Posts Tagged ‘Fettleibigkeit’

Der verfettete Wilhelm Reich

19. Juni 2017

Reich war in seinen späten Jahren offensichtlich zu dick, hat von jeher exzessiv geraucht und betrieb, nachdem er das Rauchen aufgegeben hatte, Alkoholmißbrauch. In ihren Erinnerungen an Reich schreibt seine ehemalige Sekretärin und zeitweise Geliebte Lois Wyvell zu seiner angeblichen Fettleibigkeit: „Er hat nicht genug gegessen, um einen Kugelbauch zu haben, und meine Vermutung ist, daß er einen Bauch hatte, weil er so tief atmete“ (Lois Wyvell: „Orgone and You: 3. An Extraordinary Ordinary Man“, Offshoots of Orgonomy, No. 3, Autumn 1981, S. 6). Auch erwähnt Wyvell, daß sie und andere Frauen, die sie kannte, aus eigener intimer Einsicht bezeugen können, daß Reich nicht zu fett war. „Zum Zeitpunkt seines Todes wog Reich 82 kg – was einen Gewichtsverlust von etwa 7 kg seit Beginn seiner Haftzeit zeigt“ (Jerome Greenfield: „Wilhelm Reich in Prison“, International Journal of Life Energy, Vol. 2, No. 1, Winter 79-80, S. 47). Reich war 178 cm groß (Myron Sharaf: Fury on Earth, 1983, S. 16).

Advertisements

Anorgonie

2. Dezember 2015

Orgontherapie ist mehr als das bloße „Aufbrechen“ des „Muskelpanzers“. Es gibt weit Schlimmeres als chronisch verspannte Muskeln! Anorgonie ist, ähnlich wie auch Fettleibigkeit, eine pathologische Alternative zur muskulären Panzerung. Die Anorgonie tritt beispielsweise in der hysterischen Anästhesie und Paralyse oder in der Depression auf. Sie ist genausoweit von einer gesunden straffen Muskulatur entfernt wie der Muskelpanzer (Charles Konia: „Orgone Therapy (Part 12)“, The Journal of Orgonomy 25(2), November 1991, S. 237-240).

Über schlaffe Muskulatur in der Orgontherapie schreibt Richard A. Blasband:

Hypotonische Muskulatur fehlt es an energetischer Ladung, während hypertonische (angespannte) Muskeln einen Überschuß an Ladung festhalten. Hypotonie ist ein schwerwiegenderes Hindernis für die Therapie, da das Re-Energetisieren dort schwierig ist, wo das Energieniveau niedrig liegt. Einfacher ist es Energie dort zu befreien, wo sie gebunden ist. Auch fällt es schlaffen Muskeln schwerer Ladung zu halten. („Q & A: Flabby and Tense Muscles“, The Journal of Orgonomy, 12(1), May 1978, S. 119)

Der Orgonom Michael B. Rothenberg beschreibt einen Fall von Anorgonie, bei dem die Muskulatur unfähig war den Energiefluß zu binden, so daß die affektive Energie zur Peripherie des Organismus fließt

und starke Empfindungen hervorruft; dies führt zu einer heftigen Kontraktion im vegetativen Nervensystem, was einen schock-artigen Zustand hervorruft, der sogar zum Tod führen könnte. Deshalb hat eindeutig das hauptsächliche therapeutische Bemühen im Umgang mit der Anorgonie darin zu liegen den Patienten dazu zu bringen, daß er die Muskeln auf eine Art und Weise gebraucht, die Lust hervorruft oder Wut ausdrückt, um so Energie in die Muskeln hineinzubewegen. („Orgonomic Treatment of Anorgonia as One of Multiple Conversion Reactions“, The Journal of Orgonomy, 2(2), November 1968, S. 176f)

Karl G. Fossum führt akute Anorgonie auf leichte Erregbarkeit zurück, mit der der Patient nicht fertig wird, insbesondere nach Lösung der ersten drei Segmente, wenn in den folgenden unteren Segmenten kaum adäquate Panzerung vorhanden ist, um den Energieschub aufzufangen („A Case Complicated by a Tendency Toward Acute Anorgonia“, The Journal of Orgonomy, 4(2), November 1970, S. 207-214). Siehe auch Michael Ganz: „Anorgonotic Paralysis as a Complication of Orgone Therapy“, The Journal of Orgonomy, 8(1), May 1974, S. 27-34.

Man kann die Anorgonie im Sinne einer Störung der plasmatischen Motilität betrachten, die akut sein kann wie beim Schockzustand, wenn uns z.B. vor Angst „das Blut gefriert“. So gesehen ist sie sozusagen nur ein „biophysischer Unfall“:

Der Organismus reagiert auf ungewohnte und starke Plasmaerregung mit einem Motilitätsblock, der sich als „Schwäche“, „Einknicken“, „fading out“, Gleichgewichtsstörung und Fallangst auswirkt. Es ist, als ob die orgonotische Expansion zwar ansetzte, aber nicht voll ablaufen könnte; als ob der Expansionsimpuls plötzlich auslöschte. (Der Krebs, Fischer TB, S. 380)

Es kann aber auch ein schleichender anorgonotischer Schwächezustand vorliegen, der sich gerade durch die Abwesenheit solch „lauter“ Angstattacken auszeichnet. Diese gehen auf die Angst erzeugende Kontraktion des Lebensapparats gegen die expansiven Impulse des Kernes zurück. Bei der Anorgonie handelt es sich wie bei der Schrecklähmung um ein jähes Versagen der expansiven Impulse, während bei der Krebsschrumpfungsbiopathie ein allmähliches Nachlassen der expansiven Impulse festzustellen ist, bei der jede Steigerung des Energieniveaus zu einer akuten Anorgonie führt (ebd., S. 372).

Die karzinomatöse Schrumpfungsbiopathie „unterscheidet sich von der einfachen sympathikotonen Stauungsneurose dadurch, daß bei ihr die Impulse zur Streckung, Expansion, allmählich aufhören, bei der Stauungsneurose dagegen ihre Intensität beibehalten“ (ebd., S. 197). Entsprechend nimmt bei Krebs auch die Angst ab und wird durch emotionale Stille abgelöst. Krebskranke sind typischerweise „milde“ und genügsam. Sie ergeben sich in ihr Schicksal ohne aufzubegehren und sei dies in Form eines Suizidversuchs. (Woran sich übrigens wieder die ganze Unsinnigkeit des Konzeptes eines „Todestriebes“ zeigt!) Diese schleichende Anorgonie ist sozusagen der wahre Krebs hinter dem Krebs; sie ist das eigentliche Geheimnis der Krebskrankheit.

Die Funktion der plasmatischen Impulsbildung im biologischen Kern des Organismus ist selbst gestört und vermag einen umfassenden Substanzverlust in den Geweben herbeizuführen (muskuläre Atrophie, allgemeine Kachexie, Anämie, etc.). (ebd., S. 219)

Das Phänomen Anorgonie deckt erstens die biophysikalische Grundlage des Krebses auf, nämlich die Lähmung der Pulsationsfunktion; zweitens legt sie den Ursprung der Krebsbiopathie in einer früh erworbenen Tendenz zur Anorgonie frei; und drittens: selbst nach einer „Heilung“ des Krebses, kann eine lähmende anorgonotische Schreck-Attacke aufgrund von Orgasmusangst schließlich doch zum Tod führen. Ganz ähnlich kann eine einfache Ohnmacht, die ja auch durchaus zum Tode führen kann, wenn man nicht „zurückgeholt wird“, als eine anorgonotische Attacke betrachtet werden.

Dieser Aspekt des anorgonotischen Anfalls wirft ein grelles Licht auf die Orgasmusangst als Kern aller Biopathien: der Terror des Lebens. Panzerung bedeutet immerhin eine Aktivität der Energie („Trotz“), während Anorgonie einfach für Aufgabe und Tod steht. Deshalb wollte man in der noch vor 20 Jahren angesagten, heute aber weitgehend vergessenen, „Psychoonkologie“ a la Lawrence LeShan, die trotzige Kampfbereitschaft im Patienten wecken.

Der Organismus des Krebsbiopathen ist seit frühster Kindheit bioenergetisch darauf konditioniert sich aufzugeben. Es ist, als wenn der Körper sagt: „Es hat doch sowieso alles keinen Sinn!“

Erschreckenderweise hat das ganze eine soziale Komponente. Man denke auch an die überhandnehmende Fettleibigkeit in Amerika (die fast zwangsläufig zu Diabetes führt, einer Schrumpfungsbiopathie). Vielleicht ist Adipositas weniger als somatische, sondern vielmehr als soziale Biopathie zu betrachten.

Einer Studie der RMIT University (Royal Melbourne Institute of Technology, Antonio Paolini et al.) zufolge, überträgt sich das Übergewicht der Väter auf eine bioenergetisch fatale Art und Weise auf die nachfolgende Generation. An Rattenmännchen konnte gezeigt werden, daß ihr Nahrungskonsum vor der Fortpflanzung sich nicht nur auf die leibliche, sondern vor allem auch auf die psychische (emotionale) Gesundheit des Nachwuchses auswirkt. Männliche Ratten, denen ein Übermaß an Futter zur Verfügung stand, wurden mit jenen verglichen, deren Kalorienzufuhr um ein Viertel niedriger lag. Nicht nur, daß die Jungen der letzteren ein niedrigeres Gewicht hatten, sondern sie zeigten sich auch weniger ängstlich. Paolini: „Wenn man das niedrigere Angstniveau als Folge der reduzierten Diät, die die Generationengrenze überschreitet, sieht, läuten bei einem die Alarmglocken, was das langfristige Potential für die gesundheitlichen Folgen einer Gesellschaft bedeutet, bei der die Fettleibigkeit zunimmt.“ Reduzierte Kalorien können die Überlebensinstinkte schärfen, so daß Tiere, einschließlich dem Menschentier, weniger ängstlich sind und waghalsig ihre Umwelt erkunden. Die Welt, die von den Kindern degenerierter Fettsäcken geprägt wird, ist eine furchtsame Welt ohne Initiative und Unternehmergeist. Der Sozialismus hebt an: der Mensch als träges, ängstliches Zootier. (Siehe auch Die Sünden der Väter.)

Es ist, als wenn die gesamte westliche Zivilisation von einem „Es hat doch sowieso alles keinen Sinn!“ infiziert ist. Ich verweise hier nur auf Nietzsches Analyse der allgegenwärtigen „Dekadenz“; den anorgonotischen „Zuständen“, unter denen die Menschen zu Zeiten Freuds litten (hysterische Ohnmachtsanfälle, Neurasthenie, Wagnerianische Todessehnsucht, etc.). Man schaue sich auch das Gruselkabinett der nationalsozialistischen Führungsmannschaft an: der entscheidungsschwache Hitler, der den halben Tag im Bett gammelte und sein ganzes Leben nicht einen Tag gearbeitet hat, Göring der schwabbelige Morphinist und all die anderen haltlosen Gestalten. Das ganze „stramme“ Sadogehabe der SA und vor allem der SS scheint mir wie ein verzweifelter Selbstheilungsprozeß: plakative „Gepanzertheit“. Ähnlich die muskelbepackten „Superhelden“ in der amerikanischen Trivialkultur. Karikaturen von Nietzsches „Übermensch“.

Woher diese Dekadenz? Nietzsche sprach vom „Tod Gottes“. Der mache in der „aufgeklärten“ Gesellschaft zwar kaum noch jemand betroffen, doch tatsächlich würde uns durch dieses Geschehen langsam aber sicher der Boden unter den Füßen weichen. Es ist die immer stärker werdende Trennung von unserem bioenergetischen Kern, die mit einer immer weiter um sich greifenden Abnahme an Vitalität einhergeht.

Ob das hierhin gehört? Ich habe mal eine Diplom-Psychologin, die jahrelang mit sicherheitsverwahrten Triebtätern gearbeitet hat, gefragt, wie man denn Kinderficker erkennt: klein, „schwabbeliger“, schlaffer Körper, schwammiges, konturloses Gesicht.

Körpergewicht, Depression, Gendermainstreaming, die Gene – und das mechanistische Denken in der Medizin

3. Januar 2015

Die Neuro-Depesche (Schnellinformationen für Neurologen und Psychiater) vom Mai 2010 berichtet über eine Studie von S. Corteses et al. über die Beziehung zwischen Körpergewicht und depressiven Symptomen bei Heranwachsenden. Dazu wurden 678 Jugendliche zwischen 11 und 14 Jahren untersucht. Es besteht eine signifikante Beziehung: je dicker desto depressiver, wobei bei Mädchen auch die Untergewichtigen verstärkt depressionsgefährdet sind.

Grundsätzlich mögliche Erklärungen für die Zusammenhänge bestehen darin, daß das Körpergewicht zur depressiven Stimmung beiträgt bzw. sich umgekehrt die depressive Stimmung auf Nahrungsaufnahme/Bewegung auswirkt. Eventuell spielt aber auch ein dritter unbekannter Faktor bei der Regulation sowohl des Körpergewichts als auch der depressiven Stimmung eine Rolle.

Jeder Student der Orgonomie kann sofort diesen geheimnisvollen „dritten unbekannten Faktor“ benennen.

Zuviel zu essen hat die Funktion, den Magen zu füllen, der dann auf den Solar plexus drückt und so die Angst vermindert. (Elsworth F. Baker: „Orgone Therapy“, Journal of Orgonomy 12(2), November 1978)

Der Solar plexus ist der „Energiegenerator“ des Organismus. Der gepanzerte Mensch versucht durch ein kontrahiertes und so ständig gesenktes Zwerchfell und durch Bauchspannung, die „Energieproduktion“ einzuschränken, da er die Energie nicht verwerten und entladen kann („orgastische Impotenz“). Diesen Mechanismus konnte Reich bei seinen bioelektrischen Untersuchungen Mitte der 1930er Jahre unmittelbar messen. Bei der Einatmung sank das bioelektrische Hautpotential am Epigastrium, stieg aber wieder bei der Ausatmung – wenn das Zwerchfell einigermaßen ungepanzert war.

Völlerei ist einfach nur ein Versuch, den Solar Plexus förmlich „einzuquetschen“ und damit ruhigzustellen. Außerdem bindet das Fett zusätzliche Energie und hilft den gesamten Körper zu immobilisieren.

Depressive Symptome sind eine unmittelbare Funktion des dramatisch gesenkten Energieniveaus des Organismus. Entsprechend ist der typische chronisch depressive Charakter ein „Hungerhaken“, der sich alle „oralen Genüsse“ verwehrt und so den „Energiegenerator“ buchstäblich aushungert. Es sieht wie das Gegenteil der Fettsucht aus, doch tatsächlich ist eine einfache funktionelle Identität gegeben: die Senkung des Energieniveaus.

Das Spezifische an der Biopathie „Fettleibigkeit“ ist unbefriedigte Oralität: Essen wird zu einer Ersatzhandlung für eine befriedigende Sexualität („Kummerspeck“). Das Spezifische an der Biopathie „Magersucht“ ist unterdrückte Oralität: man verwehrt sich alle Genüsse.

In der Anorexie versuchen die jungen Mädchen aus Angst vor der als schmutzig („fett“) empfundenen Sexualität die sich entwickelnden sekundären Geschlechtsmerkmale geradezu wegzuhungern. Andere stopfen das Essen in sich hinein, um auf diese Weise die sexuellen Regungen („die Schmetterlinge im Bauch“) zu ersticken.

Der auffällige Unterschied zwischen Jungen und Mädchen in der eingangs erwähnten Studie ist darauf zurückzuführen, daß jede Biopathie eine soziale Dimension hat. Man denke, wie an anderer Stelle diskutiert, etwa daran, daß die Beckenpanzerung bei Mädchen zu keuschen X-Beinen führt, bei Jungen zu obszönen O-Beinen. Entsprechend macht es für einen Jungen wenig Sinn, seine sekundären Geschlechtsmerkmale weghungern zu wollen (was ja sowieso kaum funktionieren würde).

Überschüssige Pfunde werden bei Männern und Frauen als völlig unterschiedliche Fettgewebsvarianten eingelagert. Deborah Clegg (University of Texas) et al. konnten an übergewichtigen Mäusen nachweisen, was seit eh jeder sehen kann: Männer setzen Fett am Bauch an, Frauen in den Hüfte, Schenkel und Gesäß, außerdem werden die für den Fettverbrauch zuständigen Gene bei beiden Geschlechtern drastisch unterschiedlich reguliert, insbesondere was die Insulinproduktion und die Endzündungswerte betrifft. Eine neue Studie der gleichen Forscher unterstreicht dies nochmals. „Damit mehren sich die Hinweise weiter, daß der Körper von Männern und Frauen unterschiedlich auf Ernährung, Behandlungen oder Medikamente reagiert.“

Nicholas Christakis (Yale University) et al. haben die bisher besten Belege dafür präsentiert, daß die Rolle der Gene nicht nur beispielsweise vom Geschlecht abhängt, sondern sogar von den Zeitläufen.

Christakis und seine Kollegen konzentrierten sich auf eine spezifische genetische Variante des FTO-Gens, das allgemein Adipositas zugeordnet wird. Ein Blick auf Daten aus der Framingham Heart Study zeigte einen Unterschied zwischen Menschen mit FTO-Gen, je nach der Zeit ihrer Geburt. Menschen, die vor 1942 geboren wurden, zeigten keinen Zusammenhang zwischen der Risikovariante und Adipositas; Menschen, die nach 1942 geboren wurden, zeigten eine sogar noch stärkeren Zusammenhang als zuvor berichtet worden war.

Forscher führen den Unterschied auf Veränderungen in den Gesellschafts- oder Umweltbedingungen zurück, die einen Einfluß darauf haben, ob genetische Faktoren ins Spiel kommen. „Es verweist darauf, daß noch mehr Vorsicht und Zurückhaltung in der modernen genetischen Forschung angebracht ist,“ sagte Christakis. „Es verweist auch darauf, daß, wenn große genetische Studien über die Zusammenhänge mit diesem Gen eine Generation früher durchgeführt worden wären, sie auf ein anderes Ergebnis hätte stoßen können.“

Den Forschern zufolge erstrecken sich die Auswirkungen dieser Ergebnisse auf das gesamte Studium der Genetik und verweisen auf die komplexe, sich entfaltende Verbindung zwischen Vererbung und Umwelt. Die Untersuchung von Phänomenen wie dem Anstieg von Adipositas wird ihnen zufolge dabei helfen, die Stränge von historischen und zeitgenössischen Umweltfaktoren, die mit genetischen Merkmale im Laufe der Zeit interagieren, zu „entwirren“.

Malträtierte Embryos, Säuglinge, Kinder und Jugendliche

22. Dezember 2014

Seit es „Retortenbabys“ gibt, wird uns versichert, daß bei ihnen das Risiko von Entwicklungsstörungen nicht höher läge als bei der natürlichen Befruchtung. 2002 haben jedoch Forscher des Johns-Hopkins-Krankenhauses in Baltimore festgestellt, daß bei jenen Kindern, die aus einer Befruchtung im Reagenzglas hervorgegangen sind, das sogenannte Beckwith-Wiedemann-Syndrom sechsmal häufiger auftritt. Dieses Syndrom ist eine normalerweise extrem seltene Entwicklungsstörung, bei der es zum übermäßigen Wachstum einzelner Organe oder Körperteile kommt.

In der Folgezeit gab es Studien, die zu belegen schienen, daß kein größeres Fehlbildungsrisiko vorliegt. 2008 mußte das Deutsche Ärzteblatt jedoch zugeben, daß es zumindest vorläufige Hinweise für eine Risikoerhöhung für Fehlbildungen bei Kindern gibt, die künstlich gezeugt wurden. „Hier besteht weiterer Forschungsbedarf.“ 2009 verwies DocChec News auf eine kanadische Studie, die zeigte, „daß Babys, die auf dem Labortisch entstanden sind, zu rund 60 Prozent häufigereine Veränderung aufweisen als natürlich gezeugte Kinder.“

Es wird angeführt, daß das erhöhte Fehlbildungsrisiko, das sich nach künstlicher Befruchtung zeigt, nicht von der Technik abhängt, sondern vor allem von den Paaren und deren „Subfertilität“ auszugehen scheint. „Womöglich hat es dieselben Ursachen wie der unerfüllte Kinderwunsch.“

Das klingt etwas anders in einem Artikel, der Anfang dieses Jahres im British Medical Journal erschienen ist:

Es ist auch Besorgnis hinsichtlich der langfristigen Gesundheit der Kinder aufgekommen, die durch IVF (In-vitro-Fertilisation) geboren wurden. Ansonsten gesunde Kinder, die durch IVF gezeugt wurden, haben höheren Blutdruck, Adipositas, einen erhöhten Blutzuckerspiegel und mehr generelle vaskuläre Fehlfunktionen als Kinder, die natürlich gezeugt wurden.

Diese Effekte scheinen auf das IVF-Verfahren selbst zurückzugehen, statt auf die zugrundeliegende Subfertilität. Tierversuche haben epigenetische und entwicklungsbedingte Anomalien nach künstlicher Reproduktion gezeigt, was weiteren Anlaß zum Nachdenken gibt.

Ganz offensichtlich ist, ähnlich wie beim Krebs, durch die mangelnde orgonotische Ladung zum Zeitpunkt der Befruchtung die organisierende und koordinierende Funktion der organismischen Orgonenergie von Anfang an gestört. (Reich hat bereits 1921 [!] in diesen Bahnen gedacht. Siehe dazu die Chronik der Orgonomie.)

Ein weiteres Beispiel für aus mechanistischer Sicht kaum greifbare Veränderungen in der energetischen Entwicklung des Embryos sind Ultraschalluntersuchungen.

Eine an Labormäusen unternommene Studie (Pasko Rakic et al., Yale Medical School in New Haven, Connecticut) hat 2006 gezeigt, daß Ultraschalluntersuchungen die Entwicklung des Gehirns beeinflussen. Die schwangeren Mäuse waren zweimal 30 Minuten Ultraschall ausgesetzt worden – wie bei menschlichen Gravida üblich. Bei Obduktion der neugeborenen Mäuse stellte man fest, daß 6% der Gehirnzellen während der embryonalen Entwicklung nicht dorthin gewandert waren, wo sie normalerweise hingehören.

Andere Studien weisen darauf hin, daß Ultraschalluntersuchungen für ein überproportional häufiges Auftreten von Linkshändigkeit, eine verzögerte Sprachentwicklung und sogar genetische Defekte verantwortlich sein könnten.

Natürlich wurde, ähnlich wie bei der Diskussion um die extrakorporale Befruchtung, in der Folgezeit das Risiko wieder relativiert oder ganz in Abrede gestellt. Man lese dazu jedoch den ausgezeichneten Artikel „Gefahr für Ungeborene“ auf www.zentrum-der-gesundheit.de!

Mangels orgonotischen Kontakts vertraut die gepanzerte Maschinenzivilisation nicht mehr den eigenen Gefühlen, sondern invasiven technischen Apparaturen, mit deren Hilfe sie selbstregulative Prozesse überwachen und kontrollieren will, damit alles „sicher“ ist – d.h. keine beängstigenden bioenergetischen Impulse durchbrechen. Wir suchen nach „Sicherheit“ und verlassen uns auf die Maschinen – und zerstören damit das Lebendige in uns endgültig.

Eva Reich sagt etwas sehr Interessantes über das Aufstoßen, spielt das „Bäuerchen machen“ doch eine prominente Rolle im Leben der Babys. Viele Mütter sind richtiggehend besessen davon – nicht ohne lebensfeindlichen Grund:

Man muß erklären, daß der erste Teil der Fütterung die Hungerphase der Fütterung ist und daß, nachdem das Baby genug gegessen hat, es sehr in sich geht, die Augen schließt und dann mit der Lustphase der Fütterung abschließt; es hält ein und sinkt zurück, hat einen oralen Orgasmus. (…) Nach dem oralen Orgasmus entspannt sich das Baby, sinkt zurück und schläft. Wenn man das Kind mit Aufstoßen unterbricht, erzeugt man einen Teufelskreis. Wenn man auf halbem Weg durch die Fütterung, wenn die Lustphase beginnen sollte, das Baby nimmt und [es auf den Rücken klopft], kontrahiert das Baby und das Zwerchfell wird angespannt; sie bekommen Schluckauf und „Koliken“. Wenn Sie ein Baby mit Koliken haben, müssen sie das Zwerchfell entspannen, wenden sie sehr leichte Massage den Rücken hinunter an, und Sie müssen der Mutter erklären, daß, wenn er eine Luftblase hochsteigen lassen muß, es von allein geschehen wird. Dann ist alles, was man zu tun hat, es aufrecht zu halten. Stellen Sie nur sicher, daß es aufrecht sitzt und reiben sie den Rücken sehr sanft oder hängen Sie es über ihre Schulter. Geben Sie ihm keinen Klaps. Dann wird es rülpsen und das Füttern kann weitergehen, aber im Idealfall gibt es keine Pause zum Aufstoßen, das Baby wird ohne Unterbrechung gefüttert und nach der Fütterung können Sie es aufrecht halten und etwas wird hochsteigen. (Eva Reich: „Prevention of Neurosis: Self-regulation from Birth On“, Journal of Biodynamic Psychology, No. 1, Spring 1980)

Reich war schockiert, als er 1942 in den Parks von New York etwas vollkommen Abwegiges beobachten mußte: es war Mode geworden, Babys in den Kinderwagen auf den Bauch zu legen. (N.N.: „Disastrous Fads in Infant Upbringing“, International Journal of Sex-Economy and Orgone Research, November 1942, S. 276-278; wiederveröffentlicht 1983 in Children of the Future, New York 1983, S. 136-139.) Ein Hohlkreuz, lebenslange Rückenprobleme und Sexualstörungen sind vorprogrammiert. Das habe ich bereits in Projekt „Kinder der Zukunft“ diskutiert.

Der Rücken wird entgegen dem energetischen Orgonom verkrümmt.

protoorg3

Ich erwähne es erneut, weil ich selbst wieder gehäuft beobachte, daß Babys wie kleine Robben durch die Gegend gekarrt werden. Es scheint geradezu ein Modetrend zu sein.

Eine Studie von Carl E. Hunt, et al. vom National Heart, Lung and Blood Institute (Bethesda, Maryland) zeigt eine Reduktion der Infektionsrate bei Babys, die in Rücken- oder Seitenlage statt auf dem Bauch schlafen. Die Forscher hatten die Daten von 3733 Kindern analysiert, bei denen die Eltern für den 1., 3. und 6. Lebensmonat die jeweils gleiche Schlafposition angegeben hatten. Daneben wurde überprüft, wie oft die Kinder erkrankt waren. Babys, die in Bauchlage schliefen, waren 40% häufiger von Fieber betroffen. Es wird vermutet, daß die wärmere Atemluft Infektionen von Ohren und Atemwegen begünstigt.

Hierzulande ist der Plötzliche Säuglingstod die häufigste Todesursache bei Kindern im ersten Lebensjahr. Die Ursache ist ungeklärt, man spekulierte sogar über genetische Hintergründe… In den Niederlanden hingegen sank die Zahl der Fälle zwischen 1984 und 2004 um 90 Prozent. Das liegt einfach daran, daß den Eltern empfohlen wurde, ihr Kind zum Schlafen nicht auf den Bauch zu legen.

Ein weiteres Folterinstrument, der Schnuller, wurde vor 65 Jahren erfunden.

Schlapp und ruhebedürftig wie wir sind, versuchen wir unsere nach Kontakt und liebevoller Zuwendung schreienden Babys mit Schnullern ruhigzustellen. Der Ersatzkontakt Dauernuckeln kann, man frage einen beliebigen Kinderarzt, jedoch zu Karies, Zahnfehlstellungen und Störungen in der Sprachentwicklung führen. Es kann außerdem zu Ohrinfekten mit nachfolgender Hörbeeinträchtigung, Mandelentzündungen und adenoiden Wucherungen („Polypen“) kommen. Am besten ist es, Säuglingen den Schnuller von Geburt an vorzuenthalten. Spätestens ab dem 7. Lebensmonat sollte er ganz tabu sein.

Insbesondere sollte zu denken geben, daß die Anlage für Sinusitis schon früh durch den Schnuller verankert wird. Durch das ständige Schnullern werden die Nebenhöhlen schlecht belüftet und sind ständiger Keimüberflutung ausgesetzt. Chronische Nasennebenhöhlen-Entzündungen sind eine Volksseuche, die, wie Alexander C. Chester vom Georgetown University Medical Center in einer Studie feststellte, ursächlich mit chronischen Ermüdungszuständen verbunden sind.

Nicht nur das: Schnuller fördern das Suchtpotential des Menschen erheblich:

Wer seinem Baby unhinterfragt bei jeder Unruhe den Gummischnuller in den Mund schiebt, ahnt meist nicht, was er damit möglicherweise bis zum Lebensende des Kindes anrichtet: Er fördert Alkohol-, Tabak-, Drogen und Eßsucht. Dagegen gilt: Lange gestillte Säuglinge rauchen und trinken später bedeutend seltener als nicht oder nur kurz gestillte Kinder, ihr Risiko für Übergewicht schwindet mit jeder weiteren gestillten Woche. Muttermilch ist die allerbeste Suchtprophylaxe.

Amerikanische Forscher haben festgestellt, daß langjähriges Nuckeln das Risiko für Sprachstörungen erhöht.

Frühere Studien hatten bereits gezeigt, daß sich Anatomie und Funktion des Sprechapparats verzögert entwickeln, wenn Kleinkinder über den normalen Stillzeitraum hinaus an Schnullern oder anderen Gegenständen saugen. Die Forscher um Mary Parada interessierte nun die Frage, inwieweit die dauerhafte Verwendung von Schnullern und Co auch Sprachstörungen verursachen kann. (…) Kinder, die drei Jahre oder länger an einem Schnuller oder Daumen nuckelten, hatten dreimal häufiger Sprachstörungen als Kinder, die bereits früher entwöhnt worden waren. Eltern sollten sich also gut überlegen, ob sie ihr Kind an einen Schnuller gewöhnen wollen.

A.S. Neill ist aufgefallen, daß die Schüler in Summerhill, im krassen Gegensatz zu öffentlichen Schulen, nicht unter Akne leiden. Neill:

Wenn ich Glück für so wichtig halte, dann deshalb, weil ich Entfaltung für wichtig halte. Es ist besser, frei und zufrieden zu sein und nicht zu wissen, was ein Dezimalbruch ist, als Prüfungen zu bestehen und das Gesicht voller Pickel zu haben. Im Gesicht eines freien und glücklichen Jugendlichen habe ich noch nie Pickel gesehen. (Theorie und Praxis der antiautoritären Erziehung, S. 321)

Akne bei Jugendlichen ist direkter Ausdruck einer bioenergetischen Kontraktion:

Amerikanische Wissenschaftler haben entdeckt, warum die Haut bei Streß eher zu Entzündungen und Pickeln neigt: Die Menge an körpereigenen antimikrobiellen Substanzen in der oberen Hautschicht nimmt rapide ab, konnten sie in einer Studie an Mäusen zeigen. Verantwortlich dafür sind wahrscheinlich die erhöhten Streßhormonlevel, die den Transport der im Körper produzierten Antibiotika in die Haut stören.

Adipositas bei einem phallischen Charakter mit einem oralen unbefriedigten Block (Teil 2)

16. Dezember 2014

DIE ZEITSCHRIFT FÜR ORGONOMIE

Dale Rosin: Adipositas bei einem phallischen Charakter mit einem oralen unbefriedigten Block (Teil 2)

acologo

Adipositas bei einem phallischen Charakter mit einem oralen unbefriedigten Block (Teil 1)

13. Dezember 2014

DIE ZEITSCHRIFT FÜR ORGONOMIE

Dale Rosin: Adipositas bei einem phallischen Charakter mit einem oralen unbefriedigten Block (Teil 1)

acologo

Die Panzersegmente (Teil 5): Der Bauch- und Beckenpanzer

9. November 2014

Der Orgontherapeut und Internist Robert A. Dew hat in der Artikelserie „The Biopathic Diathesis“ (Journal of Orgonomy, 1968-1978) beschrieben, wie das Wechselspiel von sympathikotoner und vagotoner Erregung in den sieben Segmenten der Panzerung die folgenden Biopathien erzeugt: Skoliose, Muskelrheumatismus, Krebsmetastasen, Entzündungserkrankungen wie Ekzeme und Rhinitis, Spannungskopfschmerz und Migräne, Epilepsie und Schizophrenie, Parkinsonsche Krankheit, Myopie, Glaukom, Strabismus, Fettleibigkeit, Basedow, kardiale Arrhythmien, Bluthochdruck, Arteriosklerose, Asthma, Bronchitis, Diabetes, Hepatitis, Gallenstein, Nierenstein, Magen- und Darmgeschwüre, Verstopfung, sowie gut- und bösartige Unterleibsgeschwulste, Rheumatisches Fieber. Hinzu kommt die Gicht (Charles Konia: „The Gouty Diathesis“, Journal of Orgonomy, 18(2), November 1984, S. 172-182).

Ein Problem, das mit dem Bauchsegment zu tun hat, ist die Dickdarmentzündung, die in vielem dem Asthma entspricht. Der auslösende Mechanismus „ist eine Überreizung durch den Parasympathikus in dem Versuch, Angst zu überwinden“ (Der Mensch in der Falle, S. 292; siehe auch in Charles Konia: „Somatic Biopathies (Part 1)“, Journal of Orgonomy, 23(2), November 1989, S. 234-236).

Dew befaßt sich eingehender mit der Kolitis ulcerosa in seinem Artikel „The Biopathic Diathesis: Ulcerative Colitis“ (Journal of Orgonomy, 3(2), November 1969, S. 198-212). Zu den typischen Symptomen der Kolitis ulcerosa gehört durch parasympathische Innervation verursachte spastische Obstipation.

Über die chronische Verstopfung schreibt Elsworth F. Baker: „Chronische Sympathikotonie läßt eine Ausdehnung der Darmwände zu, während sie zugleich eine Verkrampfung der Afterschließmuskeln herbeiführt. Gewöhnlich entstehen mit der Zeit Hämorrhoiden“ ( Der Mensch in der Falle , S. 293). Reich erwähnt, daß „die chronische Obstipation einen überragend häufigen Hintergrund der Krebserkrankung des Darmtrakts“ bildet (Die Funktion des Orgasmus, Fischer TB, S. 275; siehe dazu auch Dews bereits erwähnten Artikel „The Biopathic Diathesis: Ulcerative Colitis“, S. 206-208).

Und über den vorderen Beckenapparat schreibt Reich beispielsweise:

Die Sperrung der biosexuellen Erregung in den Genitalien (…) geht mit einer muskulären Spannung der Beckenmuskulatur einher. Dies ist regelmäßig der Fall bei den Gebärmuttermuskelspasmen frigider und neurotischer Frauen. Menstruationsstörungen, menstruale Schmerzen, polypöse Wucherungen und Myome sind häufig Folgezustände solcher Spasmen. Der muskuläre Gebärmutterkrampf hat keine andere Funktion als die, die biosexuelle Energie nicht zur Empfindung an der Vaginalschleimhaut durchzulassen. (Der Krebs, Fischer TB, S. 172)

Baker schreibt zur Problematik der Menstruation in einer gepanzerten Gesellschaft:

[Fibrome und Eierstockzysten] sind die Folge eines expansiven Energiestoßes gegen die Kontraktion von Uterus und Ovarien, der eine Aufblähung der Gewebe verursacht. In solchen Fällen hat das Becken eine hohe Energieladung, aber der adäquate Ausdruck der Sexualität ist blockiert. Die Kontraktion ist erfolgt, damit die Sexualenergie sich nicht als vaginale Empfindung bemerkbar macht. Während der Menstruation führt dies zu schweren Verkrampfungen, die als Menstruationskrämpfe spürbar werden. Die emotional gesunde Frau hat keine Menstruationsschmerzen. (Der Mensch in der Falle , S. 293f)

2007 wurde Lybrel in den USA zugelassen. Die erste Anti-Babypille, die gleichzeitig die Monatsblutung komplett unterbindet! Zwei Drittel der Frauen würden wegen der mit ihr einhergehenden Beschwerden (Übelkeit, Stimmungsschwankungen) nur allzu gerne auf die Menstruation verzichten. Ohnehin:

21 kleine Pillen, sieben Tage Pause: Längst nicht mehr alle Frauen nehmen die Antibabypille auf diese Weise ein. Aus den unterschiedlichsten Gründen verzichten sie auf die siebentägige Pause und beginnen nach 21 Tagen direkt mit der nächsten Packung. Durch diesen Langzyklus verzichten sie über Monate und teilweise sogar Jahre hinweg auf ihre Monatsblutung. Ob das Durchnehmen der Pille dem Körper schaden kann? Nein, aus medizinischer Sicht spricht nichts dagegen.

Es läßt sich kaum ein besseres Beispiel für die mechanistische Lebensauffassung finden! Unter den Tisch fällt, daß die Menstruation eine Art von energetischer Entladung ist und daß „Monatsbeschwerden“ ein direkter Ausdruck von Beckenpanzerung und der damit einhergehenden Ablehnung des eigenen Frauseins sind. Es soll kein Blut mehr fließen, bedeutet letztendlich: es soll keine Orgonenergie mehr strömen. (Siehe dazu auch meinen Blogbeitrag über die Ejakulation.)

Man denke nur daran, daß es in Saharasia kein größeres Schrecknis als das Menstruationsblut gibt. In Guantanamo kann man mit roter Farbe „foltern“. Und in Nepal beispielsweise wurden menstruierende Frauen in Kuhställe gesperrt. Das Verfassungsgericht des hinduistisch-buddhistischen Landes ordnete an, den „Chhaupadi“ genannten Brauch gesetzlich zu verbieten.

Kali_Ma

Orgontherapie: Die Anwendung des funktionellen Denkens in der medizinischen Praxis (Teil XVI: Kinder und Jugendliche) (Teil 3)

24. Juni 2014

DIE ZEITSCHRIFT FÜR ORGONOMIE

Charles Konia: Orgontherapie: Die Anwendung des funktionellen Denkens in der medizinischen Praxis (Teil XVI: Kinder und Jugendliche) (Teil 3)

acologo

Funktionelle Medizin (Teil 2)

2. Mai 2014

Hier ein weiteres Beispiel für die funktionelle Medizin bzw. die Rolle der Funktion des Orgasmus in der Medizin:

Ein Wissenschaftsteam um den brasilianischen Forscher Luis Marin von der unabhängigen Universität Sao Paulo hat (…) eine äußerst unkonventionelle aber dennoch sehr einfache Linderung für das RLS (Restless-Legs-Syndrom) parat: Sex vor dem Schlafengehen soll den Mißempfindungen in den Beinen entschieden entgegentreten. Auch Selbstbefriedigung erfüllt seinen Zweck. Man mag es kaum glauben, aber diese Ratschläge haben sogar einen wissenschaftlichen Hintergrund: Beim Orgasmus schüttet der Organismus große Mengen des (…) „Glückshormons” Dopamin aus. Bei der medikamentösen Therapie wird es ebenfalls künstlich zugeführt. Ein Versuch ist es bestimmt wert.

Reich zufolge ist die Emotionelle Pest eine Biopathie, die z.B. mit der „kardiovaskulären Biopathie“ oder der „Krebsbiopathie“ verglichen werden kann. Alle „Biopathien“ gehen auf die Orgastische Impotenz zurück. Diese zeigt sich etwa darin, sich nicht auf die Arbeit konzentrieren zu können, im Ausbleiben lebenswichtiger Reflexe (wie etwa dem Brechreflex), vor allem aber in einer eingeschränkten Atmung. Jemand, der sich nicht hingeben (nicht konzentrieren) kann, der verkrampft ist und nicht voll durchatmen (buchstäblich nicht seufzen und stöhnen) kann – kann logischerweise auch keinen Orgasmus haben, wenn dieser Begriff irgendeine Bedeutung haben soll.

In Children of the Future (S. 71) scheibt Reich:

Die Energiequelle von pestilenten Reaktionen (Emotionelle Pest) ist vor allem sexuelle Frustration, verbunden mit starker Aggressivität.

Dies trifft weitgehend auch auf die kardiovaskuläre Biopathie zu (siehe Der Krebs, Fischer TB, S. 221).

Forscher der Harvard School of Public Health stellten bei „bösartigen alten Männern“ einen Zusammenhang zwischen dem Maß der Feindseligkeit und der Kapazität der Lungen fest. Rosalind Wright und ihre Kollegen hatten 1986 insgesamt 670 Männer mit einem Durchschnittsalter von 62 Jahren ausgewählt. Eine grundsätzlich feindselige Einstellung gegen die Umwelt wurde mittels der psychologischen „Cook-Medley-Skala“ erfaßt und mit der Luftmenge korreliert, die die Testpersonen in einer Sekunde ausatmen konnten. Nach 8 Jahren mit drei Testreihen stand fest, daß jeder Punkt mehr an Feindseligkeit einem Verlust von neun Millilitern Lungenkapazität entsprach. Bei jenen, die über die Jahre feindseliger wurden, verlief der altersbedingte Rückgang der Lungenkapazität schneller als bei denen, die ihr Verhalten nicht änderten oder gar besserten.

Eine US-Forschergruppe um den Psychologen Raymond Niaura hat in einer 3jährigen klinischen Studie an 774 älteren Männern festgestellt, daß eine feindselige Haltung gegen die Mitmenschen zu einem höheren Herzinfarktrisiko führt als Fettleibigkeit, Rauchen oder hohe Blutfettwerte.

Während die „kardiovaskuläre Biopathie“ durch Aggressivität gekennzeichnet ist, sind es bei der Krebsbiopathie Ängstlichkeit und Depressivität. Es gibt viele Studien, die diesen, erstmals von Reich dargelegten, Zusammenhang bestätigen. Ich verweise auf meinen Blogeintrag Biogenese und Krebsschrumpfungs-Biopathie (Teil 11).

Als Ergänzung zu den dortigen Ausführungen hier die folgende norwegische Studie:

Ein Team um den Psychiater Arnstein Mykletun (Universität Bergen) fand bei einer Untersuchung von 62 591 Menschen, daß bei denjenigen, die nach einem Test als besonders ängstlich eingestuft worden waren, zwei Jahre später die Wahrscheinlichkeit einer Tumorbildung um 25% höher lag als unter den weniger ängstlichen. Über einen längeren Zeitraum, in der Studie waren es sechs Jahre, verdoppelt sich das Krebsrisiko beinahe.

Die Autoren dieser Untersuchung behaupten, daß man zuvor Depression nicht als einen bedeutenden Risikofaktor für Tumorbildung erkannt hatte, weil bei der Forschung nicht zu drei separaten Zeipunkten über eine Zeitdauer von sechs Jahren hinweg die Niedergeschlagenheit gemessen wurde, wie in der vorliegenden Studie.

Die neue Vorgehensweise erlaubte erstmals das Krebsrisiko von Menschen zu bestimmen, bei denen eine tiefe Melancholie über einen derartig langen Zeitraum andauert.

Tatsächlich zeigte sich, daß, wenn zu keinem der drei Zeipunkte während der sechsjährigen Studie Anzeichen für eine depressive Stimmung vorlag, sich das Krebsrisiko um weitere 50 Prozent reduzierte im Vergleich zum Durchschnitt der Bevölkerung.

Das ist jedoch nicht das erste Mal, daß Krebsentstehung mit depressiver Stimmung in Zusammenhang gebracht wurde. Eine Studie aus den 1980er Jahren fand , daß fast 10 Prozent von denjenigen, die 20 Jahre zuvor als depressiv eingeschätzt worden waren, inzwischen an Krebs gestorben waren, im Vergleich zu nur 5 Prozent derjenigen, die keine Anzeichen für Depression zeigten.

Andere Forschungsergebnisse zeigten, daß bei Menschen, die an Krebs erkranken, es wahrscheinlicher ist, daß sie vor dem Beginn der Krebserkrankung einen emotional einschneidenden Beziehungsabbruch hinter sich hatten. Auch jene, die weniger in den Familienverband eingebunden sind, werden demnach eher Krebs entwickeln.

Man fand auch, daß bei sozial isolierten Frauen, die Wahrscheinlichkeit an bestimmten Krebsarten zu sterben fünfmal höher liegt und es zweimal wahrscheinlicher ist, daß sie diese Krebsarten überhaupt entwickeln.

Unverheiratete Frauen haben eine signifikant höhere Todesrate bei Krebs als verheiratete Frauen.

biopathien