Posts Tagged ‘Kapitalismus’

Arbeitsdemokratie, Reichtum und orgastische Impotenz

16. Juni 2018

Wirkliche Unternehmer, d.h. an der Arbeitsdemokratie ausgerichtete Unternehmer, machen Gewinne, um sie in das weitere Wachstum ihres Betriebes zu investieren, um ihre Vision voranzubringen. Diese aufzustellen und anzustreben und andere damit anzustecken ist ihre arbeitsdemokratische Funktion. Ihr Wohlstand dient nur der Erhaltung ihrer Arbeitskraft, als Ansporn mehr zu leisten und nicht zuletzt zur Repräsentation gegenüber Kreditgebern und Investoren. Letztendlich ist ihr Reichtum Ausdruck ihrer Lebensbejahung.

Ganz anders der „antiarbeitsdemokratische“ Unternehmer. Bei ihm dienen der Reichtum und das Streben nach immer mehr Reichtum nur der Kompensation einer tiefsitzenden Unzufriedenheit, „Unbefriedigbarkeit“, letztendlich schwerer orgastischer Impotenz. Die innere Leere soll durch materielle Güter aufgefüllt werden. Da dies unmöglich ist, wirkt der typische Reiche so auffällig unzufrieden, mißmutig, melancholisch und frustriert. Er hat alles und steht trotzdem vor dem nichts. Man hat alles erreicht und wird doch nicht froh. Ein Leben, das nur noch im Suff, unter Drogen und Psychopharmaka ertragen werden kann. Die bloße körperliche Nähe dieser „Nihilisten“ kann unerträglich sein!

Eine mechanistische, kollektivistisch-sozialistische Erklärung dieser „Tristesse der reichen Parasiten“ wäre, daß sie abgetrennt sind vom gesellschaftlichen Arbeitsprozeß, isoliert sind von ihren arbeitenden Brüdern und Schwestern, die sie ausbeuten und vor denen sie ständig unbewußt Angst haben; Angst, daß sie ihres Diebesgutes („Eigentum ist Diebstahl“) wieder verlustig gehen. Oder wie man so schön sagt: „Geteiltes Leid ist halbes Leid, geteilte Freud ist doppelte Freud!“ Der bioenergetische Kern dieser Volksweisheit ist, daß menschlicher Kontakt die Bioenergie erregt und damit die Kontraktion („Leid“) aufhebt bzw. die Expansion („Freud“) weiter verstärkt. Der in der Arbeitsdemokratie eingebundene Unternehmer hat daher nicht die emotionalen Probleme des reichen Kapitalistengesindels.

Eine mystische Erklärung wäre, daß materielle Güter unsere Seele nicht wirklich berühren können, uns sogar nur noch weiter von Gott, „der Geist ist“, trennen – „denn eher geht ein Kamel durchs Nadelöhr, als daß ein Reicher ins Himmelreich komme“. Diese auf verzerrtem Kernkontakt beruhende Auffassung kommt der Erklärung mit der orgastischen Impotenz noch am nächsten, obwohl sie auf der Negierung alles „Weltlichen“, letztendlich Sexuellen beruht.

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Formaldemokratie und Arbeitsdemokratie

10. Juni 2018

Im alten Griechenland, im ursprünglichen, republikanischen Rom, bei den germanischen Stämmen und den hebräischen Stämmen, in den Republiken Italiens und der Hanse, etwa Hamburg, hat es eine Demokratie gegeben, eine Volksherrschaft. Dabei können wir davon absehen, wer denn dieses „Volk“, d.h. die Wahlberechtigten waren, nämlich freie, reiche Bürger; auch ob es überhaupt „Wahlen“ im heutigen Sinne gab. Es geht um das Prinzip der Repräsentation und die Ablehnung der Tyrannei. Die Demokratie, egal ob sie sich ein republikanisches, pseudo-monarchistisches Gewandt gibt, wie in Amerika, oder ein pseudo-absolutistisches, wie das deutsche Kaiserreich, wo der „Kaiser von Gottes Gnaden“ vom Parlament abhängig war: aus historischen und praktischen Gründen kann es keine vernünftige, praktikable Alternative zu ihr geben. Man nehme nur den Zweiten Weltkrieg, wo Churchill eine umfassendere diktatorische Machtvollkommenheit besaß als Hitler, der stets auf das fragile NS-Machtgefüge und die Wehrmacht Rücksicht nehmen mußte und tatsächlich beinahe weggeputscht wurde – etwas, was in einer Demokratie wie England schlichtweg undenkbar ist. Oft wird das Problem des Machtwechsels erläutert, der nur in einer Demokratie reibungslos funktionieren kann.

Man braucht gar nicht darüber diskutieren und sich irgendwelche utopische Alternativen zu den westlichen Demokratien ausdenken. Das ist alles geschichts- und realitätsblinder Unsinn! Auch Phantasien über eine „direkte Demokratie“ führen zu nichts. Ich hätte gar keine Lust mich mit jedem Scheiß, etwa „Hochschulreform“ oder „Hoheitsrechte im Wattenmeer“ zu beschäftigen und darüber abstimmen zu müssen. Ich will auch nicht, daß die Bäckereifachverkäuferin und der Radioastronom darüber abstimmen. Es gibt schlichtweg keine Alternative zu einer repräsentativen Demokratie, wo Leute dafür abgestellt werden, sich in solche drögen Themen einzuarbeiten.

Dabei sollen Abgeordnete ausschließlich ihrem eigenen Gewissen folgen und so, ähnlich wie bei einer Umfrage bei repräsentativen 1000 Bürgern, den Volkswillen widergeben. Es hat sich dann aber das Gegenteil etabliert: das imperative Mandat der Parteien („Fraktionszwang“), das Ausdruck der gesellschaftlichen Panzerung ist: links gegen rechts bzw. eine Zersplitterung in Kleinparteien. Dergestalt spiegelt das parlamentarische System die Panzerstruktur des Massenindividuums wider. Ein erster Schritt wäre die Einschränkung der Parteienmacht und ihre Ersetzung durch Selbstregulation: der Abgeordnete folgt ausschließlich seinem Gewissen. Der Euro und die Umvolkung hätten es in einem solchen System nie gegeben.

Was bedeutet dabei „Gewissen“? Hier wird das Volk systematisch in die Irre geführt, indem man die „Gewissensfrage“ stets in einen „moraltheologischen“ Zusammenhang stellt. Etwa gilt der (verfassungswidrige!) Fraktionszwang nicht, wenn es, wie bei Gesetzesentwürfen zur „Abtreibung“ (also Mord), um „Gewissensfragen“ geht. Nein, in parlamentarischen Demokratien steht „Gewissen“ nicht für ein mystisches „Seelenheil“, sondern ganz pragmatisch für die Arbeitsdemokratie. Das bedeutet zweierlei:

  1. Der Abgeordnete entscheidet nicht willkürlich nach Gusto, sondern aufgrund seines arbeitsdemokratischen Sachverstandes und wenn der nicht vorhanden ist, holt er sich entsprechendes arbeitsdemokratisches Fachwissen ein. Er entscheidet also nicht als Neurotiker, d.h. irrational, sondern „gewissenhaft“, rational, also als genitaler Charakter.
  2. Der Abgeordnete entscheidet nicht als Vertreter seiner Partei, d.h. gepanzert („gesellschaftliche Panzerung“ – siehe meine Ausführungen oben), sondern als gewissenhafter Vertreter des gesamten, einheitlich, „ungepanzert“ funktionierenden Volkes und gibt so den Volkswillen wider. Er entscheidet also nicht als Neurotiker, sondern als genitaler Charakter. Siehe dazu folgende orgonometrische Gleichung:

    vieleigenheit

Praktisch alle Verfassungen der westlichen Welt sind in dieser Hinsicht perfekt und bräuchten so gut wie gar nicht verändert werden. Das einzige Problem ist die Panzerung der Massenindividuen (die innerlich zerrissen, eben gepanzert sind) und die daraus abgeleitete gesellschaftliche Panzerung (gesellschaftliche Zerrissenheit, ideologischer Parteienstreit). Utopisten und sogenannte „Gesellschaftsreformer“, durchweg persönlichkeitsgestörte Arschlöcher, gehören samt und sonders in die Psychiatrie. Jedenfalls sollte man derartige Spacken einfach ignorieren.

Ähnliches ließe sich über das Verhältnis von Marktwirtschaft („Kapitalismus“) und Arbeitsdemokratie sowie über pestilente „Kapitalismuskritiker“ mit ihren „alternativen Wirtschaftsmodellen“ sagen!

Historische Vorworte zur niederländischen Ausgabe von „Die Sexualität im Kulturkampf“ (Teil 2)

9. Juni 2018

VORWORT
ZUM ZWEITEN DRUCK DER NIEDERLÄNDISCHEN AUSGABE

Das politische und soziale Leben in den Niederlanden steht seit der Befreiung im Abschwung. Die klerikale Reaktion gewinnt an Boden und die Beschränktheit im Bereich der Sexualmoral nimmt mit jedem Tag zu.

Übrigens ist der Rückfall nicht auf die vorherrschenden Ansichten über Sexualität beschränkt, die Freiheit an sich steht auf dem Spiel. Was bedroht ist, gehört nicht ausschließlich zu den spirituellen Werten einer Handvoll fortschrittlicher, bewusster Menschen (und das ist glücklicherweise, auch jetzt, viel mehr als eine Handvoll), die ein Interesse am Ausgang des Kampfes zwischen Sklaverei und Freiheit haben, was jetzt in fast allen Bereichen des Lebens vor sich geht.

Daher ist die Neuauflage von „Sexualität und neue Kultur“, (die erste Ausgabe erschien 1939) eine der populärsten Arbeiten von Dr. Wilhelm Reich, dessen Bücher in der Regel nicht leicht zu verdauen sind, eine mutige Tat.

Mutig nicht nur wegen der ungewöhnlichen Offenheit mit der Reich über das Problem Sexualität schreibt, sondern vor allem, weil Reichs Ansichten sehr revolutionär sind und von allen Seiten angegriffen werden.

Die Seite Reichs zu wählen bedeutet in Vielem, auch in den fortschrittlichsten Kreisen, eine Bombe platzen zu lassen; die oft aus unbewussten, schwer zu formulierenden Motiven aufbrodelnden Widerstände gegen Reich bleiben äußerst stark. Ein bemerkenswertes Phänomen ist zum Beispiel, dass es in unserem Land bisher nicht gelingen durfte, Anhänger für die Theorien Wilhelm Reichs zu gewinnen. Einige Intellektuelle, selbstverständlich aus progressiven Haushalten, haben sich die Mühe gemacht, Reichs Schriften genauer zu studieren; sie haben sowohl schriftlich als auch verbal mutige Versuche gemacht, die neuen Theorien den Arbeitern näher zu bringen, aber leider erwies sich der Widerstand als zu stark. Die seltenen Bücher und Broschüren sind nicht verschwunden, nur hier und da findet man im Bücherregal eines links Orientierten ein fast vergessenes Stückchen Reich. Ein Gespräch darüber führt meist zu einem negativen Ergebnis: Man scheint von ihm nicht sonderlich beeindruckt gewesen zu sein, zumindest nicht in dem Maße, dass man die revolutionäre Bedeutung von Reich auch und vor allem für die traditionellen Ansichten zur Revolution sehen möchte. Die am häufigsten gehörte, aber auch die einfältigste Sichtweise, mit dem man das Gespräch gewöhnlich beendet, ist: „Nun, es war natürlich eine große Sache diese Theorie so darzustellen, aber seine Position ist schon wieder passé.“ Da zielt man denn auf die oft geäußerte Kritik, die darauf hinausläuft, dass Reichs bewiesener Zusammenhang zwischen sexueller Unterdrückung und Sklavenmoral schwer zu argumentieren scheint, dass aber die freieren sexuellen Beziehungen unter den heutigen Jugendlichen noch keine Garantien für ein wachsendes soziales Verantwortungsbewusstsein gezeigt haben. Diese Kritik ist oberflächlich und an den Haaren herbeigezogen. Denn die sexuellen Beziehungen, die sich ein Teil der heutigen jungen Menschen erlauben, deutet noch nicht auf das Vorhandensein einer wirklichen freien Sexualmoral hin. Sie ist schwer belastet mit Angst- und Schuldgefühlen, sie ist oft wenig mehr als „Onanieren zu zweit“. Übrigens gibt es noch mehr zu berichten über diese „Widerlegung“ von Reich, was jedoch die Spannweite eines allgemeinen Vorworts übersteigt.

Ein Vorwort bedeutet normalerweise nicht, eine Analyse des Autors oder des initiierten Buches zu geben, sondern eine Bemerkung über die Bedeutung der vorliegenden Ausgabe zu machen und den Leser daran zu erinnern, warum das eingeführte Buch für ihn von Interesse sein könnte.

Also muss ich zu meinem Ausgangspunkt zurückkehren. Zu Beginn meines Vorwortes habe ich eine Verbindung zwischen der Neuauflage dieser Übersetzung und der Bedrohung der Freiheit gelegt, die jetzt in eine akute Phase eingetreten ist. Sobald man den Kern von Reichs Ansichten erreicht hat, ist diese nicht schwer zu entdecken. Es ist sehr schwierig, diese Ansichten kurz zu formulieren, sie sind sehr schwer auf den Punkt zu bringen. Versucht man dies, so bleibt die gefundene Formel sehr ungenügend und unvollständig. Mit dieser Einschränkung muss Folgendes gelesen und kritisch gegenüber dem tatsächlichen Inhalt dieses Buches getestet werden.

Das Problem der Freiheit, so Reich, hat sehr viel, wenn nicht gar alles, mit der Sexualmoral zu tun. Die wirtschaftliche und geistige Sklaverei im Kapitalismus hat ihre Wurzeln in der Unterdrückung der natürlichen Triebbefriedigung. Dieser einfache Indikator weist in Richtung einer Synthese, die im Gehirn Reichs stattgefunden haben muss, nämlich eine bemerkenswerte Zusammenfassung zweier Denkweisen, die jeweils ihre eigenen Gründe abdecken und nach der Auffassung einiger Autoren sich total widersprechen: der historische Materialismus von Marx-Engels und die Psychoanalyse von S. Freud.

Die zunächst von Freud angenommene Spannung zwischen Lebenstrieb und Todestrieb wurde von Dr. Wilhelm Reich, von der Psychoanalyse und von Anhängern der marxistischen Theorie des dialektischen Materialismus in Frage gestellt und überarbeitet als grundsätzlicher Gegensatz zwischen dem Individuum und der Außenwelt, in diesem Fall der kapitalistischen Gesellschaft.

Und er beweist weiter, wie eng die Sexualmoral mit der Ideologie der bürgerlich-kapitalistischen Gesellschaft verwoben ist. Er kommt dann zu einigen Schlussfolgerungen, wovon die Wichtigste wohl diese ist: Rebellion gegen den Kapitalismus ist für die Arbeiterklasse nur negativ, wenn die Akzeptanz der sozialen Revolution nicht einhergeht mit der Eroberung einer neuen, eigenen Sexualmoral für sich selbst und die Gesellschaft. Tatsächlich kommt man nach dem Lesen von Reichs Büchern zu dem Schluss, dass die soziale Revolution sinnlos ist, solange der revolutionäre Geist sich nicht erstreckt auf den ganzen Menschen, sein Denken, Fühlen und Handeln, besonders mit Bezug zur Sexualität.

Die Akzeptanz von Obrigkeit, Autorität, Unterwerfung hängt weitgehend davon ab, in welchem Maße man seine sexuelle Moral unmittelbar und kritiklos der allgemeinen bürgerlichen Auffassungen entliehen hat, die in der Verneinung und das Verpöntsein des Sexualtriebs wurzeln.

Das meinte ich, als ich Reichs Buch eine aktuelle Bedeutung zuerkannte. Zurzeit erscheinen unzählige Bücher über das Sexualleben des Menschen, jedoch vermochte sich keiner soweit vorzuwagen wie Dr. Wilhelm Reich, so dass trotz der Vielfältigkeit des Lesematerials dieses Buch einzigartig bleibt, das nun einem erbitterten Kampf ausgesetzt sein wird.

Nichtsdestotrotz ist es notwendig, dass das Problem noch einmal aufgeworfen wird, und deshalb müssen wir der Herausgeberin für ihre mutige Tat dankbar sein. Besonders jetzt, wo die römische Heuchelei mehr Einfluss gewonnen hat, als es der Freiheit guttut.

Zu diesem Zeitpunkt ist eine große Dosis Zivilcourage vonnöten unter diesen Umständen für das Recht sexueller Befriedigung zu plädieren, für die Anerkennung der Sexualität als ein wertvolles Element des Lebens, für das Recht eines jeden Menschen auf Glück, das ohne sexuelles Glück unvollkommen ist.

Man braucht nicht in jeder Hinsicht mit den Ideen Wilhelm Reichs übereinstimmen, um zu der Erkenntnis zu gelangen, dass der Aufbau eines sozialistischen Lebens- und Weltbildes die Annahme der vollständigen sexuellen Befriedigung einschließen muss, ohne die der Mensch kein Mensch und die soziale und kulturelle Freiheit keine Freiheit sein kann.

Deshalb bildet die Neuauflage dieser Übersetzung einen Beitrag zur Verteidigung der Freiheit in den Niederlanden.

Möge dies von allen verstanden werden, die die Freiheit lieben, die verstehen, dass ein Mensch ohne Freiheit nichts als ein Haus- und Arbeitstier ist.

JACQUES REES

Historische Vorworte zur niederländischen Ausgabe von „Die Sexualität im Kulturkampf“ (Teil 1)

8. Juni 2018

Einführung [von Robert (Berlin)]

Es gelang mir nach langer Zeit, jemanden zu finden, der des Holländischen mächtig ist und bereit war, die zwei holländischen Vorworte ins Deutsche zu übersetzen. Die Vorworte sind allenfalls von historischer Bedeutung und bringen keine neuen Erkenntnisse. Die erste Ausgabe des Buches mit dem Vorwort von Max von Prag, „Sexualiteit En Nieuwe Cultuur“ erschien 1939 bei Uitgeverij voor Sociale Psychologie [dt. Verlag für Sozialpsychologie], Rotterdam. Es stellt die Übersetzung von Die Sexualität im Kulturkampf, 1936, dar. Eine weitere, von Reich nicht genehmigte Neuauflage erschien dann 1949, mit einem weiteren, hier mitübersetzten Vorwort von Jacques Rees.

 

EINLEITUNG

Ich werde gerne die Bitte erfüllen, ein kurzes Vorwort zu diesem Buch zu schreiben. Es ist keine leichte Aufgabe, Dr. Wilhelm Reichs Ideen in Ihren Leserkreis zu bringen. Ein großer Teil der frei-sozialistischen Bewegung steht mit Befremden, ja sogar abweisend den zwei Gedankengängen, aus denen Reichs Ansichten und Einsichten gewachsen sind, gegenüber. Diese beiden Gedankengänge sind der Marxismus oder, im weiteren Sinne, der dialektische Materialismus und die Psychoanalyse. Die große und dauerhafte Bedeutung von Reichs Werk ist die brillante Kombination marxistischer und psychoanalytischer Einsichten. Gerade durch diese Kombination entstand ein breiteres, tieferes und umfassenderes Verständnis der Probleme von Menschen und Gesellschaft; deshalb kollidierte Reich zwangsläufig mit den orthodoxen Marxisten und mit den orthodoxen Psychoanalytikern. In beiden Lagern geistig verwurzelt, prüft er marxistische Einsichten über die Psychoanalyse und psychoanalytische Einsichten über den Marxismus; er wuchs über beides hinaus und dies wurde der Anfang von etwas Neuem. Und das Neue ist vielversprechend; es öffnet weite Horizonte, es zeigt neue Möglichkeiten. Aber die übergroße Mehrheit der Arbeiter sehen diese Einsicht mit Befremden, stehen ihr misstrauisch, feindselig, ängstlich und abstoßend gegenüber. Diese neue Einsicht ist jedoch für alle unverzichtbar, die sich für die Befreiung der Arbeiter aus der kapitalistischen Sklaverei einsetzen. Deshalb begrüßen wir die Übersetzung dieses Buches durch Reich sehr und hoffen, dass diese Lektüre zu einem allmähligen Sieg über den Widerstand gegen seine Ideen führen wird.

Neue Erkenntnisse werden nicht im Sturm erobert, nicht sofort und nicht auf einfache Weise. Man muss sich dafür anstrengen. Obwohl faszinierend und klar geschrieben, ist die Arbeit von Reich keine leichte Literatur; sie muss eher studiert als gelesen werden. Was aber in erster Linie erforderlich ist, ist die Erkenntnis, dass für eine neue Erkenntnis eine neue Methode dringend benötigt wird. Wer mit der aktuellen Situation zufrieden ist, wer glaubt, dass die traditionelle sozialistische Weisheit ausreicht, wer nicht glaubt, dass die sozialistische Bewegung als Ganzes in eine Sackgasse geraten ist, wie soll man die Kraft finden solch neue Erkenntnisse zu erobern? Erst eine bestehende tiefe, innere, nagende und schmerzhafte Unzufriedenheit mit dem, was uns traditionellen Sozialisten, egal ob sie sich Partei-Sozialisten oder Frei-Sozialisten nennen, täglich gibt, macht uns fit zu einer neuen Erkenntnis zu kommen. Dieses Buch ist in erster Linie für solche Leser bestimmt, und für diese wage ich ausdrücklich zu sagen, dass sie nicht enttäuscht sein werden.

Neue Einsichten entstehen meist aus tiefer Entzauberung. Dies ist auch bei Reich der Fall. Die deutsche sozialistische Bewegung wurde vom Faschismus ausgelöscht, und das konnte passieren, weil die deutschen Massen der Nachkriegszeit hinter dem Faschismus standen. Der traditionelle Sozialismus hatte erwartet unter dem Druck des Elends der Nachkriegszeit einen großen Zustrom zur sozialistischen Bewegung zu bekommen; stattdessen gab es eine stürmische Massenbewegung gegen den Sozialismus, eine Massenbewegung gegen den Sozialismus, die ihre Anhänger tief in die proletarischen Linien fand. Diese schockierende Tatsache veranlasste Reich, sich zu fragen: „Wie kann es sein, dass sich die Massen nicht von der alten Welt trennen können, dass sie Parolen und Anführern folgen, der Antithese zu ihren wesentlichen Interessen?“ Seine marxistischen Einsichten ließen ihn erwarten, dass sich die Ideen der Arbeiter in einem sozialistischen Sinn wandelten. Aber diese sozialistische Umgestaltung kam nicht zustande; die völlig neuen Wirtschaftsbeziehungen schrien nach einer sozialistischen Gesellschaftsordnung. Aber wo ist die sozialistische Ideologie? Was bindet die Arbeiter dann an der alten Welt, was hält sie in der bürgerlichen Ideologie, obwohl sie durch diese Ideologie materielles und geistiges Leiden erleiden müssen und schließlich zugrunde gehen müssen? Ist denn diese bürgerliche Ideologie so unbeweglich verwurzelt, dass die Arbeiterklasse in den grausamen Tod des anstehenden Weltkrieges läuft, wie ein verängstigtes Pferd in den brennenden Stall läuft?

Die orthodoxe marxistische Antwort auf diese Fragen nämlich, dass die Umstände den Menschen schließlich verändern würden, konnte Reich nicht mehr befriedigen. Nicht dass Reich an der verwandelnden Macht der Umstände gezweifelt hätte; dafür war er zu tief in die marxistische Welt des Denkens eingedrungen, aber er erkannte, dass es tiefe Kräfte in der Seele der Arbeiter gab, die der Umwandlung ihres Denkens und Fühlens entgegenwirkten. Diese Hemmungen in der Seele der Arbeiter mussten gefunden und beseitigt werden. Wirtschaftliche und politische Einsichten können hier nicht helfen; hier musste die Lösung von der Seite der Psychologie kommen, und gerade, weil Dr. Wilhelm Reich neben Marxismus und Politik auch Psychologe von der Schule der Psychoanalyse war, konnte er diese Lösung finden.

Allerhand wirtschaftliche und politischen Meinungen und Einsichten über die Entwicklung der sozialen Verhältnisse sind allmählich in einem großen Teil der Arbeiterklasse verinnerlicht worden. Durch zahllose Bücher und Broschüren wurde in vielen kostenlosen Kursbesprechungen marxistischer Sozialwissenschaft zu den Arbeitern gebracht. Die klassenbewussten Arbeiter sind in diesem Bereich mehr oder weniger zuhause; zumindest sind sie mit vielen Konzepten und Denkformen vertraut, die in diesem Bereich üblich sind. Bei der noch so jungen Psychologie ist es ganz anders. Marx und Engels legten den Grundstein der sozialistischen Wirtschaft und sozialistischer Doktrin, die von Anfang an scharf im Gegensatz zu der Zivilgesellschaft und Wirtschaftsansichten standen. Die Ansichten der bürgerlichen und sozialistischen Gesellschaft waren fortan immer noch scharf und unvereinbar. Die sozialistischen Einsichten von Marx und Engels haben sich jedoch teilweise aus den bürgerlichen Erkenntnissen ihrer Zeit entwickelt und sind weit darüber hinausgewachsen.

Solch ein Prozess vollzieht sich heute auf dem Gebiet der Psychologie. Eine sozialistische Psychologie steht vor der Tür; sie befreit sich mühsam von den Fesseln bürgerlicher Ansichten. Dieser Prozess findet jedoch vollständig außerhalb der großen Mehrheit der Arbeiterklasse statt. Dies kann auch nicht sein, denn dafür braucht man ein tiefgehendes Wissen der bürgerlichen Psychologie und dieses Wissen gehört natürlich nur einigen Theoretikern. Dr. Wilhelm Reich ist sicherlich der wichtigste dieser Theoretiker, obwohl er glücklicherweise nicht der einzige ist. Die Erkenntnisse von Alfred Adler und seiner Schule sind auch in dieser Hinsicht von großem Wert.

Je mehr sich die sozialistische Psychologie entwickelt, desto schärfer wird ihr Gegensatz zur bürgerlichen Wissenschaft, aus der sie stammt. Die Sozialisten von heute stehen vor der Aufgabe, die sozialistische Psychologie zu stärken und zu vertiefen, sie gegen bürgerliche Psychologen zu verteidigen und die sozialistische Psychologie unter die Arbeiter zu bringen. Letzteres ist am schwierigsten. Die Leute wollen nichts über die Psychologie wissen, sie denken, das ist nur eine Frage des bürgerlichen Verhaltens und beurteilt, dass alle Psychologie nur vom Befreiungskampf abhält. Und doch ist ohne diese Psychologie die Befreiung der Arbeiter unmöglich.

Die Bücher von Reich sind klar geschrieben; trotzdem sind sie für all diejenigen, die auf dem Gebiet der psychologischen Wissenschaft Fremde sind, sehr schwer zu lesen. Seine Bücher setzen ein ziemlich großes Wissen über psychologische und sogar biologische und sexologische Aspekte voraus, will man wenigstens das Wesentliche verstehen. Das vorliegende Buch gehört zu seinen populäreren Schriften, ist aber für den ungebildeten Leser nicht ganz einfach. Der Bedarf nach populärer und einfacher psychologischer Erziehung der Arbeiter brennt trotz Reichs Schriften weiter.

Es versteht sich von selbst, dass es in diesem Vorwort völlig unmöglich ist zu erklären, wie sich die sozialistische Psychologie aus Freuds bürgerlicher Schule entwickelt hat und wo sie mit der offiziellen Psychoanalyse unvereinbar geworden ist. Nur auf einen Punkt, den Wichtigsten, wollen wir hier hinweisen.

Seit Freud wissen wir, dass die überwiegende Teil unserer Seele außerhalb unseres Bewusstseins liegt und das doch diese unbewussten Kräfte in uns, unser bewusstes Denken stark beeinflussen und sehr oft unser Verhalten bestimmen. Wir wissen, dass der Mensch für den größten Teil ein irrationales Wesen ist. Das heißt, dass er nicht aus vernünftigen, rationalen Motiven handelt, sondern getrieben wird durch unverstandene, unbewusste Gefühle, die stärker sind als sein Verstand. Diese unbewussten Kräfte zwingen unseren Verstand in eine bestimmten Richtung zu gehen, sie verhindern ihn in eine andere Richtung zu gehen, und führen oft zu Taten, die wir nicht wollten, die diagonal gegenüber unseren rationalen Einsichten stehen, und die wir dennoch tun, unwiderstehlich angetrieben durch diese inneren Kräfte unseres Unbewussten. Die neuere Tiefenpsychologie aber befasst sich mit der Erforschung dieser unbewussten Triebkräfte menschlichen Verhaltens. Diese unbewussten Antriebskräfte sind mit dem Wort ‘treiben‘ (driften) bezeichnet. Wir hoffen, dass der Leser nun aber nicht oh-jetzt-reicht-es-mir-das-Gesicht zieht, denn wie bekannt und vertraut ihm das Wort ‘treiben‘ aus der Literatur und Umgangssprache auch sein mag, Einsicht in der Art und Funktion dieses ‘treiben‘ hat er darum noch nicht.

Die Probleme und Gegensätze zwischen den modernen Psychologen drehen sich alle um die Frage der Art und Funktion menschlicher Triebe. Bürgerliche Psychologen sehen das Unbewusste des Menschen als einen Komplex wilder, egozentrischer, sadistisch-blutrünstiger, herrsch- und habsüchtiger Triebe. Alle diese Triebe sind durch die Kultur aus dem Bewusstsein ins Unbewusste verdrängt worden. Da aber liegen sie weiterhin als abscheuliche Raubtiere auf der Lauer, bereit um bei der erstbesten Gelegenheit auszubrechen. In seinem tiefsten Innern wäre der Mensch ein furchtbar grausames, aggressives, egozentrisches und asoziales Wesen. Je mehr sich die Kultur entwickelt, desto schärfer wird der Kontrast zwischen der unterdrückten natürlichen Person und dem bewussten Kulturmenschen. Und immer wieder wird es Zeiten geben, in denen der unterdrückte prähistorische Mensch die Staudämme der Kultur durchbricht und eine wüste Mord- und Vernichtungsorgie auslebt. In dieser Denkweise werden der ewige Frieden und die Brüderlichkeit unter den Menschen zu einem törichten Traum von schlaffen Idealisten, die es nicht wagen, der Realität in die Augen zu schauen.

Diese bürgerliche Sicht auf die Menschheit ist nichts anderes als die Projektion des gegenwärtigen individualistischen Menschen in der Vergangenheit. Der Urmensch wird bei Freud und seinen Gefolgsleuten zu einer Art von Haaren überwachsenen Manchester-Liberalen. Weniger wissenschaftlich gesehen findet man diese Auffassung bis tief in die Arbeiterklasse hinein. Der Mensch ist einfach ein Egoist; mit ihm ist nichts anzufangen; jeder Versuch, ihn in ein sanftes, soziales und vernünftiges Wesen zu verwandeln, ist nutzlos, weil die Natur nicht erzwungen werden kann. Wissenschaftlich betrachtet, finden wir in der bürgerlichen Psychoanalyse den christlichen Unglauben des Menschen wieder.

Nun ist es Reichs unsterbliches Verdienst, dass er in dieser bürgerlichen Auffassung eine Bresche geschlagen hat, ihre Unrichtigkeit gezeigt und Wege aufgezeigt hat, durch die eine wirkliche Verwandlung des Menschen zustande kommen könnte.

Reich zeigt, dass der aggressive, blutrünstig-sadistische, dominierende und gierige Charakter des modernen Menschen keineswegs sein ursprüngliches Wesen ist, sondern eher eine Folge der Unterdrückung seiner ursprünglichen Natur. Von Ursprung ist der Mensch ein etwas gemächliches, gütiges soziales Wesen, aber die Unterdrückung seiner natürlichen Triebbefriedigung, macht ihn zum Tiger. Diese Unterdrückung der natürlichen Triebbefriedigung beginnt beim Kind und muss dort beginnen, denn im späteren Leben wäre es nicht mehr möglich. Und wer ist für diese Unterdrückung des kindlichen Trieblebens verantwortlich? Das machen die Arbeiter selbst in ihrem Familienleben. Natürlich ohne es zu wollen und ohne zu verstehen, was sie tun. Von der bürgerlichen Moral selbst auferlegt, übertragen sie diese automatisch auf ihre Kinder. Die Familie ist eine Ideologiefabrik, sagt Reich. In der Familie wird die bürgerliche Ideologie Tag für Tag von den Arbeitern selbst aufgebaut. Die Hemmungen, die die Umwandlung des derzeitigen Arbeitnehmers verhindern, werden daher von diesem Arbeitnehmer selbst vorgenommen. Er zeigt das tragische Schauspiel eines Menschen an, der bewusst versucht, sich von seinen Ketten zu befreien und gleichzeitig unbewusst dabei ist diese Ketten zu schmieden. Eine solche Entdeckung ist tatsächlich in der Lage, jemanden mit Bestürzung zu erfüllen, aber dann durchbricht die freudige Erkenntnis, dass jetzt, wo wir dies wissen und durchschaut haben, wir dies jetzt ändern können. Die Wege, die zur Umwandlung des sozialistischen Sinnes für den Menschen führen, sind offen. Wir müssen es nur wollen.

Aber zwischen Wille und Tat liegt eine große Distanz. Denn es ist leichter Agitation und Propaganda zu machen, Treffen zu organisieren und Reden zu halten, als sich selbst umzubilden, altmodische Gewohnheiten und Sitten den Kampf anzusagen. Und doch ist gerade dies vonnöten; es ist das erste und das Notwendigste. Es gibt einen Bereich, in dem diese innere und äußere Veränderung am schwierigsten ist. Das ist der Bereich des Sexuallebens, der sexuellen Beziehungen. Und genau dieser schwierigste Punkt ist der Wichtigste. Die Unterdrückung der Sexualität, die bereits in der Kindheit beginnt, macht den Menschen für den Rest seines Lebens für ein glückliches Liebesleben im Erwachsenalter ungeeignet; diese Unterdrückung verzerrt, verformt die menschliche Seele in etwas Lahmes und Böses und zerstört Lebensfreude und Lebensmut. Und wie sollten wir ohne diese Lebensfreude und Lebensmut die Kraft finden, diese faule Welt aufzubauen?

Wie immens groß die Rolle der Sexualität ist, kann der Leser in diesem Buch lesen. Er wird zu der Erkenntnis gelangen, dass die altbekannte dreieinige Gott-Familien-Autorität in der Tat eine echte Dreieinigkeit ist, dass tatsächlich die bürgerliche Familie die Stütze der bürgerlichen Gesellschaft ist. Die Umbildung des Familienlebens von einer bürgerlichen Sicht auf die Gesellschaft in eine sozialistische, ist die große Aufgabe einer neuen sozialistischen Bewegung. Eine sozialistische Bewegung kann zunächst nur als wirklich neu bezeichnet werden, wenn sie diese Aufgabe tatsächlich als ihre größte und wichtigste anerkannt hat. Wo sich die bürgerliche Familie von der sozialistischen unterscheidet, können wir in diesem Vorwort nicht erklären. Mit Reichs Kritik an der bürgerlichen Sexual- und Familienmoral sind wir voll und ganz einer Meinung, aber wenn es darum geht, eine damit entgegengesetzte positive sozialistische Moral zu stellen – und das ist hauptsächlich was zählt –, dann treten Unterschiede zutage worüber wir, wie gerne wir das gerne machen würden, hier nicht schreiben können. Man muss zuerst Reichs Ideen verstehen und durchdenken, bevor sie kritisiert werden können.

Dr. Wilhelm Reich kommt aus dem Lager der Parteisozialisten. Er war Mitglied der deutschen kommunistischen Partei. Seine neugewonnenen Erkenntnisse brachten ihn jedoch in Konflikt mit der Partei und er wurde vertrieben. Reich macht unmissverständlich eine Entwicklung in Richtung des freien Sozialismus; seine Ansichten über das Schicksal einer sexualitätsfeindlichen und autoritären Erziehung in der Familie mussten ihn unausweichlich immer mehr mit den offiziellen kommunistischen Ansichten der Partei in Konflikt bringen. Die neuen Einsichten Reichs stehen grundsätzlich im Gegensatz zu parteisozialistischen Ansichten und führen unmissverständlich zum freien Sozialismus. Die Tatsache, dass Reich selbst diese Wahrheit nicht einsieht, genauso wenig wie viele seiner Anhänger, beeinträchtigt diese Wahrheit nicht. Für den freien Sozialismus haben Reichs Ideen daher eine ganz besondere Bedeutung, denn mit Hilfe der gewonnenen Erkenntnisse wird es möglich sein, eine noch fruchtbarere Propaganda zu betreiben als bisher, zum Teil durch Reichs Ideen. Der freie Sozialismus hat durch Reich eine neue wissenschaftliche Grundlage erhalten oder ist zumindest auf dem Wege sie zu bekommen.

Wir freuen uns daher sehr über die Veröffentlichung von Reichs Arbeit in der niederländischen Sprache und hoffen, dass sie einen großen Beitrag zur notwendigen Innovation und Vertiefung der freien sozialistischen Bewegung leisten wird.

MAX VON PRAG

Der Charakter der Juden

29. Mai 2018

1. Wie in Der verdrängte Christus ausgebreitet, fokussiert sich in der Geschichte Israels und der Juden der kosmische Kampf zwischen OR und DOR, der lebendigen, lebensspendenden Lebensenergie und der giftigen „Todesenergie“. Es ist das auserwählte Volk, was biblisch betrachtet eine grauenvolle Auszeichnung ist, denn „rein“ zu sein, „ein priesterliches Volk“ zu sein, führt nicht nur zur Hybris, die Jesus beispielsweise ständig den Pharisäern vorwarf, sondern geht auch einher mit dem Bewußtsein das Opferlamm zu sein, das absolut fehlerlos sein muß. Deshalb auch die Befreiung, die Christus, das „perfekte Opferlamm“, bedeutet: er, der Messias der Juden, er der „auserwählte“ Sohn Gottes, wäscht mit seinem Blut alle Schuld hinweg. Die theologische und letztendlich bioenergetische Bedeutung des Alten und Neuen Testaments ist in ihrer kosmischen Tiefe schlichtweg unauslotbar. (Man schaue sich die diversen Videos auf One for Israel an!)

2. Das Judentum ist sowohl Volkstum als auch Religion. Entsprechend geht es ständig um den Kleinen Mann und dessen Überwindung, um Enge und Gemeinheit auf der einen und einem großherzigen Humanismus auf der anderen Seite. „Ist der Mensch für den Sabbat da oder der Sabbat für den Menschen.“ In Israel gibt es rabbinische Institute, die sich mit nichts anderem beschäftigen als Apparaturen zu bauen, mit denen man Gottes Vorschriften zum Sabbat austricksen kann, Gott betrügen kann, statt sich darauf zu konzentrieren, daß der Sabbat die erste und gleichzeitig bis heute wichtigste Sozialgesetzgebung der Menschheitsgeschichte ist.

3. In den USA wählen 90% aller Juden die Demokraten, also „humanistisch“ und links. Wie Charles Konia („Why are Jews Liberal?“, The Journal of Orgonomy, Fall 2009/Winter 2010, volume 43, number 2, S. 68f) ausgeführt hat, geht die überwiegend liberale Charakterstruktur („intellektuelle Abwehr“) der Juden darauf zurück, daß sie im Mittelalter und der frühen Neuzeit in intellektuelle Berufe abgedrängt wurden, insbesondere kein Land bewirtschaften und sich nicht bewaffnen durften. Israelis sind auffällig „unjüdisch“.

4. Der Kapitalismus ging aus der Überwindung der rigiden Welt der Gilden hervor. Dabei spielten die Juden als „übernationale“ Gruppe eine entscheidende Rolle. Siehe die entsprechende Kapitalismustheorie von Werner Sombart (vgl. Ökonomie und Sexualökonomie). Wie Reich in Die Massenpsychologie des Faschismus dargelegt hat, hat der Kapitalismus zwei Aspekte: er verbiegt den Charakter, indem er zur Unehrlichkeit zwingt („der Kunde ist König“, die eigenen Produkte werden wider besseres Wissen als besser als die der Konkurrenz angepriesen, etc.), andererseits ist er die ökonomische Struktur, die der biosozialen Gegebenheit Arbeitsdemokratie noch am nächsten kommt. (Nach Marx mündet der vollendete Kapitalismus im Kommunismus!)

5. Reich waren Leute wie Otto Fenichel wirklich peinlich, denn durch ihr wildes Gestikulieren und andere Manierismen wurde jedem sofort augenfällig, daß es sich um Juden handelte, – wenn man so will um „Südländer“. Mitarbeitern wie Silvert sagte er, wenn sie im Rahmen der charakterologischen Umstrukturierung durch Orgontherapie gesundeten, würden sie aufhören wie Juden auszusehen und sich so zu bewegen. Im Zusammenhang mit seiner Geschichte mit den fast durchweg jüdischen Psychoanalytikern, Marxisten, Trotzkisten, etc. wirkt Reich aus der Distanz wie die Wiederkehr Christi, der sein Volk „vom Joch des Gesetzes“ befreien will.

Arbeitsdemokratie (Teil 2)

21. April 2018

Übersetzung eines Auszugs aus einem Kommentar des medizinischen Orgonomen David Holbrook, M.D. auf Dr. Konias Blog. Hier abgedruckt mit freundlicher Genehmigung des Autors

Reich zufolge war, statt Fragen der Wirtschaft oder der Klasse, die verkrüppelte Charakterstruktur der Massen und ihre Unfähigkeit, Verantwortung für ihre eigene Freiheit zu übernehmen, das, was die Menschheit daran gehindert hat, eine rationalere Gesellschaftsstruktur zu entwickeln:

Die soziale Gewissensfrage lautet heute nicht mehr in erster Linie: „Bist du reich oder bist du arm?“, sondern: „Bist du und kämpfst du für Sicherung und größtmögliche Freiheit des menschlichen Lebens?“ (Reich, W. 1949/1966 (ursprünglich 1929 verfaßt). Die sexuelle Revolution: Zur charakterlichen Selbststeuerung des Menschen, vierte Auflage. Frankfurt: Fischer TB, S. 13)

Gemeint ist die echte Freiheit der persönlichen und gesellschaftlichen Entwicklung, die Freiheit von Lebensangst, von ökonomischer Unterdrückung welcher Form immer, die Freiheit von reaktionären Hemmungen der Entwicklung, kurz, die freiheitliche Selbstverwaltung des Lebens. Befreien wir uns von allen Illusionen. In der Menschenmasse selbst wirkt eine reaktionäre, mörderische, entwicklungshemmende Macht, die alle Anstrengungen der Freiheitskämpfer immer wieder zuschanden macht. Diese reaktionäre Macht in den Menschenmassen erscheint als allgemeine Angst vor Verantwortung und als Angst vor Freiheit. Dies sind keine moralischen Werturteile. Diese Angst wurzelt tief in der biologischen Konstitution des heutigen Menschen. (Reich, W. (1946). Die Massenpsychologie des Faschismus. Dritte korrigierte und erweiterte Auflage. Frankfurt: Fischer TB, S. 294, Hervorhebungen im Original)

Reich beschrieb sich grundsätzlich als Liberaler, aber er meinte mehr eine Art Psychobiologie als eine politische Ideologie:

(…) es scheint so, daß Entwicklung, Freiheit, Unendlichkeit und Indeterminismus sich zu einer Gruppe von Variationen zusammenschließen, die mit der anderen Reihung, Struktur, Gesetz, Endlichkeit und Determinismus gepaart sind. Noch mal, diese Gruppierung hat überhaupt nichts mit Ideologien zu tun. Ich persönlich würde geneigt sein, der ersten Reihung von Variationen der zweiten vorzuziehen. Der ideologisch konservative Geist hingegen würde den zweiten Satz bevorzugen. (Reich, W. Oktober 1950. Finity and infinity; determinism and freedom, Orgone Energy Bulletin Vol. 2, No. 4, S. 175)

Obwohl er sich vom Konservativen abgrenzte, erkannte er die tragischen Grenzen der liberalen Ideologie:

In den ethischen und sozialen Idealen des Liberalismus erkennen wir die Vertretung der Züge der oberflächlichen, auf Selbstbeherrschung und Toleranz bedachten Charakterschichte. Dieser Liberalismus betont seine Ethik zum Zwecke der Niederhaltung des „Untiers im Menschen“, unserer zweiten Schichte der „sekundären Triebe“, des Freudschen „Unbewußten“. Die natürliche Sozialität der tiefsten, dritten Schicht, der Kernschichte, ist dem Liberalen fremd. Er bedauert und bekämpft die menschliche Charakterperversion mittels ethischer Normen, aber die sozialen Katastrophen des XX. Jahrhunderts lehrten, daß er damit nicht weit kam. (Reich, W. (1946). Die Massenpsychologie des Faschismus, S. 12)

Der Freiheitskrämer [d.h. der Pseudo-Liberale] macht aus der Wahrheit einen Köder, um die Menschen in eine Falle zu locken. Wahrheit ist für ihn ein „Ideal“ und nicht die Art und Weise, in der alle Angelegenheiten erledigt werden. Ist er rechthaberisch, so glaubt er, daß er die Wahrheit verteidigt. Der Konservative, der aus der instinktiven Kenntnis der großen Schwierigkeiten, die mit dem Streben nach Wahrheit verbunden sind, den STATUS QUO im gesellschaftlichen Leben verteidigt, ist weit ehrlicher. Er hat wenigstens eine Chance, anständig zu bleiben. DER FREIHEITSKRÄMER DAGEGEN MUSS SEINE SEELE DEM TEUFEL VERKAUFEN, WENN ER VORANKOMMEN WILL. (Reich 1953, Christusmord, Freiburg: Walter-Verlag, S. 307; Hervorhebungen und der eingeklammerte Text von Dr. Holbrook)

Die Wahrheit ist, daß Reich keine politische Lösung für die sozialen Probleme der Menschheit angestrebt hat:

Die politikante Form der Regierung über Völker muß durch die naturwissenschaftliche Lenkung sozialer Prozesse abgelöst werden. (Die sexuelle Revolution, S. 16)

Reichs Ansicht war, daß die Menschen nicht in der Lage sein werden, eine gesunde Gesellschaft zu bilden oder eine gesunde Form gesellschaftspolitischen Funktionierens zu bilden, bis nicht die Menschenmassen ausreichend frei von Panzerung sind, um zur genitalen Liebe fähig zu sein: Genitalität.

Der Kern der praktisch-politischen Psychologie ist die Sexualpolitik; denn der Kern des seelischen Funktionierens ist die sexuelle Funktion. (ebd., S. 19)

(…) die seelische Struktur (ist) in ihrem Kern Sexualstruktur und der Kulturprozeß (ist) im wesentlichen sexueller Bedürfnisprozeß (…) (ebd., S. 20)

Ich denke, diese Passagen machen ziemlich deutlich, was Reich hinsichtlich der Lösung des menschlichen Elends nicht glaubte. Die Frage bleibt: Wie würde eine echte „Arbeitsdemokratie“ aussehen? Wie würden sich die „Arbeitsbeziehungen“ in einer solchen Gesellschaft in Bezug auf die Wirtschaftsstruktur praktisch gestalten? Sicherlich müßte die Gesellschaft eine Wirtschaftsstruktur haben, auch wenn es sich um eine genitale Gesellschaft handelt.

Es scheint mir, daß Reichs Sprache und Denken eine Art von Wirtschaftssystem nahelegen, das den einzelnen Bürger dazu verpflichten und befähigen würde, Verantwortung für sein eigenes Leben zu übernehmen und gleichzeitig für Freiheit der Bewegung und die Funktionsfähigkeit zu sorgen. Es scheint mir, daß eine klassische liberale (nicht moderne, pseudo-liberale) Form des demokratischen Kapitalismus den Menschen die größten Möglichkeiten bietet, Verantwortung für ihr eigenes Leben zu übernehmen und die Freiheit zu haben, ihre biologische Energie auf gesunde Weise auszudrücken.

Arbeitsdemokratie (Teil 1)

20. April 2018

Übersetzung eines Auszugs aus einem Kommentar des medizinischen Orgonomen David Holbrook, M.D. auf Dr. Konias Blog. Hier abgedruckt mit freundlicher Genehmigung des Autors

Reich definierte Arbeitsdemokratie wie folgt:

Arbeitsdemokratie wird als natürliche und wirklich rationale Arbeitsbeziehung definiert, wie sie unter Menschen funktioniert. Das Konzept der Arbeitsdemokratie stellt die Realität (nicht die Ideologie) dieser Arbeitsbeziehungen dar, die, obwohl sie allgemein durch die bestehende Panzerung und irrationale Ideologien entstellt sind, trotz allem die Grundlage aller gesellschaftlichen Leistung bilden. (Reich, W. 1931/1951. Der Einbruch der sexuellen Zwangsmoral. Köln: KiWi, Fußnote [1951], S. 93, Hervorhebung im Original)

Reich spricht also von den „Arbeitsbeziehungen zwischen Menschen“, aber er faßt diese Arbeitsbeziehungen weder in ökonomischen noch politischen Begriffen. Er unterscheidet „soziale“ Vorgänge von „politischen“:

Ich glaubte niemals, daß Sozialisten und Kommunisten wirklich emotionelle Probleme des Menschen lösen könnten. (…) Ich war mir ihrer trockenen ökonomistischen Orientierung wohl bewußt (…) Zwar konnte mich die Politik nie betrügen, aber es dauerte lange, bis ich „soziale“ von „politischen“ Prozessen unterscheiden konnte. Ich hatte eine hohe Meinung von Karl Marx als einem Wirtschaftstheoretiker des 19. Jahrhunderts. Heute jedoch betrachte ich seine Theorie als weit überholt durch die Entdeckung der kosmischen Lebensenergie. Ich glaube, daß von der Marxschen Theorie nur der lebendige Charakter der menschlichen Produktivkraft bestehenbleiben wird. Dies ist ein Aspekt seiner Arbeit, der völlig vernachlässigt (…) wurde (…). (Reich, W. 1953/1995. Menschen im Staat. Frankfurt: Stroemfeld, S. 20)

Er glaubte nicht, daß die Lösung des soziologischen Kernproblems des Menschen in der Ökonomie zu finden sei und [beispielsweise] etwas mit „Steuersenkungen für die Reichen“ zu tun hätte oder etwas, das durch ein System der „Meritokratie“ zu lösen wäre, in der Reichtum beim Tod einer Person konfisziert und neu verteilt würde:

Als ich im Banne der großen sozialistischen Bewegung stand und jahrelang mitten in den unteren Volksschichten als Arzt arbeitete, fiel ich dem groben Irrtum zum Opfer, daß der „Kapitalist am Elend schuld“ wäre. Es bedurfte der grausamen Erfahrung der Entartung der russischen Revolution, um mich von diesem Irrtum zu befreien. Sie hatten die Kapitalisten gemordet, und das Elend wurde größer und umfassender; das Lügen, die Diplomatie, das Politikantentum, die Spionage und Angeberei, die auszurotten sie ausgezogen waren, waren mächtiger denn je. (Reich, W. 1949. Äther, Gott und Teufel. Frankfurt: Nexus, S. 48f)

Die europäische Freiheitsbewegung (…) zwischen 1918 und 1935 (…) war im Irrglauben befangen, daß sich die autoritäre Gesinnung mit dem Lebensprozeß der „Bourgeoisie“ und daß sich freiheitliche Gesinnung mit dem Lebensprozeß des „Proletariats“ deckten. (…) Autoritäre und freiheitliche Gesinnung haben nichts mit den scharfen ökonomischen Klassengrenzen zu tun. Die Ideologie einer sozialen Schicht ist keine unmittelbare Spiegelung ihrer wirtschaftlichen Lage. Den emotionellen, mystischen Erregungen der Menschenmassen muß eine zumindest gleich große, wenn nicht weit größere Bedeutung im sozialen Getriebe zugeschrieben werden als den rein ökonomischen Interessen. Die Praxis autoritären Zwanges geht ebenso kreuz und quer durch alle Schichten der Gesellschaft aller Nationen, wie freiheitliches Denken und Handeln. Es gibt keine charakterlich-strukturellen Klassengrenzen (…) (Reich, W. 1949/1966 (ursprünglich 1929 verfaßt). Die sexuelle Revolution: Zur charakterlichen Selbststeuerung des Menschen, vierte Auflage. Frankfurt: Fischer TB. Vorwort zur dritten Auflage (1944), S. 12, Hervorhebungen im Original)

(…) die Ideologie [kann] nicht mehr als eine bloße Spiegelung wirtschaftlicher Verhältnisse betrachtet werden. Sobald eine Ideologie die Struktur der Menschen erfaßt und geformt hat, ist sie zu einer materiellen, sozialen Kraft geworden. Es gibt keinen sozial-ökonomischen Prozeß von historischer Bedeutung, der nicht in der seelischen Struktur der Masse verankert und in Form des Verhaltens dieser Masse tätig wäre. Es gibt keine „Entwicklung der Produktionskräfte an sich“, sondern nur eine Entwicklung oder Bremsung der menschlichen Struktur, ihres Fühlens und Denkens auf der Grundlage wirtschaftlicher und sozialer Prozesse. Der Wirtschaftsprozeß, d.h. die Entwicklung der Maschinen, ist mit dem seelischen Strukturprozeß der Menschen, die ihn schaffen, antreiben, hemmen und von ihm beeinflußt werden, funktionell identisch. Wirtschaft ohne menschliche, tätige Triebstruktur ist undenkbar, ebenso umgekehrt menschliches Fühlen, Denken und Handeln ohne wirtschaftliche Grundlage und Folge. (ebd., S. 20, Hervorhebungen im Original)

Blogeinträge August 2012

6. April 2018

Im NACHRICHTENBRIEF wird gegenwärtig Paul Mathews‘ Artikel „Eine funktionelle Auffassung des modernen liberalen Charakters“ aus dem Jahre 1967 veröffentlicht. Hier wie sich die orgonomische Soziologie ein halbes Jahrhundert später darstellt:

Blogeinträge August 2012

  • Die Emotionelle Pest gedeiht im Sozialismus
  • Das System der gegenseitigen Kontrolle in der amerikanischen Regierung ist gescheitert
  • Die Gefahren im Kapitalismus
  • Wie Linke und Rechte die Amerikaner betrachten
  • In der Politik ist die Linke im Vorteil
  • Der freie Markt ist nicht das Problem
  • Kennzeichen eines linken Ideologen

Mussolinis Faschismus, Hitlers Nationalsozialismus und Die Massenpsychologie des Faschismus

9. März 2018

„Faschismus“ war Ende der Zwanziger Jahre zunächst einmal ein Stalinistischer Kampfbegriff, der unterschiedslos für alle nichtkommunistischen Massenbewegungen gebraucht wurde, sei dies der eigentliche Faschismus in Italien, die Sozialdemokratie („Sozialfaschismus“), die klerikal geprägten Heimwehren in Österreich, die antiklerikalen Nationalsozialisten in Österreich, die Nationalsozialisten in Deutschland, der Stahlhelm, etc. Die innere und wechselseitige Widersprüchlichkeit dieser Phänomene würden sich aus den inneren Widersprüchen des in chaotischer Auflösung befindlichen Spätkapitalismus erklären. Reich hat als Mitglied der KPÖ bzw. KPD den Begriff „Faschismus“ übernommen und nie wieder aufgegeben.

Von Anfang an, war für Reich „Faschismus“ aber weniger die terroristische Speerspitze des untergehenden und deshalb wild um sich schlagenden Kapitalismus, als vielmehr Ausfluß der mechanistischen und gleichzeitig mystischen Charakterstruktur der Menschen in der heutigen von Maschinen geprägten Massengesellschaft. Unterschiede zwischen den diversen Faschismen erklären sich aus diesem mechano-mystischen Grundwiderspruch. Bei Mussolini richtete sich alles auf die Durchsetzung einer totalitären Staatsidee, für die der Mystizismus (der Appell an den „Mythus“) nur Instrument war. Bei Hitler war es genau umgekehrt: der totalitäre Staat war ein bloßes Instrument zur Vernichtung des als „jüdischer Idee“ verachteten Staatsgedankens („David“) und dessen Ersetzung durch ein ständiges anarchisches Ringen um Macht, das stets dafür sorgt, daß das biologisch Starke sich durchsetzt („Goliath“). Eine verquere, sadistische Naturmystik.

Der „Mussolinismus“ und der Hitlerismus sind unvereinbare Gegensätze und gleichzeitig funktionell identisch:

Der Rote Faden: Gangster in der Regierung

30. Dezember 2017

Ein neuer Artikel auf http://www.orgonomie.net:

DER ROTE FADEN:

1. Aktion und Reaktion

a. Der Weg in den Kommunismus

b. Der Weg in den Faschismus (Wien)

c. Rassenhygiene

d. Der Weg in den Faschismus (Berlin und Kopenhagen)

e. Der Übermensch

f. Die Untermenschen

2. Der Weg in den Kalten Krieg

a. Das rote Berlin

b. Agenten des Roten Terrors

c. Der Friedenskämpfer Nr. 1

d. Der Kalte Krieger Nr. 1

e. Der Warmduscher

3. Mentalhygiene

a. Sexpol

b. Die sexuelle Revolution in der Sowjetunion

c. Psychoanalyse und Kommunismus

d. Otto Fenichel und seine „Rundbriefe“

e. Die Leninistische Organisation

4. Polithygiene

a. Reich in Norwegen

b. Reich und Marx

c. Reich und Lenin

d. Reich und Trotzki

e. Reich und Stalin

5. Reich in Amerika

a. Drei Sozialistinnen

b. Reich und der Kalte Krieg

c. Der rote Faden einer Verschwörung

d. Reich vor Gericht

e. Reichs Verfolgungswahn

f. Gangster in der Regierung

 

Robert (Berlin) schrieb 2011:
http://www4.dr-rath-foundation.org/Books/paging.php?sdir=Rockefeller%20Medicine%20Men&latin=&dir=Rockefeller%20Medicine%20Men&start=0&page_nums=1)#=eng
http://www4.dr-rath-foundation.org/THE_FOUNDATION/history_of_the_pharma_cartel.html

O. dazu:
Wie kommt man an Informationen über solche Bücher?

Robert:
Einfach für den Newsletter anmelden.

O.:
Hier mal Dr. Raths Bestellformular: Wenn man einiges davon braucht, kommt man schnell mal eben auf 500 € pro Monat.

http://www.dr-rath.com/de/bestellen/products.php

Seine Vorträge sind teilweise sehenswert.

Robert:
Mir sind seine Tabletten auch zu teuer!

O.:
Die Tabletten sind wohl vergleichbar teuer mit denen, die man wohl auch über die Apotheke beziehen kann (vgl. Omega 3 Tabletten für Herz- und Gefäßerkrankungen). Nun man sollte wohl auch nicht alle auf einmal schlucken, dann wird es wohl billiger. Aber wenn ich ernsthafte Probleme mit einer Erkrankung hätte, würde ich sie wohl probieren und dann wären sie noch preiswerter als die Folgen und die Behandlung der Schulmedizin, die weitere Erkrankungen produziert.
Für den Alltag heißt das nur: auf seine Nahrung achten und Obst und Gemüse essen in ausreichenden Mengen. Außerdem ist der Orac dann auch als Ergänzung ökonomischer.
Die Tabletten sind aber auch eine gute Geschäftsidee, also so ganz uneigennützig ist der Aufwand auch nicht, um nicht zu sagen: geschicktes Marketing.

Robert:
„Die Tabletten sind aber auch eine gute Geschäftsidee, also so ganz uneigennützig ist der Aufwand auch nicht, um nicht zu sagen: geschicktes Marketing.“
Das alles ist eine Stiftung, die nicht profit-orientiert arbeitet.
„Die Dr. Rath Health Foundation ist eine Stiftung, die gemeinnützige Ziele verfolgt. Sie finanziert sich vor allem aus den Erlösen der Produkte der Gesundheitsunternehmen von Dr. Rath. Zu den damit finanzierten Projekten gehören insbesondere die weitere Forschung zu wissenschaftlich begründeten Naturheilverfahren und die weltweite Verbreitung dieser Forschungsergebnisse.“

http://www.dr-rath-stiftung.de/

Manfred:
Meines Wissens werden die Tabletten von einem Pharmakonzern hergestellt, also künstlich. Als ich mal dort anfragte, bekam ich keine richtige Antwort. Seine Geschäftsmethoden erinnern mich irgendwie an Scientology. Mach Geld, mach mehr Geld, mach noch mehr Geld.

Robert:
@Manfred
Seine Methoden des Verkaufssystem ähnlich Tupperware finde ich auch zweifelhaft.

Robert:
Rath ist de facto eine Ergänzung von Reichs Krebsforschung. Während Reich herausfand, warum jemand Krebs bekam, hat Rath herausgefunden, wie sich Krebs im Körper ausbreitet und wie sich diese Ausbreitung verhindern lässt.

http://www.victory-over-cancer.org/de/buch/index.html

Robert:
http://www4ger.dr-rath-foundation.org/THE_HAGUE/reden/niedz1.html

„Es ist die Familie Rockefeller, die die Richtung der Politik am „Memorial Sloan-Kettering“ vorgibt. Ein ehrenamtliches Mitglied des geschäftsführenden Vorstands und Aufsichtsrats ist Laurence S. Rockefellers, Urenkel des verstorbenen Ölmagnaten John D. Rockefeller. Der Vorstandsvorsitzende, Douglas Warner, kümmert sich um die finanziellen Aspekte der Krebsinvestitionen. Mr. Warner ist Vorstandsmitglied von JP Morgan, der Bank der Rockefellers. Deshalb kann es keinen Zweifel geben, dass die finanziellen und petrochemischen Investitionen tatsächlich geschützt werden.“

Robert:
“Kritischen Geistern werden Dinge wie ‚9/11‘, ‚HARP‘ oder beispielsweise ‚Chemtrails‘ vor die Füße geworfen, damit sie mit Unsinn beschäftigt sind und sich vollständig diskreditieren. Die Massen sollen gefälligst David Icke studieren, statt etwa Wilhelm Reich!“
Da wird wieder alles durcheinandergeschmissen, was nicht zusammengehört. So als wenn W. Reich und R. Steiner beide gleich sind, weil sie außerhalb der Schulwissenschaft stehen und alles was sie schreiben, die gleiche Soße ist.
Nach dieser Logik müssten David Icke und W. Reich auch gleich sein, weil sie beide als Spinner und Verschwörungstheoretiker gelten.
Die 9/11 Truth-Movement ist eine ernsthafte, von Akademikern und Wissenschaftlern getragene Bewegung und die Beweise sind gigantisch und unglaublich viele. Bei HARP und den Chemtrails kann ich es nicht beurteilen mangels Zeitaufwand.
Weil die bushistischen „Orgonomen“ fanatische Änhänger skrupelloser Pseudo-Konservativer sind (die nichts weiter als die Handlanger Rockefellers sind), werden alle Fakten ignoriert, die nicht in ihr Konstrukt passen.

Pierre Says:
„…verbindet Charaktere wie J.P. Morgan und Stalin.“
„„Rockefeller“ und die Kommunisten wieder Hand in Hand marschieren…“
„Das 20. Jahrhundert hätte Reichs Jahrhundert sein können. … Wall Street und die Kommunisten haben das gemeinsam verhindert.“

Unverhältnismäßig mehr Raffinesse und Energie haben diese ‚Alliierten‘ in ihrem Kampf gegen „Deutschland“ mobilisiert.
Gewonnen haben sie in beiden Fällen: die Besiegten existieren nur noch als historische Objekte und dienen heute, in entstellter Form, zur Rechtfertigung und Stabilisierung des Bestehenden.

Peter Nasselstein Says:
Warum Occupy Wall Street Emotionelle Pest ist und wie diese Emotionelle Pest zum Mainstream wird:
Die Beziehung zwischen dem echten liberalen und dem pseudo-liberalen Charakter (https://orgonomie.wordpress.com/2011/12/)

O. Says:
Konia dürfte mal vor die Tür gehen und mit den Menschen sprechen, die auf der „Wall“-Straße sind, um zu hören, was sie sagen und um sich mitzuteilen … statt dessen wird vorab geurteilt, so sieht es zumindest aus: Es passt ins Links-liberale Schema also rein damit und die vielleicht letzte historische Chance mit Füßen getreten, weil der eigene Narziss Recht behalten soll.
Welche Linken????? Weil da mal auch natürlich ein Linker dabei ist, gehe ich dann nicht auf die Straße? Und alle sollen schweigen? Weil vermutlich auch eine B.S. da irgendwo herumläuft, der mir ohnehin unter 100.000 Menschen nicht auffällt,muss ich zu Hause bleiben? Es wird nicht mit einem Wort erwähnt, dass die Menschen sich längst „arbeitsdemokratisch“ „unorganisieren“ – das Wort muss erst neu geschaffen werden.
Es gibt keine Wortführer und keine Parteien, die etwas zu sagen hätten. Nur einer muss mal zum Marsch blasen, damit es mal losgeht. Das kann jede beliebige Gruppe sein (Schüler, Studenten, Arbeiter, Rentner, das ist völlig egal). Irgendeiner nimmt dann die Rolle, sich aufs Podium zu stellen und Ergebnisse vorzutragen und vielleicht wächst da einer in eine Sprecher Position, die Medien brauchen den bekannten Medienstar für ihre Kamera, weil sie den einfachen Leuten nicht das Mirko überlassen wollen.
Das Massen nicht „orgonomisch“ oder charakteranalytisch behandelt worden sind, bevor sie auf die Strasse gehen, bedarf wohl keiner Erklärung – sie als Emotionelle Pest zu betiteln – oder Pöbel (laut Hr. „Dr.“ Kohl) – ist schwach und zeigt nur, dass man selbst keinen Mut hat, hinzugehen und mitzumachen. Und man legitimiert gleichzeitig den Einsatz von bewaffneten Sturmtruppen, die mit Gewalt und unter Todesdrohung, die friedliche Auseinandersetzung vernichten. Der Sturm der faschistoiden Robotertrupps und Panzer werden zu „orgastisch potenten Verteidigern“ der „Demokratie“ oder „Republik“ hochstilisiert, die die Rockefellerinteressen durchprügeln, koste es was es wolle. Reichianisch Interessierte sollten den Prozess der Selbstregulation und Selbstorganisation in den protestierenden „Massen“ studieren. Das ist nichts für jederman, da viele Individualisten starke sozialphobische Tendenzen haben. Dessen sollte man sich einfach bewusst sein und sich nicht überfordern.
________________
Linke in den USA: Die gibt es nicht, zumindest sind sie weit und breit nicht zu sehen. Einstein hat sein angebliches Linkssein privat gehalten und versteckt. Wer „ein linksorientierter“ Mensch in den USA ist wird ausgegrenzt und jeder der in diesen Verdacht gerät. Daher hat die USA-Regierung sich ein neues Feindbild geschaffen: den „Moslem“ etc. J-Lo gilt als „links“, wenn sie einen sozialkritischen Film dreht, in dem sie die Vergewaltigung und anschließende Ermordung von unterbezahlten „farbigen“ lateinamerikanischen Arbeiterinnen an der Grenze zu Mexiko kritisiert. Dies hätte ihr fast die Karriere gekostet.
Kritische Studenten in Amerika sind auch alles andere als „Kommunisten“.Die würden hier in Europa tatsächlich unter die Liberalen (Konservativen) fallen.
Linke in Europa: Ja, die gibt es eindeutig und sind nicht dem roten Faschismus des Ostens verbunden – heute nicht mehr. Nach der Extacy-Techno-Rentnerfraktion kam eine neue junge „linke“ Identität wieder auf. Doch klare Strukturen fehlen hier und es läßt sich eben nicht mehr alles unter die „Linken“ (die Partei ist nicht gemeint) subsumieren. Die amerikanische Erweiterung des „orgonomisch-liberalen Charakters“ passt hier nicht. Sowie Bakers Orgonomie sprachlich nicht zur Psychoanalyse passt, dass sind unterschiedliche Konzepte. Auch die orgnomisch Konservativen sind nicht die europäisch politisch Konservativen. Die fehlende und unsaubere sprachliche Definition (z.B. bei Bakers Mensch in der Falle) führt immer wieder zur Verwirrung.
______________________
Bezogen auf den Satz von Konia: Occupy Wallstreet Bewegung ist sofort die Emotionelle Pest – in meinen Augen ein fetter Fehler. Dann folgt der zweite fette Fehler: die kleine Bewegung wird, weil sie für Amerika ein großes Ereignis ist gleich zum Mainstream.
Konia hat das Wort Mainstream nicht verstanden??? Dann soll er zurück an die Uni, da lernt er was Mainstream ist, nämlich seine Meinung ist Mainstream, dafür braucht er kein Reichsches Vokabular. Konservatives Denken wird hier mit Reich begründet, mehr kann ich daraus nicht erkennen. – Bitte sagt mir, dass ich unrecht habe.
Sharaf hat dazu ganz offen zugegeben, dass er junge Liebespaare hasst, die vor ihm im Park sich küssen und Händchen halten: Er ist schon so alt und kann das nicht mehr so leben – daher auch nicht ertragen.
______________________
Ich kann sicherlich auch alles negativ sehen und mir nur das betrachten – dazu neigt man ja mehr oder weniger oft. So könnte ich auch die Sachen aufzählen und mir die Menschen rauspicken, die mir nicht gefallen. Ebensowenig gefällt mir die Dynamik der Eskalation nicht, weder die hilflosen PAROLEN noch die Gewalt. Sie beendet die Möglichkeit zum selbstregulativen Prozess absichtlich. Danach herrscht nur noch Wut, Angst und Chaos, um die Gewaltherrschaft „Demokratie“ wieder aufrecht zu erhalten. Erst dann frisst die (Counter-)Revolution die Kinder und die Emotionale Pest hat wieder gewonnen.

Peter:
http://charleskonia.com/2011/10/22/the-relationship-between-the-true-liberal-and-the-pseudo-liberal-characters/#comment-1001

Peter:

die Banken sind also doch neben der Politik ein richtiger Adressat der Proteste. Nur eben nicht von Occupy, die nicht gegen die EUdSSR sind und eine EU-Diktatur wollen. Von deren Seite aus sind die Anti-Banken-Proteste Verdummung und Verschleierung, auf die hoffentlich kein PI-Leser mehr reinfällt.

http://www.pi-news.net/2011/10/finanzkrise-mister-dax-spricht-klartext/

Peter:
Wer glaubt, den Gegensatz zwischen der rationalen Tea Party-Bewegung in den USA („no taxation without representation“) und der pestilenten Occupy Wall Street-Bewegung („taxation“) gäbe es nur in den USA – siehe hier:
Nun zurück zur Eingangsaussage. Weshalb glauben wir, dass es wichtig ist, dass es uns gibt?

http://eurodemostuttgart.wordpress.com/2011/10/22/bericht-von-der-heutigen-demo-in-frankfurt/

Die Antwort ist, dass wesentliche Teile der Occupy-Bewegung – zumindest nach dem was wir in Frankfurt gesehen und erlebt haben – intolerant und gesinnungsgeschlossen sind. Wir wollen hier nicht auf die Einzelheiten eingehen, was alles zu uns gesagt wurde. Wichtig ist eigentlich nur dieses – Occupy wird nach unserer Einschätzung:

– Weder kompromisslos für die Direkte Demokratie eintreten

– Noch einen echten Systemwechsel anstreben

sondern eher einen verschärften Zentralstaat, womöglich sogar EU-Zentralstaat

O.:
Woher kommen die Unterstellungen, für Menschen die ihre Gesundheit und Leben letztlich riskieren? Wer denkt denn an einen „Zentralstaat“, den wir ja ohnehin schon haben, gegen den ja gerade demonstriert wird.
Die PI kommt mir vor, als wolle sie ihren eigenen … retten.
Was wurde denn in Frankfurt „erlebt“ außer einem Marsch durch die Innenstadt? Ein Systemwechsel läßt sich nicht durch einen Samstagsspaziergang erreichen … und wenn die BRD GmbH beim ersten Husten umfällt, ist das ein Problem der eigenen Standhaftigkeit, aber ein solches Problem erwarte ich nicht.
Vielleicht bin ich im Moment von den Medien auch zu wenig „informiert“, aber ich kann dem nicht folgen. Welche Bedeutung soll die UdSSR haben? Wir müssen vor unserer Haustüre kehren und nicht irgendwo im Osten, wo wir kein Wort verstehen. So wie ich das hier im Blog mitbekomme, wird gegen die Meschen die in New York auf die Straße gehen,Position bezogen, weil jemand Angst vor einer „Amerikanischen Revolution“ hat. Im Gegenteil, damit wird schon mal die Argumentation geliefert, hier „mit Recht“ ein Blutbad anzurichten oder dies mit Gewalt zu beenden. Das Argument, „das sind Kommunisten“, rechtfertigt mal wieder alles. Keiner in Berlin oder Frankfurt hat sich für einen EU-Zentralstaat (oder wie man es auch nennen möchte) ausgesprochen, sondern gegen diesen wird gerade agiert.
Bei der PI scheint es wohl darum zu gehen, wie rette ich „meine“ Banken, „meinen“ Staat und „meine“ Regierung. Warum bringen die sich nicht ein? Warum sitzen die nicht auf der Wallstreet und diskutieren mit? Weil da Kommunisten sind mit roten Fahnen??? Ich habe noch keine (auf youtube) oder in Deutschland in Frankfurt oder Berlin gesehen, weil es nicht um einen Kommunismus geht. Keiner denkt mehr in politischen Parteisystemen (auf der Straße) außer vielleicht Spiegelleser, die sich die Welt durch die „revolutionär-intellektuelle Brille“ von Spiegel erklären müssen. – Aber ich höre auch gerne andere Meinungen. Ich muss ja nicht Recht haben.
___________________
Intollerante Leute oder „Gesinnungsgeschlossene“ gibt es überall, das kann uns doch nach Reichs Charakteranalyse nicht wirklich verwundern. Deswegen heißt es aber nicht, dass wir nicht gemeinsam umdenken müssen, was ein Prozess ist. Auch eine Charakteranalyse ist ein Prozess und nicht ein Medikament für Orgastische Potenz. Warum werden die vielen offen denkenden jungen Menschen nicht gehört und ignoriert? Warum werden alternativ verbissen aussehende in die Jahre gekommene, vereinsamte 68 Freaks (und Imitationen) mit verbissenem Gesicht ins Licht gerückt, die kein Wort sagen, sondern nur solidarisch mitlaufen? Sie dienen als Ausrede für die eigene Feigheit, sich jetzt einzubringen. Das ist (pseudoliberales) Gerede (für mich) … Wer jetzt zu Hause bleibt, kann sein Gold und Silber kaufen und seine Wasser und Lebensmittelrationen horten und sich auf den Krieg vorbereiten oder die unterirdischen Bunkersysteme stürmen.
An einer Möglichkeit zu einer Veränderung hat er sich nicht beteiligt, im Gegenteil …
Wir gehen ein bischen auf die Strasse und bitten die Regierung doch etwas klüger uns zu regieren, dass soll ja wohl nicht die Idee sein, um eine EU-Diktatur abzuschaffen. Diese Bitten wurden längst abgelehnt. Wir sollten von der „Regierungsdiskussion“ wegkommen und uns fragen, was wir für ein sinnvolles System etablieren könn(t)en. Und hier fehlen noch die Antworten.

O.:
Ok, ich hätte den link zuerst öffnen müssen, um darüber orientiert zu sein, dass ein Haufen von 400 Leuten, von einer Frankfurter „Demo“ spricht – ähnliche Themen mit „Direkte Demokratie“ ausruft und die bisherige Bewegung direkt anfeindet. Also ich habe keine Ahnung was sie wollen, außer Verwirrung stiften und zum NATIONALEN Tag aufrufen. Guten Tag auch bei solcher Wortwahl. Sie sind gegen den EURO und gegen die EU, … sie sind aber wohl nicht 99% und sie gehen auf die Strasse (da habe ich mich auch geirrt), jedoch als eigene Fraktion, „von was?“ ist die Frage. Ich glaube ich hätte mir die Vorrede auch sparen können.

O. Says:
http://medikamente.blogspot.com/2010/01/verflechtung-rockefeller.html

Robert:
Uranmunition, HAARP & Chemtrails: Besorgte Bürger fordern Greenpeace zum Handeln auf
http://infokrieg.tv/wordpress/2011/10/09/uranmunition-haarp-chemtrails-besorgte-burger-fordern-greenpeace-zum-handeln-auf/

Peter:
Ja, jetzt nachdem die Illuminati mit Lybien durch sind, wird die unbotmäßige Türkei mit einem Erdbeben bestraft… – In solchen Gedankengängen denken heute Millionen und Abermillionen. Das ist unmittelbarer Ausdruck der zunehmenden Rolle der Augenpanzerung in der antiautoritären Gesellschaft.

O:
„Antiautoritäre Gesellschaft“ dieser Vorwurfsbegriff begegnete mir von 68-Anti-Vietnam-Medizinstudenten, die, als sie viel Geld verdienten als Ärzte ihr „Wissen“ an ihre Söhne weitergaben (Kinder der 68-Revolution) und genau die gegenteilige konservative Rolle einnahmen. In den Diskussionen wird man mit Parolen und Vorurteilen überhäuft, die unterstellen, dass man eine Haltung habe, die man selbst nicht geäußert hat. Ich wurde also in eine Gegenposition (Rolle) gedrängt, damit das eigene Selbstbild kohärant bleibt.
Als Antiauthoriäte Erziehung galt dann der Ansatz von zwanghaften 68-Eltern, die ihre Kinder nicht schlagen wollten und keine Grenzen setzen konnte. Zum Verdruss der Eltern, wuchs dann der Sohn als „Revolutionär“ gegen die eigenen kontaktlosen auf und ging in die Punkszene nach Berlin. Dieser Mechanismus wiederholt sich auch heute wieder. Noch zu erwähnen ist, dass es sich um Trennungskinder handelt, was vermutlich der größere Wirkfaktor ist, als jene „theoretische“ Summerhill-Neill Philosophie. (Reich ist irgendwie auch nie bekannt, was merkwürdig ist)
Die konservativen Revoluzer (JU-Fans) und Punk-Kids stehen sich nun ideologisch gegenüber, aber diskutieren nicht miteinander und daher muss nun ein „Vermittler“ die Rolle des vermeintlich „Linken/Grünen/etc.“ zugeschrieben werden, damit man selbst diskutieren kann. – Diskussionen, die letztlich nichts bringen.
Das Antiautoritäre Konzept von A. S. Neill dürfte hier bekannt sein und wird absolut falsch verstanden, da es um Selbstregulation des Kindes geht, das natürliche erwachsene Vorbilder braucht, die aber nicht Authoritär, das hieß damals auch im Sinne des Faschismus, auftreten und mit Gewalt als Mittel drohen, wenn bei ihnen die Argumente ausgehen. Das Problem ist, das Erwachsene den Kontakt zum Kind nicht hingebkommen, weil sie so gepanzert sidn, wie Reich das beschrieben hat. Unter der Prämisse greift das Summerhillkonzept, das die Eltern aus der Erziehung lieber außen vor lässt, als dass sie ihre Kinder neurotisch erziehen.
Das ist eine Bankrotterklärung der elterlichen Kompetenz, die in den 70-er Jahren weit verbreitet war. Und gute Vorsätze der „Antiautoritären Erziehung“ konnten nicht umgesetzt werden, so dass das Bild entsteht, von elterlicher Inkompetenz und eine autoritäre Erziehung sei besser. In der Pädagogoik (Jugendhilfe) ist heute klar, dass Eltern Erziehungshilfe in vielen Fällen benötigen, von außenstehenden päd. Psychologen/ Sozialpädagogen.
Die Eltern sind nach Reich einfach nicht therapiert worden und kommen mit sich selbst nicht zurecht – schlicht ausgedrückt. Das emotioanle Erleben ist so verkümmert, dass die Lebendigkeit der Kinder sie provoziert und sie diese Lebendigkeit zerstören werden (auch wenn sie das nicht wollen). Reich ist 68 mit seiner „sexuellen Revolution“ als ‚“Fick mich frei“ verstanden worden, der Zugang zu Liebesgefühlen (gepanzerter Mescneh) wurde damit weitestgehend verschüttet. Es ging um die Abschüttelung der autoriären Strukturen – in first place. Die Umweltbedinungen zu verändern waren wichtiger als individuelles Erleben. Die Familie wurde in Frage gestellt.
Die „revolution“ wurd auf halbem Wege durchgeführt und blieb dann stecken mit einem erschreckenden Ergebnis, was heute und danach gerne als Schreckgespenst hingestellt wird.
Für mich ist es unsinnig von „Antiautoritärer Erziehung“ zu sprechen, wenn man Neill und Reich nicht verstanden hat oder es in einem „konservativen“ Zusammenhang als Argument zu benutzen, wie oben geschildert. Es ist nicht der Begriff der 68 Hippies, die sich haben unter Drogen setzen lassen, um ihre „Freiheit“ zu erträumen. Nackte Kiffer/LSD-Konsumenten mit benebeltem Verstand und in Gruppen übereinanderherfallend hat nichts mit Reich und Neill zu tun.
Die „Augenpanzerung“ offensichtlich auch durch Drogen ausgelöst ist nicht antiautoritär zu interpretieren.
Eine antiautoriäre Grundhaltung fördert die Selbstregulation und Entfaltung der Kinder, wie es Reich im Projekt Kinder der Zukunft auch gezeigt hat. Wer Peter Reich als Mensch kennenlernen konnte, hat ein Bild vom Potential dieser Idee. Angewandt auf die eigenen Kinder kann man sich in der Praxis davon überzeugen wie wichtig dies ist, wenn man selten angewandt auch Grenzen setzen muss. Die meisten Grenzen setzen sich die Kinder selbst in vernünftiger Weise, wenn die Eltern unterstützend und präsent sind. Der Erwachsene kann hier einiges vom Kind lernen, so ist es ein gegenseitiges Geben und Nehmen. Autoritär muss der Erwachsenen der Außenwelt gegenübertreten können, um sein Kind zu schützen, doch das ist ein anderes Kapitel.

Sebastian:
Danke für diesen super Kommentar. Ich sehe das fast genauso, außer dass ich die Begrifflichkeiten anders verwenden würde.
„Antiautoritär“ ist vom Wortsinn her ein sinnloser Begriff: Gegen Autorität. Autorität wird geleugnet. Damit steht er für laissez-faire, also Kontaktlosigkeit.
Historisch wird der Begriff aber anders verstanden. Er richtet sich gegen eine Form von Autorität, die durch Herrschaftsverhältnisse, also institutionalisierte, dauerhafte Über- und Unterordnungsverhältnisse, die mithilfe von Zwang durchgesetzt werden, entstanden sind. Sie beschreiben ihn als „Unterstützung“ im Sinne von Begleitung. Ich denke nicht, dass dieser Begriff im Alltagsverständnis und fachlich so verstanden wird. Fachlich nennt man das, was sie beschreiben, eher Antipädagogik.
MMn beruht die unterschiedliche Auslegung auf dem weitreichenden Unverständnis gegenüber der begrifflichen Abgrenzung von Macht und Herrschaft. Autorität gibt es überall, wo jemand Kompetenz und/oder Charisma hat. Autorität beschreibt ein Machtverhältnis. Macht ist wiederum die Fähigkeit auf den Willen von Personen oder Gruppen einzuwirken. Das ist doch nichts Schlimmes, oder? Wenn eine Löwenmamahre Löwenkiddies von A nach B trägt, würde ich das als autoritär bezeichnen.
Einen Bedeutungswandel kriegt der Begriff erst, wenn Herrschaftsverhältnisse etabliert sind. Dann braucht Autorität nicht mehr auf Kompetenz oder Charisma beruhen, sondern wird zu einem rein formalen Begriff. Es ist verständlich, wenn sich Menschen gegen diese Art von Autorität wenden. Und genau gegen diese Bedeutung haben sich Reich und Co. gewandt, wenn sie mal das Wort Autorität verwendeten. Sie wussten gleichzeitig, dass Selbstregulation nichts mit „antiautoritär“ zu tun hat.
Systematisch passt der Begriff demnach auch nicht zur historischen Bedeutung. Wenn man also allgemein Widerspruchsfreiheit in der Theorie erreichen will, dann würde er nur unter dem Wortsinn Sinn ergeben.
Kann man generalisierend sagen, dass wir in einer antiautoritären Gesellschaft (laissez-faire) leben? Glasklare Antwort: Nein. Wie soll man den Trend am besten beschreiben? Meine Erfahrung ist, dass man grundsätzlich physischen Zwang ablehnt. Wenn es aber um das Ausleben der primären Emotionen geht, soll es immer „maßvoll“ sein. Das wird den Kindern pausenlos mit liberaler Ignoranz eingeflößt: Selbstbeherrschung! Warum? Es wird auf verschiedene Weisen begründet, aber im Kern ist es die allgemein bekannte Begründung: Wegen der Kultur. Hingebung wird als Ekstase, Unkultur oder Chaos beschrieben.

Jean:
„Das wird den Kindern pausenlos mit liberaler Ignoranz eingeflößt: Selbstbeherrschung! Warum? “
Weil wir Erwachsenen die Lebendigkeit nicht ertragen, wenn ein 10jähriger uns anbrüllt, weil wir nicht auf ihn eingehen können, wenn eine 14jährige zickt und uns fiese Sachen an den Kopft wirft, weil sie sich nicht verstanden fühlt, wenn „sogar“ ein 16jähriger einen Wutanfall bekommt usw. Das rührt an unsere eigene Geschichte der Unterdrückung, und ähnlich dem sexuellen Neid, sollen die Kinder ihre Gefühle nicht leben dürfen, wenn wir das uns schon nicht erlauben.
Rationalisiert wird es immer damit, dass dann, wenn wir uns anbrüllen und „schlimme“ Sachen an den Kopf werfen, die Konflikte eskalieren. Das stimmt natürlich in Fällen, wo viel unterdrückte Wut herrscht, und damit laufen viele Menschen herum, dann erfolgt der Einstieg in die Abwärtsspirale. Aber bei einigermaßen gesunden Erwachsenen führt doch ein Anbrüllen oder ein anderer „lauter“ Streit zur Vertiefung der Beziehung, weil die Probleme auf den Tisch kommen, weil wir uns wahrnehmen in unseren Bedürfnissen und spüren, was der andere braucht.
Wenn wir Kindern und Jugendlichen den Ausdruck verbieten, konditionieren wir sie auf ein Verhalten, das den Umgang mit Konflikten enorm schwierig macht. Im Berufsleben wird dann krampfhaft „political correctness“ eingefordert, damit sich alle „wohl fühlen“, die Konflikte werden verdrängt, das Mobbing gedeiht und viele fühlen sich so unwohl, dass Zusammen-arbeit, Wertschätzung und Engagement vor die Hunde gehen.

Jean:
„dass Zusammenarbeit, Wertschätzung und Engagement vor die Hunde gehen.“
Besser passt: Dass sich diese Eigenschaften nicht entwicklen können, denn normalerweise wachsen sie ja, je länger man mit anderen lebt und arbeitet.
Ich kann ganz schlecht mit Leuten, die diese „Correctness“ einfordern umgehen, ich habe immer das Gefühl, auf Abstand gehalten zu werden.

Peter schreibt 2015:
Hier wird das beschrieben, was Reich am Ende seines Lebens angeprangert hat: die Zusammenarbeit der äußersten Rechten (die internationalen Kapitalisten) und der äußersten Linken („Moskau“):

Robert (Berlin) schreint 2016:
„In den 1920er-Jahren begann die Rockefeller-Stiftung damit, eine völlige Umgestaltung der amerikanischen Ausbildung im Medizinbereich durchzusetzen, die sich auf medikamentöse Behandlung und chirurgische Eingriffe konzentrierte, während zahlreiche andere alternative Behandlungsmethoden diskreditiert oder verteufelt wurden. Im Prinzip strebte die Stiftung im medizinischen Bereich und im Gesundheitswesen das Gleiche an, was Standard Oil weltweit im Bereich Erdöl gelungen war: Dominanz.“
http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/enthuellungen/f-william-engdahl/was-die-medien-im-zusammenhang-mit-der-affaere-um-den-film-vaxxed-und-robert-de-niro-verschweigen.html

stephan schreibt 2017:

Robert schreibt 2014:
Dass Rockefeller eine One World will, kann man schon seit 10 Jahren auf allen Illuminati-Seiten lesen. Nur hat das wenig mit dem klassischen Kommunismus zu tun, sondern eher mit dem Freimaurer-Programm (von dem der Kommunismus allerdings abstammt).

Noch immer sehenswert das Interview mit Aaron Russo (gest. 2007), der mit einem Rockefeller eng befreundet war

http://vimeo.com/13224838

Peter:
OK, ich habe mir das Original angesehen:

1. Aaron Russo war alles andere, als nur ein Spinner, der irgendeinen Blödsinn erzählt. Er war Teil von Hollywood (bzw. das wofür „Hollywood“ steht), hätte Governeur, vielleicht sogar Präsident werden können.

2. Ich weiß (!), woher, ist nicht von belang, daß wir in den Augen der Superreichen, also jener, die ihren Reichtum ererbt haben und da reingeboren wurden, nichts anderes sind als Sklaven, Verfügungsmasse, bloße Biomasse, Schlachtvieh.

Wie gesagt, daß ist nicht nur so zusammengesponnen. Mein Problem fängt an, wenn man daraus großartige lückenlose Verschwörungspläne konstruiert. So funktioniert das ganze einfach nicht. Der Beleg dafür ist offensichtlich: wenn alles so planbar wäre, dann bräuchte es diese Pläne nicht, denn dann könnten „sie“ „einfach so“ die Macht übernehmen.

Übrigens spielten die Rockefeller in Reichs Leben eine bedeutende Rolle. Man schaue nur ins Register von Turners ADVENTURES IN THE ORGASMATRON! Die medizinische Orgonomin Barbara Koopman hatte einst einen Rockefeller in Behandlung und der hat mit einer Großspende das American College of Orgonomy vor dem finanziellen Ruin bewahrt.

O.:
Zufällig musste ich heute über finanzielle Zuwendungen von Psychotherapieschulen nachdenken (PA u. VT). Warum lief der Geldfluss über Mrs. Koopman? Ein Rockefeller in Behandlung??? (Quelle Turner, woher er das wieder weiß)
Sie war so esoterisch vorgebildet, dass ich sie nicht ins ACO aufgenommen hätte.
Die Rockefeller waren schon 54 an Reichs Arizona Projekt interessiert.

Peter:
Nicht Turner, ich bin die Quelle

O.:
Rockefeller gibt sich für mich „konservativ“ oder besser (MK)ultrarechts und wenn er die Gelegenheit hatte auch im Kommunismus mitzumischen, wird er dies genutzt haben. In der Person von ihm scheint sich zu zeigen, das rechts und links alles eine Mischpoke ist. Reich wird hier nur die halbe Wahrheit erfasst haben, denke ich.

Victor Corgo:
Lawrence Rockefeller spendete große Mengen an Geld, um die ACO mehrere Gelegenheiten . Er hat auch von James DeMeo , der zu der Zeit noch mit dem ACO verbunden Cloudbusting finanziert .
Es ist interessant , dass ein Ehrenmitglied der ACO war Edward Pell , ein New Yorker Anwalt, der zuvor gewesen war Programmdirektor von Radio Liberty, der CIA Propagandasender broadcastinb CIA -Nachrichten nach Osteuropa. Er war eng mit der New York State Administration von Nelson Rockefeller verbunden ist und in dieser Funktion war er in der Lage , ein Gesetz zu erlassen, die von allen Formen der Wetteränderung in diesem Zustand kontrolliert hätte, zu verhindern. Das Gesetz würde ein Problem für die Arbeit der Cloudbusting ACO gewesen .
In den späten 1980er Jahren hat der ACO eine große Spendenaktion , um Geld für ein neues Gebäude zu bekommen. Der Kopf dieser Kampagne war Patricia Humphrey, die Ehefrau von US-Senator Gordon Humphrey . Sie hob mehr als $ 5.000.000 für den ACO Gebäude Fonds , aber das Gebäude wurde nie gebaut. Das war in der Zeit, dass Dr. Richard Blasband und Dr. Barbara Koopman waren Präsidenten der ACO . Beide verließen die Organisation bald nach der Gebäude-Kampagne beendet.
Zur gleichen Zeit wird die ACO hatte auch eine Spendenaktion , um Geld für eine “ letzte und endgültige “ To- t -Experiment von Dr. Blasband zu bekommen. Sie haben etwas von dem Geld aus der Fetzer -Stiftung, einige davon von den Patienten und ehemalige Patienten der orgonomists und einiges davon – $ 48.000 – von Lawrence Rockefeller . Was auch immer die Ergebnisse dieser Um -t Experiment wurden , sie wurden nie veröffentlicht.
All dies kann von der ACO Newsletter , dass der ACO veröffentlicht zu der Zeit bestätigt werden.

Peter:
Hier die Spiritualität, die Kissinger, die Rockefellers, die EU-Fanatiker, etc. beseelt:
http://kath-zdw.ch/maria/schattenmacht/lucis.trust.html
Sie stand auch hinter der Kampagne gegen Reich.

stephan 2017:
Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass die ranghöchsten Militärs Nixon und Kissinger ab einem gewissen Punkt beide ausspionieren ließen, Der Präsident und sein Berater hatten die Joint Chiefs von wichtigen Sitzungen die die Außen- udn Sicherheitspolitik der USA betrafen ausgeschlossen.
„…According to this historical perspective, it began when the Chairman of the Joint Chiefs of Staff, Admiral Thomas H. Moorer became suspicious of the foreign policy decisions of Nixon and National Security Advisor Henry Kissinger. These policies included how Nixon was running the war in Vietnam, his pursuit of détente with the Soviets and his plans to open up trade with China. In short, the military feared that Nixon was selling out the United States to our greatest enemies: the Communists. For this reason, a spy ring was organized inside the White House’s National Security Council office for the purpose of stealing the President’s most important secrets and to undermine his policies. This led to the dramatic events of December 21, 1971 — the seventh day.
On that day, Nixon learned of the spy operations in all its minute details, and made a fateful decision, one that would deeply affect the curse of his administration and be a factor in its demise in 1974. When told of the spy operation, Nixon initially declared it a „federal offense of the highest order.“ But he did not demand that anyone be prosecuted. Rather, he covered up what he learned that day, and would later re-appoint Moorer as the chairman of the Joint Chiefs. The spy ring and his lack of reaction and retaliation would remain the deepest and most closely guarded secret of his Administration.“
http://www.watergate.com/Military-Spy-Ring/Military-Spy-Ring.aspx

Manuel schrieb 2009:
Ist das nicht eine schöne, wahre Geschichte von der „freien“, kapitalistischen und unregulierten Marktwirtschaft, die hier so vehement vertreten wird?! Solange die Menschen so sind, wie sie sind, ist der Bildung von Kartellen, Monopolen, Filz und Klüngel nur durch regulierende Marktaufsicht beizukommen – ansonsten werden Menschen, die über weniger Macht oder Bildung verfügen einfach nur ausgesaugt und dann weggeschmissen… wie daraus irgendeine Art von positiver Entwicklung entstehen soll ist mir vollkommen schleierhaft. Sicher sind Regulierungen nur Krücken, aber ich würde jemandem, der beide Beine gebrochen hat nicht einfach die Krücken wegnehmen – ein schrittweises Training ist hingegen sinnvoll…

Manuel:
P.S.: Haben nicht die skandinavischen Länder das erfolgreichste UND billigste Gesundheitssystem, eine staatliche Einheitskasse ?! Und ebenso dass laut PISA erfolgreichste Bildungssystem, eine Schule für alle, aber mit individueller Förderung, statt unseres antiquierten Standes-Dünkel-Systems, das CDU/FDP jetzt für immer betonieren wollen?!

Tino 2014:

Weil es Panzerung (Modju-Kartelle) gibt, Panzerung vergrößern (staatliche Marktaufsicht)?
Vor allem: Was hat denn das amerikanische Kartellamt bisher gegen die Pharma-Modjus getan?

Peter:
In der heutigen BILD:
In Deutschland werden heute fünfmal so viele starke Anti-Depressiva verschrieben wie 1995: „So viele schwere Depressionen gibt es gar nicht“, kritisiert Professor Tom Bschor, Mitglied der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft.