Posts Tagged ‘Körperarbeit’

nachrichtenbrief57

11. August 2017

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Warum Orgontherapie nichts bringt

7. November 2015

Anlaß dieses Blogbeitrags ist folgendes Video, über das ich zufällig bei YouTube gestolpert bin:

Hier beschreibt ein „Satanist“ seine nach zwei Jahren erfolgreich abgeschlossene „Orgontherapie“ bei einem „Orgontherapeuten“. Was daran bemerkenswert ist, ist nicht das, was der YouTuber sagt, sondern wie er es sagt. (Und zum Inhalt: in einem anderen Video phantasiert er von zukünftigen Androiden, die als Arbeits- und Sexsklaven für uns tätig sein könnten.)

Es geht darum, daß dieser Mann penetrant seinen „Satanismus“ zur Schau stellt, im Blick, im Gehabe, in der Körperhaltung, im Gesichtsausdruck. Es ist ein einziger großer Krampf, Getue, Show, „Charakter“ – oder mit einem anderen Wort: Abwehr.

Dieser Mann wurde zwei Jahre lang mit „Körperpsychotherapie“ malträtiert, charakteranalysiert und „biophysikalische Arbeit“ an ihm gemacht (Muskeln gequetscht und geknetet) – mit dem Resultat, daß er wahrscheinlich ein schlimmeres Arschloch ist als je zuvor.

Solche Fälle sind der Grund dafür, warum ich „Reichianer“ und sogenannte „Orgontherapeuten“ wie die Pest hasse. Es ist tatsächlich nichts weiter als Emotionelle Pest, was diese Muskelquetscher und „Energiemobilisierer“ verkörpern.

Wo ihr Fehler liegt? Da wo er immer liegt: im mechano-mystischen Denken!

Wie kann man ernsthaft glauben, daß, wenn man einen Organismus nur kräftig „durchschüttelt“, in Wallung bringt oder irgendwelche „Komplexe“ aufarbeitet, sich irgendetwas Grundlegendes verändern wird?

Wenn man all die pseudo-orgonomischen, „Reichianischen“ und „Neo-Reichianischen“ Publikationen liest – es ist wirklich alles durch die Bank schierer Mist. All diese Tricks und Kniffe und Techniken sind nichts weiter als ein immer weiter ausgebautes System des systematischen Ausweichens vor dem Wesentlichen.

Und es wird tatsächlich auch niemandem geholfen. Mal abgesehen davon, daß die sogenannten „Therapeuten“ und ihre sogenannten „Patienten“ (wie etwa der Mann im Video) subjektiv von ihrem Tun bzw. dem, was ihnen widerfahren ist, begeistert sind. So empfinden aber auch Scientologen, Sufis, Zen-Adepten, Taoisten, Lamaisten, Guruisten, etc.pp.

Reich ging es nicht darum, daß sich die Menschen besser in die Falle einfügen, sondern um eine wirkliche Veränderung. Die ist aber nur möglich, wenn man das tut, was wirklich alle unisono vermeiden: sich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Das bedeutet in der Orgontherapie, wenn sie denn ihrem Namen gerecht werden will, den einen Hauptwiderstand des Patienten dingfest zu machen und penetrant immer und immer und immer wieder anzugehen, d.h. sie dem Patienten auf eine existentielle Weise bewußt zu machen. Andernfalls ist Orgontherapie nichts anderes als folgenlose „biophysikalische Gymnastik“ kombiniert mit sinnleerem Psychogelaber. Am Ende stehen dann unerträgliche Narzißten und Wichtigtuer, die sich einbilden „umstrukturiert“, „entpanzert“ und „orgastisch potent“ zu sein. Tatsächlich sind sie aber nur Teil eines weiteren verrückten, destruktiven Kults.

Orgontherapie findet sich auf der Seite w-reich.de. Den Rest, egal wie sehr er sich auch auf Reich berufen mag, kann man getrost vergessen.

Medizinische Orgontherapie (Teil 3)

19. Januar 2015

DIE ZEITSCHRIFT FÜR ORGONOMIE

Howard J. Chavis: Medizinische Orgontherapie (Teil 3)

acologo

Der Kult der Expansion (Teil 3)

30. Dezember 2014

Nachdem in den 1970er Jahren die Zeiten des Politjargons – „Parteiarbeit“, „politische Arbeit“ – zu einem Gutteil vorbei waren, kam der Psychojargon: „Trauerarbeit“, „Beziehungsarbeit“ – und schließlich „Körperarbeit“ und „Energiearbeit“, „Auraarbeit“, „Lichtarbeit“. Doch die Emotionelle Pest macht vor nichts halt, denn nun taucht im Internet sogar der Begriff „energetische Wetterarbeit“ (sic!) auf.

Dieses Gerede über „Wetterarbeit“ ist insbesondere fatal angesichts des „Chembusting“. James DeMeo hat verheerende Brände in Südkalifornien und europäische Hitzewellen mit dem weitverbreiteten Gebrauch des „Croft-Cloudbusters“ in Zusammenhang gebracht. Dieses Gerät erzeugt eine chronische Überexpansion der Atmosphäre, so daß sich keine Kondensstreifen und Wolken mehr bilden können. Siehe Die Wolken sterben (Teil 2).

Vor einiger Zeit besuchte ich die Website eines tschechischen Laien-„Orgontherapeuten“. Trotz der Sprachbarriere stolperte ich über eine Stelle, an der er sich mit den „Palmblattbibliotheken“ Indiens befaßt, die von einem gewissen Thomas Ritter propagiert werden.

Es handelt sich dabei um Sammlungen von Orakeln, die mit Hilfe der Astrologie so aufgeschlüsselt werden, daß für jeden beliebigen Besucher das entsprechende Palmblatt ermittelt werden kann, auf dem sein gesamtes Schicksal einschließlich seines Todesdatums verzeichnet ist.

So hatte ich die Sache mit den „Palmblattbibliotheken“ jedenfalls in Erinnerung. Googlen brachte mich bei der Frage, was um alles in der Welt das mit (angeblicher) „Orgontherapie“ bzw. „Orgontraining“ zu tun haben soll, zwar nicht weiter, aber immerhin gelangte ich irritierend schnell ausgerechnet auf ein „Cloudbusting-Forum“, wo ein „Parzifal, Ritter der Orgon-Nuß“ folgendes zum besten gegeben hatte:

[…] es ist in einem Palmblatt vorausgesagt, daß der Golfstrom sich verlangsamen wird, dadurch haben wir in nicht allzu ferner Zukunft in Europa mit einer extremen Abkühlung zu rechnen. Inzwischen bestätigten Wissenschaftler die Verlangsamung von Meeresströmungen durch das Abschmelzen des Polareises. Nun kann ich sagen: schlimm, schlimm was da auf uns zukommt, den Golfstrom bekomme ich alleine nie und nimmer wieder angeschoben oder ich fange einfach an Holz zu hacken. Noch besser ist natürlich CB`s [Cloudbuster] aufzustellen und dem Klima Hilfe zur Selbsthilfe zu ermöglichen. […] Georg hat herausgefunden, daß möglicherweise das Olympiastadion noch nicht gebustet ist. Hab gerade meine Munition auf der Autobahn verbraucht, also: erst gießen dann busten.

Mit „Cloudbuster“ meinen diese Leute hoffentlich nicht Reichs Cloudbuster, d.h. Metallrohre, die in Wasser „geerdet“ werden, sondern Metallrohre, die in einem Block „Orgonit“ stecken. Das ergibt den „Croft-Cloudbuster“. „Orgonit“ ist Polyester- bzw. Epoxidharz, in das Metallspäne und Kristalle eingelassen wurden.

Übrigens ist der Begriff „Orgonit“ bereits seit den 1950er Jahren vergeben: so bezeichnete Reich die „weiße“ Farbe des Tageslichts!

Man surfe „Wilhelm Reich“, „Orgon“, „Orgontherapie“, etc. oder betrachte sich die entsprechenden Eintragungen auf Wikipedia im Internet und man sieht, wie die Orgonomie von derartigem Zeugs entstellt und hoffnungslos zugewuchert wird.

Was mich ganz kirre macht, ist, daß man jeden beliebigen angeblich „esoterischen“ Schwachsinn nehmen kann – und stets taucht eher früher denn später auch „Wilhelm Reich“ auf. Wie gesagt, alles, selbst der Cloudbuster und der globale DOR-Notstand, wird auf diese Weise entwertet, der Lächerlichkeit preisgegeben und ins Gegenteil verkehrt.

Was uns hier entgegentritt, ist das, was ich als „Blauen Faschismus“ bezeichnet habe. Eine Neuauflage des Nationalsozialismus. Der „Mythus des 21. Jahrhunderts“ mit einer Karikatur eines „Lebensenergie-Konzepts“, das man so ähnlich schon bei Hitler findet, und abstrusen Weltverschwörungstheorien („Illuminati“ = Freimaurer = Juden). Im einzelnen führe ich das in Der Blaue Faschismus aus.

Was steckt hinter dem missionarischen Eifer all dieser „Arbeiter“? Es geht darum, daß sie keine Kontraktion („Schöpfung“, Kontakt, Arbeit!) ertragen können und deshalb charakter-strukturell gezwungen sind, ihre Mitmenschen und sogar die Atmosphäre in eine chronische Über-Expansion zu treiben.

Ihr pestilentes Verhalten ähnelt dem von Cannabis-Konsumenten, die „Hanf-Paraden“ abhalten, auf daß alle so „locker“ werden wie sie selbst. Tatsächlich befindet sich die gesamte Gesellschaft in einem Zustand ständiger Überexpansion, in dem Lernen und Arbeit nur lästige Unterbrechungen in einem ewigen Chillen und Fun sind.

Hinter dieser ganzen Entspannungs-„Arbeit“ verbirgt sich die Sehnsucht „eins zu sein“: mit den Massen, der kosmischen Energie, dem kosmischen Bewußtsein, Gott oder was auch immer. Es ist nicht wirklich Arbeit, die „Dinge“ zusammenführt um etwas Neues zu schaffen (Überlagerung, „Konzentration“), sondern ganz im Gegenteil ein panisches Zerreißen aller Zusammenhänge. Es ist „Expansion gegen Kontraktion“, die neurotische Abwehr von Arbeit.

Drogen und Sexualökonomie (Teil 3)

14. Mai 2014

Das Thema Cannabis ist deshalb so wichtig, weil es wie kaum ein zweites den Unterschied zwischen Orgonomie und Pseudo-Orgonomie zeigt, die in Wirklichkeit Anti-Orgonomie ist.

Ein sogenannter „Reichianischer“ „Therapeut“ berichtet aus seiner „Ausbildung“ in „Reich’scher Körperarbeit“ (sic!): „(…) nach der Sitzung (…) kam er wieder rein mit einem kleinen Joint, hat ihn neben meinen Kopf gelegt und gesagt: ‚This is for you.’ (…) ‚Marihuana is a teacher.’ (…) Einerseits war er der Lehrer und Therapeut, andererseits gab es auch einfach das Miteinander-Kiffen (…)“ – Cannabis zerstört das Handwerkszeug des Therapeuten: die Kontaktfähigkeit, die in einem DOR-freien und strukturierten Energiefeld gründet.

Jeder Mensch mit einem intakten „orgonotischen Sinn“ empfindet unmittelbar die zerstörerische Wirkung von Cannabis auf das energetische System seiner Mitmenschen – und als „Passivraucher“ auch auf das eigene.

Wer häufig Cannabis konsumiert, hat ein höheres Risiko für Krebs in den Lungen und Atemwegen. Kiffen kann zudem die Bildung von Sperma und den Menstruationszyklus beeinträchtigen. Cannabiskonsum beeinträchtigt allerdings auch Geist und Psyche. Bekannt sind vor allem die unmittelbaren Auswirkungen: Kiffen führt zu allgemeinem Desinteresse und zu Gleichgültigkeit. Auch die Belastbarkeit nimmt ab. Weniger bekannt sind die langfristigen Folgen. Eine Langzeitstudie eines Wissenschaftlerteams um die Amerikanerin Madeline Meier sorgte im letzten August für Schlagzeilen: Kiffen mache dumm, hieß das Fazit der Studie. Die Forscher hatten gut tausend Neuseeländerinnen und Neuseeländer vom Kindesalter an bis ins Erwachsenenalter begleitet und sie zwischen sieben und 38 mehrmals Intelligenztests absolvieren lassen. Bei den Cannabis-abstinenten Probanden erhöhte sich der Intelligenzquotient während des Erwachsenwerdens leicht, während er bei den Cannabis konsumierenden Probanden um bis zu sechs Punkte fiel. Die Droge wirkte sich um so negativer aus, je früher mit dem Rauchen von Joints begonnen worden war.

Wie tief Cannabis in die Bioenergetik eingreift, zeigt sich vor allem an den erwähnten Sexualfunktionen. Lani J. Burkman, et al. von der University at Buffalo haben 2003 eine Studie präsentiert, die zeigte, daß bei Marihuana-Rauchern eine signifikant geringere Menge an Spermaflüssigkeit und Spermazellen festzustellen ist, als bei einer Kontrollgruppe. Auch bewegen sich die Spermien zu früh zu schnell und sind deshalb für eine Befruchtung zu erschöpft, wenn sie die Eizelle erreichen. (Die pestilenten Cannabis-Propagandisten drehen das Argument gerne um: „Cannabis macht müde Spermien munter!“)

Cannabis ist Saharasia, die „Anti-Orgonomie“, zum Inhalieren. Von jeher ist Haschisch eng mit der islamischen Kultur verknüpft, von den Assassinen („Haschisch-Esser“) bis zu den Mujaheddin in Afghanistan (die den Mut aus der Haschischpfeife zogen). „In sämtlichen mohammedanischen Ländern nimmt Haschisch als Genußmittel die Stellung ein, die bei uns dem Alkohol zukommt“ (Schmidbauer/Scheidt: Rauschdrogen, München 1971, S. 34). Erstmals hat Marokkos Regierung offiziell zugegeben, daß im Land massenweise Cannabis angebaut wird. Mehr als 800 000 Marokkaner leben davon.

Seit 400 Jahren sind die Niederlande ein Hafen der Freiheit, eine Art „Amerika“ mitten in Europa. Der Beweis, daß Demokratie, Kapitalismus und sexuelle Freiheit Hand in Hand gehen (vgl. Ökonomie und Sexualökonomie). Man betrachte die lebenswarmen, von Lebensfreude überschäumenden und in einem guten Sinne erotischen Bilder eines Vermeer (1632-75), um ermessen zu können, wie sehr die Niederlande stets der Gegenpol Saharasias waren. Heute wird ihre gesellschaftliche Atmosphäre von fast einer Million Moslems bestimmt. In einigen holländischen Städten bilden sie bereits die stärkste Konfession – d.h. diese Städte sind islamische Städte. Um die Dynamik ermessen zu können, vergegenwärtige man sich, daß vor kaum 40 Jahren die ansässigen Moslems an den Fingern einer Hand abzuzählen waren!

Als vor zehn Jahren Theo van Gogh ermordet wurde, weil er zusammen mit der aus Somalia stammenden damaligen Parlamentsabgeordneten und Frauenrechtlerin Ayaan Hirsi Ali einen Film über die Frauenunterdrückung im Islam gedreht hatte, wurde dem Wüstendämon Allah ein weiteres Menschenopfer dargebracht. In einem Ritual wurde van Gogh die Kehle durchgeschnitten. Am Abend nach dem Mord zogen Zehntausende durch die Straßen und skandierten: „Wir wollen unser altes Holland wiederhaben.“ So stöhnen die Opfer der islamischen Expansion seit Jahrhunderten.

Aus bioenergetischer Sicht bemerkenswert ist die Verbindung zwischen marokkanischer Einwanderung, der „marokkanischen“ Droge Cannabis („der Geist Saharasias zum Inhalieren“) und einer benebelten, im multikulturellen Nirwana schwebenden niederländischen Bevölkerung. „Vermeer und Coffee-Shop“? Undenkbar! Statt gerötete Wangen – rot unterlaufene stumpfe Augen….

Neulich im Briefkasten: „Neu! ProGRASSive Headshop. Rauchware. Hanfprodukte. Bongs aus Glas & Acryl. …Wir machen Dampf!!!“ Das ganze im „space-igen“ Stil, dem man auch ständig auf MTV und VIVA begegnet, etwa in der Werbung für neckische Kiffer-Logos zum Runterladen für Handys. Es vergeht buchstäblich kein Tag, an dem man nicht in irgendeiner Form mit dem Problem konfrontiert wird und sei es nur ein T-Shirt, auf dem die Cannabis-Blätter gedruckt sind.

Am Cannabis lassen sich alle Probleme festmachen, mit denen eine „Sexpol“ heute konfrontiert wäre: die kommerzielle Ausbeutung der erwachenden Leidenschaften der Jugend und der Ängste, die damit einhergehen, die Flucht weg vom Genital „in den Kopf“ („Head“, „Space“) und schließlich die pseudo-progressive („pro-grass-ive“), pseudo-emanzipatorische und sogar ökologische („Hanf“) Verbrämung dieses Seelenmordes.

Cannabis, das durch den Gebrauch von Bongs „voll reinknallt“ (genauso stark wie Crack oder Heroin), schädigt das okulare Segment der Jugendlichen massivst und irreversibel. Wieder ist eine ganze Generation für die Orgonomie verloren, allein schon deshalb, weil es ihr unmöglich ist, funktionell, d.h. „tief“ und „perspektivisch“ zu denken. Und was später mit jenen Kindern geschieht, die von diesen cannabis-vergifteten, „energetisch flachen“, „abgefuckten“, „coolen“ Eltern aufgezogen werden, mag man sich gar nicht ausmalen – bzw. erleben wir es schon heute.

Betrachtet man das Individuum aus der sozio-politischen Perspektive der Orgonomie, läuft es letztendlich darauf hinaus, daß die soziale Irrationalität von jeher dem Zusammenspiel von Individuen mit einer okularen (Hirn-) Panzerung entsprungen ist. Solange dem nicht beim Massenindividuum durch eine verbesserte Sorge für Babys und Kinder entgegengewirkt wird, kann sich das Zusammenleben in der Gesellschaft nicht verbessern. Sie reproduziert und verankert ihre Werte im Charakter des Individuums. Umgekehrt reproduziert das Individuum die Gesellschaft (Gary A. Karpf: „Reactionary Socio-Political Traits in a Paranoid Schizophrenic Character“, Journal of Orgonomy, 30(1), 1996).

Wie das ganze von Seiten der Eltern aussieht, beschreibt Lisa Lindberg in ihrem Buch Wenn ohne Joint nichts läuft. Es beruht auf den schmerzhaften Erfahrungen einer Mutter, deren Tochter cannabis-abhängig war.

Cannabis ist weitaus heimtückischer als etwa Heroin. Die Symptome sind schleichend und nur schwer zu erkennen. In seiner Hinterhältigkeit ist es das chemische Äquivalent der Emotionellen Pest. Es ist DOR zum Inhalieren. Der „Konsument“ baut sich ein Ideologiegebäude auf, wird gegen Argumente immun und versucht Proselyten zu machen (Emotionelle Pest!). Jugendliche haben keine Lust mehr auf Schule, wählen ihre Lieblingsfächer ab, nehmen nicht mehr am Sportunterricht teil und geben alte Freundschaften auf.

Lindberg war in einem autoritären Elternhaus, geradezu einem „Gefängnis“, aufgewachsen, wollte das ihrer Tochter ersparen und ließ ihr deshalb „alle Freiheiten“. Heute würde sie nicht mehr so kontaktlos vorgehen und Grenzen setzen. Und warum nahm ihre wohlbehütete Tochter Cannabis? Sie wollte „cool“ sein, d.h. keine Gefühle haben, und damit einer „Jugendkultur“ entsprechen, die bereits Reich zu Zeiten der Beatniks angewidert hatte.

Yasmin Hurd (The Icahn School of Medicine at Mount Sinai, NYC) et al. haben eine Studie über die Auswirkungen von Marihuana von Eltern auf ihre Kinder und Kindeskinder veröffentlicht. Generationsübergreifend steigt die Anfälligkeit für Süchte und andere psychiatrische und neurologischer Störungen, etwa Zwangsverhalten. Cannabis ist die Emotionelle Pest, die sich nicht nur räumlich ausbreitet (Proselyten machen), sondern über die Epigenetik vor allem auch auf der Zeitachse: es betrifft direkt die Kinder der Zukunft, die bereits geschädigt geboren werden.

Infolge der „Emanzipationsbewegung“, die die Kinder der Zukunft der „Selbstverwirklichung“ von infantilen „Erwachsenen“ geopfert hat, wird unsere „Kultur“ immer mehr durch orale Deprivation und die dazu gehörige Schrumpfungsbiopathie geprägt: „Altersdiabetes“ bei fettleibigen Kindern; Psychopharmaka gegen Depressionen schon bei Jugendlichen; von der Nuckelflasche schnurstracks zum „Energydrink“ und zu „Alkopops“….

Auf dem 31. Kongreß der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendpsychiatrie in Hamburg 2009 hieß es, daß Störungen durch Einnahme psychoaktiver Substanzen in immer jüngerem Alter auftreten. Bei 14- bis 29jährigen sei mittlerweile ein Viertel der Krankheitskosten auf Substanzmißbrauch zurückzuführen! Je jünger der Konsument desto größer sei das Abhängigkeitspotential und desto stärker werde das Nervensystem geschädigt.

  • Cannabis bringt eine Abnahme des Hinvolumens und der Zahl der dendritischen Fortsätze an den Nervenzellen mit sich. Der Konsum führt darüber hinaus zu verminderter Affektkontrolle, höherer Anfälligkeit für Depressionen und zu kognitiven Störungen. Die Inzidenz von Schizophrenie verdoppelt sich. Ich habe mich zu diesem Thema bereits ausgelassen. Man verschone mich also bitte mit solchen Argumenten wie „Selbstmedikation“ oder „Mir hat Marihuana nie geschadet!“ oder gar mit irgendwelchen tendenziös interpretierten Statistiken!
  • Ecstasy führt Prof. Dr. Rainer Thomasius vom Deutschen Zentrum für Suchtfragen des Kindes- und Jugendalters zufolge zur „kortikalen und subkortikalen Neurodegeneration“ und zu „kognitiven Störungen“.
  • Alkohol führt bei exzessivem Mißbrauch, Stichwort „Binge-Trinken“, zu kortikalen und subkortikalen Atrophien. „Zudem verringert sich“, heißt es im Kongreßbericht weiter, „das Volumen im präfontalen Kortex, wobei das Ausmaß des Schwunds eng mit der Menge des konsumierten Alkohols korreliert.“

Um zu sehen, wohin die „antiautoritäre Gegenkultur“ der 1960er Jahre geführt hat, schaue man sich MTV an: die Musikvideos, die „redaktionellen“ Beiträge, die Zeichentrickserien, etc. und auch die Werbeblöcke. Eine perverse Mischung aus Rebellion und kommerzieller Ausbeutung (es ist teuer, ein „Rebell“ zu sein!), schlechtem Geschmack, Verblödung, systematischer Verrohung (man führe sich die Zeichentrickfilme zu Gemüte!), Menschenverachtung, Zynismus und ekliger Sentimentalität, ständiger Verharmlosung von Cannabis bei gleichzeitiger Anstachelung der AIDS-Hysterie, Pornographie und einer unerbittlichen politischen Korrektheit. Und wenn man sich dann noch überlegt, daß dieser eitrige Jaucheausfluß der Hölle fast flächendeckend weltweit in die Hirne der Heranwachsenden geleitet wird – eine Welt (insbesondere Saharasia), die nach Freiheit, Lust und Lebensfreude lechzt…

Das ist eine doppelte Provokation, die Rechtsradikale (neuerdings verkörpert durch Putins Rußland) und Islamisten anstachelt, gegen „Amerika“ aufzustehen. Auf die gleiche Weise verwandelte sich die dekadente Weimarer Republik in das „Dritte Reich“.

In einem Interview aus dem Jahre 2005 machte Noel Gallagher, Gitarrist der „Britpop“-Combo Oasis, vor allem HipHop für die steigende Kriminalität unter Jugendlichen verantwortlich. Er möge HipHop nicht, weil diese Musik nur negative Stimmungen verbreite. Hinzuzufügen ist, daß die HipHop-Texte und -Videos Saharasia propagieren: buchstäblich mörderische Frauenverachtung, Stammesbewußtsein („My gang!“) und vor allem das Rauchen von Hasch und Marihuana.

Am Schluß etwas ORANUR – die Orgonakkumulatoren des neuen Zeitalters…:

[youtube:http://www.youtube.com/watch?v=5rCbu6eT2j4%5D