Posts Tagged ‘Bioenergetik’

Reich-Anhänger, Reichianer und „Orgonomen“ sind meine TODFEINDE

17. Dezember 2017

Reich-Anhänger, Reichianer und „Orgonomen“ benutzen Reichs Ideen aus Was ist Klassenbewußtsein?, um die westliche Gesellschaft zu zerstören. Weihnachten und alles, was sonst noch, mit Europa und dem Christentum verbunden ist, soll tabuisiert werden, weil es das richtige Bewußtsein untergräbt.

Sie benutzen Die Massenpsychologie des Faschismus, um jedweden Versuch zu deslegitimieren, sich für das Eigene einzusetzen. Alles, was nicht den Charakter einer Rebellion gegen die Autoritäten, gegen unsere Vorväter und schließlich gegen unser biologisches Erbe trägt, ist „reaktionär“.

Und schließlich haben sie, insbesondere mit Alexander Lowens „Bioenergetik“ und ähnlichen Systemen, den orgontherapeutischen Ansatz so gedreht, daß er die Patienten noch kontaktloser macht, als sie ohnehin schon waren und um insbesondere die okulare Panzerung zu verstärken. Es wird genau jene Struktur des Panzers reproduziert (Verschiebung von der Körperpanzerung zur Augenpanzerung), die die bioenergetische Grundlage des linksliberalen Syndroms ist.

Die Entdeckung des Orgons, den Orgonakkumulator und sogar den Cloudbuster nutzen sie dafür den Mystizismus zu legitimieren und zu propagieren, d.h. den Kern des Nationalsozialismus und aller anderen reaktionären, lebensfeindlichen Ideologien. Das Orgon wird unvermittelt zu einer Schnittstelle zwischen der materiellen und der vorgeblich „geistigen Welt“.

Alles, was sie tun, dient der Vernichtung der Orgonomie bei gleichzeitiger Nutzung ihrer Ergebnisse, um das Projekt der organisierten Emotionellen Pest voranzubringen, alle Möglichkeiten der individuellen und gesellschaftlichen Selbststeuerung zu hintertreiben und schließlich zu zerstören. Funktionell (das heißt von der Frage her: „Was kommt letztendlich dabei heraus?“) betrachtet, arbeiten sie genau für jene Kräfte, mit denen Reich sich am Ende im Krieg sah: die Kommunisten und „Rockefeller“, d.h. die Internationalisten und Globalisten. Sie tun dies explizit, insbesondere um sich gegen jene beiden Figuren abzugrenzen, die sie abgrundtief hassen: Elsworth F. Baker und Charles Konia. Konservative, d.h. klare Denker wie dieser hier:

Aber haben denn linke Reich-Anhänger, Reichianer und „Orgonomen“ nicht ein Recht auf ihre Meinung? Wie David Horowitz, einer der Gründer der Neuen Linken, gezeigt hat, gibt es eine direkte Linie von den Stalinisten, gegen die Reich gekämpft hat, der Neuen Linken und den heutigen Obama-Demokraten in den USA – sie sind identisch! Die Linke in Europa ist noch schlimmer… Wilhelm Reichs TODFEINDE gerieren sich heute frech als Reich-Anhänger, Reichianer und „Orgonomen“!

Advertisements

WR = Weltrevolution

12. Dezember 2017

Wolf E. Büntig schreibt in seinem bemerkenswert guten Beitrag über Reich zum fünfzehnbändigen Kompendium Die Psychologie des 20. Jahrhunderts aus dem Jahre 1977:

Freud (griff) am Ende seines Buchs Das Unbehagen in der Kultur Reichs Frage auf, ob nicht die Diagnose gerechtfertigt wäre, daß viele Erscheinungen der Zivilisation oder gar die ganze Menschheit unter dem Druck der zivilisierenden Einflüsse neurotisch geworden sind. Freud sah zwei prinzipielle Schwierigkeiten: Für die Untersuchung und Diagnose der Neurose der Kultur fehlten Vergleichsmöglichkeiten, wie man sie bei der Untersuchung des Einzelneurotikers hatte, den man dem Gesunden gegenüberstellen konnte, und schließlich stellte sich die Frage, was denn der Sinn der besten Analyse der sozialen Neurose wäre, wenn niemand die Macht hätte, die Gemeinschaft zu zwingen, sich der Therapie zu unterziehen. „Trotz aller dieser Erschwerungen darf man erwarten, daß jemand eines Tages das Wagnis einer solchen Pathologie der kulturellen Gemeinschaften unternehmen wird“ (Freud). Doch diese Frage blieb für Freud offen. Er selbst und die offizielle Psychoanalyse haben sich nie um eine Antwort bemüht. Insgesamt jedenfalls war die Reaktion der bei der Kulturdebatte Anwesenden Reichs Vorstellungen gegenüber kalt und ablehnend. Die Kluft zwischen Freud und Reich war tiefer denn je.

Es gibt keine Vergleichsmöglichkeiten, um entscheiden zu können, was an Gesellschaften krank ist und es gibt ohnehin keinen Therapieansatz für ganze Gesellschaften. So Freuds Haltung in der Kulturdebatte zwischen ihm und Reich.

Was zunächst einmal die „Therapie“ der Gesellschaft betrifft war Reichs Ansatz von Anfang denkbar einfach. Es geht schlicht um die Aufklärung der Massen. Ein Freud hatte nicht mehr beizutragen als die sterile „Psychopathologie des Alltagslebens“. Dank seiner Kenntnisse aus der Entschlüsselung der Funktion des Orgasmus und aus der Charakteranalyse konnte Reich hingegen eine ganz andere Ebene ansprechen, nämlich die der Sexualökonomie bzw. Bioenergetik. Diese Ebene war fruchtbar, denn auf ihr bot sich unmittelbar die Möglichkeit des Vergleichs an. Zunächst einmal durch das von Bronislaw Malinowski vermittelte Wissen über die Trobriander im fernen Melanesien, deren Gesellschaft insbesondere bewies, daß der Ödipuskomplex kein unentgehbares Schicksal ist und eine geregelte Sexualökonomie möglich ist. A.S. Neills Projekt „Summerhill“ und schließlich Reich eigenes Projekt „Kinder der Zukunft“ zeigten, daß es durchaus möglich war, innerhalb der gepanzerten Gesellschaft einen entsprechenden Gegenentwurf zur gesellschaftlichen Neurose zu schaffen. Und schließlich hat James DeMeo gezeigt, daß die gesellschaftliche Neurose eine innere Struktur hat, die man sowohl auf der Zeitachse, als auch auf der Raumachse entschlüsseln kann: „Saharasia“. Die gesellschaftliche Neurose hat sich entwickelt und von daher läßt sich bis in alle Einzelheiten rekonstruieren, was genau gesund und was eine Entartung ist. Bespielsweise heute die Morgenandacht, wo das Pucken (über das insbesondere DeMeo einiges zu sagen hat!) als natürlich, christlich und gut hingestellt wird. Orgonomisch braucht man sich auf solche Diskussionen gar nicht einlassen, denn wir wissen, was natürlich und gesund ist!

nachrichtenbrief96

10. Dezember 2017

Ein weiterer „Reichianer“: John C. Pierrakos

4. Dezember 2017

Mit Dr. Peter Stüwer habe ich einen durch und durch mechanistischen „linken“ Reichianer beschrieben, hier wird es ein durch und durch mystischer „rechter“ Reichianer sein.

Der Psychiater Pierrakos war Student der Orgonomie bevor er zusammen mit Alexander Lowen die „Bioenergetische Analyse“, kurz „Bioenergetik“, begründete. Die Orgontherapie hatte sich Schritt für Schritt aus der Orgasmustheorie und der Charakteranalyse entwickelt: bioenergetisches Zentrum im Solar plexus, Orgasmusreflex, segmentäre Anordnung der Panzerung, Therapierichtung von der Peripherie zum Zentrum, von oben nach unten, etc. Pierrakos und Lowen „emanzipierten“ sich von diesem Ansatz, „stellten sich einmal ganz dumm“ und betrachteten den Körper etwa so, wie ihn ein Gymnastik- oder Kampfsportlehrer sieht. Beispielsweise als „Zylinder“. „Spannungen“ sollten gelöst werden. Die Patienten sollten in ihren Beinen und Füßen „geerdet“ werden, um „ihren Mann stehen zu können“. Und so fort. Pierrakos reicherte diesen auffällig mechanistischen Ansatz mit etwas an, was er schon bei seiner Zusammenarbeit mit Reich vorgebracht hatte: er konnte Energiefelder und „Auren“ sehen. Etwas, was Reich nicht konnte oder nur in einem sehr beschränkten Maße. Beispielsweise beim Cloudbusten konnte Pierrakos Reich genau sagen, was gerade mit der Energie geschah, d.h. wie sie sich um den Cloudbuster verdichtete, abgezogen wurde, etc. Er war einigermaßen frustriert, daß Reich dafür kein gesteigertes Interesse aufbrachte und eher gleichgültig reagierte. Reich war stets darauf bedacht, daß man die energetischen Phänomene objektiv nachweisen kann oder sie zumindest intersubjektiv vermittelbar sind. Die atmosphärische Orgonenergie, DOR, etc. kann jeder Mensch guten Willens sehen!

Bei Pierrakos waren die Phänomene rein subjektiv bzw. konnten nur von dazu talentierten Spezialisten gesehen werden. Außerdem war das, was Pierrakos beschrieb, unglaublich kompliziert und verwickelt. Es geht, etwa bei der menschlichen Aura, um unterschiedliche Schichten, mit unterschiedlichen Pulsationsraten, „Strahlen“ und verwickelten Strukturen und Wirbeln (merkwürdigerweise spricht er ständig von Hakenkreuzen). Das ganze beschreibt Pierrakos mit auffällig mechanistischen Bildern, etwa „Brownscher Bewegung“, „Wasserdampf“, etc. Seine Ausführungen über die Pulsation des irdischen Energiefeldes sind trotz Illustrationen schlichtweg nicht nachvollziehbar. Mir ist es jedenfalls nicht gelungen. Gleichzeitig hat er den Anspruch den Materialismus zu überwinden, zumal es von der Qualität (dem „Feeling“) seiner Ausführungen her keinerlei Unterschied zu dem gibt, was etwa katholische oder hinduistische „Heilige“ und „Esoteriker“ berichten. In späteren Jahren arbeitete Pierrakos sogar mit einem „Medium“ zusammen, seiner Frau Eva, das Botschaften „channelte“.

Seine ganze Gedankenführung und Stellung zur Orgonomie wird an folgender Stelle deutlich, die in seinem Aufsatz über die menschliche Aura auftaucht, den er in David Boadellas Zeitschrift Energy and Charakter veröffentlicht hat:

Energie kommt von dem Wort energeia, das bedeutet Hervorrufen von Bewegung oder Arbeit. Eine funktionellere Definition ist, daß „Energie die lebendige Kraft ist, die vom Bewußtsein ausgeht“.

Das ganze ist denkbar weit weg von der Sexualität (siehe oben die Grundlagen der Orgontherapie!) und tut niemandem weh. Ganz im Gegenteil: es führt geradezu systematisch weg von dem Weg, für den der Name „Wilhelm Reich“ steht.

Pierrakos beobachtete das Energiefeld beim Menschen (warum nicht bei Tieren?), bei Pflanzen, Kristallen und der Erde. „Pulsation“ ist dabei der führende Begriff. Und dann veröffentlichte Sean Haldane doch tatsächlich das Buch Pulsation, das von nichts anderem handelt, als daß es im nichtlebenden Bereich keine Pulsation gibt! Genau deshalb, wegen diesem hohlen Kampf der Meinungen und Fehlinterpretationen, individuellen willkürlichen „Einfällen“ und „Eingebungen“ ohne jedweden wissenschaftlichen Wert, wollte Reich mit derartigen Spinnern nichts zu tun haben.

nachrichtenbrief92

29. November 2017

nachrichtenbrief84

3. November 2017

nachrichtenbrief79

20. Oktober 2017

nachrichtenbrief72

22. September 2017

nachrichtenbrief57

11. August 2017

Peter der Griesgram

15. März 2017

Habe mir wieder über soziale Medien diverse „Reichianer“ und ähnliche Leute reingezogen. So viel Aufbruch und Hoffnung. Alles sehr „energetisch“ und „spirituell“. Für alles gibt es eine Lösung! Etwa läßt sich die Atmosphäre mit dem Cloudbuster vom DOR reinigen. Dafür gibt es detaillierte Beschreibungen. Und auch die Emotionelle Pest wird nicht vergessen. Beispielsweise soll das Geld- und Zinssystem reformiert werden.

Und ich sitze da – und das ganze geht mir dermaßen wider den Strich. Zunächst der Kult der Expansion. Alles ist easy, entspannt und voll von jenem aufgesetzten Optimismus, der so irritierend ist, weil man ihm etwa bei Krebspatienten im Endstadium begegnet. Zweitens findet sich jenes schwungvolle nach vorne Preschen, das keinerlei Substanz hat, weil es nicht aus der harten Arbeit am Kleinklein hervorgegangen ist. Das ganze ist leer und führt nirgendwo hin. Beides spiegelt paßgenau den gegenwärtigen Zustand des Kapitalismus wider.

Und schließlich fehlt der eine und alles entscheidende Aspekt, den bisher jede „Freiheitsbewegung“ geflissentlich übersehen hat. Die Freiheitsunfähigkeit der Massen, die in der Geschichte jede Expansion in einer um so heftigeren Kontraktion hat münden lassen, jedes „Vorwärts“ in einen noch schlimmeren Rückschritt. Reichs Beispiel war die Geschichte der russischen Revolution.