Mit ‘Hochnäsigkeit’ getaggte Beiträge

Der bioenergetische Hintergrund der Klassenstruktur

10. Mai 2011

In der Öffentlichkeit gibt es (neben irgendwelchen nicht ins Gewicht fallenden Exoten) generell zwei Gruppen, die im Meer der normalen Menschen unangenehm auffallen. Man gehe nur durch die Innenstadt von Hamburg oder Münster.

Da ist zunächst das stets laute Subproletariat. Laute, heisere Stimmen. Und alle sehen irgendwie wie Geschwister aus, als hätten sie durchweg einen gemeinsamen „Chromosomenschaden“. Talgige, „charakterlose“ Gesichter und unförmige, meist übergewichtige Körper mit Haltungsschäden. Unabhängig von der Körperpflege sehen sie stets „schmierig“ und „fettig“ aus.

Jeder, der sich mit dem Verhalten von Primaten beschäftigt hat, weiß worauf das zurückzuführen ist. Schimpansen, die am unteren Ende der Affenhorden-Hierarchie stehen, wirken genauso: stumpf, leerer Blick, gedrückt, unglücklich, sich klein machend, schlechte Fellpflege. Menschenaffen der Spezies Homo sapiens scheinen diese ihre bedauernswerte Stellung durch ein besonders lautes und theatralisches Auftreten wettmachen zu wollen.

Das Gegenteil findet man an der Spitze der Schimpansenhorde: noblesse oblige. Der zoologisch Kundige kann sich das Lachen kaum verkneifen, wenn er das Auftreten der menschlichen Oberschicht beobachtet. Allein schon, wie diese Leute reagieren, wenn man sie interessiert betrachtet: wie Filmstars, die um ihre Privatsphäre ringen. Urkomisch. „Bitte nicht so aufdringlich!“

Die wandelnden Karikaturen der Unterschicht weisen auf eine generelle Anorgonie hin, die man nicht nur „förmlich“ oder „nahezu“, sondern wirklich riechen kann. Der Mangel an orgonotischer Ladung erklärt das Aufgedunsene, Unförmige und „der Schwerkraft folgende“ des äußeren Erscheinungsbildes dieser Menschen. Ihre auffällige Lautstärke markiert nur ein letztes Aufbäumen der Orgonenergie. Tatsächlich zeigt jede Statistik, daß sie häufiger und früher an Biopathien, insbesondere Schrumpfungsbiopathien wie Krebs und Diabetes, sterben.

Am anderen Ende der sozialen Hierarchie finden wir im Menschen-Zoo Exemplare vor, die buchstäblich hochnäsig gegen die Schwerkraft ankämpfen. Der „Herrenreiter“, die „große Dame“. Entsprechend wirken diese Leute, die sich doch wahrhaftig entspannen könnten, angespannt, überanstrengt. Unnahbarkeit ist anstrengend! Praktisch nur mit Hilfe von Psychopharmaka bewältigbar. Sie krepieren schließlich an der sprichwörtlich „Managerkrankheit“ – ganz wie die bedauernswerten Kreaturen, die an der Spitze einer Schimpansenhorde stehen. (Übrigens: Das Papiergeldsystem, die förmliche Explosion der Papiergeldmenge, dem diese Kreise ihren ständig wachsenden Reichtum verdanken, ist unmittelbare Fortsetzung der orgonotischen Überladung, die dieser Gesellschaftsschicht zugrundeliegt. Gegen jede Vernunft werden sie daran festhalten, bis alles in die Luft fliegt – die Blase platzt!)

Wirklich lächerlich wird es, wenn das Bildungsbürgertum auf den Plan tritt. Dann haben wir es nicht mehr mit bloßer Hochnäsigkeit und Krampf zu tun, sondern mit einer Verlagerung von Energie vom Genital zum Gehirn, die nur dem Menschen eigen ist. Diese Gehirnmaschinen geben zu den unpassendsten Gelegenheiten zu erkennen, wie gebildet und „intellektuell“ sie doch seien.

Die Sache mit der Unter- und Oberschicht hat kaum sexuelle Konnotationen. Ganz anders ist es bei diesen „intellektuellen“ Zeitgenossen. Es geht ihnen eindeutig darum ihre „intellektuelle Potenz“ zur Schau zu stellen, wobei es gleichzeitig um den Nachweis geht, daß sie keine sexuellen, sondern „Geistwesen“ sind. Es geht darum „kritisch“, also distanziert zu sein. Überlegt und nicht spontan. Abgeklärt und nicht leidenschaftlich.

Vor einiger Zeit konnte ich in aller Herrgottsfrühe die Konversationsversuche zweier offensichtlich einander nicht näher bekannter Professoren der Hamburger Universität verfolgen, als wir zusammen in einer Sitzgruppe im Eingangsbereich eines Unigebäudes saßen. Ein einziger Krampf, ständig das Bemühen etwas „Geistreiches“ zu sagen und einen „köstlichen Apercue“ anzubringen. Tatsächlich die denkbar abgeschmacktesten Allgemeinplätze. Es war einfach nur abgrundtief peinlich. Man muß so etwas gehört haben, um zu begreifen, daß bei den meisten „Intellektuellen“, der Intellekt nicht etwa die Funktion hat, die Wirklichkeit zu analysieren und zu verbessern, sondern ganz im Gegenteil Zielen dient, die nichts, aber auch rein gar nichts mit Wissenschaft zu tun haben, sondern schlicht mit der genitalen Abwehr. Man ist kein Tier! (Natürlich kann so jemand glühender Anhänger von Richard Dawkins sein. Es geht hier um emotionale Reaktionen, nicht um rationales Denken!) Entsprechend sieht auch die „Wissenschaft“ aus, die diese grotesk überbezahlten, strunzdummen Volltrottel betreiben, insbesondere wenn sie „Geisteswissenschaftler“ sind. Man lese doch nur das Feuilleton mancher Zeitungen. Gehirndiarrhöe. Von Halbirren wie Foucault, Deleuze und Derrida ganz zu schweigen.

Nur ein einziges Beispiel für den Irrsinn unserer linksliberalen „geistigen Elite“: einerseits wollen sie die Bürgerrechte stärken (die meist nur Schwerstkriminelle wirklich betreffen), andererseits schaffen sie den Tatbestand eines Gedankenverbrechens nach dem anderen. Gut möglich, daß ich eines Tages wegen diesem Blog ins Gefängnis muß – in den Gulag der EUdSSR! Sogar Merkel wurde bereits von einem dieser linken Richter angezeigt, weil sie sich über die Tötung von Osama gefreut hat.

Das funktionelle Gegenteil der Pseudo-Intellektuellen sind jene Menschen, die aus kaum mehr zu bestehen scheinen als aus ihren Genitalien. Der geistig minderbemittelte Jungmacho und seine aufgedonnerte billige Tussi. „Menschen“, etwa „Rapper“, wo der Begriff „Primat“ denkbar unangebracht ist. Tut mir leid, es ist wirklich so. Neulich mußte ich einen Kollegen ans Fenster rufen, um auf einen jungen Mann, der mit O-Beinen, seltsam pendelnden Armen und seitwärts schwingenden Oberkörper unten über den Platz ging: „Schau, das ist der Beweis, daß der Mensch vom Affen abstammt!“ Wir konnten uns beide vor Lachen kaum halten. Solche supercoole Jugendliche sieht man immer häufiger. Selbst das Gesicht wirkt durch das vermeintlich männlich vorgestreckte Kinn affenartig.

Die Verachtung für jede Form von Reflektion, Abstraktion, Wissenserwerb greift immer weiter um sich. „Wo sitzt der Papst?“ „In der Kirche!“ „Was ist die Hauptstadt von Italien?“ „Weiß nich‘, war noch nie in Italien!“ Schulische Leistungen gelten als Kennzeichen für „Opfa“. Das ganze erinnert bis in die Physiognomie hinein an manche Ausdrucksformen des Nationalsozialismus. Der Intellekt als „Entartung“.

Man kann das bei fast jeder Bahnfahrt beobachten: Der eine liest Die Zeit und benutzt sein Gehirn zur Bändigung seiner Bioenergie. Je realitätsferner und wirrer die Texte sind, desto besser. Der andere sitzt einfach stumpf da und das Bewußtsein wird zu einem bloßen Störfaktor. Am besten man jagt es mit schriller, mechanischer „Musik“ von dannen. Bumm bumm bumm bumm bumm bumm bumm bumm bumm bumm bumm bumm bumm bumm bumm bumm bumm bumm bumm bumm bumm bumm bumm bumm bumm bumm bumm bumm bumm bumm bumm bumm bumm bumm.

Manchmal habe ich das Empfinden in einem gigantischen Loriot-Sketch gefangen zu sein, der einfach kein Ende nehmen will.

Zum Glück sind die weitaus meisten Menschen in die Arbeitsdemokratie eingepaßt und benehmen sich entsprechend nicht wie Schimpansen. Auch haben die weitaus meisten Menschen zumindest eine soweit geregelte Sexualökonomie, daß sie nicht unter die Kategorie der Gehirnmaschinen bzw. der Halbaffen fallen.

Ein menschenverachtender Blogeintrag? Tatsächlich habe ich den Haß auf diese Menschengruppen bereits mit der Muttermilch eingesaugt. Und der Haß ist berechtigt, wenn deine Gesellschaft systematisch zerstört wird. Die Reichen (und ich spreche nicht vom erfolgreichen mittelständischen Unternehmer!) beuten via das verbrecherische Papiergeldsystem die gesamte Menschheit aus. Man betrachte eine beliebige Statistik der Einkommensverteilung, insbesondere ihre Entwicklung in den letzten Jahren. All die zig Milliarden, die in die Rettung des Dollar und des Euro investiert wurden, hatten nur eine einzige Aufgabe: die Vermögen dieses menschlichen Abschaums abzusichern. Diese Leute, die auf Sylt Champagner saufen und Kaviar fressen – von unserem Geld! –, sind schlimmere Parasiten als das degenerierte Subproletariat, das sich darauf einrichtet für alle zukünftigen Generationen vom Staat zu leben. Zwischen diesen beiden Freakshows wird die arbeitende Bevölkerung aufgerieben.

Der pseudo-intellektuelle… Äh, ich muß mich bändigen: Die Pseudointellektuellen, die die Medien und die Universitäten (jedenfalls im human-„wissenschaftlichen“ Bereich) praktisch lückenlos beherrschen, zerstört die Werte der arbeitenden Bevölkerung. Dekonstruktion im wahrsten Sinne des Wortes. Ihre Sturmtruppe ist faktisch das Rattenpack, das aus den Bürgern Gefangene in ihren eigenen Wohnungen macht. Die Pseudointellektuellen debattieren über das Menschenrecht von Schwerstkriminellen auf Bewegungsfreiheit, während gleichzeitig die arbeitende Bevölkerung faktisch unter Hausarrest steht. Ich erinnere an das Video des Zeit-Redakteurs, das ich in Die schwarzen Grünen und die roten Grünen präsentiert habe.

So gut wie alles, was ich hier gesagt habe, wird durch folgenden Beitrag zusammengefaßt:

Sensation oben, Emotion unten

12. Dezember 2010

Sensation (Empfindung, „Nervenerregung“) und Emotion (Gemütsbewegung, „Herausbewegung = e-motion“) sind grundlegend unterschiedliche Phänomene, die auf zwei separaten Funktionen der Orgonenergie beruhen: die Kreiselwelle und die Pulsation. Die Kreiselwelle strukturierte sich im Zentralen Nervensystem (Rückgrat und Gehirn), die Pulsation im Vegetativen Nervensystem. Das Zentrale Nervensystem steht für „Nervenerregung“, das Vegetative Nervensystem steht für „Gemütserregung“.

In Der politische Irrationalismus aus Sicht der Orgonomie diskutiere ich die soziopolitischen Auswirkungen dieser bioenergetischen Gegebenheiten, in Die Massenpsychologie des Buddhismus die „spirituellen“. In diesem Blogeintrag geht es um die soziologischen.

Michael W. Kraus (University of California, San Francisco) et al. führten drei Experimente durch:

  1. Besser situierte Studenten waren schlechter in der Lage die Emotionen von abgebildeten Gesichtern abzulesen.
  2. Ihnen gelang es schlechter, die Emotionen eines Fremden während eines in der Gruppe ablaufenden Vorstellungsgesprächs einzuschätzen.
  3. Wurde den Versuchsteilnehmern das Gefühl vermittelt, daß sie einer niedrigeren Klasse angehören als der, zu der sie tatsächlich gehörten, verbesserte sich ihr Vermögen Emotionen zu lesen.

Die Erklärung von Kraus und seinen Kollegen ist rein soziologisch: die Ärmeren müssen sich mehr auf Freunde als auf Geld verlassen, um ihre alltäglichen Bedürfnisse zu befriedigen. Beispielsweise können sie sich keine Babysitter mieten, sondern müssen Freunde fragen.

Aus bio-soziologischer Sicht ist Sensation oben, Emotion unten, weil es bei der Klasseneinteilung um „Hochnäsigkeit“ und „Coolness“, d.h. „Gemütsruhe“ geht. Es geht um „aristokratisches“, gehirnzentriertes, überlegenes und „überlegendes“ Auftreten gegenüber „denen da unten“, die Spielball ihrer animalischen Gemütsregungen sind.


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