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Warum werden John F. Kennedy und Harvey Oswald derartig verehrt?

4. August 2017

Der in eine Mafia-Familie hineingeborene John F. Kennedy war ein lebenslanger Nichtsnutz. Ein sexsüchtiger Junkie. Seine Präsidentschaft war das Produkt von Wahlmanipulation, Marketing, „Hollywood-Inszenierung“ und einer Journaille, der nur ein kompletter Idiot auch nur ein Wort glauben kann. Vor allem war seine Präsidentschaft, und noch weit mehr sein Nachleben im kollektiven Bewußtsein Amerikas, Produkt eines bestimmten massenpsychologischen Mechanismus.

Er war zwar eine wirklich komplette Null, aber ihn zeichnete eine Charakterstruktur aus, die ihn für den durchschnittlichen Neurotiker absolut unwiderstehlich macht: er war ein triebhafter Charakter, d.h. in vieler Hinsicht ein lebender Leichnam, ein Zombie. „Lebende Menschen“ (man verzeihe mir den Ausdruck) zeichnen sich dadurch aus, daß sie Angst haben, leicht verunsichert werden, Scham und Schuld empfinden, mit einem Wort „schwach“ sind. Sie verlieben sich, sind in ihre Gefühlsleben ambivalent, sind naiv, können ihre Regungen nicht verbergen, sind leicht aus dem Konzept zu bringen, etc. – halt normale Menschen. Da sie sich dessen schämen, letztendlich davor schämen sexuell zu sein, ein „sexuelles Tier“ zu sein, bewundern sie Rock- und Popstars, etwa David Bowie, die so „cool“ sind. Diese bioenergetisch toten („coolen“) Menschen scheinen nicht unter chronischer Kontraktion („Sympathikotonie“) zu leiden und stehen deshalb auf verquere Weise für Expansion, Optimismus, Hoffnung, Inspiration. Aus diesem denkbar perversen Grund üben auch Triebmörder und Psychopathen wie Charles Manson so eine unwiderstehliche Faszination auf die Massen aus. Deshalb, und nur deshalb, auch diese vollkommen irrationale Vergottung von Harvey Oswald, einem typischen psychopathischen Mörder.

Die Religion um „JFK“ und seinen Mörder ist so unausrottbar, die Geschichte um einen an sich simplen Mordfall wird auch in Zukunft ganze Bibliotheken füllen, weil wir es hier einzig und allein mit einem massenpsychologischen Phänomen zu tun haben. Kennedy wurde zu einer Christusfigur, weil die Massen durch diese „mystische Verbindung“ frei von Ängsten, Scham- und Schuldgefühlen sein wollen; frei, wie ihr angebeteter Held. Die Tragik ist, daß niemand, wirklich niemand sie aufklärt, sondern alles getan wird, damit sie weiterhin ihr Leben vertun – beispielsweise in der nichtigen Beschäftigung mit unsinnigen Verschwörungstheorien, die nirgend hinführen, sondern nur die Kontaktlosigkeit perpetuieren. Das hat die gleiche Qualität wie die Vergötterung von hohlen Pop- und Kinostars.

Interessant ist auch, wie genau die Verschwörungstheorie um „JFKs“ Ermordung entstanden ist: sie wurde vom KGB ins Leben gerufen, ähnlich wie der KGB zuvor die Verfolgung Reichs durch die amerikanischen Gesundheitsbehörden „angeregt“ hatte.

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Jerome Eden über die Emotionelle Pest (Teil 1)

23. Mai 2014

EDEN BULLETIN (Vol. 5, No. 4, Nov. 1978, S. 4-5):

Sicherlich ist Spott der einfachste und effektivste Weg einen guten Ruf oder eine neue Entdeckung zu zerstören. Vor 200 Jahren schrieb Dr. Franz Anton Mesmer: „Spott ist zweifellos das beste Mittel, um Meinungen zu verändern; aber … die Menschen mißbrauchen dies sehr häufig und die nützlichsten Wahrheiten wurden abgewertet, mit dem Unrichtigen gleichgesetzt und zusammen mit ihm abgelehnt.“

Die Entdeckungen von Wilhelm Reich wurden in Deutschland, Skandinavien und in den USA immer wieder mit Hohn und Spott bedacht. Kein einziges Mal haben Reichs Kritiker ein Jota wissenschaftlicher Widerlegung gegen seine Arbeit vorgebracht. Spott war die Hauptwaffe. Während der norwegischen Kampagne gegen Reichs Arbeit wurden beim Versuch, seine Entdeckungen unter einem Berg von Lächerlichkeit zu begraben, um die 200 Zeitungsartikel gedruckt.

Die Emotionelle Pest („neurotischer, destruktiver Irrationalismus, der in der Gesellschaft agiert“, WR) kämpft nie sauber, ehrlich und sachlich; sondern benutzt Verleumdung, dreckige Anspielungen, die blanke Lüge, Verfälschungen der Wahrheit und Spott. Obwohl Reich 1957 im Gefängnis gestorben ist, haben die Angriffe gegen ihn und seine Arbeit nie nachgelassen. Zum Beispiel schrieb ich am 23. März 1962 den folgenden Brief an die Redaktion des Magazins True:

Sehr geehrter Herr,

der verleumderische Artikel „The Man Who Boxed Sex“ von Carlton Brown und Donald G. Cooley (April 1962) gehört nicht in eine Zeitschrift mit dem Titel True („wahr“). Die Meinung der Autoren, daß „jedem wissenschaftlichen Test zufolge (Orgonenergie) nicht meßbar, nicht nachweisbar, nicht vorhanden ist und nichts ist als ein Paket von nichts, umwickelt mit prätentiösem Unsinn“ – ist die typische Haltung derjenigen, die Angst vor der Orgonenergie haben.

Die Existenz der Orgonenergie ist eine wissenschaftliche Tatsache und thermisch, visuell, elektroskopisch, mit dem Geigerzähler, etc. überprüfbar. Außerdem muß man für rund 30 Minuten pro Tag über mindestens 2 Monate in einem Orgonenergie-Akkumulator sitzen, um eine vernünftige Meinung über seinen Wert abgeben zu können. Leider investieren die Gegner der Orgonomie lieber unzählige Mengen an Geld, Zeit und (Orgon-) Energie, um ihrer Verantwortung zu entgehen, die experimentelle Arbeit von Dr. Wilhelm Reich exakt zu duplizieren. Es scheint, sie haben „für die Wahrheit keine Zeit“, aber eine Ewigkeit fürs Verleumden und Ausweichen.

Hochachtungsvoll,
Jerome Eden

Das obige ist genau der Brief, den ich an die Redaktion des Magazins geschickt hatte. Lassen Sie uns nun betrachten, was der Herausgeber des True-Magazins in seiner Ausgabe vom Juni 1962 im Abschnitt, in dem Briefe an die Redaktion „zitiert“ werden, veröffentlicht hat:

Ihr verleumderischer Artikel gehört nicht in ein Magazin namens True. Die Existenz der Orgonenergie ist eine wissenschaftliche Tatsache und thermisch, visuell, elektroskopisch, mit dem Geigerzähler, etc. überprüfbar. Außerdem muß man für rund 30 Minuten pro Tag über mindestens 2 Monate in einem Orgonenergie-Akkumulator sitzen, um richtig sexuell stimuliert zu werden.

Mein Name wurde als Verfasser dieses Stückes pornographischer Häme gedruckt. Mein erster Impuls bestand darin, dem Herausgeber ein blaues Auge zu verpassen und seine Nase zu blutigem Brei zu schlagen. Als sich meine Wut gelegt hatte, überzeugten mich meine Frau und ein medizinischer Orgonom, daß ich wegen Körperverletzung nur im Gefängnis lande. Ich habe dem Herausgeber Douglas Kennedy an diesem Tag 12 mal angerufen, aber er weigerte sich, mit mir zu reden. Seine Sekretärin hat mir schließlich geraten „sich in einem Brief zu beschweren“!

Soweit Jerome Eden. An anderer Stelle schrieb er zur Emotionellen Pest:

Die Feinde der Menschheit bombardieren uns mit „Lärm“ – in Büchern, Artikeln, im Radio und im Fernsehen und in „Nachrichtenblättern“. Der beste Weg, diesen „Lärm“ zu beurteilen, ist es, seine Wirkung auf die Emotionelle Pest [EP] einzuschätzen: Unterstützt er die EP oder stellt er die EP bloß und versucht er EP-Verhalten entgegenzuwirken? Beurteile den Baum nach seiner Frucht! (EDEN-BULLETIN, Vol. 5, No. 2, April 1978, S. 18)

Dazu gehören nicht zuletzt „UFO-Magazine“. Siehe dazu Edens Ausführungen in Die Bedrohung der Erde durch UFOs. In dem eingangs zitierten Text fährt er einige Seiten weiter fort (EDEN BULLETIN, Vol. 5, No. 4, Nov. 1978, S. 9-10):

Wir kommen nun zum wahren Grund für die gezielte Umwandlung eines einst hochangesehenen UFO-Magazins in einen schlechten Witz: Warum dieser eklatante üble Verriß durch die Emotionelle Pest, die sich in Desinformation, Täuschung, Verwirrung, Rufmord und dem uralten Trick ergeht, wichtige Arbeit durch das Zusammenbringen mit dem Grotesken und dem Pornographischen als wertlos erscheinen zu lassen. (Studenten der Orgonomie erinnern sich vielleicht, daß während der bösartigen Kampagne gegen Reich ein Photo von einem mongoloiden Schwachsinnigen, der Reichs Namen trug, in einer Zeitung veröffentlicht wurde.)

Eine Sonderausgabe des (…) Magazins Ancient Astronaut erschien im April 1978 (…) unter dem Titel „Close Encounters of the Fourth Kind”. Das makabre Titelblatt zeigt die Abbildung eines finsteren „Außerirdischen“ mit bedrohlichen Augen und gewölbter Stirn. Hier einige der in dieser Ausgabe vorgestellten Artikel: „Außerirdische bedrohten mich übers Telefon“, „Nehmen Sie sich in acht, wenn Sie das falsche Blut haben“, „Der Beweis – Mädchen von außerirdischen Kreaturen mißbraucht“. Auf der letzten Seite dieses Magazins findet sich eine ganzseitige Anzeige für GASM, beschrieben als „das sexy Sci-Fi Magazin“, „das Ihre Augen öffnen wird“, komplett mit Bildern von spärlich bekleideten Frauen in sado-masochistischen Posen. (…)

Eingequetscht zwischen Artikeln wie „Wie UFOs meinen Kopf verändert haben“ und ähnlichem Zeugs finden sich zwei von meinen Artikeln, die auf Reichs UFO-Forschung basieren: „Der Wissenschaftler, der UFOs außer Gefecht gesetzt hat“ und „UFOs und Wetter-Chaos“! Warum, so stellt sich die Frage, wurden zwei Artikel von mir über WRs Forschung mutwillig in diesem grotesken Sammelsurium des Absurden plaziert? Was wird der Leser denken, wenn er zwei Artikel über WR in Verbindung mit derartigem Unsinn findet? Warum wurden nicht Artikel von anderen seriösen Ufologen für diese Verleumdung ausgewählt? (…)

[youtube:http://www.youtube.com/watch?v=lPaDPuM63q4%5D