Posts Tagged ‘Kommunismus’

Der biologische Rechenfehler und die gegenwärtigen Probleme des Menschen (Teil 5)

25. Juni 2018

von Paul Mathews, M.A.*

Das Jugendproblem

Die Jugend scheint heute einen Siedepunkt erreicht zu haben. Überall hören wir von ihren drastischen Aktionen: Schlachten mit der Polizei, Blockade konträrer Meinungsäußerungen oder die Besetzung von Gebäuden großer Universitäten. In vielfältiger Weise – Kleidung, Verhalten, Lebensgestaltung, Drogenkonsum, Sprache und Gewalt – hat die moderne Jugend eine Unruhe und Unbeständigkeit gezeigt, die vielleicht ohne Vergleich ist. Professor Feliks Grossg beschreibt in The Seizure of Political Power (6) eine Klasse junger Andersdenkender, die die Tendenz hat in Zeiten der Spannung in Erscheinung zu treten, um unterschiedliche radikale und faschistische Ziele zu unterstützen. Diese jungen Dissidenten werden nach Catilina, dem radikalen Gegner von Cicero, der sich an junge und machthungrige Männer wandte, Catilinarianer genannt. Professor Gross schreibt:

Nach dem Zweiten Weltkrieg erhielten die Kommunisten in Italien und Frankreich einen Anteil, einen mächtigen Anteil der catilinarianischen Intellektuellen. In der Sowjetunion genießen sie einen hohen Status und eine privilegierte wirtschaftliche Position [wenn sie der Parteilinie folgen – P.M.]. Ein verarmtes, müdes Europa konnte den Schriftstellern, Dichtern, Malern und einigen der ehrgeizigen, machthungrigen Studenten wenig bieten. Moskau bot mit seiner gewandten und wirksamen Taktik, seinen politischen Fähigkeiten und seiner starken ideologischen Anziehungskraft eine verlockende Alternative … Viele schlossen sich indessen an, weil der Kommunismus eine emotionale und ideologische Anziehungskraft hatte (6: S. 389f).

Der hergebrachte Kommunismus (roter Faschismus) ist schnell dabei, die Jugendrebellion für seine eigenen Zwecke auszunutzen, indem er emotionale Pestreaktionen schürt, obwohl die jungen Rebellen den revolutionären Zielen der Neuen Linken treu ergeben sind. Das Credo der Rebellen ist der marcusianischen Ethik entnommen, die alles Abschreckende, alle Regeln und Vorschriften meidet, die das Millennium der aktuellen radikalen Ideale aufhalten würden. Die Marcusianer gedeihen unter der liberalen Toleranz ihres ungeheuerlichsten Verhaltens, aber charakteristischerweise verachten sie genau diesen Liberalismus. Laut Marcuse und seinen jugendlichen Anhängern ist nur die marcusianische Ideologie gültig. Da die Massen „verblödet“ und von den technologischen und materiellen Belohnungen des Kapitalismus verführt wurden, obliegt es einer elitären Gruppe, diesen Massen der Freiheit und Gleichheit zu berauben, bis sie durch die richtige Gehirnwäsche des evangelikalen Marcusianismus „entlaust“ wurden. So schlägt er in seinem Aufsatz „Repressive Toleranz“ (9)h vor, „dass Gruppen und Bewegungen die Rede- und Versammlungsfreiheit entzogen wird, die eine aggressive Politik, Aufrüstung, Chauvinismus und Diskriminierung aus rassischen und religiösen Gründen befürworten oder sich der Ausweitung öffentlicher Dienste [ein Euphemismus für ‚Sozialismus‘ – P.M.] widersetzen.“ Man braucht nicht viel Phantasie, um zu sehen, wohin dieses Rezept führen könnte.

Eine andere Facette der Jugendrebellion ist paradoxerweise die Vergötterung des alternden Ideologen. Sie ersetzen somit die entthronte ältere Generation durch einen Vertreter, der ein entfremdeter, ewiger Rebell ist. Dies gibt ihnen ein selbstgerechtes Gefühl, mit einem quasi-religiös im Beigeschmack, und befriedigt ihr geheimes Bedürfnis nach erwachsener „Führung“. Platon, Sokrates, Catilina, Michael Bakunin, Marcuse, Spock und Paul Goodman präsentieren ein historisches und aktuelles Spektrum solcher älterer Führer. Lewis S. Feuer weist in seinem jüngsten Buch auf die unbewussten ödipalen Faktoren in den Studentenbewegungen, sowie auf ein homosexuelles Element in dieser älteren Gruppe hin (3: S. 525-27)i.

Man kann hier ein Muster nachzeichnen, das ungefähr am Ende des Zweiten Weltkriegs begann: ein Muster verstärkter Kommunikation; erhöhter Katastrophenangst in unserem Atomzeitalter; erhöhter Druck seitens der faschistischen Linken in Europa, China, Korea, Kuba, dem Nahen Osten und Vietnam; zunehmender verfehlter Nachgiebigkeit gegenüber dieser faschistischen Linken; zunehmender Zynismus in Bezug auf traditionelle Werte, sowohl weltlicher als auch religiöser (letztere initiiert vom Ökumenischen Konzil unter Papst Johannes XXIII.); und die Selbstgeißelung von Individuen und Nationen aufgrund von Schuldgefühlen und liberaler Propaganda.

 

Fußnoten

* Pädagoge, Sprachlehrer und Kliniker. Doktorand der Psychologie, New York University. Mitglied des American College of Orgonomy. [Anm. d. Übers.: Paul N. Mathews (1924-1986)]

 

Anmerkungen des Übersetzers

g Polnisch-US-amerikanischer Soziologe. Nach Promotion in Polen Stipendium in England, wo er als Mitarbeiter des Anthropologen Bronisław Malinowski an der London School of Economics forschte. Bis zu Malinowskis Tod 1942 blieb die enge Verbindung zwischen Lehrer und Schüler bestehen (Feldforschung bei den Arapahoi aus dem Wind River Reservat in Wyoming , USA). 1946 bis 1977 Fakultätsmitglied der Abteilung für Soziologie am Brooklyn College.

h https://www.marcuse.org/herbert/pubs/60spubs/65reprtoleranzdt.htm

i https://www.questia.com/read/99893234/the-conflict-of-generations-the-character-and-significance

 

Literatur

3. Feuer, L.S..: The Conflict of Generations. New York: Basic Books, 1969

6. Gross, F.: The Seizure of Political Power. New York: Philosophical Library, 1958

9. Marcuse, H.: „Repressive Tolerance“, A Critique of Pure Tolerance by H. Marcuse, R. P. Wolff, and B. Moore

 

Abdruck mit freundlicher Genehmigung von Charles Konia.
Journal of Orgonomy, Jahrgang 4 (1970), Nr. 1, S. 111-125.
Übersetzt von Robert (Berlin) mit Unterstützung von Peter Nasselstein

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Der biologische Rechenfehler und die gegenwärtigen Probleme des Menschen (Teil 2)

17. Juni 2018

von Paul Mathews, M.A.*

Krieg und Frieden

Der Vietnamkrieg hat einen der schärfsten Angriffe gegen Amerika und seine Verbündeten in der Geschichte ausgelöst – und mit ihm eine Massen-Antikriegsbewegung, die im menschlichen Geschehen ohnegleichen ist. Welche Bedeutung hat diese Reaktion? Warum gab es so einen plötzlichen, massenhaften Gefühlsaufschwung wegen Bombardements, zivilen Opfern, der Einberufung usw.? Sind die Menschen außerordentlich human geworden oder hat es eine Neuausrichtung der Destruktivität gegeben, die die wahre Motivation verbirgt? Sind die ehemals Gewalttätigen gewaltlos geworden, um allen Hass zu beenden – oder haben sie effektivere Wege gefunden, das Leben auf der Erde zu zerstören? Sind die ehemals Nachgiebigen zu engagierten Teilnehmern einer Renaissance der menschlichen Liebe geworden – oder sind sie unbewusst Teilnehmer an einem beschleunigten Marsch Richtung Untergang? Dieses Problem hat zwei Aspekte: 1) die rein psychopolitischen Manipulationen der organisierten Pest, welche die Neurosen und die unorganisierte Pest der Massen mobilisiert, sowie ihre aufrichtigen und legitimen Sehnsüchte nach Frieden; und 2) die pubertierenden und postpubertierenden Energien der Jugend, die ohne Rückgriff auf ein regelmäßiges, gesundes Sexualleben in revolutionären Anliegen und Illusionen ihre vorübergehende Katharsis finden.

Der Aufstieg der rot-faschistischen Pest in unserer Zeit war ein allgegenwärtiger und bedrohlicher Faktor in unserem Leben, trotz einer Politik der „Liberalisierung“ und nuklearer Nichtverbreitungspakte.1 Es ist kein Zufall, dass im Zeitalter der Zweideutigkeit und der Doppelmoral in Politik und Außenpolitik die rechtschaffensten und lautstärksten Reaktionen jene Bereiche betreffen, in denen die freie Welt, insbesondere die Vereinigten Staaten, versuchen, mit der kommunistischen Unterwanderung fertig zu werden: Korea, Kuba, die Dominikanische Republik, Vietnam usw. und den Gebieten, in denen vermeintliche „nationale Befreiungskriege“ als Vehikel für die „Machterschleichung“ (Reich) benutzt werden. Jahr um Jahr antiamerikanischer Propaganda: von fortwährenden schweren Lügen; von falscher Gleichsetzung der offen eingestandenen, bereitwillig gesühnten Missetaten der USA mit dem grausamsten Pestverhalten der Geschichte;2 von neidischer Verunglimpfung; und von Beschwichtigung und Zugeständnissen, die auf liberalen Illusionen und dem Schuldgefühl beruhen, die in neurotischen Charakterstrukturen wegen ihres eigenen Wohlstands und ihres eigenen Wohlergehens ausgelöst werden – diese Dinge haben der Pest immens geholfen. Mit ihnen ist der Geist der Rebellion verbunden, der gegen das „Establishment“ (d.h. den Vater (3)) seitens einer unerfahrenen Jugend hervorbricht, die durch eine mystisch-mechanistische Freiheitsphilosophie von ihren Hemmungen befreit wurde. Ihr wahres Motiv – eine ziellose und zerstörerische Entladung ihrer Energien – zeigt sich deutlich in ihrem Mangel an konstruktiven Zielen. So nehmen sie marcusianischea Lehren an, die die Meinungsfreiheit ihres Gegners ausschließen (4)b. Sie machen aus der willkürlichen und leichtfertigen Zerstörung der Gesellschaft ein „Ziel“, basierend auf weit hergeholten Illusionen einer neo-marxistischen Utopie, die aus den Trümmern aufersteht.

Aus funktioneller, orgonomischer Perspektive muss die Erlangung dauerhaften Friedens durch ein naives mechanisches Organisieren der Antikriegsgesinnung auf lange Sicht scheitern und das aus zwei Gründen: Es erkennt weder die biologische Grundlage der Destruktivität in Form der sekundären Triebe an (häufig als humanistische Sorge um die Menschheit getarnt), noch versteht es die Technik der emotionalen Pest, die diese mechanistischen Programme nutzt, um ihre eigenen Ziele zu fördern und letztlich die humanen „Befreier“ zu versklaven.

Das Erreichen dauerhaften Friedens – wenn denn überhaupt möglich – ist ein langsamer, organischer Prozess, der die Schulung von Erwachsenen für eine verantwortungsvolle, naturgemäße Herangehensweise an die Erziehung der Kinder der Zukunft beinhaltet. Letztere werden hoffentlich eine Gesellschaftsordnung entwickeln, die auf gesünderen Charakterstrukturen beruht, die in der Lage sind, den Weltfrieden zuzulassen, weil sie in sich selbst friedfertig und zufrieden leben (5). Auf diese Weise, und nur auf diese Weise, können wir uns realistisch auf eine schlussendlich fruchttragende und friedliche Welt freuen.

Es wäre in der Tat ein wundermäßiges Geschehen, wenn eine Koalition von Mystikern, Pazifisten und anderen Visionären den Krieg besiegen und gegenseitigen Respekt für die Rechte und die Freiheit anderer durchsetzen könnte. Historische Fakten und klinische Beobachtungen dieser Art von Menschen unterstützen diese Hoffnung nicht im Geringsten. Die Pest hat allzu oft die Naivität und Immobilität der Wunschdenker ausgenutzt und für all die sehr wenigen, scheinbar humanen Zugeständnisse entsetzliche Verwüstungen angerichtet. Die menschliche Panzerung, individuell und in der Masse, ist sehr real und sehr wohl ein zu berücksichtigender Faktor; sie kann nicht durch mystische Beschwörungen und Appelle an die brüderliche Liebe beseitigt werden.

Daher liegt es in der Verantwortung derer, die ein endgültiges Ende der immer wiederkehrenden Kriege wünschen, auf das Ziel gesünderer künftiger Generationen hinzuarbeiten und sich gleichzeitig jenen Kräften entgegenzustellen und sie zu bekämpfen, die dies verhindern wollen. Dies erfordert Festigkeit und Entschlossenheit sowie physischen Widerstand gegen die Pest, wann und wo immer es nötig ist. In diesem Zusammenhang ist der Kommunismus in seiner gegenwärtigen Form des roten Faschismus die größte Bedrohung für die Freiheit der Welt, für die Selbstregulierung und für alle anderen Ideale des natürlichen, gesunden Lebens. Ihm muss aus diesem Grund (und nicht weil er antikapitalistisch ist) Widerstand entgegensetzt und er muss bekämpft werden. Die Kapitulation Vietnams vor dem roten Faschismus (unter dem Deckmantel der Beilegung des „Bürgerkriegs“)3 wird das vietnamesische Volk nicht befreien, sondern dazu dienen, vor der Pest einzuknicken und sie zu stärken.

Trotz der komplexen Probleme im Zusammenhang mit Vietnam gibt es eine klare Priorität: die Pest zu stoppen, bevor sie die Welt überrollt und alle verbleibenden Freiheiten vernichtet.

Der Faschismus der Linken stellt die bisher virulenteste Form der emotionalen Pest dar. Bei ihr stehen wir der größten Bedrohung für die menschliche Freiheit, die Selbstregulierung und alle von Reich dargelegten funktionellen Herangehensweisen gegenüber. Um zu überleben formt die Pest ihre Umgebung zu einer monolithischen Struktur um, die keine Bewegungsfreiheit zulässt. In einer erstarrten totalitären Welt hätte der Mensch keine Bewegungsfreiheit und keine Möglichkeit, rationale Lösungen für seine Probleme zu entwickeln – genauso wenig wie ein krebskranker Patient natürlichen Widerstand gegen Krankheiten leisten kann.

 

Fußnoten

* Pädagoge, Sprachlehrer und Kliniker. Doktorand der Psychologie, New York University. Mitglied des American College of Orgonomy. [Anm. d. Übers.: Paul N. Mathews (1924-1986)]

1 Die Invasion der Tschechoslowakei und die damit verbundenen Säuberungen, die Inhaftierung von Intellektuellen, die Hilfe an Nordvietnam und die Lage im Nahen Osten sollten dies verdeutlichen. Im Umgang mit der Pest muss man sich ständig fragen, was ist das eigentliche Motiv hinter der Handlung, die nicht dem Interesse der Menschheit förderlich ist, sondern dem der Pest.

2 Mississippi wurde häufig mit Russland gleichgesetzt und Amerika wurde mehr als einmal mit Nazi-Deutschland verglichen – zuletzt im Zusammenhang mit dem angeblichen Massaker von My Lai.c Kommunistische Gräueltaten, die regelmäßigsten und zahlreichsten in der Geschichte, werden entweder höflich ignoriert oder rationalisiert.

3 Tran Quoc Buu, Präsident des vietnamesischen Gewerkschaftsbundes (CVT), erklärte einer Versammlung von New Yorker Gewerkschaftern, dass er als aktiver Lehrer unter seinen Kollegen und Schülern für die Unabhängigkeit Vietnams (von den Franzosen) gearbeitet habe. Von den Kommunisten sagte er: „Ich kenne ihre Strategie gut, weil ich 10 Jahre lang mit ihnen in der Widerstandsbewegung und im Gefängnis gearbeitet habe.“ Er sagte, dass es keine Taktik gäbe, die sie bei der Verfolgung ihres Ziels, Südvietnam zu übernehmen, nicht anwenden würden. Obwohl sie hoffen, dies durch militärische und terroristische Taktiken zu erreichen, haben sie auch politische Vorgehensweisen entwickelt. (Berichtet in United Teacher, 14. Dezember 1969.)

 

Anmerkungen des Übersetzers

a Bezieht sich auf den Aufsatz „Repressive Toleranz“ (9) von Herbert Marcuse, erschienen 1965, in dem er eine uneingeschränkte Toleranz gegenüber „rückschrittlichen“ Bewegungen ausschließt. Zitat: „Intoleranz vor allem gegenüber den Konservativen und der politischen Rechten.“

b Kennan, George F.: Rebellen ohne Programm. Demokratie und studentische Linke. Stuttgart (1968): Henry Goverts Verlag.
Auszüge auf: http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-46106815.html

c Als Mathews dies schrieb, war die Beweisaufnahme noch im Gange und die Toten waren laut offizieller Darstellung Soldaten des Vietcong.

 

Literatur

3. Feuer, L.S..: The Conflict of Generations. New York: Basic Books, 1969
4. Kennan, G.: “The Student Left – Rebels without a Program“, Reader’s Digest, Jan., 1969
5. Baker, E.F.: Man in the Trap. New York: Macmillan Co., 1967
9. Marcuse, H.: „Repressive Tolerance“, A Critique of Pure Tolerance by H. Marcuse, R. P. Wolff, and B. Moore.

 

Abdruck mit freundlicher Genehmigung von Charles Konia.
Journal of Orgonomy, Jahrgang 4 (1970), Nr. 1, S. 111-125.
Übersetzt von Robert (Berlin) mit Unterstützung von Peter Nasselstein

ZUKUNFTSKINDER: 8. Utopia, b. Freiheit und Verantwortung

6. Mai 2018

Ein neuer Artikel auf http://www.orgonomie.net:

ZUKUNFTSKINDER:

8. Utopia, b. Freiheit und Verantwortung

DAS SCHLUSSKAPITEL DES BUCHES!

Peter das Haßhäschen

26. April 2018

Was ist Haß? Aufgestaute Aggression, d.h. der Affekt des „Jetzt reicht‘s!“ Aggression ist eine Expansion, die in die Muskulatur geht. Dem Linken ist der Haß fremd, nicht nachvollziehbar und überhaupt das Schrecklichste und Beängstigendste, was er sich vorstellen kann. Das ist so, weil seine neurotische Abwehr gegen die Orgonenergie-Ströme in seinem Organismus nicht wie beim Konservativen muskulär ist, sondern intellektuell. Er kennt richtige Haßgefühle gar nicht. Er kennt nur Ressentiment und Verachtung, d.h. die Verlagerung der Energie weg vom Genital in den Kopf hinein.

Man braucht nur das Radio oder den Fernseher anmachen bzw. eine Zeitung aufschlagen… Etwa beim Thema „Trump“: Aus jedem Satz über ihn spricht eine schneidende Verachtung. Daneben scheint es nur noch ein weiteres Thema zu geben: die Gesellschaft vor „Häjt Spietsch“ zu schützen.

Verachtung ist in jedem Fall irrational, pestilent und verdammenswert. Verachtung ist eine zusätzliche Qualität, die dem Lebendigen fremd ist. Hingegen kann das Lebendige selbstverständlich hassen. Der einzige Unterschied ist hier die Quantität. Die orgastische Potenz sorgt dafür, daß sich nichts über die Maßen aufstauen kann (siehe oben die erste Zeile!). Beim faschistischen „Hasser“ hingegen brodelt es inwendig ständig und da politischer Extremismus nicht nur mit extremer orgastischer Impotenz, sondern immer auch mit einer starken Augenpanzerung einhergeht, werden mit diesem vollkommen überdrehten Haß auch noch die falschen Objekte bedacht. So wird beispielsweise der Kampf gegen „Kommunismus und Liberalismus“ unversehens ein Vernichtungsfeldzug gegen „die Juden“. Dabei fühlt sich der Faschist hundertprozentig im Recht, denn er „wehrt sich ja nur“.

Der genitale Charakter und die genitale Welt

13. April 2018

DIE ZEITSCHRIFT FÜR ORGONOMIE

Paul Mathews: Der genitale Charakter und die genitale Welt

acologo

Orgonomie oder der Tod!

5. Februar 2018

Was unterscheidet Reich von den Kommunisten, Faschisten und „Demokraten“ jeder denkbaren Couleur? Reich verspricht nicht die „Freiheit“!

Versteht man unter „Freiheit“ vor allem die Verantwortung jedes einzelnen Erdenbürgers für die rationale Führung der persönlichen, beruflichen und gesellschaftlichen Existenz, dann gibt es keine größere Angst als die vor Einrichtung der allgemeinen Freiheit. (Massenpsychologie des Faschismus, Fischer TB, S. 284)

Reich verspricht nicht die Freiheit von der Arbeit wie die Kommunisten, in deren Gesellschaft die höchste denkbare zivile Strafe das „Schicken in die Produktion“ war. Es ging hier um nichts anderes als das Paradies für arbeitsscheues Gesindel, das sich vom Staat aushalten lassen will. Faschisten und „Demokraten“ haben stets nichts anderes gemacht, als diesen kanzerösen Infantilismus durch lächerliche Betrugsmanöver irgendwie aufzufangen. Irgendwann kommt die große Krise, wo das ganze Kartenhaus zusammenbricht. Danach fängt dann die Tragödie von neuem an, da niemand den Mut hat, der einzig denkbaren rationalen Gesellschaftsorganisation Bahn zu brechen, der Arbeitsdemokratie, in der jeder Einzelne die Verantwortung für sein Leben, seine Gesellschaft und die Funktion, die er in ihr einnimmt, trägt.

Der Rote Faden: Der rote Faden einer Verschwörung

13. Dezember 2017

Ein neuer Artikel auf http://www.orgonomie.net:

DER ROTE FADEN:

1. Aktion und Reaktion

a. Der Weg in den Kommunismus

b. Der Weg in den Faschismus (Wien)

c. Rassenhygiene

d. Der Weg in den Faschismus (Berlin und Kopenhagen)

e. Der Übermensch

f. Die Untermenschen

2. Der Weg in den Kalten Krieg

a. Das rote Berlin

b. Agenten des Roten Terrors

c. Der Friedenskämpfer Nr. 1

d. Der Kalte Krieger Nr. 1

e. Der Warmduscher

3. Mentalhygiene

a. Sexpol

b. Die sexuelle Revolution in der Sowjetunion

c. Psychoanalyse und Kommunismus

d. Otto Fenichel und seine „Rundbriefe“

e. Die Leninistische Organisation

4. Polithygiene

a. Reich in Norwegen

b. Reich und Marx

c. Reich und Lenin

d. Reich und Trotzki

e. Reich und Stalin

5. Reich in Amerika

a. Drei Sozialistinnen

b. Reich und der Kalte Krieg

c. Der rote Faden einer Verschwörung

Der Rote Faden: Reich und der Kalte Krieg

6. Dezember 2017

Ein neuer Artikel auf http://www.orgonomie.net:

DER ROTE FADEN:

1. Aktion und Reaktion

a. Der Weg in den Kommunismus

b. Der Weg in den Faschismus (Wien)

c. Rassenhygiene

d. Der Weg in den Faschismus (Berlin und Kopenhagen)

e. Der Übermensch

f. Die Untermenschen

2. Der Weg in den Kalten Krieg

a. Das rote Berlin

b. Agenten des Roten Terrors

c. Der Friedenskämpfer Nr. 1

d. Der Kalte Krieger Nr. 1

e. Der Warmduscher

3. Mentalhygiene

a. Sexpol

b. Die sexuelle Revolution in der Sowjetunion

c. Psychoanalyse und Kommunismus

d. Otto Fenichel und seine „Rundbriefe“

e. Die Leninistische Organisation

4. Polithygiene

a. Reich in Norwegen

b. Reich und Marx

c. Reich und Lenin

d. Reich und Trotzki

e. Reich und Stalin

5. Reich in Amerika

a. Drei Sozialistinnen

b. Reich und der Kalte Krieg

Blogeinträge Mai/Juni 2012

21. November 2017

Charles Konias Orgonsoziologie. Angesichts des gestrigen Beitrags zur Ökonomie möchte ich insbesondere auf seinen Blogeintrag „Wieso ‚Konjunkturpakete‘ nicht funktionieren“ verweisen:

Blogeinträge Mai/Juni 2012

  • Aus der Geschichte der Emotionellen Pest: Die Lösung des Christentums
  • Wieso „Konjunkturpakete“ nicht funktionieren
  • Kommunismus/Sozialismus ist der Krebs des Gesellschaftskörpers
  • Aus der Geschichte der Emotionellen Pest: Die Lösung des Liberalismus
  • Aus der Geschichte der Emotionellen Pest: Die Lösung des Konservatismus
  • Der schwindende Kern-Kontakt bei den Menschen
  • Das Robin-Hood-Syndrom
  • Eines der Hauptsymptome eines emotionell pestkranken Charakters
  • Die Auswirkungen der sozio-politischen Rotverschiebung auf das Denken der Menschen

 

Kommentar zu „Aus der Geschichte der Emotionellen Pest: Die Lösung des Christentums“:

Robert (Berlin) schrieb 2013:

Dieser Artikel ist ausgesprochen gut, leider aber sein Lösungsansatz sehr utopisch. Das deswegen, weil durch den Einbruch der islamischen Pest seine Lösung immer unwahrscheinlicher wird, abgesehen auch davon, dass es nie genügend Therapeuten geben wird. Man müsste eine freie „Insel“ schaffen, diese gut schützen und darin ungepanzerte Kinder aufwachsen lassen (unter der Aufsicht von Orgontherapeuten) und diese erziehen dann wiederum als Erwachsene weitere ungepanzerte Kinder.

O.:

„Die Emotionelle Pest ist eine medizinische Erkrankung und muß wie jede andere Infektionskrankheit behandelt werden.“ (laut Konia)
Dies würde sagen, EP sei keine psychische Erkrankung und könne nicht mit Psychotherapie behandelt werden.
Daher mein Gegenargument: Emotionelle Pest ist eine psychische Erkrankung und muss mit Psychotherapie behandelt werden.
Genauer betrachtet ist sie aber ein soziales Phänomen einer Masse psychisch Kranker (definiert nach Reich). Mit Einzeltherapie wird dem keiner beikommen können. Vielleicht wäre eine Kombination aus Grupen- und Einzeltherapie sinnvoll?
_______________
@ Robert: Ich möchte nicht auf der Insel leben, wo Orgontherapeuten die Aufsicht haben.

Zu „Wieso „Konjunkturpakete“ nicht funktionieren“:

David:

Die wirtschaftlichen Empfehlungen von Seiten der politischen Rechten, verantwortungsvolle Haushaltspolitik durch Ausgaben- und Steuerkürzungen und den Markt sich selbst regulieren lassen, kommt den aktuellen wirtschaftlichen Problemen der gepanzerten Menschheit näher als all die „Lösungen“ der heutigen linken Ideologen.

Richtig, die Deregulierung ist im Prinzip großartig.

Jedoch: de facto wird einseitig zugunsten der Konzerne und Firmen dereguliert, während – gegenwärtiger Berichterstattung zufolge – etwa ein Mini-Jobber sich mit Vertragswerken konfrontiert sieht, die bis oben voll gestopft sind mit Klauseln zugunsten des Stärkeren – für ihn gibt es also nicht weniger, sonder mehr Regulierung!

Das, was ich „Bürokratie westlichen Typs“ nenne, breitet sich immer mehr aus.

Knebelverträge nennt man sowas umgangssprachlich.

Es gibt – unter der Vortäuschung von Deregulierung von konservativer Seite her – eine gewaltige Verschärfung der Regulierung.

Und was kann Mann / Frau sonst machen, als sich verschärft ausbeuten zu lassen??

Mann / Frau braucht ja unbedingt das wenige Geld.

Diese ganze Freiheitsideologie und Dereguliererei ist genau so ein Lügengebäude wie der Marxismus, nur in entgegengesetzter Richtung .So sehe ich das.

David

—-

Übrigens hat der Autor dieser Zeilen online beim Deutschen Bundestag eine Petition eingereicht, die Leiharbeit – so genannte „Zeitarbeit“ – zu verbieten und unter Strafe zu stellen.

Auch als es die noch nicht gab, konnten dennoch die Firmen auf Auftragsspitzen reagieren:

Sie mussten eben zu den Treffpunkten der Gelegenheitsarbeiter gehen, wie etwa bei Haltestelle „Brendle“ am Stuttgarter Großmarkit, wo auch die „Servis“ des Arbeitsamtes war – die es heute nicht mehr gibt, und sie mussten sich dort Leute holen.

Das war keine Zeitarbeits-Einrichtung, sondern eine Vermittlung, d.h. der Arbeiter wurde nicht verliehen sondern vermittelt. Das muss wieder eingeführt werden.

Es ging also ohne weiteres, nur war es für die Firmen nicht so bequem.

Für die Firmen gab es auch nicht die Haftungs-Abwälzung, die man heutzutage um jeden Preis will – vielleicht wegen der amerikanischen Unsitte, dass übermäßig hoher Schadenersatz-Prozesse üblich sind.

Zu „Kommunismus/Sozialismus ist der Krebs des Gesellschaftskörpers“:

Robert (Berlin):

Ein anderer Krebs ist der Überwachungsapparat, der immer gigantischere Züge annimmt

http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/geostrategie/steve-watson/senator-rand-pauls-botschaft-an-obama-genug-ist-genug-wir-wollen-unsere-freiheiten-zurueck-.html

David:

Wie bitte?

der Verzicht auf Rückzahlung der Darlehen für College-Studenten …

dieser Verzicht soll schlecht sein??

Hiermit bezieht sich Konia meines Erachtens auf eine Gesetzes-Änderung, die es erlaubt, von den Studienkredit-Schulden im Falle einer Privatinsolvenz genau so befreit zu werden wie von anderen Schulden auch.

Vorher waren Studienkredit-Schulden von der Privatinsolvenz ausgenommen, das heißt sie mussten auf jeden Fall bedingungslos – und mit Zins und Zinseszins – bis zum letzten Cent zurückgezahlt werden.

Bekanntermaßen stehen die jungen Menschen in Nordamerika – gehört habe ich es von Kanada aber USA ist vermutlich genauso – unter einem GEWALTIGEN sozialen Druck – verschuldet durch die Bildungs-Inflation die wiederum auf das Konto des Modern-Liberalen Charkters geht und zwar:

Kein College-Abschluss – keine Arbeitsstelle.

Die Personalchefs wollen College-Abschlüsse sehen heutzutage.

Glaubt hier etwa immer noch irgend jemand, dass die jungen – nicht besonders privilegierten – Kanadier und US-Bürger sich zum Spass so hoch verschulden??

Und wie könnte man die Bildungs-Inflation wieder zurückdrehen?

Robert (Berlin) schrieb 2016:

Gulag – Der lautlose Tod

GULAG – DER LAUTLOSE TOD
Kriegsdrama von Waris Hussein aus dem Jahr 1982.
Mit: John Savage, Willie Nelson, Francesca Annis, Ben Cross
FSK: Freigegeben ab 16 Jahren

INHALTSANGABE:
Als Abenteurer geht er nach Russland, wo er drei Jahre verbringen wollte. Doch Victors Leben wird zum Drama. Als angeblicher Spion verhaftet und in eine überfüllte Zelle eingesperrt, will man den amerikanischen Staatsbürger zu einer Unterschrift zwingen. In endlosen Verhören wird er brutal zusammengeschlagen und Tag für Tag fast leblos in das feuchte Rattenloch zurückgeschleift … bis er endlich unterschreibt sein eigenes Todesurteil. Denn die Antwort heißt 10 Jahre Gulag zehn Jahre lautloser Tod. Nur sein ungebrochener Stolz gibt dem US Bürger die Kraft, die grausame Zeit der Quälerei in Kälte und Eis zu überleben. Ausgezehrt und entkräftet wird Victor in ein abgelegenes Dorf verbannt. Jeglicher Kontakt zur Außenwelt ist abgeschnitten. Ständig überwacht und kontrolliert, findet sein kurzes Glück mit einer jungen Frau aus dem Dorf über Nacht ein jähes Ende. Russische Soldaten holen ihn ab und verschleppen den von Folter gekennzeichneten Mann in den Norden Sibiriens. Victors Alptraum beginnt erneut…

Zu „Aus der Geschichte der Emotionellen Pest: Die Lösung des Liberalismus“:

Robert (Berlin) schrieb 2013:

Ein bestechender Artikel zu Obama

http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/ein_gott_der_keiner_war

O.:

Was unterscheidet Obama von seinem Vorgänger: Eigentlich nur seine vielen (falschen) Versprechen … ansonsten führt er im Einklang mit allen anderen Präsidenten die gleiche (eben konservative) Politik fort.
Seine Fassade scheint einem „liberalen Charakter“ entsprechen, sein Handeln ist „konservativ“. Wie seine Vorgänger spielt er eine Rolle, die des Präsidenten. Ihn als liberal-kommunistisch zu titulieren ist sicherlich eine gute Beleidigung für Linke, aber er tut was Globalisten tun. Hier blicke ich eher auf das Verhalten, woraus ich keinen liberalen Charakter ableiten würde. – Es mag ja sein, das ich hiervon auch gar nichts verstehe.

Zu „Aus der Geschichte der Emotionellen Pest: Die Lösung des Konservatismus“:

Robert (Berlin):

Im schwarzen Faschismus müsste es dementsprechend auch pseudo-konservative Typen aus der roten Ecke gegeben haben; sozusagen alles spiegelbildlich.

David:

Goebbels?

Robert (Berlin):

Ich merke gerade, dass ich quatsch geschrieben habe. Der Pseudo-Konservative wäre ja der schwarze Faschist, der in der Demokratie „als ob“ auf Konservativ macht, wenn der Trend zum Rechten stark ist. Das wären dann Konservative, die z.B. in der Weimarer Republik im Stahlhelm oder ähnlichem gewesen ist. aber in Wirklichkeit nur auf dem Nationalsozialismus warteten.

O.:

Konias späte Konstruktion des konservativen Gutmenschentum mag nachkommende Generationen überzeugen und ablenken von dem 80er Globalisierungskapitalismus (der nichts mit den Linken zu tun hatte). Hierzu haben die Konservativen geschwiegen und rein gar nichts gemacht, sie haben abgewartet oder Beifall geklatscht als Typen wie Schröder ihre Politik auch noch reaktionär übertrafen.
Konservative haben in den 60- bis 80-er gegen den Kommunismus gewettert mit Parolen „Lieber tot als rot!“.
Wer jetzt „aufsteht“ und eine konservative „Revolution“ fordert, hat den Zug lange verpasst und sorgt dafür, dass alles so weiterläuft. „Linke Geister“ werden beschworen, konstruiert, in Szene gesetzt und von „Konservativen“ neu geschaffen. Jedes Aufbegehren (z. B. gegen Globalisierung und für mehr Basisdemokratie oder Arbeitsdemokratie, für eine leistungsgerechte Bezahlung) wird in die linke Ecke gestellt. So wird sich nichts ändern, die Bevölkerung bleibt gespalten, gelähmt und nehmen ihr Schicksal nicht in die eigene Hand. Alle Selbstregulationsansätze fallen bei Konia unter die „linke Fahne“ und somit wird die emotionelle Pest weiterregieren, die sich Konia eigentlich wegwünscht.
Ich habe mir den Beleg erspart, wonach es in den 70ern eben keine „anti-autoritäre“ Entwicklung gab und die Konservativen zweifelsohne alles im Griff hatten. Mit dem Chaos kämpfen wir heute.
Ich glaube nicht, dass wir mit einer erneuten politisierenden Rechts-Links-Debatte ein Problem lösen werden, wir entfernen uns von jedem arbeits-(demokratisch-)orientierten Ansatz.
First of all – no politics.

Zu „Das Robin-Hood-Syndrom“:

David:

Zitat aus New York Times:

Was jetzt gebraucht wird, ist noch mehr Unterstützung, einschließlich Ausgaben der Zentralregierung für Bildung und öffentliche Bauvorhaben zur Schaffung von Arbeitsplätzen …

Und es wird – im Entwicklungshilfesektor – immer mehr in Ausbildungsplätze gesteckt, deren Fehlen jedoch nicht das Hauptproblem ist.

Zitat Muhammad Yunus, Die Armut besiegen, S. 139:

Die politischen Entscheidungsträger, die internationalen Berater und viele NGO … glauben, die Menschen seien arm, weil es ihnen an Kenntnissen mangle. Ausgehend von dieser Annahme leiten sie Maßnahmen zur Armutsbekämpfung ein, in deren Mittelpunkt umfassende Ausbildungsprogramme stehen

… dass die meisten Experten gute Absichten verfolgen. Sie geben der Ausbildung den Vorzug, weil sich diese Vorgehensweise folgerichtig aus ihren irrigen Annahmen ergibt.

Zitat Ende. Yunus relativiert dies ein wenig, indem er später sagt, dass doch Ausbildung in vielen Fällen hilfreich ist. Jedoch habe werde der Arme ausgebeutet, habe nicht die Möglichkeit, die Früchte seiner Arbeit selbst zu ernten, weil er dekapitalisiert ist. Er hat kein Kapital, das hat im Dorf nur der Zwischenhändler, Mittler, Geldverleiher, der dem Armen die Bedingungen diktiert.

Abgesehen von Aubildungsplätzen hat für Yunus auch das Schaffen von Arbeitsplätzen (Arbeitsstellen für abhängige Beschäftigung) nicht sehr hohe Priorität.

Zitat: Aber es ist falsch, anzunehmen, die Menschen müssten darauf warten, dass ihnen jemand einen Arbeitsplatz gibt,

Hervorhebung hier von mir, und weiter:

… die Menschen sollen zwischen verschiedenen Optionen wählen können, darunter abhängige und selbständige Erwerbstätigkeit.

… Der beschriebene Einschätzungsfehler geht mit einem weiteren blinden Fleck der herkömmlichen Wirtschaftstheorie einher. Gemeint ist die Annahme, das „Unternehmertum“ sei eine seltene Eigenschaft.

Den Lehrbüchern zufolge haben nur wenige Menschen das Talent, wirtschaftliche Chancen zu erkennen, und den Mut, ihr Kapital zu riskieren, um solche Chancen zu nutzen.

Zitat Ende, Hervorhebung von mir. Genau das hat man auch mir ein Leben lang immer gesagt.

… gibt man den Menschen geeignete Werkzeuge in die Hand, so werden die meisten von ihnen bereitwillig die Gelegenheit beim Schopf packen.

Zitat Ende.

Zurück aus der „Dritten Welt“ in unser Land zu unseren Hartz-Behörden.

Auch hier werden Bildungsprogramme groß geschrieben: die Abhängigen müssen gehorchen; immer noch eine Bildungsmaßnahme und immer noch eine (Blome / Augstein zufolge oft dieselbe mehrmals hintereinander), sonst ist ja die Stütze weg.

Einen Systemzusammenbruch möchte man fast wünschen. Erst dann können Zustände eintreten, in welchen die Armen (in Deutschland sind die Armen Relativ Arme) sich selber helfen können.

Zu „Eines der Hauptsymptome eines emotionell pestkranken Charakters“:

Robert (Berlin):

http://www.barack-obama-infos.de/

Zu „Die Auswirkungen der sozio-politischen Rotverschiebung auf das Denken der Menschen“:

O. schrieb 2014:

Welchen Beleg gibt es für diese Annahme: „Die Democratic Party in Amerika wurde in den 1960er Jahren, zu der Zeit, als sich die sozio-politische Rotverschiebung zutrug, von knallharten kommunistischen Charakteren unterwandert und erfolgreich übernommen.“?

Peter:

http://www.breitbart.com/Big-Journalism/2013/11/12/Horowitz-blasts-left-Heritage

Peter schrieb 2016:

Die Rotverschiebung hat mittlerweile selbst die CSU verfaßt, die heute in den wichtigen (!) Fragen eine linksradikale Haltung angenommen hat: http://www.pi-news.net/2016/01/csu-will-weitere-millionen-ins-land-lassen/

Wer die Blockparteien, die Volkszertreter, wählt, ist in meinen Augen ein Schwein!

Der Rote Faden: Reich und Lenin

12. November 2017

Ein neuer Artikel auf http://www.orgonomie.net:

DER ROTE FADEN:

1. Aktion und Reaktion

a. Der Weg in den Kommunismus

b. Der Weg in den Faschismus (Wien)

c. Rassenhygiene

d. Der Weg in den Faschismus (Berlin und Kopenhagen)

e. Der Übermensch

f. Die Untermenschen

2. Der Weg in den Kalten Krieg

a. Das rote Berlin

b. Agenten des Roten Terrors

c. Der Friedenskämpfer Nr. 1

d. Der Kalte Krieger Nr. 1

e. Der Warmduscher

3. Mentalhygiene

a. Sexpol

b. Die sexuelle Revolution in der Sowjetunion

c. Psychoanalyse und Kommunismus

d. Otto Fenichel und seine „Rundbriefe“

e. Die Leninistische Organisation

4. Polithygiene

a. Reich in Norwegen

b. Reich und Marx

c. Reich und Lenin