Posts Tagged ‘Gehirn’

Gershon: Der kluge Bauch (2001)

21. März 2017

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Ein neuer Artikel auf http://www.orgonomie.net:

Gershon: Der kluge Bauch (2001)

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Annals of the Institute for Orgonomic Science (1984)

6. Februar 2017

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Annals of the Institute for Orgonomic Science (1984)

Marihuana und orgonotische Koordination

12. Dezember 2016

Einer neuen Übersichtsarbeit zufolge beeinträchtigt Cannabis die Koordination der Muskulatur selbst dann, wenn die Betroffenen aktuell nicht intoxikiert sind. Konsumenten zeigen Veränderungen in den cortico-striatalen Netzwerken des Gehirns, die fürs motorische Lernen und die motorische Kontrolle zuständig sind und haben entsprechend erhöhte Reaktionszeiten sowie Störungen des Gedächtnisses und der Fähigkeit zwischen unterschiedlichen Aufgaben zu wechseln.

Der Orgonom weiß das bzw. sieht das schon seit Jahrzehnten, d.h. seit Anfang der 1970er Jahre, als der Marihuana-Konsum immer mehr um sich griff. Er sieht es im schmutzigen und zerfaserten Orgonenergie-Feld der Kiffer und der Blockierung in ihrem okularen Segment, die unmittelbar auf eine Blockierung des Gehirns hinweist. Die Orgontherapie wird praktisch unmöglich, weil bereits nach einmaligem Konsum die organismische Orgonenergie nur noch schwer erregt werden kann und dem Kern der Orgontherapie auf fundamentaler, energetischer Ebene entgegengewirkt wird: der Koordination der Teilpulsationen des Organismus zu einer einheitlichen Pulsation, die sich im Orgasmusreflex zeigt (orgastische Potenz).

Die um sich greifende Verharmlosung, wenn nicht sogar Propagierung von „Hanf“ als Lösung aller Probleme vom Umweltschutz, über die Mentalhygiene bis zum verkannten Wundermittel, das finstere Mächte den Patienten vorenthalten („medizinisches Marihuana“), ist ein Frontalangriff auf das Lebendige schlichthin, die Orgonomie selbst.

Ekstase, sexuelle Zwangsmoral und Gott

1. Dezember 2016

Reich zufolge ist Religion eine Art Ersatzbefriedigung, ein Ersatz für sexuelle Erfüllung. Das wird offensichtlich in der religiösen Imagination, ob diese nun in der Musik oder der bildenden Kunst zum Ausdruck kommt. Die „Liebe“ zu Gott hat sexuelle Konnotationen, das Paradies; religiöse Ekstase ist ununterscheidbar von sexueller. Die Religion sorge, so Reich, gleichzeitig aber auch dafür, daß die Menschen sexuell gehemmt werden, sich jede natürliche Lust als sündhaft versagen und „Disziplin lernen“.

Michael Ferguson et al. (University of Utah) konnte jetzt zeigen, daß das Glücksgefühl in Phasen intensiver religiöser Gefühle vom Belohnungszentrum im Gehirn hervorgerufen wird. „Bei der spirituellen Erfahrung feuern ähnliche Neuronen wie bei Liebe, Sex, Glücksspiel oder auch Sucht.“ An die Stelle der Selbstregulierung auf der Grundlage sexueller Befriedigung tritt ein sadomasochistisches Seelendrama.

Die jungen Mormonen, die die Forscher mit Hilfe der funktionellen Magnetresonanz-Tomographie während ihrer religiösen Hingabe untersuchten, beschrieben „ein Gefühl des Friedens und der Wärme, viele waren sogar so bewegt, daß sie Tränen in den Augen hatten (…). Auch im Gehirn der Gläubigen tat sich einiges: Während der Phasen starker spiritueller Gefühle registrierte der Hirnscanner eine deutliche Aktivierung des Nucleus accumbens – einem wichtigen Teil des Belohnungs-Schaltkreises im Gehirn. Dieses Hirnzentrum trägt unter anderem dazu bei, daß wir bei Liebe, Sex, Musik, aber auch Glücksspiel und Drogen intensive Befriedigung verspüren. Offenbar hat auch das Glücksgefühl bei der religiösen Praxis der Mormonen in diesem Schaltkreis seinen Ursprung.“

Gleichzeitig „löste die religiöse Praxis bei den gläubigen Probanden aber noch weitere Hirnveränderungen aus: Auch Zentren für die Aufmerksamkeit und der mediale präfrontale Cortex waren in den Phasen starker spiritueller Empfindungen besonders aktiv. Dieses Hirnareal ist unter anderem für Bewertungen, die Einschätzung von Situationen und moralische Überlegungen zuständig. Demnach hat die religiöse Verzückung bei den frommen Mormonen durchaus auch eine rationale Komponente und ist kein reines, diffuses Gefühl.“

Bioenergetik und Tod

29. November 2016

In seinem Buch Der Urschock stellt der italienische Reichianer Luigi DiMarchi die These auf, daß alles menschliche Elend aus einem „existentiellen Schock“ stammt, der dem „menschlichen Affen“ widerfuhr, als er spürte, daß er sterblich ist. Wir alle sind zum Tode verurteilt und perverserweise wissen wir nicht mal, wann denn das Urteil vollstreckt wird: morgen oder erst in 50 Jahren! Alle Kultur, Philosophie, Religion und alle politischen Aufstände dienten nur dem Ziel mit dieser unerträglichen Angst fertigzuwerden, die so letztlich die Ursache der Panzerung sei. Gefährlich wird diese Angst dadurch, daß die Menschen ihre Angst paranoid nach außen projizieren würden, und die vermeintlich „bösen“ Gruppen wie „die Juden“, „die Kapitalisten“, „die Roten“, etc. sterben müssen, um so irgendwie mit dem eigenen Tod fertigzuwerden. Aber nicht unsere Mitmenschen, sondern die böse „Stiefmutter Natur“ sei unser wirklicher Gegner, gegen den wir uns humanistisch solidarisieren müßten. Wir müßten unsere Wissenschaft danach ausrichten, endlich mit dem Tod fertigzuwerden. Letztendlich wird dieser Ansatz in die Unmenschlichkeit eines „unsterblichen“ kybernetischen künstlichen Wesens führen, das alle Verbindung zur Natur verloren hat.

Die Alternative zu diesem Ausweg vor dem Tod, eine, die praktisch alle Menschen vor dem Zeitalter der Aufklärung beschritten haben, ist der Mystizismus. Der Mechanist wird sagen, daß dies alles nur Träumereien seien und daß der einzige reale Weg zur Überwindung des Todes in der medizinischen Forschung und der technischen Weiterentwicklung liege. Tatsächlich hängt jedoch der Mechanist weit eher einer Scheinlösung an und dies in zweifacher Hinsicht:

Die Frage nach dem Tod und dem Sinn des Lebens ist eine Frage, „die das Gehirn stellt“. Warum glauben wir, daß diese Frage irgendeine Bedeutung hat?! Das Zentrale Nervensystem, bzw. das Bewußtsein ist nicht die höchste Ausdrucksform des Lebendigen, sondern ein bloßes Werkzeug, um uns in unserer Umwelt zurechtzufinden. Vor vielen Jahren ist die Narbe meiner Fahrradpedalen blockiert, als ich mit ganzer Kraft losradeln wollte. Mit dem Gesicht voran bin ich mit voller Wucht auf den Asphalt geknallt – hätte mein Bewußtsein die Herrschaft behalten, stattdessen hat mein Körper in Bruchstücken einer Sekunde so reagiert, daß mir rein gar nichts passiert ist. Was genau er gemacht hat, weiß ich nicht. Als mein Bewußtsein die Kontrolle wieder innehatte, stand ich verdutzt vor dem vor mir auf dem Boden liegenden Fahrrad. Oder eine Klassenfahrt, als ich ein Kind war: im Kinderheim tobte und alberte ich auf dem Stockbett herum, verfing mich im Bettlacken und knallte mit dem Genick voran aus zwei Meter Höhe auf den Betonboden, – wenn sich nicht mein Körper in der Luft gedreht hätte, so daß ich in einer artistischen Nummer, die ich bewußt nie hingekriegt hätte, irgendwie so flog, daß ich plötzlich unter dem oberen Etagenbett hing und mich kopfüber mit allen Vieren am Bettgitter festklammerte. Eine artistische Spitzenleistung! Das Bewußtsein ist, wenn es wirklich ums Überleben geht, nichts weiter als ein alberner Störfaktor. Zu glauben, daß das Denken uns irgendwas über „Leben und Tod“ sagen könnte, ist eine Idiotie! Der Mystiker versucht zumindest Zugang zu diesem Geheimnisvollen zu finden, das jenseits des Denkens in uns wohnt – das wir sind: „Hinter deinen Gedanken und Gefühlen, mein Bruder, steht ein mächtiger Gebieter, ein unbekannter Weiser – der heißt Selbst. In deinem Leibe wohnt er, dein Leib ist er“ (Nietzsche).

Überhaupt unser ach so wertvolles Bewußtsein! Bewußtsein ist kein „Ding“, keine „Seele“, kein „kleiner Mann im Kopf“ oder sonst etwas, was eine Ausdehnung und einen Ort hätte. Es gehört, zusammen mit Phänomenen wie die Genetik oder die Gravitation, zum orgonotischen Funktionsbereich der „gleichzeitigen Wirkung“, die dem Mechanisten prinzipiell nicht zugänglich ist. Ohne „Fernwirkung“ wäre die Gravitation unerklärlich oder wie in jeder einzelnen Körperzelle der gesamte Körper codiert sein kann – oder wie ein materieller Zellhaufen so etwas wie „Bewußtsein“ entwickeln kann. Mystiker mit ihrem Glauben an die Unsterblichkeit haben zumindest ein Gespür dafür, daß das Bewußtsein außerhalb der materiellen Welt steht.

Die Schwerkraft funktioniert so, als gäbe es zwischen den Objekten keinen Raum. Die Gene funktionieren, als gäbe es keine Zeit, die die aufeinanderfolgenden Ereignisse voneinander trennt. Das Bewußtsein hat keine räumliche Ausdehnung, im Gedächtnis ist die Zeit aufgehoben. Die Mystiker liegen nicht vollkommen falsch!

Gedächtnis

10. November 2016

Bergson wandte sich gegen die Meinung

menschliches Gedächtnis habe seinen Sitz ausschließlich im Gehirn; Gedächtnis ist ihm zufolge eine Funktion des Gesamtorganismus. Die Unterscheidung zwischen metabolischem und neuralem Gedächtnis, je nach Art der beteiligten Kommunikationsprozesse, bringt hier Klärung. Die Existenz eines metabolischen Gedächtnisses im Menschen bestätigte sich, als Wilhelm Reich in der ersten Hälfte unseres Jahrhunderts nachwies, daß sich traumatische Erlebnisse nicht nur in der Psyche, sondern auch in Muskelkontraktionen niederschlagen. (E. Jantsch: Die Selbstorganisation des Universums, München 1982)

Es wäre interessant hier auch den Einfluß des deutschen Zoologen Richard Wolfgang Semon (1859-1918) auf Reich näher zu analysieren, denn Reichs Frühe Schriften Bd. 1 zufolge, gehörte auch Semon zu Reichs frühsten wissenschaftlichen Prägungen. Semon hatte angenommen, daß Sinneseindrücke zu permanenten Veränderungen in den Nerven führen würden. Diese Engramme (Spuren) ermöglichen nach Semon die Assoziation und Erinnerung und sie gehen ins Erbgut ein. Alle Engramme zusammen bilden die Mneme, d.h. das biologische Gedächtnis.

Interessant auch die immer wieder anekdotisch berichtete Übertragung von Erinnerungen durch implantierte Organe. Durch Tierversuche wissen wir, daß wenn man fremde Gehirnsubstanz direkt in den Körper gibt, dadurch auch Erinnerungen des fremden Gehirns übertragen werden: wegunkundige Ratten finden plötzlich Wege, die ihren getöteten und jetzt injizierten Vorgängern eingebleut worden waren. Daß dies offensichtlich auch mit anderen Körperorganen, etwa Herzen und Nieren, möglich ist, unterstützt Reichs Vermutung, daß wir nicht nur mit dem Gehirn, sondern buchstäblich mit dem ganzen Körper denken. Wenn in der Orgontherapie etwa bei Entpanzerung der Bauchmuskulatur Erinnerungen auftauchen, waren diese Erinnerungen vielleicht tatsächlich buchstäblich in der verspannten Bauchmuskulatur gespeichert.

Siehe dazu auch Biologische Entwicklung aus orgonomischer Sicht.

Orgonometrie (Teil 2): Kapitel VI.13.

27. Mai 2016

orgonometrieteil12

I. Zusammenfassung

II. Die Hauptgleichung

III. Reichs „Freudo-Marxismus“

IV. Reichs Beitrag zur Psychosomatik

V. Reichs Biophysik

VI. Äther, Gott und Teufel

1. Der modern-liberale (pseudo-liberale) Charakter

2. Spiritualität und die sensationelle Pest

3. Die Biologie zwischen links und rechts

4. Der bioenergetische Hintergrund der Klassenstruktur

5. Die Illusion vom Paradies und die zwei Arten von „Magie“

6. Die gesellschaftlichen Tabus

7. Animismus, Polytheismus, Monotheismus

8. Dreifaltigkeit

9. „Ätherströme“, Überlagerung und gleichzeitige Wirkung

10. Die Schöpfungsfunktion

11. Die Rechtslastigkeit der Naturwissenschaft

12. Bewegung und Bezugssystem

13. Der Geist in der Maschine

Alkohol, Junkfood und die emotionale Wüste

19. April 2016

Der Mystiker sieht, ähnlich einem Schizophrenen, überall Zusammenhänge, auch da, wo gar keine bestehen. „Es gibt keine Zufälle!“ Ein schönes Beispiel sind Verschwörungstheorien. Demgegenüber ist der Mechanist, ganz der neurotische Erbsenzähler und „Skeptiker“, wie blind für auch die offensichtlichsten Beziehungen. „Man darf keine voreiligen Schlüsse ziehen!“ Der Funktionalist hingegen betrachtet die Welt in erster Linie von den energetischen Prozessen her, die sich in den unterschiedlichsten Bereichen manifestieren können.

Beispielsweise zeigt sich die moderne Lebensfeindlichkeit (d.h. die Eindämmung der Lebensenergie) in der Konditionierung der Kinder auf McDonald-Fraß (Zucker und Fett) genauso wie in der „Emanzipation“ der Frau (d.h. der Zerstörung des Frauseins) und in vielen anderen Dingen, die oberflächlich betrachtet „nichts miteinander zu tun haben“.

Es beginnt im Bauch der Mutter. Eben wieder, als ich mir das Abendbrot gekauft habe: es ist jedesmal ein Stich ins Herz, wenn ich junge Mädchen und junge Frauen sehe, die mit einem dieser neumodischen Alkopops (oder wie auch immer das Zeugs sich nennt) in der Hand angeheitert um die Häuser ziehen. Gesellige Fröhlichkeit ist wohl nur noch unter Drogeneinfluß möglich! Ich könnte diesen dummen Gänsen, die zu allem Überfluß auch noch ständig paffen, jedesmal eine scheuern. Wissen sie nicht, daß in diesem Augenblick neues Leben in ihnen heranwachsen könnte; Leben, das sie mit Alkohol (und auch Nikotin) irreparabel schädigen?!

Die Neuro-Depesche kommentierte 2011 eine entsprechende Untersuchung einer US-amerikanischen Psychiater- und Pädiater-Gruppe (Wedekind D et al.) wie folgt:

Die toxische Wirkung einer Alkoholexposition in utero hat also auf die Struktur des sich entwickelnden Gehirns einen verheerenden Einfluß und kann sich in alltagsrelevanten kognitiven Beeinträchtigungen manifestieren. Sogar Personen, die keine groben Verhaltensauffälligkeiten zeigten, schnitten gegenüber den nicht-exponierten Teilnehmern nicht nur in den Tests schlechter ab, sie wiesen auch diverse hirnstrukturelle Veränderungen auf.

Konkret haben Menschen, die während der Schwangerschaft Alkohol ausgesetzt waren, ein signifikant geringeres Gesamthirnvolumen. Die Verringerung der Volumina betrafen insbesondere mediale Temporallappen-Strukturen und den Hippokampus.

Und die Tortur geht weiter: mit Fastfood, Fertiggerichten aus der Mikrowelle, Chips, Süßigkeiten und Cola. Northstone K et al. (University of Bristol) fanden in einer bevölkerungsbasierten Kohortenstudie, daß es einen kleinen aber hoch signifikanten Unterschied für die zukünftige Intelligenz ausmacht, wie Kinder ernährt werden.

Der IQ wurde im Alter von 8,5 und 14 Jahren erhoben und mit der Ernährung im Alter von 3 Jahren abgeglichen. Nahrungsmittel mit einem hohen Zucker- bzw. Fettgehalt korrelierten mit einer Verringerung des IQ um 1,67 Punkte. Eine gesundheitsbewußte Ernährung korrelierte hingegen mit einer Erhöhung des IQ um 1,20 Punkte.

Die Menschen werden nicht nur dumm, sondern auch traurig: Die israelischen Forscher German L et al. untersuchten in einer Querschnittstudie ältere Menschen im Alter von 60 bis 92 mit einem sozialökonomisch niedrigen Status dahingehend, ob sich eine Fehlernährung auf das Risiko auswirke an Depression zu erkranken.

Die Regressionsanalyse ergab, daß insbesondere jede zusätzliche Zufuhr von 1 mg Vitamin E und 1 g mehrfach ungesättigter Fettsäuren mit einem signifikant niedrigeren Depressionsrisiko einherging.

In diesem Blog habe ich wiederholt auf die Bedeutung von Omega-3 für unsere „Psyche“ (d.h. unsere Emotionen), unsere Intelligenz und nicht zuletzt für die Entwicklung im Mutterleib hingewiesen. Es ist nicht nur so, daß Alkohol und Nikotin das heranwachsende Leben im Mutterleib schädigt, auch Junkfood gehört hierzu. Mütter, die während der Schwangerschaft und des Stillens diese Scheiße in sich hineingestopft haben, verändern die sich bildenden Gehirne ihrer Kinder so, daß diese ebenfalls nach Junkfood süchtig werden. Auf diese Weise vernichtet sich beispielsweise Amerika über kurz oder lang selbst. Pommes, Chips und Co. machen einer prospektiven Studie der University of Las Palmas de Gran Canaria zufolge depressiv. Die Wissenschaftler um Almudena Sanchez-Villegas fanden eine nachteilige Beziehung zwischen dem Konsum von Transfettsäuren und dem Depressionsrisiko. Für einfach und mehrfach ungesättigte Fettsäuren und Olivenöl fanden sie dagegen einen leicht protektiven Effekt. Hier ein neuerer Forschungsbericht über Fischöl im Einsatz gegen Depressionen.

Aber zurück zum Alkohol – das zunehmende Komasaufen:

Wer als Jugendlicher Alkohol in großen Mengen trinkt, dem drohen einer französischen Studie zufolge dauerhafte Hirnschäden. Trinken bremst oder blockiert demnach in einigen Bereichen des Gehirns das vollständige Reifen der grauen Zellen, die üblicherweise erst zum Ende der Jugendzeit ganz ausgewachsen sind. Nahe der Stirn zeigten Kernspintomographien Betroffener teilweise bis zu 20 Prozent weniger graue Zellen. Zusätzlich vorgenommene Geschicklichkeitstests zeigten eine Schädigung bestimmter kognitiver Funktionen, etwa beim Planen von Aufgaben oder der Lösung von Problemen. Bestätigt wird das in einer Untersuchung von Chitra Mandyam (Kalifornien) an Primaten, in der vier Tiere über einen Zeitraum von elf Monaten täglich eine Stunde lang ein alkoholhaltiges Getränk mit Zitronengeschmack trinken durften, wobei Bluttests zeigten, daß die Tiere sich bis zu einem Alkoholspiegel betranken, der etwa 2,5 Promille beim Menschen entspricht. Nach einer zweimonatigen Abstinenzphase entdeckt man im Vergleich zu Tieren, die keinen Alkohol getrunken hatten, nach wie vor deutliche Veränderungen in der Struktur des Hippokampus. Man kann daher annehmen, daß regelmäßiger Alkoholkonsum auch bei Menschen langandauernde Effekte auf die Funktionen des Hippokampus zeigen.

Es ist beklemmend, wenn man miterleben muß, wie im Supermarkt Jugendliche mit Kennerblick die Spirituosenabteilung durchstöbern und sich Kinder von vielleicht 12 oder 13 in den Sommermonaten schon am Nachmittag auf öffentlichen Plätzen zusammenfinden, um sich bis in den Morgen hinein volllaufen zu lassen. Hier löst sich die Zukunft unseres Landes in Luft auf, aber niemanden scheint es zu kümmern.

Es geht nicht um zusätzliche „Jugendeinrichtungen“, Sozialarbeiter und ähnlichen Unsinn. Langeweile, innere Leere und die Unfähigkeit sich dem Gruppendruck zu widersetzen haben biophysische Ursachen, d.h. der Schaden ist schon längst angerichtet, ist Teil der biologischen Struktur geworden. Es sind Kinder, die in einer Umgebung herangewachsen sind, in der sie nur Störfaktoren für die „Selbstentfaltung“ der Eltern waren. Kinder, die emotional nicht ausreichend genährt wurden und innerlich verödeten, weil ihren Eltern die lächerliche „Karriere“ und alle möglichen Abwechslungen wichtiger waren, als ein heranreifendes Leben.

Eva Herman hatte recht wie kaum ein anderer Mensch in diesem sterbenden Land.

Was seit ungefähr 1960 vor sich geht ist die umfassende Zerstörung der biologischen Grundlagen unserer Zivilisation.

Hier ein kleiner Ausschnitt aus dem neuen Kulturkampf: Leben gegen Tod, der Konservative gegen den pestilenten modern liberal, gegen Satan in Menschengestalt.

Aus purer Neugier habe ich mir am vergangenen Montag zu mittag einen „1955er“ von McDonalds zugeführt – und mich den Rest des Tages beschissen gefühlt. Als nähme man pures DOR zu sich! Dieses Zeugs ist genauso ungenießbar und schlichtweg ekelhaft, wie das gesamte Paket der amerikanischen Unterschichten-„Kultur“: der süßliche Dreck, der aus den Radios quillt, die hirnzerfressenden Seifenopern im Fernsehen, die „Architektur“, die blasierten, vollkommen charakterlosen, von keinen tieferen Gedanken entstellten Puppengesichter der Menschen – einfach alles.

Es hat Zeiten gegeben, da haben sich die „einfachen Menschen“ mit Volksliedern unterhalten, Hering und sogar Lachs waren „Arme-Leute-Essen“ und die Abende verbrachte man mit Geschichtenerzählen, wenn man nicht in den Arbeiterbildungsverein ging.

Ich will nichts idealisieren, es gab auch Rachitis, Suff und Elend (etwas ganz anderes als bloße Armut), aber trotzdem – es gab auch so etwas wie Würde und Tiefe. Und genau das wird heute zerstört. Auf allen Ebenen und in jeder Hinsicht.

In Kaffee und ORANUR vor Kaffee gewarnt, gestern habe ich Diabetes als Schrumpfungsbiopathie beschrieben, die der Krebsbiopathie ähnelt, wie Reich sie in Der Krebs analysiert hat. Im folgenden soll nun gezeigt werden, wie diese drei Dinge zusammenhängen.

Da sein „genitales Ventil“ blockiert ist („orgastische Impotenz“) versucht der gepanzerte Mensch sein Energieniveau, und damit sein „Angstniveau“, so weit wie möglich zu senken. Primär geschieht dies durch eine eingeschränkte Atmung und durch eine eingeschränkte Lebensweise, in der sich alles um „Sicherheit“ dreht. Hinzu kommen legale und illegale Drogen und schließlich eine devitalisierende Ernährungsweise.

Wie in The Journal of Orgonomy (Vol. 2, No. 2, November 1968) dargestellt, hängt die Zuckerkrankheit mit einer chronischen orgonotischen Ladungsschwäche des Körpergewebes zusammen („Anorgonie“). Statt nach dem orgonomischen Potential, d.h. vom niedrigeren zum höheren Energiepotential hin, die Energiequelle Zucker aus dem Blut aufzunehmen, wird umgekehrt nach dem mechanischen Potential Zucker aus dem Organismus ausgewaschen. Der Organismus schrumpft buchstäblich.

Marie-Soleil Beaudoin (University of Guelph, Ontario) hat in einer Studie herausgefunden, daß gesättigte Fettsäuren, wie man sie im Fastfood-Fraß findet, die Fähigkeit des Körpers einschränken Zucker aus dem Blut zu absorbieren. Sechs Stunden nach der Aufnahme eines entsprechenden Fettcocktails wurde den gesunden Probanden ein Zuckergetränk gegeben. Danach lag der Blutzucker um 32 Prozent höher als bei jenen Probanden, die vor dem Zuckergetränk kein Fett zu sich genommen hatten.

In einer zweiten Versuchsreihe wurde den Versuchspersonen eine Stunde vor dem Zuckergetränk zusätzlich eine Koffeinmenge verabreicht, die zwei Tassen Kaffee entspricht. Bei dieser Gruppe lag der Blutzucker sogar um unglaubliche 65 Prozent höher als bei jenen, die weder Fett noch Koffein zu sich genommen hatten.

Man schaue sich um: unser gesamtes Verhalten, sogar unsere Ernährungsweise, ist unmittelbares Resultat unserer genitalen Misere. Tatsächlich ist es Selbstmord auf Raten. Da der Energieabfluß blockiert ist, muß die Energiezufuhr gedrosselt werden, um ein Platzen (d.h. hier Angst und Panikattacken) zu verhindern.

Besonders perfide ist dabei, daß die Mittel, mit denen wir den Energiezufuhr abwürgen, sich als energiespendende Aufputschmittel darstellen: Fett, Kaffee, Zucker – „das gibt Tinte auf den Füller!“ Eine perfekte Selbstmordapparatur.

Orgonometrie (Teil 2): Kapitel 4.c.

20. März 2016

orgonometrieteil12

1. Zusammenfassung

2. Die Hauptgleichung

3. Reichs „Freudo-Marxismus“

4. Reichs Beitrag zur Psychosomatik

a. Die Atemsperre

b. Wahrnehmung und Bewußtsein

c. Das autonome Nervensystem

Orgonometrie (Teil 2): Kapitel 4.b.

14. März 2016

orgonometrieteil12

1. Zusammenfassung

2. Die Hauptgleichung

3. Reichs „Freudo-Marxismus“

4. Reichs Beitrag zur Psychosomatik

a. Die Atemsperre

b. Wahrnehmung und Bewußtsein