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Reich, die Kennedys, King, Benno Ohnesorg und Moskau

15. Juni 2017

Je älter ich werde, desto mehr bin ich von der soziopolitischen Charakterologie überzeugt, die Elsworth F. Baker in Der Mensch in der Falle dargelegt hat. Und ich werde zunehmend zorniger, wenn diese mit rein politischen oder „verschwörungstheoretischen“ Argumenten beiseite gewischt bzw. zu einem Nichts relativiert wird.

Verschwörungstheorien, etwa über die „Illuminati“, sind Produkt des hilflosen kleinen Mannes, der zwar irgendwie spürt, daß hinter dem Weltgeschehen eine bioenergetisch und charakterologisch bestimmte „Macht“ steckt, die von Reich, Baker und Konia erstmals beschrieben wurde, doch kann er aufgrund seiner emotionalen Panzerung mit diesen Ahnungen nicht recht umgehen und setzt sie kurzschlußartig in irgendwelche wirren Verschwörungstheorien um, die er mit immer mehr angelesenem angeblichen Fachwissen untermauert.

Es hat zahllose Theorien darüber gegeben, wer John F. Kennedy umgebracht hat. Die meisten dieser Theorien beruhten auf dem Unverständnis von Laien, die beispielsweise nicht wissen, daß bei Schußverletzungen die Austrittswunde um vieles größer ist als die Eintrittswunde und daß ein Kopf nach hinten fliegt, wenn von hinten in ihn hineingeschoßen wird und die Kugel vorne wieder austritt. Auch konnten sie nicht verstehen, daß eine einzelne Kugel mehrere Menschen verletzen kann und dabei einen Zickzackkurs verfolgt. Zum Glück kann man heute solche Dinge in der Computergraphik simulieren, so daß jeder sehen kann, daß das scheinbar Unmögliche, eine „magic bullet“, eben doch möglich ist und angebliche „Widersprüche“ gar keine sind, wenn man den Sachverhalt mit Fachwissen betrachtet. (Genau dasselbe läßt sich zu den idiotischen Verschwörungstheorien über den 11. September sagen!)

Oswald konnte am 22. November 1963 der einzige Schütze gewesen sein. Oswald war zweifellos aktiver Kommunist und seine Verbindungen zu Kuba waren eindeutig. Die Behauptung ist demnach alles andere als abwegig, daß Kennedy vom langen Arm des KGB ermordet wurde. Das Motiv ist offensichtlich: man bringt eine gemäßigt linke Hoffnungsfigur um, um die Linke weiter nach links zu treiben. Und es hat hervorragend funktioniert. Viele Amerikaner sind bis heute überzeugt, daß Kennedy vom CIA und „Nazis“ ermordet wurde. Man sehe sich nur mal Oliver Stones idiotischen Film JFK an!

Es folgte am 4. April 1968 die Ermordung von Martin Luther King, der in der letzten Periode seines Lebens immer weiter nach links gedriftet war und anfing, gegen den Vietnam-Krieg und das Wirtschaftssystem der USA zu wettern. Die Umstände seines Todes waren mehr als fragwürdig. Verschwörungstheoretiker gehen davon aus, daß er nicht von einem rassistischen Einzeltäter, sondern von einer großangelegten Verschwörung weißer Rassisten, vielleicht sogar vom FBI (J. Edgar Hoover) ermordet worden war.

Es gibt ein Detail in der Geschichte, das nicht recht ins Bild passen will. Der vermeintliche Attentäter James Earl Ray wurde nach eigener Aussage von einem angeblichen Waffenschmuggler namens „Raoul“ angewiesen, eine Waffe zu kaufen und in jenes Hotel in Memphis zu bringen, von dem aus King erschossen wurde. Welcher amerikanische weiße Rassist würde sich „Raoul“ nennen?! Heute ist Raúl Castro Staatschef Kubas. Es ist gut möglich, daß kubanische Agenten den Vornamen des damaligen Chefs des kubanischen Geheimdienstes verwendet haben.

Robert Kennedy wurde am 6. Juni 1968 von dem christlichen Palästinenser Sirhan B. Sirhan ermordet. In den darauffolgenden Jahren plante die PLO und die Drahtzieher vom KGB, die hinter der PLO standen, Sirhan durch die Entführung amerikanischer Diplomaten freizupressen.

Der Student Benno Ohnesorg wurde nicht von dem durch die rechte Springer-Presse fanatisierten „Nazi“ Karl-Heinz Kurras, sondern von dem Stasi-Agenten Karl-Heinz Kurras ermordet.

Das Neue Deutschland berichtete am 5. Juni 1967 über den „antidemokratischen Polizeiterror“ im Westen:

Dieser tödliche Schuß war nicht Notwehr, und es war kein unglücklicher Zufall. Auf diesen Höhepunkt des politischen Terrors war die Hetze der Springer-Presse seit Wochen angelegt.

Es ist sinnlos bei diesen vier traurigen Morden jeweils groß ins Detail zu gehen. Ich möchte mich nicht in die Reihe der erwähnten Verschwörungstheoretiker einreihen, die sich von einer Abstrusität in die nächste hangeln. Immerhin zeichnet sich ein Szenario ab, das klassischem leninistischen Macht-Zynismus entspricht:

Schaffe linke Märtyrer, indem du linke Gallionsfiguren, die nach der Machtergreifung eh als erste vor den Erschießungskommandos der Tscheka landen würden, ermorden läßt und schiebe diese Taten den Stützen des Regimes zu. Du beseitigst so unsichere, da idealistische Kantonisten im eigenen Lager und deslegitimierst das feindliche Lager. Die Rebellionen und Aufstände, die Folge dieser Morde sein werden, machen die „inneren Widersprüche“ des feindlichen Lagers deutlich und könnten sogar Initialzündung für Aufstände sein, die Wegmarken auf dem Weg zur Weltrevolution sein können. Die Ermordeten waren stets Linke, die, wie etwa der Republikaner (sic!) King, Moskau potentiell mehr Probleme machen konnten als jeder Rechtskonservative.

Die Linke und beispielsweise die Wahl von Obama sind ohne die vorangegangenen Morde kaum vorstellbar!

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Anarchismus, Sozialismus, Kommunismus und Arbeitsdemokratie

12. November 2016

Es gibt bedenkliche Bestrebungen Reichs Konzept von einer Arbeitsdemokratie mit einer imaginären „freiheitlichen“ Traditionslinie der Linken zu verknüpfen. Stalin und der Realsozialismus hätten nichts mit den wahren lebensfreundlichen Bestrebungen zu tun, die Reichs Konzept so nahe kämen – und außerdem: immerhin hätten Mao und Castro für vorbildliche Gesundheitssysteme gesorgt und so weiter und so fort.

Dazu ist zweierlei zu sagen: Erstens ist die Arbeitsdemokratie nicht nur ein Konzept bzw. eine „Vision“, sondern zunächst einmal eine Realität, die gegenwärtig nur überlagert wird. Von was überlagert? Von der Emotionellen Pest! Haben wir die Emotionelle Pest besiegt, ist automatisch die Arbeitsdemokratie da! Zweitens, dies bedeutet, daß sich so gut wie nichts verändert, wenn die Menschen von irgendwelchen sozialen und ökonomischen Zwängen befreit werden bzw. sich selbst befreien, denn die Emotionelle Pest ist in ihnen selbst verankert in Gestalt der Panzerung. Sie, die Panzerung, ist die Quelle der Emotionellen Pest! Wären die Menschen frei von äußerer Bedrückung, würden sie buchstäblich durchdrehen und unbewußt alles tun, damit „Stalin“ kommt!

Alles, was man tun kann, ist die existierende Arbeitsdemokratie, so wie sie jetzt konkret in den rationalen Arbeitsbeziehungen gegenwärtig ist, zu stärken und sei dies nur dadurch, daß sowohl sie bewußtgemacht wird (Reich sprach von „Fachbewußtsein“) als auch die Existenz ihres Gegenspielers, der Emotionellen Pest. Irgendwelche von Intellektuellen zusammengebraute Gesellschaftsmodelle und Utopien, mit denen sie das „Klassenbewußtsein“ anstacheln wollen (heute die Spaltung der Gesellschaft in lauter „Minderheiten“, etwa Schwule, Frauen, Migranten, etc.), sind wie dazu geschaffen, von dieser alles entscheidenden Aufgabe abzulenken, wenn nicht sogar sie ganz unmöglich zu machen. Man schaue sich doch bitte im linken Milieu um! Diese Menschheitsbeglücker distanzieren sich explizit von der Arbeitsdemokratie und unterstützen explizit die Emotionelle Pest.

Orgonomie, die Liberalen und die Konservativen

12. Januar 2016

Der gesellschaftspolitische Ansatz, wie er von Elsworth F. Baker und Charles Konia vertreten wird, geht von folgender Aussage Reichs aus:

Die Politik ist ihrem Wesen nach organisierte Befriedigung biopathischer Emotionen der Parteigefolgschaft, formuliert in einem politischen Programm. (Wilhelm Reich: Menschen im Staat)

Als Beispiel nehme man folgenden Blogeintrag Konias, bei dem es um die Unterscheidung zwischen dem wirklichen Liberalen und dem von Konia so bezeichneten „Pseudo-Liberalen“ geht, der identisch mit Bakers „modern liberal“ ist.

Den Unterschied zwischen dem wahren Liberalen und dem Pseudo-Liberalen kann man gut am Beispiel von Joseph Lieberman (US-Senator des Bundesstaates Connecticut), einem wahren Liberalen, und Präsident Barack Obama, einem Pseudo-Liberalen, herausarbeiten. Sie gehören zwar beide der gleichen Demokratischen Partei an und beide vertreten liberale Ideale, aber es gibt grundlegende Unterschiede in den politischen Überzeugungen der beiden Männer, die auf ihren Charakter zurückgehen. Während Lieberman pro-amerikanisch ist, ist Obama ein Internationalist. Während Lieberman Nationen unterstützt, die Amerika wohlgesonnen sind, steht Obama auf der Seite der Feinde Amerikas. Während Lieberman traditionelle Autoritäten unterstützt, scheint es nur so zu sein, als würde Obama Autoritäten respektieren, tatsächlich untergräbt er jedoch die Autoritäten auf lokaler Ebene, ist antiautoritär auf jedem Gebiet des gesellschaftlichen Lebens und bevorzugt die Zentralregierung. Während Lieberman egalitär ist, ist Obama ein elitärer Intellektueller. Während Lieberman demokratische Ideale unterstützt, ist Obama ein Kollektivist und unterstützt sozialistische Ideale. Während Lieberman ein politischer Idealist ist, ist Obama ein politischer Aktivist.

Das sind nicht bloße „Meinungsunterschiede“, die man im Dialog ausdiskutieren könnte, sondern es handelt sich um tiefgreifende Unterschiede in der Charakterstruktur, d.h. letztendlich um bio-physikalische Unterschiede, die Konia erstmals offengelegt hat.

Natürlich kann in Deutschland kaum jemand etwas mit dem Namen „Lieberman“ anfangen. Mir will aber kaum eine deutsche Entsprechung einfallen. Das wäre noch in den 1970er Jahren gegangen, aber mittlerweile ist es zu einer derartigen „Rotverschiebung“ gekommen (ein von Konia geprägter Begriff), daß man kaum noch echte Liberale im Sinne Liebermans ausmachen kann – „scheiß Liberale“ wie sie die rotfaschistischen 68er nannten. Der gesellschaftliche Konsensus ist durchweg elitär-intellektuell („political correctness“), internationalistisch und sozialistisch. Wenn Leute auch nur zarteste Ansätze für eine genuin liberale Politik unterbreiten, werden sie von den Roten Faschisten in den Medien (den pseudo-liberalen „modern liberals“) derartig zur Sau gemacht, daß man sich an die Massenkampagnen Stalins, Maos oder Castros erinnert fühlt.

Lasse ich die Meinungsäußerungen der heutigen vermeintlich „fortschrittlichen“ Menschen auf mich wirken, fällt mir sofort die Verachtung für „die Rechten“ ins Auge. Diese werden durchweg als genauso unglaublich dumm wie unglaublich unmoralisch imaginiert. Linke zeichnet vor allem eine intellektuelle Überheblichkeit und moralische Empörung aus, wobei es stets um die materielle Ausbeutung „der Armen“ durch die Reichen geht. Die antiautoritäre Gesellschaft läßt sich entsprechend wie folgt beschreiben:

orglibkon

Früher, in der autoritären Gesellschaft sah dies ganz ähnlich aus, als die Konservativen über die Unangepaßten herzogen. Für sie waren das „Halbaffen“ (Verachtung). Ihre Überheblichkeit war jedoch eher religiöser als intellektueller Natur („Sie sind blind für die Offenbarung!“) und die moralische Empörung galt nicht der Klassenstruktur, sondern galt ausschließlich tatsächlichen und imaginierten sexuellen „Verfehlungen“.

Die obige funktionelle Aufstellung beschreibt und erklärt wirklich so gut wie alles, was einem so an soziopolitischen Äußerungen und Handlungen im Alltag begegnet. Die Verachtung für jene, die sich gegen den sich beschleunigen Fortschritt wehren oder sich diesem einfach nur entziehen, ist stets greifbar. Immer, wirklich immer, wird nahegelegt, daß diese Konservativen schlichtweg dumm sind: sie leben nicht aus dem Gehirn wie der Linke, der ein fast ausschließlich zerebrales Wesen ist, das jedweden Kontakt mit dem bioenergetischen Kern verloren hat. Und immer, wirklich immer, ist von der „sozialen Ungerechtigkeit“ die Rede. Wobei es dabei wirklich geht, sind aber nicht wirkliche ökonomische Ungleichgewichte, sondern es geht darum, daß die Linken keine ökonomische Unabhängigkeit ertragen können, diese erinnert sie nämlich an, wenn man so will, „bioenergetische Unabhängigkeit“, d.h. das spontane Agieren des bioenergetischen Kerns, vor dem sie eine Todesangst haben. Es ist die gleiche Angst vor Bewegung, die der Konservative in Bezug auf die Sexualität hat. Der Unterschied ist nur, daß der Konservative über die Religion zumindest einen verzerrten Kontakt zum bioenergetischen Kern hat, während der Linke sozusagen frei in der Luft schwebt. Er kennt deshalb keine Mäßigung, keinen Halt, keine Grenzen. Der „Kampf gegen Rechts“ wird erst dann enden, wenn alles, wirklich alles eingeebnet ist und maximale Entropie herrscht. Man denke doch nur an den ganzen politisch korrekten Wahnsinn, der zunehmend unser Leben bestimmt, die Redeverbote, die immer radikaler durchgesetzt werden!

Besonders lächerlich wird es, wenn man die Facebook-Einträge von angeblichen „Orgonomen“ in Amerika betrachtet, die sich außerhalb des American College of Orgonomy bewegen. Ständig machen sie sich über die Republikaner lustig, stellen sie als halbgebildete Primaten und egoistische Knechte der Kapitaleigner dar, die anscheinend höchste Lust verspüren, wenn sie Arme und „Minderheiten“ malträtieren. Diese „Orgonomen“ beziehen sich dabei natürlich implizit, teilweise sogar explizit auf Reich – ohne in ihrer Kontaktlosigkeit die oben beschriebenen bioenergetischen Zusammenhänge auch nur zu ahnen. Mich schaudert es, wenn ich daran denke, daß ohne Baker diese Leute heute „die Orgonomie“ ausmachen würden… Kleine Männer, die nichts, wirklich nichts verstanden haben, sondern nur einer „orgonomischen“ Ideologie folgen.

Kleines Lexikon der Arbeitsdemokratie

24. Juli 2015

Natürlich hat ein „Lexikon“ in einem Blog keinen Platz. Dieses vorgebliche „Lexikon der Arbeitsdemokratie“ dient einzig dazu, möglichst komprimiert in die Gedankenwelt der Arbeitsdemokratie einzuführen.

Anarchismus: Reich war stets ein Gegner des Anarchismus, da dieser die strukturelle Freiheitsunfähigkeit der Massen nicht sieht und nicht erkennt, daß die hierarchische Ordnung der Gesellschaft nicht nur willkürlich ist, sondern durchaus einen rationalen Kern in den Notwendigkeiten des Arbeitsprozesses hat.

antiautoritär: Die traditionelle autoritäre Gesellschaft war repressiv, insbesondere was den Sexus angeht. Die antiautoritäre Gegenbewegung ruft Triebhaftigkeit und einen alles erstickenden Intellektualismus hervor mit einer vollständigen Trennung vom biologischen Kern.

Arbeit, lebensnotwendige: „Unter ‚lebensnotwendiger Arbeit‘ müssen wir jede rubrizieren, die zur Aufrechterhaltung der menschlichen Lebens und der gesellschaftlichen Maschinerie unerläßlich ist. Jede Arbeit also, deren Ausfall den lebendigen Prozeß schädigen und hemmen würde, ist lebensnotwendig“ (Massenpsychologie des Faschismus).

Arbeiterbewegung: Ursprünglich ein genuin arbeitsdemokratischer Protest gegen die Degradierung des Menschen zum Anhängsel der Maschine. Reich hat die Entartung zur Staatsgläubigkeit beschrieben, die den Menschen noch weiter zu einem Maschinenwesen erniedrigt.

Arbeitsenergie: Neben der Libido ist die Arbeitsenergie die zweite wichtige Äußerungsform der organismischen Orgonenergie. Während die Sexualenergie zur Bildung von Freundschaften, sexuellen Partnerschaften und Familiengemeinschaften führt, ist die Arbeitsenergie für die Bildung arbeitsdemokratischer Zusammenschlüsse von losen Arbeitsgemeinschaften bis hin zu Wirtschaftsunternehmen verantwortlich.

Arbeitskraft: Die biologische Energie als Produktivkraft. Neben der Sexualität ist Arbeit eine der beiden grundlegenden Lebensfunktionen. „Je befriedigender das Geschlechtsleben ist, desto voller und freudiger ist auch die Arbeitsleistung“ (Massenpsychologie des Faschismus).

Arbeitsstörungen: Es besteht eine Entsprechung zu Störungen der sexuellen Befriedigungsfähigkeit. Ursachen können äußerlich (z.B. durch Mobbing) oder innerlich (neurotisch) sein. Genauso wie im Sexualleben wird der Gesunde (in einer freiheitlichen Gesellschaft) sein Leben so verändern, daß er Erfüllung in der Arbeit findet.

Arbeitsteilung: Die Spezialisierung ist nicht etwa Ursache von „Entfremdung“ sondern Wesen der Arbeitsdemokratie.

Ausbeutung: Unter Ausnutzung eines Machtgefälles wird die Sexual- und Arbeitsenergie der Schwachen ausgebeutet. Diese Ausplünderung ist nicht mit dem normalen Gewinnstreben zu verwechseln. Auf dem Verwischen dieses Unterschiedes beruht die Ideologie des Sozialismus.

Autorität: Autorität in einem Fachbereich besitzt jeder, der in diesem Fachbereich schöpferisch tätig ist.

Biologischer Rechenfehler: Die biologische Kapazität des Menschen für eine verantwortliche Selbstregulierung wird bei sozialen Veränderungen nicht beachtet, was den ständigen Wechsel zwischen Zeiten vermeintlichen Fortschritts und Zeiten des Rückschritts hervorruft.

biosozial: Arbeit und Sexualität entstammen der gleichen biologischen Energie.

Bio-Soziologie: Soziologie jenseits aller nationalen und klassenmäßigen Unterschiede.

Demokratie, formale: Der Unterschied zwischen formaler und Arbeitsdemokratie liegt darin, daß in der ersteren die Quantität (von Stimmen) die Entscheidung bestimmt, in der letzteren jedoch ausschließlich die Qualität (Fachwissen). Um Quantität zu messen, benötigt man keine Kontaktfähigkeit, sehr wohl jedoch um Qualität zu messen. Solange die Menschen kontaktlos bleiben, werden wir von der Diktatur der kontaktlosen Mehrheit bestimmt werden.

Diktator: Er sagt im Gegensatz zum Social Guide (gesellschaftlicher Wegweiser) was zu tun ist, wie es zu tun ist und wo die Ziele liegen. Und er verfolgt jeden, der diesen „höheren Eingebungen“ nicht folgt. Dabei bildet er sich nur ein tatsächlich zu führen, während er in Wirklichkeit von den mystischen Erwartungen der Massen geführt wird.

Elend: Elend hat nichts mit materieller Not per se zu tun, sondern beruht darauf, was den Kleinkindern und Jugendlichen angetan wird.

Entkolonialisierung: Der Rückzug des Westens aus den Kolonien im Namen der „Humanität“ und die verheerenden Folgen für Abermillionen Menschen ist ein sehr gutes Beispiel dafür, was für Auswirkungen kontaktlose hehre Prinzipien haben, die die konkrete Freiheitsfähigkeit der Menschen nicht berücksichtigen.

Fachbewußtsein: „Bewußtsein heißt Rückwendung gegen den eigenen Ursprung.“ (Menschen im Staat) Fachbewußtsein bedeutet, daß man sich seiner Stellung im Arbeitsprozeß und allgemein im Lebensprozeß bewußt wird: aus ihm ist man hervorgegangen, von ihm ist man abhängig und ein integraler Bestandteil von ihm.

Gewaltenteilung: In seinen ersten Ausführungen zur Arbeitsdemokratie schwebten Reich sozusagen „Räte“ vor, die jedoch nicht wie einst die russischen Sowjets Orts- und Betriebseinheiten vertreten, sondern bestimmte Arbeitsinteressen und so das wirkliche Arbeitsleben besser widerspiegeln. Diese Arbeitsräte bestünden im Prinzip schon heute in Gestalt der Fachorganisationen. Reich denkt auch an die Konsumgenossenschaften, denen man nur Produktionsgenossenschaften gegenüberstellen müßte. Die Führung der Gesellschaft durch den „zentralen Arbeitsrat“ soll als einzige Funktion die innehaben, alle Arbeitszweige miteinander zu verbinden, ohne irgendwie über sie bestimmen zu dürfen. Realistischer wäre zum Beispiel die Forderung nach einer vierten, einer „konzeptiven“ Gewalt: einer Kammer, einem Senat, der aus Wissenschaftlern gebildet wird und wo einzig und allein Fachkenntnisse zählen.

Justiz: Die Justiz ist verpflichtet, die Gesetze den konkreten Umständen entsprechend anzuwenden und dabei das betreffende Gesetz selbst zu hinterfragen: Ist es noch zeitgemäß? Weshalb wurde es eingeführt und von wem?

Kritik: „Die Politiker kritisieren; sie sollten aufhören zu kritisieren. Marx und Hegel haben auch zu viel kritisiert. Die Marxistischen Bewegungen wurden statisch. Lenin war zu sehr Politiker in seinen Schriften. Ich glaube, die Politiker sind erledigt, alle.“ (Reich zu Myron Sharaf, Journal of Orgonomy, 1970)

die Massen: Die Massen verkörpern den Status quo, den ihre vorgeblichen „Führer“ nur exekutieren. Millionen sterben, Ländergrenzen verändern sich dramatisch – aber im Grunde ändert sich nichts.

Nichtarbeit: Reich hat streng zwischen Arbeit und Nichtarbeit, „die den Lebensprozeß schädigt“, unterschieden.

Not, materielle: Im Gegensatz zu Marx steht für Reich fest, „daß das ökonomische Elend Ergebnis statt Ursache der politischen Pest ist.“ (Brief an Neill vom 8. Juli 1953)

Politikanten: Reich unterscheidet zwischen sachlich ausgerichteten Politikern, wie Roosevelt, und den Politikanten, die deren Arbeit hintertreiben.

Social Guide: Im Gegensatz zum Diktator läßt der „Soziale Wegweiser“ die Menschen ihre Ziele und Mittel selbst wählen und wird ihnen helfen, wenn er darum gebeten wird, sich aber ansonsten aus ihren Angelegenheiten heraushalten. Niemals wird er Leuten sagen, was sie zu tun und zu lassen haben.

Soziologie: Das Soziale ist dadurch gekennzeichnet, daß verschiedene Individuen sich entweder zu rationalen arbeitsdemokratischen oder in einer „emotionalen Verschwörung“ zu irrationalen Zielen zusammenfinden. In beiden Fällen bilden sich soziale „Organismen“, die eine Eigendynamik unabhängig von den Individuen gewinnen.

Soziopolitik („gesellschaftlich engagierte Politik“): Statt einfach zu regieren, wird aufgrund ideologischer Vorgaben in das Sozialgefüge der Gesellschaft eingegriffen (Aktivismus). Aktive Gesellschaftspolitik ist ein Ausdruck der Emotionellen Pest.

Staat: „Es ist (…) die politische Zerklüftung der Gesellschaft, die die Staatsidee, und es ist umgekehrt wieder die Staatsidee, die die soziale Zerklüftung erzeugt. Es ist ein circulus vitiosus, aus dem man nur herausspringen kann, wenn man sowohl der Zerklüftung wie der Staatsidee auf den Grund geht und beide auf einen gemeinsamen Nenner zurückführt. Dieser dritte Nenner ist (…) die irrationale Charakterstruktur der Menschenmassen.“ Massenpsychologie des Faschismus Geht man nämlich vom gepanzerten Organismus aus, ist es nur ein kleiner Schritt „zur staatlichen Auffassung der menschlichen Gesellschaft oder umgekehrt, von der Idee des absoluten Staates zur mechanistischen Auffassung des Organismus.“ So Reich in Äther, Gott und Teufel, wo er die Arbeitsdemokratie mit dem (ungepanzerten) Organismus gleichsetzt.

Streiks: Bei Streiks vermißt Reich den Willen zur Selbstbestimmung.

Verantwortlichkeit: Es ist irrelevant, ob Stalin, Hitler, Castro oder Khomeini eine schlimme Kindheit hatten, also letztendlich auch nur „Opfer“ waren. Das einzige was zählt, ist das Schicksal zukünftiger Generationen von Kindern.

Wahlverhalten: Es kommt auf die historische Situation an. In Zeiten des gesellschaftlichen Zerfalls wendet man sich der Rechten zu, in Zeiten der reaktionären Erstarrung der Linken.

Zwischenhandel: Der unproduktive Zwischenhandel müßte beseitigt werden und durch einfache Administration, die zwischen Konsumenten und Produzenten vermittelt, ersetzt werden. Zu Reichs Zeiten war das eine ziemlich haltlose Utopie, doch mit dem Internet wird sie zunehmend zur Wirklichkeit.

Orgonomische „Soziobiologie“ (Teil 2)

26. Juni 2015

Kollektivismus ist eines der Hauptcharakteristiken der „Maschinenmenschen-Ameisen“: das Fehlen jeder Individualität, Eigenverantwortlichkeit und Spontanität – das Fehlen jeder wirklichen Gemeinschaft. Die krasseste Ausbildung dieses Syndroms finden wir im Sozialismus. Eine Gesellschaftsformation, die durch den Kollektivisten, bzw. modern liberal character hervorgerufen wurde.

Betrachten wir diesen Charakter etwas genauer:

1. Als Ausdruck einer energetischen Einebnung (mechanisches Potential) strebt er nach sozialer Nivellierung, die, auch bedingt durch seine Kontaktlosigkeit, alles andere als „sozial“ ist, sondern eben seinem Drang nach maximaler Entropie entspricht. Baker zufolge trägt er seine eigene „totale Devitalisierung“ in den gesellschaftlichen Organismus hinein. Deshalb handelt es sich beim modernen Liberalismus in jeder Hinsicht um eine gesellschaftliche „T-Reaktion“ (siehe Reich: Der Krebs), die zwangsläufig zum „gesellschaftlichen Krebs“ (Kommunismus) führen muß.

Krebsgewebe ist äußerst homogen und weniger spezialisiert als gesundes Gewebe („gesellschaftliche Nivellierung“). Nach Reich hört bei der Krebsbiopathie im Körper auch die „Energie-Produktion“ auf – dem entspricht im gesellschaftlichen Organismus die Beseitigung des produktiven Kapitalismus durch den unproduktiven Sozialismus. Gemäß dem mechanischen Potential sinkt das Energieniveau, alle Energieunterschiede werden eingeebnet und die Verantwortungslosigkeit nimmt zu. Ein Blick auf die diversen Gesellschaftexperimente der Sozialdemokraten und Kommunisten reicht aus, um diese Thesen zu untermauern.

2. Auf der anderen Seite führt der energetische Zentralismus (orgonomisches Potential) dazu, das der modern liberal character nach einem starken Sozialstaat strebt, aber auch dies ist nicht „sozial“, sondern Ausdruck dessen, daß der Liberale zentral aus seinem Gehirn heraus lebt. Dies macht ihn, da es zur Abtrennung vom Kern führt, zum Mechanisten. Auch dieser Aspekt ist Teil des krebsigen Zerfalls der Gesellschaft: Nach Reich (Der Krebs) verschiebt sich bei der präkanzerösen Zelle

die Kern-Plasma-Relation in energetischer Hinsicht rasch und drohend zugunsten des Kerns. Der Energieüberschuß im Kern wird im Verhältnis zum erstickenden Plasma allzu groß.

Beim Kollektivisten, dem „präkommunistischen Charakter“, verschiebt sich durch Intellektualisierung die Energie vom Becken zum Hirn, das, Reich zufolge, „wie ein Parasit dem Körper Energie abzapft.“ Dies entspricht ganz der Zentralisierung im Kommunismus. So sprach der modern liberal character Marx davon, daß die (Marxsche) Philosophie der „Kopf“ des Proletariats sei und Trotzki nannte die KP „das historische Organ, durch das die Klasse klassenbewußt wird.“

Diese Einteilung in Funktionäre und Arbeiter entspricht funktionell der Einteilung in Geschlechts- und Arbeitsameisen. Dazu gehört auch die Verteufelung des Egoismus durch die Linke (die organisierte Emotionelle Pest). Dieter Otto in schreibt seinem Buch Die Rote Waldameise (Wittenberg „DDR“ 1962):

Es gehört zur Eigenart eines Insektenstaates, daß die einzelnen Staatenmitglieder Tätigkeiten verrichten, die nicht unmittelbar nur ihren eigenen, individuellen Bedürfnissen oder den Bedürfnissen ihrer eigenen Nachkommen (Brutfürsorge) entsprechen, sondern die dem Gedeihen und der Erhaltung der gesamten Gemeinschaft dienen.

So verkörpert der „DORifizierende“ Kollektivist eine funktionelle Entwicklung hin zur Ameise. Nicht ohne Grund hat man die von den modern liberal characters Marx, Lenin, Bucharin („Menschenmaterial“), Trotzki, Stalin, Mao, Ho Chi-Minh, Castro, Pol Pot entworfenen kommunistischen Paradiese oft mit Ameisenstaaten (die „blauen Ameisen“ Chinas) verglichen.

Ein individuelles Bewußtsein ist in derartigen Ameisengesellschaften nur störend. Wichtig hingegen ist die möglichst hohe Entwicklung der Wahrnehmungsfunktion, um dies monolithische Gebilde zusammenhalten zu können. In seiner Abhandlung über „Krebs und Kommunismus“ schreibt Konia:

Die Gesellschaften der Wirbellosen basieren auf der größtmöglichen Entwicklung der Wahrnehmungsfunktion, während die Gesellschaften von Wirbeltieren von der möglichst umfassenden Entwicklung des Bewußtseins abhängen.

Beim Zerfall dieser „Wirbeltier-Gesellschaften“ hat das Bewußtsein seinen Sitz immer weniger im Individuum, sondern verschmiert sozusagen über die gesamte Gesellschaft (beispielsweise spricht man von „Bewußtseinsindustrie“, die Menschen entwickeln eine politisch korrekte „Einheitsmeinung“).

Was damit gemeint ist, zeigt die folgende Stelle aus Wilhelm Goetsch‘ Buch Die Staaten der Ameisen (Berlin 1953):

Wenn sich bei uns Menschen eine feste Gemeinschaft mit einheitlichem Handeln ergeben soll, dann sind stets besondere Einrichtungen nötig; man muß einander als Glieder dieser Gemeinsamkeit erkennen und man muß sich miteinander irgendwie verständigen können. Zum Erkennen dienen beispielsweise Abzeichen von der Vereinsnadel bis zur Uniform, oder Losungsworte vom Feldgeschrei bis zur Parole; zur Verständigung werden benützt irgendwelche Winkzeichen bis zur Druckschrift, oder Alarmsignale vom Schreckensruf bis zum SOS der drahtlosen Telegraphie. Es handelt sich demnach bei menschlichen Einrichtungen, deren Aufzählung man beliebig fortsetzen könnte, fast immer um Zeichen, die auf unser Auge oder Ohr wirken.

Bei den Ameisen steht der Geruch im Vordergrund.

Weil das individuelle Bewußtsein unterdrückt wird und das Individuum zu einer Art Nervenzelle wird, die nur Informationen empfängt und weitergibt, also jede Kreativität unterdrückt wird und jeder darauf schaut, was die anderen machen und sich dementsprechend verhält, stammte aus den kommunistischen Gesellschaften keine einzige epochemachende Erfindung. Das ist so, weil „das Bewußtsein“, d.h. jede Kreativität unterdrückt wird und jeder darauf schaut, was die anderen machen und sich dementsprechend verhält. Entsprechend war die Sowjetunion wie ein Parasit, der von der Auskundschaftung der geistigen Errungenschaften des Kapitalismus und der Ausbeutung der materiellen Ressourcen des Westens lebte. (Über die islamische Welt läßt sich ähnliches sagen!)

Konia schreibt weiter, daß sich das Bewußtsein parallel zur Sexualität entwickelt hat und daß bei den Insekten jede Freiheit und Sexualität dem Kollektiv geopfert wird (die Arbeitsameisen haben keinerlei Sexualleben), während bei den Wirbeltieren diese Funktionen bei den Individuen bis auf das Äußerste entwickelt sind.

Funktionalismus und Arbeitsdemokratie, unsere einzige Hoffnung!

8. Mai 2015

Während die Tiere traumwandlerisch eine apokalyptische Katastrophe nach der anderen überleben, tapsen wir fremd und hilflos durch die Welt, als wären wir auf einen fremden Planeten gestrandet.

In Der politische Irrationalismus aus orgonomischer Sicht wird der Volksstamm der Shom Pen auf Groß-Nikobar als Beispiel für ein ungepanzertes Leben angeführt.

Da die von Indien verwalteten Nikobaren und Andamanen direkt beim Epizentrum des verheerenden Seebebens lagen, das Ende 2004 Südasien in Mitleidenschaft gezogen hat, standen diese letzten Rückzugsgebiete einer Menschheit im Naturzustand, sozusagen der Gegenpol Saharasias, damals erstmals überhaupt im Zentrum des Weltinteresses.

In der ARD wurde über die Shom Pen berichtet:

Eine Art „Sechster Sinn“ habe die Völker gerettet, vermuten Ethnologen. (…) Gerettet hat sich z.B. das Volk der Shom Pen auf der Insel Great Nicobar. Angeblich besteht das ganze Volk aus gerade mal noch 200 Clanmitgliedern. Die Jäger und Sammler flohen offenbar in die Berge ihrer Inseln oder kletterten auf Palmen. Die Tier- und Wasserbeobachtungen der Urvölker [aus der sie Anzeichen für die unmittelbar bevorstehende Springflut ablasen] hat die hochtechnisierte Welt ersetzt durch milliardenteure Rechenzentren und Forschungsstationen…

Die Naturvölker leben ein funktionelles Leben (vgl. Interview mit Jerome Eden), d.h. sie leben wirklich in ihrer Umgebung, sind Teil der sie umgebenden Welt, während wir (einschließlich der uns nacheifernden Menschen auf Sri Lanka und in Indonesien) wie hilflose Touristen durch die Landschaften eines fremden Planeten stolpern…

Gnade uns Gott, wenn das weltweite Finanzsystem kollabiert und beispielsweise tatsächlich eine Klimakatastrophe eintreten sollte. Wir können uns weder auf die Stabilität des Klimas, noch der Erdkruste unter uns oder gar die Regelhaftigkeit der Himmelsmechanik verlassen. Seit längerem können wir uns nicht mal mehr darauf verlassen, daß wir abends unbehelligt durch unsere Städte gehen können. Griechenland zeigt uns, daß der „Sozialstaat“ sehr bald kollabieren wird. Das Leben selbst zwingt uns in Kontakt mit uns selbst und unserer Umwelt zu treten. Kontakt! Nichts anderes bedeutet „funktionell“ zu leben. Leider treibt uns das „Ersatzleben“, das wir führen systematisch in die Kontaktlosigkeit.

Die Entwicklungspsychologin Lieselotte Ahnert wurde im Spiegel gefragt, was sie denen antwortet, die die Kinderkrippe in den ersten drei Lebensjahren für widernatürlich halten. Das sei, so Ahnert, Unsinn. Es gäbe kein naturgegebenes Betreuungssystem. Dabei verweist sie auf zwei Naturvölker: die Efe-Pygmäen in Zentralafrika und die !Kung-Buschmänner in der Kalahari. Die Efe würden ihre Säuglinge „von Schoß zu Schoß weiterreichen“.

So ein Efe-Baby verbringt manchmal nur ein Fünftel der Zeit bei der leiblichen Mutter und hat im Schnitt 14 Betreuerinnen. Einige der Frauen stillen es sogar. Wir sehen aber auch Mütter wie die der !Kung (…), die ihre Kleinen drei Jahre lang praktisch immerzu am Körper tragen. Was ist jetzt das Natürliche?

Ganz offensichtlich ist der zentralafrikanische Urwald eine vollkommen andersgeartete Umgebung als die südwestafrikanische Wüste. Entsprechend haben sich die Pygmäen und Buschmänner an ihre Umwelt angepaßt, inklusive was den Umgang mit Säuglingen anbetrifft.

Hier zeigt sich der Unterschied zwischen der mechanistischen und der funktionellen Lebensauffassung. Obwohl Ahnert selbst ausdrücklich betont, die Efe würden ihre Säuglinge „von Schoß zu Schoß weiterreichen“ und diese dabei, so Ahnert, „sogar“ gestillt werden, bleibt sie doch vollkommen abstrakt und „mechanisch“ an dem nebensächlichen Umstand haften, daß die Efe-Mütter anders als bei den !Kung ihre Säuglinge aus der Hand geben. Dabei übersieht sie ganz das Wesentliche: den engen Körperkontakt, der sowohl bei den Efe als auch bei den !Kung gegeben ist. Aus funktioneller Sicht gibt es demnach gar keinen Unterschied, d.h. keinen wesentlichen Unterschied, im Umgang mit Säuglingen: sie bleiben stets in engem Körperkontakt.

Es ist vollkommen hoffnungslos mit Leuten wie Ahnert zu diskutieren.

Der amerikanische Sozialwissenschaftler John McKnight beschreibt in seinem Buch The Careless Society: Community and its Counterfeits, wie die Behörden mit all ihren Sozialprogrammen nachweislich zum sozialen Chaos, zur wachsenden Armut und Kriminalität beitragen, statt sie einzudämmen. Verschärft wird der Trend dadurch, daß, dank Arbeitsplatzabbau in der Industrie, Jobs im sozialen Dienstleistungsgewerbe immer attraktiver werden. Ein neuer Markt wird erschlossen und immer neue Bedürfnisse ausgemacht, unabhängig davon, ob es sie wirklich gibt. Aufgaben für die einst Nachbarschaft und Familie zuständig waren, werden zur ökonomischen Grundlage einer neuen sozialen Schicht.

Die Folgen verdeutlicht McKnight anhand einer faszinierenden Parabel. Als die amerikanischen Pioniere die Prärie erreichten, waren die alten gußeisernen Pflüge nicht mehr zu gebrauchen. Deshalb entwickelte 1837 ein gewisser John Deere den ersten selbstreinigenden Stahlpflug, mit dem man wie mit einem Messer durch die klebrige Erde schneiden konnte. In dem County in Wisconsin, in dem McKnight lebt, wurden die bodenständigen Sauk-Indianer von den Siedlern, die die Prärie mit dem neuen Pflug urbar machen wollten, in die Reservation verdrängt, wo sie sehr schnell die alten Anbaumethoden vergaßen. Der Landstrich hatte die Indianer über unzählige Generationen hinweg ernährt, doch nun war der Boden dank des agronomischen Fortschritts in einem Zeitraum von nur 30 Jahren ausgelaugt, so daß viele der Siedler weiterziehen mußten. McKnight faßt das Geschehen dahin zusammen, daß John Deeres Erfindung innerhalb einer Generation drei Wüsten produziert hatte: Wisconsin, die Reservation und das geistige Erbe der Indianer.

Zwar habe Wisconsin sich durch den Übergang zur Milchviehwirtschaft wieder erholt, aber heute bräche über Sauk County eine neue verheerende Invasion herein. Die Sozialbürokratie schicke bereavement counselors (Trauerbeistände) ins Land, die mit einer eigens entwickelten „Trauertechnik“ nun jenen beistehen, die einen ihrer Lieben verloren haben. Vor dem Auftauchen der Trauerarbeiter standen Nachbarn und Verwandte den Hinterbliebenden bei. Durch Teilen der Trauer und die gemeinschaftlichen Zeremonien war ein Todesfall etwas, das die Gemeinschaft enger zusammenschweißte und vermehrte Kraft zum Weitermachen schenkte. Doch nun werde, so McKnight, der Hinterbliebene den Trauerarbeiter mit einem Freund verwechseln und die Menschen, die dafür schließlich ihre Steuern zahlen, auf ihr Recht zur professionellen Trauerbegleitung pochen. Aus Angst, die Arbeit des professionellen Trauerarbeiters zu stören, werden die Nachbarn nicht mehr vorbeischauen.

McKnight schließt:

Das neue Werkzeug der Berater wird durch die Sozialstruktur schneiden und Verwandtschaft, Beistand, nachbarschaftliche Verpflichtungen und das gemeinschaftliche Erleben und Verarbeiten beiseiteschieben. Wie John Deeres Pflug werden die Werkzeuge der Trauerberatung eine Wüste hinterlassen, wo einst eine Gemeinschaft blühte.

Man sieht, wie abstrakte Zielvorgaben das lebendige Leben zerstückeln und zerstören.

Wisconsin war nur Teil einer den ganzen Kontinent in Mitleidenschaft ziehenden Entwicklung, die erst richtig ingang kam, als nach dem Ersten Weltkrieg die US-Regierung ein gigantisches farming program zur Industrialisierung der Landwirtschaft ins Leben rief, um Getreideexporte im großem Stil möglich zu machen. Die Agrarindustrie brach über den Mittleren Westen herein und verwandelte die vielfältige Landschaft in eine großflächige Getreidemonokultur. Viele Monate im Jahr waren die von schweren Traktoren, Mähdreschern und Motorpflügen malträtierten Böden ungeschützt der Witterung ausgesetzt. Eine große Dürre tat ein übriges und die Katastrophe war da. Staubgeschwängerte „schwarze Blizzards“ trugen die fruchtbare Bodenkrume bis nach New York.

In einem kleineren Maßstab kann man heute ähnliches in Spanien und Portugal beobachten, wo die EUdSSR mit unseren Steuergeldern riesige Flächen irreparabel zerstört. Nutznießer sind letztendlich nur die Agrarindustrie, die Großbanken und die perfekt abgesicherten Bürokraten. In Deutschland geschah in den letzten 80 Jahren ähnliches, nachdem die Nationalsozialisten die „Flurbereinigung“ eingeführt hatten. Nur das feuchte mitteleuropäische Klima hat verhindert, daß aus unseren ausgeräumten Agrarsteppen Wüsten geworden sind. Die dilettantische Agrarpolitik der EUdSSR hat ein Übriges getan, um aus weiten Teilen des flachen Landes eine öde Sozialbrache zu machen. Und die Krankheit breitet sich, via Exportsubventionen, weiter aus in alle Welt durch Zerstörung der bodenständigen Agrarmärkte.

All diesen malignen Erscheinungen liegt ein Nenner zugrunde: das lebendige Geschehen wird in das Prokrustesbett lebensfremder Pläne gezwängt. Was dergestalt allgegenwärtig auf diesem Planeten passiert, wird wohl am ehesten anhand des Mussolinis der Karibik deutlich, der Kuba wie eine große Hazienda leitet und dessen Landwirtschaftspolitik zu einer beispiellosen ökologischen und ökonomischen Katastrophe geführt hat. Castro wird ein in jeder Hinsicht restlos zerstörtes Eiland hinterlassen. Bekannter ist, was Mao in China angerichtet hat oder Chruschtschow in Mittelasien. Man ist erschüttert über den Kommunismus, ohne zu ahnen, daß er nur die grotesk überzeichnete Karikatur unserer eigenen hoffnungslosen Lage darstellt. Zum Beispiel läßt sich mit einiger Sicherheit voraussagen, daß dank der Saatgutmultis die Standardisierung des (mittlerweile nicht nur sortenreinen, sondern auch erbgleichen) Saatgutes eines Tages für eine globale Katastrophe unausdenkbaren Ausmaßes sorgen wird, da durch die Uniformierung Erreger aller Art ein leichtes Spiel haben. Dann wird es auch keine Alternativen mehr geben, mit deren Hilfe man neu anfangen könnte…

Angesichts der Globalisierung der Wirtschaft (was freier Welthandel bedeutet, kann man ermessen, wenn man an die paradoxe Wirkung importierter Arten auf die heimische Artenvielfalt denkt), angesichts wachsender Fremdbestimmung durch parasitäre und inkompetente nationale und gar internationale Administrationen und multinationale Konzerne, dem Wechsel von der Industrie- zur Dienstleistungsgesellschaft und der kontaktlosen „Virtualisierung“ aller Lebensbezüge läßt sich prognostizieren, daß sich die Verwandlung der Erde in einen Wüstenplaneten beschleunigen wird. Die einzige Überlebenschance ist die radikale arbeitsdemokratische Reorganisierung der Gesellschaft von unten nach oben.

Der nackte Wahnsinn (Teil 2)

10. Oktober 2014

Es gibt in diesem Land Gruppen, die über dem Gesetz stehen und unantastbar sind, weil die feige, „liberale“ Gesellschaft durch zweierlei eingeschüchtert wird: erstens durch körperliche Gewalt und zweitens durch Moral. Der Liberale ist von seinem bioenergetischen Kern getrennt, ihm fehlt die Verankerung im eigenen Körper und er klammert sich an abstrakte, lebensferne Ideale. Deshalb knickt er sofort ein, wenn Moslems und radikale Linke mit drohender Faust Forderungen stellen. Das funktioniert so gut, weil ihre Gewalt moralisch gerechtfertigt erscheint. Wer kann schon gegen die sich wehrenden Opfer des europäischen Imperialismus vorgehen oder gegen jene, die sich konsequent auf die Seite der Opfer stellen?

Daß Moslems und Linksradikale in diesem Land absolute Narrenfreiheit genießen, hat letztendlich charakterologische Ursachen. Ich erkläre das in Der politische Irrationalismus aus Sicht der Orgonomie.

Ein Beispiel stellte ich bereits vor. Ein anderes sind die nicht enden wollenden Skandale um den AstA, den Allgemeinen Studierendenausschuß, mit dem ich mich gestern beschäftigt habe. Es gibt Gruppen in diesem „Rechtsstaat“ die vollständige Narrenfreiheit haben! Das geht bis hin zu klaren Anweisungen an die Polizisten im Einsatz. Man unterhalte sich mit einem beliebigen Polizisten!

Als der AstA der Berliner Humboldt-Universität 1999 3000 DM an die „Rote Hilfe“ und weitere finanzielle Unterstützung an andere linksradikale Organisationen und Projekte spendete, wurde es acht Studenten, von deren Zwangsabgaben der AstA schließlich lebt, zu bunt und sie zogen vor Gericht.

Wenige Monate später verbot daraufhin das Berliner Verwaltungsgericht dem AstA allgemeinpolitische Aktivitäten und drohte bei Zuwiderhandlung Ordnungsgelder an. Als der AstA das Urteil einfach ignorierte, wurde im März 2001 ein Ordnungsgeld von 5000 DM, im folgenden November von 10 000 DM und im Mai 2002 sogar von 15 000 EUR festgelegt.

Endgültig fällig wurden die Ordnungsgelder durch einen Beschluß des Oberverwaltungsgerichts im November 2005. Daraufhin ging der AstA nach Karlsruhe. Das mit der Vollstreckung beauftragte Verwaltungsgericht wartete nun auf das höchstrichterliche Urteil. Der im Juli 2006 eingereichte Einwand der acht Kläger, daß der Gang nach Karlsruhe rechtlich keine aufschiebende Wirkung habe, wurde vom Verwaltungsgericht mit Nichtbeachtung bestraft. Berlin hat offenbar zu viel Geld!

Als die acht Kläger dann auch noch erfuhren, daß die Eingabe des AstA erst gar nicht von Karlsruhe zur Entscheidung angenommen worden war, wendeten sie sich im August 2008 erneut an das Verwaltungsgericht. Am 28. Oktober 2008 wurden sie dann endlich darüber unterrichtet, daß die Vollstreckung nun unverzüglich eingeleitet werde. Tatsächlich gewährte das Gericht dem AstA gegen Ende Januar 2009 jedoch eine erneute Fristverlängerung – zur Prüfung von Rechtsmitteln.

Mittlerweile wurde die Vollstreckung endgültig eingestellt, da nach 10 Jahren Verjährung eingetreten ist.

In Der politische Irrationalismus aus Sicht der Orgonomie habe ich darzulegen versucht, daß all die „Beauftragten“ und „Beiräte“, die sich mit absurden Dingen wie „Gender Mainstreaming“ beschäftigen und zunehmend unser Leben bestimmen, exakt jenen „Kommissaren“ entsprechen, die zwischen 1917 und 1989 einhundert Millionen Menschen ermordet haben. Das meine ich nicht nur im übertragenen Sinne! Es sind exakt die gleichen Charakterstrukturen. Wer nur etwas Leben in sich hat, spürt, daß einem in der Nähe solcher Menschen und besonders ihrer Ideologen, etwa „Erziehungswissenschaftler“, förmlich das Blut in den Adern gefriert. Allein schon das moralinsaure Gehabe.

Die Münstersche Zeitung machte mit der Schlagzeile auf: „Fitneß nur für Deutsche?“ „Migrantenvertreter üben scharfe Kritik an Ausländerquoten in Sportstudios.“ Liest man den entsprechenden Artikel im Netz, stellt sich die Sachlage jedoch etwas differenzierter dar.

Es wird beschrieben, wie die Betreiber von Fitneßstudios aus Erfahrung klug geworden sind. Sie haben wahrhaftig nur ein einziges Interesse, nämlich so viel zahlende Kunden wie nur möglich zu haben. Ihnen zu unterstellen, sie würden aus „rassistischer“ Gesinnung auf junge „Südländer“ verzichten, und sich dergestalt wirtschaftlich selbst schaden, ist dermaßen absurd, irrational, abwegig, hirnzerfressend dämlich – daß derartige Unterstellungen wirklich nur von Kommissaren stammen können.

Die Betreiber von Fitneßstudios begründen ihr Verhalten mit der „schlechten Zahlungsmoral und leichten Reizschwelle südländischer Männer“. Sie hätten „massive Probleme“ mit südländischen Männern, weshalb eine gewisse Quote nicht überschritten werden dürfe.

Wenn man die Zahl „südländischer Männer“ nicht begrenze, blieben viele andere Kunden weg, insbesondere Frauen. Es gebe immer wieder Beschwerden. „Die südländischen Männer haben ein gewisses Temperament im Blut“, meint Mallwitz [Geschäftsführer eines Studios in Lünen]. Auch hier kann Siamak Pourbahri [von der Arbeitsgemeinschaft der kommunalen Migrantenvertretungen (LAGA) NRW] nur den Kopf schütteln. „Ich würde dem Betreiber eine interkulturelle Schulung empfehlen. Denn offensichtlich sind die Vorurteile noch sehr groß.“

Auf Fehlverhalten im Einzelfall mit Rauswurf zu reagieren, statt bestimmte Gruppen pauschal auszuschließen, hält Mallwitz für nicht praktikabel: „Wenn eine junge deutsche Frau zum Probetraining kommt und sieht hier fast nur südländische Männer, dann kommt die nie wieder. Jedem eine Chance zu geben funktioniert nicht. Ich will Geld verdienen.“

Aber in diesem Land zählt die praktische Lebenserfahrung und das Recht, mit seiner eigenen Hände Arbeit Geld zu verdienen und (oh welche Sünde!) reich zu werden, gar nichts. Die Deutschen müssen „interkulturell“ umerzogen werden. Die Opfer werden zu Tätern umfunktioniert. Sie werden gezwungen, sich ihre Existenz kaputtmachen zu lassen.

Warum werden eigentlich die Männer aus dem geheimnisvollen „Südland“ nicht „umerzogen“ und öffentlich aufgefordert, sich wie zivilisierte Menschen zu benehmen? Glaubt wirklich ernsthaft irgendjemand, daß es Probleme mit Chinesen, Tamilen, Koreanern, Japanern, etc. geben würde und auch nur ein Deutscher protestieren würde, wenn diese „fremdrassischen“ neben ihm Fitneß betrieben? Hat überhaupt schon mal ein Deutscher ein Problem mit Chinesen, Tamilen, Koreanern, Japanenr, etc. gehabt? Und die sind uns nun wahrhaftig „rassisch“ und kulturell um Welten fremder als die Menschen aus dem – „Südland“!

Kurz gesagt ist der Artikel aus der Münsterschen Zeitung, und zahllose andere derartige pseudointellektuelle Ergüsse, mit denen wir seit 20 Jahren tagtäglich indoktriniert werden, eine bodenlose Unverschämtheit und Volksverdummung der allerübelsten Sorte. Man kann schier verzweifeln, daß die Massen weiterhin derartige Schundblätter kaufen und dafür bezahlen, daß ihnen tagtäglich ins Gesicht gespukt wird.

„Rassismus“! „Diskriminierung“! Geht’s noch?

Hier willkürlich ein Beispiel für die tamilische Kultur in Deutschland:

Fällt etwas auf? Keine aggressive Stimmung. Keiner fragt, wer dir denn erlaubt hat zu filmen. Es ist wie im deutschen Karneval. Umgekehrt fühlt sich auch kein Deutscher unangenehm berührt. Wen stört schon der Hindu-Tempel in Hamm? Wer fühlt sich durch die Chinesen, Tamilen, Koreaner, Japaner, etc. bedroht? Niemand!

Und umgekehrt: Was ist unser Lohn dafür, daß wir Millionen „Südländer“ in unser Land aufgenommen haben, ihnen Arbeit und im vollen Umfang unsere Sozialleistungen haben zukommen lassen? Man kann abends kaum noch ausgehen, ohne um sein Leben fürchten zu müssen. Buchstäblich! Bald wird man dank der Kommissare auch nicht mehr ins Fitneßstudio gehen können.

Zeitungen muß ich nicht kaufen, aber die öffentlich-rechtliche Rotbestrahlung muß ich finanzieren, ob ich will oder nicht. Und nicht nur deswegen bekommen ich regelmäßig einen Wutanfall, denn wenn man sich diese Scheiße ansieht bzw. anhört, fällt immer wieder auf, wie ungebildet und uninformiert diese öffentlich-rechtlichen ARSCHLÖCHER sind. Dazu paßt ein Artikel aus Politically Incorrect.

Als Beispiel eine beliebige Folge der „Sendung für politische Literatur“ des Deutschlandfunk. Die Sendung ist geradezu der Prototyp dessen, was ich mir seit 40 Jahren tagtäglich anhören muß.

Hier die Eingangssätze:

Warum ist der Westen so verhaßt in der südlichen Hemisphäre? Warum setzen sich die Völker Asiens, Afrikas und Lateinamerikas so energisch zur Wehr, gegen den Imperialismus, gegen den alten und neuen Kolonialismus europäischer Mächte und der USA? (…)

Ich verweise auf die Kritik des deutschen Botschafters in Kamerun Volker Seitz: Ausbeutung? Der Westen hat gigantische Summen ins unabhängige Afrika gepumpt! Und im übrigen war der Kolonialismus ein Zusatzgeschäft.

Aber weiter mit dem Deutschlandfunk:

Keine Frage, der Westen steht am Pranger der Dritten Welt. Es waren Männer wie Gammel Abdel Nasser, Pandit Nehru, Achmed Sukarno und Fidel Castro, die ihn auf die Anklagebank setzten, die Imperialismus und Kolonialismus gnadenlos geißelten und das Signal zur Erhebung der jahrhundertelang unterdrückten Völker der südlichen Hemisphäre gaben. (…)

Gehen wir doch einmal diese Heroen der Linken durch:

Nasser war ein „Nationalsozialist“, der viele Nazis ins Land holte, um ihn im Kampf gegen die Juden zu unterstützen.

Nehru und Sukarno vertraten ebenfalls eine Art „Nationalsozialismus“, der diese Länder nachhaltig wirtschaftlich ruiniert hat und in Indonesien schließlich in antichinesischen Massakern mündete. Dazu muß man wissen, daß in Südostasien das „Händlervolk“ der Chinesen traditionell ähnlich betrachtet wurde, wie die Juden in Europa.

Wenn man die Sache prozentual betrachtet hat Castro mehr Bürger des eigenen Landes interniert als Stalin. Ganz zu schweigen davon, daß er ein Land, das bei seiner Machtübernahme einen europäischen Lebensstandard hatte, wahrscheinlich für immer zugrundegerichtet hat.

Das also sind die Helden des „profilierten Globalisierungskritikers“ Jean Ziegler, dessen Buch Der Hass auf den Westen vorgestellt wird. Der Titel sagt wahrscheinlich mehr über den modern liberal Ziegler als über die Menschen in der Dritten Welt!

Als zweiter Beitrag wird ein Buch über Karl Marx vorgestellt. Daß diese Besprechung nichts anderes als eine Werbesendung für den Marxismus ist, wird allein schon daran ersichtlich, daß selbst die leichte Kritik des Buchautors an Marx, er habe ein „weltfrommes“ eschatologisches Programm vertreten, vom Rezensenten zurückgewiesen wird

Im übrigen ist das Zitat von Marx, das in diesem Zusammenhang gesendet wird, schon interessant:

Das jetzige Geschlecht gleicht den Juden, die Moses durch die Wüste führt: „Es hat nicht nur eine neue Welt zu erobern, es muß untergehen, um den Menschen Platz zu machen, die einer neuen Welt gewachsen sind.“

Ich muß dabei an die 100 000 000 Opfer des Kommunismus denken, die Platz machen mußten für die neue Welt.

Marx hat eben doch an Massenmord gedacht! Siehe beispielsweise:

Marx und Engels glänzten durch die Denunziation aller Gemäßigten. Die Revolution mußte für sie nach dem Schema der Französischen Revolution ablaufen und am Ende die radikalste Partei – ihre Partei – an die Macht bringen. Mittel dazu war der Vernichtungskrieg gegen konterrevolutionäre Klassen und Völker.

Aber wir haben ja schon gesehen: unsere ach so humanistischen (Pseudo-) Intellektuellen denken nie an die Opfer!

In den beiden anschließenden Rezensionen geht es um die deutsche Geschichte.

Da ist erstmal ein Radioessay über ein 1961 erstmals erschienenes Buch zum Ersten Weltkrieg und der daran anschließende Historikerstreit, der sich daran entbrannte, daß in dem Buch der Versailler Vertrag gerechtfertigt wurde: Deutschland sei Schuld am Krieg gewesen, der von Anfang an eine imperialistische Ausrichtung hatte.

Prophetisch ist der vom Rezensenten zu Anfang zitierte Beitrag von Gerhard Ritter zur damaligen Diskussion:

In diesem Werk wird ein erster Gipfel erreicht in der politisch-historischen Modeströmung unserer Tage: In der Selbstverdunkelung deutschen Geschichtsbewußtseins, das seit der Katastrophe von 1945 die frühere Selbstvergötterung verdrängt hat und nun immer einseitiger sich durchzusetzen scheint. Nach meiner Überzeugung wird sich das nicht weniger verhängnisvoll auswirken als der Überpatriotismus von ehedem. So vermag ich das Buch nicht ohne tiefe Traurigkeit aus der Hand zu legen: Traurigkeit und Sorge im Blick auf die kommende Generation.

Man denke nur an Joschka Fischer, aus der besagten Generation, der offen bekannt hat, Deutschland müsse man von außen eindämmen und von innen völkisch ausdünnen. Mit anderen Worten: das deutsche Volk muß vernichtet werden!

In der Besprechung eines Buches zum 18. Jahrhundert in Deutschland, wird die deutsche Fehlentwicklung darauf zurückgeführt, daß Deutschland nie so zentralisiert und „aufklärerisch“ war wie Frankreich, d.h. nie so war, wie es im Inneren des modern liberal aussieht: die Zentrale, „das Gehirn“, bestimmt alles.

Die Fehlentwicklung habe im 18. Jahrhundert begonnen:

Man verwies Politik und Gesellschaft ins zweite oder dritte Glied und erwärmte sich an Literatur und Musik. Das Verhängnis einer solchen Verhaltensweise bestand darin, daß es immer wieder zu Durchbrüchen ins Politische kam, bei denen ein ressentimentdurchtränktes Volk auch machtpolitisch die Spitzenposition für sich beanspruchte, die es in Kunst und Kultur innehatte.

Immerhin beschließt die Sendung eine neutrale Rezension über ein Buch, das die Anfänge des Roten Kreuzes vor 150 Jahren zum Thema hat.

Derartige Sendungen sind die Norm! Diese Gehirnwäsche Woche für Woche, ja Tag für Tag, seit mindestens vier Jahrzehnten! Die Hegemonie der linken „Intellektuellen“ ist erdrückend. Dies ist nur wegen der Panzerung der überwältigen Mehrzahl der Bevölkerung möglich, denn das linke Gesindel ist selbst saublöd und hätte im freien Austausch der Ideen keinerlei Überlebenschance. Saublöd, weil sie ihr Gehirn nicht zum Denken benutzen, sondern umgekehrt bei ihnen das Denken der Abwehr der bioenergetischen Impulse dient. Diese zutiefst sexualfeindliche („bioenergie-feindliche“) Charakterstruktur erklärt, warum sie dem Westen im allgemeinen und dem eigenen Volk im besonderen so viel Mißtrauen, Haß und Verachtung entgegenbringen und warum sie die faschistischen Unterdrücker der lebendigen Impulse in dieser Welt so sehr lieben.

Der Prototyp dieses ekelerregenden Journaillegewürms war die stalinistische Journalistin, die Reich ins Gefängnis gebracht hat:

brady