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Der genitale Charakter und die genitale Welt (Teil 3)

15. Oktober 2017

Paul Mathews, M.A

Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung des American College of Orgonomy; übersetzt durch Robert (Berlin). Der Aufsatz wurde aus Zweckmäßigkeitsgründen in drei Teile aufgeteilt.

Also wie wäre eine Gesellschaft, die auf einer solchen Charakterstruktur beruht? Gäbe es Konkurrenz um Besitztümer und Stellung? Wahrscheinlich. Gäbe es Konflikte und Meinungsverschiedenheiten? Natürlich. Sogar Kriege? Ja.1 Maschinen und Industrie? Warum nicht? Kriminelle und Strafen? Ja. Sexuelle Perversion? Einige (die Trobriander hatten einige). Schulen? Höchstwahrscheinlich. Psychiatrische Kliniken? In einem gewissen Sinne. Was würde dann eigentlich eine genitale Welt von der gegenwärtigen neurotischen unterscheiden? Meiner Meinung nach im Wesentlichen dies: in einer genitalen Welt wären Handlung und Beweggrund weitgehend deckungsgleich; die Schulen würden hauptsächlich den grundlegenden biologischen (und damit intellektuellen) Bedürfnissen von Kindern dienen; die psychiatrischen Kliniken würden versuchen, orgonotischen Kontakt in einer funktionellen Weise wiederherzustellen; die Konflikte und Meinungsverschiedenheiten würden auf derzeitigen Realitäten beruhen und nicht auf infantilen Fixierungen; die Verbrecher wären jene, die Anstand und biologische Gesundheit verletzen, sowie diejenigen, die direkt sekundäre Triebe in einer offenkundig zerstörerischen und schädlichen Weise ausdrücken; die Industrialisierung würde rational den Bedürfnissen der Menschen für eine glücklichere und gesündere Existenz dienen; die Konkurrenz würde auf der Freude und der Befriedigung, etwas in einem Bereich zu leisten, beruhen, anstatt auf Macht, Ausbeutung und Unterdrückung.

Zugeben, eine mehr genitalartige Welt würde Konflikte minimieren und sie rationaler bewältigen. Dennoch könnten, was Kriege betrifft, angesichts einer weiten Welt mit unterschiedlichen Gruppen und Organisationen sowie großer Populationen, Anlässe für tatsächlich bewaffnete Konflikte aufkommen. Vielleicht würden solche Konflikte in einer genitalartigen Welt zumindest mit einer größeren Rücksicht auf das mögliche globale Aussterben des Lebens ausgekämpft werden und mit der Fähigkeit diese Gefahr abzuwenden.

Elsworth F. Baker betont, dass eine ideale Welt nur konzeptionell existieren kann, dass, wenn überhaupt, dann nur eine funktionelle genitale Welt möglich ist. 2 Er glaubt, dass eine solche Welt nur unter bestimmten Bedingungen friedlich bleiben könnte: Erstens, wäre sie relativ statisch, d.h. nicht dem Fortschritt und Wachstum, wie wir sie kennen, unterworfen, wie es in manchen tropischen Gebieten der Fall ist, wo Nahrung reichlich vorhanden ist, und in der Arktis mit ihren prekären Lebensumständen, wie zum Beispiel für die Eskimos. Zweitens wäre es wegen der Bedingungen in der Umwelt und speziell in der Gesellschaft notwendig, dass der private Besitz an Land und anderem bedeutsamen Eigentum kein entscheidender Faktor für das Überleben oder die emotionale Gesundheit wäre. Letzteres bedeutet nicht, dass der Wunsch nach eigenem Land und Eigentum nicht-genital ist. Ganz im Gegenteil gibt es Hinweise darauf, dass es für solche Wünsche urzeitliche tierische und menschliche Wurzeln gibt (Ardrey). Dr. Baker ist auch der Ansicht, dass in solchen Gesellschaften Konflikte von kriegerischer Natur begrenzt und lokal blieben, statt einen globalen Maßstab anzunehmen. Er glaubt auch, dass die Arbeitsdemokratie nur begrenzt funktionieren kann; dass trotz einer angemessenen Vergütung, die auf der Befähigung und der tatsächlich geleisteten Arbeit beruht, sowohl Konkurrenz als auch Eifersucht am Werk seien, da sie Teil der Überlebensausrüstung des Menschen und anderer Tiere sind; und dass unweigerlich der Kampf um den Besitz der fruchtbarsten Ländereien und anderer Vorteile zu den Konflikten beitrügen.

Natürlich basieren die Hypothesen von Dr. Baker auf der Annahme, dass diese funktionelle genitale Gesellschaft der Zukunft in einer Welt wie der unseren, was die Bevölkerungszahl betrifft, d.h. einer Welt mit Milliarden von Bewohnern, existieren würde. Ihm zufolge kann man nicht erwarten, dass so große Menschenmassen, die sich in dicht bevölkerten Enklaven zusammendrängen, rational bleiben, 3 dass nur in einer Welt kleiner und relativ isolierter Gruppierungen die Möglichkeit für ein durchgängig genitales Verhalten erwartet werden kann. Der Zusammenstoß von zu vielen Energiefeldern aufeinander, die Erzeugung großer DOR-Mengen und ein Rest neurotischer Tendenzen würden Konflikte auslösen, wie sie die heutige Welt zeigt. Unsere Welt ist wirklich viel zu klein für die enorme Bevölkerung, die sie zu ernähren versucht. Auf jeden Fall geht Dr. Baker davon aus, dass es nicht möglich wäre, eine Welt völlig ohne Kriege, Konflikte und Irrationalität zu haben.

Sollte diese Schlussfolgerung uns entmutigen? Nicht, wenn wir daran interessiert sind in Richtung einer erheblich besseren Welt, als wir sie haben, zu arbeiten, anstatt einem mystischen, utopischen Paradies; und nicht, wenn wir verstehen, wie die passende Richtung hin zu einer besseren Welt, wie Bevölkerungskontrolle, gesündere Kindererziehungspraktiken und selbstregulierende Lebensstile, einzuschlagen ist. Mystische Bestrebungen neigen dazu, den Willen zu lähmen, sobald die Enttäuschung einsetzt, wohingegen die Wirklichkeit uns Perspektive, Geduld und Kraft verleiht.

Es sei auch ausdrücklich hervorgehoben, dass diese Beobachtungen in keiner Weise das orgonomische Kriterium der Gesundheit, das genitale Primat, außer Kraft setzen. Ungeachtet der vielen selbst ernannten Neo-Reichianer, die dazu neigen, Reichs grundlegende Konzepte zu verzerren und damit die Öffentlichkeit zu täuschen, bleibt die Genitalität der entscheidende Faktor für die Lehren Reichs. Das Primat der Genitalität zu leugnen, ist damit gleichbedeutend, die Existenz aller lebenden Funktionen zu leugnen, von denen die Orgasmusformel das Grundmodell ist. Reich behauptete (1949b): „Ich habe in Wirklichkeit nur EINE EINZIGE Entdeckung gemacht: DIE FUNKTION DER ORGASTISCHEN PLASMAZUCKUNG. Sie stellt den Küstenstrich dar, von dem aus sich alles weitere ergab.“

Reich hatte Vorstellungen von einer Gesellschaft, die nach seinem Konzept der Arbeitsdemokratie strukturiert ist und von funktionalen genitalen Charakteren bevölkert wird, den erwachsenen „Kindern der Zukunft“ (1946). Er stellte sich auch eine Welt ohne Führer, wie wir sie jetzt kennen, vor, d.h. eine Welt, die von einem „neuen Führer“ geleitet wird, der nicht in einer autoritären Weise führt, sondern Menschen anleitet und hilft, sich selbst zu lenken; der sie mit größerer Verantwortung für sich selbst belasten würde, nicht mit weniger (1953, Seiten 203-23); eine Welt, in der Entscheidungen und Planungen von denen erledigt werden, die am besten durch die geleistete „lebensnotwendige Arbeit“ aller Art qualifiziert sind und nicht durch neurotische, machtbesessene Politiker. Diese Welt Reichs wäre eine, in der Liebe und natürliche Sexualität nicht nur geduldet, sondern als notwendige Voraussetzungen vollständig akzeptiert würden.

Dies war Reichs großartige Vision einer an Genitalität orientierten Utopie, ein Konzept, das gewiss fundierter, realistischer und wissenschaftlicher ist als jede andere utopische Gesellschaft, die der Mensch anzubieten hat. Trotzdem erkannte Reich die spekulative Natur seines Traums. Trotzdem ist er etwas, nach dem man streben kann, wenn wir das ohne Illusionen tun. Zumindest haben wir zum ersten Mal ein solides, gesetzmäßiges energetisches Fundament, das in Mensch und Kosmos identisch ist, um uns durch das labyrinthische Gewebe unserer gepanzerten Vergangenheit und Gegenwart zu führen.

 

Hinweise:

  1. Einige meiner Kollegen haben Einwände gegen dieses Konzept, so dass ich ergänze, dass idealerweise keine Notwendigkeit für Kriege zwischen genitalen Charakteren bestünden. Aber es liegt in der Natur der Dinge, ob von innen oder von außen bedingt (im letzteren Fall durch DOR usw.), das Segmente einer Gesellschaft akute emotionale Pestreaktionen entwickeln könnten, die eine entschiedene Unterdrückung erforderten. Siehe auch Dr. Bakers Ideen, die in diesem Artikel enthalten sind.
  2. Dr. Bakers Ansichten zu diesem Thema, wie sie hier zum Ausdruck kommen, wurden dem Autor in einem privaten Gespräch mitgeteilt.
  3. Ein solches Zusammendrängen in großen Gruppen ist ein weiteres Symptom der allgemeinen Neurose.

 

Literatur:

Ardrey, R. 1966. The Territorial Imperative. New York: Dell (paperback), 1971.
(deutsch: Adam und sein Revier, Wien, München, Zürich: Molden, 1968)

Bacon, F. 1626. New Atlantis. New York: Odysseus Press, 1973.
(deutsch: Neu–Atlantis, Stuttgart: Reclam, 2003)

Baker, E.F. 1967. Man in the Trap. Princeton: The American College of Orgonomy Press, 2000.
(deutsch: Der Mensch in der Falle, München: Kösel, 1980)

Butler, S. 1960. Erewhon. New York: New American Library.
(deutsch: Erewhon, München: Goldmann 1985)

Freud, S. 1962. Three Essays on the Theory of Sexuality. New York: Basic Books.
(deutsch: Drei Abhandlungen zur Sexualtheorie, Frankfurt a. Main: Fischer, 1991)

Hilton, J. 1933. Lost Horizon. New York: Pocket Books, 1976.
(deutsch: Der verlorene Horizont, München, Zürich: Piper, 2003)

Hobbes, T. 1660. Leviathan. New York: Penguin (paperback), 1968.
(deutsch: Leviathan, Stuttgart: Reclam, 1986)

Kuehnelt-Leddihn, E. von. 1977. „Utopias and Ideologies„, Modern Age 21:263.
(URL: https://isistatic.org/journal-archive/ma/21_03/kuehnelt.pdf)

Malinowski, B. 1929. The Sexual Life of Savages. New York: Harcourt, Brace and World.
(deutsch: Das Geschlechtsleben der Wilden in Nordwest-Melanesien, Frankfurt a. M.: Syndikat, 1979)

Mathews, P. 1974. The Sociopolitical Diathesis. Journal of Orgonomy 8:204-15; und
The Mechanisms of the Emotional Plague. Journal of Orgonomy 9:206-218, 1975.

Plato. 360 B.C . The Republic. New York: Penguin (paperback), 1974.
(deutsch: Der Staat, Stuttgart: Reclam, 1982)

Plutarch: 75 A.D. Lycurgus in his Lives of the Noble Greeks. New York: Dell (paperback), 1974.
(deutsch: Große Griechen und Römer: 6 Bände (Bibliothek der Alten Welt), Berlin: De Gruyter, 2011)

More, T. 1975. Utopia. New York: Dutton Press.
(deutsch: Morus: Utopia, Stuttgart: Reclam, 2016)

Raknes, O. 1970. Wilhelm Reich and Orgonomy. Princeton: The American College of Orgonomy Press, 2004.
[New York: Penguin, 1971 (Anm. Übers.)]
(deutsch: Wilhelm Reich und die Orgonomie, Frankfurt a. M.: Fischer, 1973)

Reich, W. 1945. The Sexual Revolution. New York: Orgone Institute Press.
(deutsch: Die sexuelle Revolution, Frankfurt a. M.: Europäische Verl.-Anst., 1966)

Reich, W. 1946. Mass Psychology of Fascism. New York: Orgone Institute Press.
(deutsch: Die Massenpsychologie des Faschismus, Köln, Berlin: Kiepenheuer & Witsch, 1971)

Reich, W. 1949a. Character Analysis. New York: Orgone Institute Press.
(deutsch: Charakteranalyse. Köln, Berlin: Kiepenheuer & Witsch, 1970)

Reich, W. 1949b. Ether, God and Devil. New York: Orgone Institute Press.
(deutsch: Äther, Gott und Teufel. Frankfurt: Nexus, 1983)

Reich, W. 1953. The Murder of Christ. New York: Orgone Institute Press.
(deutsch: Christusmord. Olten, Freiburg im Breisgau: Walter, 1978)

Reich, W. 1971. The Invasion of Compulsory Sex-Morality. New York: Farrar, Straus and Giroux.
[3rd edition prepared by Wilhelm Reich, 1951.(Anm. Übers.)]
(deutsch: Der Einbruch der sexuellen Zwangsmoral, Köln: Kiepenheuer und Witsch, 1972)

Roheim, G. 1950. Psychoanalysis of Primitive Culture. New York: International Universities Press.
(deutsch: Psychoanalyse und Anthropologie, Frankfurt a. M.: Suhrkamp, 1977)

Rousseau, J.J. 1976. The Social Contract. New York: Penguin
(deutsch: Vom Gesellschaftsvertrag oder Prinzipien des Staatsrechtes, Frankfurt a. M.: Fischer-Taschenbuch-Verlag, 2005)

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nachrichtenrief77

14. Oktober 2017

Die aktualisierte BIBLIOGRAPHIE DER ORGONOMIE

1. August 2017

BibliographiederOrgonomie - Kopie

Ich habe den dritten Teil meiner Orgonomie-Bibliographie überarbeitet:

BIBLIOGRAPHIE DER ORGONOMIE

nachrichtenbrief23

18. Mai 2017

Charles Konia und die Zukunft der Menschheit

4. März 2017

In seinen Blogeinträgen führt Dr. Konia immer wieder aus, daß Politik, d.h. in diesem Zusammenhang die Rückkehr zu den „1950er Jahren“, etwa durch Trump oder die AfD, nicht die Lösung sein kann, weil die charakter-strukturellen Veränderungen im Verlauf der Transformation von einer autoritären zu einer antiautoritären Gesellschaft zu weit fortgeschritten sind. Generell kann die Politik nicht die Lösung sein. Was tun?

Langfristig hat Reich die Antwort gegeben: die Kinder der Zukunft. Aber erstens umfaßt eine Generation 30 Jahre und es braucht viele Generationen, um einen „meßbaren“ Effekt zu haben. Und zweitens ist seit Reichs Zeiten eher ein ständiger Rückschritt zu verzeichnen. Man vergleiche die heutigen fast flächendeckend mit Psychopharmaka gedämpften Zombies, die nichts besseres mit ihrem Leben abfangen können, als jeden Abend vor dem Fernseher oder der Spielkonsole zu sitzen, mit den freien, frischen Menschen noch der 1960er und 1970er Jahre! Als Kind habe ich mein Leben selbst organisiert, bin mit meinen Freunden den ganzen Tag durch Industriebrache, Feld, Wald und Wiese gestreunt, nie wußten meine Eltern, wo ich war – heute schlichtweg undenkbar.

Natürlich kann man trotzdem alles Menschenmögliche tun, damit Reichs Traum sich doch noch materialisiert, etwa für die natürliche Geburt eintreten! Aber sonst? Nichts spricht dagegen sich für „Trump und die AfD“ zu engagieren, zur Schadensbegrenzung und auf daß der gesellschaftliche Zerfall zumindest gestoppt wird! Die eigentliche Lösung liegt aber darin genau das zu tun, was Dr. Konia macht: die Massen auf die biosozialen Zusammenhänge hinweisen, d.h. die Tatsache der Panzerung bekannt machen und was sich aus der Panzerung ergibt. Alles andere ist das leere Gewäsch von „Reichianern“, die Emotionelle Pest. Darunter fallen irgendwelche ach so großartigen „Gesellschaftsmodelle“ irgendwelcher anarchistischen oder kommunistischen „Aktivisten“ (die Avantgarde des Antiautoritarismus) oder der Verweis auf die allheilende Kraft der „Liebe“, Propaganda für Cannabis, etc.pp. Ohne Dr. Konia gäbe es heute keine Orgonomie mehr – und die Menschheit hätte keine Zukunft.

Die Partei Satans

27. Februar 2017

Reichs Kinder der Zukunft, waren Kinder, die selbstbestimmt aufwachsen. Sie wollen Kinder zu Werkzeugen machen und – ficken. Wenn irgendwas die Grünen kohärent macht, dann ist es die Kinderfickerei. Anfang der 1980er Jahre haben sie ganz offen dafür geworben, waren die politische Vertretung der Pädophilie. Seit einigen Jahren wird das aufgearbeitet und „bewältigt“, von Grünen, die heute die Schulen für die Frühsexualisierung von Kindern mißbrauchen. Allein schon das sogenannte „Gendermainstreaming“, d.h. die Geschlechtsgleichschaltung. Wenn es keine eindeutigen Geschlechter mehr gibt, etwa das Gender der „Genderunentschlossenen“, dann können erwachsene Männer auf Damentoiletten kleine Mädchen belästigen, ohne daß jemand eingreifen kann, bzw. eingreifen darf. Zumal nicht nur die Geschlechtsunterschiede fallen, sondern damit logischerweise auch die Altersunterschiede. Meine „Geschlechtsidentität“ ist dann eben die eines sechsjährigen Mädchens!

Flankiert wird das ganze durch die globalen Großkonzerne von der Musikindustrie, über die Werbebranche bis hin zu Hollywood, nicht zuletzt aber über die sogenannten Nachrichtenkanäle, die nichts anderes sind als Propagandaorgane einer Elite, die durch Kinderfickerei zusammengeschweißt wird. Was gemeint ist, reicht vom Sachsensumpf und De Maizière, als Muster dafür, wie und warum, über Edward Heath, als Beispiel, wo das ganze hinführt, und Skippy Podesta, um zu sehen, daß das ganze System global und flächendeckend funktioniert und wie genau die rechte ultrakapitalistische Großindustrie mit der linken antikapitalistischen „Kultur“ verbunden ist.

Offen beten sie zu Satan und können sich gar nicht wieder einkriegen in ihrer Verehrung des Islam, bei dem wirklich jede heterosexuelle Freude haram ist. Das einzige, was bei Satan und seinem Propheten Mohammed nicht haram ist, ist die Kinderfickerei.

Die Kinder der Zukunft und die endgültige Ausmerzung der sozialistischen Idee

23. Dezember 2016

Avshalom Caspi (Duke University, Durham) et al. zufolge verursacht ein kleiner Teil der Bevölkerung den Großteil der Ausgaben für die Gesundheits- und Sozialfürsorge sowie für die Bekämpfung der Kriminalität. Das ganze ginge auf die Kindheit der Menschen zurück, denn die 20 Prozent der Kinder, die als Dreijährige am schlechtesten in Bezug auf Sozialverhalten, Intelligenz und Familiensituation abschnitten, sorgten als Erwachsene für 80 Prozent der Probleme. Dies zeige, daß es sich lohnt, wenn eine Gesellschaft in frühe Hilfe für solche Kinder, die unter Armut, Ausgrenzung oder zerrütteten Familienverhältnissen leiden, investiere.

Wie groß der Effekt der Kindheitsverhältnisse ist und wie effektiv Frühinterventionen helfen, war jedoch bisher umstritten. Dazu haben nun Caspi und seine Kollegen Daten der sogenannten „Dunedin-Studie“ ausgewertet, bei der 1037 Kinder, die 1972 und 1973 in Neuseeland geboren wurden, bis ins Erwachsenenalter hinein regelmäßig untersucht und befragt wurden. Die Daten wurden jetzt dahin untersucht, wie deutlich sich Probleme im Erwachsenenalter schon in der Kindheit abzeichnen.

In allen acht von den Forschern untersuchten sozialen und medizinischen Bereichen sorgte eine Minderheit von rund 20 Prozent der Teilnehmer für 80 Prozent der gesellschaftlichen Kosten. „In welchem Segment man auch immer schaut, ob bei der Kriminalität, der Sozialhilfe oder dem Gesundheitssystem – überall finden wir eine solche Konzentration“, sagt Caspi. „Das Neue daran ist, daß die gleiche Gruppe von Individuen in gleich mehreren Segmenten auffällig wird.“ Die Angehörigen dieser Hochrisikogruppe waren für 81 Prozent der Verurteilungen wegen krimineller Delikte verantwortlich, hatten 66 Prozent der Sozialhilfe der Kohorte erhalten und 78 Prozent der verschreibungspflichtigen Medikamente, wie die Forscher berichten. Auch Übergewicht und Rauchen kam in dieser Gruppe überdurchschnittlich häufig vor.

(…) Ob eine Person später zu den rund 20 Prozent der problembelasteten Erwachsenen gehörte, ließ sich meist schon im Alter von drei Jahren feststellen. „Wir haben beobachtet, daß sich Mitglieder der Hochrisikogruppe von ihren Altersgenossen durch die gleichen vier Kindheits-Nachtteile unterschieden: Sie wuchsen tendenziell in sozioökonomisch benachteiligten Umgebungen auf, wurden schlecht behandelt, schnitten in IQ-Tests schlechter ab und zeigten eine geringe Selbstkontrolle“, berichten Caspi und seine Kollegen. Dies habe für alle acht untersuchten Bereiche nahezu gleichermaßen gegolten. Konkret bedeutet dies: Wie es einem Kind im späteren Leben ergehen wird, läßt sich unter Umständen schon im Kindergartenalter vorhersagen.

Die Studie zeige, so die Forscher, „daß ein frühes Eingreifen und eine Verbesserung der Bedingungen für Kinder aus prekären und zerrütteten Verhältnissen echte Abhilfe bieten könne. (…) Eine frühe Intervention ist demnach für die Gesellschaft gut eingesetztes Geld, denn es erspart später erheblich größere gesellschaftliche Kosten.“

Aus orgonomischer Sicht ist dazu zu sagen, daß 80 Prozent der Bevölkerung vollkommen in der Lage sind, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen, sonst würde auch die Arbeitsdemokratie gar nicht funktionieren und die Gesellschaft instantan kollabieren. Auch wird kein normaler Mensch jemals in seinem Leben kriminell. Damit ist der gesamte Asozial- und Polizeistaat, der die Arbeitsdemokratie zu erdrosseln droht, vollkommen überflüssig. Die Arbeitsdemokratie kann sich nur konsolidieren, wenn den Menschen endlich die Verantwortung für ihr eigenes Leben vollständig selbst aufgebürdet wird!

Das Elend, die Hilflosigkeit und Abhängigkeit, die uns tagtäglich ins Auge springt, geht auf einen Bruchteil der Bevölkerung zurück und läßt sich entsprechend mit eng begrenzten Maßnahmen der Sozialfürsorge bewältigen. Einer Fürsorge, deren Ziel es gleichzeitig sein muß, sich selbst weitgehend überflüssig zu machen, indem durch zielgruppenspezifische Förderung von Geburt an die besagten „20 Prozent“ auf vielleicht ein unvermeidliches, sagen wir, „5 Prozent“ gedrückt wird und langfristig die unsinnige „soziale Frage“ ganz verschwindet.

Das linke Halunkentum wird sich dagegen mit Händen und Füßen wehren, da es von der „sozialistischen Sehnsucht“, d.h. der Hilflosigkeit der Massen und der scheinbaren Unlösbarkeit der „sozialen Frage“ lebt. Wir werden diese Probleme also erst bewältigen können, wenn die von Elsworth F. Baker und Charles Konia entdeckte soziopolitische Charakterologie und vor allem die Kenntnis über die charakterliche Struktur der Linken zum Allgemeingut geworden ist. Ich verweise auf Dr. Konias Blog http://www.orgonomie.wordpress.com.

Die Bibel und die Kinder der Zukunft

2. Mai 2016

Nach Gen 8,21 ist der Mensch „böse von Jugend auf“, während Jesus sagte, man müsse wieder so gut wie die Kinder werden (Mt 18,3). In Dtn 21,18-21 lesen wir, daß, wenn jemand einen Sohn hat, „der so widerspenstig und ungehorsam ist, daß er trotz aller Strafen und Mahnungen weder auf seinen Vater noch auf seine Mutter hört“, dieser Sohn auf betreiben der Eltern von den Männern der Stadt gesteinigt werden soll! Das ist der biblische Begriff elterlicher Liebe, denn „wer seinem Sohn keine Schläge geben will, liebt ihn nicht. Wer seinen Sohn liebt, fängt früh an, ihn mit Strenge zu erziehen“ (Spr 13,24).

Streng Erziehung sei sowohl gut für die Kinder (Spr 19,18) als auch für die Eltern, deren Sohn dann „zur Quelle der Zufriedenheit und Freude“ werde (Spr 29,17). Strenge Erziehung heilt nicht nur von der angeborenen Dummheit der Kinder (Spr 22,15), sondern macht sie auch klug (Spr 29,15).

Später verschärfte sich diese kinderfeindliche Grundhaltung noch. Bei Sir 22,6 heißt es: „Strenge Erziehung und eine Tracht Prügel sind immer angebracht.“ Kinder müssen wie wilde Pferde gebändigt werden (Sir 30,8).

Solange es Kind ist, laß ihm nicht seinen Willen! Solange es klein ist, gib ihm tüchtig was hinten drauf, sonst wird es widerspenstig und gehorcht dir nicht mehr. (Sir 30,11f)

Da kann natürlich auch Paulus nicht zurückstehen:

Ihr Kinder, gehorcht euren Eltern und bezeugt dadurch eure Unterordnung unter den Herrn. So ist es recht und billig. „Ehre Vater und Mutter“ ist das erste Gebot, dem eine Zusage folgt: „Dann wird es dir gutgehen, und du wirst lange leben auf der Erde.“ Ihr Eltern, behandelt eure Kinder nicht so, daß sie widerspenstig werden! Erzieht sie mit Wort und Tat nach den Maßstäben, die der Herr gesetzt hat.

Und gleich im Anschluß daran heißt es: „Ihr Sklaven, gehorcht euren irdischen Herren! Ehrt und fürchtet sie. Dient ihnen so aufrichtig, als dientet ihr Christus.“ (Eph 6,1-5)

Allein schon diese wenigen Stellen reichen, um die Bibel zu einem verhängnisvollen Buch zu machen. Nach diesen Maximen wurde zwei Jahrtausende ein Großteil der Menschheit malträtiert. Auch behandelten so die Kolonialisten die „kindischen“ Ureinwohner.
Elizabeth Gershoff (University of Texas at Austin) und Andrew Grogan-Kaylor (University of Michigan School of Social Work) haben in einer Analyse von Forschungsstudien der letzten 50 Jahre gezeigt, daß auch leichte körperliche Züchtigungen („einen auf den Hintern geben“) kontraproduktiv sind: Kinder, die ab und an einen Klaps kriegen, werden unartiger, entwickeln „psychische“ (emotionale) Probleme und werden antisozial. Die alten autoritären Erziehungsmethoden haben lang- und teilweise sogar kurzfristig die diametral entgegengesetzten Effekte zu dem, was uns „Gott“ in der Bibel verspricht! Ich möchte dazu einfügen: Man schaue sich doch nur die schrecklichen Gören unserer extrem autoritären türkischen „Mitbürger“ an!

Es geht hier nicht um wüsten Kindesmißbrauch, sondern die ganz gewöhnliche Erziehung, wie sie in der autoritären Gesellschaft Usus war und ist. Weltweit schlagen 80 Prozent der Eltern ihre Kinder. So eine Untersuchung der UNICEF von 2014. In den antiautoritären USA sind es noch immer etwa 50 Prozent.

Daß ein bloßes Versohlen derartig negative Folgen hat, paßt zu den Ergebnissen der bisherigen Forschung, die Prügel mit einem niedrigeren IQ, höherer Aggressivität, sowie Depression, Angst und Paranoia in Verbindung gebracht hat. Die Forschung zeigt, daß Kinder weniger Verhaltensprobleme zeigen, wenn man die Eltern dazu bringt sie weniger zu schlagen.

Das Schicksal der Orgonomie (Teil 1): Die „Orgonomie“ des Kleinen Mannes

4. Februar 2016

Die Orgonomie wird zerstört, indem sie in ein „Gedankensystem“, eine Ideologie überführt wird: „One size fits all!“ und was nicht passend ist, wird passend gemacht. Diese zerstörerische Herangehensweise zeigt sich vor allem in drei Bereichen: 1. Erziehung, 2. Therapie und 3. Soziologie.

Ideologen fragen stets nach den Ursachen für etwas. Danach kann man dann Ideologien einteilen, etwa, frei nach Lenin, in idealistische und materialistische. Psychische Erkrankungen können beispielsweise tiefenpsychologisch auf frühkindliche Ereignisse zurückgeführt werden oder es wird verhaltenstherapeutisch eine „Lerngeschichte“ rekonstruiert. Reich hingegen hat gezeigt, daß man möglichst voraussetzungslos, d.h. ohne „Vor-Urteile“ (letztendlich ohne Augenpanzerung, „Verblendung“), an die Phänomene herangehen soll. Insbesondere trifft dies jedoch auf Menschen, hier Patienten, zu.

Deshalb sind aus orgonomischer Sicht die Ursachen für eine neurotische Erkrankung zunächst einmal denkbar gleichgültig. Der eine wurde von gewalttätigen Alkoholikern großgezogen und ist ein genitaler Charakter, der andere von Orgonomen und ist ein neurotisches Wrack. Jedes Neugeborene reagiert anders auf seine Umgebung. Es gilt diese nicht weiter reduzierbare Eigenheit zu erkennen und zu schützen. Das ist das Projekt „Kinder der Zukunft“ und nicht das Aufstellen irgendwelcher Erziehungsmaximen. Diese haben seit Neills mißverstandenem Buch Antiautoritäre Erziehung dazu beigetragen, diese Gesellschaft zu zerstören und aus Reichs Projekt „Kinder der Zukunft“ etwas zu machen, dem jeder anständige Mensch entgegentreten muß.

Entsprechend geht es in der Orgontherapie um den neurotischen Charakter, wie er sich gegenwärtig darstellt. Die vermeintlichen Ursachen der neurotischen Symptome, die irgendwo in der Vergangenheit liegen, sind ziemlich gleichgültig. Wichtig ist einzig, was man jetzt praktisch tun kann. Bei, beispielsweise, einer Hysterikerin verhindert man, daß sie wegrennt. Sie muß sich stellen. Sie muß miterleben, wie sie es mit der Angst bekommt und wie sie dann reagiert. Sie muß mit ihren neurotischen Mechanismen in Kontakt treten und sie kontrollieren lernen. Sie mit irgendwelchen vom Therapeuten zusammenphantasierten „ödipalen Geschehnissen“ aus der Vergangenheit zu konfrontieren, bzw. diese „gemeinsam aufzuarbeiten“, führt nur zu einem: die angstmachende, freiflotierende Energie wird im Gehirn gebunden – der Patient wird noch verpanzerter.

Eine genuin orgonomische Herangehensweise hat nichts mit „Körperpsychotherapie“ zu tun. Irgendwelche Deutungen oder gar Körperübungen führen zu nichts und tragen allenfalls zu einer weiteren Vertiefung der charakterlichen Abwehr bei. Zurück bleiben entweder restlos verunsicherte Menschen oder blasierte Arschlöcher, die wie Kultmitglieder wirken und sich benehmen, als hätten sie ein „höheres Bewußtsein“ erlangt. Sie sind niemals mit sich selbst in Kontakt getreten. Die Welt hat bereits genug „Kleine Männer“, sie braucht keine „Reichianischen“ Therapeuten, um zusätzliche zu produzieren.

Als Beispiel für ideologisches Denken nehme man das Locked-in-Syndrom. Nach eigenen Aussagen haben die Betroffenen eine teilweise sehr hohe Lebensqualität, obwohl sie ihren gesamten Körper nicht bewegen können. Das widerspricht allen „Reichianischen“ „Erkenntnissen“. „Du bist dein Körper!“

In der sozialen Orgonomie schließlich wird ein Destillat der Erkenntnisse Reichs gebildet und auf die Gesellschaft angewendet, nicht anders wie bei jeder anderen Ideologie auch. Irgendein ungenießbares Gebräu, das man aus Reichs Büchern herausdestilliert hat: Freud, Marx, Trobriander, sexuelle Revolution, Arbeitsdemokratie, etc. Wie in den unterschiedlichen „Schulen“ der Psychotherapie (die imgrunde nur den Dachschaden der jeweiligen Schulgründer weitertragen) der Einzelne mit einer Theorie malträtiert („analysiert“) wird, wird hier gleich die ganze Gesellschaft auseinandergenommen und wieder zusammengefügt. Oder mit anderen Worten: die Orgonomie wird zu einer weiteren beliebigen Ideologie ähnlich der „Kritischen Theorie“ und dergleichen Gehirnkaugummi für Neurotiker.

Was wir tatsächlich auf dem gesellschaftlichen Schauplatz vor uns haben, sind Menschen mit immer wiederkehrenden Verhaltensmustern, die die gesellschaftlichen Verhältnisse bestimmen. Oder mit anderen Worten: wir haben die soziopolitischen Charaktertypen vor uns. Von hier aus betrachten wir dann die unterschiedlichen Ideologien, inklusive „Reichianische“ Gesellschaftstheorien, und führen sie auf bioenergetische Gegebenheiten zurück.

Die Menschheit braucht einiges, aber kein weiteres „Erziehungssystem“, keine weitere „Therapieform“ und mit Sicherheit keine weitere „Gesellschaftstheorie“. Das sind alles Dinge, mit denen die Falle dekoriert wird, um so weiter sicherzustellen, daß niemand die Falle, das Irrenhaus, verläßt.

Selbstkritisch muß ich hinzufügen, daß wir sicherlich auch keine „naturphilosophischen“ Ergüsse brauchen, sondern Daten aus einem gut ausgestatteten, von gut ausgebildeten Wissenschaftlern betriebenen Laboratorium. Wissenschaft steht und fällt mit der Reproduzierbarkeit ihrer Ergebnisse.

Hier ein Interview mit A.S. Neill, das sofort zeigt, warum Reich diesen Mann so sehr geliebt hat: er ist vollkommen unprätentiös, versucht niemanden zu beeindrucken und er vertritt keinerlei Ideologie.

Die biosoziale Grundlage der Familien- und Paartherapie (Teil 15)

19. Oktober 2014

DIE ZEITSCHRIFT FÜR ORGONOMIE

Peter Crist: Die biosoziale Grundlage der Familien- und Paartherapie (Teil 15)

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