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Eine Ergänzung zu „nachrichtenbrief57“: Das Grundproblem mit Moslems

12. August 2017

Im Video habe ich ausgeführt, daß der Appell ans Ichideal, an das Wahre, Schöne und Edle, eine Abkürzung auf dem Weg zum bioenergetischen Kern sein kann. Wahrscheinlich können neurotische Gesellschaften, also Gesellschaften, die per definitionem aus der sekundären Charakterschicht heraus leben, nur mit Hilfe der Religion überleben. Man nehme den Hinayana-Buddhismus auf Ceylon oder in Thailand. An sich sind das Atheisten, aber explizit „beten“ sie zu ihrem Ichideal, in diesem Fall der historische Gautama Buddha. Mahayana-Buddhisten „beten“ zwar zu gottgleichen Buddhas und Bodhisattwas, doch im Prinzip ist es dasselbe. Der nächste Schritt sind echte Religionen wie der Hinduismus oder das Christentum, wo die Schöpfergötter Krishna und Christus als Identifikationsfiguren dienen. Man kann das aber alles auf das beste Beispiel reduzieren: die „Anbetung“ Gautama Buddhas.

Es ist ungemein schwer ein Arschloch zu sein, wenn einem ständig ein edler Mensch vor Augen geführt wird; jemand, der selbstlos, schön und entspannt ist. Hinzu kommt, daß die religiösen Gebote durchweg an das Beste an uns appellieren. Der Islam ist die einzige Religion, die ich kenne, die das explizit nicht tut. Parsen und Jainas dürfen nicht lügen, niemanden übervorteilen, etc. Sikhs und Bahai sollen allen Menschen als Brüder und Schwestern entgegentreten. Christen werden ständig zur Feindesliebe ermahnt. Hindus und Buddhisten sollen ihre Leidenschaften überwinden. Hingegen handelt ein Gutteil des Koran von Kriegslist und Kriegsbeute, Mord und Folter. Man soll kein Mitleid mit den Feinden des Glaubens, d.h. allen Nichtmoslems haben. Neben der Gewalt dreht sich alles um Sex. Das Paradies ist voller Lustknaben und willigen Jungfrauen. Der „Fastenmonat“ ist der Monat des nächtlichen Schlemmens. Gott selbst ist ein selbstsüchtiger Widerling, der absolute Unterwerfung abverlangt und erst zufrieden ist und dir schlichtweg jede Sünde vergibt, wenn du möglichst viele „Ungläubige“ mit in den Tod reißt.

Der Islam ist ein Ausdruck der sekundären Schicht und appelliert an die sekundäre Schicht. Das erklärt auch die ansonsten vollkommen absurde Nähe der modernen Linken zum Islam. Feministinnen, die sich am Kindermord („Abtreibung“) und der Zerstörung der Familien („Emanzipation“) ergötzen; Antifaschisten, die ansonsten alle Traditionen, insbesondere aber die christlichen, ausmerzen wollen; die Blockwarte der Political Correctness, die ansonsten jeden Konservativen am liebsten in den GULAG schicken würden, – sie verbrüdern sich mit dem Islam, weil sie nur sekundäre Triebe, Perversion, Häßlichkeit und Niedertracht ertragen können. Es ist kein Zufall, daß der typische wandelnde Kartoffelsack und die typische grünhaarige Social Justice Warrior beide derartig scheiße aussehen, daß man Augenkrebs bekommt und seine Heterosexualität an den Nagel hängen möchte, wenn man durch die Stadt geht. Beide sind ständig empört, hassen die Redefreiheit, die Freiheit schlechthin, das Leben schlechthin. „Ihr liebt das Leben (OR), wir lieben den Tod (DOR)“ – ist ihr gemeinsamer Schlachtruf.

Christusfunktionalismus (Teil 2)

20. November 2014

Der Niedergang des Katholizismus begann mit dem verhängnisvollen Zweiten Vatikanischen Konzil. Die Kirche sollte Anschluß ans 20. Jahrhundert finden und dergestalt ihre Zukunft sichern. Es kam jedoch zum genauen Gegenteil: die Kirchen wurden leergepredigt. Wie bei den Protestanten, stand nun der intellektuelle Nachvollzug der Glaubensinhalte statt der emotionalen Durchdringung des Glaubens im Mittelpunkt.

Dieser Trend zum Rationalismus wurde zeitgleich im Protestantismus noch offensichtlicher:

Seit den 60er Jahren werden praktisch alle Gremien der Evangelischen Kirche (EKD) von Mitgliedern oder Sympathisanten der SPD dominiert (Jens Motschmann: Die Pharisäer, Frankfurt 1993, S. 50). Als Folge dieser modern liberal (kommunistischen) Unterwanderung sank in den letzten 40 Jahren der spirituelle Gehalt (der verzerrte Kontakt zum Kern) gegen Null, während die Kirche zunehmend zu einer Art steuerfinanzierter „christlicher“ Ersatz-DKP für „mitmenschliche“ Pharisäer wurde. „Gott“ verflüchtigte sich zu einer blutleeren Ethik für Gutmenschen, – die den selbsternannten Feinden Gottes in der „DDR“ die Stiefel leckten. Statt Nächstenliebe (helfe deinem Nachbarn, Arbeitsdemokratie), wurde „Fernstenliebe“ gepredigt – der anonyme Sozialstaat.

Das westliche Christentum ist tot! Es wurde vom modern liberal bzw. durch die Anbiederung nützlicher Idioten an die Ideologie des modern liberal erdrosselt. (vgl. Der politische Irrationalismus aus Sicht der Orgonomie)

Heute sind die Krypto-Kommunisten, nachdem sie die Kirchen leergepredigt und das Christentum im Mark zerstört haben, offensichtlich ganz außer sich vor Freude, daß der Islam in Deutschland „eine neue Heimat gefunden hat“. Hinzu kommt natürlich der sektiererische Genderschwachsinn.

Angesichts der Unterwanderung der Kirche durch den Kommunismus, kann ich nur allzugut verstehen, wenn sich der Papst dagegen wendet, daß Laien, d.h. konkret die üblichen persönlichkeitsgestörten „Aktivisten“, in der Kirche eine immer größere Rolle spielen. Eine typische Predigt in einer evangelischen Kirche hört sich heutzutage wie eine Rede auf dem Parteitag Der Linken an. Jetzt soll auch die Katholische Kirche im Kern ausgelöscht werden.

Wenn katholische Pfarrer junge Leute vor der Lektüre von Harry Potter warnen, da sie hinter den Büchern von Joanne K. Rowling „Satanismus“ vermuten: auch ich kann mir kaum eine schädlichere Lektüre vorstellen! Die magische Weltsicht, mit ihren kontaktlosen Allmachtsphantasien, ist zerstörerisch, ein Ausdruck der Emotionellen Pest.

Apropos magische Weltsicht: Naturkatastrophen als Strafe Gottes. Das grenzt zwar selbst an magische Weltsicht, aber Leute, die Pfarrer in dieser Hinsicht kritisieren, – haben die eigentlich die Bibel gelesen? Diese verfluchten Pharisäer sagen nichts gegen Ökofaschisten, die von „Mutter Natur“ faseln und daß sie jene bestraft, die sich an ihr vergehen.

Abschließend möchte ich mich mit dem Alptraum jedes protestuntischen Pfaffen beschäftigen: mit dem Austreiben „böser Geister“ und der „Auferstehung der Toten“.

Was hat Jesus ausgetrieben?

Der Reichianische Therapeut Sean Haldane beschreibt folgenden Vorfall, der für sich selbst spricht: die „Dämonen“ sind organismisches DOR aus der sekundären Schicht:

In einer (…) wirklich beängstigenden Sitzung wurde ein Mann durch Intensivierung seiner Atmung in einen Zustand versetzt, in dem er vom Teufel besessen zu sein schien – zumindest war sein Gesicht mit einer Mischung von Wut und Schrecken entstellt (wie die Karikatur des Teufels in der mittelalterlichen Malerei) und er fing an zu wimmern, daß etwas in ihm sei, das er nicht herausbringen konnte. Er begann sich in Terror auf der Matte zu winden und verlor dermaßen den Kontakt, daß ich seine Aufmerksamkeit weder dadurch bekommen konnte, indem ich ihn an der Schulter berührte noch ihn bat mich anzusehen. Er fing an, wild um sich zu schlagen und ich befürchtete, daß er sich selbst verletzen könne, so daß ich den Fehler machte, ihn an den Knien festzuhalten. In diesem Moment schrie er und eine dichte braune Wolke, die nach Schwefel roch, formte sich um seinen Körper und verteilte sich im Raum. Schließlich beruhigte er sich und die Wolke löste sich auf. Ich lüftete das Zimmer und brannte darin Kerzen ab, aber es fühlte sich noch einige Tage stickig an. Der Mann erschien nicht mehr zur Therapie – verständlicherweise – und gab an, daß er so ein Erlebnis nicht nochmal durchmachen wolle. Ich auch nicht. Ich war kein Exorzist. (Haldane: Pulsation, London 2014, S. 114)

Wie steht es um den Kern der christlichen Hoffnung?

Das „Channeling“ von Verstorbenen und extrakörperlichen „Wesenheiten“ ist nicht ein, sondern geradezu das Thema der Menschheit. Alle „Offenbarungsreligionen“ beruhen darauf. „Reichianer“ haben bereits Wilhelm Reich höchstpersönlich gechannelt bzw. channeln lassen, andere vertrauen mehr auf den „aufgestiegenen Meister“ St. Germain. „Selbst ich“ habe mich dazu hinreißen lassen Botschaften aus dem Jenseits ernstzunehmen.

Es kann in der Orgonomie keinen vom Körper gelösten „Geist“ geben, denn das wäre nach Reichs Definition Mystizismus. Siehe sein Buch Äther, Gott und Teufel. Es gibt aber ein Äquivalent: die Loslösung der Wahrnehmung von der Erregung als Folge okularer Panzerung.

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In diesem Zusammenhang beschreibt Reich bei seiner schizophrenen Patientin (Charakteranalyse), wie sich die Wahrnehmung vom Körper lösen und die Patientin quasi aus ihrem Energiefeld heraus ihren Körper selbst beobachten kann.

Ähnliches berichten Patienten, die aus der Narkose erwachen oder ein „Nahtodeserlebnis“ hinter sich haben. Beispielsweise erzählte eine Patientin, die während des Herzstillstandes bei einer OP ihren Körper verließ, daß sie über dem Krankenhaus schwebte und auf dem Dach einen Schuh sah. Nach ihrem Erwachen wurde tatsächlich der Schuh auf dem Dach entdeckt!

Was wäre passiert, wenn diese Patientin während der Operation gestorben wäre? Hätte die jetzt vom Körper (der Erregungsfunktion) endgültig getrennte Wahrnehmungsfunktion sozusagen „autonom“ weiterbestanden? Was würde geschehen, wenn man den Körper eingefroren hätte und in 200 Jahren wäre die Technik so weit, daß man ihn schadlos wiederauftauen, „reparieren“ und neu zum Leben erwecken könnte? Wäre sie wieder die Alte oder hätte man nichts als einen Zombie vor sich? Existieren die „gechannelten“ Wesenheiten wirklich? Und wenn es sie wirklich gäbe, was wäre ihre Natur?

Eines der vielleicht wichtigsten, mit Sicherheit aber eines der verstörendsten Bücher, die je geschrieben wurden, ist The Siren Call of Hungry Ghosts. Der Autor, Joe Fisher, hat das Buch mit seinem Leben bezahlt. Er war Sachbuchautor, der sich skeptisch mit „paranormalen“ Phänomenen auseinandersetzte. Zum Schluß mit den „gechannelten“ Botschaften von Verstorbenen und anderen „geistigen“ Wesenheiten. Zu diesem Beginnen wurde er selbst Mitglied entsprechender Gruppen. Im Laufe der Zeit fiel ihm auf, daß die gerufenen Geister, darunter eine ehemalige Geliebte, die er angeblich vor Jahrhunderten in Griechenland gekannt hatte, manipulativ waren und ihre Geschichten ein unentwirrbares Sammelsurium von erstaunlichem Detailwissen und blanken Lügen, erstaunlichen Geschichtskenntnissen und lächerlichen Anachronismen waren. Offenbar erwarteten sie nicht, daß Fisher ihre „Informationen“ akribisch überprüfen würde. Am Ende war er der Überzeugung, daß es sich durchweg um böse „Dämonen“ handelte, eine Art vom „Vampiren“, die sich verzweifelt danach sehnten körperlich zu sein und sich deshalb in das Leben von Esoterikgläubigen einklinkten, etwa indem sie, wie in Fishers Fall, behaupteten eine ehemalige Geliebte zu sein, die ihrem Geliebten nahe sein und ihn leiten wolle. Nachdem das Buch veröffentlicht war, fühlte sich Fisher von den Dämonen, deren Geheimnis er preisgegeben hatte, so bedrängt und in einen veritablen Horrorfilm versetzt, daß er sich Mitte 50 das Leben nahm.

Strebt die losgelöste Wahrnehmungsfunktion, dem Wahnsinn verfallen, verzweifelt danach sich wieder mit der Erregungsfunktion zu verbinden? Haben wir es hier mit sozusagen abgesplitterten Bestandteilen unseres eigenen Geistes zu tun, also schlichtweg mit einer Psychose, unter der Fisher und Leute wie er leiden? Oder sind wir tatsächlich mit Dämonen konfrontiert, die als Meister der Lüge und Manipulation von sich behaupten „Wilhelm Reich“, „St. Germain“ oder die vor kurzem verstorbene Tante Emma zu sein?

Das Christentum warnt uns (im Anschluß an das Judentum) vehement davor, mit Verstorbenen Kontakt aufzunehmen oder uns in irgendeiner anderen Weise „spirituell“ bzw. spiritistisch zu betätigen. Christliche „Spiritualität“ dreht sich um den Heiligen Geist und um sonst nichts! Es verspricht uns, daß wir nicht der „Verdammnis“ verfallen, d.h. keine Dämonen werden, wenn wir uns einzig an eine bestimmte Wesenheit halten: Christus. Wer ist Christus? Psychoanalytisch ausgedrückt das höchste Ichideal. Siehe hier und hier. Er verspricht uns die „Wiederauferstehung“, d.h. daß sich unsere abgetrennte Wahrnehmungsfunktion erneut mit einem (unserem) Körper verbindet.

Das Ichideal verbindet uns immer wieder mit dem bioenergetischen Kern. Ohne das Ichideal Christus, das etwa in der pseudo-christlichen Sekte, die uns heute als „Islam“ entgegentritt, fehlt, müssen die Dämonen triumphieren. Entsprechend hat sich der Islam als die Religion Satans erwiesen. Schaut ihnen in die toten Augen, in denen kein Mitgefühl ist, und schaut, welche Greuel sie mit ihren Händen verüben und hört, was für rotzfreche Dinge ihren Mündern entweichen!

Viola, mit diesem Artikel habt ihr „Orgonomie und Spiritualität“, doch jene, die uns von diesem Thema immer wieder vorsäuseln, werden sich (wie Dämonen im Exorzismus!) vor Schmerzen und Ekel krümmen, wenn sie ihn lesen. Andere werden sich angesichts solchen „Blödsinns“ in Hohn und Spott ergehen. Beide haben Angst, eine Todesangst, vor der kosmischen Tiefe der Orgonomie. Siehe dazu meine Ausführungen in Reichianischer Mystizismus.

Guilia Siegel und Cameron Diaz

27. April 2014

In der „konservativen“ Bild-Zeitung finden sich ständig Überschriften wie „Sex macht schön und gesund“:

Bei diesen Studien möchte man am liebsten gleich wieder ins Bett springen: Sex stärkt den Immunhaushalt, ist somit gut gegen Erkältungen. Einmal Sex pro Woche erhöht bei Frauen den Östrogengehalt im Blut – sorgt für straffere Haut. Bei achtmal Sex pro Monat soll die Frau bis zu zehn Jahre jünger aussehen. Und: Bei zweimal Sex pro Woche ist der Mann doppelt so gut gegen Herzinfarkte geschützt wie ein Sexmuffel.

Vergleicht man das mit den „antisexuellen“ Hetze der konservativen Massenpresse zu Reichs Lebzeiten (siehe Der Blaue Faschismus)…

Es wäre ziemlich lächerlich, so etwas madig zu machen und „kritisch zu hinterfragen“. Das einzige, was zum Kotzen ist, sind die unappetitlichen Trash-Promis, insbesondere deren „Erotik-Tipps“. Etwa die „drei besten Sex-Tipps“ von Giulia Siegel:

Orgasmus verzögern: Übe mit Handarbeit. Hol dir einen runter, stoppe kurz, bevor du kommst, warte, bis sich der größte Druck gelegt hat, und mach dann weiter. Irgendwann hast du’s so drauf.

Wie viele Millionen „Männer“ lesen das und „üben“ sich nun in orgastische Impotenz ein, um eine ewig unbefriedigte neurasthenische Zicke, die in ihrem Leben noch keine sexuelle Befriedigung erfahren hat und nie erfahren wird, zu – ficken.

In Die Funktion des Orgasmus unterscheidet Reich zwischen zwei Phasen der sexuellen Erregung:

  1. Phase der willkürlichen Beherrschung der Luststeigerung
  2. Phase der unwillkürlichen Muskelkontraktionen

Die willkürliche Verlängerung der ersten Phase des Geschlechtsaktes bis zu einem gewissen Grade ist unschädlich und wirkt luststeigernd; dagegen ist das Unterbrechen oder unwillkürliche Abändern des Ablaufs der Erregung in der zweiten Phase schädlich, weil in ihr der Ablauf reflektorisch erfolgt. (Fischer TB, S. 84)

Und was nun den schwachsinnigen Sex-Tipp aus dem Dschungelcamp betrifft:

In diesem Stadium ist die Unterbrechung des Aktes für Mann und Weib absolut unlustvoll: Die Muskelkontraktionen, die den Orgasmus sowie die Ejakulation beim Manne vermitteln, laufen bei Unterbrechung krampfhaft anstatt rhythmisch ab; das bereitet heftigste Unlust und gelegentlich auch Schmerzempfindungen am Beckenboden und im Kreuz; überdies erfolgt der Samenerguß infolge des Krampfes früher als bei ungestörter Rhythmik. (ebd., Hervorhebungen hinzugefügt)

Aber es gibt zum Glück auch Promis, die sich ein natürliches Lebensgefühl bewahrt haben. Mit der Funktion solcher Leute habe ich mich an anderer Stelle auseinandergesetzt. Hier zwei Ausschnitte aus einem Interview, das die von innen her wunderschön erstrahlende Schauspielerin Cameron Diaz der Bild-Zeitung (24. April 2014) gab:

Sex ist sehr, sehr wichtig, weil es ja der einzige Mann ist, den du liebst und mit dem du’s machst. Ohne Sex geht’s nicht – ohne Sex kannst du nicht lieben!

Du mußt deinen Körper lieben – er ist,dein bester Freund. Und du mußt deinen Hunger umarmen – er ist dein zweitbester Freund. Du wachst jeden Tag mit ihm auf. Kein Fast Food, wenig Fett. Grundregel: Essen, was deinem Körper Energie gibt. Obst, Salat, Fisch, Vollkorn. Intuitives Essen, das Körper und Seele gut tut.

Nichts weltbewegendes: Sex und Liebe sind voneinander untrennbar und verstärken einander. Es geht darum, daß sich die Menschen wohlfühlen und in Frieden leben mit sich und ihrem Körper, dabei sich aber nicht gehen lassen, sondern ihrem bioenergetischen Kern (ihrer „Intuition“) und dem entsprechenden Ichideal folgen.

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The Journal of Orgonomy (Vol. 46, No. 1, Spring/Summer 2012)

24. April 2013

In dieser Ausgabe geht es zentral um den triebhaften Charakter, zu dem drei Artikel veröffentlicht werden: „Orgone Therapy of an Impulsive Character“ von Charles Konia (S. 10-19), „Clinical Applications of Reich’s Work with Impulsive Characters: The Ego, Ego-Ideal, Superego and the Id” von Robert Harman (S. 20-45) und „Unbridled Impulses, Unfulfilled Dreams: The Life History of an Impulsive Character” von Edward Chastka (S. 46-52).

Im ersten Artikel, einem Nachdruck aus dem Jahre 1969, beschreibt Konia den gescheiterten Versuch einen triebhaften Charakter zu behandeln, den er zunächst als Assistenzarzt in einer psychiatrischen Klinik in Therapie hatte und dann in seiner Privatpraxis weiterbehandelte. Das erklärt, wie es überhaupt zur Therapie kommen konnte, der sich triebhafte Charaktere normalerweise nicht freiwillig aussetzen. Das hat durchaus rationale Gründe, denn die fragile biophysische Struktur solcher Patienten verunmöglicht jede Therapie. Bei diesem Patienten mündeten therapeutische Fortschritte stets in anorgonotischen Anfällen. Wenige Monate nach Abbruch der Therapie starb der Patient an Unterleibskrebs.

Harman führt aus, daß man diesen Patienten zumindest in dem Sinne beistehen kann, daß man ihnen hilft, ihre soziopathischen Anteile besser zu kontrollieren. Dies gelingt durch die ansonsten vernachlässigte Unterscheidung zwischen Über-Ich und Ichideal. Das triebfeindliche Ichideal wird dann gegen das beim triebhaften Charakter triebbejahende Über-Ich mobilisiert. Das Über-Ich steht hier für die verinnerlichte Emotionelle Pest, d.h. die „sekundäre Schicht“, die sich in die Mitte zwischen dem bioenergetischen Kern und der oberflächlichen Schicht, der sozialen Fassade, schiebt. Das Ichideal entspricht dann den rationalen eigenen Bedürfnissen und den rationalen Anforderungen der Arbeitsdemokratie, die sozusagen von beiden Seiten gegen die sekundäre Schicht mobilisiert werden.

Bei Chastka geht es schließlich darum, daß beim triebhaften Charakter die Arbeitsfunktion typischerweise nicht vorhanden ist. Charles Konia ist in seinem Buch The Emotional Plague näher auf diese Problematik eingegangen. Dabei wird an folgendem Fall deutlich, daß man diesen Charaktertyp nicht nur in der Drogenszene und bei Hartz IV-Empfängern begegnet, sondern gerade auch in den Chefetagen:

Ein energetischer und charmanter hochrangiger Geschäftsmann Anfang 40 zeigte eine Befähigung zur Arbeit, solange er unter den Fittichen des Geschäftsführers des Unternehmens tätig war, einer starken Autoritätsfigur. Solange er unter dessen Kontrolle stand, war der leitende Angestellte ein guter Soldat und führte seine Aufgaben recht gut durch, obwohl er nur als Reaktion auf Befehle tätig wurde, nicht aus innerer Motivation heraus. In der Regel reagierte er auf Anweisungen mit einem automatischen „Jawohl!“ Ich fühlte von Anbeginn der Therapie, daß er möglicherweise Schwierigkeiten habe werde, weiter stetig und verantwortungsvoll zu arbeiten. Angesichts seiner Impulsivität war es nicht verwunderlich, daß er fast jede Woche in irgendeinem neuen Unterfangen involviert war. Als der Geschäftsführer plötzlich zurücktrat, war der Patient gezwungen, die Firmenleitung zu übernehmen. Anfangs hielt er sich ziemlich gut, indem er versuchte sich am Vorbild seines alten Chefs auszurichten. Aber allmählich verschlechterte sich seine Arbeitsfunktion. Er verlor den Fokus, verließ die Organisation, brach die Therapie ab und folgte einem mystischen Heiler. Seine Arbeitsfunktion, die schon immer prekär war, war von einer dominierenden Autorität abhängig. (S. 304)

Siehe zum Thema auch Konias deutsches Netztagebuch.

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Freud, Marx und die Spaltung der Orgonomie

18. April 2013

Reich ist es nicht immer leichtgefallen eindeutig zu sein. Er neigte zu unbefriedigenden Kompromissen. Das fängt schon mit der Edition seiner europäischen Bücher an, die er in Amerika neu herausgab. Einerseits stand er zu seinen psychoanalytischen und Marxistischen Einsichten und wollte seine intellektuelle Entwicklung wirklichkeitsgetreu dokumentiert wissen, andererseits schrieb er seine alten Schriften so um, daß es seinen neusten Erkenntnissen und Haltungen entsprach. Resultat sind merkwürdige Hybride, die man „so oder so“ lesen kann.

Reich läßt sich so interpretieren, daß die psychoanalytische Begrifflichkeit (libidinöse Entwicklungsstufen, psychische Struktur, der Ödipuskomplex, die Rolle der Übertragung, etc.) noch immer aktuelle Bedeutung haben, oder so, daß sie allenfalls von geschichtlichem Interesse sind. Darauf basiert beispielsweise der Streit zwischen den beiden vielleicht wichtigsten medizinischen Orgonomen zu Reichs Zeit: Elsworth F. Baker (Man in the Trap) und Chester M. Raphael (Wilhelm Reich: Misconstrued-Misesteemed).

Ähnlich ist es mit dem Einfluß von Marx auf Reich bestellt: manche ernsthafte Wissenschaftler können es angesichts von Reichs Schriften schlichtweg nicht nachvollziehen, wie die überwiegende Mehrzahl der Orgonomen es fertigbringt, nicht nur Marx links liegen zu lassen, sondern auch jede Marxistische Analyse als „pestilent“ anzugreifen.

Diese teilweise geradezu tragikomischen Diskrepanzen sind damit erklärbar, daß Reich unterschiedlichen Menschen je nach gegebener Situation unterschiedliche Signale vermittelte. (Ich habe mich mit dieser Problematik bereits an anderer Stelle beschäftigt.) Beispielsweise war Baker einer der wenigen Orgonomen, wenn ich es richtig überblicke abgesehen von Ola Raknes sogar der einzige Orgonom, mit einer abgeschlossenen psychoanalytischen Ausbildung. Auch war er von Reich dafür ausersehen, dessen frühe psychoanalytische Beiträge in Amerika neu herauszugeben. Entsprechend wird Reich Baker ein ganz anders gefärbtes Bild der Orgontherapie vermittelt haben als etwa dem nur oberflächlich in Psychoanalyse ausgebildeten Raphael.

Ähnlich ist die Sache mit Marx bestellt: Baker war, neben Michael Silvert, zu Reichs Zeiten der einzige Orgonom, der politisch rechts stand, alle anderen waren linksliberal. Es liegen Briefe von Reich an Baker vor, in denen er besorgt nachfragt, ob angesichts von Veröffentlichungen wie People in Trouble ihr Verhältnis gefährdet sei. Immer wieder bekundete Reich gegenüber Baker, aber auch gegenüber übereifrigen Linken unter seinen Anhängern, daß Marx für die heutige Zeit jede Bedeutung verloren habe. Geradezu gegensätzlich äußerte er sich gegenüber Victor Sobey, dem einzigen Orgonomen, der aus der Arbeiterklasse hervorgegangen war. Noch 1957 sagte er Sobey, daß er, Reich, noch immer ein „Marxist“ sei. Eine Erklärung, die angesichts von People in Trouble glaubwürdig ist, auch wenn die Schüler Bakers sagen, daß Reich sich niemals derartig geäußert haben könne.

Wie mit all dem umgehen? So wie Reich damit umgegangen ist! Es hängt immer von den Zusammenhängen ab! Heute werden Psychologen und Psychiater kaum bis gar nicht mehr in Psychoanalyse ausgebildet. Man begegnet Psychiatern, selbst Diplompsychologen, die selbst an psychoanalytischen Grundbegriffen scheitern! Entsprechend ist der Bezug auf eine psychoanalytische Begrifflichkeit heutzutage geradezu ein revolutionärer Akt. Hinzu kommt, daß die Psychoanalyse die praktische Arbeit ungemein erleichtert: wenn etwa die klassische charakteranalytische und biophysische Vorgehensweise im Sande verläuft, kann man beispielsweise mit dem Gegensatz von Über-Ich und Ichideal arbeiten, wie Reich es bereits 1925 in Der triebhafte Charakter beschrieben hat (siehe dazu die Ausführungen von Robert A. Harman: „Clinical Applications of Reich’s Work with Impulsive Characters: The Ego, Ego-Ideal, Superego and the Id”, Journal of Orgonomy, 46,1, Spring/Summer 2012).

Was hingegen Marx betrifft, hat seine Begrifflichkeit heutzutage eine Hegemoniestellung, die es praktisch unmöglich macht öffentlich bio-soziologisch zu argumentieren, d.h. von der bio-physischen Struktur des Menschen her:

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