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Reichs letztes Experiment

24. Januar 2018

Reichs letztes Experiment war die Behandlung seines „Judas“, des Orgonomen Michael Silvert. Reichs Sekretärin und die zeitweise Geliebte jeweils von Reich und Silvert, Lois Wyvell erläutert:

Eines von Reichs letzten Forschungsprojekten war die orgontherapeutische Behandlung seines eigenen Judas, des Mannes, der ihn verraten hat, indem er die Verfügung [gegen den Transport von Orgonenergie-Akkumulatoren über inneramerikanische Landesgrenzen] gebrochen hatte und so seine Verurteilung zu Gefängnis und damit seinen Tod praktisch unausweichlich machte. Offensichtlich hat Reich dies getan, um zu lernen, wie man den emotionellen Pestcharakter heilen kann, denn er hatte vor Jahren seine medizinische Forschung eingestellt, um sich ausschließlich der Wissenschaft zu widmen. Letztlich stellte er die Notwendigkeit, die Emotionelle Pest zu verhindern und zu heilen, an der Spitze seiner Liste von Verpflichtungen, die für die Erlösung des Menschen notwendig sind, da die Emotionelle Pest, wie es bei anderen Seuchen der Fall ist, ansteckend ist und tödlich verläuft. Der Mensch ist in der Tat das mitreißend schönste und liebenswerteste aller Geschöpfe, aber nur, wenn er gesund ist. Die meisten von uns haben Momente, vielleicht Stunden, in denen wir die leuchtende Schönheit unseres Kerns, unserer Seele, zum Ausdruck bringen, aber die Freude kann überwältigend und erschreckend sein, so daß wir uns dagegen verschließen. Der Pestcharakter tut mehr: Er geht gegen die Quelle der bedrohlichen Freude, gegen das Lebendige vor. Die anderen neurotischen oder psychotischen Charaktertypen können fast immer modifiziert, wenn nicht sogar völlig geheilt werden, aber niemand hat nach unserem Wissen jemals einen emotionellen Pestcharakter erfolgreich behandelt. Reich gelang es nicht, und sein Judas beging, wie Judas Ischariot, Selbstmord. ( Offshoots of Orgonomy, No. 11, Autumn 1985, S. 2)

Es ging Reich darum den Krankheitsherd selbst, d.h. die zur Charakterstruktur erstarrte Emotionelle Pest, gesund zu machen. Im ORANUR-Experiment hatte er versucht die tödliche Radioaktivität in etwas Gesundes, Gutes, Lebendiges bzw. Lebensförderndes zu verwandeln. Er wäre infolge an der resultierenden ORANUR-Reaktion und DOR-Verseuchung beinahe gestorben. Entsprechendes versuchte er mit dem „Modju“ Silvert. Bei diesem „Silvert-Experiment“ ist er dann tatsächlich umgekommen.

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