Posts Tagged ‘Ägypten’

Der verdrängte Christus: 3. Die Aktualität der Bibel

20. Januar 2018

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DER VERDRÄNGTE CHRISTUS:

3. Die Aktualität der Bibel

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Der verdrängte Christus: 2. „Erlösung“ ist Befreiung vom DOR

12. Januar 2018

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DER VERDRÄNGTE CHRISTUS:

2. „Erlösung“ ist Befreiung vom DOR

Willkommen in der Welt des Islam

13. Juni 2017

Dr. Charles Konia befaßt sich mit der Linken und der Rechten am Beispiel Islam:

Willkommen in der Welt des Islam

Annals of the Institute for Orgonomic Science (1984)

6. Februar 2017

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Annals of the Institute for Orgonomic Science (1984)

Blogeinträge Januar/Februar 2011

19. Oktober 2016

Im Augist 2010 stellte Dr. Konia folgende Blogeinträge ins Netz, auf die hier erneut hingewiesen wird, damit sie nicht verlorengehen:

Blogeinträge Januar/Februar 2011

  • Antiquierter Liberalismus ist nicht die Antwort auf den arabischen Rassismus
  • Das Massaker in Tucson
  • Das Problem Aggression
  • Die politische Strategie der linken Ideologen
  • Die wahre Bedeutung von „Christus starb für unsere Sünden“
  • Es ist die Wahl zwischen schlecht und schlechter
  • Die sozio-politische Dynamik einer Betrugsaktion
  • Die biologische Herkunft der politischen Korrektheit
  • Der Triumph des mechanistischen Denkens in den Sozialwissenschaften
  • Warum es niemals zu einem Waffenstillstand zwischen der Linken und der Rechten kommen wird

   
Kommentar zu: „Die wahre Bedeutung von ‚Christus starb für unsere Sünden‘“

Peter 2013: Zum Karfreitag: In der Nachfolge Christi:
http://bazonline.ch/leben/gesellschaft/Alle-fuenf-Minuten-wird-ein-Christ-ermordet-/story/13051615
 
Kommentare zu: „Warum es niemals zu einem Waffenstillstand zwischen der Linken und der Rechten kommen wird“

Robert: Der Begriff Augenpanzer scheint mir etwas unglücklich, weil die Augen ja selbst nicht muskulär gepanzert sein können. Gemeint ist hier wohl eine geistige Wahrnehmung oder Filterung des Gesehenen, welches spezifisch interpretiert wird, gemeinhin als „selektive Wahrnehmung“ bezeichnet.

Klaus: „Im allgemeinen haben sie weniger Augenpanzer und mehr Muskelpanzer“ – Hier wird von Konia schon zum Ausdruck gebracht, dass „Panzer“ nicht an Muskelverspannung gebunden ist. (Allerdings ist auch Verspannung in Bezug auf die Augen möglich, da sich auch die Augenbewegungen mit Hilfe von Muskeln abspielen. Aber „Panzer“ wird eher in Bezug auf ein Geschehen auf ‚energetischer‘ Ebene verstanden, das ‚Energie‘ chronisch bindet.)

In stillem Angedenken an Muammar al-Gaddafi

29. März 2016

Es gibt, welch Wunder, tatsächlich Beiträge im Nachrichtenbrief für die ich mich im Nachhinein fast schäme oder an die ich mich zumindest nur ungern erinnere. Zu diesen gehörte einer vom 25. März 2011 über den sich damals ankündigenden Sturz von Muammar al-Gaddafi. Nach dem Coup zeigte sich, daß sich für wirklich alle Beteiligten alles verschlimmert hatte.

Ich bin bis heute für den Sturz Saddam Husseins 2003, trotz allem, was danach geschehen ist. Ein einfacher Wechsel der Staatsspitze bei Beibehaltung der Machtstrukturen, möglichst schon im ersten Irak-Krieg 1991, wäre ein Segen gewesen, hätte zahllose Menschen das Leben gerettet und die Region stabilisiert. Die Verbrecher innerhalb der Regierung der USA haben das zwar ins genaue Gegenteil verkehrt, aber die prinzipielle Möglichkeit bestand.

Heute wissen wir, daß sie in Libyen definitiv nicht bestand, da Gaddafi zum eigenen Machterhalt wirklich alle staatlichen Strukturen inklusive der Armee zerstört hatte. Es gab niemanden, keine Institution, die ihm hätte entgleiten und gefährlich werden können! Nach ihm war deshalb nur blutige Anarchie möglich – und das hatte er ja auch angedroht.

Immerhin hatte ich im damaligen Blogeintrag etwas, wie ich finde, prinzipiell Richtiges erfaßt: der Pest kann Einhalt geboten werden, wenn man sich ihr mit kompromißloser Härte entgegenstellt. Dem wird von liberaler Seite immer entgegengehalten, daß wir damit „unsere eigenen Werte“ verraten würden, womit der Feind schon gewonnen hätte, doch dies ist leeres Geschwätz. Wir haben unsere Werte verraten, als wir den Irak „demokratisieren“ wollten und damit dem schiitischen Iran und schließlich der sunnitischen ISIS den Weg ebneten! Ähnliches läßt sich über den Terror in unseren Städten sagen: die Antwort ist nicht „Integration“, sondern die harte Faust. Man lese dazu die „brutalen“ Ausführungen von Nicolaus Fest.

Man kann der Pest effektiv entgegentreten, ohne alles nur zu verschlimmbessern und erstrecht in einem blutigen Chaos zu enden. Es ist die Pest in uns selbst, die uns einflüstert, daß wir Arschlöcher wie Gaddafi „halt hinnehmen“ müssen, da es keine bessere Alternative gibt.

Hier nun unverändert mein damaliger Beitrag „Bruder Muammar“:

Wenn ich irgendjemandem den Tod wünsche, dann Muammar al-Gaddafi und mit ihm seiner gesamten gottverfluchten Brut. Und das nicht nur wegen Lockerbie 1988, sondern auch wegen des Ustica-Blutbades von 1980 und dem Anschlag von Bologna ebenfalls 1980. Aus Opportunitätsgründen (Erdöl, Angst vor einem Krieg) wurden die beiden Verbrechen in Italien auf das Konto irgendwelcher rechtsradikaler „Logen“ und der NATO geschrieben.

Wie jeder anständige Mensch stehe ich auf Seiten des Volkes gegen ein Regime, das typisch ist für die gesamte saharasische Kernregion zwischen Marokko und China, Sudan und Rußland. Es gibt bei der ganzen Angelegenheit nur ein kleines Problem: die Alternative ist teilweise noch schrecklicher. Wie gestern die Zeitung Wenweipo aus Hongkong kommentierte:

Während man auf aktuellen Pressefotos sehen kann, daß die Anhänger Gaddafis in den Straßen von Tripolis westlich gekleidet und die Frauen nahezu alle unverschleiert sind, bietet sich bei den oppositionellen Kräften ein anderes Bild. Die Frauen, die in Bengasi den Vereinten Nationen für die Verhängung der Flugverbotszone dankten, trugen allesamt ein Kopftuch, auf anderen Fotos sind auch Burka tragende Frauen zu sehen. Vor dem Hintergrund der in den vergangenen zwei Jahrzehnten stetig erstarkenden religiösen Kräfte des Islam im Nahen Osten und Nordafrika stellt sich die Frage, ob sich die Länder des Westens wirklich bewußt sind, wem sie eigentlich in die Hände spielen, wenn sie mit Rufen nach Demokratie und Humanismus in der Region militärisch einschreiten.

Innerhalb der gepanzerten Gesellschaft scheint es kein Entkommen zu geben. Was tun? Der Status quo kann keine Option sein, bzw. sich gegen die Entwicklung stemmen, wäre reine Idiotie!

Reichs Antwort war einfach: Man muß aufhören, rigide, d.h. mechano-mystisch, in absoluten Gegensätzen zu denken, sondern funktionell. Dieses ominöse „funktionell“ bedeutet in diesem Fall, daß man jene Strömungen in der jeweiligen Partei unterstützt, die vorwärtsgerichtet sind und eine Zukunft haben.

Beispielsweise wäre eine „anti-autoritäre“ Erziehung, wie sie gegenwärtig im Westen gang und gäbe ist zweifellos vorwärtsgerichtet, aber sie hätte keine Zukunft, weil sie zum vollständigen Kollaps des gesamten Erziehungssystems führen würde. Man denke nur einmal daran, wie die Kinder der Gasthartzvierler aus dem islamischen Kulturkreis auf unser Schulsystem reagieren! Freiheit, die nicht durch ein den Umständen entsprechendes Maß an Verantwortung aufgewogen wird, muß im Chaos münden.

Genauso illusorisch wird eine wirkliche Demokratie sein. Was aber nicht illusorisch ist, wäre eine „Scheindemokratie“, in der wenigstens für einen geregelten Machtwechsel und dafür gesorgt wäre, daß keine vollständig ungeeigneten „Visionäre“ a la Gaddafi an die Macht kommen. Eine Scheindemokratie mit Gewaltenteilung und einer freien Presse. Es ist nicht einzusehen, daß so etwas in Nordafrika und dem Nahen Osten keine Zukunft hätte.

Was unbedingt Zukunft hat, ist eine freie Wirtschaft. Auslöser der gegenwärtigen Unruhen in der arabischen Welt war die demonstrative Selbstverbrennung eines jungen Mannes in Tunesien, dem es ein korruptes und ineffizientes Verwaltungssystem, dessen Hauptaufgabe zu sein schien, jede freie wirtschaftliche Aktivität im Keim zu ersticken, unmöglich machte eine unabhängige, d.h. menschenwürdige Existenz zu führen. Und das in einem Kulturkreis, der von jeher durch Handel und den sprichwörtlichen „Basar“ geprägt war. Mohammed selbst war ein Kaufmann.

Was schließlich den Islamismus betrifft, d.h. die organisierte Emotionelle Pest: Hier hat die Linke ebenso Schuld an der Situation wie zuvor an der sozialistischen Verkrustung der arabischen Gesellschaften. Gerne wird vergessen, daß Tunesien, Algerien, Ägypten, Syrien, Irak und nicht zuletzt Libyen durchweg sozialistische Länder waren. Die Staatspartei Tunesiens gehörte bis vor kurzem sogar der gleichen Internationalen an wie die SPD! Aber was nun den Islamismus betrifft: Bis zur, von den Sozialisten herbeigesehnten, „Revolution“ im Iran war der Islam in Nordafrika auf dem Rückmarsch, die Moslembrüder eine Kraft, die nicht aus der Mitte der Gesellschaft heraus agieren konnte. Das islamische Kopftuch oder gar die Vollverschleierung war eine Ausnahme. Wie jede Form der organisierten Emotionellen Pest entfaltete sich der Islamismus erst, als er Oberwasser gewonnen hatte und er auf jene Art und Weise „bekämpft“ wurde, wie zu genuiner Aggression strukturell unfähige Linksliberale so etwas „bekämpfen“: mit „Dialog“, Verständnis und immer neuen Zugeständnissen.

Die organisierte Emotionelle Pest löst sich sehr schnell in nichts auf, verpufft geradezu, wenn sie sich mit einem kompromißlosen „Nein“ und einer unüberwindlichen Barriere konfrontiert sieht. Beispielsweise ist Hitler an einem einzigen Mann gescheitert: an Churchill. In seiner Verzweiflung hat Hitler sogar die Sowjetunion angegriffen, um „dem wahnsinnigen Churchill“ dessen letzte Trumpfkarte auf dem europäischen Kontinent aus der Hand zu schlagen. Ähnlich ist die Rote Flut, die sich seit 1917 unaufhaltsam ausgebreitet hatte, an Reagan zerborsten, der erstmals mit dem Kalten Krieg wirklich ernstgemacht hatte.

Der Islamismus würde sich schnell zu seiner ursprünglichen Nichtigkeit verflüchtigen, würde man mit ihm umgehen, wie es Israel mit seinem Kampf gegen den palästinensischen Extremismus vorexerziert.

Die religiösen Fanatiker begreifen die Zusammenhänge weitaus besser als all die ach so klugen Analysten im Westen. Für den archaischen Geist handelt es sich nämlich um den Kampf zwischen zwei Göttern und es geht darum, welcher Gott sich durchsetzen kann. Es geht um ein Gottesgericht. Der durch den linksliberalen Ungeist durchseuchte Westen beweist tagtäglich, daß „Gott“ eine impotente Schwuchtel ist und Allah über ihn triumphieren wird.

Also: tötet Muammar mitsamt seiner Höllenbrut, stützt soweit wie möglich Demokratie und freie Marktwirtschaft und stellt euch dem Islamismus mit „unmenschlicher“ Härte entgegen!

Der DOR-Notstand und Saharasia

19. März 2016

Seit 1998 herrscht, so die NASA, in Arabien die schlimmste Dürre seit 900 Jahren. Diese Dürreperiode sei länger und um 50 Prozent trockener als alle in den letzten 500 Jahren. Der Bericht in der Welt setzt das in Zusammenhang mit dem sich zuspitzenden Religionsstreit zwischen Sunniten und Schiiten, dem eklatanten Demokratiedefizit und dem Mangel an Frauenrechten im Nahen Osten. Hinzu kommt eine Bildungskatastrophe und eine ökonomische Katastrophe: die Region war 2005 weniger industrialisiert als 1975!

Daß es in Arabien irgendwann kriseln mußte, war also klar. Doch warum ausgerechnet 2011? Und warum überall zugleich? Darauf lieferte die NASA einen Teil der Antwort. Im Sommer 2010 kamen mehrere extreme klimatische Ereignisse zusammen, die das labile Gleichgewicht des Nahen Ostens kippten: In China herrschte eine Jahrhundertdürre, riesige Steppenbrände in der Ukraine und Rußland und starke Überschwemmungen in Kanada und Australien führten zu Mißernten und verdoppelten den Weizenpreis.
Das traf vor allem den Nahen Osten – eine Region mit fünf Prozent der Weltbevölkerung, aber nur einem Prozent der weltweiten Süßwasserreserven. Neun der zehn größten Weizenimporteure der Welt sind hier. Besonders devisenarme Staaten wie Ägypten litten darunter. Hinzu kam besagte, von der NASA belegte Dürre.

Zwischen 2006 und 2011 waren in Syrien 85 Prozent der Herden verendet und 800 000 Bauern hatten ihren Lebensunterhalt verloren. Der Artikel verweist sodann auf den Untergang der Hethiter, Assyrer, Ägypter, etc. in der Antike, später der Untergang von Byzanz. All diese Reiche scheiterten an ähnlichen Faktoren. Europa wird heute dank der Flüchtlinge in einen neuen Strudel des Zivilisationsuntergangs hineingezogen.

Es ist der in Saharasia konzentrierte DOR-Notstand, den Reich in den 1950er Jahren entdeckt hatte.

Die WHO hat eine „Hitliste der Luftverschmutzung“ vorgelegt. Die UNO-Organisation untersuchte die Feinstaubkonzentration in der Atmosphäre von 1.100 Städten in 91 Ländern. Demzufolge ist die Luftverschmutzung in einigen iranischen Städten weltweit am schlimmsten. Es folgen die Nachbarländer Indien, Pakistan und die Mongolei. Genauer: Ahvaz im Iran, gefolgt von Ulan Bator in der Mongolei, Sanandaj ebenfalls im Iran, Ludhiana in Indien und Quetta in Pakistan. Am saubersten sei die Luft in Städten in Norwegen, der Schweiz, den USA, Neuseeland, Irland, Kanada, den baltischen Staaten, Mauritius und Australien. Das sei auch bedingt durch geringere Bevölkerungsdichte und günstigere Windverhältnisse.

Es ist allzu offensichtlich, daß Umweltstandards hier eine wichtige Rolle spielen. In einem rein agrarischen Indien, wie Gandhi es vorgeschwebt hat, wäre die Situation besser und vom berüchtigten Smog im Los Angeles der 1960er und 70er Jahre brauchen wir erst gar nicht reden. Trotzdem spielt mit Sicherheit auch die Selbstreinigungskraft der Atmosphäre selbst eine Rolle und hier geht es um mehr als nur „günstige Windverhältnisse“. Es geht darum, ob die Atmosphäre „lebendig“ ist und „pulsiert“ oder ob eine tote Wüstenatmosphäre vorherrscht, die der Luftverschmutzung nichts entgegensetzt, sondern sie nur noch weiter verschärft.

Die zentralasiatischen und teilweise auch die südasiatischen Länder liegen im Zentrum oder Grenzen unmittelbar ans Zentrum Saharasias, dem größten geschlossenen Wüstengebiet des Planeten, das von der Westküste Marokkos bis vor die Tore Pekings reicht. Luftverschmutzung hat hier fatale Folgen, da die Selbstreinigungskraft der Atmosphäre kompromittiert ist. Ich würde dabei soweit gehen, das Menschentier und seine Technologie als integralen Teil dieser Atmosphäre zu betrachten, so daß man „Umweltstandards“ durchaus zu den „Selbstreinigungskräften“ hinzuzählen könnte. Umgekehrt trägt zweifellos auch die Luftverschmutzung zur Ausbreitung Saharasias bei. Es gibt eine funktionelle Identität zwischen Wüstenatmosphäre und Smog. Das sieht man am typischen „Wüstendunst“, der von Smog kaum zu unterscheiden ist.

Amato Evan, University of Virginia, et al. zufolge hat sich in den letzten dreißig Jahren die Stärke der Frühjahrs-Wirbelstürme im nördlichen Indischen Ozean verdoppelt, im letzten Jahrzehnt sogar verdreifacht. Bisher hätten vertikale Scherwinde, die durch die großen Temperaturunterschiede zwischen der aufgewärmten Meeresoberfläche und den kalten oberen Luftschichten hervorgerufen wird, derartige Frühjahrstürme weitgehend verhindert, doch die zunehmende Luftverschmutzung zerstöre diesen Mechanismus, der Zyklone geradezu zerschreddert. In den letzten 80 Jahren habe sich die Luftverschmutzung versechsfacht, so daß 10 Prozent der Sonnenstrahlung die Meeresoberfläche nicht mehr erreicht, entsprechend kühlt sie ab. Es geht dabei um eine große, immer weiter anwachsende und mittlerweile drei Kilometer dicke braune Smogschicht über Nordindien.

Diese Asian Brown Cloud ist funktionell identisch mit dem was Reich als DOR-Wolken beschrieben hat. Die vermehrt auftretenden Zyklone könnte man als Versuch der Natur betrachten, dieses DOR zu sequestrieren bzw. „auszutreiben“.

Reich hat in den 1950er Jahren ähnliches in Nordamerika beobachtet, wenn auch auf einer kleineren Größenebene, d.h. bei lokalen Wettererscheinungen. 1955 schrieb er dazu:

Es wird uns nicht überraschen, wenn wir hören, daß dasselbe Prinzip, den eindringenden Störer der Integrität des Organismus abzustoßen[, d.h. die „Sequestration“], sich auch in der unbelebten Natur findet, und zwar bei der Bildung von Windhosen, Tornados und ähnlichen atmosphärischen Störungen. DOR-Wolken sind von hocherregter OR-Energie umgeben. Wenn aus dem Westen oder Südwesten frische OR-Energie herangezogen wird, entwickeln sich Wirbelwinde ähnlich den Windhosen in Wüsten und Gebieten, die im Begriff sind, zur Wüste zu werden. […] Heftige Winde entwickeln sich, meist in Form von plötzlichen Böen, die schwärzliche, schmutzig aussehende Wolken vor sich hertreiben. Diese Wirbelwinde jagen den Staub hoch, daher die englische Bezeichnung „dust devil“ = „Staubteufel“. Doch hat dies wenig mit „Staub“ zu tun. Es handelt sich vielmehr um die Reaktion erregter atmosphärischer Energie auf die tödliche, verderbenbringende DOR-Energie, die das Leben abtötet. Der Wirbelwind kann sich zu einem regelrechten Sandsturm oder einem Tornado entwickeln. Die Ursachen für die Unterschiede in Stärke und Form dieser Erscheinungen sind noch ungeklärt. Das allgemeine Prinzip ist jedoch klar: die Sequestration und Eliminierung des verderbenbringenden Eindringlings aus einem integralen System. (Ausgewählte Schriften, S. 469)

Für den indischen Subkontinent, Iran und Oman ist diese energetische Reaktion absolut verheerend; die Schäden gehen in die Milliarden und Dutzende, wenn nicht Hunderte von Menschenleben sind zu beklagen. Vor 1998 in den Monaten vor und nach der Monsun-Zeit hatten die Wirbelstürme selten Windgeschwindigkeiten, die über 80 km/h hinausgingen. Seitdem erreichten fünf Monsterstürme doppelt so große Geschwindigkeiten, manchmal mehr als 185 km/h.

Haben diese Vorgänge wirklich rein mechanische Ursachen (Abkühlung der Meeresoberfläche und damit Nachlassen der vertikalen Scherwinde) oder energetische (OR sequestriert DOR)? Erst mal ist nicht recht einzusehen, warum nachlassende Scherwinde derartig dramatische Folgen zeitigen sollten. Und zweitens hat man die geringere Oberflächentemperatur des Meeres nicht direkt gemessen, sondern schließt darauf ausgehend von Computersimulationen. Könnte das Nachlassen der vertikalen Scherwinde nicht auch direkter Ausdruck der atmosphärischen (energetischen) Stagnation sein, die durch das DOR hervorgerufen wird?

Die bio-historischen Grundlagen des Christentums (Teil 2)

28. Februar 2016

Bei Paulus findet man sowohl Anspielungen auf das Grabopfer für den König (Röm 6,8) als auch das Opfer des Königs für sein Volk (Röm 5,6). In Kol 2,12f heißt es:

Ihr seid durch die Taufe mit Christus begraben worden, und ihr seid auch schon mit ihm zusammen zum neuen Leben gelangt. Denn durch den Glauben habt ihr euch der Macht Gottes anvertraut, der Christus vom Tod erweckt hat.

Dies könnte unmittelbar aus der Liturgie des Dumuzi-Kultes stammen. Und da in der antiken Kirche die Taufe im Sinne einer Auferstehung von den Toten im Frühjahr stattfand, ist der Gleichklang fast perfekt. Auch sonst haben die Christen im Verlauf ihrer zweitausendjährigen Geschichte die Wiederbelebung der Natur nach der Trocken- oder Winterzeit immer als Symbol der Auferstehung Christi betrachtet. Man denke nur an Ostern und die mit diesem Fest verbundenen heidnischen Fruchtbarkeitssymbole.

Erinnert sei auch an das Jul-Fest zur Wintersonnenwende, bei der der Triumph der Sonne über die Finsternis des Winters, ihre Wiedergeburt gefeiert wurde. Wie Inannas Nachfolgerinnen Demeter ihren Iakchos (Dionysos) oder Isis ihren Har-Siesis (Horus) bringt auch Maria ihr Kind zur Wintersonnenwende in der Weihnacht zur Welt.

Wie Iakchos und Attis [ebenfalls ein Nachfolger Dumuzis] und der kretische Zeus wird das Kind von Schafhirten enthusiastisch begrüßt. Dabei trägt es selbst die Züge eines Kindgottes und als junger Mann die Züge des göttlichen Hirten (Sumer, Ägypten, Palästina). Denn Jesus, dessen Name dem Isissohn Har-Siesis sehr ähnlich ist, kommt als sanfmütiger „guter Hirte“ daher, und seine Bischöfe tragen lange, gebogene, ägyptische Hirtenstäbe. Natürlich wird mit der Geburt dieses Kindes der aus den Fugen geratene Kosmos in seine Ordnung gerückt, dies war auch bei den anderen neugeborenen Kindgöttern so. Denn seit dem Tod des Heros-Gottes war diese Ordnung gefährdet, die Vegetation zerstört und das Leben der Menschen in Gefahr. (Heide Göttner-Abendroth: Die Göttin und ihr Heros, München 1984, S. 129)

So läßt sich religionsgeschichtlich eine grade Linie vom sumerischen Inanna-Dumuzi-Mythos bis zum Christentum ziehen. Im semitischen Babylonien wurde daraus der fast identische Ischtar-Tammuz-Kult und in Palästina der Anat-Baal-Kult, der bis in christliche Zeit sich in Syrien, Phönizien und in Jesu Heimat, dem „heidnischen Galiläa“ (Mt 4,15), hielt. Von Ägypten aus wurde darüber hinaus noch das gesamte hellenische und später römische Mittelmeer vom gleichgerichteten Isis-Osiris-Kult beeinflußt. So stoßen wir auch

in der christlichen Religion auf das Tod- und Wiederauferstehungs-Muster der matriarchalen Religionen: der Gottessohn stirbt einen Opfertod und ersteht wieder auf. Diesem Ereignis wird dieselbe Bedeutung zugeschrieben wie dem Opfertod des matriarchalen Heros, nämlich das Weiterleben der Menschen zu sichern. Das Weiterleben ist jedoch keins mehr im Diesseits, sondern im Jenseits, im elysischen Obstgarten-Paradies. Die Wiederauferstehung jedes einzelnen wird dort verewigt wie bereits in der hellenistischen Osiris-Religion. Und wie bei Osiris gibt es zuvor ein „Jüngstes Gericht“ mit einem milden, gerechten Richter. (Göttner-Abendroth, S. 127ff)

Aber dieser matriarchale Vorstellungskomplex hat nicht erst mit Christus in der Bibel Eingang gefunden. Schon das Buch Ijob ist vollständig nach dem Schicksal des kanaanitischen Fruchtbarkeitsheros Baal geformt, der am Anfang der Trockenzeit sterben muß. Auch das Denken der Psalmisten ist ganz eindeutig von diesem Fruchtbarkeitskult durchdrungen, was die Psalmen so ungemein christlich macht! Und selbst im Buch Kohelet, das vor Frauen warnt „die noch bitterer sind als der Tod“ (Koh 7,26), finden wir Anklänge an die endlose zyklische Wiederholung, die Fruchtbarkeitskulte kennzeichnet. Hier verwandelte sich jedoch der lustvolle Fruchtbarkeitszyklus des Matriarchats, in die „sinnlose Mühle“ des Patriarchats (man denke auch an das Samsara, den „ewigen leidvollen Kreislauf der Widergeburten in Indien“). Denn wer sich wie die emotional toten Jahwe-Gläubigen, die sich von den Naturzyklen getrennt haben, nicht der Himmelskönigin hingibt, verfehlt die Wiedergeburt: „Wer sein Leben festhalten will, wird es verlieren“ (Mt 10,39).

Der Prophet Ezechiel (8,14) berichtet wie Frauen im Tempelvorhof von Jerusalem saßen und über Tod und Unterweltsfahrt des Tammuz weinten, dem babylonischen Nachfolger des sumerischen Dumuzi. Daniel (11,37) nennt Tammuz „den Lieblingsgott der Frauen.“ Und was Daniels prophetische Aussage über den „Menschensohn“ betrifft sagt Michael Grant:

Fast könnte man meinen wieder zur Vorstellungswelt der kanaanäischen Religion zurückgekehrt zu sein, in der ein Gott (Baal) einen anderen (El) entthront. Sind hier schon Verbindungen von der Urreligion Kanaans zum christlichen Mythos zu finden, der ganz entscheidend auf das Daniel-Buch zurückgeht, wird dies bei Hosea erst recht deutlich. (Das Heilige Land, Bergisch Gladbach 1988, S. 252)

In einem Bußlied (Hos 6,1-3) sagt er den Nachkommen Israels eine „Auferstehung am dritten Tag“ voraus.

Diese Äußerung ist nicht frei von Ideen, welche aus den kanaanäischen Fruchtbarkeitskulten stammen; in den Ohren gläubiger Christen allerdings klingen sie wie eine Vorwegnahme neutestamentarischer Äußerungen über Jesu Auferstehung. (Grant, S. 207)

Die ganze Gottesvorstellung der Propheten war noch teilweise von matriarchalen Mustern geprägt. So sprechen sie vom Land Israel als der Braut Jahwes. Dies ist die patriarchale Umformung, bzw. Umkehr des alten matriarchalen Mythos der Sumerer, wo der König und damit sein ganzes Land Sohn und Gatte der Himmelskönigin Inanna war. In Babylon wurde daraus später die Göttin Ischtar, deren Namen wir im biblischen Buch Esther wiederfinden („Esther“ ist die aramäische Form von „Ischtar“), wo das Volk Israel, wie so oft in der Bibel, von einer Frau gerettet wird.

Gerda Weiler zufolge sind die Propheten von alten Kultfesten ausgegangen (Ich verwerfe im Lande die Kriege, München 1984, S. 363). Einige biblische Jahwe-Lieder stimmen wörtlich mit „heidnischen“ Baal-Liedern überein (ebd., S. 37). So verbergen sich hinter dem alttestamentarischen Text unmittelbar matriarchale Kultmythen, aus denen man nur die Himmelskönigin eliminiert hat. Das literarisch und philosophisch höchststehende Buch der Bibel, Ijob, ist z.B. auch nichts weiter als ein überarbeiteter matriarchaler Kulttext. In den ursprünglichen Kultfesten wurde in erster Linie die Heilige Hochzeit gefeiert. Die Propheten hätten, so Weiler, diese sexuellen Bezüge nachträglich spiritualisiert.

Indem sie die Sprache der Liebe als allegorische Bildsprache benutzen, entziehen sie ihr den erotischen Charakter. Jahwe ist der Liebhaber der „Jungfrau Israel“, der Gatte der „Tochter Zion“, aber seine „Liebe“ bleibt im luftleeren Raum, sie wird niemals konkret. Niemals wird er sich in einem Kultträger der Priesterin nahen. Gerade das soll überwunden werden.

Israel wird als Braut Jahwes dargestellt, der davon spricht, mit Israel die Ehe zu schließen und es so aus seiner Schande zu erretten (Jes 54,5). Dann wird man dich Jerusalem

nicht länger „die Verstoßene“ nennen oder dein Land „die verlassene Frau“. Nein, du wirst „Gottes Liebling“ heißen und dein Land „die glücklich Vermählte“! Denn der Herr wendet dir seine Liebe wieder zu und vermählt sich mit deinem Land. Wie ein junger Mann sich mit seinem Mädchen verbindet, so werden deine Bewohner für immer mit dir verbunden sein. Wie ein Bräutigam sich an seiner Braut freut, so hat dann dein Gott Freude an dir. (Jes 62,4f)

Schon in Ägypten hätten sich Gottes Bräute (Samaria und Jerusalem) den Männern hingegeben „und ließen ihre jugendlichen Brüste tätscheln“, bevor sie schließlich die alleinigen Frauen Gottes wurden (Ez 23,2ff).

Aber es rächt sich, daß Jahwe großzügig über den unzüchtigen Charakter seiner Braut hinwegging, denn sie vergißt ihren Jahwe schon bald wieder, der klagt: „In der Jagd nach Liebhabern bist du unübertrefflich“ (Jer 2,32f). Die „Liebhaber“ sind hier natürlich die anderen Kulte und Götter (vgl. Jer 3,1-5 und Hos 2,4-10). Hurerei ist jedoch nicht nur symbolisch mit Götzendienst identisch:

Hast du gesehen, was Israel, diese treulose Frau, getan hat? Sie hat sich von mir abgewandt, ist auf jede Anhöhe gestiegen und hat sich unter jeden grünen Baum gelegt, um (in der Heiligen Hochzeit) Unzucht zu treiben.

Der Führer der Welt

20. Februar 2016

In Die Bedeutung von Vorbildern habe ich mich mit der Rolle von Führern für das Leben innerhalb von Gesellschaften beschäftigt. Hier soll es darum gehen, daß Amerika der Führer der Welt ist. Für den Planeten ist es deshalb von entscheidender Bedeutung, wer im Weißen Haus sitzt.

Es gibt kaum Politiker, die mehr gehaßt und verachtet werden als der „Kriegsverbrecher“ Winston Churchill, der „Kriegstreiber“ Ronald Reagan und der „Völkermörder“ George W. Bush. Alle drei gelten als üble „Imperialisten“, dabei haben sie im Kampf gegen den Nationalsozialismus, den Kommunismus und neuerdings den Islamismus zunächst das britische Weltreich geopfert und mittlerweile auch die amerikanische Vorherrschaft gefährdet.

Ohne die geradezu „kriegsverliebte“ Unerbittlichkeit Churchills hätte Hitler das europäische Festland ähnlich langfristig dominieren können, wie im Roman Vaterland von Robert Harris beschrieben. Ohne Reagan und die SDI-Herausforderung würde es den Ostblock noch heute geben. Und ohne Bushs Beseitigung des imgrunde nationalsozialistischen Regimes im Irak wären die anderen „nationalsozialistischen“ Machthaber in der arabischen Welt noch immer an der Macht.

Man kann argumentieren, daß Churchill es war, der die Sowjetunion bis an die Elbe brachte, daß der Zerfall des Kommunismus im Kaukasus und im Balkan zu Zuständen geführt hat, die nach 1945 als für die Zukunft undenkbar galten und daß der „Arabische Frühling“ eine einzige Katastrophe war.

Dabei verkennt man, daß der Sturz des Shahs und das darauf folgende klerikal-faschistische Regime auf die durch den „Idealisten“ Carter verkörperte Schwäche des Westens zurückging. Ähnlich hat der „Idealist“ Obama alles kaputt gemacht. Man kann über den Krieg im Irak sagen was man will, der Islamische Staat geht auf die Kappe Obamas, d.h. ist dem verfrühten Rückzug Amerikas zu schulden.

Ein „Idealist“ wird jetzt einwerfen, daß doch die Amerikaner mit Hitler Geschäfte gemacht haben, die Sowjetunion im Zweiten Weltkrieg zum Verbündeten machten und Saddam Hussein der größte Freund Amerikas war. Dazu kann ich nur sagen: Willkommen in der Realität! Tja, das ist der Planet Erde, du weltfremder Kindskopf!

Es führt letztendlich nirgendwohin, wenn man die Welt quasi „mystisch“ von der Warte irgendwelcher vermeintlicher „Ideale“ betrachtet. Wie Heiner Geißler mal in einem seiner lichteren Momente sagte: Der Pazifismus der 30er Jahre hat Auschwitz erst möglich gemacht. An anderer Stelle habe ich beschrieben, was Carter mit seinen „Menschenrechten“ angerichtet hat.

Es bringt aber auch nichts quasi „mechanistisch“ mit dem realpolitischen Kalkül zu hantieren, als handelte es sich um Mathematik. Das gesellschaftliche Geschehen wird letztendlich von bio-emotionalen Faktoren bestimmt, so daß jedes bloße „Machtkalkül“, so unausweichlich es kurzfristig auch immer sein mag, letztendlich in die Irre gehen muß.

Für den Nahen Osten bedeutet dies konkret, daß die Massen zwischen ihrer Freiheitssehnsucht einerseits und ihrer Angst vor Verantwortung andererseits gefangen sind. Sie suchen deshalb immer nach einer Vaterfigur, die sie von Verantwortung entlastet und ihnen Freiheit schenkt. Entweder wird das der „große weiße Vater“ in Washington sein oder, wenn sich dieser als weich und nachgiebig erweisen sollte, wird es ein neuer Khomeini sein.

Da Amerika den strengen aber gerechten Vater verkörperte, konnten sich trotz der „undemokratischen“ Charakterstrukturen in Deutschland und Japan gefestigte Demokratien entwickeln – ohne Gesichtsverlust. Das wird auch die einzige Chance für die Demokratie in der arabischen Welt sein – das oder ein arabischer Khomeini wird das Vakuum füllen.

Dabei ist es vollkommen gleichgültig, ob Amerika geliebt oder gehaßt wird, solange es nur gefürchtet und deshalb geachtet wird. Genau aus diesem Grunde ist es ein Menschheitsverhängnis, daß die eklige Kreatur Obama Antichrist die freie Welt in den letzten Jahren geführt hat.

Wie es gestern in De Telegraaf (Amsterdam) in Bezug auf die Krise um die Türkei und Syrien zu lesen war:

Die Frage ist nun, wer die Türkei noch aufhalten kann. Europa hat wenig Lust, Druck auf Ankara auszuüben. Es braucht die Türkei, um den Zustrom von Flüchtlingen einzudämmen. Bleiben nur die USA. Aber Staatspräsident Erdogan hat sich auch mit Präsident Obama überworfen, der in den syrischen Kurden einen wichtigen Partner im Kampf gegen den IS sieht. Obama sollte sich endlich um den Nahen Osten bemühen. Auch wegen seiner Zurückhaltung ist der Konflikt in den vergangenen Jahren außer Kontrolle geraten. Es steht nicht nur die Zukunft von Syrien auf dem Spiel, sondern die der gesamten Region. Und vielleicht auch der Welt.

Warum der „Islamische Staat“ zur antiautoritären Gesellschaft gehört

29. Dezember 2015

In den meisten Ländern des Bogens von Nordafrika bis Südasien (etwa Algerien, Tunesien, Ägypten, Saudi-Arabien und Indien) haben wir einen eklatanten Mangel an wirtschaftlichen Aussichten, allein schon wegen einer fehlenden Infrastruktur, kombiniert mit einem ungeheuren Überhang von jungen Männern, die von der traditionellen Gesellschaft vollkommen entfremdet sind. Da sie von den Massenmedien, dem Internet und allgemein von der Globalisierung geprägt wurden und beispielsweise fast flächendeckend Handys besitzen, tut sich ein unüberbrückbarer Graben zu den vorangegangenen Generationen auf. Vor allem haben sie eine, jedenfalls für dortige Verhältnisse, „gute Ausbildung“, was bedeutet, daß sie vor allem für „Kopfarbeit“ vorbereitet worden sind. Für Handarbeit haben sie nur Verachtung übrig. Und das nur mit marginalen Aussichten entsprechende Berufe in Büros ergreifen zu können. Ihre Ausbildung entspricht in keinster Weise dem jetzigen und auch nicht den zukünftigen Verhältnissen auf dem Arbeitsmarkt dieser Länder. Entsprechend können sie keine Familien gründen, was zur wirtschaftlichen Ausweglosigkeit eine fast unerträgliche sexuelle Frustration hinzufügt.

Der Orgonom Robert Harman schreibt weiter in der neusten Ausgabe des Journal of Orgonomy:

Die sexuelle Frustration, die durch Mangel an Beschäftigung noch verschärft wird, drückt sich in impulsivem Handeln aus, das durch religiösen Glauben rationalisiert wird, auch wenn der Betreffende die Religion kaum praktiziert. Das zeigt, daß die Religion überall, auch in den moslemischen Ländern, sich zu einer anti-autoritären Institution entwickelt hat. Für alle gepanzerten Menschen wird sexuelle Befriedigung und Zufriedenheit in der Arbeitsfunktion als etwas wahrgenommen, das von außerhalb des Selbst kommt, unerreichbar, aber immer ersehnt. Der Dschihad ist ein Ersatz für sexuelle Befriedigung. Er wird zum Objekt der sexuellen Sehnsüchte und ein sexuelles Ventil, oft sadistischer Art. Egal, wie pervers es scheinen mag, hält der Dschihad, als Ersatz die Zufriedenheit in der Liebe und durch die Arbeit, die Hoffnung am Leben, daß das Unerreichbare (Gott) bald erreicht werden kann. Diese gefährliche Art des Lebens und Empfindens ist unabhängig von Inhalt oder Form des religiösen Glaubens. („Practical Functional Economics: Part V“, Vol. 48/2, Hervorhebungen von Harman)

Der Schlußaussage kann ich angesichts der Islamkritik zwar nicht ganz zustimmen, geschweige denn sie unterstreichen, aber dieser Ausführungen machen deutlicher, daß das, womit der Westen heute konfrontiert ist, tatsächlich ein Teil seiner selbst ist. Und dies in einem ganz anderen Sinne als es Linke gerne sehen, die den heutigen Terrorismus als Antwort auf den europäischen Kolonialismus und den „US-Imperialismus“ zeichnen. Das ist eine mechanistische Sichtweise, die eine mechanische Beziehung zwischen Auslöser (Unrecht) und Folge (gerechte Rache) sieht. Etwas, was natürlich mit einer gar nicht so klammheimlichen Freude verbunden ist. Nein, es ist der durchaus wohlmeinende, geradezu altruistische Drang des liberalen Westens das Heil über die Welt zu bringen, etwa durch „Bildung“ (die Verlagerung von Energie aus dem Körper ins Gehirn), die angeblich alle Probleme löst. Es ist die praktisch nicht zu vermeidende Zersetzung aller alten Traditionen durch die moderne Technik, nicht zuletzt die globalen Massenmedien. Es ist eine Wirtschaftsphilosophie die sich auf Wachstum, Expansion, Handel und Dienstleistung konzentriert und ganz vergißt, daß es eines industriellen Fundaments, einer Infrastruktur und einem Heer von gutausgebildeten Facharbeitern und Handwerkern bedarf, dem Kleinklein der industriellen Gesellschaften. Nicht zuletzt beruht die sich abzeichnende Katastrophe auf „Albert Schweitzer“: die Nahrungsmittelproduktion, die Hygiene, Impfprogramme, medizinische Versorgung, die der ach so böse Westen den farbigen Rassen geschenkt hat und die unmittelbar zu der Bevölkerungsexplosion geführt hat. Der mit unserer Hilfe produzierte Überschuß kommt nun zu uns.

Ich komme gerade von der Hafenstraße und las dort folgenden Spruch auf Englisch: „Flüchtlinge wir heißen Euch willkommen! Kämpft mit uns zusammen gegen dieses scheiß System!“ Was für eine Schizophrenie!!

Das antiautoritäre Faszinosum des Salafismus gilt selbst für deutsche Konvertiten. Beispielsweise werden deutsche „Märtyrer“ mit Malcom X verglichen:

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