleichen Rotverschiebung als Wechselwirkung zwischen sekundärer Strahlung und primärer Orgonenergie. Man würde erwarten, daß kurzwelligere Strahlung (insbesondere Gamma-Strahlung) eine signifikant größere ORANUR-Reaktion im kosmischen Orgonenergie-Ozean hervorruft als kurzwellige, etwa Radiostrahlung. Was die Rotverschiebung betrifft, ist das nicht der Fall. Andererseits gibt es das MAGIC Teleskop auf La Palma, mit dem nachgewiesen wurde, daß Gammastrahlung signifikant länger zur Erde braucht als niederfrequente Strahlung. Aus mechanistischer Sicht ist das unerklärlich und absolut verheerend für die Spezielle Relativitätstheorie. Für die Orgonomie hingegen kommen die „MAGIC-Ergebnisse“ wie gerufen! Ich zitiere New Scientist:

2005 untersuchten Forscher am MAGIC Gammastrahlen-Teleskop auf La Palma (Kanarische Inseln) Gammastrahlen-Ausbrüche, die vom Schwarzen Loch im Zentrum der eine halbe Milliarde Kilometer entfernt liegenden Galaxie Markarian 501 ausgestrahlt wurden. Die energiereiche Gammastrahlung der Ausbrüche erreichte das Fernrohr 4 Minuten später als Strahlen niedrigerer Energie. Beide Teile des Spektrums sollten jedoch zur gleichen Zeit ausgestrahlt worden sein. Ist das zeitliche Zurückbleiben darauf zurückzuführen, daß energiereichere Strahlung den Raum langsamer durchquert? Das würde keinen Sinn machen, da es einer der Hauptdoktrinen der Speziellen Relativität widersprechen würde. Einstein zufolge durchquert jedwede elektromagnetische Strahlung das Vakuum mit der kosmischen Höchstgeschwindigkeit – der Lichtgeschwindigkeit. Die Energie der Strahlung sollte dabei vollkommen irrelevant sein. (…) Das Mysterium hat sich im letzten Jahr mit dem Start des Fermi Gammastrahlen-Weltraumteleskops der NASA weiter vertieft. Es hat hochenergetische Photonen beobachtet, die bis zu 20 Minuten später von einer 12 Milliarden Lichtjahre entfernten Quelle angekommen sind als lebhaftere niedrigenergetische Photonen.

2. In Überlagerung und Teilung in galaktischen Systemen wird gezeigt, daß die 3 Kelvin-Hintergrundstrahlung direkter Ausdruck der kosmischen Orgonenergie ist, ähnlich wie ja auch ein Orgonenergie-Akkumulator unter idealen Bedingungen etwa 3 Kelvin wärmer ist als seine Umgebung. Die beobachtete Struktur in dieser Hintergrundstrahlung spiegelt die unterschiedliche Verteilung der kosmischen Orgonenergie wider. 2005 wurde zusätzlich die „Axis of Evil“ entdeckt: die besagte feine Struktur der Hintergrundstrahlung scheint in eine bestimmte Richtung im Raum zu zeigen. Eine Erklärungsmöglichkeit wäre, daß man nicht alle Bewegungen der Erde (um die Sonne, die sich wiederum um den Galaxiekern dreht, der sich wiederum in Richtung des Virgo-Clusters bewegt) korrekt abgezogen hat. Wie immer auch die Erklärung letztendlich sein mag: das Universum hat mehr Struktur und großräumige Bewegungen als von den Mechanisten angenommen wurde. Es ist alles andere als isotrop und starr. Oder mit anderen Worten: statt „Entropie“ herrscht das Orgonomische Potential.

3. Dafür, daß es den „Urknall“ nie gegeben hat, spricht auch der „Dark Flow“. Es handelt sich dabei um eine Gruppe von Galaxie-Haufen, die mit unerklärlich großer Geschwindigkeit einer Struktur zuströmen, die größer sein muß, als alles, was im Universum beobachtet wird. Für ein solch gigantisches Gebilde, das die entsprechende ungeheure gravitative Wirkung zeitigt, ist innerhalb der „Urknall-Kosmologie“ schlichtweg kein Platz. Für den Studenten der Orgonomie handelt es sich beim „Dark Flow“ um einen gigantischen Orgonenergie-Strom.

4. Im Eozän, das vor 56 Millionen Jahren begann und vor 34 Millionen Jahren endete, war die Erdtemperatur dermaßen hoch, daß die beiden Pole des Planeten 15 bis 20 Grad Celsius warm waren. Kann es sein, daß die Sonne doch nicht so stabil („mechanisch“) vor sich hin brennt, wie wir glauben, sondern es zu gewaltigen Fluktuationen kommen kann? Wieder: alles deutet auf Bewegung, Änderung und Pulsation hin. Und hier eine Studie über die Einwirkung der Sonne auf das Klima. Leute, vergeßt den pseudowissenschaftlichen und betrügerischen Schwachsinn mit den Treibhausgasen!

5. Satelliten werden bei „Swingby-Manövern“ auf eine Weise beschleunigt, die weder durch die klassische Mechanik, noch durch die Allgemeine Relativitätstheorie erklärt werden kann. Beim Swingby-Manöver wird beispielsweise die Gravitation der Erde benutzt, um vorbeifliegenden interplanetaren Satelliten einen zusätzlichen Schub zu geben. Sie werden sozusagen ins Weltall geschleudert. Ob die unerklärliche zusätzliche Beschleunigung, die sie dabei erfahren, Reichs in Die kosmische Überlagerung dargelegte Theorien bestätigt? Die Mechanisten geben als wahrscheinlichste Erklärung die „Dunkelmaterie“ an, die sich in der Nähe von normaler Materie akkumuliert – was der Orgonenergie ziemlich nahe kommt.

426px-Haeckel_Ascidiae6. Was kommt dabei heraus, wenn man einen Wellensittich mit einem Maulwurf kreuzt? Die Frage ist einfach lächerlich, aber tatsächlich gibt es ein Lebewesen, das offenbar auf eine entsprechende Weise entstanden ist: die Seescheide. 2005 stellte man fest, daß ihre DNS zur Hälfte aus „Seeigel“ und zur anderen Hälfte aus „Lanzetfischchen“ besteht. Irgendwann muß sich also ein primitiver Urfisch mit einem Seeigel gepaart haben – bzw. im Wasser wurde ein Ei des einen vom Spermium des anderen befruchtet. Wie ist es möglich, daß daraus eine ganze Tierklasse, eben die Seescheiden, hervorgehen konnte? In Biologische Entwicklung aus orgonomischer Sicht wird gezeigt, daß neben der „mechanischen“ Genetik eine andere alle Arten umfassende „organisierende“ Kraft wirksam sein muß. Sie sorgt u.a. für die Orgonom-Form fast aller Lebewesen und ihrer Organe. Offenbar kann sie auch aus mechanistischer Sicht unvereinbare genetische Materialien so aufeinander abstimmen, daß ein funktionierender Organismus entsteht.

7. Seit einigen Jahren geistert durch die parawissenschaftlichen und „esoterischen” Medien „Morgellons Krankheit“. Von der offiziellen Wissenschaft und Medizin wurde sie lange als Massenhysterie, Hypochondrie und eine weitere urbane Legende des Internetzeitalters abgetan, doch mittlerweile nimmt man das Krankheitsbild von offizieller Seite doch ernster. Es handelt sich um eine Hautkrankheit, die mit einem Schwächegefühl und Abgeschlagenheit einhergeht; man fühlt, als würden „Insekten unterhalb der Haut krabbeln“, es kommt zu schmerzhaften Ausschlägen und die Haut sondert merkwürdige „Fäden“ ab, die wie Kunstfasern aussehen. Von den besagten Medien wird diese Krankheit u.a. mit den „Chemtrails“ in Zusammenhang gebracht, mit denen ich mich in Die Wolken sterben (Teil 2) auseinandergesetzt habe. Haben wir es bei Morgellons Krankheit mit einem weiteren Aspekt des globalen DOR-Notstandes zu tun?

8. 1997 wurden mit Unterwassermikrophonen zwei bisher unerklärliche extrem laute Geräusch im Ozean aufgenommen: Bloop und Slow Down. Niemand weiß, was sie (und viele andere derartige mysteriöse Geräusche) verursacht hat. Siehe dazu Ea und die Wellenfunktion.

9. Die Frage, warum sich das Universum nach dem Urknall nicht selbst zerstört hat, da doch theoretisch genauso viel Materie wie Antimaterie entstanden sein muß, beantwortet sich von selbst, wenn es keinen Urknall gegeben hat. Darüberhinaus ist aber auch die hier denkbar plastisch werdende „Asymmetrie“ des Universums von theoretischem Interesse. Ich erinnere nur an den wirklich alles durchdringenden „Linksdrall“, mit dem ich mich hier bereits beschäftig habe. Diese Asymmetrie zeigt, daß das Universum nicht mechanisch ist. Es hebt sich eben nicht alles auf und führt zu Struktur- und Bewegungslosigkeit. Für den letztendlich nekrophilen Mechanisten („Wärmetod“) ist das ein unbegreifliches Rätsel und ein Skandalon.

10. Während die Menge und Isotopenverteilung von Wasserstoff und Helium im Universum bestens zum Urknall-Szenarium paßt, ordnet sich das dritte Element, das teilweise auch gleich nach dem Urknall entstanden sein muß, nicht in dieses Bild ein: Lithium. Von Lithium-7 ist nur ein Drittel der vorausgesagten Menge zu finden, während es von Lithium-6 tausendmal zu viel gibt. Interessanterweise stimmen die orgonomische Theorie und die Urknalltheorie in Bezug auf Wasserstoff und Helium weitgehend überein, da Wasserstoff und Helium Kr×-Elemente sind. Siehe dazu meine Ausführungen im III. Kapitel von Orgonometrie. Lithium steht jedoch außerhalb dieser Reihe.

11. Ladungstrennung ist etwas Alltägliches. Elektronen sind negativ geladen, Protonen positiv. Was nie so recht ins mechanische und „symmetrische“ Weltbild passen wollte, ist die Tatsache, daß es keine magnetischen „Monopole“ gibt. Man kann Nord- und Südpol nicht voneinander trennen. Zwar wurden Monopole mittlerweile entdeckt (ein Triumpf der mechanistischen Wissenschaft, von dem der Reakteur des New Scientist offensichtlich noch nichts wußte), aber trotzdem sind sie eine exotische Ausnahme.

12. Vorsicht! Beim Weiterlesen können Kopfschmerzen auftreten: Es gibt die Theorie, daß unsere vierdimensionale Realität eine holographische Projektion ist, die vom dreidimensionalen „Entropie-Rand“ des Universums ausgeht, der identisch mit seinem „Informations-Rand“ ist. Das kann man sich bildlich vorstellen, wenn man davon ausgeht, daß der Informationsgehalt eines dreidimensionalen Volumens durch die Größe seiner zweidimensionalen Oberfläche bestimmt wird. Experimentell wäre die Theorie eines holographischen Universums prüfbar, wenn man von der quantenmechanisch wohlbegründeten Vermutung ausgeht, daß sich dieses dreidimensionale Hologramm aus „Pixeln“ zusammensetzt, die 10-35 m groß sind. Das ist zwar prinzipiell unmeßbar klein, gerät aber wegen der Milliarden Lichtjahre großen Projektionsweite im vierdimensionalen Universum doch in den Bereich der Meßbarkeit. Und tatsächlich haben die Geräte, mit denen man „Gravitationswellen“ aufspüren will, ein geheimnisvolles „Rauschen“ registriert. Demnach hat die Raum-Zeit eine sozusagen „schaumige“ Struktur. Für den Studenten der Orgonomie ist dieses Rauschen schlicht eine weitere Ausdrucksform der kosmische Orgonenergie, die eben nicht nur im elektromagnetischen, sondern auch im gravitativen Bereich „flimmert“. Ohnehin ist das beharrliche Ausbleiben von Gravitationswellen für die mechanistische (speziell relativistische) Physik eine veritable Katastrophe. Wenn das so weitergeht, ist Einsteins Allgeimeine Relativitätstheorie im allgemeinen und seine Gravitationstheorie im besonderen nicht mehr zu halten!

13. Neben dem „Placenbo-Effekt“ spricht man neuerdings auch vom „Nocebo-Effekt“: vollkommen gesunde Menschen erkranken und sterben sogar, einfach weil man ihnen fälschlicherweise (oder gemeinerweise) eine negative Prognose gegeben hat. Die Mediziner fragen sich, wie der Geist (die psychische Einstellung) so radikal auf den Organismus zu wirken vermag. Im entsprechenden sehr lesenswerten Wikipedia-Beitrag wird beispielsweise beschrieben, wie bei Patienten, die dachten, sie würden eine Chemotherapie durchlaufen, die jedoch tatsächlich nur Placebos erhielten, die Haare ausfielen, weil das ihrer Meinung zu einer „Chemo“ halt dazugehört! All diese Effekte sind weniger geheimnisvoll, wenn man statt Psyche und Soma mechanisch aufeinander einwirken zu lassen („Psychosomatik“) als dritten Faktor die Orgonenergie einkalkuliert und begreift, daß „psychische“ Probleme in erster Linie emotionale Probleme sind, denen wiederum greifbare energetische Prozesse zugrundeliegen (Expansion = Lust, Kontraktion = Angst).

Das Geheimnis der dunklen Materie (Teil 2)

16. November 2014

Ab 1970 ist den Astronomen, hier ist insbesondere Vera C. Rubin zu nennen, dank der verbesserten Beobachtungsinstrumente zunehmend aufgefallen, daß die Galaxien sich nicht wie unser Sonnensystem nach den Keplerschen Gesetzen verhalten. Statt, daß mit wachsender Entfernung vom Zentrum die Rotationsgeschwindigkeit abfällt, kreisen die äußeren Sterne mit etwa der gleichen Geschwindigkeit um das Zentrum der Galaxie wie die inneren Sterne.

Überträgt man das Verhalten der Sterne in Galaxien auf das Sonnensystem (würden etwa alle Planeten wie Merkur, der in 88 Tagen um die Sonne kreist, die Sonne mit etwa 50 km/sec umkreisen), stellte sich die Frage, woher z.B. Pluto die ungeheure Energie nähme, die ihm (der normalerweise fast zweieinhalb Jahrhunderte braucht, die Sonne zu umkreisen) ermöglicht, mit Merkur Schritt zu halten. Außerdem müßten ihn die bei dieser Wahnsinnsgeschwindigkeit auftretenden Fliehkräfte immer weiter von der Sonne wegtragen. Entsprechend müßten auch die Galaxien sehr schnell auseinandergerissen werden.

Die Standarderklärung lautet, daß es sich bei der Energie, die die äußeren Sterne der Galaxien antreibt, um gewöhnliche Schwerkraft handelt, die aber nicht, wie in Keplerschen Systemen, aus dem Zentrum stammt, sondern aus der Peripherie. Demnach seien die Galaxien von einer Halo aus „unsichtbarer Masse“ umgeben, die das zehn- bis hundertfache der sichtbaren Masse beträgt. Man vergleiche das mit unserem Sonnensystem, wo das Verhältnis zwischen Sonne (sichtbare Materie) und ihren Planeten („Dunkelmaterie“) nur lächerliche 1 zu 0,0013 beträgt! Außerdem muß diese Dunkelmaterie in ihrer Verteilung feinstens auf die leuchtende Materie abgestimmt sein, denn im Zentrum benötigt man keinerlei Dunkelmaterie, dafür um so mehr am äußeren Rand – was offensichtlich allen Gravitationsgesetzen zuwiderläuft. Außerdem zeigt sich ausgerechnet am Rande der Galaxie besonders deutlich, daß die Rotationsgeschwindigkeit von der Leuchtkraft abhängt (die sogenannte „Tully-Fisher-Relation“). Hinzu kommt, daß sich die Sterne, die sich oberhalb und unterhalb der galaktischen Scheibe senkrecht zur galaktischen Ebene bewegen, im Gegensatz zu den Sternen in der Scheibe, sich in vollkommener Übereinstimmung mit der sichtbaren Masse und den klassischen Gravitationsgesetzen verhalten.

Halo und Scheibe stehen in einer engen dynamischen Wechselwirkung zueinander. Die galaktische Scheibe stellt physikalisch eine sog. „dünne Scheibe“ dar, die für den Fall, daß nur ihr eigenes Gravitationspotential wirksam wäre, auf kurzen Zeitskalen instabil wäre. Stabil ist sie nur, wenn sie in einem anderen z.B. sphärisch symmetrischen Potential eingebettet ist. Da die galaktische Scheibe aber offenbar langfristig stabil ist, muß ein solches Potential existieren. Der Halo ist das einzige Strukturelement, welches dafür infrage kommt. Das Problem ist nur, daß die beobachtete Masse des Halo (…) für das erforderliche Potential bei weitem nicht ausreicht. Der Halo muß mindestens die 10fache gravitierende Masse enthalten. (Alfred Weigert, Heinrich J. Wendker: Astronomie und Astrophysik, Weinheim 1996, S. 226)

Charles Konia hat darauf hingewiesen, daß sich hinter der ominösen Dunkelmaterie, die angeblich hinter der „ungesetzlichen“ Rotation der Galaxien steckt, nichts anderes als die kosmische Orgonenergie verbergen dürfte. Genauer gesagt ist es der von Reich in Die kosmische Überlagerung beschriebene „Galaktische Orgonenergie-Strom“, der für die hohe Rotationsgeschwindigkeit der äußeren Sterne verantwortlich ist. Je näher wir dem Kern der Galaxie kommen, desto mehr Masse wird erzeugt, deren mechanische Gravitationsgesetze zunehmend vorherrschend werden (Konia: „The Rotation of Spiral Galaxies“ Journal of Orgonomy, Nov. 1985).

Entsprechend sieht die „Rotationskurve“ einer typischen Galaxie aus, wenn man sie von innen nach außen betrachtet. Nach einem steilen Anstieg der Rotationsgeschwindigkeit von Null auf einen Maximalwert, was auf einen massiven Kern hindeutet (entsprechend der Sonne in unserem Sonnensystem), fällt die Rotationsgeschwindigkeit wie bei einer typischen „Keplerkurve“ wieder ab, doch sehr bald steigt die Kurve wieder an, so als würde sie durch einen anderen Mechanismus aufgefangen, und bleibt dann, abgesehen von leichten Wellenbewegungen, konstant auf einem Niveau. An der Rotationskurve kann man also, diesmal von außen nach innen betrachtet, die Entwicklung verfolgen von rein orgon-energetischen Gesetzmäßigkeiten zu den Keplerschen Gravitationsgesetzen (die teilweise immer noch den Charakter des orgonomischen Potentials in sich tragen) und schließlich zur im wahrsten Sinne des Wortes „starren“ Mechanik kompakter Körper.

Es ist für die mechanistische Physik bezeichnend, daß sie diese funktionell so überaus erhellende Rotationskurve, die uns viel über das Verhältnis der masselosen Orgonenergie zur trägen Materie sagt, wegerklärt, indem sie Galaxien in einen Panzer aus kompakter Dunkelmaterie einsperrt. Der Astronom Robert H. Sanders hat die Schichten aus diesem überweltlichen Stoff, die sich angeblich um die Galaxien lagern, mit dem „verwickelten System der ‘Kristall-Sphären’“ der mittelalterlichen Astronomie verglichen. Es werde eines Tages unter seinem eigenen Gewicht zusammenfallen (F. Bertola, J.W. Sulentic, B.F. Madore (Hrsg.): New Ideas in Astronomy, Cambridge 1988, S. 293). Besser kann man den fundamentalen Unterschied zwischen der gegenwärtig vorherrschenden scholastischen Kosmologie und der orgonomischen Kosmologie gar nicht in Worte fassen.

Was „Dunkelmaterie“ tatsächlich ist, kann man am Verhalten von künstlichen Satelliten in unserem Sonnensystem ablesen: Um Satelliten schnell und kostensparend in die Fernen des Sonnensystems zu senden, benutzt man Planeten und Monde, insbesondere aber die Erde selbst, als „Schleudern“. Die Satelliten werden von den betreffenden Planeten oder Monden in ihrer Bewegung mitgerissen und ins All geschleudert. So weit so gut, aber es gibt ein Problem, denn die so erzeugte Beschleunigung unterscheidet sich, wenn auch nur geringfügig, von den errechneten Werten. Unter anderem wurde dafür eine kleine Ansammlung von Dunkelmaterie um die Erde verantwortlich gemacht. Luis Acedo Rodríguez von der Polytechnischen Universität von Valencia, Spanien hat eine eigene Theorie vorgebracht:

Ein sogenanntes gravitomagnetisches Feld, vermutet er, könne die Geschwindigkeitsänderungen verursachen. Ein solches Feld ergibt sich aus der Allgemeinen Relativitätstheorie Albert Einsteins. Genau genommen werden damit die Anteile des Gravitationsfeldes eines Himmelskörpers bezeichnet, die nicht durch dessen Masse erzeugt werden, sondern durch die Bewegung seiner Masse, im Wesentlichen also seine Rotation. (…)

Allerdings hat die Hypothese Schwächen, und die benennt Acedo gleich mit. So müßte sein gravitomagnetisches Feld den Breitengraden der Erde folgen, dann könnte es die meisten der bei den Swing-by-Manövern beobachteten Effekte erklären. „Einsteins Relativitätstheorie sagt ein solches Feld aber für die Längengrade vorher, was durch Satelliten wie Gravity Probe B bestätigt wurde“, konstatiert der spanische Forscher. „Würde ein solches Kraftfeld auch entlang der Breitengrade existieren, hätte es von geodynamischen Satelliten gefunden werden müssen, und es würde die elliptischen Bahnen von Raumsonden beeinflussen.“ Das sei jedoch nicht der Fall, deshalb könne ein solches Feld das Rätsel nicht lösen, ohne unser Verständnis von der Gravitation der Erde grundlegend zu verändern.

Die kosmische Orgonenergie bewegt sich auf den Breitengraden um die Erde herum.

spiral


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