Posts Tagged ‘Antisemitismus’

Das Antisemiten-Problem

18. Januar 2018

Es wird immer gruseliger: eklige Antisemiten belästigen mich mit Kommentaren wie dem folgenden. Ich habe Nicolai Levashov mit meinen entsprechenden dezidiert antifaschistischen Postings, den beliebtesten des NACHRICHTENBRIEFs überhaupt, bei deutschen Nazis bekannt gemacht 😦

Nikolai Levashov scheint ein kluger Kopf mit guten Geschichtskenntnissen zu sein.
Vielleicht hat er ja das Buch des Historikers Eustace Mullins mit Titel New History of the Jews gelesen? Ist auf jeden Fall sehr lesenswert, allerdings in Englisch!

DOR pur.

Es gibt keinen Antisemitismus ohne verschwörungstheoretischen Hintergrund. Dabei geht es immer um einen Punkt: Antisemiten sind mit einer Gruppe von Menschen konfrontiert, denen es im Durchschnitt weitaus besser geht, als es ihnen nach Meinung der Antisemiten gehen sollte. Messerscharfe Schlußfolgerung der Antisemiten: diese Gruppe arbeitet mit unlauteren Mitteln und ist von Grund auf böse.

Der Hitler-Biograph Werner Maser führt aus, daß die Juden von alters her eines auszeichnete: eine hohe Arbeitsethik und damit einhergehend ein hohes ethisches Niveau, was beispielsweise Vertragstreue betrifft. Ihr Erfolg ist entsprechend mit dem überproportionalen Erfolg der Parsen, Jainas und Sikhs in Indien oder der Chinesen in Malaysia und Indonesien vergleichbar.

Der Antisemit ist jemand dessen eigene Arbeitskapazität sehr niedrig ist und der entsprechend auch ein sehr niedriges ethisches Niveau besitzt. Solche Leute haben immer das Gefühl, daß ihnen Dinge zustehen, die sie nicht selbst erarbeitet haben! Diese alles andere als schönen Charaktereigenschaften projiziert der Antisemit auf die Juden, um so sein Selbstwertgefühl aufrechtzuerhalten. Aus einem verachtenswerten antisemitischen Wicht wird dergestalt ein moralischer Ankläger!

Der Antisemitismus wird erst dann verschwunden sein, wenn die Massen lernen, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen. Der Sozialismus hingegen, d.h. die systematische Zerstörung des der Arbeitsfähigkeit der Massen, ist ein veritables Zuchtprogramm für Antisemiten.

Da die Probleme der Arbeitsdemokratie untrennbar mit denen der Sexualökonomie verzahnt sind, ist es kein Wunder, daß der typische Antisemit ein ziemlich ekliger Zeitgenosse ist, der seine bioenergetische Anspannung vor allem mit pornographisch gefärbten Gewaltphantasien zu bewältigen trachtet. Siehe dazu auch Jerome Edens Ausführungen über „Die energetische Grundlage des Faschismus“ in Die kosmische Revolution, wo sich Eden auch mit dem eingangs im Leserkommentar erwähnten Machwerk auseinandersetzt. Was bleibt ist ein ekliges Gefühl.

Reich schreibt zum Antisemitismus:

Der Jude wird im allgemeinen, besonders unter dem Druck so konsequenter Propaganda wie der des Banditen Streicher, als „Schächtjude“ erlebt, also als ein Mensch mit einem langen Messer, der christliche und deutsche Kinder zum Pessachfest abschlachtet. Da er kleine Kinder am Glied beschneidet, untermauert sich die Angst vor ihm durch die uralte Kastrationsangst, die in allen sitzt. Solche Dinge tut nur ein Wesen, das selbst alle Lust, speziell Sexuallust für sich rauben will. Der Jude nimmt also dem Arier die Mädchen weg, nachdem er die Männer kastriert hat. Der Jude nimmt immer etwas weg. Da er zudem das Unglück hat, durch frühere Judenverfolgungen dem Handel zu frönen, raubt er Geld. Nur ein Schritt noch, und er ist der Inbegriff des „Kapitalisten“ geworden. So kann sich unter geschicktester Ausnützung der Sexualangst vor dem Schächtjuden der gesamte Gefühlshaß der Massenmenschen gegen den Geldwucherer, mit anderen Worten, den „Kapitalisten“, auf den Juden verlagern. Der Jude zieht somit sowohl den sozialistischen Kapitalistenhaß wie die erworbene Sexualangst auf sich. (Menschen im Staat)

Reich hat den „pestilenten Charakter“ als jemanden gekennzeichnet, „der mit Schwung und Hingabe etwas vermeintlich Gutes tut“ (Christusmord, Freiburg 1978, S. 191). Desgleichen Nietzsche:

Es ist nicht auszurechnen, was sich alles unter dem Anscheine eines Kampfes gegen das Böse von schlechten, von rachsüchtigen, von gänzlich rücksichtslosen Instinkten versteckt. Selbst schmutzige Antisemiten wie Eugen Dühring nehmen in Anspruch, die Sache des Guten zu vertreten… (Kritische Studienausgabe, Bd. 14, S. 496)

Nietzsches Beschreibung der Emotionellen Pest und des pestilenten Charakters, etwa des besagten „Berliner Rache-Apostels Eugen Dühring“, dessen Sozialismus und Antisemitismus in ihrer Untrennbarkeit sich wie eine Vorwegnahme des Nationalsozialismus ausnehmen, ist perfekt (KSA, Bd. 5, S. 368-375). Nietzsche hat das Wesen der Pest durchschaut: von „bösen Gedanken, Vorsätzen, Schurkereien“ ist der „ekle Quell so häufig der Unterleib“ (KSA, Bd. 2, S. 203).

Die „Verschwörung der Leidenden“ gegen jene, denen es besser geht: aus ihrem „Ressentiment“ heraus vergiften sie alles mit ihrem ständigen Argwohn:

das Grübeln über Schlechtigkeiten und scheinbare Beeinträchtigungen, sie durchwühlen die Eingeweide ihrer Vergangenheit und Gegenwart nach dunklen fragwürdigen Geschichten, wo es ihnen freisteht, in einem quälerischen Verdachte zu schwelgen und am eignen Gifte der Bosheit sich zu berauschen – sie reißen die ältesten Wunden auf, sie verbluten sich an längst ausgeheilten Narben, sie machen Übeltäter aus Freund, Weib, Kind und was sonst ihnen am nächsten steht. (KSA, Bd. 5, S. 374f)

Besser kann man den antisemitischen Modju gar nicht beschreiben! Es fängt bei der Kindererziehung und der Ehemisere an und endet im Holocaust.

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Sozialismus und orgonomischer Funktionalismus

7. Oktober 2017

Rousseau war der archetypische Vertreter der kollektivistischen Grundhaltung der Linken. Sein „Gesellschaftsvertrag“ hat im Kern „einen einzigen Paragraphen: das vollständige Aufgehen des Individuums mit allen seinen Rechten in der Gesamtheit. Jedermann muß sich gänzlich hingeben, sich selbst und alle seine Kräfte, zu denen auch das Vermögen gehört, das er etwa besitzt. Ebenso wie die Natur jedem Menschen eine absolute Gewalt über alle seine Glieder gibt, verleiht der Gesellschaftsvertrag dem Gesellschaftskörper eine absolute Gewalt über seine Angehörigen“ (Klaus Hornung: Das totalitäre Zeitalter, Berlin 1993, S. 29).

Dieses Konzept hat eindeutig seine Wurzeln in der damals aufkommenden mechanistischen Lebensauffassung. Man vergleiche das mit Reichs Ausführungen in Äther, Gott und Teufel, wo er die die totalitäre Staats- und Gesellschafsauffassung mit der mechano-mystischen Auffassung des menschlichen Körpers gleichsetzt, wo das Gehirn als Diktator seine Anweisungen an die Organe und Gliedmaßen erteilt. Er kontrastiert das mit der arbeitsdemokratischen Vorstellung des gesellschaftlichen und organismischen Funktionierens.

Marx zitiert Rousseau in seinem antisemitischen Machwerk Zur Judenfrage (1843), einem Fanal sowohl für den rechten als auch für den linken Faschismus, wie folgt: „Wer den Mut hat, einem Volke eine Rechtsordnung zu geben, muß sich fähig fühlen, sozusagen die menschlich Natur zu ändern, jedes Individuum, das in sich selbst und für sich allein ein vollkommenes Ganzes ist, in den Teil eines größeren Ganzen umzuwandeln, von dem dieses Individuum in gewisser Weise sein Leben und Sein empfängt, an die Stelle einer physischen und unabhängigen eine moralische Teilexistenz zu setzen. Er muß dem Menschen seine eigenen Kräfte nehmen, um ihm fremde dafür zu geben, die er nur mit Hilfe anderer gebrauchen kann.“ Daran schließt Marx an, der behauptet, die „menschliche Emanzipation“ sei erst vollbracht, wenn der individuelle Mensch ganz im „Gattungswesen“ aufgegangen sei (Konrad Löw: Das Rotbuch der kommunistischen Ideologie, München 1999, S. 38).

Mit erstaunlicher Offenheit reden die Linken von der „Vergesellschaftung des Menschen“. Erstaunlich auch, wie 1977 die angesehene Chronistin der SPD, Susanne Miller, in einer einschlägigen Untersuchung darlegte, worauf das letztendlich hinausläuft: „Der Ansatzpunkt der Freiheitsvorstellungen der Sozialisten war stets die Freiheit ‘des Proletariats’, ‘der Klasse’, ‘des Volkes’, ‘der Menschheit’, niemals die Freiheit des einzelnen. Das Problem der Freiheit des Individuums lösten sie durch einen Identifikationsprozeß von Individuum und Gemeinschaft auf, der sich in einer klassenlosen Gesellschaft vermeintlich von selber vollziehen werde. (…) Der einzelne wurde der Gesellschaft gegenüber als ‘nichtig’ betrachtet (Karl Kautsky), und es wurde ihm das Recht abgesprochen, seine Freiheitsansprüche gegenüber einer sozialistischen Gesellschaft geltend zu machen, sobald diese dem etablierten Kodex dieser Gesellschaft nicht entsprachen“ (z.n. Löw: …bis zum Verrat der Freiheit, München 1993, S. 66f). Freiheit oder Sozialismus!

Der Führer der national-sozialistischen Deutschen Arbeitsfront, Robert Ley, verglich das Volk mit einem Kind, das genauso störrisch, trotzig und unartig sei, wie gläubig treu und liebebedürftig. Ley: „Das Volk hat einen Anspruch darauf, von seiner Führung gehegt und gepflegt zu werden. Es war die größte Torheit des demokratischen Systems zu glauben, daß sich ein Volk selber führen kann“ (z.n. Hornung: Das totalitäre Zeitalter, S. 233f).

Nur ein Traumtänzer kann glauben, daß die linken, die roten Faschisten mit ihrer Version des Sozialismus eine andere Haltung zur Selbststeuerung haben, sei es bei der Erziehung der Kinder oder bei der Organisierung der Gesellschaft. Es ist ein und der gleiche lebensfeindliche mechano-mystische Geist, den Reich in Äther, Gott und Teufel bloßgelegt hat.

Im National-Sozialismus „wurde die Anrede ‘Genosse’ benutzt, die Ferien sollten kollektiv organisiert werden, es galt das Prinzip ‘Das Volk ist alles, Du bist nichts’. Volk ist lediglich durch ‘Arbeiterklasse’ zu ersetzen, und von da ab gelten die gleichen Vokabeln“ (Erwin K. Scheuch,: „Vom Weiterwirken des Sozialismus“. In: Heiner Kappel/Alexander von Stahl: Für die Freiheit, Berlin 1996, S. 79f).

Besprechung von Andreas Peglau: RECHTSRUCK IM 21. JAHRHUNDERT (Teil 1)

13. August 2017

Der folgende Absatz faßt Andreas Peglaus Buch zusammen:

Je intensiver gesunde Gefühle und gesunde Sexualität weiterhin durch patriarchal-autoritäre Normen und Institutionen, durch Kleinfamilien und Kirchen unterdrückt und pervertiert werden, je schlimmere Erniedrigungen, je mehr Existenzangst der neoliberale Kapitalismus dem hinzufügt, desto mehr destruktives Potential steht zur Verfügung – gerade für „rechte“ Bewegungen. Hier läßt sich die anerzogene Unterwürfigkeit beibehalten; sie muß nur auf Ersatzführer und neue Idole umgelenkt werden. Der seit Kindheit angestauten Wut werden zudem sozial Schwächere, oftmals bereits Ausgegrenzte als Feindbilder präsentiert, an denen man sich ohne größeres Risiko abreagieren kann. (S. 85)

Die erste Hälfte des Buches (50 Seiten), wo es um Reichs Entwicklung bis 1933 geht, dessen Massenpsychologie des Faschismus und, wenn auch sehr kurz, um dessen späteres Schicksal, gehört zum Besten, was ich je über Reich gelesen habe. Hier möchte ich aber sogleich meinen ersten Kritikpunkt anbringen. Die heute verbreitete Version der Massenpsychologie des Faschismus verkleistert durch die wirre Aufteilung in Kapitel, die nicht mit der der Originalversion von 1946 übereinstimmt, daß das Buch aus drei klar voneinander getrennten Teilen besteht: das gering revidierte und mit Zusätzen versehene 1933 erschienene Buch über den Nationalsozialismus, eine Mitte der 30er Jahre verfaßte Abrechnung mit dem Stalinismus und drittens einen Anfang der 40er Jahre verfaßten Abschnitt über die Arbeitsdemokratie. Über diesen letzten Teil verliert Peglau kein einziges Wort! Peglau erwähnt, mit Berufung auf David Boadella, daß Reich am Ende psychisch zunehmend angeschlagener wurde, doch mit keinem Wort wird die Emotionelle Pest erwähnt oder wird erwähnt, daß der McCarthyismus (die „Rechte“ in den USA) bei Reichs Verfolgung keine Rolle spielte.

Wer heute von der Alternative „Kapitalismus oder Klima“ spricht (siehe S. 75), so als würde hier nicht „Wissenschaft“ für bestimmte Interessen manipuliert und instrumentalisiert, ist schlichtweg naiv. Ähnliches ließe sich über die angeblich „lebensbejahende“ Politik der offenen Grenzen sagen, die die Löhne und die Sozialstandards drückt! Übrigens setzt Peglau „Fremdenfeindlichkeit“ durchweg mit „Lebensfeindlichkeit“ gleich (S. 107). Die Biologie sieht das anders – jeder Schimpanse sieht das anders. Ja, jedes Volk auf dem Planeten sieht das anders, bis auf die Weißen. Was sollte daran „lebensbejahend“ sein, nicht für die Interessen der eigenen Gruppe einzutreten? Was sollte daran „lebensbejahend“ sein, Araber mit einem durchschnittlichen IQ von 85 und Afrikaner mit einem von 70 zu Millionen ins Land zu lassen? Was ist daran „lebensbejahend“, sich den Islam ins Land zu holen? Beide Faktoren (niedriger IQ und Islam) sind mit einer Demokratie nicht vereinbar.

In diesem Zusammenhang muß ich eine Stelle im Buch erwähnen, bei der ich laut auflachen mußte. Peglau setzt Demokratie mit „Volksherrschaft“ gleich, was alle Menschen, also auch die Fremden umfasse (S. 103). Der naheliegende Einwand von wegen „Volk“ wird in einer Fußnote abgebügelt: es wäre haltlos von einem ewig abgeschotteten „Staatsvolk“ zu reden, man brauche nur ins Berliner Telefonbuch schauen. Ohne die hier evident werdende „ständige Durchmischung inklusive Zuwanderung“, „dürfte wohl auch heute kein deutscher Staat mehr existieren: Nationalistische ‚Inzucht‘ führt planmäßig zum Aussterben“ (S. 151). Mal abgesehen davon wie abwegig dieser Gedanke bei einem 80 Millionen-Volk ist und daß Peglau hier plötzlich die Biologie anführt: Wie verpeilt ist es, Millionen von Moslems ins Land zu holen, die über viele Generationen hinweg tatsächlich systematisch Inzucht betrieben haben?

Peglau will uns aufklären, uns die Augen öffnen, uns Mitgefühl und Solidarität vermitteln, zeigt aber untergründig eine erschreckende Kälte, Kontaktlosigkeit und Ahnungslosigkeit. Peglau erwähnt den GULAG und Hiroshima, warum nicht das weitaus Näherliegendere: den Alliierten Bombenterror und die Vertreibung aus dem Osten? Warum beklagen deutsche Gutmenschen stattdessen den alliierten Bombenterror in Japan oder die Massenvertreibungen im Nahen Osten? Diese komplette Absurdität, für die Peglau offenbar jedes Sensorium fehlt, ist ein Thema der Massenpsychologie, das man mit Hilfe eines Buches aufschlüsseln kann, welches ich am Ende erwähnen werde. Antisemitismus? Der ist heutzutage wohl eher ein Problem der Linken, die geradezu besessen von „Israel und den Palästinensern“ ist. Sich für tote Juden zu „engagieren“ ist billig! Wer nicht zu Israel steht, soll gefälligst von der Shoa und vom Antisemitismus schweigen! Apropos Juden: die Juden von 1933 werden von Peglau mit den heutigen Moslems, Zigeunern, Homosexuellen und Arbeitslosen verglichen! (S. 84). Da zieht sich bei mir wirklich alles zusammen. Es ist auch geschichtsblind: die Juden waren überdurchschnittlich, teilweise geradezu sensationell erfolgreich… Es ist der helle Wahnsinn Reichs Widerstand gegen die NSDAP mit dem heutigen „Antifaschismus“ gleichzusetzen, der durchweg vollständig risikolos und schlichtweg verachtenswert ist. Die organisierte Emotionelle Pest auf deren Seite sich Peglau stellt – im Namen Wilhelm Reichs!

Peglau rückt den Neoliberalismus zumindest in die Nähe des Faschismus. Dagegen stellt er Gleichheit und Gerechtigkeit, so als würden diese sich nicht gegenseitig ausschließen. Das sieht man allein schon daran, daß es einen Sozialstaat nur bei geschlossenen Grenzen geben kann. Von einem „neoliberalen System“ in Deutschland zu sprechen, ist schon deshalb abwegig, weil die Staatsquote bei fast 45% liegt. Ebensogut könnte man von einem sozialistischen System sprechen. Aber ich möchte mich gar nicht auf die Diskussion einlassen, beispielsweise trat Friedrich von Hayek für eine staatliche Grundsicherung ein, sondern darauf hinweisen, daß Peglau eine linke Vision präsentiert, andere eine rechte Vision präsentieren könnten, – diese Visionen an sich aber vollkommen irrelevant sind. Sie sind der jeweilige Ausdruck unterschiedlicher Charakterstrukturen. Erst nachdem diese in ihrer Dynamik durchschaut worden sind, kann man sich daran machen, die Welt jenseits der beiden ideologischen Scheuklappen zu betrachten. Peglau selbst führt Reichs Dreischichten-Modell (Kern, sekundäre Schicht, Fassade) an (beispielsweise S. 105f), kommt aber nicht auf den Gedanken, daß der „Liberalismus“ (gemeint ist der Linksliberalismus und Sozialismus) und damit seine, Peglaus im Buch ausgebreitete Theorien direkter Ausdruck der oberflächlichen Schicht ist. Folgt man Elsworth F. Bakers Ausführungen in Der Mensch in der Falle ist Peglau ein „sozialistischer Charakter“.

Daß Peglau kein einfacher Liberaler ist, wird an seiner grundsätzlich positiven Haltung zur sogenannten „DDR“ deutlich (weil diese grundsätzlich antifaschistisch gewesen sei), insbesondere aber aus folgenden beiden Sätzen, die man mehrmals lesen sollte:

Klare „Verordnungen“ der Führenden gegen faschistoide Tendenzen und entsprechendes Handeln könnten einiges [für die antifaschistische Umerziehung] bewirken – trotz der autoritären Strukturen: Wer sich wünscht, einer Obrigkeit zu folgen, käme dadurch zumindest in Konflikt mit seiner Fremdenfeindlichkeit. (S. 114)

Der Terror des antideutschen Merkel-Regimes, der politischen Korrektheit, der Drohung mit der Vernichtung der bürgerlichen Existenz für bloße Meinungsäußerungen grinst uns an! Peglau, will jedweder Entwicklung nach rechts die Grundlage entziehen (S. 116). Für ihn gibt es nur eine einzige Richtung, die akzeptabel ist. Selbst Die Linke ist ihm mittlerweile zu rechts (S. 85).

Peglau analysiert den tiefenpsychologischen Hintergrund des AfD-Anhängers. Man sollte sich eher fragen, was in jemandem vorgeht, der so etwas bejaht wie das Parteiprogramm Der Linken. Elsworth F. Baker hat diese Frage beantwortet:

Der-Mensch-in-der-Falle

DER ROTE FADEN: Der Übermensch

12. Juni 2017

Ein neuer Artikel auf http://www.orgonomie.net:

DER ROTE FADEN:

1. Aktion und Reaktion

a. Der Weg in den Kommunismus

b. Der Weg in den Faschismus (Wien)

c. Rassenhygiene

d. Der Weg in den Faschismus (Berlin und Kopenhagen)

e. Der Übermensch

 

 

Manuel schrieb 2011: Das EINZIGE was Sinn macht, ist nach einem „persönlichen Motiv“ zu suchen!
Das Hitler seinen Selbsthass und seine Selbstverachtung auf „die Juden“ projeziert hat – ist das etwa kein „persönliches“ Motiv ?
Das Hitler an einer einzigen Stelle – dem Arzt gegenüber, der seine Mutter behandelte- so etwas wie Mitgefühl zeigte – was könnte „persönlicher“ sein?
Das Hitler von allen Deutschen einen Nachweis der „arischen“ Abstammung bis in die dritte Generation verlangte, den er selbst nicht erbringen konnte – ist das nichts „persönliches“??
Das Hitler seinen Vater hasste – von dem er annahm, daß er jüdischer Herkunft war – weil dieser ihn einsperrte, täglich schlug, verspottete (zB. wegen angeblich mangelnder Intelligenz!) und nicht mit seinem Namen, sondern mit einem Pfiff -wie einen Hund- rief, weil dieser Vater seine „arische“ Mutter mit „jüdischer“ Grausamkeit behandelte…
keine persönlichen Motive?
Mir reicht die genaue Betrachtung der Kindheit Adolf Hitlers aus, um das Phänomen Hitler vollständig und logisch zu erklären. Für den Rachefeldzug gegen seine in der Kindheit erlittenen Demütigungen standen dem Führer genügend Menschen zur Verfügung, die aufgrund ähnlicher Kindheitserfahrungen ähnlich strukturiert waren.
Diese Geschichte ist kein Rätsel mehr – dank Alice Miller ( „Am Anfang war Erziehung“).
Hitler hat übrigens versucht, die Spuren seiner Herkunft zu tilgen – er ist sogar so weit gegangen, Gräber seiner Vorfahren zerstören zu lassen!
Trotzdem ist seine Kindheit aussergewöhnlich gut durch übereinstimmende Zeugenaussagen seiner Verwandten und Bekannten dokumenmtiert, so daß es keinen Zweifel an der Situation geben kann, in der er aufgewachsen ist.

Dazu Peter: An Hitlers Werdegang von der Geburt an ist kaum etwas Außergewöhnliches. Nichts unterschied ihn von Millionen anderen. Der Bruch zum exterminatorischen Antisemiten mit Messiaskomplex fand irgendwann zwischen Ende 1918 und Herbst 1919 statt. Was nun der Auslöser war, wird sich wohl kaum je rekonstruieren lassen, zumal bei einem paranoid-schizophrenen Charakter, der darüber hinaus durch eine lange Reihe von Inzucht erblich vorbelastet war, wirklich so gut wie alle Anlässe sonst was auslösen können.
Reich hatte in vieler Hinsicht eine weitaus traumatischere Kindheít, Jugend, Kriegszeit und Nachkriegszeit als Hitler!

Peter: Noch mal zur Verdeutlichung: es geht um MASSENpsychologie, sozusagen um Statistik, nicht um individuelle Biographien. Es gibt genitale Charaktere, die aus einer Familienhölle mit Alkoholismus und Mißbrauch hervorgegangen sind, und es gibt neurotische Wracks, deren Eltern Orgonomen waren.
Statistik wie sie DeMeo in seiner Saharasia-Arbeit vorexerziert hat. Individuelle Biographien sind ziemlicher Quark. Es hilft kaum etwas beim Psychotherapeuten und erst recht nicht bei „Fernanalysen“, die etwa Fromm und Miller bei Hitler vorgenommen haben. Das erinnert mich an eine Möchtegerntherapeutin, bei der ich mal in „Therapie“ war und der ich mal von mir erzählt habe: Ich konnte ihr einfach nicht mehr ausreden, daß meine Kindheit von Gewalt geprägt war. Vollkommener Quatsch! „Arbeiterkind >> Gewalt gegen Kinder!“ Und wenn man dagegen argumentiert, ist das Ausdruck von „Verdrängung“!
Ein Orgontherapeut interessiert sich ausschließlich für das Hier und Jetzt und nicht für irgendwelche mythischen Vergangenheiten – die eh eine Funktion der Gegenwart sind. Ja, diese Gegenwart ist aus der Vergangenheit hervorgegangen, aber das ist ein massenpsychologisches Problem.
Reich: erst Biologie (die Gegenwart), dann Soziologie (Massenpsychologie) und schließlich weit abgeschlagen ein bißchen Psychologie (Freud). Bei Miller und Konsorten ist diese Reihenfolge umgekehrt.

Manuel: „Es ist auffallend, daß alle Charakterisierungen des Juden, auf die Nazis am besten selbst zutreffen.“
Diesem Punkt möchte ich aus eigener Erfahrung zustimmen. Ich hatte einmal einen Alt-Nazi als Chef, der im Geschäftsgebaren alle den Juden zugeschriebenen Eigenschaften zeigte. Er selbst bemerkte das natürlich überhaupt nicht, sondern fühlte sich „arisch-rein“. Das war damals ein Aha-Erlebnis für mich -ich hatte einen Grundmechanismus des Antisemitismus „entdeckt“ (d.h. live erlebt und somit seine Wahrheit bestätigt). Wie wohltuend war es für diesen Mann, all seine miesen PERSÖNLICHEN Eigenschaften einem Sündenbock -den Juden- zuschreiben zu können und sich selbst gut und rein und stark zu fühlen. Vor diesem Erlebnis hatte ich es nicht für möglich gehalten, das die Motivation für antisemitischen Hass so einfach und durchschaubar und bloß auf persönlichen Defiziten basieren könnte, von denen man sich befreien möchte ohne an sich „arbeiten“ zu müssen.
Was Reichs traumatische Kindheit angeht: Reich hatte keinen emotionalen Rückhalt in seiner Familie aber zB. bei seinem Hauslehrer. Ich denke, das hat ihm sehr geholfen und seinen späteren Lebensweg als Wissenschaftler stark beeinflußt. Adolf Hitler ist aber scheinbar ohne eine EINZIGE Person aufgewachsen, die ihm liebevolle Zuwendung gegeben hätte.

Manuel: Ich bin gerade auf folgenden Artikel gestoßen:
http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/zeitgeschichte/michael-grandt/adolf-hitler-teufel-daemon-oder-schwer-misshandeltes-kind-.html
Leider wird hier die möglicherweise jüdische Herkunft des Vaters als „Ammenmärchen“ abgetan. Es ist aber wahrscheinlich, daß Hitler dieses Gerücht in seiner Kindheit zu hören bekommen hat. Die Ungewißheit hat in jedem Fall an ihm genagt, denn er versuchte alles über seine Herkunft herauszufinden und gleichzeitig so viele Spuren wie möglich zu verwischen.

Peter : David hat mich neulich auf folgendes verwiesen:
http://www.bild.de/BILD/ratgeber/kind-familie/2010/11/15/horror-eltern-historischer-figuren/joerg-zittlau-luther-balzac-liz-taylor-hitler.html

O.: Was mich immer erstaunte, war, dass es soviel schwule Nazis gab, die aber nicht offen so auftreten konnten. Und gerade aus diesem Zwiespalt wurde der eigenen Trieb (Neigung) ständig unterdrückt und suchte sich um so heftiger ein Ventil …
Ebenso ist die „Elite“ alles andere als arisch, sportlich (athletisch) und nordisch. Auch heute noch sieht die Nazi Szene nicht als typisch arisch aus und würde nach eigenen Maßstäben „ausgesondert“ werden. Aber da sie ihren Hass nach außen projezieren können, scheint die Verdrängung der eigenen Häßlichkeit zu glücken. Je mehr sie sich selbst für minderwertig halten, desto brutaler gehen sie vor. Und wenn die neue „Elite“ besser zu sein scheint, gibt es dann den inszenierten „Röhm-Putsch“ und sie werden vernichtet.
Die Liquidation des SA durch die SS zeigte dem Volk, dass jeder willkürlich vernichtet werden könne, der nicht richtig spurt und ein Widerwort gibt.
Man müsste sich noch einmal die Attribute anschauen, die den Juden angedichtet worden sind: Diese passen wohl am besten zur eigenen Lebensweise und Motivation. (Projektion)
Dennoch kann man nicht die Macht des geschlossenen Gedankensystems, der Propaganda und der Einbeziehung jeder gesellschaftlichen und beruflichen Gruppe in ihrer Wirkung unterschätzen. Und das ist genau das Problem, dass uns heute nicht mehr der „Zauber“ gegenwärtig ist, den die Nazis wirkungsvoll und theatralisch aufgebaut haben.

Peter: Bei der ganzen „Bewegun“g ging es immer nur um eins: Sex, insbesondere Sadomaso. Allein schon der Uniformenfetisch. Das ganze nahm seinen Anfang mit Wagners Musikdramen und all den hysterischen, schwulen Wagnerianern, die bei der „überwältigenden“ Musik zu Gelee wurden. Wirklich alles war auf „Überwältigung“ ausgerichtet.

Manuel Says:
25. März 2011 um 12:52 | Antwort
Und wie kommt es, daß Sex mit Sadomasochistischen Vorstellungen besetzt wird?
Damit schließt sich der Kreis zu dem, was ich Eingangs schon erwähnte

O.: Ich stutze über diesen Satz:
„Nietzsche hat diese „negative Egologie“ [gemeint war Stirner] in eine positive umgeformt, indem er den theologischen Bezugsrahmen zu einem biologischen machte:…“
Ich würde umgekehrt eher von positiver „Egologie“ sprechen bei Max Stirner, da er einen positiv besetzten Egoismusbegriff diskutiert. Beim hier gezeigten Nitzsche Zitat gilt das „Ich“ als „negative besetztes Ich“ mit allen destruktiven Anteilen (sekundäre Schicht bei Reich) und das „Selbst“ bei Nitzsche – als positives Gegenstück (der biologische Kern bei Reich). Die Selbst-Psychologie scheint diesen Begriff dann wohl von Nietzsche übernommen zu haben …

Peter: Anfang des 19. Jahrhunderts hat Stirner die Theologie, die besagt, daß man Gott durch Festlegungen nicht dem Menschen verfügbar machen kann, radikal umgekehrt: ICH bin nicht verfügbar – „habe meine Sache auf nichts gestellt“, bin eigenschaftslos wie Gott. Am Ende des Jahrhunderts war der Bezugrahmen nicht mehr theologisch bzw. antitheologisch, sondern biologistisch: „Ich bin eine wilde Bestie“, d.h. nicht domestiziert – aber ich habe jede Menge „positive“ (definierbare) Eigenschaften.

Erik Jan van Hanussen: Naja Alice Miller hat Adolf Hitler unter die Lupe genommen mit Biographien die auf undurchsichtigen Quellen beruhen.
So ist von der Nekrophilie Hitlers die Rede, der sich gern unter scheissende Frauen gelegt hat und der den Orgasmus bekam wenn er mit Tritten penetriert wurde. Die Quelle ist der damalige englische Geheimdienst OSS.
Den Werdegang von Hitler logisch zu erklären schafft niemand, warum hat er denn während des 2. Weltkriegs jeden Tag das eiserne Kreuz getragen was ihm von einem jüdischen Offizier überreicht wurde? Warum hat er Amerika den Krieg erklärt zu einem Zeitpunkt wo man sich vor Moskau zurückzog?
Vielleicht wurde ihm ja wirklich der Zippedäus von einer Ziege abgebissen sowie es ein Mitschüler aus Leonding später an der Ostfront erzählt und deshalb vom NS-Gericht zum Tode verurteilt wird. Man kann und wird es wohl niemals begreifen.

Peter: Was Hitler letztendlich angetrieben hat, ist ziemlich gleichgültig, Vielleicht war es ja die lange Linie von Inzucht, aus der er hervorgegangen ist. So wie der süße „reinrassige“ Familienhund, der aus heiterem Himmel zur Bestie wird und von der Polizei erschossen werden muß. Wichtig ist nur, daß solch ein Individuum nur wirksam wird, „wenn seine persönlichen Anschauungen, seine Ideologie oder sein Programm am die durchschnittliche Struktur einer breiten Schicht von Massenindividuen anklingt“ (Massenpsychologie des Faschismus, S. 53). Meines Erachtens war dies bei Hitler seine widersprüchliche Doppelstruktur: einerseits das Feige und Beharrende (ein unglaublich willensschwacher Mann, der keine Entscheidungen traf = die Panzerung) und andererseits das Treibende, Kompromißlose (die radikalsten Lösungen wurden jeweils bewilligt = die aufgestaute Energie will RAUS). Das treibt die Massen bis heute: eine alles erstickende feige reaktionäre Indolenz hier und doch der Traum von Glorie, revolutionärer Rache und Befreiung da. Man schaue sich doch die zahllosen heimlichen bis unheimlichen Hitler-Fans im Internet an: sie glauben heroisch gegen den Zeitgeist anzukämpfen, doch tatsächlich verkörpern sie diesen wie kaum welche.

Tzindaro schrieb 2016: Hitler was not unusual. His attitudes toward Judaism was close to the Central European norm, in a tradition going back centuries. Look at the anti-semitic writings of Martin Luther for example. Anyone writing such things today would be arrested for volkverhetzung.
The anti-semitic teachings of the Catholic church over hundreds of years set the stage for the extermination of the Jews. If there was any single root cause of Nazism, that was it. Hitler and almost all the Nazi leadership were brought up in the church and instructed in it’s teachings. They remained church members in good standing throughout their lives. In fact, when they had lost the war, many Nazis were helped to escape by the church, which hid them in monasteries and got them safe passage to South America, where they were granted refuge at the request of the Vatican.
Seen from the long viewpoint of history, Nazi anti-semitism was only the latest outbreak of the long-term program of the Catholic Church to rid Europe of the main competing religion. Nazism, like Lutheranism, was only a sect of the Christian culture that created it.
Fortunately, Europe since the war has rejected religion of all kinds and embarked on an experiment: the first truely secular society in history. An agressive secularism, following the French model, is the best hope of avoiding any future holocausts.

Robert schrieb 2011: Der Hinweis auf Rainer Zitelmann war mir neu. Bei Wikipedia steht etwas über ihn.
Ich frage mich, ob Theleweits „Männerphantasien“ ebenfalls durch Reich angeschoben wurden und ob es neben Zitelmann noch weitere Geisteswissenschaftler gibt, für die Reich den Anstoß gab.

Robert weiter: Diskussion „Hitler Heute“ von 1995 mit Rainer Zitelmann:

Manuel 2011: Die widersprüchliche Persönlichkeitsstruktur Hitlers, die Wilhelm Reich treffend mit den Worten charakterisiert: „Rebellion gegen die Autorität mit gleichzeitiger Anerkennung und Unterwerfung“ lässt sich nur durch die Kindheitssituation Hitlers erklären: Als Kind eines brutalen, sadistischen (usw.) Vaters muss man sich auflehnen und rebellieren um als eigenständiges Wesen zu überleben, gleichzeitig muss man seine Autorität anerkennen, ihn lieben und bewundern, sonst könnte man als KIND emotional (und manchmal auch physisch) nicht überleben.

O.: Rainer Zitelmann scheint Hitler positiv als „Revolutionär“ zu verstehen (Wikipedia) und kann seine Begeisterung auch in der Gesprächsrunde kaum unterdrücken, zumindest passt sein Bart zur inneren Haltung, von der er sich wohl frei glaubt. Ein 25-jähriger Zuschauer betitelt ihn als „mother fucker“, da er Frau M. Mitscherlich aufdringlich widersprechen muss und stellt die interessante Frage, die nicht beantwortet wird: Ob die Deutschen nicht Hitler gegen Ende des Krieges darüber getäuscht haben, dass sie noch hinter ihm stehen würden und vielmehr boykottieren würden?
Die Reduzierung von des deutschen Faschismus auf Hitlers Wahn und die Vernichtung der Juden, wie es in dieser Sendung Tenor ist, verkennt, dass die Basis für einen neuen Faschismus weiter existiert. Um meine Oma zu zitieren: „Hitler war nicht verkehrt, nur das mit den Juden, hätte er nicht machen sollen.“ Hitler hat begeistert und fasziniert und die damalige „deutsche“ Jugend in seinem Sine erzogen, ein Erbe, dass weiter besteht. Insbesondere bei den Arbeitern konnte er Punkten … und seine SA/SS-Terrorherrschaft ausbauen.
Wo Bildung fehlt – wie heute – wird Faschismus geschaffen, an Führer/innen fehlt es nicht. Nur ein neues Feindbild müßte her …
Da der Mut fehlt, W.R.´s Massenpsychologie des Faschismus zu verstehen, gibt es kein Jenseits des Faschismus. Er lebt in den autoritären Gesellschaftsstrukturen weiter und Hitler-Analysen sind Heucheleien.
Hitler war „nicht“ wahnsinnig, sondern hat den üblichen Wahnsinn auf die Spitze getrieben und ihn benutzt. Er hat den Faschismus in der „Demokratie“ entlarvt, in dem er den Faschismus offen ausgelebt hat. Dass er nicht siegreich war, verdanken wir nicht einem „deutschen Widerstand“ (des Militärs) – sondern seiner Dummheit, stets den größten Unsinn zu verzapfen. Wäre er nur ansatzweise genial gewesen, nicht auszudenken, wo wir jetzt leben würden.
Dennoch wird ihm nachgeeifert aller Orten.
Ob Reich hier die (einzig) richtige Antwort gefunden hat, ist schwer zu sagen, doch es ist ein Anfang, die Sache zu verstehen.

Robert: Um meine Oma zu zitieren: „Hitler war nicht verkehrt, nur das mit den Juden, hätte er nicht machen sollen.“
Jede Zeit hat ihre Mythen und heutzutage wird geglaubt, unsere Urgroßeltern wären alle verführte Trottel gewesen, die einem geisteskranken Schreihals hinterherrannten. Womöglich wird man ebenso in 70 Jahren unsere heutige Überzeugung als Unsinn entlarven.
Meiner Überzeugung nach besteht das Problem mit M. Mitscherlich mit ihrem Psychologismus, der bar der Fakten Psyche erklärt. Das Gleiche passt übrigens zu Reichs „Massenpsychologie des Faschismus“ von 1933, die geprägt ist von Reichs kommunistischer Ideologie, die letzlich die eigene Position als Selbstverständlich voraussetzt.
Bei den letzten freien Wahlen waren immerhin 60% der Wähler gegen Hitler, also schneiden unsere Vorfahren gar nicht so schlecht ab. Verwechselt werden heutzutage ständig Volksabstimmungen über Gebiete mit Parlamentswahlen.
Meiner Erfahrung nach ist historisches Faktenwissen zur damaligen Zeit sehr gering. Da liegt der Hang zum Psychologismus nahe.

Manuel: „Hitler war nicht verkehrt, nur das mit den Juden, hätte er nicht machen sollen.“
Ja, so ähnlich habe ich das auch schon öfter von Menschen dieser Generation gehört. Mir scheint, daß ausser einzelnen Perversen kaum jemand in Deutschland die „Endlösung“ wollte – trotz allgemeinem (latenten) Antisemitismus. Ohne Hitler hätten wir einen „ganz normalen“ Faschismus gehabt, so wie in Italien, Spanien etc.
Der Verlauf des Krieges und die Obsession der Judenvernichtung zeigen, daß Hitler wirklich wahnsinnig war und nicht „bloß“ ein manipulativer politischer Stratege.

Robert schrieb 2011: Deswegen auch der irrsinnige Hass auf Sarrazin, der sich Gedanken über Genetik und Intelligenz gemacht hat. Für die linken „Antifaschisten“ soll es soviel Inzucht und künstliche Auslese Richtung Verblödung geben wie nur möglich.
https://i0.wp.com/www.spiegel.de/images/image-20024-panoV9free-ljud.jpg?zoom=2

O.: … Dann wäre die freie und selbstbestimmte Partnerwahl der „Wissenschaft“ geopfert und die Liebe hätte (auch wieder) keine Chance, so wie der Gutsherr, der bestimmt, welcher Knecht welche Magd ehelichen dürfe oder der Vater, der den Schwiegersohn für die Tochter aussucht, was wir ja in der muslimischen Welt noch so als Brauch haben. … „Schöne neue Welt“ – da war es doch ähnlich. Retortenkinder (ohne energetischen Zeugungskontakt), ausgesucht nach deren Erbmaterial.

O.: Was soll die Genetik hervorbringen?
Resistente und somatisch gesunde „Körper“? – Oder das Konstrukt, von dem wir glauben, jemand sei intelligent?
Demnach wäre Intelligenz vererbbar??? Darüber ließe sich trefflich philosophieren und, weiß Gott, streiten.
Mit der Intelligenz verhält es sich so, dass das gemessene IQ-Kontrukt (meist sprach- und kulturgebunden, sowie altersgebunden) eine Varianz um den Mittelwert 100 für die meisten Menschen misst (so ist der Test angelegt). Wer zwei Standardabweichungen drunter oder drüber liegt, bekommt einen auffallenden Wert, der klinisch interessant werden könnte, da er aus dem Rahmen fällt. Nun mag man sich freuen, wenn ein Kind einen höheren IQ nach HAWIK hat als 130, doch was sagt diese Intelligenz für die soziale Realität aus?
Das Kind ist „überbegabt“ (hochbegabt) und wird Probleme bekommen, die nur mit Soziapädagogik auszugleichen wären. Die wenigsten finden eine Nische, in der sie mit ihren einseitgien Fähigkeiten etwas anfangen können. Die meisten werden scheitern. Die Hochbegabung wird zur „quasi-geistigen Behinderung“, wie für jemanden der unter 70 IQ-Punkten liegt. Was nützt also das Geschwafel von der Intelligenz? Jeder normal Begabte hat die Möglichkeit sich besser zu entwickeln und dies hängt von sozialen und finanziellen Mitteln ab.
Hätte Hr. Sarrazin einen Bachelor in Psychologie und hätte die Vorlesung in Differenzielle Psychologie besucht, müssten die Leser nicht solch Laienwissen sich anhören, behaupte ich mal. Ebenso wird es sich mit seinen Genetikkenntnissen verhalten. Aber als Politiker reicht es ja meist nur fürs Jurastudium und dies behaupte ich mit Nichtwissen, wie es Juristen zu tun pflegen.

O.: Wer sich zum Thema Intelligenz noch mal „intelligent“ machen will, dem sei diese Seite empfohlen:
http://www.stangl-taller.at/TESTEXPERIMENT/testintelligenzwasistdas.html
Über Genetik steht da auch so manch amüsantes.

Robert: Ich habe mich schon als Jugendlicher mit der Kritik der IQ-Messung beschäftigt. Das Problem ist, die Literatur ist leider ideologische Pseudo-Wissenschaft. Während im Physischen jederman akzeptiert, dass es unterschiede gibt, soll es im geistigen nicht gelten. Klar ist es schwieriger, Intelligenz statt Renngeschwindigkeit zu messen, ohne Frage. Doch es funktioniert, sogar weltweit.. Man kann Japaner mit Afrikaner vergleichen usw. Die Unterschiede von Völkern, Rassen und Individuen anzuerkennen, heißt nicht automatisch, sie in schlecht oder gut einzuteilen.

Peter: Leute, die die „Gleichheit aller Menschen“ propagieren, vermeinen mehr Humanität zu verbreiten. In Wirklichkeit verbreiten sie Terror. Man denke nur an all die armen durchschnittlich, vielleicht sogar unterdurchschnittlich intelligenten Kinder, die von ehrgeizigen Eltern durchs Gymnasium gepeitscht werden. Früher hatte jedes Unterschichtkind normale Rechtschreib- und Rechenkenntnisse. Heute, wo wirklich alle Kinder mit hochwissenschaftlichen Methoden unterrichtet werden, bleiben die weniger intelligenten Kinder auf der Strecke und lernen gar nichts. Beispielsweise macht aus abstrakt mathematischer Sicht es wirklich Sinn mit der Mengentheorie anzufangen (weil die Menge fundamentaler ist als die Zahl) – mit der aber leider kein Mensch etwas anfangen kann, der nicht Mathematik studieren will.
Diese Gleichmache sind zutiefst inhuman. Es geht eh nur darum, daß SIE (die Gleichmacher) sich gut fühlen. „Ich bin kein Rassist!“

claus schrieb 2015:
“ […] manche Leute können einfach nicht genug kriegen von Hitler und Konsorten. Es bringt Bewegung in die erstarrten Glieder.“
Er ist das einzige, was alle Hauptschüler von deutscher Geschichte kennen. Und viele (alte Linke) behaupten immer noch, man laufe Gefahr, den NS nicht ausreichend zu behandeln. Was ja stimmt: Es fehlt Kontext – also Geschichte vor dem NS.

claus: Sehe gerade: „Neuheidentum“ auf dem mittleren Strang. Nee, das ist ähnlich wie Schuler, Wolfskehl, … eher schon etwas, das den NS auf einem Seitenstrang vorbereitet. Es ist einfach zu ästhetisch, träumerisch, versponnen. Man denke auch an Georges Maximin-Kult, der sicher sehr verwandt damit ist, und auch an den theosophischen Runenforscher, dessen Name mir nicht einfällt, …

Peter: Akif Pirincci und das faschistische Merkel-Regime: http://www.pi-news.net/2015/11/p489523/

Peter: Ja, die hege Bunte Republik ist eine Wiedergängerin des Dritten Reiches! Helldeutschland ist ein Terrorstaat, der quasi offiziell Mordaufrufe ausgibt!
http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/helldeutsche_wirklichkeit_hass_hetze_brand

Neurose Antifaschismus

9. Mai 2017

Hitler ist nicht wegen seiner ekelerregenden Judenhetze, dem lächerlichen völkischen Okkultismus oder gar wegen des sozialistischen Anstrichs seiner Bewegung an die Macht gekommen, sondern weil er die einzig glaubhafte Alternative zu einem „Sowjetdeutschland“ war. Er hat dem roten Spuk in Deutschland das Rückgrat gebrochen. Mit seinem Präventivschlag gegen die zum Angriff massierten Sowjettruppen 1941 hat er Europa vor einer unmittelbar bevorstehenden Ausbreitung des Sowjetreichs an die Atlantikküste bewahrt. Es kann keinerlei Zweifel geben, daß Stalin Polen, Deutschland, die Beneluxländer und Frankreich wie nichts überrannt hätte. Er hatte damals die größte Armee der Welt und die einzige, die ausschließlich für den Angriff ausgerüstet und gedrillt war.

Antifaschismus schön und gut. Das Wüten der Einsatzkommandos, Auschwitz, der Holocaust in seiner Gesamtheit war schlimmer, als man es sich ausmalen kann. Und mich persönlich widert das nationalsozialistische Regime auch schon ohne jedes Verbrechen an. Aber aus dem Antifaschismus eine Religion zu machen und beispielsweise nicht anzuerkennen, daß die Wehrmacht die beste Armee war, die es je gegeben hat, ganz zu schweigen von der Waffen-SS, ist kindisch. Etwa so kindisch wie die Empörung, wenn man sagt, Hitler sei sehr intelligent gewesen und als Maler nicht gar so schlecht, wie immer behauptet wird.

Das Verhängnis ist, daß man vermeint, daß Heil liege in einer verabsolutierten Antihaltung. Statt die Bundeswehr in ihrer Kernaufgabe (außer Gefecht setzen von gegnerischen Kombattanten!) an einer großartigen Tradition auszurichten, wird das Gegenteil getan. Statt sich der roten Pest (heute der grünen Pest des Islam) mit kompromißloser Härte entgegenzustemmen, unterwirft man sich mit einer verblüffenden Vehemenz, so als wäre es in irgendeiner Weise gut und richtig, unschuldige Menschen dem großen Schlachten a la ISIS anheimzugeben.

Der gesamte heutige „Antifaschismus“ ist ein schlechter Witz, da er genau das bewerkstelligt, wogegen er angeblich ankämpft, nämlich den Triumph des Bösen. Was sollte an der Islamisierung Europas „antifaschistisch“ sein? Dieser „Antifaschismus“ ist neurotisch. Neurose ist, wenn man auf alles auf die gleiche Weise reagiert, kein Differentiationsvermögen besitzt.

Handel und sekundäre Schicht

19. April 2017

Reich hat den Charakter des Menschen in den zentralgelegenen produktiven und rationalen bioenergetischen Kern (erste Schicht, die „Natur“ des Menschen) und die soziale Fassade (dritte Schicht, die „Persönlichkeit“ des Menschen) aufgeteilt, die diese Impulse nach außen vermittelt. Ähnlich wie beim Entoderm und Ektoderm sich das Mesoderm (weitgehend die Muskulatur) schiebt, kommt bei der biopsychischen Struktur als weitere Schicht, die mittlere Schicht hinzu. Sie bestimmt den Charakter des Menschen, also die Art und Weise, wie er seine Energie bindet und freisetzt. Ist er gepanzert, d.h. ist die Muskulatur je nach Charakter chronisch verspannt und das Verhalten entsprechend irrational, spricht man von der sekundären Schicht. Die zweite Schicht wird zum Hort der sekundären Triebe.

Im Nationalsozialismus gab es eine zentrale Auseinandersetzung über die Stellung des Handels. Die einen sahen im Handel etwas „typisch Jüdisches“: der Jude würde das „verschachern“, was andere produziert haben, und daraus einen ungerechtfertigten Profit schlagen. Eine ausbeuterische Schicht schiebe sich zwischen Produzenten und Konsumenten. (Dagegen wurde von anderen Nationalsozialisten voller Empörung der ehrbare „deutsche Kaufmann“ angeführt.) Ein entsprechendes Sentiment fand sich in der gegen den „kosmopolitischen“ Westen gerichteten Propaganda der „DDR“. Ähnlich hat auch Jerome Eden Ende der 1970er Jahre argumentiert, als er sich mit dem Direktmarketing von damals aktuellen „grünen“ Produkten beschäftigte und den Einzelhandel mit der mittleren Charakterschicht gleichsetzte, die dem System Energie entziehe, es sozusagen „besteuere“. Ähnliche Gedanken finden sich bei vielen „Direktvermarktern“, etwa Leuten, die direkt beim Biobauern kaufen, Konsumgenossenschaften, etc. Mit den Möglichkeiten, die das Internet für die Direktvermarktung geschaffen hat, ist das ganze topaktuell.

Diese Vorstellungen haben etwas für sich. Man kann den Handel in der Tat mit der zweiten Schicht funktionell gleichsetzen, muß dabei aber die durchaus rationale mittlere Schicht von der irrationalen sekundären Schicht unterscheidet. Die mittlere Schicht kanalisiert einfach die Energie. Der Mensch zeigt „Charakter“ („Charakter“ hier durchaus in der überkommenen Begrifflichkeit!). Genauso ist es mit dem Handel. Ich kaufe für meinen täglichen Bedarf immer im größten Supermarkt Norddeutschlands ein, weil ich es schätze 100 000 einzelne Produkte in überschaubarer, wohlüberlegter und ansprechender Form und garantierter Qualität präsentiert zu bekommen, darunter auch exotische Spezialitäten, auf die ich alleine nie kommen würde. Für diesen Service zahle ich gerne die in dieser Branche ohnehin lächerlich geringe Handelsspanne. (Außerdem gibt es dort im Gegensatz zum Discounter keine Türken und keine deutschen Asozialen, aber das ist ein anderes Thema…) Die irrationale Seite des Handels (sekundäre Schicht, sekundäre Triebe) zeigt sich beispielsweise darin, daß man sich nach den billigeren, aber nicht unbedingt schlechteren Marken grundsätzlich bücken muß und die Produkte so aufgestellt sind, daß willensschwache („charakterlose“) Menschen zu sinnlosen, aber für das Geschäft profitablen Konsum angestachelt werden. Dieser Aspekt zeigt sich insbesondere in der Fernsehwerbung. Wenn etwa für Erfrischungsgetränke und Süßigkeiten geworben wird, wirkt das, als würben sie für Kokain oder ähnliches.

Wie Reichs MASSENPSYCHOLOGIE DES FASCHISMUS ins Gegenteil verkehrt wird

5. April 2017

Angesichts des Aufkommens von Marine LePen, der AFD, dem Brexit und anderer „rechtspopulistischer“ Bewegungen wird gerne auf die Aktualität von Reichs 1933 erschienenem Buch Die Massenpsychologie des Faschismus verwiesen. Reich hätte damals genau das analysiert, was auch heute geschehe. Was damals Antisemitismus war, sei heute die „Ausländerfeindlichkeit“; die Mischung aus Autoritarismus und Rebellion, das nach oben Buckeln und nach unten Treten, der Appell an „einfache Lösungen“ („endlich durchgreifen“!) und das Schwarzweißdenken entspräche heute dem Rechtspopulismus.

Ich bestreite in keinster Weise, daß Reichs Analyse noch heute aktuell ist, aber man gehe damit doch bitte in Erdogans Türkei! Worum es Reich zentral ging, war, daß die Menschen gegen ihre eigenen Interessen handelten, sich ausbeuten und als Kanonenfutter mißbrauchen ließen. Wenn heute Menschen sich dagegen wehren, daß ihr Lebensglück dem persönlichen Machtinteresse einer Angela Merkel und den Visionen linker Ideologen geopfert wird – ausgerechnet gegen diese Menschen, die für ihre eigenen Interessen ein- und aufstehen, Reich ins Feld zu führen, ist schlichtweg obszön. Konkret wehren sie sich gegen die biosoziale („emotionale“) Vergiftung ihres unmittelbaren Lebensumfelds durch islamische Herrenmenschen, Zigeuner, Neger, etc., die Zerstörung des Bildungssystems und damit der Zukunftschancen unserer Kinder, die Überforderung der Sozialkassen und vor allem der wachsenden Wohnungsnot für Unter- und sogar Mittelschichtler in den Ballungsräumen. Daß sie dagegen aufstehen und für die eigenen Interessen kämpfen, mit dem Faschismus gleichzusetzen… Geht’s noch?!

Im besten Fall handelt es sich hier einfach um das mechanistische Übertragen von Reichs Analyse der autoritären Gesellschaft in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts auf die so andersgeartete antiautoritäre Gesellschaft Anfang des 21. Jahrhunderts. Im schlimmsten Fall ist es Emotionelle Pest, d.h. Ausdruck des eigenen irrationalen Antiautoritarismus der entsprechenden Autoren. Unbewußt ertragen sie das Lebensglück der anderen nicht und wollen es deshalb zerschlagen, indem sie vorgeben gegen den Faschismus (d.h. das Zerschlagen des Lebensglücks der Massen) aufzustehen. Charakterstrukturell sind sie „liberal“ und ertragen nicht die Mobilisierung der rationalen Aggression im bioenergetischen Kern. Wir können alle krepieren, damit sie sich wohlig und sicher fühlen! Weist man auf diese bioenergetischen Zusammenhänge hin, erklären einem diese „Reichianischen“ Arschlöcher frech, daß das eine groteske Entstellung der Erkenntnisse Reichs wäre bzw. keinerlei Ähnlichkeit mit Reichs Ausführungen habe, man brauche ja nur Die Massenpsychologie des Faschismus zu lesen!

Wilhelm Reichs Jüdischheit (Teil 1)

1. März 2017

1930 erklärte die Sowjetunion die Sowjetisierung des Lebens für weit fortgeschritten, so daß allenfalls noch Sprachunterschiede zwischen den Nationen blieben und jedes Beharren auf beispielsweise jüdische Identität „kleinbürgerlicher Chauvinismus“ wäre. „Ein Buch, das 1931 in einem kommunistischen Partei-Verlag in Wien und Berlin erschien, formulierte diese alte und wiederum neue Linie sowjetischer ‚Judenpolitik‘ programmatisch, nicht zuletzt auch gegenüber der aufkommenden NS-Bewegung in Deutschland“ (Koenen/Hielscher: Die Schwarze Front, rororo 1991, S. 153). Der Titel lautet: Otto Heller: Der Untergang des Judentums. Die Judenfrage – Ihre Kritik – Ihre Lösung durch den Sozialismus, Wien-Berlin 1931. Reich hat dem damals 100prozentig zugestimmt und auch nach dem Krieg war der „Jude“ Reich alles andere als ein Freund der „Judischheit“:

Ich glaube, daß das jüdische Volk irgendwann einmal sich in den Massen der Menschentiere dieses Planeten verlieren wird, zu seinem eigenen Gedeihen, und dem seiner Enkelkinder. Das hörst du nun nicht gerne, kleiner jüdischer Mann, denn du pochst so sehr auf dein Judentum, weil du dich selbst als Juden verachtest, und jeden, der dir nahe ist. Der schlimmste Judenhasser ist der Jude selbst. Dies ist eine alte Wahrheit. Doch ich verachte dich nicht, und ich hasse dich nicht. Ich habe mit dir nur nichts gemein, oder nicht mehr gemein, als ein Chinese mit einem Wiesel in Amerika: den gemeinsamen Ursprung aus dem Weltenall. Weshalb gehst du nur bis Sem, und nicht bis auf das Protoplasma zurück, kleiner Jude? Für mich beginnt das Lebendige in der Plasmazuckung, und nicht mit deinem Rabbinat. (Rede an den kleinen Mann, S. 38f)

Apropos „Weltenall“, berühmt ist Reichs Aussage in Reich Speaks of Freud:

Während Freud im Judaismus befangen war, war ich davon frei. Meine Sympathien gehören eher der christlichen Geisteswelt und der katholischen Sphäre. Nicht, daß ich sie gutheiße oder daran glaube. Ich glaube nicht an diese Dinge. Aber ich verstehe sie gut. Die Christen haben die tiefste Perspektive, die kosmische. (z.n. Wilhelm Reich Blätter, 3/81, S. 146)

Das Christentum ist „kosmischer“ als das Judentum, denn christliche Mystik führt zur unio, jüdische Mystik kann grundsätzlich nur zur communio führen. Es geht also um die Vereinigung mit der kosmischen Orgonenergie, letztendlich um die orgastische Verschmelzung.

Reich widersprach dezidiert der philosophischen Grundlage des Judentums, der jüdischen „negativen Theologie“, daß Gott unnennbar, unerkennbar, sei. Reichs Orgonomie verkörpert das genaue Gegenteil.

Der antisemitische Jude

26. Januar 2017

Es gibt zwei Arten von antisemitischen Juden. Da den linken Juden jeder Kontakt zum bioenergetischen Kern abgeht, sie in ständiger Rebellion gegen den Vater stehen („die Patriarchen“, Gott) und da sie in der charakterlichen Fassade leben und entsprechend einer universalistischen, humanistischen Ersatzreligion frönen (die sie als genuin „jüdisch“ betrachten), ist für sie Israel ein selbstsüchtiger „rassistischer Apartheidstaat“, der imgrunde keine Existenzberechtigung hat.

Ebenfalls auf die „Werte der Diaspora“ berufen sich die ultraorthodoxen Juden, „die Taliban des Judentums“. Für sie hat Israel kein Existenzrecht, weil es auf universalistischen, humanistischen Prinzipien beruht, d.h. eine westliche Demokratie ist und kein Gottesstaat, der vom „Messias“ ins Leben gerufen wurde. Die Ultraorthodoxen, die in Israel leben, verweigern den Kriegsdienst und machen den säkularen Juden das Alltagsleben zur Hölle. Charakterstrukturell unterscheiden sie sich kaum von Salafisten.

Im Sinne von Jes 42,24f sehen manche Ultraorthodoxen im Holocaust eine Strafe Gottes, weil das Judentum den Sabbat nicht mehr geheiligt hätte. 1972 sprach vor der B’nai B’rith der Pariser Militär-Rabbiner André Chekroun vom „Sühneopfer von sechs Millionen der Unsrigen“ (Ehrlich, et. al.: Religiöse Strömungen im Judentum heute, Zürich 1973, S. 52). Es ist, um mit Hitler zu reden, der Haß auf jene, die sich selbstsüchtigerweise nicht selbst opfern wollen und deshalb geopfert werden müssen.

Derartiger Wahnsinn ist rational nur zu begreifen, wenn man in die bioenergetische Tiefenstruktur der Massen schaut, die die Grundlage ihrer politischen und religiösen Haltungen ist. Diesen Zugang bietet die soziopolitische Charakterologie, wie sie von Elsworth F. Baker und Charles Konia entdeckt wurde. Siehe Dr. Konias Blog http://www.orgonomie.wordpress.com.

Der Jude

16. Oktober 2016
  1. Ödipuskomplex (Freud): (a) Da unsere Kultur zu einem Gutteil auf dem Patriarchalismus des Alten Testaments ruht, wird der Jude unbewußt als „kastrierender Patriarch“ gesehen. (b) Als dem Außenseiter schlechthin, er war früher der einzige Nichtchrist, betrachtet man ihn gleichzeitig als Element, das die überkommene Ordnung, die Herrschaft des Vaters, untergräbt und sich „an der Mutter vergeht“.
  2. Sexualökonomie (Reich): Der gepanzerte Mensch empfindet die natürliche Sexualität als schmutzig und der Antisemitismus (genauso wie jede andere „Rassentheorie“) ist nichts anderes als sexuelle Abwehr.
  3. Arbeitsdemokratie (Reich): (a) Der Jude wird aus historischen Gründen mit der „Globalisierung“ verbunden, d.h. mit der Befreiung von den alten zünftlerischen Beschränkungen und der Entwicklung des verhaßten grenzüberschreitenden Kapitalismus. Die Arbeitsdemokratie ist inhärent „grenzenlos“ und internationalistisch. (b) Ebenfalls aus historischen Gründen ist der Jude mit dem Kredit- und Zinssystem verbunden („die Rothschilds“). Die Arbeitsdemokratie kommt ökonomisch vor allem durch die gegenseitige Verpflichtungen von Gläubiger und Schuldner zum Ausdruck.
  4. (a) Emotionelle Pest (Reich): Antisemitismus ist eine Hauptausdrucksform der Emotionellen Pest, bei der das vorgeschobene Motiv stets ein tiefer gelegenes wirkliches Motiv verbirgt (vgl. Punkt 2). (b) Gleichzeitig entspricht die Beschreibung des Juden durch den Antisemiten als verlogen und hinterhältig weitgehend Reichs Beschreibung der pestilenten Reaktion und des pestilenten Charakters.
  5. ORANUR (Reich): Die gegenseitige Sequestration von OR und DOR erklärt u.a. auch das Verhältnis zweier Gruppen von Menschen, die sich feindlich gegenüberstehen. Das sieht man in Nazideutschland (vgl. Punkt 4.b) und im heutigen Konflikt zwischen den Israelis und den sogenannten „Palästinensern“.
  6. Funktionalismus (Reich): Mit der Einführung des Monotheismus hat der Jude das CFP N (den kosmischen Orgonenergie-Ozean) auf die Agenda gebracht. Die Emotionelle Pest wird dies dem Juden niemals verzeihen.
  7. soziopolitische Charakterologie (Baker): Der Gegensatz zwischen den beiden soziopolitischen Lagern („zerebrale“ vs. Muskelpanzerung) erklärt auch den Judenhaß. Durch ihre angeborene Intelligenz und durch eine Entwicklung, die sie weitgehend von Handarbeit und Landbesitz ferngehalten hat, hatten Juden überdurchschnittlich eine liberale (linke) Charakterstruktur, die auffällig mit der konservativen bis extrem konservativen der Restbevölkerung kontrastierte.
  8. Saharasia (DeMeo): (a) Der Leser erwartet jetzt sicherlich einen Hinweis darauf, daß die Juden aus dem Zentralgebiet Saharasias nach Europa gekommen sind. (b) Doch weitaus wichtiger ist, daß die Juden stets ein Opfer Saharasias waren und stets die letzte Bastion des Lebendeigen gegenüber Saharasia waren. Das heutige Israel ist das beste Beispiel!