Posts Tagged ‘Ägypten’

Willkommen in der Welt des Islam

13. Juni 2017

Dr. Charles Konia befaßt sich mit der Linken und der Rechten am Beispiel Islam:

Willkommen in der Welt des Islam

Annals of the Institute for Orgonomic Science (1984)

6. Februar 2017

Bücherlogo

Ein neuer Artikel auf http://www.orgonomie.net:

Annals of the Institute for Orgonomic Science (1984)

Blogeinträge Januar/Februar 2011

19. Oktober 2016

Im Augist 2010 stellte Dr. Konia folgende Blogeinträge ins Netz, auf die hier erneut hingewiesen wird, damit sie nicht verlorengehen:

Blogeinträge Januar/Februar 2011

  • Antiquierter Liberalismus ist nicht die Antwort auf den arabischen Rassismus
  • Das Massaker in Tucson
  • Das Problem Aggression
  • Die politische Strategie der linken Ideologen
  • Die wahre Bedeutung von „Christus starb für unsere Sünden“
  • Es ist die Wahl zwischen schlecht und schlechter
  • Die sozio-politische Dynamik einer Betrugsaktion
  • Die biologische Herkunft der politischen Korrektheit
  • Der Triumph des mechanistischen Denkens in den Sozialwissenschaften
  • Warum es niemals zu einem Waffenstillstand zwischen der Linken und der Rechten kommen wird

   
Kommentar zu: „Die wahre Bedeutung von ‚Christus starb für unsere Sünden‘“

Peter 2013: Zum Karfreitag: In der Nachfolge Christi:
http://bazonline.ch/leben/gesellschaft/Alle-fuenf-Minuten-wird-ein-Christ-ermordet-/story/13051615
 
Kommentare zu: „Warum es niemals zu einem Waffenstillstand zwischen der Linken und der Rechten kommen wird“

Robert: Der Begriff Augenpanzer scheint mir etwas unglücklich, weil die Augen ja selbst nicht muskulär gepanzert sein können. Gemeint ist hier wohl eine geistige Wahrnehmung oder Filterung des Gesehenen, welches spezifisch interpretiert wird, gemeinhin als „selektive Wahrnehmung“ bezeichnet.

Klaus: „Im allgemeinen haben sie weniger Augenpanzer und mehr Muskelpanzer“ – Hier wird von Konia schon zum Ausdruck gebracht, dass „Panzer“ nicht an Muskelverspannung gebunden ist. (Allerdings ist auch Verspannung in Bezug auf die Augen möglich, da sich auch die Augenbewegungen mit Hilfe von Muskeln abspielen. Aber „Panzer“ wird eher in Bezug auf ein Geschehen auf ‚energetischer‘ Ebene verstanden, das ‚Energie‘ chronisch bindet.)

In stillem Angedenken an Muammar al-Gaddafi

29. März 2016

Es gibt, welch Wunder, tatsächlich Beiträge im Nachrichtenbrief für die ich mich im Nachhinein fast schäme oder an die ich mich zumindest nur ungern erinnere. Zu diesen gehörte einer vom 25. März 2011 über den sich damals ankündigenden Sturz von Muammar al-Gaddafi. Nach dem Coup zeigte sich, daß sich für wirklich alle Beteiligten alles verschlimmert hatte.

Ich bin bis heute für den Sturz Saddam Husseins 2003, trotz allem, was danach geschehen ist. Ein einfacher Wechsel der Staatsspitze bei Beibehaltung der Machtstrukturen, möglichst schon im ersten Irak-Krieg 1991, wäre ein Segen gewesen, hätte zahllose Menschen das Leben gerettet und die Region stabilisiert. Die Verbrecher innerhalb der Regierung der USA haben das zwar ins genaue Gegenteil verkehrt, aber die prinzipielle Möglichkeit bestand.

Heute wissen wir, daß sie in Libyen definitiv nicht bestand, da Gaddafi zum eigenen Machterhalt wirklich alle staatlichen Strukturen inklusive der Armee zerstört hatte. Es gab niemanden, keine Institution, die ihm hätte entgleiten und gefährlich werden können! Nach ihm war deshalb nur blutige Anarchie möglich – und das hatte er ja auch angedroht.

Immerhin hatte ich im damaligen Blogeintrag etwas, wie ich finde, prinzipiell Richtiges erfaßt: der Pest kann Einhalt geboten werden, wenn man sich ihr mit kompromißloser Härte entgegenstellt. Dem wird von liberaler Seite immer entgegengehalten, daß wir damit „unsere eigenen Werte“ verraten würden, womit der Feind schon gewonnen hätte, doch dies ist leeres Geschwätz. Wir haben unsere Werte verraten, als wir den Irak „demokratisieren“ wollten und damit dem schiitischen Iran und schließlich der sunnitischen ISIS den Weg ebneten! Ähnliches läßt sich über den Terror in unseren Städten sagen: die Antwort ist nicht „Integration“, sondern die harte Faust. Man lese dazu die „brutalen“ Ausführungen von Nicolaus Fest.

Man kann der Pest effektiv entgegentreten, ohne alles nur zu verschlimmbessern und erstrecht in einem blutigen Chaos zu enden. Es ist die Pest in uns selbst, die uns einflüstert, daß wir Arschlöcher wie Gaddafi „halt hinnehmen“ müssen, da es keine bessere Alternative gibt.

Hier nun unverändert mein damaliger Beitrag „Bruder Muammar“:

Wenn ich irgendjemandem den Tod wünsche, dann Muammar al-Gaddafi und mit ihm seiner gesamten gottverfluchten Brut. Und das nicht nur wegen Lockerbie 1988, sondern auch wegen des Ustica-Blutbades von 1980 und dem Anschlag von Bologna ebenfalls 1980. Aus Opportunitätsgründen (Erdöl, Angst vor einem Krieg) wurden die beiden Verbrechen in Italien auf das Konto irgendwelcher rechtsradikaler „Logen“ und der NATO geschrieben.

Wie jeder anständige Mensch stehe ich auf Seiten des Volkes gegen ein Regime, das typisch ist für die gesamte saharasische Kernregion zwischen Marokko und China, Sudan und Rußland. Es gibt bei der ganzen Angelegenheit nur ein kleines Problem: die Alternative ist teilweise noch schrecklicher. Wie gestern die Zeitung Wenweipo aus Hongkong kommentierte:

Während man auf aktuellen Pressefotos sehen kann, daß die Anhänger Gaddafis in den Straßen von Tripolis westlich gekleidet und die Frauen nahezu alle unverschleiert sind, bietet sich bei den oppositionellen Kräften ein anderes Bild. Die Frauen, die in Bengasi den Vereinten Nationen für die Verhängung der Flugverbotszone dankten, trugen allesamt ein Kopftuch, auf anderen Fotos sind auch Burka tragende Frauen zu sehen. Vor dem Hintergrund der in den vergangenen zwei Jahrzehnten stetig erstarkenden religiösen Kräfte des Islam im Nahen Osten und Nordafrika stellt sich die Frage, ob sich die Länder des Westens wirklich bewußt sind, wem sie eigentlich in die Hände spielen, wenn sie mit Rufen nach Demokratie und Humanismus in der Region militärisch einschreiten.

Innerhalb der gepanzerten Gesellschaft scheint es kein Entkommen zu geben. Was tun? Der Status quo kann keine Option sein, bzw. sich gegen die Entwicklung stemmen, wäre reine Idiotie!

Reichs Antwort war einfach: Man muß aufhören, rigide, d.h. mechano-mystisch, in absoluten Gegensätzen zu denken, sondern funktionell. Dieses ominöse „funktionell“ bedeutet in diesem Fall, daß man jene Strömungen in der jeweiligen Partei unterstützt, die vorwärtsgerichtet sind und eine Zukunft haben.

Beispielsweise wäre eine „anti-autoritäre“ Erziehung, wie sie gegenwärtig im Westen gang und gäbe ist zweifellos vorwärtsgerichtet, aber sie hätte keine Zukunft, weil sie zum vollständigen Kollaps des gesamten Erziehungssystems führen würde. Man denke nur einmal daran, wie die Kinder der Gasthartzvierler aus dem islamischen Kulturkreis auf unser Schulsystem reagieren! Freiheit, die nicht durch ein den Umständen entsprechendes Maß an Verantwortung aufgewogen wird, muß im Chaos münden.

Genauso illusorisch wird eine wirkliche Demokratie sein. Was aber nicht illusorisch ist, wäre eine „Scheindemokratie“, in der wenigstens für einen geregelten Machtwechsel und dafür gesorgt wäre, daß keine vollständig ungeeigneten „Visionäre“ a la Gaddafi an die Macht kommen. Eine Scheindemokratie mit Gewaltenteilung und einer freien Presse. Es ist nicht einzusehen, daß so etwas in Nordafrika und dem Nahen Osten keine Zukunft hätte.

Was unbedingt Zukunft hat, ist eine freie Wirtschaft. Auslöser der gegenwärtigen Unruhen in der arabischen Welt war die demonstrative Selbstverbrennung eines jungen Mannes in Tunesien, dem es ein korruptes und ineffizientes Verwaltungssystem, dessen Hauptaufgabe zu sein schien, jede freie wirtschaftliche Aktivität im Keim zu ersticken, unmöglich machte eine unabhängige, d.h. menschenwürdige Existenz zu führen. Und das in einem Kulturkreis, der von jeher durch Handel und den sprichwörtlichen „Basar“ geprägt war. Mohammed selbst war ein Kaufmann.

Was schließlich den Islamismus betrifft, d.h. die organisierte Emotionelle Pest: Hier hat die Linke ebenso Schuld an der Situation wie zuvor an der sozialistischen Verkrustung der arabischen Gesellschaften. Gerne wird vergessen, daß Tunesien, Algerien, Ägypten, Syrien, Irak und nicht zuletzt Libyen durchweg sozialistische Länder waren. Die Staatspartei Tunesiens gehörte bis vor kurzem sogar der gleichen Internationalen an wie die SPD! Aber was nun den Islamismus betrifft: Bis zur, von den Sozialisten herbeigesehnten, „Revolution“ im Iran war der Islam in Nordafrika auf dem Rückmarsch, die Moslembrüder eine Kraft, die nicht aus der Mitte der Gesellschaft heraus agieren konnte. Das islamische Kopftuch oder gar die Vollverschleierung war eine Ausnahme. Wie jede Form der organisierten Emotionellen Pest entfaltete sich der Islamismus erst, als er Oberwasser gewonnen hatte und er auf jene Art und Weise „bekämpft“ wurde, wie zu genuiner Aggression strukturell unfähige Linksliberale so etwas „bekämpfen“: mit „Dialog“, Verständnis und immer neuen Zugeständnissen.

Die organisierte Emotionelle Pest löst sich sehr schnell in nichts auf, verpufft geradezu, wenn sie sich mit einem kompromißlosen „Nein“ und einer unüberwindlichen Barriere konfrontiert sieht. Beispielsweise ist Hitler an einem einzigen Mann gescheitert: an Churchill. In seiner Verzweiflung hat Hitler sogar die Sowjetunion angegriffen, um „dem wahnsinnigen Churchill“ dessen letzte Trumpfkarte auf dem europäischen Kontinent aus der Hand zu schlagen. Ähnlich ist die Rote Flut, die sich seit 1917 unaufhaltsam ausgebreitet hatte, an Reagan zerborsten, der erstmals mit dem Kalten Krieg wirklich ernstgemacht hatte.

Der Islamismus würde sich schnell zu seiner ursprünglichen Nichtigkeit verflüchtigen, würde man mit ihm umgehen, wie es Israel mit seinem Kampf gegen den palästinensischen Extremismus vorexerziert.

Die religiösen Fanatiker begreifen die Zusammenhänge weitaus besser als all die ach so klugen Analysten im Westen. Für den archaischen Geist handelt es sich nämlich um den Kampf zwischen zwei Göttern und es geht darum, welcher Gott sich durchsetzen kann. Es geht um ein Gottesgericht. Der durch den linksliberalen Ungeist durchseuchte Westen beweist tagtäglich, daß „Gott“ eine impotente Schwuchtel ist und Allah über ihn triumphieren wird.

Also: tötet Muammar mitsamt seiner Höllenbrut, stützt soweit wie möglich Demokratie und freie Marktwirtschaft und stellt euch dem Islamismus mit „unmenschlicher“ Härte entgegen!

Der DOR-Notstand und Saharasia

19. März 2016

Seit 1998 herrscht, so die NASA, in Arabien die schlimmste Dürre seit 900 Jahren. Diese Dürreperiode sei länger und um 50 Prozent trockener als alle in den letzten 500 Jahren. Der Bericht in der Welt setzt das in Zusammenhang mit dem sich zuspitzenden Religionsstreit zwischen Sunniten und Schiiten, dem eklatanten Demokratiedefizit und dem Mangel an Frauenrechten im Nahen Osten. Hinzu kommt eine Bildungskatastrophe und eine ökonomische Katastrophe: die Region war 2005 weniger industrialisiert als 1975!

Daß es in Arabien irgendwann kriseln mußte, war also klar. Doch warum ausgerechnet 2011? Und warum überall zugleich? Darauf lieferte die NASA einen Teil der Antwort. Im Sommer 2010 kamen mehrere extreme klimatische Ereignisse zusammen, die das labile Gleichgewicht des Nahen Ostens kippten: In China herrschte eine Jahrhundertdürre, riesige Steppenbrände in der Ukraine und Rußland und starke Überschwemmungen in Kanada und Australien führten zu Mißernten und verdoppelten den Weizenpreis.
Das traf vor allem den Nahen Osten – eine Region mit fünf Prozent der Weltbevölkerung, aber nur einem Prozent der weltweiten Süßwasserreserven. Neun der zehn größten Weizenimporteure der Welt sind hier. Besonders devisenarme Staaten wie Ägypten litten darunter. Hinzu kam besagte, von der NASA belegte Dürre.

Zwischen 2006 und 2011 waren in Syrien 85 Prozent der Herden verendet und 800 000 Bauern hatten ihren Lebensunterhalt verloren. Der Artikel verweist sodann auf den Untergang der Hethiter, Assyrer, Ägypter, etc. in der Antike, später der Untergang von Byzanz. All diese Reiche scheiterten an ähnlichen Faktoren. Europa wird heute dank der Flüchtlinge in einen neuen Strudel des Zivilisationsuntergangs hineingezogen.

Es ist der in Saharasia konzentrierte DOR-Notstand, den Reich in den 1950er Jahren entdeckt hatte.

Die WHO hat eine „Hitliste der Luftverschmutzung“ vorgelegt. Die UNO-Organisation untersuchte die Feinstaubkonzentration in der Atmosphäre von 1.100 Städten in 91 Ländern. Demzufolge ist die Luftverschmutzung in einigen iranischen Städten weltweit am schlimmsten. Es folgen die Nachbarländer Indien, Pakistan und die Mongolei. Genauer: Ahvaz im Iran, gefolgt von Ulan Bator in der Mongolei, Sanandaj ebenfalls im Iran, Ludhiana in Indien und Quetta in Pakistan. Am saubersten sei die Luft in Städten in Norwegen, der Schweiz, den USA, Neuseeland, Irland, Kanada, den baltischen Staaten, Mauritius und Australien. Das sei auch bedingt durch geringere Bevölkerungsdichte und günstigere Windverhältnisse.

Es ist allzu offensichtlich, daß Umweltstandards hier eine wichtige Rolle spielen. In einem rein agrarischen Indien, wie Gandhi es vorgeschwebt hat, wäre die Situation besser und vom berüchtigten Smog im Los Angeles der 1960er und 70er Jahre brauchen wir erst gar nicht reden. Trotzdem spielt mit Sicherheit auch die Selbstreinigungskraft der Atmosphäre selbst eine Rolle und hier geht es um mehr als nur „günstige Windverhältnisse“. Es geht darum, ob die Atmosphäre „lebendig“ ist und „pulsiert“ oder ob eine tote Wüstenatmosphäre vorherrscht, die der Luftverschmutzung nichts entgegensetzt, sondern sie nur noch weiter verschärft.

Die zentralasiatischen und teilweise auch die südasiatischen Länder liegen im Zentrum oder Grenzen unmittelbar ans Zentrum Saharasias, dem größten geschlossenen Wüstengebiet des Planeten, das von der Westküste Marokkos bis vor die Tore Pekings reicht. Luftverschmutzung hat hier fatale Folgen, da die Selbstreinigungskraft der Atmosphäre kompromittiert ist. Ich würde dabei soweit gehen, das Menschentier und seine Technologie als integralen Teil dieser Atmosphäre zu betrachten, so daß man „Umweltstandards“ durchaus zu den „Selbstreinigungskräften“ hinzuzählen könnte. Umgekehrt trägt zweifellos auch die Luftverschmutzung zur Ausbreitung Saharasias bei. Es gibt eine funktionelle Identität zwischen Wüstenatmosphäre und Smog. Das sieht man am typischen „Wüstendunst“, der von Smog kaum zu unterscheiden ist.

Amato Evan, University of Virginia, et al. zufolge hat sich in den letzten dreißig Jahren die Stärke der Frühjahrs-Wirbelstürme im nördlichen Indischen Ozean verdoppelt, im letzten Jahrzehnt sogar verdreifacht. Bisher hätten vertikale Scherwinde, die durch die großen Temperaturunterschiede zwischen der aufgewärmten Meeresoberfläche und den kalten oberen Luftschichten hervorgerufen wird, derartige Frühjahrstürme weitgehend verhindert, doch die zunehmende Luftverschmutzung zerstöre diesen Mechanismus, der Zyklone geradezu zerschreddert. In den letzten 80 Jahren habe sich die Luftverschmutzung versechsfacht, so daß 10 Prozent der Sonnenstrahlung die Meeresoberfläche nicht mehr erreicht, entsprechend kühlt sie ab. Es geht dabei um eine große, immer weiter anwachsende und mittlerweile drei Kilometer dicke braune Smogschicht über Nordindien.

Diese Asian Brown Cloud ist funktionell identisch mit dem was Reich als DOR-Wolken beschrieben hat. Die vermehrt auftretenden Zyklone könnte man als Versuch der Natur betrachten, dieses DOR zu sequestrieren bzw. „auszutreiben“.

Reich hat in den 1950er Jahren ähnliches in Nordamerika beobachtet, wenn auch auf einer kleineren Größenebene, d.h. bei lokalen Wettererscheinungen. 1955 schrieb er dazu:

Es wird uns nicht überraschen, wenn wir hören, daß dasselbe Prinzip, den eindringenden Störer der Integrität des Organismus abzustoßen[, d.h. die „Sequestration“], sich auch in der unbelebten Natur findet, und zwar bei der Bildung von Windhosen, Tornados und ähnlichen atmosphärischen Störungen. DOR-Wolken sind von hocherregter OR-Energie umgeben. Wenn aus dem Westen oder Südwesten frische OR-Energie herangezogen wird, entwickeln sich Wirbelwinde ähnlich den Windhosen in Wüsten und Gebieten, die im Begriff sind, zur Wüste zu werden. […] Heftige Winde entwickeln sich, meist in Form von plötzlichen Böen, die schwärzliche, schmutzig aussehende Wolken vor sich hertreiben. Diese Wirbelwinde jagen den Staub hoch, daher die englische Bezeichnung „dust devil“ = „Staubteufel“. Doch hat dies wenig mit „Staub“ zu tun. Es handelt sich vielmehr um die Reaktion erregter atmosphärischer Energie auf die tödliche, verderbenbringende DOR-Energie, die das Leben abtötet. Der Wirbelwind kann sich zu einem regelrechten Sandsturm oder einem Tornado entwickeln. Die Ursachen für die Unterschiede in Stärke und Form dieser Erscheinungen sind noch ungeklärt. Das allgemeine Prinzip ist jedoch klar: die Sequestration und Eliminierung des verderbenbringenden Eindringlings aus einem integralen System. (Ausgewählte Schriften, S. 469)

Für den indischen Subkontinent, Iran und Oman ist diese energetische Reaktion absolut verheerend; die Schäden gehen in die Milliarden und Dutzende, wenn nicht Hunderte von Menschenleben sind zu beklagen. Vor 1998 in den Monaten vor und nach der Monsun-Zeit hatten die Wirbelstürme selten Windgeschwindigkeiten, die über 80 km/h hinausgingen. Seitdem erreichten fünf Monsterstürme doppelt so große Geschwindigkeiten, manchmal mehr als 185 km/h.

Haben diese Vorgänge wirklich rein mechanische Ursachen (Abkühlung der Meeresoberfläche und damit Nachlassen der vertikalen Scherwinde) oder energetische (OR sequestriert DOR)? Erst mal ist nicht recht einzusehen, warum nachlassende Scherwinde derartig dramatische Folgen zeitigen sollten. Und zweitens hat man die geringere Oberflächentemperatur des Meeres nicht direkt gemessen, sondern schließt darauf ausgehend von Computersimulationen. Könnte das Nachlassen der vertikalen Scherwinde nicht auch direkter Ausdruck der atmosphärischen (energetischen) Stagnation sein, die durch das DOR hervorgerufen wird?

Die bio-historischen Grundlagen des Christentums (Teil 2)

28. Februar 2016

Bei Paulus findet man sowohl Anspielungen auf das Grabopfer für den König (Röm 6,8) als auch das Opfer des Königs für sein Volk (Röm 5,6). In Kol 2,12f heißt es:

Ihr seid durch die Taufe mit Christus begraben worden, und ihr seid auch schon mit ihm zusammen zum neuen Leben gelangt. Denn durch den Glauben habt ihr euch der Macht Gottes anvertraut, der Christus vom Tod erweckt hat.

Dies könnte unmittelbar aus der Liturgie des Dumuzi-Kultes stammen. Und da in der antiken Kirche die Taufe im Sinne einer Auferstehung von den Toten im Frühjahr stattfand, ist der Gleichklang fast perfekt. Auch sonst haben die Christen im Verlauf ihrer zweitausendjährigen Geschichte die Wiederbelebung der Natur nach der Trocken- oder Winterzeit immer als Symbol der Auferstehung Christi betrachtet. Man denke nur an Ostern und die mit diesem Fest verbundenen heidnischen Fruchtbarkeitssymbole.

Erinnert sei auch an das Jul-Fest zur Wintersonnenwende, bei der der Triumph der Sonne über die Finsternis des Winters, ihre Wiedergeburt gefeiert wurde. Wie Inannas Nachfolgerinnen Demeter ihren Iakchos (Dionysos) oder Isis ihren Har-Siesis (Horus) bringt auch Maria ihr Kind zur Wintersonnenwende in der Weihnacht zur Welt.

Wie Iakchos und Attis [ebenfalls ein Nachfolger Dumuzis] und der kretische Zeus wird das Kind von Schafhirten enthusiastisch begrüßt. Dabei trägt es selbst die Züge eines Kindgottes und als junger Mann die Züge des göttlichen Hirten (Sumer, Ägypten, Palästina). Denn Jesus, dessen Name dem Isissohn Har-Siesis sehr ähnlich ist, kommt als sanfmütiger „guter Hirte“ daher, und seine Bischöfe tragen lange, gebogene, ägyptische Hirtenstäbe. Natürlich wird mit der Geburt dieses Kindes der aus den Fugen geratene Kosmos in seine Ordnung gerückt, dies war auch bei den anderen neugeborenen Kindgöttern so. Denn seit dem Tod des Heros-Gottes war diese Ordnung gefährdet, die Vegetation zerstört und das Leben der Menschen in Gefahr. (Heide Göttner-Abendroth: Die Göttin und ihr Heros, München 1984, S. 129)

So läßt sich religionsgeschichtlich eine grade Linie vom sumerischen Inanna-Dumuzi-Mythos bis zum Christentum ziehen. Im semitischen Babylonien wurde daraus der fast identische Ischtar-Tammuz-Kult und in Palästina der Anat-Baal-Kult, der bis in christliche Zeit sich in Syrien, Phönizien und in Jesu Heimat, dem „heidnischen Galiläa“ (Mt 4,15), hielt. Von Ägypten aus wurde darüber hinaus noch das gesamte hellenische und später römische Mittelmeer vom gleichgerichteten Isis-Osiris-Kult beeinflußt. So stoßen wir auch

in der christlichen Religion auf das Tod- und Wiederauferstehungs-Muster der matriarchalen Religionen: der Gottessohn stirbt einen Opfertod und ersteht wieder auf. Diesem Ereignis wird dieselbe Bedeutung zugeschrieben wie dem Opfertod des matriarchalen Heros, nämlich das Weiterleben der Menschen zu sichern. Das Weiterleben ist jedoch keins mehr im Diesseits, sondern im Jenseits, im elysischen Obstgarten-Paradies. Die Wiederauferstehung jedes einzelnen wird dort verewigt wie bereits in der hellenistischen Osiris-Religion. Und wie bei Osiris gibt es zuvor ein „Jüngstes Gericht“ mit einem milden, gerechten Richter. (Göttner-Abendroth, S. 127ff)

Aber dieser matriarchale Vorstellungskomplex hat nicht erst mit Christus in der Bibel Eingang gefunden. Schon das Buch Ijob ist vollständig nach dem Schicksal des kanaanitischen Fruchtbarkeitsheros Baal geformt, der am Anfang der Trockenzeit sterben muß. Auch das Denken der Psalmisten ist ganz eindeutig von diesem Fruchtbarkeitskult durchdrungen, was die Psalmen so ungemein christlich macht! Und selbst im Buch Kohelet, das vor Frauen warnt „die noch bitterer sind als der Tod“ (Koh 7,26), finden wir Anklänge an die endlose zyklische Wiederholung, die Fruchtbarkeitskulte kennzeichnet. Hier verwandelte sich jedoch der lustvolle Fruchtbarkeitszyklus des Matriarchats, in die „sinnlose Mühle“ des Patriarchats (man denke auch an das Samsara, den „ewigen leidvollen Kreislauf der Widergeburten in Indien“). Denn wer sich wie die emotional toten Jahwe-Gläubigen, die sich von den Naturzyklen getrennt haben, nicht der Himmelskönigin hingibt, verfehlt die Wiedergeburt: „Wer sein Leben festhalten will, wird es verlieren“ (Mt 10,39).

Der Prophet Ezechiel (8,14) berichtet wie Frauen im Tempelvorhof von Jerusalem saßen und über Tod und Unterweltsfahrt des Tammuz weinten, dem babylonischen Nachfolger des sumerischen Dumuzi. Daniel (11,37) nennt Tammuz „den Lieblingsgott der Frauen.“ Und was Daniels prophetische Aussage über den „Menschensohn“ betrifft sagt Michael Grant:

Fast könnte man meinen wieder zur Vorstellungswelt der kanaanäischen Religion zurückgekehrt zu sein, in der ein Gott (Baal) einen anderen (El) entthront. Sind hier schon Verbindungen von der Urreligion Kanaans zum christlichen Mythos zu finden, der ganz entscheidend auf das Daniel-Buch zurückgeht, wird dies bei Hosea erst recht deutlich. (Das Heilige Land, Bergisch Gladbach 1988, S. 252)

In einem Bußlied (Hos 6,1-3) sagt er den Nachkommen Israels eine „Auferstehung am dritten Tag“ voraus.

Diese Äußerung ist nicht frei von Ideen, welche aus den kanaanäischen Fruchtbarkeitskulten stammen; in den Ohren gläubiger Christen allerdings klingen sie wie eine Vorwegnahme neutestamentarischer Äußerungen über Jesu Auferstehung. (Grant, S. 207)

Die ganze Gottesvorstellung der Propheten war noch teilweise von matriarchalen Mustern geprägt. So sprechen sie vom Land Israel als der Braut Jahwes. Dies ist die patriarchale Umformung, bzw. Umkehr des alten matriarchalen Mythos der Sumerer, wo der König und damit sein ganzes Land Sohn und Gatte der Himmelskönigin Inanna war. In Babylon wurde daraus später die Göttin Ischtar, deren Namen wir im biblischen Buch Esther wiederfinden („Esther“ ist die aramäische Form von „Ischtar“), wo das Volk Israel, wie so oft in der Bibel, von einer Frau gerettet wird.

Gerda Weiler zufolge sind die Propheten von alten Kultfesten ausgegangen (Ich verwerfe im Lande die Kriege, München 1984, S. 363). Einige biblische Jahwe-Lieder stimmen wörtlich mit „heidnischen“ Baal-Liedern überein (ebd., S. 37). So verbergen sich hinter dem alttestamentarischen Text unmittelbar matriarchale Kultmythen, aus denen man nur die Himmelskönigin eliminiert hat. Das literarisch und philosophisch höchststehende Buch der Bibel, Ijob, ist z.B. auch nichts weiter als ein überarbeiteter matriarchaler Kulttext. In den ursprünglichen Kultfesten wurde in erster Linie die Heilige Hochzeit gefeiert. Die Propheten hätten, so Weiler, diese sexuellen Bezüge nachträglich spiritualisiert.

Indem sie die Sprache der Liebe als allegorische Bildsprache benutzen, entziehen sie ihr den erotischen Charakter. Jahwe ist der Liebhaber der „Jungfrau Israel“, der Gatte der „Tochter Zion“, aber seine „Liebe“ bleibt im luftleeren Raum, sie wird niemals konkret. Niemals wird er sich in einem Kultträger der Priesterin nahen. Gerade das soll überwunden werden.

Israel wird als Braut Jahwes dargestellt, der davon spricht, mit Israel die Ehe zu schließen und es so aus seiner Schande zu erretten (Jes 54,5). Dann wird man dich Jerusalem

nicht länger „die Verstoßene“ nennen oder dein Land „die verlassene Frau“. Nein, du wirst „Gottes Liebling“ heißen und dein Land „die glücklich Vermählte“! Denn der Herr wendet dir seine Liebe wieder zu und vermählt sich mit deinem Land. Wie ein junger Mann sich mit seinem Mädchen verbindet, so werden deine Bewohner für immer mit dir verbunden sein. Wie ein Bräutigam sich an seiner Braut freut, so hat dann dein Gott Freude an dir. (Jes 62,4f)

Schon in Ägypten hätten sich Gottes Bräute (Samaria und Jerusalem) den Männern hingegeben „und ließen ihre jugendlichen Brüste tätscheln“, bevor sie schließlich die alleinigen Frauen Gottes wurden (Ez 23,2ff).

Aber es rächt sich, daß Jahwe großzügig über den unzüchtigen Charakter seiner Braut hinwegging, denn sie vergißt ihren Jahwe schon bald wieder, der klagt: „In der Jagd nach Liebhabern bist du unübertrefflich“ (Jer 2,32f). Die „Liebhaber“ sind hier natürlich die anderen Kulte und Götter (vgl. Jer 3,1-5 und Hos 2,4-10). Hurerei ist jedoch nicht nur symbolisch mit Götzendienst identisch:

Hast du gesehen, was Israel, diese treulose Frau, getan hat? Sie hat sich von mir abgewandt, ist auf jede Anhöhe gestiegen und hat sich unter jeden grünen Baum gelegt, um (in der Heiligen Hochzeit) Unzucht zu treiben.

Der Führer der Welt

20. Februar 2016

In Die Bedeutung von Vorbildern habe ich mich mit der Rolle von Führern für das Leben innerhalb von Gesellschaften beschäftigt. Hier soll es darum gehen, daß Amerika der Führer der Welt ist. Für den Planeten ist es deshalb von entscheidender Bedeutung, wer im Weißen Haus sitzt.

Es gibt kaum Politiker, die mehr gehaßt und verachtet werden als der „Kriegsverbrecher“ Winston Churchill, der „Kriegstreiber“ Ronald Reagan und der „Völkermörder“ George W. Bush. Alle drei gelten als üble „Imperialisten“, dabei haben sie im Kampf gegen den Nationalsozialismus, den Kommunismus und neuerdings den Islamismus zunächst das britische Weltreich geopfert und mittlerweile auch die amerikanische Vorherrschaft gefährdet.

Ohne die geradezu „kriegsverliebte“ Unerbittlichkeit Churchills hätte Hitler das europäische Festland ähnlich langfristig dominieren können, wie im Roman Vaterland von Robert Harris beschrieben. Ohne Reagan und die SDI-Herausforderung würde es den Ostblock noch heute geben. Und ohne Bushs Beseitigung des imgrunde nationalsozialistischen Regimes im Irak wären die anderen „nationalsozialistischen“ Machthaber in der arabischen Welt noch immer an der Macht.

Man kann argumentieren, daß Churchill es war, der die Sowjetunion bis an die Elbe brachte, daß der Zerfall des Kommunismus im Kaukasus und im Balkan zu Zuständen geführt hat, die nach 1945 als für die Zukunft undenkbar galten und daß der „Arabische Frühling“ eine einzige Katastrophe war.

Dabei verkennt man, daß der Sturz des Shahs und das darauf folgende klerikal-faschistische Regime auf die durch den „Idealisten“ Carter verkörperte Schwäche des Westens zurückging. Ähnlich hat der „Idealist“ Obama alles kaputt gemacht. Man kann über den Krieg im Irak sagen was man will, der Islamische Staat geht auf die Kappe Obamas, d.h. ist dem verfrühten Rückzug Amerikas zu schulden.

Ein „Idealist“ wird jetzt einwerfen, daß doch die Amerikaner mit Hitler Geschäfte gemacht haben, die Sowjetunion im Zweiten Weltkrieg zum Verbündeten machten und Saddam Hussein der größte Freund Amerikas war. Dazu kann ich nur sagen: Willkommen in der Realität! Tja, das ist der Planet Erde, du weltfremder Kindskopf!

Es führt letztendlich nirgendwohin, wenn man die Welt quasi „mystisch“ von der Warte irgendwelcher vermeintlicher „Ideale“ betrachtet. Wie Heiner Geißler mal in einem seiner lichteren Momente sagte: Der Pazifismus der 30er Jahre hat Auschwitz erst möglich gemacht. An anderer Stelle habe ich beschrieben, was Carter mit seinen „Menschenrechten“ angerichtet hat.

Es bringt aber auch nichts quasi „mechanistisch“ mit dem realpolitischen Kalkül zu hantieren, als handelte es sich um Mathematik. Das gesellschaftliche Geschehen wird letztendlich von bio-emotionalen Faktoren bestimmt, so daß jedes bloße „Machtkalkül“, so unausweichlich es kurzfristig auch immer sein mag, letztendlich in die Irre gehen muß.

Für den Nahen Osten bedeutet dies konkret, daß die Massen zwischen ihrer Freiheitssehnsucht einerseits und ihrer Angst vor Verantwortung andererseits gefangen sind. Sie suchen deshalb immer nach einer Vaterfigur, die sie von Verantwortung entlastet und ihnen Freiheit schenkt. Entweder wird das der „große weiße Vater“ in Washington sein oder, wenn sich dieser als weich und nachgiebig erweisen sollte, wird es ein neuer Khomeini sein.

Da Amerika den strengen aber gerechten Vater verkörperte, konnten sich trotz der „undemokratischen“ Charakterstrukturen in Deutschland und Japan gefestigte Demokratien entwickeln – ohne Gesichtsverlust. Das wird auch die einzige Chance für die Demokratie in der arabischen Welt sein – das oder ein arabischer Khomeini wird das Vakuum füllen.

Dabei ist es vollkommen gleichgültig, ob Amerika geliebt oder gehaßt wird, solange es nur gefürchtet und deshalb geachtet wird. Genau aus diesem Grunde ist es ein Menschheitsverhängnis, daß die eklige Kreatur Obama Antichrist die freie Welt in den letzten Jahren geführt hat.

Wie es gestern in De Telegraaf (Amsterdam) in Bezug auf die Krise um die Türkei und Syrien zu lesen war:

Die Frage ist nun, wer die Türkei noch aufhalten kann. Europa hat wenig Lust, Druck auf Ankara auszuüben. Es braucht die Türkei, um den Zustrom von Flüchtlingen einzudämmen. Bleiben nur die USA. Aber Staatspräsident Erdogan hat sich auch mit Präsident Obama überworfen, der in den syrischen Kurden einen wichtigen Partner im Kampf gegen den IS sieht. Obama sollte sich endlich um den Nahen Osten bemühen. Auch wegen seiner Zurückhaltung ist der Konflikt in den vergangenen Jahren außer Kontrolle geraten. Es steht nicht nur die Zukunft von Syrien auf dem Spiel, sondern die der gesamten Region. Und vielleicht auch der Welt.

Warum der „Islamische Staat“ zur antiautoritären Gesellschaft gehört

29. Dezember 2015

In den meisten Ländern des Bogens von Nordafrika bis Südasien (etwa Algerien, Tunesien, Ägypten, Saudi-Arabien und Indien) haben wir einen eklatanten Mangel an wirtschaftlichen Aussichten, allein schon wegen einer fehlenden Infrastruktur, kombiniert mit einem ungeheuren Überhang von jungen Männern, die von der traditionellen Gesellschaft vollkommen entfremdet sind. Da sie von den Massenmedien, dem Internet und allgemein von der Globalisierung geprägt wurden und beispielsweise fast flächendeckend Handys besitzen, tut sich ein unüberbrückbarer Graben zu den vorangegangenen Generationen auf. Vor allem haben sie eine, jedenfalls für dortige Verhältnisse, „gute Ausbildung“, was bedeutet, daß sie vor allem für „Kopfarbeit“ vorbereitet worden sind. Für Handarbeit haben sie nur Verachtung übrig. Und das nur mit marginalen Aussichten entsprechende Berufe in Büros ergreifen zu können. Ihre Ausbildung entspricht in keinster Weise dem jetzigen und auch nicht den zukünftigen Verhältnissen auf dem Arbeitsmarkt dieser Länder. Entsprechend können sie keine Familien gründen, was zur wirtschaftlichen Ausweglosigkeit eine fast unerträgliche sexuelle Frustration hinzufügt.

Der Orgonom Robert Harman schreibt weiter in der neusten Ausgabe des Journal of Orgonomy:

Die sexuelle Frustration, die durch Mangel an Beschäftigung noch verschärft wird, drückt sich in impulsivem Handeln aus, das durch religiösen Glauben rationalisiert wird, auch wenn der Betreffende die Religion kaum praktiziert. Das zeigt, daß die Religion überall, auch in den moslemischen Ländern, sich zu einer anti-autoritären Institution entwickelt hat. Für alle gepanzerten Menschen wird sexuelle Befriedigung und Zufriedenheit in der Arbeitsfunktion als etwas wahrgenommen, das von außerhalb des Selbst kommt, unerreichbar, aber immer ersehnt. Der Dschihad ist ein Ersatz für sexuelle Befriedigung. Er wird zum Objekt der sexuellen Sehnsüchte und ein sexuelles Ventil, oft sadistischer Art. Egal, wie pervers es scheinen mag, hält der Dschihad, als Ersatz die Zufriedenheit in der Liebe und durch die Arbeit, die Hoffnung am Leben, daß das Unerreichbare (Gott) bald erreicht werden kann. Diese gefährliche Art des Lebens und Empfindens ist unabhängig von Inhalt oder Form des religiösen Glaubens. („Practical Functional Economics: Part V“, Vol. 48/2, Hervorhebungen von Harman)

Der Schlußaussage kann ich angesichts der Islamkritik zwar nicht ganz zustimmen, geschweige denn sie unterstreichen, aber dieser Ausführungen machen deutlicher, daß das, womit der Westen heute konfrontiert ist, tatsächlich ein Teil seiner selbst ist. Und dies in einem ganz anderen Sinne als es Linke gerne sehen, die den heutigen Terrorismus als Antwort auf den europäischen Kolonialismus und den „US-Imperialismus“ zeichnen. Das ist eine mechanistische Sichtweise, die eine mechanische Beziehung zwischen Auslöser (Unrecht) und Folge (gerechte Rache) sieht. Etwas, was natürlich mit einer gar nicht so klammheimlichen Freude verbunden ist. Nein, es ist der durchaus wohlmeinende, geradezu altruistische Drang des liberalen Westens das Heil über die Welt zu bringen, etwa durch „Bildung“ (die Verlagerung von Energie aus dem Körper ins Gehirn), die angeblich alle Probleme löst. Es ist die praktisch nicht zu vermeidende Zersetzung aller alten Traditionen durch die moderne Technik, nicht zuletzt die globalen Massenmedien. Es ist eine Wirtschaftsphilosophie die sich auf Wachstum, Expansion, Handel und Dienstleistung konzentriert und ganz vergißt, daß es eines industriellen Fundaments, einer Infrastruktur und einem Heer von gutausgebildeten Facharbeitern und Handwerkern bedarf, dem Kleinklein der industriellen Gesellschaften. Nicht zuletzt beruht die sich abzeichnende Katastrophe auf „Albert Schweitzer“: die Nahrungsmittelproduktion, die Hygiene, Impfprogramme, medizinische Versorgung, die der ach so böse Westen den farbigen Rassen geschenkt hat und die unmittelbar zu der Bevölkerungsexplosion geführt hat. Der mit unserer Hilfe produzierte Überschuß kommt nun zu uns.

Ich komme gerade von der Hafenstraße und las dort folgenden Spruch auf Englisch: „Flüchtlinge wir heißen Euch willkommen! Kämpft mit uns zusammen gegen dieses scheiß System!“ Was für eine Schizophrenie!!

Das antiautoritäre Faszinosum des Salafismus gilt selbst für deutsche Konvertiten. Beispielsweise werden deutsche „Märtyrer“ mit Malcom X verglichen:

[youtube:https://www.youtube.com/watch?v=DmKXmLzlwSQ%5D

Diskussionsforum 2011: eine Nachlese (Teil 5)

4. Dezember 2015

Hier hatte ich 2011 ein mittlerweile gelöschtes Youtube-Video hingesetzt, daß die Pyramiden beschrieb. Ich titelte: „Die Orgontechnologie bevor sich die Menschheit abgepanzert hat.“ Jetzt kann ich allenfalls auf das verweisen: http://www.doriswolf.com/wp/?page_id=166

Wer das alles als Mystizismus abtut, ist naiv – er sollte mal Ingenieure fragen, wie sie die Pyramiden und die damaligen Steinarbeiten bewerkstelligt hätten. Manches ist erst mit heutiger Technologie realisierbar, anderes wäre unmöglich, wenn es nicht da in Ägypten stünde, als Beweis, daß es prinzipiell herstellbar ist:

[youtube:https://www.youtube.com/watch?v=rcKahraBiBY%5D

Das letztere Video ist vor allem auch wegen dem metrischen System von Bedeutung, dem Meter und der Sekunde. Siehe dazu Kapitel IV von Orgonometrie (Teil 1).

O. verwies auf http://www.aegyptisches-museum-berlin-verein.de/ und schrieb: Anschauen lohnt sich. Auf den Wechsel von Epochen und Herrschaftsformen wird hingewiesen und es gibt dort im Shop viele interessante Bücher.

Peter: Wilhelm Reich zur Nacht: http://a-kleiner-philosophie-blog.blogspot.com/2011/08/der-mensch-in-der-falle-wilhelm-reich.html

Peter wies auf den Orgonomen Michael Silvert hin, einen der engsten Mitarbeiter Reichs in den 1950er Jahren, und kommentierte: Persönlich war er sicherlich eine Katastrophe, beispielsweise mußte Reich ihm verbieten weibliche Patienten zu behandeln. Leute wie Baker und Herskowitz haben ihn schlichtweg gehaßt. Wyvell, zeitweise seine Geliebte, hat ihn als „Modju“ bezeichnet. Reichs therapeutische Versuche, das Unmögliche zu bewerkstelligen und einen pestilenten Charakter zu heilen, wären gescheitert und Reich an diesem Experiment zugrunde gegangen. (Es waren Silverts Aktionen, die Reich ins Gefängnis brachten!) Aurora Karrer habe den Horror gekriegt, weil Reich nach den Therapiestunden mit Silvert schlichtweg unerträglich übellaunig war. – Andererseits war Silvert der einzige Orgonom, der sich ganz und gar in die Forschung eingebracht hat. Und noch Jahrzehnte später haben Silverts (männliche!) Patienten von ihm geschwärmt. An den paar Artikeln, die er veröffentlicht hat, ist natürlich rein gar nichts auszusetzen.

Übrigens frage ich mich, was wohl mit Silverts schriftlichen Hinterlassenschaften geschehen ist!

O. ganz richtig: Wenn man noch einen Zeitzeugen findet, sollte man nicht zögern ihn zu interviewen und das am besten aufnehmen, weil man sich danach nicht mehr so erinnert. Die alten Zeitzeugen sind leider nicht mehr die jüngsten und man weiß nicht, wie lange sie noch auf der Erde bleiben …

Und Peter, der, was „oral history“ betrifft, etwas skeptisch ist: Vor allem auch die schriftlichen Hinterlassenschaften und Büchersammlungen sichern bzw. die Leute dazu drängen, sie in sichere und verantwortungsvolle Hände zu überantworten. Ich möchte nicht wissen, wieviel unersetzliches Material schon in Schreddern verschwunden ist!

O.: Michael Silvert ist auch einer der letzten Mitarbeiter gewesen und hat sicherlich Fachwissen aus erster Hand bezogen. Es wäre sicher spannend gewesen ihn kennenzulernen und sich ein eigenes Bild zu machen. Er steht neben Baker und anderen im Buch von (ich nenne es jetzt mal) „Oranur Bericht II“ in der Ehrengalerie. Reich wird einiges von ihm gehalten haben. Für den Mist (Orac über die Staatsgrenze), den er gemacht hat, hat er sich das Leben genommen, wenn ich mich richtig entsinne. Von daher find ich, hat er Charakter bewiesen, den so einige ja nicht haben. Ferner hat er auch den Mut gehabt, jenes Material [ORUR von Maine nach Arizona] zu fliegen, dessen Eigenschaften nicht erforscht waren.

Peter damals im September 2011: Vor wenigen Wochen ist ein wichtiger Mitarbeiter von Reich und Silvert gestorben: Tom Mangravite.

http://www.thevillager.com/villager_437/thomasmangravite.html

O. berichtete 2011 über die Berliner Szene:

Bei dem Aufwand, der insbesondere auch vor 15 Jahren betrieben wurde, das UFO-Thema unseriös zu behandeln, d.h. die Existenz möglichst mystisch und unprofessionell zu bejahen, gab es als solche eine „yes they exist“ Verschwörung, die die offizielle US Militär „no they never exist“ Verschwörung ablöste.
In der Berliner Szene hielt man das Werk von R. (Contact…) für obskur. Es existierte ca. 1989 eine unansehnliche Kopie in einem Ordner, an das man nur schwer herankam, weil es eigentlich keinen interessierte. Nun, es wurde darüber auch nicht geredet. Als es dann übersetzt werden sollte, hatte man 1995 keinen, der das schon mal gelesen hatte. Im Museum war das Buch eine Ladenhüter, so daß man noch eines von 1.000 Expl. 1995 bekommen konnte für 120 US Dollar. Es ist überflüssig zu sagen, daß es auch keiner für 30 DM gewollt hätte.

O. weiter: Offensichtlich hat sich die WRG gar nicht dafür (für die Herausgabe von Reichs Büchern) interessiert, aber sie wollten die ersten (und einzigen) wohl sein, die es offiziell herausgeben über den zweinullnulleins, ohne Geld dafür auszugeben und sicherlich haben sie dafür vermutlich noch Gagen kassiert, aber das kann ich nicht bestätigen, sondern nur daraus schließen, daß sie so gut wie nie etwas ohne Geld zu beziehen gemacht haben.
Ferner haben sie (eine enge Clique innerhalb der WRG) sich das Interpretationsrecht nach eigenen Vorstellungen mit den Begleitheften gesichert. Soviel zu „demokratischen Strukturen“ innerhalb dieses Vereins. Der Versanddienst zweinullnulleins war von Reich inhaltlich angetan, aber hat nicht verstanden, wie er manipuliert wurde … und letztlich zählte nur der erzielte Profit. Da ging schon mal eine Million im Jahr über den Ladentisch und es wurde nicht eine DM in etwas Forschung reinvestiert.
Die Haltung eines anderen Reichverlegers schildert die allgemeine Haltung, auf die man sich geeinigt hatte: „Auch wenn Wilhelm Reich persönlich käme und von dem Verkauf seiner Bücher etwas Geld haben wollte, würde man ihm den Vogel zeigen.“ (O-Ton 1998).

O.: Im Nachhinein stellt sich die Frage, ob der Verkauf überhaupt etwas gebracht hat. Wer es heute will, kann übers Internet noch ein paar gebrauchte Exemplare beziehen, aber über das Museum hätte man dies auch gekonnt. Die Reichszene wurde in Folge dessen zentralistisch organisiert und gesteuert. Sie mutierte zur Sekte. Teile von ihnen hatten bereits ihre Sektenerfahrung (nachweislich) und es gab ja auch schon in den WRB Anzeichen einer komischen Entwicklung, die zur Gründung der „emotion“ und WRI führte. Das Potential, das positiv vorhanden war, wurde jedoch nicht genutzt. Es gab um 1989 eine einmalige Chance, gerade in Berlin mit dem Mauerfall, die nicht positiv genutzt wurde. Die persönlichen Inkompetenzen (mangelnde eigentherapeutische Erfahrung) haben die fachlichen Kompetenzen überlagert.
Dies wurde erst 1996 wirklich transparent mit den Buchprojekten, sie läuteten den Untergang ein, wobei der Verleger hierfür am wenigsten konnte. Auch sind die Ergebnisse auf jedenfall lesenswert, zumal der Leser sich ja auch eigene Gedanken dazu machen kann. (Nobody is perfect.)
Die „Turners“ sitzen jedoch in der Reichszene selbst. Mit der zweinullnulleins Aktion konnte man noch denken, hier wurde eine Chance verpaßt oder trotz hohem Aufwand überhastet ausgeführt. Das gesamte Spätwerk (Orop …, Oranur etc.) wurde von einem Landschaftsökonom oder einem Mediziner und Umwelttechniker behandelt, die skeptisch und erfahrungslos mit dem CLB waren und zu Ea keine Affinität besaßen. So blieb nur der dauernde Vergleich mit dem Widerspruch zur allg. Wissenschaft, der wenig erhellend bleibt.
Das Nachfolgende ließ aber keinen Zweifel mehr an der abartigen esoterischen Okkupation mit W. Reich auf breiter internationaler Ebene. Somit war die „Wissenschaftsdiskussion“ die Vorbereitung zum Abdriften in unwissenschaftliche Gefilde.

Robert: Pressekonferenz ‘UFOs und Atomwaffen’ – Jetzt komplett auf deutsch!
http://www.exopolitik.org/wissen/exopolitik-und-ufos/zeugenaussagen/ufos-und-atomwaffen/603-ufos-und-atomwaffen-jetzt-auf-deutsch

Robert wies auf die Kontroversen über den „Sexkoffer“ für Grundschüler in Berlin hin. Darauf O.: Der erste „Sexkoffer“ (ein wohl unglücklicher Begriff) ist in einer Kreuzberger Grundschule angekommen. Ein paar Pädagogen werden hierfür extra geschult, um dann später mal in den Unterricht zu gehen. Die Eltern werden auch vorher informiert (Elternabend) und dann wird gemeinsam entschieden, ob dieser Koffer in der Klasse zum Einsatz kommt. Eltern von nichtdeutscher Herkunft mit teilweise islamischen Glauben sind anderen Elternteilen mit Kindern, wie Lesben- oder Schwulenpärchen schon mal ausgrenzend und tendenziell diskriminierend begegnet, daher scheint eine Diskussion eher über unterschiedliche Lebensweisen notwendig zu sein.
Offensichtlich geht es aber weniger um das eigentliche Thema der Sexualität als um ein heterogenes (ich meine nicht heterosexuelles) miteinander und respektieren anderer Lebensweisen, damit Kinder aus bspw. homosexuellen Ehen/Partnerschaften eben nicht abgestempelt werden. – Die Kinder können ja eh nichts dafür. Es sind ja meist die Erwachsenen, die sich daran stören.
Also auch die Pädagogen, und damit sind auch Lehrer eingeschlossen, müssen sich mit den Inhalten erst vertraut machen. Und das kann nur funktionieren, wenn die Erwachsenen vorher eine Diskussion über die Inhalte führen und sich austauschen, sonst geht ein solches Projekt gleich nach hinten los, weil Eltern sich schon lange nicht mehr alles gefallen lassen.

Robert antwortete: Jetzt werden also Kinder aus Homo-Ehen von den Kindern aus normalen Ehen ausgegrenzt. Soweit mußte es also traurigerweise kommen.
Nichts mit Multi-Kulti-Eierkuchen, das Natürliche wird sich irgendwann durchsetzen. Eine Perversion kann nicht aufgezwungen werden.

Darauf O.: „Normale Ehen“ ist fremd für die meisten Kinder geworden, Patchworkfamilien, Scheidungskinder usw. ist „normal“. Die größte Zahl der normalen Ehen mit ihren leiblichen Eltern finden sich in Berlin bei ausländischen Ehepaaren gleicher nationaler Herkunft. Ebenso heiraten nicht mehr alle leiblichen Elternteile mit deutscher Herkunft. Es müßte also „leibliche hetero-Elternteile“ heißen. Kinder erhalten sich ihre Natürlichkeit, soweit es geht, auch trotz widrigster Umstände. Und Kinder haben ganz andere existentielle Sorgen als die im „Sexkoffer“ beschriebenen. Im Moment dürfen sie sich schon mit Krankheit und Tod ihrer Eltern auseinandersetzen. Was ist wenn Mama Krebs bekommt oder Papa plötzlich tot umfällt, wie das Haustier im letzten Jahr?

Robert: „Normale Ehen“ ist fremd für die meisten Kinder geworden, Patchworkfamlien, Scheidungskinder usw. ist „normal“.
Nanu, wieso werden dann Kinder der Homo-Ehen aus den Patchwork-Familien und Ausländer-Familien ausgegrenzt.
Irgendein biologisches Gespür ist doch da noch vorhanden.
Daß diese Zerrüttung auch ein Zeichen deutscher Identitätszerstörung ist, das Land mit der niedrigste Geburtenrate in Europa, kann kein normaler Zustand sein (im Sinne der biologischen Norm), sondern hier ist das Abnorme und Bizarre Staatsideologie geworden. Wenn Homosexuelle und kinderlose Gender-Missionare im Bundestag das Leben des Volkes bestimmen, kann nur Destruktivität das Ergebnis sein.

Robert 2011:

Nach SPD-Sieg: Bahn frei für Frühsexualisierung an Berliner Schulen
SPD hat gestern in Berlin die Wahlen gewonnen. Trotz leichter Einbußen bleibt Klaus Wowereit Bürgermeister der Stadt. Was die wenigsten Leute wissen: Zu seinem Wahlprogramm gehört die umfangreiche Frühsexualisierung an Kindergärten und Schulen. Vor allem Homosexuellen gegenüber sollen die Kinder jetzt verstärkt Toleranz lernen, indem sie in Rollenspielen selbst Schwule und Lesben mimen müssen, so der Plan des bekennenden homosexuellen Bürgermeisters. Dem inzwischen berühmt berüchtigten Medienkoffer, gegen den Tausende wütende Bürger bereits konzertiert ins Feld zogen, steht nach dem gestrigen SPD-Sieg nichts mehr im Wege.
http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/deutschland/laura-kuechler/nach-spd-sieg-bahn-frei-fuer-fruehsexualisierung-an-berliner-schulen.html

Peter: Aus meiner Serie: Warum ich die heutigen „Progressiven“ so über alle Maßen hasse: http://www.pi-news.net/2011/10/lisas-feuchte-scheide-im-kindergarten/

Darauf O.: So ein perverses Zeug ist nicht im Sex-Koffer, das würde ich wetten! Also muß ich mir mal anschauen, was da drin ist.
Dann ist der Artikel nur „konservative“ Propaganda, weil nur die Kernfamilie – hetero – ertragen werden kann und andere Familienmodelle oder Beziehungsmodelle als abnorm dargestellt werden sollen. Patchwork oder (alleinerziehende) Einelternteile sind gleichwertige Erziehungsformen als Realität der Kinder.
Da sollten die vermeintlich Konservativen (oder wie sie sich auch sehen) mal die Augen aufmachen und schauen, daß das Ehemodell (die eheliche Zwangsmoral) de facto schon lange nicht mehr existiert bei uns Deutschen, sondern eher zu mehr als 90% bei den Eltern nichtdeutscher Herkunft ohne Mischkulturen (gleicher Nationalität). – So zumindest meine Erhebung von Familien, die in die Jugendhilfe im Grundschulalter, Hilfe zur Erziehung bezogen haben.
Ansonsten ist es keine Frage, daß sexuelle Übergriffe einer staatlichen Pädagogik so nicht laufen kann und die Eltern ganz mächtig auf den Plan rufen muß, was nur in intakten und gemeinschaftlichen – aber auch toleranten – (nicht gegen alles) Elternschaften funktioniert. Da müssen wir uns als Eltern eben einbringen, die wir uns besser artikulieren können als andere. Solidarität unter den Eltern ist gefragt – ohne politischen Hintergrund, sondern an Sachfragen orientiert.
Wer ist eigentlich „Progressiver“ – mit solchen Etiketten kann ich immer weniger anfangen – weil es oft nur verdreht ist. Wie meinte Konia, ob rechts oder links ist egal … in seinem Titel. Nach Stirner ist jeder sein Eigner, das ist für mich eine taugliche Position, die ich jedem unterstellen mag, der sich darüber schon Gedanken gemacht hat. Daher ist mir die PI-Seite auch etwas suspekt, aber gegen interessante Thesen habe ich nichts einzuwenden.

Peter 2015: Nach Stirner ist nicht jeder „Eigner seiner selbst“. Vielmehr sind die meisten Eigentum von fixen Ideen, denen sie „eigenlos“ dienen. Der Extremfall sind Selbstmordattentäter. Gewisserweise sind wir alle „Selbstmordattentäter“ – wir opfern unsere Leben für allen möglichen Schwachsinn.

O. weiter: Aus Sicht der Kinder bin ich auch für intakte Familien, was aber aus Sicht der Erwachsenen zu Problemen führen kann, wenn man nicht mehr zusammenpaßt. Trennungen der Eltern sind für die Kinder (fast) immer problematisch und traumatisch. Und das bedeutet Arbeit für Sozialpädagogen und Psychologen, die aber zu wenig bezahlt wird.

Und schließlich Robert:

Schwulenehe
US-Psychoanalytiker für Ehe-Öffnung
New York (queer.de) – Die American Psychoanalytic Association (APsaA) hat gestern bekanntgegeben, daß sie für eine Öffnung der Ehe für Schwule und Lesben eintritt. Die Organisation, der mehr als 3.500 Psychoanalytiker angehören, hat in den vergangenen acht Jahren Daten von schwul-lesbischen Familien gesammelt, in denen Kinder aufwachsen. Diese würden beweisen, daß sich der Nachwuchs in Regenbogenfamilien genausogut entwickle wie in heterosexuellen Familien. Ältere Studien, die andere Ergebnisse erzielten, seien vorurteilsbelastet gewesen, so die APsaA.
„Als Experten von emotionalen Erfahrungen muß die American Psychoanalytic Association klarstellen, daß die Einführung der gleichgeschlechtlichen Ehe erhebliche Verbesserungen der psychischen Verfassung von Schwulen und Lesben sowie deren Angehörigen mit sich bringt”, erklärte APsaA-Sprecher Gary Grossman. „Das Eherecht zu verweigern führt dagegen zu psychologisch schädlichen Konsequenzen.“
http://www.queer.de/detail.php?article_id=8433

Robert: Über das „Schulfach Schwul“, die Zerstörung der Familie und die Zwangssexualisierung der Kinder: [das von Robert präsentierte Video ist aus dem Netz genommen worden, deshalb hier als Ersatz:]

[youtube:https://www.youtube.com/watch?v=94xWdA50mTU%5D

Mutter und Vater werden abgeschafft: http://alles-schallundrauch.blogspot.com/2011/10/mutter-und-vater-werden-abgeschafft.html

Sexuelle Gewalt unter Kindern: Denn sie wissen nicht, was sie tun http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/deutschland/birgit-kelle/sexuelle-gewalt-unter-kindern-denn-sie-wissen-nicht-was-sie-tun.html

Sebastian: Der Spiegel über die neue Offenheit in der weiblichen Intimzone: Pornos, Plüsch-Dildos und Charlotte Roche. Ein Hoch auf die Prägenitalität!
http://www.spiegel.tv/#/filme/lets-talk-about-sex/

Robert verwies auf: http://en.wikipedia.org/wiki/American_College_of_Orgonomy

Peter wies auf den ersten Kontakt der Orgonomen mit Reich hin:

Charles Konia, M.D., ACO-Fakultät
„Etwa 1950 stieß ich auf die Bücher von Wilhelm Reich in einer Filiale der Öffentlichen Bibliothek von New York City. Eines von ihnen trug den Titel Die Massenpsychologie des Faschismus. Ich war von dem Titel fasziniert, weil das Buch offenbar von zwei getrennten wissenschaftlichen Disziplinen, Psychologie und Soziologie, handelte … Das brachte mich dazu, das Buch aus dem Regal zu nehmen und einen Blick in es zu werfen. Das Vorwort machte einen derartigen Eindruck auf mich, daß ich viele Jahrzehnte später sagen konnte, was ich zu diesem Zeitpunkt las.“

Susan Marcel, D.O., Klinische Mitarbeiterin des ACO
„Als ich Christusmord las, fühlte ich zum ersten Mal, daß ich eine Stimme gefunden hatte – Reichs klardenkende und klarempfindende Stimme, als ernsten Leitfaden über den schockierenden Mord an solch einem liebevollen, lebendigen Menschen.“

Alberto Foglia, M.D., Klinischer Mitarbeiter des ACO
„In den Jahren 1977 und 1978 war ich ein unglücklicher und elender junger Mann, nachdem ich von meiner Freundin verlassen wurde. Ich suchte nach etwas, aber ich wußte nicht wonach … Dann lasen mein Bruder und ich unser erstes Buch von Wilhelm Reich, Die Massenpsychologie des Faschismus, in italienischer Übersetzung … Wir hatten gefunden, wonach wir gesucht hatten: die Lösung für das menschliche und unser eigenes Elend war nicht in der Politik zu finden, sondern in der Lockerung der Panzerung.“

O. kommentierte: Der Einstieg für Reich ist bei jedem unterschiedlich. Reich besticht durch seine klaren (sozial-psychologischen) Zusammenhänge und seine klaren psychologischen Erkenntnisse, so daß jeder Leser, der ihn mag und sich nicht provoziert fühlt, einen Bezug zum eigenen (Er-)Leben herstellen kann. Sein ORAC kann die Orgonenergie direkt erfahrbar machen und läßt es nicht als abstrakte Energie erscheinen. Die Sexualität wird nicht pornographisch dargestellt, sondern als natürliches Erleben, an dem sich die Charakterstruktur seit der Kindheit gebildet hat.
Ohne Reich bleiben die Zusammenhänge im Dunkeln und verworren. Für mich war die Charakteranalyse (1933) sein größtes Werk, mit dem ich gestartet bin. Kein anderer Psychologe oder Psychoanalytiker konnte ihn an Klarheit und kompromißlosem Wohlwollen gegenüber dem Mensch (nicht nur Patient) übertreffen.

Der orgonomische Bibelforscher (Teil 2): Moses und die Dialektik der Bibel

12. September 2015

Allein schon durch sein immanent dialektisches Denken gezwungen hat Freud wider Willen neben Moses als Idealbild des Patriarchats den matriarchalen Moses stellen müssen. Das Ergebnis seines zweiten Moses-Essays in Der Mann Moses und die monotheistische Religion drückt Freud in der folgeden „kürzesten Formel“ aus (Studienausgabe, Bd. IX, S. 501):

Zu den bekannten Zweiheiten der jüdischen Geschichte:

  • zwei Volksmassen, die aus Ägypten kommenden Stämme und die schon vorher in Kanaan ansässigen Stämme, die zusammen die Nation bilden;
  • zwei Reiche, Juda und Israel, in die diese Nation zerfällt;
  • zwei Gottesnamen, Jahwe und Elohim, in den Quellenschriften der Bibel;

fügt Freud hinzu:

  • zwei Religionsstiftungen; die Juden haben
  • zwei Religionsstifter, zwei Mosesse.

Der eine Moses brachte den Juden den vergeistigten Monotheismus der Atonreligion Echnatons nahe, der andere Moses den wilden Stammesgott der Midianiter, Jahwe. Der letztere verdrängt zunächst Aton und Monotheismus, aber als Adonai (gleich Aton) siegt dann schließlich doch der monotheistische Gott.

Man möchte hinzufügen, daß es auch heute noch zwei jüdische Gemeinschaften gibt. Neben den Juden, die sich von Juda herleiten, und den Samaritanern, die sich von Israel herleiten, gibt es innerhalb des eigentlichen Judentums die jiddisch sprechende aschkenasische und die „spanische“ und orientalische sephardische Gemeinde. So daß wir auch innerhalb des Judentums wieder die alte Spaltung zwischen Israel und Juda haben. Die stark moslemisch geprägten sephardischen Juden betrachten sich als einzig legitime Erben Judas und beschimpfen aus ihrem orientalischen Minderwertigkeitskomplex heraus die europäischen Juden als götzendienerische Stieranbeter und „Aschke-Nazis“ („Aschkenasim“ heißt aus dem Hebräischen übersetzt „Deutscher“).

An dieser Stelle möchte ich auch auf das Doppelgesicht des „Juden“ im nationalsozialistischen Antisemitismus verweisen:

  1. Der „Jude“ verkörpert den Vater und steht so dem „Todestrieb“ zurück ins Nirvana an Germanias Busen entgegen. Dies entspricht dem archaischen, heidnischen, chtonischen, dionysischen Aspekt des Nationalsozialismus, der den sublimierenden, vergeistigten Monotheismus ablehnt.
  2. Der „Jude“ verkörpert den Sohn, der sich dem Vater widersetzt und „heidnischer“ Lust entgegeneilt. Reichs paranoide Patientin setzte ja auch „jüdisch“ mit „sexuell“ und „schweinisch“ gleich (Charakteranalyse, KiWi, S. 624). Dies entspricht dem modernen, christlichen, hehren, apollinischen Aspekt des Nationalsozialismus, der die „Ungeistigkeit“ der Juden verachtet.

In diesen beiden Aspekten findet sich auch der Groll gegen die Christianisierung, die den Juden zur Last gelegt wird (schließlich ist das Neue Testament ja fast ausschließlich eine Geschichte zwischen Juden), als auch der Groll nur christianisiert worden zu sein und nicht zum auserwählten Volk zu gehören.

Die erwähnte Zweispaltung durchzieht den ganzen Nahen Osten. Man denke nur an die tanzenden Juden unten an der „Klagemauer“ und die griesgrämigen Moslems oben auf dem Tempelberg. Die Spannung zwischen dem tanzenden Aaron und dem vom Sinai hinabsteigenden finsteren Moses. Zwischen dem animalischen Stierpriester Moses und Freuds Moses, der für Triebverzicht und den Fortschritt der Geistigkeit steht.

Der doppelgestaltige Moses zeigt sich besonders schön in den Moses-Statuen der katholischen Kirchen (insbesondere der Michelangelos, suehe Teil 1): einerseits der archaische gehörnte Moses, der andererseits die Gesetzestafeln in der Hand hält, die erst im babylonischen Exil formuliert worden sind. Moses ist eine Gestalt, in der sich das Spannungsfeld zwischen extrem Patriarchalem „mosaischem“ Glauben und der altorientalischen spätmatriarchalen Gottesvorstellung bis zum Zerreißpunkt konzentriert.

Gerda Weiler unterscheidet neben dem Repräsentanten von 613 jüdischen Religionsgesetzen vier weitere Mosesse (Das Matriarchat im Alten Israel, Stuttgart 1989):

  1. Der Vertreter der bereits in Teil 1 angeschnittenen großen Menschheitssage: die Auseinandersetzung zwischen dem König und seinem Nachfolger, den er zuerst vernichten (ertränken) will (Ex 1,16), um dann schließlich seinerseits von ihm vernichtet (ertränkt) zu werden (Ex 14,28).
  2. Der matriarchale Mann, der mit Zippora, der Priesterin von Midian, eine „be’ena-Ehe“ führt.
  3. Der archaische Priester eines totemistischen Stiergottes.
  4. Der Heilsbringer seines Volkes nach der Trostlosigkeit der Sommerdürre, d.h. der Held des Exodus.

Wie sehr der ursprüngliche Moses in einer matriarchalen Umwelt verankert war, sieht man an der „be’ena-Ehe“, die er offenbar mit Zippora geführt hat. Dabei handelt es sich um eine Art Besuchsehe, bei der der Mann mit den Herden der seßhaften Frau unterwegs ist. (Siehe dazu meine Ausführungen Eine andere Gesellschaft ist möglich. LEBEN ist möglich!)

Zippora selbst dürfen wir uns als eine bedeutende Frau vorstellen, da die Bibel ihren Namen überliefert. Es liegt nahe in Zippora eine Priesterin des Gottes Jahwe zu vermuten, die ihren Mann zum Schafhirten über ihr Land macht. Der matriarchale Mann Moses verehrt den Gott seiner Frau Zippora. Er übernimmt nach matrilokaler Ordnung ihren Kult. (ebd., S. 152)

Doch Moses war nicht nur matriarchaler Gatte, sondern auch Sohn einer „almah“, der Priesterin. Die „almamot“ werden im Alten Testament erwähnt, wie sie mit ihren Tamburinen tanzend den Triumphzug des matriarchalen Gottes begleiten (Ps 68,25f). Später wurden sie zum „Harem“ des Königs entstellt (Hld 6,8). Doch ursprünglich war almah die Priesterin, z.B. die tanzende Tochter Jiftachs (Ri 11,34) und die Frauen, die hinter Mirjam her tanzen (Ex 15,20). Mirjam selbst ist eine almah. Beide, Moses und Jesus, waren gewissermaßen Söhne der gemeinsamen Mutter Maria.

Jedenfalls brachte der halbgebildete Mohammed diese Identität in Sure 19,29 zum Ausdruck, wo er offensichtlich Mirjam, die Schwester von Moses und Aaron, als identisch mit der Mirjam, bzw. Maria des Jesus betrachtet.

Wie der Name „Mose“, der vom ägyptischen Namenselement ms(w) stammt, schon sagt, war Moses Sohn einer Gottheit (z.B. Ra-mses = Sohn der Sonne). In der spätmatriarchalen Welt war er damit nicht nur Mensch und Mann einer Priesterin, sondern als Sohn einer Priesterin, in der sich die Himmelkönigin verkörperte, selbst Gott. Wie Jesus konnte er Göttlichkeit beanspruchen.

Beide waren Götter. Zu Moses wird gesagt: „Du sollst Gott sein!“ (Ex 4,16 in der Übersetzung von Weiler). Jesus sagte von sich, er wäre Gott – etwas, was er nach Meinung der „Experten“ als gläubiger Jude nie hat sagen können. Dabei heißt es in 1 Sam 15,29: „Der Held in Israel ist nicht wie ein Mensch!“ (Übersetzung von Weiler; ähnlich übersetzt auch Luther; die Einheitsübersetzung macht daraus, wie üblich, wirres theologisches Zeugs.) Das Danklied Mose Ex 15 ist wohl eher an Moses gerichtet – man vergleiche auch Ex 15,6.12 mit Ex 14,21! Moses war Gott – ein Schicksal, das beinahe selbst der historischen Figur Paulus widerfahren wäre (Apg 14,8ff).

Moses war Christus: Sowohl Moses als auch Jesus werden schon als Kinder vom finsteren König der Unterwelt verfolgt, weil sie dessen Macht bedrohen. Schließlich opfern sich die beiden Hirten Moses (Dtn 4,22) und Jesus für ihre Schafe, die sie aus dem Reich des Todes befreit haben. Wie Christus gibt sich Moses selbst als Sühneopfer dar (Ex 32,32f; vgl. Jes 53,4ff).

Das Symbol der jugendlichen Zeugungskraft, die den Tod überwindet, war das „Goldene Kalb“, das die Hebräer aus der Knechtschaft führte. Die Himmelskönigin ruft ihren Sohn, den Christus (Mt 2,15):

Da Israel jung war, hatte ich ihn [diesen meinen Sohn] lieb und rief ihn, meinen Sohn aus Ägypten. (Hos 11,1)

Die ägyptische Himmelskönigin Nout stellte man sich als sternenübersäte Himmelskuh vor, die jeden Morgen den männlichen Sonnengott Re (ra) als Sonnenkalb gebiert – das „Goldene Kalb“! Bis Mittag wächst dieses Kalb zum Stier heran, der seine eigene Mutter Nout begattet. Am Abend stirbt der Stier und wird von Nout wieder gefressen, um am nächsten Morgen als sein eigener Sohn von Nout wiedergeboren zu werden. So kann dieser Gott von sich sagen: „Ich bin der, der ich sein werde!“ (Ex 3,14).

Jahwe ist das Goldene Kalb! (Ex 32,5 und 1 Kön 12,28). Wenn Moses Aarons Götterbild einschmolz und zu Pulver zerrieb, um es dann mit Wasser vermischt den Israeliten zum Trank zu reichen (Ex 32,20), wird in einer „alttestamentlichen Kommunion“ tatsächlich Jahwe gegessen. Dem Talmud zufolge soll das besagte Götterbild aus Fleisch und Blut gewesen sein. Wurde das Tier zerrissen und wie im Dionysos-Kult von der Gemeinde verspeist?

David Bakan fand die Anbetung des Goldenen Kalbes gewissermaßen bei Freud wieder. Bakan verweist auf Freuds merkwürdig unjüdischen Hang zu Götterbildern, mit denen seine Wohnung und Praxis vollgestellt waren (Sigmund Freud and the Jewish Mystical Tradition, Princeton, NJ 1958, S. 134). Es scheint, daß Freud in Michelangelos Moses-Statue eine Darstellung des jüdischen Gottes selbst sah. Freud behauptet wohl nicht, daß Moses der Gott der Juden war, aber sicherlich sei es ihnen nicht leicht gefallen, „das Bild des Mannes Moses von dem seines Gottes zu scheiden“ (Der Mann Moses und die monotheistische Religion, Studienausgabe, Bd. IX, S. 556). Man könne, so Freud,

die Möglichkeit nicht abweisen, daß manche Charakterzüge, die die Juden in die frühe Vorstellung ihres Gottes eintrugen, indem sie ihn eifervoll und unerbittlich hießen, im Grunde von der Erinnerung an Moses hergenommen waren. (ebd., S. 482)

Für Freud offenbarte sich hier das patriarchale Grundwesen Gottes, denn Moses ist die Wiederkehr des Urvaters, jene „einzige Person“ der Urzeit, die zur Gottheit erhöht in der Erinnerung der Menschen als der „einzige Gott“ wiedergekehrt ist (ebd., S. 574). Moses ist das Über-Ich der Juden (ebd., S. 563). Die Stimme des Patriarchats, während für Gerda Weiler die Gleichsetzung von Moses mit Gott geradezu das Indiz des Matriarchats ist (Das Matriarchat im Alten Israel, Stuttgart 1989).

„Der König spricht an der Stelle Gottes“ (Spr 16,10). Im alten Orient empfanden sich die Könige als Götter, wie ja auch noch die römischen Kaiser. Im Koran sagt der Pharao, der der Gegenspieler Mose war, er habe nicht gewußt, „daß es außer mir noch einen Gott gibt“ (Sure 28,39). In Ez 28,2-9 bezeichnet sich der König von Tyrus selbst als Gott. In der hebräischen Bibel Jer 49,1.3 wird der König der Ammoniter als „Gott der Ammoniter“ bezeichnet.

Als Gottmensch muß auch Moses königliche Attribute gehabt haben, muß wie Jesus „König der Juden“ gewesen sein. Nur als König konnte Moses „hohes Ansehen bei den Ministern des Pharao und beim ganzen Volk“ genießen (Ex 11,3). Die Königsideologie taucht schon in Num 24,17 auf, wo von einem König die Rede ist, der einst die Moabiter vernichten wird. Moses war jedoch, wie Weiler ausführt, eine andere Art von König, als wir es uns heute vorstellen, nämlich der matriarchale Held, der Menschensohn der kosmischen Königin. Demhingegen hätten sich die Könige in der Nachfolge Davids immer mehr von ihrer kultischen Funktion abgewendet und als Vasallen Jahwes, dem sie alle Verantwortung über ihr Tun zuschoben, allein für die Macht gelebt.

Daß Moses König war, zeigt sich schon daran, daß er von der Tochter des Pharao großgezogen wurde. Und wenn man entgegen Freud die Bibel in der Annahme folgt, Moses sei hebräischer Herkunft gewesen, gibt es selbst darin einen verborgenen Hinweis auf Mose Königtum. Amram zeugte seinen Sohn Moses mit der Schwester von Amrams Vater (Ex 6,20). Diese „Inzest“, der vom jüdischen Gesetz strengstens untersagt wird, ist typisch für altorientalische Adelsfamilien. Der ägyptische Herrscher heiratete, wie z.B. auch der Inka, in der Regel seine eigene Schwester, da der Thron nur matrilinear von der weiblichen Linie weitergegeben werden konnte. 1932 hat Reich in seinem Buch über den Einbruch der Sexualmoral aufgezeigt, daß derartige inzestuöse Heiratspraktiken in der Herrscherfamilie das erste patriarchale Element in einer matriarchalen Gesellschaft darstellen. Was an unserem Beispiel wiederum zeigt, wie vorsichtig man sein muß, wenn man wie Weiler von einem matriarchalen Gottkönigtum spricht. Demnach könnte ich Weilers Hinweise ebensogut als Beleg für patriarchale Faktoren betrachten.

James DeMeo sieht die Entwicklung des Patriarchats so, daß die ursprüngliche Muttergöttin mit einem männlichen Gott vermählt wird, der sie langsam dominiert und schließlich ganz verdrängt (Saharasia). In Kanaan kann man dies an der Göttin Anat und ihrem Gemahl El aufzeigen. DeMeo betrachtet als zweiten Schritt, daß der für menschliche Angelegenheiten sich kaum interessierende El durch den fanatischen moralisierenden Feuerkopf Jahwe ersetzt wird. Gleichzeitig kommt es, DeMeo zufolge, zur Loslösung von der Natur. Waren vorher Anat die Sonne und El der Mond, so werden nun die Himmelsgestirne und alle Natur vom jenseitigen, ungreifbaren Jahwe beherrscht (Jes 24,23). Weiler argumentiert gerade umgekehrt: Einst war El (und Jahwe [Num 32,22]) ein wilder junger Stier, der mit zunehmender Patriarchalisierung seine Lebenskraft verlor, langsam vergreiste und zum mißgestimmten alten Ochsen wurde.

Jahwe ist ein Gott, dem man sich durch das Blasen von Hörnern in Erinnerung bringt (Lev 23,24). Dies war im östlichen Mittelmeer ebenso ganz allgemein verbreitet, wie Altäre mit Stiergehörn. Entsprechend haben auch Jahwes Altäre Stierhörner als Zeichen des Göttlichen (Lev 4,7; 1 Kön 1,50ff; 2,28). Das gilt gleicherweise für die Altäre des Südreichs, wie des Nordreichs, z.B. in Bet-El. Auf dem Brandopferaltar, der ebenfalls an seinen vier Ecken Hörner hat, wird als Sühneopfer ein Stier dargebracht, mit dessen Blut diese Hörner bestrichen werden (Ez 43,15ff). Was Schuld und Sühne betrifft sagt Jer 17,1: „Volk von Juda, deine Schuld ist in dein Herz geschrieben und auf die Hörner deiner Altäre.“ In Am 3,14 droht Jahwe diese Hörner abzubrechen, was die Einheitsübersetzung wie folgt kommentiert:

Die abgebrochenen „Hörner“ sind ein Bild dafür, daß Israel dem Untergang schutzlos preisgegeben ist: Die Hörner des Altars bieten dem Verfolgten, der sie ergreift, Schutz und werden mit sühnendem Opferblut bestrichen.

Aber nicht nur in den Hörnern, sondern ganz offen als Stiergestalt wurde Gott angebetet und das nicht nur in Israel, sondern am Anfang wohl auch in Juda, denn das große bronzene Becken im Salomonischen Tempel „wurde von zwölf Rindern getragen, die in Dreiergruppen angeordnet waren, jede Gruppe schaute in eine andere Himmelsrichtung“ (1 Kön 7,25).

Einst war der Jahwe-Kult nichts weiter als ein ganz gewöhnlicher Stierkult, wie z.B. der auf dem minoischen Kreta. Die mythischen Überlieferungen sprechen davon, daß sich die Gemahlin des sagenhaften Königs Minos, Pasiphae „mit einem Stier sexuell verband, wohl ein Hinweis auf die ‘Heilige Hochzeit’ mit einem Priester, der eine Stierkopfmaske trug“ (Biedermann: Die Großen Mütter, München 1989, S. 175). Auch in der Bibel finden wir einen solchen Priester mit Stierkopfmaske, der von einer Kultanhöhe, dem Ort der Heiligen Hochzeit (vgl. Jer 2,20), dem Berg Sinai mit Hörnern auf dem Kopf herabkommt (Ex 34,29). Noch 600 v.Chr. spricht der Prophet Habakuk 3,3f davon, daß Gott vom Gebirge herabsteigt. „Gott, der zwei Hörner trägt – darin war verborgen seine Macht“ (Übersetzung von Weiler).

Wenn Gott kein Stier ist, dann hat er Menschengestalt wie in Ez 1,26f, wo statt Hörnern ein Lichtschein von ihm ausgeht. Auch Moses soll von einem solchen „Lichtkranz“ umgeben gewesen sein, als er vom Sinai herabstieg. Doch auch hier ist eine doppelte Interpretation vonnöten. In der Thora steht das Wort „k-r-n“, bzw. „keren“, was sowohl „Lichtstrahl“ als auch „Horn“ bedeuten kann. Heute wird dies meistens dahin übersetzt, daß Moses’ Gesicht von Licht strahlte, als er vom Gottesberg schritt. In der Vulgata hingegen wird „k-r-n“ mit „cornu“, Horn übersetzt und es steigt ein „gehörnter“ Mose vom Sinai. Dies ist entgegen der üblichen Ansicht durchaus eine gangbare Übersetzung, insbesondere angesichts des Goldenen Kalbes, also Aarons Stierkult in der gleichen Szene am Sinai nach dem ersten Abstieg – selbst wenn sich das Horn „cornu“ nicht von einem semitischen Wortstamm herleiten würde.

Ganz allgemein trugen im östlichen Mittelmeerraum Könige und Götter Kopfbedeckungen mit einem Hornpaar, etwa so wie die alten Germanen. Sure 18,84 erwähnt das Reich des „Dhulkarnain“. Über diese Gestalt wird in der Ullmann/Winter-Übersetzung des Koran (München 1959) angemerkt:

Dhulkarnain, der Zweigehörnte, ist nach Vielen Alexander der Große, der auf alten Münzen gehörnt dargestellt ist (die „Hörner“ können auch Haarbüschel nach ägyptischer Mode sein). Andere vermuten einen Heiligen, der Alexander hieß und zur Zeit Abrahams lebte. In alten jüdischen Schriften (Buch Daniel) ist Zweihörnigkeit das Symbol der Kraft.

Im Hebräischen hat der Begriff Horn die Nebenbedeutung „Stärke und Kraft“ (vgl. Am 6,13 in der Einheitsübersetzung). So werden heute auch zumeist die Stellen übersetzt, wo vom Horn die Rede ist. Einerseits wird sowohl die Stiermetaphorik, die das ganze Alte Testament durchzieht, verschleiert, gleichzeitig wird dadurch aber ungewollt jener Aspekt hervorgehoben, der sich eigentlich hinter dem Horn verbirgt: die männliche Potenz, die vom Stier archetypisch verkörpert wird.

Diese Identität von Horn und erigiertem Penis klingt noch im „jemand Hörner aufsetzen“ durch. Ganz klar wird die Identität, wenn Hanna in 1 Sam 2,1.10 (Lutherübersetzung) singt: „Mein Horn ist erhöht in dem Herrn (…) der Herr wird erhöhen das Horn seines Gesalbten.“ Natürlich handelt es sich hier ursprünglich um die Herrin und ihren Heros – er ist der „Starke“ Isaaks und der „Mächtige“ Jakobs. „es wird ein Stern aus Jakob aufgehen und ein Zepter aus Israel aufkommen“ (Num 24,17 Luther).

Man denke auch an Ps 92,11, wo von der Kraft des Wildstiers die Rede ist: mein Horn wird erhöht werden, wie das eines Wildstiers. Aber schauen wir, was die Theologen daraus im Laufe der Zeit gemacht haben:

  • Luther alte Fassung: „Mein Horn wird erhöht werden wie eines Einhorns, und ich werde gesalbt mit frischem Öl.“
  • Luther Fassung 1964: „Aber mich machst du stark wie den Wildstier und salbst mich mit frischem Öl.“
  • Einheitsübersetzung: „Du hast mir die Kraft des Wildstiers gegeben und ich bin mit frischem Öl durchfeuchtet/gesalbt. Anm.: Die Salbung mit frischem Öl symbolisiert den Übergang von der Trauer zur Freude, vgl. Jes 61,3.“

Daß mit diesem „Öl“ eine sehr menschliche Feuchte gemeint war, sieht man an folgendem: Moses ist im Besitz universeller Zeugungskraft:

Und Moses war 120 Jahre alt, da er starb. Seine Augen waren nicht dunkel geworden, und er hatte die Feuchte im Bett behalten bis zum letzten Tag. (Dtn 34,7)

Dies ist die Übersetzung von Gerda Weiler (Das Matriarchat im Alten Israel, Stuttgart 1989, S. 158) während Luther übersetzt: „(…) und seine Kraft war nicht verfallen.“ Noch prüder ist die unübertreffliche Einheitsübersetzung: „(…) bis zuletzt war er rüstig geblieben (…).“

Beim ebenfalls „gehörnten“ indischen Gott Shiva ist der sexuelle Aspekt noch weit eindeutiger als bei Jahwe, denn Shivas Kultsymbol ist der Lingam. Die griechische Entsprechung für Shiva ist Dionysos. Und hier gibt es vereinzelt sogar synkretistische Verschmelzungen von Jahwe und Dionysos, was durch ihre Wesensverwandtschaft möglich wurde (Weiler, S. 93f). So ist man sich in der Theologie wohl einig, daß die Aaron-Gruppe am Fuße des Gottesberges eine „Orgie“ im Sinne des dionysischen Mysterienkultes feierte (ebd., S. 139).

Später spaltete sich Jahwe und „der Gehörnte“ wurde zum Teufel der Christen. Zuletzt waren diese beiden Aspekte der Gottheit vielleicht beim stierförmigen Fruchtbarkeitsgott Serapis vereinigt, dem Hauptgott im ptolemäischen Ägypten, eine Mischform von Osiris und Dionysos. Neuerdings versuchten Ibsen mit seinem „Dritten Reich“ und Nietzsche mit seinem „Gekreuzigten Dionysos“, sowie manche moderne „Satanisten“, diese Aspekte im Sinne der „Unschuld aller Schöpfung“ wiederzuvereinigen. Eine Verbindung von Jesus und Dionysos ist schon im Neuen Testament angelegt, wenn Jesus erstes Wunderzeichen, das Weinwunder von Kana (Joh 2,1-12), nichts als eine Kopie des dionysischen Weinwunders ist. Auch Jesus war „der Gehörnte“, jedenfalls trägt Offb 13,11 das Lamm (Christus bzw. der Anti-Christus) zwei Hörner.

Für Weiler ist der Stier „geradezu ein universales Sinnbild für matriarchale Männlichkeit“ (ebd, S. 61). Deshalb hätten matriarchale Könige/Götter stets den Beinamen „starker Stier“. Die Himmelskönigin und ihr Stier wären als unvergängliche Schöpferin und sterbliches aber stets neugeborenes Geschöpf, als Himmel und Erde einander zugeordnet. Dies zeige sich im ägyptischen Gottesbegriff ntr, eine Verschmelzung aus den Wörtern nz (Nout) und tr (Stier) zu ntr: dem ägyptischen Gott als „Stier seiner Mutter“ (ebd., S. 63). Echnaton, der kein Monotheist war, wie Freud behauptet, sondern der höchstens einen patriarchalen Schöpfergott zu seinem Hauptgott gemacht hat (ebd., S. 164f), hat deshalb das Wort ntr als Bezeichnung für seinen Schöpfergott Aton tunlichst vermieden.

Sein „Gott“ soll nicht mehr der Stier sein, nicht die Zeugungskraft verkörpern, sondern die Gebärfähigkeit. Deshalb läßt Echnaton sich eine Statue anfertigen, die ihn als Frau darstellt, mit weiblichen Brüsten und weiblichem Schoß und mit einem breiten weiblichen Becken. (ebd., S. 63)

Ähnliches findet man noch bei Christus.

Afrikanische Kruzifixe stellen häufig den Gekreuzigten mit weiblichen Brüsten, also als Androgyn, dar. Als solcher wird Christus in der Offenbarung des Johannes (1,13) vorgestellt, wenn es von ihm heißt, daß er um die Brüste (griech. Urtext) mit einem goldenen Gürtel umgürtet war. (Paul Schwarzenau: Das Kreuz. Die Geheimlehre Jesu, Stuttgart 1990, S. 83)

Diese Verweiblichung Gottes hat nichts, wie uns Jungianer weismachen wollen, mit dem Matriarchat zu tun, sondern ist Ausdruck einer usurpatorischen Patriarchalisierung. In diesem Punkt möchte ich Weiler mit aller Entschiedenheit unterstützen, auch wenn ich ziemlich fassungslos davor stehe, wenn Weiler z.B. „rituelle Defloration“ (S. 294) als Element des Matriarchats im alten Israel nennt. Diese Vergewaltigung ist ebenso krank wie der ganze phallisch-narzißtische Potenzwahn von Weilers „matriarchaler Männlichkeit“. Von diesem „matriarchalen“ Mann zum Mann als Schöpfer ist nur ein Schritt. Es geht dann sehr schnell um die patriarchale Schöpferkraft im Sinne des Korans, wo von der Entwicklung des Menschen gesagt wird:

War er nicht ein verspritzter Samentropfen? Darauf wurde ein wenig aus ihm, und Allah bildete ihn und formte ihn gehörig. (Sure 75,38f)

Das Blut gerann „und das geronnene Blut bildeten wir zu einem Stück Fleisch“, woraus sich dann der ganze Mensch im Mutterleib entwickelt (Sure 23,15). Hier wird eine typisch matriarchale Vorstellung (der Mensch entwickelt sich aus dem geronnenen Blut der ausbleibenden Menstruation) von einer typisch patriarchalen überlagert – der Mensch entwickelt sich ausschließlich aus dem Samen des Mannes, für den die Frau nur den „Ackerboden“ bereitstellt:

Die Weiber sind euer Acker, geht auf euren Acker, wie und wann ihr wollt. (Sure 2,224)

In der Parallelstelle der Bibel ist demhingegen nicht von Sperma die Rede, sondern von hingegossener Milch, die wie Käse gerinnt (Ijob 10,10 Lutherübersetzung), was, solange nicht das Sperma gemeint ist, genau der matriarchalen Vorstellung vom verklumpenden Menstruationsblut entspricht.

Den patriarchalen Schöpfungsmythos finden wir auch in der Kabbala, wenn im Sinne des „Alpha und Omega“ der erste Buchstabe des hebräischen Alphabets (von dem über das griechische auch unser lateinisches abgeleitet ist), das „alef“ ein stilisierter Stierkopf ist. Dieser hebräische Buchstabe entwickelte sich aus der ägyptischen Bilderschrift, wo er den Stier repräsentierte. In der hebräischen Silbenschrift meinte dieses Zeichen dann nur noch den Anfangsbuchstaben des Wortes „Stier“. Daraus entwickelte sich zuerst seitlich gekippt und dann auf den Kopf gestellt das „A“. Kabbalistisch der kosmische Stier als das schöpferische All-Eine. Gnostisch der göttliche Same, der im Haus der Welt Beth gefangen ist: das hehre Männliche des Geistes in einer verdorbenen weiblichen Welt der Materie.

Jahwe ist der Stier, der in das Haus der Erde eindringt („beth“). Wenn Jesus Gott „Vater“, hebräisch AB nennt, spielt er darauf an.

Das dreieckige, keilförmige Profil des Stierhauptes, nachgebildet in der althebräischen Schrift für den Buchstaben Alef (Stier), bringt das Eindringen aus der Transzendenz in die Immanenz zum Ausdruck. (Schwarzenau, S. 189)

Die Immanenz ist Beth, das Haus, die Wohnhöhle, der Uterus der Erde. Hinter dieser gnostischen Vision, und der ganzen sexuellen Perversion „Christentum“, steckt, je nachdem, dieser phallische Sadismus (alef) oder analer Masochismus (beth), wie man ihn beim perversen Homosexuellen Paulus finden.