Posts Tagged ‘Adipositas’

Der verfettete Wilhelm Reich

19. Juni 2017

Reich war in seinen späten Jahren offensichtlich zu dick, hat von jeher exzessiv geraucht und betrieb, nachdem er das Rauchen aufgegeben hatte, Alkoholmißbrauch. In ihren Erinnerungen an Reich schreibt seine ehemalige Sekretärin und zeitweise Geliebte Lois Wyvell zu seiner angeblichen Fettleibigkeit: „Er hat nicht genug gegessen, um einen Kugelbauch zu haben, und meine Vermutung ist, daß er einen Bauch hatte, weil er so tief atmete“ (Lois Wyvell: „Orgone and You: 3. An Extraordinary Ordinary Man“, Offshoots of Orgonomy, No. 3, Autumn 1981, S. 6). Auch erwähnt Wyvell, daß sie und andere Frauen, die sie kannte, aus eigener intimer Einsicht bezeugen können, daß Reich nicht zu fett war. „Zum Zeitpunkt seines Todes wog Reich 82 kg – was einen Gewichtsverlust von etwa 7 kg seit Beginn seiner Haftzeit zeigt“ (Jerome Greenfield: „Wilhelm Reich in Prison“, International Journal of Life Energy, Vol. 2, No. 1, Winter 79-80, S. 47). Reich war 178 cm groß (Myron Sharaf: Fury on Earth, 1983, S. 16).

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nachrichtenbrief18

1. Mai 2017

Anorgonie

2. Dezember 2015

Orgontherapie ist mehr als das bloße „Aufbrechen“ des „Muskelpanzers“. Es gibt weit Schlimmeres als chronisch verspannte Muskeln! Anorgonie ist, ähnlich wie auch Fettleibigkeit, eine pathologische Alternative zur muskulären Panzerung. Die Anorgonie tritt beispielsweise in der hysterischen Anästhesie und Paralyse oder in der Depression auf. Sie ist genausoweit von einer gesunden straffen Muskulatur entfernt wie der Muskelpanzer (Charles Konia: „Orgone Therapy (Part 12)“, The Journal of Orgonomy 25(2), November 1991, S. 237-240).

Über schlaffe Muskulatur in der Orgontherapie schreibt Richard A. Blasband:

Hypotonische Muskulatur fehlt es an energetischer Ladung, während hypertonische (angespannte) Muskeln einen Überschuß an Ladung festhalten. Hypotonie ist ein schwerwiegenderes Hindernis für die Therapie, da das Re-Energetisieren dort schwierig ist, wo das Energieniveau niedrig liegt. Einfacher ist es Energie dort zu befreien, wo sie gebunden ist. Auch fällt es schlaffen Muskeln schwerer Ladung zu halten. („Q & A: Flabby and Tense Muscles“, The Journal of Orgonomy, 12(1), May 1978, S. 119)

Der Orgonom Michael B. Rothenberg beschreibt einen Fall von Anorgonie, bei dem die Muskulatur unfähig war den Energiefluß zu binden, so daß die affektive Energie zur Peripherie des Organismus fließt

und starke Empfindungen hervorruft; dies führt zu einer heftigen Kontraktion im vegetativen Nervensystem, was einen schock-artigen Zustand hervorruft, der sogar zum Tod führen könnte. Deshalb hat eindeutig das hauptsächliche therapeutische Bemühen im Umgang mit der Anorgonie darin zu liegen den Patienten dazu zu bringen, daß er die Muskeln auf eine Art und Weise gebraucht, die Lust hervorruft oder Wut ausdrückt, um so Energie in die Muskeln hineinzubewegen. („Orgonomic Treatment of Anorgonia as One of Multiple Conversion Reactions“, The Journal of Orgonomy, 2(2), November 1968, S. 176f)

Karl G. Fossum führt akute Anorgonie auf leichte Erregbarkeit zurück, mit der der Patient nicht fertig wird, insbesondere nach Lösung der ersten drei Segmente, wenn in den folgenden unteren Segmenten kaum adäquate Panzerung vorhanden ist, um den Energieschub aufzufangen („A Case Complicated by a Tendency Toward Acute Anorgonia“, The Journal of Orgonomy, 4(2), November 1970, S. 207-214). Siehe auch Michael Ganz: „Anorgonotic Paralysis as a Complication of Orgone Therapy“, The Journal of Orgonomy, 8(1), May 1974, S. 27-34.

Man kann die Anorgonie im Sinne einer Störung der plasmatischen Motilität betrachten, die akut sein kann wie beim Schockzustand, wenn uns z.B. vor Angst „das Blut gefriert“. So gesehen ist sie sozusagen nur ein „biophysischer Unfall“:

Der Organismus reagiert auf ungewohnte und starke Plasmaerregung mit einem Motilitätsblock, der sich als „Schwäche“, „Einknicken“, „fading out“, Gleichgewichtsstörung und Fallangst auswirkt. Es ist, als ob die orgonotische Expansion zwar ansetzte, aber nicht voll ablaufen könnte; als ob der Expansionsimpuls plötzlich auslöschte. (Der Krebs, Fischer TB, S. 380)

Es kann aber auch ein schleichender anorgonotischer Schwächezustand vorliegen, der sich gerade durch die Abwesenheit solch „lauter“ Angstattacken auszeichnet. Diese gehen auf die Angst erzeugende Kontraktion des Lebensapparats gegen die expansiven Impulse des Kernes zurück. Bei der Anorgonie handelt es sich wie bei der Schrecklähmung um ein jähes Versagen der expansiven Impulse, während bei der Krebsschrumpfungsbiopathie ein allmähliches Nachlassen der expansiven Impulse festzustellen ist, bei der jede Steigerung des Energieniveaus zu einer akuten Anorgonie führt (ebd., S. 372).

Die karzinomatöse Schrumpfungsbiopathie „unterscheidet sich von der einfachen sympathikotonen Stauungsneurose dadurch, daß bei ihr die Impulse zur Streckung, Expansion, allmählich aufhören, bei der Stauungsneurose dagegen ihre Intensität beibehalten“ (ebd., S. 197). Entsprechend nimmt bei Krebs auch die Angst ab und wird durch emotionale Stille abgelöst. Krebskranke sind typischerweise „milde“ und genügsam. Sie ergeben sich in ihr Schicksal ohne aufzubegehren und sei dies in Form eines Suizidversuchs. (Woran sich übrigens wieder die ganze Unsinnigkeit des Konzeptes eines „Todestriebes“ zeigt!) Diese schleichende Anorgonie ist sozusagen der wahre Krebs hinter dem Krebs; sie ist das eigentliche Geheimnis der Krebskrankheit.

Die Funktion der plasmatischen Impulsbildung im biologischen Kern des Organismus ist selbst gestört und vermag einen umfassenden Substanzverlust in den Geweben herbeizuführen (muskuläre Atrophie, allgemeine Kachexie, Anämie, etc.). (ebd., S. 219)

Das Phänomen Anorgonie deckt erstens die biophysikalische Grundlage des Krebses auf, nämlich die Lähmung der Pulsationsfunktion; zweitens legt sie den Ursprung der Krebsbiopathie in einer früh erworbenen Tendenz zur Anorgonie frei; und drittens: selbst nach einer „Heilung“ des Krebses, kann eine lähmende anorgonotische Schreck-Attacke aufgrund von Orgasmusangst schließlich doch zum Tod führen. Ganz ähnlich kann eine einfache Ohnmacht, die ja auch durchaus zum Tode führen kann, wenn man nicht „zurückgeholt wird“, als eine anorgonotische Attacke betrachtet werden.

Dieser Aspekt des anorgonotischen Anfalls wirft ein grelles Licht auf die Orgasmusangst als Kern aller Biopathien: der Terror des Lebens. Panzerung bedeutet immerhin eine Aktivität der Energie („Trotz“), während Anorgonie einfach für Aufgabe und Tod steht. Deshalb wollte man in der noch vor 20 Jahren angesagten, heute aber weitgehend vergessenen, „Psychoonkologie“ a la Lawrence LeShan, die trotzige Kampfbereitschaft im Patienten wecken.

Der Organismus des Krebsbiopathen ist seit frühster Kindheit bioenergetisch darauf konditioniert sich aufzugeben. Es ist, als wenn der Körper sagt: „Es hat doch sowieso alles keinen Sinn!“

Erschreckenderweise hat das ganze eine soziale Komponente. Man denke auch an die überhandnehmende Fettleibigkeit in Amerika (die fast zwangsläufig zu Diabetes führt, einer Schrumpfungsbiopathie). Vielleicht ist Adipositas weniger als somatische, sondern vielmehr als soziale Biopathie zu betrachten.

Einer Studie der RMIT University (Royal Melbourne Institute of Technology, Antonio Paolini et al.) zufolge, überträgt sich das Übergewicht der Väter auf eine bioenergetisch fatale Art und Weise auf die nachfolgende Generation. An Rattenmännchen konnte gezeigt werden, daß ihr Nahrungskonsum vor der Fortpflanzung sich nicht nur auf die leibliche, sondern vor allem auch auf die psychische (emotionale) Gesundheit des Nachwuchses auswirkt. Männliche Ratten, denen ein Übermaß an Futter zur Verfügung stand, wurden mit jenen verglichen, deren Kalorienzufuhr um ein Viertel niedriger lag. Nicht nur, daß die Jungen der letzteren ein niedrigeres Gewicht hatten, sondern sie zeigten sich auch weniger ängstlich. Paolini: „Wenn man das niedrigere Angstniveau als Folge der reduzierten Diät, die die Generationengrenze überschreitet, sieht, läuten bei einem die Alarmglocken, was das langfristige Potential für die gesundheitlichen Folgen einer Gesellschaft bedeutet, bei der die Fettleibigkeit zunimmt.“ Reduzierte Kalorien können die Überlebensinstinkte schärfen, so daß Tiere, einschließlich dem Menschentier, weniger ängstlich sind und waghalsig ihre Umwelt erkunden. Die Welt, die von den Kindern degenerierter Fettsäcken geprägt wird, ist eine furchtsame Welt ohne Initiative und Unternehmergeist. Der Sozialismus hebt an: der Mensch als träges, ängstliches Zootier. (Siehe auch Die Sünden der Väter.)

Es ist, als wenn die gesamte westliche Zivilisation von einem „Es hat doch sowieso alles keinen Sinn!“ infiziert ist. Ich verweise hier nur auf Nietzsches Analyse der allgegenwärtigen „Dekadenz“; den anorgonotischen „Zuständen“, unter denen die Menschen zu Zeiten Freuds litten (hysterische Ohnmachtsanfälle, Neurasthenie, Wagnerianische Todessehnsucht, etc.). Man schaue sich auch das Gruselkabinett der nationalsozialistischen Führungsmannschaft an: der entscheidungsschwache Hitler, der den halben Tag im Bett gammelte und sein ganzes Leben nicht einen Tag gearbeitet hat, Göring der schwabbelige Morphinist und all die anderen haltlosen Gestalten. Das ganze „stramme“ Sadogehabe der SA und vor allem der SS scheint mir wie ein verzweifelter Selbstheilungsprozeß: plakative „Gepanzertheit“. Ähnlich die muskelbepackten „Superhelden“ in der amerikanischen Trivialkultur. Karikaturen von Nietzsches „Übermensch“.

Woher diese Dekadenz? Nietzsche sprach vom „Tod Gottes“. Der mache in der „aufgeklärten“ Gesellschaft zwar kaum noch jemand betroffen, doch tatsächlich würde uns durch dieses Geschehen langsam aber sicher der Boden unter den Füßen weichen. Es ist die immer stärker werdende Trennung von unserem bioenergetischen Kern, die mit einer immer weiter um sich greifenden Abnahme an Vitalität einhergeht.

Ob das hierhin gehört? Ich habe mal eine Diplom-Psychologin, die jahrelang mit sicherheitsverwahrten Triebtätern gearbeitet hat, gefragt, wie man denn Kinderficker erkennt: klein, „schwabbeliger“, schlaffer Körper, schwammiges, konturloses Gesicht.

Körpergewicht, Depression, Gendermainstreaming, die Gene – und das mechanistische Denken in der Medizin

3. Januar 2015

Die Neuro-Depesche (Schnellinformationen für Neurologen und Psychiater) vom Mai 2010 berichtet über eine Studie von S. Corteses et al. über die Beziehung zwischen Körpergewicht und depressiven Symptomen bei Heranwachsenden. Dazu wurden 678 Jugendliche zwischen 11 und 14 Jahren untersucht. Es besteht eine signifikante Beziehung: je dicker desto depressiver, wobei bei Mädchen auch die Untergewichtigen verstärkt depressionsgefährdet sind.

Grundsätzlich mögliche Erklärungen für die Zusammenhänge bestehen darin, daß das Körpergewicht zur depressiven Stimmung beiträgt bzw. sich umgekehrt die depressive Stimmung auf Nahrungsaufnahme/Bewegung auswirkt. Eventuell spielt aber auch ein dritter unbekannter Faktor bei der Regulation sowohl des Körpergewichts als auch der depressiven Stimmung eine Rolle.

Jeder Student der Orgonomie kann sofort diesen geheimnisvollen „dritten unbekannten Faktor“ benennen.

Zuviel zu essen hat die Funktion, den Magen zu füllen, der dann auf den Solar plexus drückt und so die Angst vermindert. (Elsworth F. Baker: „Orgone Therapy“, Journal of Orgonomy 12(2), November 1978)

Der Solar plexus ist der „Energiegenerator“ des Organismus. Der gepanzerte Mensch versucht durch ein kontrahiertes und so ständig gesenktes Zwerchfell und durch Bauchspannung, die „Energieproduktion“ einzuschränken, da er die Energie nicht verwerten und entladen kann („orgastische Impotenz“). Diesen Mechanismus konnte Reich bei seinen bioelektrischen Untersuchungen Mitte der 1930er Jahre unmittelbar messen. Bei der Einatmung sank das bioelektrische Hautpotential am Epigastrium, stieg aber wieder bei der Ausatmung – wenn das Zwerchfell einigermaßen ungepanzert war.

Völlerei ist einfach nur ein Versuch, den Solar Plexus förmlich „einzuquetschen“ und damit ruhigzustellen. Außerdem bindet das Fett zusätzliche Energie und hilft den gesamten Körper zu immobilisieren.

Depressive Symptome sind eine unmittelbare Funktion des dramatisch gesenkten Energieniveaus des Organismus. Entsprechend ist der typische chronisch depressive Charakter ein „Hungerhaken“, der sich alle „oralen Genüsse“ verwehrt und so den „Energiegenerator“ buchstäblich aushungert. Es sieht wie das Gegenteil der Fettsucht aus, doch tatsächlich ist eine einfache funktionelle Identität gegeben: die Senkung des Energieniveaus.

Das Spezifische an der Biopathie „Fettleibigkeit“ ist unbefriedigte Oralität: Essen wird zu einer Ersatzhandlung für eine befriedigende Sexualität („Kummerspeck“). Das Spezifische an der Biopathie „Magersucht“ ist unterdrückte Oralität: man verwehrt sich alle Genüsse.

In der Anorexie versuchen die jungen Mädchen aus Angst vor der als schmutzig („fett“) empfundenen Sexualität die sich entwickelnden sekundären Geschlechtsmerkmale geradezu wegzuhungern. Andere stopfen das Essen in sich hinein, um auf diese Weise die sexuellen Regungen („die Schmetterlinge im Bauch“) zu ersticken.

Der auffällige Unterschied zwischen Jungen und Mädchen in der eingangs erwähnten Studie ist darauf zurückzuführen, daß jede Biopathie eine soziale Dimension hat. Man denke, wie an anderer Stelle diskutiert, etwa daran, daß die Beckenpanzerung bei Mädchen zu keuschen X-Beinen führt, bei Jungen zu obszönen O-Beinen. Entsprechend macht es für einen Jungen wenig Sinn, seine sekundären Geschlechtsmerkmale weghungern zu wollen (was ja sowieso kaum funktionieren würde).

Überschüssige Pfunde werden bei Männern und Frauen als völlig unterschiedliche Fettgewebsvarianten eingelagert. Deborah Clegg (University of Texas) et al. konnten an übergewichtigen Mäusen nachweisen, was seit eh jeder sehen kann: Männer setzen Fett am Bauch an, Frauen in den Hüfte, Schenkel und Gesäß, außerdem werden die für den Fettverbrauch zuständigen Gene bei beiden Geschlechtern drastisch unterschiedlich reguliert, insbesondere was die Insulinproduktion und die Endzündungswerte betrifft. Eine neue Studie der gleichen Forscher unterstreicht dies nochmals. „Damit mehren sich die Hinweise weiter, daß der Körper von Männern und Frauen unterschiedlich auf Ernährung, Behandlungen oder Medikamente reagiert.“

Nicholas Christakis (Yale University) et al. haben die bisher besten Belege dafür präsentiert, daß die Rolle der Gene nicht nur beispielsweise vom Geschlecht abhängt, sondern sogar von den Zeitläufen.

Christakis und seine Kollegen konzentrierten sich auf eine spezifische genetische Variante des FTO-Gens, das allgemein Adipositas zugeordnet wird. Ein Blick auf Daten aus der Framingham Heart Study zeigte einen Unterschied zwischen Menschen mit FTO-Gen, je nach der Zeit ihrer Geburt. Menschen, die vor 1942 geboren wurden, zeigten keinen Zusammenhang zwischen der Risikovariante und Adipositas; Menschen, die nach 1942 geboren wurden, zeigten eine sogar noch stärkeren Zusammenhang als zuvor berichtet worden war.

Forscher führen den Unterschied auf Veränderungen in den Gesellschafts- oder Umweltbedingungen zurück, die einen Einfluß darauf haben, ob genetische Faktoren ins Spiel kommen. „Es verweist darauf, daß noch mehr Vorsicht und Zurückhaltung in der modernen genetischen Forschung angebracht ist,“ sagte Christakis. „Es verweist auch darauf, daß, wenn große genetische Studien über die Zusammenhänge mit diesem Gen eine Generation früher durchgeführt worden wären, sie auf ein anderes Ergebnis hätte stoßen können.“

Den Forschern zufolge erstrecken sich die Auswirkungen dieser Ergebnisse auf das gesamte Studium der Genetik und verweisen auf die komplexe, sich entfaltende Verbindung zwischen Vererbung und Umwelt. Die Untersuchung von Phänomenen wie dem Anstieg von Adipositas wird ihnen zufolge dabei helfen, die Stränge von historischen und zeitgenössischen Umweltfaktoren, die mit genetischen Merkmale im Laufe der Zeit interagieren, zu „entwirren“.

Adipositas bei einem phallischen Charakter mit einem oralen unbefriedigten Block (Teil 2)

16. Dezember 2014

DIE ZEITSCHRIFT FÜR ORGONOMIE

Dale Rosin: Adipositas bei einem phallischen Charakter mit einem oralen unbefriedigten Block (Teil 2)

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Adipositas bei einem phallischen Charakter mit einem oralen unbefriedigten Block (Teil 1)

13. Dezember 2014

DIE ZEITSCHRIFT FÜR ORGONOMIE

Dale Rosin: Adipositas bei einem phallischen Charakter mit einem oralen unbefriedigten Block (Teil 1)

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Die Funktion des Orgasmus (Teil 1)

16. Juli 2014

Das folgende ist eine Vertiefung von Fickende Gehirne.

Alte Sexualmoral und moderne „Esoterik“ töten, da sie die organismische Pulsation unterbinden und dadurch verhindern, daß die Gewebe, insbesondere im Beckenbereich, ständig von frischen Sekreten um- und durchspült werden. Enthaltsamkeit ist hochgradig unhygienisch. Das gilt insbesondere für Frauen, aber auch Männer sind betroffen, wie 2003 eine australische Studie über Prostatakrebs zeigte.

Ein Team unter Prof. Graham Giles vom Cancer Council Victoria verglich die Sexualpraktiken von 1079 Prostatakrebs-Patienten mit denen von 1259 gesunden Männern. Wer vom 2. bis 4. Lebensjahrzehnt öfter als fünf mal pro Woche ejakuliert, senkt diesen Ergebnissen zufolge sein Risiko für Prostatakrebs um ein Drittel. Giles geht davon aus, daß häufiges Ejakulieren den Rückstau der mit chemisch hochaktiven Substanzen überladenen und deshalb möglicherweise karzinogenen Samenflüssigkeit verhindert. Der gesundheitsfördernde Effekt häufigen Ejakulierens sei mit der Senkung des Brustkrebsrisikos durch Stillen vergleichbar.

Ein Jahr später wurde dieses Ergebnis durch eine amerikanische Studie mit mehr als 30 000 Probanden in vollem Umfang bestätigt.

Der gleiche Chemiecocktail, der Männern schadet, ist für das Wohlbefinden von Frauen unerläßlich, da das Sperma antidepressiv wirkende Hormone und Wachstumsfaktoren enthält, die von der Schleimhaut der Vagina resorbiert werden.

2002 veröffentlichte ein Team um den Psychologen Gordon Gallup (State University of New York) eine Studie an 293 College-Studentinnen, die einen Zusammenhang zwischen der Verwendung von Kondomen und der Häufigkeit von depressiven Stimmungen (und sogar Selbstmordversuchen) bei jungen Frauen nachwies. Junge Frauen, die ohne Kondom Geschlechtsverkehr hatten, litten signifikant seltener an Depressionen. Auch seltener Geschlechtsverkehr hatte negativen Einfluß auf die Stimmungslage. Die Depressionen nahmen mit längerer Enthaltsamkeit deutlich zu.

David Greening, der an der privaten Fruchtbarkeitsklinik Sydney IVF in Australien forscht, machte 2009 seine Studie zur Spermaqualität publik. Er hatte 118 Probanden mit schlechter Spermaqualität zu täglichem Geschlechtsverkehr aufgefordert. Bei 81 Prozent der Studienteilnehmer ging die Zahl der beschädigten Spermien nach sieben Tagen um 12 Prozent zurück.

Entsprechend fordert Greening Paare mit unerfülltem Kinderwunsch zu besonders häufigem Geschlechtsverkehr auf. Bezeichnenderweise rieten Fortpflanzungsmediziner bisher eher zu längerer Abstinenz, damit sich ausreichend Sperma sammelt.

Regelmäßiger Geschlechtsverkehr hat ganz allgemein eine positive Auswirkung auf das kardiovaskuläre System und die Immunabwehr. Eine sich über 10 Jahre hinziehende Langzeitstudie mit 2500 Männern zwischen 45 und 59, die von Wissenschaftlern der britischen University of Bristol und der nordirischen Queen’s University of Belfast durchgeführt wurde, zeigt, daß ein aktives Sexualleben die Gesundheit des Mannes fördert und ihn vor Schnupfen, Krebs, Schlaganfällen und vielen anderen Leiden schützt. Bei 3 bis 4 Geschlechtsakten pro Woche sinke beispielsweise das Risiko eines Herzinfarkts um die Hälfte. Zudem sei Geschlechtsverkehr ein wirksames Schmerzmittel. Beim Sex ausgeschüttete Hormone würden bei Gelenk- und Kopfschmerzen helfen. Zusätzlich stärken sie das Immunsystem, schützen vor Arterienverkalkung und Osteoporose.

Forscher von der Wilkes University in Wilkes-Barre, Pennsylvania konnten zeigen, daß Leute, die ein- oder zweimal pro Woche Geschlechtsverkehr haben, ihr Immunsystem stärken. Das ermittelten sie über die Konzentration bestimmter Antikörper im Speichel. Deutlich mehr oder aber weniger Geschlechtsverkehr reduzierte die Menge an Antikörpern.

Im Anschluß daran haben Forscher der Technischen Hochschule Zürich in einer Studie herausgefunden, daß sich regelmäßiger Geschlechtsverkehr positiv auf das Immunsystem auswirkt. Ideal sei zwei- bis dreimal pro Woche. Sowohl eine höhere als auch eine niedrigere Frequenz macht den positiven Effekt zunichte.

Weder eine ungezügelte Sexsucht noch die mancherorts propagierte Enthaltsamkeit haben sich als vorteilhaft erwiesen.

Bei den Probanden erhöhte sich unmittelbar nach dem Orgasmus die Konzentration von „Killerzellen“ im Blut auf das Doppelte.

Die Auswirkung auf das Immunsystem konnte bisher aber nur bei Männern nachgewiesen werden.

1976 hat eine Studie an israelischen Frauen zwischen 40 und 60 den Zusammenhang zwischen Frigidität und Herzerkrankungen beleuchtet. Dazu wurden 100 Frauen, die wegen einem Herzinfarkt ins Krankenhaus eingeliefert worden waren, über ihr Sexualleben befragt und das mit einer Kontrollgruppe von 100 Frauen verglichen, die aus anderen Gründen im Krankenhaus lagen. Frigidität und sexuelle Frustration (vor allem wegen Ejaculatio praecox oder Impotenz des Ehemannes) fanden sich bei 65% der Herzpatienten, aber nur bei 24% der Kontrollgruppe. Außerdem hatten die Wechseljahre bei den Herzpatienten früher eingesetzt.

Ein reges Geschlechtsleben sorgt für ein längeres Leben. So meint der amerikanische Forscher Michael Roizen, daß ein Mann, der 350 Orgasmen pro Jahr hat, etwa vier Jahre länger lebt und sich dabei acht Jahre jünger fühlt, als der durchschnittliche Geschlechtsgenosse, der nur 81 Orgasmen hat. 700 (sic!) Orgasmen würden die Lebenszeit sogar um acht Jahre verlängern.

Der Neuropsychologe David Weeks vom Royal Edinburgh Hospital in Schottland kam nach der Untersuchung von 3500 Personen zu dem Ergebnis, daß regelmäßiger Geschlechtsverkehr, d.h. mindestens dreimal pro Woche, die Menschen um durchschnittlich 10 Jahre jünger aussehen läßt. Er führt das auf die Aktivierung des Wachstumshorms Somatotropin zurück, das das Bindegewebe verjüngt. Der Effekt ist desto größer, je mehr die Menschen im Geschlechtsleben auch emotional befriedigt sind.

Und immer so weiter, Studie auf Studie… Beispielsweise könnte man ausführen, daß nach dem Orgasmus bei den Partnern das Glückshormon Oxytocin ausgeschüttet wird und zu einer wohligen Entspannung und erholsamem Schlaf führt. Die ausgeschütteten Endorphine wirken wie ein Schmerzmittel, sorgen Depressionen und Angststörungen vor und verhindern Fettsucht, weil sie Freßattacken verhindern.

Tatsächlich kann man an der Adipositas den zentralen Punkt festmachen: die überschüssige Orgonenergie, die nicht über den Orgasmus abgeführt wird („Befriedigung“), wird in jedem Fall anders reguliert – mit verheerenden Folgen. Kirsi Pietiläinen von der Universität Helsinki und ihre Kollegen haben festgestellt, daß Übergewicht zu einer Beeinträchtigung der Zellkraftwerke, den Mitochondrien führt: der Körper verliert an Energie.

Dadurch werden Nahrungsfette und andere Nährstoffe sehr viel weniger effizient verbrannt (…). Gleichzeitig entstehen größere Mengen an ungesunden Nebenprodukten – ähnlich wie bei einem schlecht laufenden Automotor, der zu viele Abgase produziert. Die Folgen sind die typischen gesundheitlichen Probleme bei Übergewicht, wie etwa eine Fettleber, hohe Entzündungswerte und Störungen im Zuckerstoffwechsel.

geschlechtsreife