Posts Tagged ‘Chemtrails’

nachrichtenbrief75

4. Oktober 2017

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Verschwörungstheorien

23. Juli 2017

Grundsätzlich ist das Elend von Verschwörungstheorien, daß sie mit mechanistischen Modellen arbeiten („x wirkt auf y, das auf z wirkt, z wirkt auf x zurück und gemeinsam rufen sie a hervor“, etc.pp.). Wie es typisch für den Mechanismus ist, werden solche „Schaltpläne“ immer verwickelter und schließlich wirkt alles auf alles ein. Verschwörungstheoretiker wählen dann nach eigenem Gusto ihre persönliche Kausalkette aus und streiten sich bis aufs Blut mit anderen, die andere Kausalketten ausgewählt haben. Der Student der Orgonomie läßt sich von vornherein nicht auf einen derartigen Unsinn ein, sondern arbeitet mit einfachen Funktionsschemata, die sich stets auf die drei Grundströmungen jeder Gesellschaft zurückführen lassen: Funktionalismus, Mechanismus und Mystizismus.

Da diese funktionellen Prozesse immer von Menschen repräsentiert werden, sind natürlich überall Strategen tätig. Beispielsweise wurde die Occupy Wall Street-Bewegung von der kommunistischen Obama-Regierung und ihren Freunden in Wall Street, der sie Milliarden, sogar Billiarden zugeschanzt hat, ins Leben gerufen, um der Tea Party-Bewegung den Wind aus den Segeln zu nehmen und dafür zu sorgen, daß Obama in einer zweiten Amtsperiode mit seinem Zerstörungswerk fortfahren kann. Nach der vollkommen unerwarteten Niederlage von Killery wird heute der „Widerstand“ gegen Trump organisiert.

Hierher gehören auch der etwa vom Bertelsmann-Konzern finanzierte „Kampf gegen Rechts“ und die „multikulturelle Gesellschaft“. Projekte, in denen „Rockefeller“ und die Kommunisten Hand in Hand marschieren, um Völker in formbare Massen zu verwandeln. Kritischen Geistern werden Dinge wie „JFK“, „9/11“, „HAARP“ oder beispielsweise „Chemtrails“ vor die Füße geworfen, damit sie mit Unsinn beschäftigt sind und sich vollständig diskreditieren. Die Massen sollen gefälligst David Icke studieren, statt etwa Wilhelm Reich!

Aber trotz der erwähnten „Strategen“: es ist ein grundsätzlicher Fehler rationalistisch an Verschwörungen heranzugehen. Verschwörungen sind in erster Linie „emotionale Verschwörungen“, die größtenteils auf nonverbalen Übereinkünften beruhen und auf gemeinsamen (charakter-) strukturellen Zwängen. Man denke nur ans alltägliche Mobbing oder die heimliche Kumpanei weiter Kreise, insbesondere in den Medien, mit linksterroristischen Bestrebungen. Man versteht sich!

Es ließe sich einwenden, daß doch gerade Christopher Turner in seinem Buch Adventures in the Orgasmatron die Rolle der Rockefeller Foundation dargestellt habe. Ausgerechnet er als Feind Reichs! Wie passe das denn zusammen? Verschwörungen funktionieren schlichtweg nicht so, daß alles zusammenpaßt wie die Zahnräder in einem Uhrwerk. Es geht um gesellschaftliche Funktionen und ihre Repräsentanten. Verschwörungstheoretiker sind hingegen, ja, mechanistische Reduktionisten.

Steve Picenick warnt davor, die globalistischen Verschwörer allzu ernst zu nehmen und dem kindischen Wahn anzuhängen, sie würden keine Fehler machen. They are not very sophisticated! Beispielsweise sprach beim CIA, als das Ganze mit Syrien aktuell wurde, kaum jemand Französisch (die eigentliche Landessprache Syriens), niemand wußte, was „Aleviten“ sind und welche Rolle sie in Syrien spielen und keiner konnte etwas mit den wirtschaftlichen Notwendigkeiten Syriens anfangen. Verschwörungstheoretiker, die nur zuhause rumsitzen und nie wie Picenick an CIA-Operationen teilgenommen haben und die ganzen Mitspieler persönlich kennen, stellen sich das natürlich anders vor in ihrer ödipalen Kindlichkeit: Papa (die Elite) weiß und kann alles!

nachrichtenbrief42

5. Juli 2017

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18. Juni 2017

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8. Juni 2017

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6. Juni 2017

Schicksalsgläubigkeit

11. Dezember 2016

2005 erschien eine Studie der University of Leicester, der zufolge indigene Briten hochsignifikant besser mit einer Krebserkrankung umgehen als asiatische Einwanderer. Das scheint damit zusammenzuhängen, daß die letzteren sich eher hilflos fühlen und davon ausgehen, daß das Leben vom „Schicksal“ (Astrologie, Karma, Kismet) bestimmt wird.

Lebensüberdruß, Depression und Angst sind in „Religionen“ wie Buddhismus (vgl. Die Massenpsychologie des Buddhismus) und Islam (vgl. Der politische Irrationalismus aus Sicht der Orgonomie) organisiert. Sie nehmen aber auch im christlichen Westen zu.

Ihr wolltet euch vom Christentum befreien und seit wieder in der gleichen finsteren, engen Welt des Aberglaubens versunken, in dem die germanischen Stämme vegetierten.

Habe gerade ein paar Esoterik-Zeitungen durchgeblättert und frage mich erstaunt: Wie können diese „Esoteriker“ eigentlich atmen? Aus allen Ecken und Kanten werden sie von Dämonen attackiert. Aus „Chemtrails“ rieseln toxische Chemikalien und alle möglichen Krankheitserreger auf sie herab, die Medien sind von „Mind Control“ durch freimaurerische Symbole durchdrungen, „Zionisten“ ziehen die Fäden in Wirtschaft und Politik. Die Gestirne und Angst vor Schwarzer Magie bestimmen das Leben der „Esoteriker“, Engel und Dämonen umschwirren sie in dichten Schwaden, alles, was ihnen widerfährt, hat eine Bedeutung, es gibt keine Zufälle. Kurz: das Leben als paranoider Alptraum.

Man könnte auch sagen, daß das Leben ganz offensichtlich nicht durch „Karma“, „den Stand der Planeten“, „das Schicksal“ oder irgendwelche anderen Surrogate für einen allmächtigen „Gott“ bestimmt wird, sondern die „wertfreien“ und schuldfreien autonomen Funktionen einfach ablaufen. Aber selbst so mancher „Reichianer“, der über „Funktionalismus“ quatscht, verpestet das Leben mit moralinsaurem mystischen, bzw. natürlich „spirituellen“, und vermeintlich „esoterischen“ Unsinn.

DORgonit: die „Orgonit“-Weltverschwörung

23. Juni 2016

Über das Miasma der Verschwörungstheorien, habe ich mich bereits in Die Emotionelle Pest (Teil 2) geäußert. Hier ein willkürliches Beispiel für den ganzen Dreck, den „esoterische“ Verschwörungstheoretiker verbreiten – sie selbst sind die größten, die eigentlichen Verschwörer – Werkzeuge der Emotionellen Pest.

Die Verschwörung hinter den Verschwörungstheorien ist nichts anderes als die gepanzerte, lebensfeindliche Struktur der Massen. Die Panzerung bedingt folgende Faktoren, die Verschwörungstheorien bestimmen:

  1. Aufgrund der eigenen Panzerung, den jeder natürliche Impuls überwinden bzw. durchdringen muß, hat der Verschwörungstheoretiker den Eindruck, daß nichts spontan („von selbst“) geschieht, alles muß von außen angestoßen werden (= „Verschwörung“).
  2. Da insbesondere die Augenpanzerung betroffen ist, ganz ähnlich wie in der Schizophrenie, werden die absurdesten „Hintermänner“ vermutet (beispielsweise die offenbar allmächtige und hypereffiziente „CIA“…).
  3. Aufgrund der mechanistischen Grundeinstellung (die mit einer mystischen stets einhergeht und umgekehrt) müssen große Ereignisse auch entsprechend große Ursachen haben. Der „Schmetterlingseffekt“ wird von Verschwörungstheoretikern ausgeschlossen. Für sie ist es nie der Tropfen, der das Faß zum Überlaufen bringt, sondern immer gleich ein ganzer Tsunami. Beispielsweise kann in ihrer Welt der unbedeutende Lee Harvey Oswald nicht für die Ermordung des bedeutenden J.F. Kennedy verantwortliche sein.
  4. „Outsourcing“ der Panzerung: Die Panzerung hat die Funktion Energie und Motilität zu begrenzen, um die Menschen vor seiner ansonsten frei flotierenden Angst zu schützen. Diese Funktion kann man buchstäblich „outsourcen“, indem man etwa eine Frau heiratet, die ständig nörgelt und einen „runtermacht“. Der Vorteil ist, daß man die Eigenverantwortung vollständig abgibt. Genauso bei der Verschwörungstheoretikern, die in den freiesten Gesellschaften leben, die die Menschheit je gekannt hat, die aber so tun, als würde alles durch geheime Mächte kontrolliert werden. Aus Freiheitsangst bestreiten sie schlichtweg, daß es Freiheit und Eigenverantwortung gibt. „Die Mächtigen sind schuld“ – und man muß gegen sie für die Freiheit kämpfen…
  5. Verschwörungstheoretiker geben also vor, für das OR (die gesunde Orgonenergie) zu kämpfen, in Wirklichkeit identifizieren sie sich jedoch mit dem DOR (der abgestorbenen, giftigen Orgonenergie, die in der Panzerung gebunden ist).
  6. Sie fühlen sich intellektuell überlegen: sie haben den Durchblick. Tatsächlich verlagern sie Energie in den Kopf (Verachtung für jene, die kein „höheres Bewußtsein“ erlangt haben).
  7. Gleichzeitig verlagern sie ihre gesamte Aufmerksamkeit weg vom Kern (bioenergetische Prozesse, Arbeitsdemokratie) hin zur Fassade (willentliche Machinationen, Politik). Sie sind die archetypische Verkörperung von „Oberflächlichkeit“.
  8. Ihre Aktivitäten zeugen von einer alles bestimmenden Verantwortungslosigkeit und Kontaktlosigkeit – kurz, sie sind die archetypische Verkörperung der Panzerung.
  9. Sie bilden schnell quasi-religiöse, faschistische Kulte. Ihre Ausdrucksweise erinnert fatal an die faschistischen Massenbewegungen des letzten Jahrhunderts. Außerdem ist ihre Ausdrucksweise auffällig militaristisch und sadistisch. Der Mystiker versucht mit Macht die Panzerung zu durchbrechen, wodurch alle seine Impulse einen gewalttätigen Charakter annehmen.
  10. Verschwörungstheorien sind nichts anderes als eine Ausdrucksform der Emotionellen Pest. Giftiges Unkraut, das aus der lebensfeindlichen Struktur der Massen erwächst. Finden sich genug von der Pest angesteckte Menschen zu gemeinsamen Aktionen zusammen, haben wir es mit der Organisierten Emotionellen Pest zu tun.

Ein Beispiel sind Pestratten, die Theorien über „Chemtrails“ verbreiten, „Orgonit“ und „Chembuster“ verwenden. (Siehe dazu meine Ausführungen über den Kult der Expansion (Teil 3).) Sie lesen sich irgendetwas zusammen über „tiefere Zusammenhänge“, etwa die Herrschaft der „Reptiloiden“ frei nach David Icke, die „okkult fundierte Herrschaftspyramide“, die die Welt regiert. Ohne selbst eine Orgontherapie durchlaufen zu haben, maßen sie dich dann an sozusagen den Planeten zu „therapieren“. Einwände, etwa der, daß sich diese „Technologie“ nach ihrer Ausbringung schwer bis gar nicht zurückholen läßt, werden als Teil einer „Desinformationskampagne auf allen Ebenen“ der „angstbasierten okkulten Weltordnung“ diffamiert, um „die rasche und exponentielle Verbreitung dieser wunderbaren Technologie zu verlangsamen“. Ja, – die Rettung der Welt mit toxischem Müll aus Aluminium-Schrott und Kunstharz, das in alle Ewigkeit DOR erzeugt!

Hier ein Interview, das mich zu diesem Blogeintrag veranlaßt hat:

Aufgrund ihrer Aktivitäten (das Wolkenauflösen und das Erzeugen eines chronischen atmosphärischen Expansionszustandes!) wird Südafrika mit seiner „energetisierten Atmosphäre“, in der sich Kondensstreifen nicht mehr halten können, von einer katastrophalen Dürre nach der anderen heimgesucht, gefolgt von genauso verheerenden Überschwemmungen.

(…) Und daß wir über Monate hinweg den Standort unseres Cloudbusters als Vortex von weitem sehen konnten, d.h. daß wir immer wieder über Monate hin auch von 40 Kilometer Entfernung das, – sozusagen das blaue Loch in der Wolkendecke mit dem Ring von Wolken um dieses Loch herum von weitem lokalisieren konnten. Und solche Erscheinungen haben wir immer wieder beobachtet.

Solche Leute verhindern systematisch, daß in Zukunft die Orgonomie mit OREPs (die Bekämpfung der Emotionellen Pest) und OROPs (die Bekämpfung des atmosphärischen DORs) in irgendeiner Weise konstruktiv ins Weltgeschehen eingreifen kann. Diese pestilenten Verschwörer quatschen aber ständig von „Verschwörungen“.

Über diese Agenten der Zerstörung und das, was sie anrichten zitiere ich aus einem englischen Forum:

Ja, Orgonit ist Beschiß.
lch fing vor 10 Jahren an, das Zeugs herzustellen, nachdem ich auf den Trubel um Croft [den Erfinder des Chembusters] hereingefallen war.
Dann wurde mir nach einigen Jahren bewußt, daß das Orgonit tatsächlich DOR erzeugte, nicht POR [„pulsierendes Orgon“]!
Damals entwickelte sich meine Sensitivität und ich fing an auch die negativen Effekte des Orgonits zu fühlen.
lch war einer der ersten ursprünglichen Orgonit-Hersteller, die sich gegen Croft und sein Dorgonite aussprachen, wie ich es jetzt nenne. Seitdem wurde ich als feindlicher Agent gebrandmarkt, wie er es mit allen seinen Abtrünnigen tut.

Die Anhänger von Croft nennen diese Praxis [d.h. das Ausbringen von Orgonit] – „das Beschenken der Erde“. Ich sehe das anders. Dieser Vorgang ist eine Ermordung der Erde.
Das Orgon, welches jedes einzelne TB [tower buster], HHG [holly hand grenade]-Gerät antreibt, wird der Erde entwendet. Mit anderen Worten wird die Erde entladen, damit jedes einzelne Gerät arbeiten kann. Was wichtiger ist: die „eloptischen“ [frei nach Dr. T. Galen Hieronymus „eloptischer Energie”] Signale des Aluminiums, die diese Geräte produzieren, sind keine „Geschenke”, sondern Landminen, einzeln und in ihrem Zusammenspiel Massenvernichtungswaffen!

Ich bin äußerst energiesensitiv, so daß ich fühlen kann, ob etwas mich verletzt oder mir sofort hilft. Wenn ich Orgonit berühre, spüre ich manchmal wirklich einen Schmerz. (…) Manchmal werde ich auch ganz schummrig im Kopf.
Die ganze Sache mit dem Aluminium ist der erste Hinweis darauf, daß die Orgonit-Beschenker keine Ahnung haben. Um die Sache noch schlimmer zu machen, enthält das Kustharz, das verwendet wird, um Orgonit herzustellen, fast immer hohe Konzentrationen von Benzol und anderen sehr giftigen Chemikalien. Vielleicht fühle ich deshalb Schmerzen, wenn ich sie berühre – ich nehme durch die Haut wirklich alles sehr leicht auf.
Zweitens ist Orgonit größtenteils organisches Material. Organisches Material FÄNGT Orgon, es gibt es NICHT frei. [Bei natürlichen organischen Materialien ist das natürlich nicht der Fall, d.h. sie geben das Orgon langsam wieder ab, Kunststoffe wirken aber wirklich als eine Art „Orgonfallen“! PN] Das tritt klar zutage, wenn du Metall außen auf das Orgonit legst – dann solltest du eine riesige Woge von Energie spüren, die freigesetzt wird. Manchmal kann das bei dir sogar Kopfschmerzen hervorrufen – das ist eine Wirkung von DOR, nicht von OR[gon]. So, indem du ein metallisches Material, das tatsächlich Energie reflektiert, auf Orgonit legst, setzt du tatsächlich die darin gefangene Energie frei. Energie, die gefangen und nicht wieder frei gelassen wurde. (…)
Eine andere Sache, die mich mißtrauisch macht: Ich lebe in einer normalerweise sehr heißen trockenen Gegend. Es regnet im gesamten Jahr nur ein paar Tage. Als ich meine ersten Orgonit-Stücke erhielt, wurde die Gegend tatsächlich noch heißer und trockener. Wolken, die der natürlichen Art, hörten auch auf aufzutreten. Wenn du Reichs Originalschriften liest, sagt er eindeutig, daß Wolken Ansammlungen von Orgonenergie sind. Wenn mein Orgonit Wolken zum Verschwinden bringt, was sagt dir das? Daß es einfach die ganze Energie absaugt und das Klima zerstört?
Der Hinweis von jemanden, daß alle Geräte von Croft militaristische Bezeichnungen tragen, macht mich wirklich mißtrauisch.

Hier die Video-Serie zum Blogeintrag:

„Orgonit“ sind DOR-Generatoren!

Reich als Satanist. Naja, ich bekreuzige mich nicht gleich, wenn Reich angegriffen wird 😉

Christen gegen Satan Reich und psychotische „Reichianer“:

Die Emotionelle Pest (Teil 2)

23. Mai 2016

Die Pathologie fängt im Kleinen mit absurdem Klatsch an. In unserem Haus raunte man über einen „Knastologen“, der im ersten Stock wohnt – schließlich, nach langer Zeit, stellte sich heraus, daß es ein ehemaliger Justizvollzugsbeamter ist. In anderen Zusammenhängen, bei denen es um gemeinsam zu meisternde Aufgaben oder einfach um gemeinsame Interessen geht, etwa Vereinen, wuchern wilde Spekulationen über Beziehungen in denen bestimmte Personen angeblich stehen. Beispielsweise wurde mir in den 1980er Jahren angedichtet, ich sei ein Anhänger von Charles Kelly. Als ich zwanzig Jahre später davon erfuhr, bin ich aus allen Wolken gefallen. Es ist wirklich unglaublich, was für ein vollkommen abwegiger Schwachsinn, der aus Mißverständnissen und einer verqueren Logik zusammengeschustert wurde, mit geradezu heiligem Ernst verbreitet wird und weite Kreise zieht. Manche Leute scheinen in einer vollständig fiktiven Welt zu leben, die kaum Berührungspunkte zur Realität hat!

Ein Schritt weiter und wir sind bei den abstrusesten Weltverschwörungstheorien, von denen das Internet nur so wimmelt. Angesichts des 11. September und aktuell der Tötung von Osama treten massenhaft Verschwörungstheoretiker an die Öffentlichkeit, die nach jedem Ereignis praktisch instantan weitreichende Theorien über die „wahren Hintergründe“ zum Besten geben. Sie wissen, daß Osama seit 2001 tot ist und fragen sich, was die Inszenierung bedeuten soll. Natürlich wissen diese „Infokrieger“ auch alles über Libyen und Syrien. Stets sind die Amerikaner und die Israelis, kurz die Juuuuuuuuden, die wahren Schuldigen.

Diese Pathologie ist einfach nur als tragikomisch zu bezeichnen, da sie stets irgendwelche „Machenschaften“ aufdecken will, jedoch selbst die größte, imgrunde die einzige „Verschwörung“ darstellt. Diese emotionale Verschwörung beruht erstens auf der individuellen Charakterstruktur und zweitens auf der soziopolitischen Charakterstruktur.

Siehe dazu die entsprechende Notiz des amerikanische Orgonomen Charles Konia auf seinem Blog.

Da sind etwa jene angeblichen „Studenten der Orgonomie“, die mir stundenlang ein Ohr abgekaut haben, über Dr. xya und dessen Beziehung zu xyb und was Dr. xyc darüber zu xyd gesagt hat und was ich denn in diesem Zusammenhang von xye halte, das wegen xyf Dr. xyg ausgeschlossen habe, obwohl Dr. xyh toleriert wird, der wiederum anscheinend eng mit Dr. xya befreundet ist, obwohl dieser doch zu xyi gehört und… Und so weiter – stundenlang. Das alles hat nur eine einzige Aufgabe: Energie im Gehirn zu binden, die anderenfalls frei im Körper flotieren und Angst erzeugen würde. Eine wirkliche Auseinandersetzung mit der Wissenschaft von der Lebensenergie würde diese Leute schlichtweg zerreißen. Entsprechend verschwinden sie auch sehr schnell oder sie werden gar zu bitteren „Skeptikern“.

Bei anderen sind Klatsch, Tratsch und „Theorien“ Ausdruck ihrer Zwanghaftigkeit. Sie können das Schwebende, Ungewisse und sich ständig Verändernde nicht ertragen und bändigen daher die beunruhigende Wirklichkeit, indem sie „Grenzen“ ziehen. „xya gehört zu xyz!“ In diese Kategorie gehören auch die Minigeopolitiker. Liest man Bücher oder sieht Fernsehberichte etwa über das Mongolenreich oder z.B. über Napoleon, ist auffallend, wie durchweg alle Autoren angesichts sich begradigender Grenzen und weltumfassender Perspektiven förmlich in Ekstase geraten. Es läßt sich nachweisen, daß z.B. Hitler in seiner Kindheit und Jugend von derartigen Heldensagen geprägt wurde. Leute, die über Weltkarten brüten und für die entsprechend die Menschen nichts weiter als unsichtbare Mikroben sind. Diese Begeisterung und diese Kontaktlosigkeit zum wirklichen Leben – das ist die faschistische Emotionelle Pest. In jeder Generation werden damit Abermillionen träumerischer, frustrierter kleiner Jungen infiziert. Und auch Erwachsene werden heute von den ach so aufklärerischen Intellektuellen angestachelt doch endlich geopolitisch und in globalen Zusammenhängen zu denken und die Erde sozusagen vom Weltraum aus zu betrachten. Ich möchte nicht wissen, was in den Köpfen mancher Zeitgenossen vor sich geht, wenn man sie mit der Saharasia-These bekanntmacht!

Für manche ist die Beschäftigung mit, das Eintauchen in, die fiktive Welt untergründiger, geheimnisvoller Zusammenhänge schlicht Ersatzkontakt, ohne den sie in tiefe Depressionen verfallen würden. Das ganze ist eine Art World of Warcraft. Ganze Verlage leben davon, diese bedauernswerten Kreaturen mit immer neuem Phantasiestoff über Chemtrails, Bilderberger, geheime Symbole, die wahren Hintergründe des Dritten Reichs, etc. zu versorgen. Das schlimme dabei ist, daß etwa Science Fiction-Freunde wissen, daß sie Eskapisten sind (und in Maßen ist das ja nichts schlimmes!), während die Verschwörungstheoretiker ganz im Gegenteil überzeugt sind, sie würden fester in der Wirklichkeit stehen als wir Deppen, die wir nicht mal ahnen, daß das englische Königshaus die Welt regiert und aus reptiloiden Formwandlern besteht, die sich an Menschenopfern laben.

Wirklich ernst wird es jedoch, wenn sich die „emotionalen Verschwörungen“ um den soziopolitischen Charakter kristallisieren. Hier betreten wir den eigentlichen Bereich der Emotionellen Pest. Das beginnt mit den politischen Parteien, in denen sich spontan Menschen zusammenfinden, die mit ihrer bioenergetischen Erregung so umgehen, daß sie die „Erreger“ in ihrer Umwelt ausschalten. Die Konservativen finden sich zusammen, um für „Recht und Ordnung“ zu sorgen. Und die Linken finden sich zusammen, um dagegen zu protestieren. Dabei geht es stets um den Umgang mit der eigenen Erregung, nie um die wirklichen Probleme in dieser Welt.

Fokalpunkte der Erregung lösen ganze Kreuzzüge aus. Man denke etwa an die Verschwörung gegen Reich von Kommunisten und Menschen mit einer ähnlichen Charakterstruktur. Sein Insistieren darauf, daß soziologische Probleme eine letztendlich biologische (besser gesagt bioenergetische) Ursache haben, entzog ihrer gesamten neurotischen Abwehr die Grundlage – deshalb mußte Reich vernichtet werden.

Oder man denke daran, daß bekennende Homosexuelle stets mit einem viehischen Haß von Konservativen verfolgt wurden. In afrikanischen, arabischen und karibischen Ländern bedeutet es schlichtweg den sicheren Tod, sich zu seiner Homosexualität zu bekennen. Dazu bedarf es nicht einmal des Eingreifens einer schwulenfeindlichen Obrigkeit. Der Mob erledigt das! Das „Gay-Sein“ stellt wirklich die gesamte Existenz des Konservativen infrage: Selbstkontrolle, Triebverzicht, festgelegte Rollen. Ähnlich gefährlich sind „Zigeuner“ und „Wilde“. Das wird in dem wunderschönen französischen Film Chocolade sehr plastisch dargestellt.

Die große Weltliteratur und große Filmwerke stellen die emotionale Verschwörung in all ihren Variationen und Einzelheiten dar. Die üblichen Verschwörungstheorien sind selbst Teil dieser emotionalen Verschwörungen.

Siehe zum Thema auch Verschwörungen und orgonotische Funktionen.

Das, was dem nahekommt, was „Infokrieger“ als „Verschwörungen“ bezeichnen, findet sich in Organisationen verkörpert, die von extrem pestilenten Charakteren („Modjus“) gegründet wurden. Etwa Scientology. Man lese Jesse Prince‘ Blog. Wie kaum ein anderer beschreibt er, was und wie das ist: die organisierte Emotionelle Pest. Prince weiß wovon er spricht. Zeitweise war er der zweite Mann der Scientology. Er konnte soweit aufsteigen, weil er vielleicht der einzige Mensch war und ist, der im Gegensatz zu „all diesen Idioten“ (Prince) wirklich in L. Ron Hubbards wirren Gedankensystem eingetaucht ist und es verstanden hat. Heute ist er einer der ganz wenigen Menschen, die verstanden haben, was die Emotionelle Pest wirklich ist, warum und wie sie Menschen seelisch und körperlich tötet und daß man gegen sie kämpfen muß. Das ist ein Mann. Verschwörungstheoretiker sind obszöne infantile Jammerlappen.

Herbert Marcuse und das sozio-politische Spektrum

27. Januar 2016

Warum sind im Osten Pegida und die AfD so stark, im Westen aber eher schwach?

Der Mensch ist keine Maschine. Menschen, die im Sozialismus der „DDR“ aufgewachsen sind, können „kapitalistischer“ sein, als jeder Wessi, wie ich persönlich immer wieder gesehen habe. Knallhart im Geschäftsleben und im Beruf, extrem geschäftstüchtig. Gleichzeitig findet man aber auch Leute, die brave Stammwähler der SED („Die Linke“) geblieben sind, der „DDR“ nostalgisch nachtrauern und die alten „sozialistischen Werte“ hochhalten. Es ist so ähnlich, wie in der individuellen Panzerstruktur: die einen wuchsen in einer asozialen Alkoholikerfamilie auf, wurden vernachlässigt und mißhandelt, und werden doch zu gesunden, praktisch ungepanzerten Erwachsenen, während die anderen unter denkbar besten Voraussetzungen rührend umhegt in einer intakten Familie aufgewachsen sind, vielleicht sogar in einer orgonomisch orientierten, und doch zu neurotischen Wracks werden. Da der Mensch keine Maschine ist, ist seine Entwicklung unvorhersehbar.

Der Mensch ist eine Maschine! Das kann man in Labors von psychologischen Instituten nachweisen, wo sich etwa messen läßt, daß Männer durch zwei richtig angeordnete Punkte und einen vertikalen kurzen Strich auf einem weißen Blatt Papier sexuell erregt werden. Wir reagieren auf primitivste Schlüsselreize genauso wie Insekten oder Amöben. Nichts anderes als Biomaschinen! Entsprechend sind wir fast beliebig manipulierbar. Beispielsweise wurden wir im Westen seit 50 Jahren im Sinne des pestilenten Charakters Herbert Marcuses flächendeckend beeinflußt und das seit den ersten Stunden unseres Lebens (Schule, Universität, Kultur, Werbung, „Wissenschaft“, Politik, Alltagsästhetik, Medien). Der Kult der Minderheiten und des Perversen und vor allem alles Außereuropäischen, die Gängelung der Sprache und eine generelle Umwertung aller Werte der autoritären Gesellschaft, Multikulti und Gendermainstreaming. In einem solchen Umfeld, d.h. unter Biorobotern, die derartig programmiert wurden, kann sonstwas passieren, etwa ein Silvesterabend in Köln: Pegida und die AfD werden niemals Fuß fassen können. Im Westen gehen der Selbsthaß, die Selbstverachtung und Selbstekel bis zur Selbstvernichtung:

Anders sah es in der „DDR“ aus. Hier haben die kommunistischen Verschwörer alles getan, damit der zersetzende Dreck eines Herbert Marcuse nicht über die Mauer schwappte. Es wurde alles getan, daß die Menschen sich mit dem Staat, der Nation, dem Volk identifizierten, die Sprache wurde (im Rahmen der kommunistischen Ideologie) funktionsfähig gehalten und generell der Dekadenz Paroli geboten. (Ähnliches läßt sich über Rußlanddeutsche sagen.) Dergestalt haben wir die paradoxe Situation, daß unter den Kommunisten mehr konservativ strukturierte Menschen aufgewachsen sind, während im freien Westen das rote Gesindel, zu einem Gutteil KINDERFICKER, die Freiheit hatte, jene Seelenkrüppel heranzuzüchten, Pack, die letzte Mischpoke, das heute Die Grünen und eine verbrecherische Organisation wie die SPD in die Parlamente wählt.

Eine Ironie der Geschichte, daß nun ausgerechnet die ehemaligen Bürger der „DDR“ die einzige Kraft sind, die unser Vaterland noch retten können!

Da der Mensch keine Maschine ist, kann man sein Verhalten unmöglich genau voraussagen, aber immerhin gelingt das mit den Verhaltenstendenzen der überwiegenden Mehrheit von größeren Gruppen. Das ist der Bereich der Charakterologie. Mit hoher Wahrscheinlichkeit zeitigen die und die Erziehungsarten die und die Charaktere, wie von Wilhelm Reich und Elsworth F. Baker beschrieben.

Hier die klassische Aufstellung des soziopolitischen Spektrums nach Elsworth F. Baker:

Während sich auf der rechten Seite des Spektrums seit Baker nichts geändert hat, sehen die Orgonomen die linke Seite heute etwas anders. Der Sozialist hat mit dem pseudoliberalen „modernen Liberalen“ sozusagen den Platz getauscht. Der Sozialist träumt von „wirklicher Gerechtigkeit“, d.h. das abstrakte Versprechen des Liberalismus nach „Freiheit“ soll auch gesellschaftlich durchgesetzt werden. Die wirtschaftlichen Ursachen der Ungleichheit sollen bekämpft und damit erst die materiellen Voraussetzungen für die Freiheit geschaffen werden. Das ist klassisches sozialdemokratisches Gedankengut. Der pseudoliberale „moderne Liberale“ ist hingegen alles andere als nur ein „konsequenter Liberaler“, sondern der Todfeind jedes Liberalismus. Er ist die Verkörperung der extrem illiberalen „political correctness“, sozusagen die bildungsbürgerliche Variante des mörderischen Kommunisten. Er geht über Leichen. Wenn es seinen Zielen entgegenkommt, sollen die Massen ruhig leiden, hungern und verrecken!

Gehen wir von der Mitte nach rechts:

Da haben wir zunächst den Konservativen, wie er uns beispielsweise im größten deutschen politischen Blog, Politically Incorrect, entgegentritt.

Extrem Konservatives findet sich auf nationalistisch-völkischen Seiten, etwa von Burschenschaften.

Reaktionäres findet sich etwa bei fundamentalistischen Katholiken, nichts als moralinsaurer Haß.

Wie es aussieht, wenn der pure Obskurantismus bei „deutschen Patrioten“ durchbricht zeigt sich bei Neoheiden und „Reichsdeutschen“.

Reich hat das alles in seiner Massenpsychologie des Faschismus eingehend analysiert.

Nun von der Mitte nach links:

Einen ehrlichen, konsequenten klassischen Liberalismus findet sich auf Die Achse des Guten.

Typisch für diese Denkungsart ist ein Faible für das urbane Leben, den „Kosmopolitismus“ und ein Hang zu einer mechanistischen Lebensanschauung („Skeptizismus“).

Den Weg weiter nach links brauchen wir hier nicht zu verfolgen, weil heutzutage praktisch alle Medien und alle Parteien eine sozialistische Gesinnung vertreten. Die Volksparteien sind durch und durch sozialistisch geprägt. Die sogenannten „Grünen“ und Die Linke sind nichts weiter als Emotionelle Pest links vom Sozialismus. Ich werde mich hüten, diesen apokalyptischen Abschaum hier auch noch zu verlinken!

Die von Baker eingeführte Betrachtungsweise wird zweifelhaft, weil sie offensichtlich nur für die einigermaßen stabile autoritäre Gesellschaft vor den 1960er Jahren gilt. (Baker formulierte seine sozio-politischen Gedanken Anfang der 1960er Jahre.) Mit dem Zerfall hin zu einer antiautoritären Gesellschaft kam es zu absurden Verwerfungen, die das Konzept eines „sozio-politischen Spektrums“ scheinbar ad absurdum führen. Man denke nur einmal an die Grünen, wo man anfangs nicht so recht wußte, ob nun Heinrich Himmler oder Stalin auferstehen würden.

Ich kann mich sehr gut an eine der ersten Sendungen mit „Ekel Alfred“ und seinem linken Schwiegersohn erinnern, wo der „Nazi“ Alfred erzreaktionäre ökologische Thesen vertrat und gegen die Kernkraft wetterte, während sein fortschrittsoptimistischer sozialdemokratischer Schwiegersohn souverän die moderne Lebensmittelindustrie, Atomkraftwerke, etc. als Garant des Fortschritts pries und gegen den reaktionären Wurzelsepp Alfred verteidigte. Das neo-Leninistische Konzept Herbert Marcuses hat es fertiggebracht, diese zwar gepanzerte, aber immerhin vorhersehbare Welt zu kippen. Da der technische Fortschritt nicht mehr gegen, sondern im Widerspruch zu Marx‘ Vorhersage für den Kapitalismus arbeite, müsse, frei nach Lenins Devise „Je schlechter, desto besser!“, das Wirtschaftsgetriebe mit „ökologischen“ Forderungen zerstört werden. Je mystischer, fortschrittsfeindlicher, von irrationalen Ängsten getriebener und „bekloppter“ die Massen werden, desto besser!

Die Situation ist mittlerweile soweit gediehen, derartig viele Menschen hängen krankhaften Phantasien etwa über „Chemtrails“, „9/11“, „Illuminati“ und ähnlichen Geistesblähungen an, daß ab und an die Vertreter des rechten Spektrums, die an sich für derartigen Obskurantismus prädestiniert sind, den klareren Durchblick zu haben scheinen.

Das ganze kann einen ziemlich runterziehen, deshalb hier die Erinnerung, daß es unverstellte Emotionen gibt, daß das Leben ein überspringendes inneres Feuer ist und wozu der Mensch in der Lage ist, wenn er mit der kosmischen Orgonenergie mitschwingt. Lichtjahre jenseits von Modjus wie Marcuse: