Der verdrängte Christus: 15. Das Evangelium nach Markus

13. Juli 2018

Ein neuer Artikel auf http://www.orgonomie.net:

DER VERDRÄNGTE CHRISTUS:

15. Das Evangelium nach Markus

Advertisements

Das Tor zur Hölle öffnet sich (Teil 1)

12. Juli 2018

Religion ist „Gemeinschaft plus Orgon“. Abgesehen von „Sinnsuchern“ mit einer mehr oder weniger „schizophrenen“ Charakterstruktur, gehört die Religionszugehörigkeit zum Gemeinschaftsleben, in das man hineingeboren wurde, oder man schließt sich einer Religion an, um Teil einer Gemeinschaft zu sein. Wir sind Herdentiere und brauchen einen „Stamm“, damit wir uns einigermaßen wohlfühlen können. Das besondere an der Religion ist, daß sie nur funktioniert, weil die Menschen vage und mystisch verzerrt etwas in sich und „in der Atmosphäre“ spüren, das sie als „Gott“ bezeichnen: das Orgon.

Fehlt dieser mystisch entstellte Kontakt mit dem Orgon aufgrund einer „linksliberalen“ Charakterstruktur, wird die Politik zu einer Ersatzreligion. Heutzutage werden die bizarren Projekte der Linken, etwa die „multiethnische Gesellschaft“ (also die sichere Hölle auf Erden!) mit einem unerbittlichen Fanatismus durchgesetzt, der den von religiösen Menschen bei weitem überflügeln kann. Da jedweder Kontakt zum Orgon und damit ein Korrektiv fehlt, das individuelle Gewissen, tritt das Kollektiv und dessen Ideologie in den Mittelpunkt und wird zum neuen „Gott“, dem alles gewissenlos (kontaktlos) geopfert wird.

Die Hölle auf Erden folgt den linken Projekten nicht von ungefähr, denn das, was solchen Menschen überhaupt an Tiefe zugänglich ist, sind die Abgründe der sekundären Schicht: der Teufel. Von Karl Marx bis Saul Alinsky haben die Linken stets ganz offen Satan gehuldigt. Ihre entsprechenden Bilder und Sprüche werden meist als Provokation, Ironie, Sarkasmus oder Zynismus abgetan, aber tatsächlich spiegeln sie ziemlich genau die bioenergetischen Realitäten wider.

Man kann jetzt natürlich auf „links-christliche Politiker“ verweisen, etwa Rudi Dutschke. Leute wie er finden keinen Zugang zum Kern und verlagern deshalb ihren religiösen Impetus auf die Politik. Das erstrebte Himmelreich auf Erden ist nur über Berge von Leichen und Ozeane von Blut erreichbar. „Vietnam“ mußte in die Metropolen des Westens getragen werden. Es reichen aber schon die absurden Pläne einer Umstrukturierung von Wirtschaft und Verwaltung, die zum Zusammenbruch der Versorgung, Anarchie und Massensterben geführt hätten. Naive Menschen sagen sich, Leute wie Dutschke wären halt Spinner. Doch man muß die Ideen und das Tun der Dutschkes dieser Welt FUNKTIONELL betrachten: Worauf führt das ganze hinaus? Es verweist unmittelbar auf die erwähnten Abgründe der sekundären Schicht.

Einige orgonotische Erstrahlungseffekte. Eine vorläufige Mitteilung (1958) (Teil 1)

11. Juli 2018

von David Boadella

Dieses Frühjahr habe ich beschlossen, einen Orgonenergie-Feldmesser zu bauen. Diesen Gedanken hatte ich für eine beträchtliche Zeit in mir getragen, hatte aber verschiedene Gründe gefunden die Sache aufzuschieben. Es gab da einen gefühlsmäßigen Widerstand gegen diese ganze Idee von Glühbirnen, die leuchten, ohne in einen Stromkreis gesteckt zu sein. Ich hatte vor einigen Jahren Reichs Beschreibung des Feldmessers in DER KREBS (1) gelesen, aber es war mir bis vor kurzem noch nie in den Sinn gekommen, die von Reich beschriebenen Feldmeter-Effekte zu wiederholen. Ich wurde mir erst jetzt bewußt, daß in meinem Fall ein Gefühl der Impotenz mit der visuellen Demonstration der Orgonenergie verbunden war. Ich hatte die Vorstellung, daß die starken und unverwechselbaren visuellen Effekte nur bei einer starken Orgon-Konzentration zu erwarten waren, wie sie zum Beispiel in Reichs Orgonraum bei Rangeley erreicht wurde. Allenfalls hatte ich vor einigen Jahren eine elektrische Glühbirne in einen Orgonakkumulator getan, dort belassen, um sie sich „aufsaugen“ zu lassen und zu warten „was passiert“. Als nichts geschah, wurde mein Gefühl „es nicht zu können“ verstärkt. Insgeheim bezweifelte ich die Existenz einer Energie in der Atmosphäre und hatte Angst zu versuchen, ihre Existenz nachzuweisen. Ich hätte ja versagen können und „nachweisen“ können, daß es sie nicht gibt. All diese persönlichen Faktoren sind ineinander verwoben und machen vielleicht verständlich, warum die vorliegenden Beobachtungen in meinem speziellen Fall nicht einige Jahre zuvor gemacht worden sind.

Als ich dieses Frühjahr die Idee des Orgon-Feldmessers anging, hatte ich dabei das dezidierte Gefühl verspielt zu sein. Ich wollte mich vorsichtig mit den benötigten Materialien vertraut machen und allmählich ein Gefühl dafür bekommen. Ich wußte, daß ich einen Induktionsapparat irgendeiner Art und eine ‚Leuchtröhre‘ brauchte. Reich schreibt über die Verwendung einer ‚Leuchtstoffröhre‘. Während ich mich erkundigte, wo ich eines Induktionsgeräts günstig habhaft werden könnte, kaufte ich eine 4/-Osram-Neon-Anzeigebirne (230 – 250 V), nahm sie ziemlich skeptisch mit nach Hause und erwartete, daß sie (wenn überhaupt) wenig brauchbar sei bis ich meine Induktionsmaschine hatte.

 

Beobachtungen mit einer Neonbirne

Ich streichelte die Neonbirne sanft in einem abgedunkelten Raum und nach einer Minute, in der ich mit ihr herumhantiert hatte, gab es eine Reihe von roten Blitzen. Die Blitze variierten je nach dem Material, mit dem die Birne gerieben wurde, und der Art des Kontakts, der zwischen der Birne und dem Material erzeugt wurde. Die Art des Lichts reichte von einem leichten Flackern auf nur einer Seite des Kolbens bis zur vollständigen Ausleuchtung des Kolbens, die stark genug war, um den Eindruck einer schwachen Taschenlampe zu erwecken.

Wenn sie bei 240 Volt in einen Schaltkreis gesteckt wurde, war die Beleuchtung heller (sichtbar bei Tageslicht) und kontinuierlich, trat jedoch nur an den Elektroden auf. Der Körper des Kolbens leuchtete nicht auf.

Das Neongas scheint sehr empfindlich gegenüber Reiben jeder Art zu sein, aber am Körper ergab sanftes Streicheln bessere Ergebnisse als heftige Reibung. Wenn der Kolben mit den Fingern ganz umfaßt wurde, war die Beleuchtung heller, als wenn sie nur an der Seite gerieben wurde. Die stärksten Wirkungen ergaben meine Hände, besonders die Fingerspitzen, die Daumenbeuge, der Handballen und die Außenkante der Hand. Es war notwendig, daß die Hände ziemlich trocken waren, sonst waren die Effekte reduziert oder konnten überhaupt nicht hervorgebracht werden.

Wenn die Neonbirne in der Hand gehalten und an Holz, Tuch, Seide, Metall, Glas und anderen Materialien gerieben wurde, leuchtete sie ebenfalls auf, aber eine heftigere Art von Reibung war erforderlich, und das Aufleuchten war weniger hell. Wurde ein Hartgummistab durch Reiben mit Wolle aufgeladen, leuchtete die Neonbirne schwächer, wenn man den Stab annäherte. Ähnlich leuchtete sie, wenn sie an eine Plexiglas-Uhrabdeckung herangeführt wurde, nachdem diese gerieben worden war. Immer, wenn man den Kolben von einer Oberfläche nahm, blitzte er hell auf.

Dieses Verhalten von Neongas mag nicht überraschend erscheinen und mit der Erklärung werden wir uns später beschäftigen. Diese Beobachtungen werden hier wiedergegeben, obwohl sie vielen Leuten vertraut sein mögen, einfach weil sie mir unbekannt waren und weil sie eine Einführung in aufwühlendere und fast völlig unbekannte bzw. nicht dokumentierte Lichteffekte darstellen.

 

Literatur

1. Reich, W.: CANCER BIOPATHY. Orgone Institute Press, 1948

 

* Abdruck der Übersetzung aus dem Englischen mit freundlicher Genehmigung des Autors, Dr. Boadella. Der Originalaufsatz „Some Orgonotic Lumination Effects“ findet sich in der von Paul und Jean Ritter in Nottingham, England herausgegebenen Zeitschrift Orgonomic Functionalism, Vol. 5 (1958), No. 3, S. 139-150.

Anmerkung des Übersetzers: Die „Neonbirne“ wird in etwa wie folgt ausgesehen haben:

nachrichtenbrief119

10. Juli 2018

Blogeinträge November/Dezember 2012

9. Juli 2018

Mehr zum „biologischen Rechenfehler“ heute::

Blogeinträge November/Dezember 2012

  • Der Gesundheitszustand der amerikanischen Wirtschaft
  • Die Grenzen des politischen Konservatismus
  • Die bio-soziale Bedeutung der früh einsetzenden Pubertät
  • Warum in der Politik fast immer die Linke gewinnt
  • Ein weiteres Schulmassaker, ein weiterer politischer Dialog
  • Ausflüchte und Ablenkungen gehen mit der oberflächlichsten Schicht des sozialen Panzers einher

Blogeinträge September/Oktober 2012

8. Juli 2018

Charles Konia beschreibt, wie sich die „biologische Fehlkalkulation“ sieben Jahrzehnte nach Reichs Erstbeschreibung und vier Jahrzehnte nach Paul Mathews‘ Erläuterungen darstellt:

Blogeinträge September/Oktober 2012

  • Clint Eastwoods Parodie bei der Republican National Convention
  • Obama 2016: Eine Dokumentation über die Rache eines Mannes
  • Kommunismus der amerikanischen Art
  • Man kann nicht beides haben
  • „Es breitet sich wie eine Seuche aus“
  • Willkommen in der Welt des Islam
  • Der biologische Ursprung der Political Correctness
  • Die sozialistische Sehnsucht
  • Die Kultur der Political Correctness und Barack Obama
  • Sozialwissenschaft gegen Soziopolitik
  • Schließlich hat der Kaiser also doch keine Kleider?

Die Rechtschreibreform im Lichte des orgonomischen Funktionalismus

7. Juli 2018

Alexander Solschenizyn hat dargelegt, wie die sehr reiche russische Sprache, die Sprache Tolstois und Dostojewskis, nach dem Roten Oktober immer ärmer und undifferenzierter wurde. Außerdem wurde sie systematisch „brutalisiert“, d.h. im Rahmen des „sich verschärfenden Klassenkampfes“ wurde der sprachliche Ausdruck von Mitleid, Rücksicht und Anteilnahme richtiggehend tabuisiert. Entsprechende Wörter erhielten eine negative Konnotation oder verschwanden praktisch ganz. Man muß unwillkürlich an die „Sprache des Unmenschen“ in Hitlers, Streichers und Goebbels‘ Deutschland denken. Die Menschen sollten nicht mehr ungepanzert („weit“) fühlen, sondern nur noch auf eine gepanzerte („enge“) Weise.

Heute beobachtet man zunächst einmal das Gegenteil, d.h. im Zuge der politischen Korrektheit, werden eindeutige Aussagen zunehmend tabuisiert, da sie zu „brutal“ sind. Man ist vorsichtig im Ausdruck, will sich, so als sei man „Wissenschaftler“, nicht „voreilig festlegen“ und seit Jahrzehnten triumphiert das Konjunktiv: „Ich würde sagen…“. Wobei man sogleich anfügen muß, daß im Rahmen der allgemeinen Verblödung durch die Rechtschreibreform, Ausdrucksweisen wie der Konjunktiv ähnlich wie im Englischen wohl bald verschwunden sein werden oder zumindest an Eindeutigkeit verlieren.

Ohnehin können heutige Schüler kaum noch den tiefgehenden Unterschied zwischen dem so gar nicht gemeinten „Das ganze funktioniert nicht!“ und dem grundsätzlichen „Das Ganze funktioniert nicht!“erfassen oder etwa zwischen „Er hat recht!“ und „Er hat (das) Recht (auf seiner Seite)!“ Mit anderen Worten können sie nicht mehr funktionell denken, d.h. in Begriffen des Verhältnisses des Teils zum Ganzen. Die sozialistischen Sozialingenieure und die mit ihnen verbündeten Großkapitalisten („Bertelsmann-Stiftung“) können keine Eigendenker gebrauchen. Wer so einen SCHWACHSINN eingetrichtert bekommt wie „Es tut mir sehr Leid!“ (statt „Es tut mir sehr leid!“) muß jedes Gefühl für funktionelle Zusammenhänge verlieren.

Über die obigen Beispiele kann man diskutieren, zumal ich selbst den Überblick darüber verloren habe, was denn nun nach den aktuell geltenden Regeln richtig oder falsch ist oder ob es offiziell eh egal ist. Aber genau das verweist auf das eigentliche Problem: dieser Staat ist zutiefst „verwirrt“ und handlungsunfähig. Aus tiefenpsychologischer Sicht repräsentiert er die Eltern und die versetzen in dieser antiautoritären Ära ihre Kinder in tiefe Verunsicherung, da keine klaren Botschaften und Grenzen gesetzt werden; in den Kindern ein diffuses Gefühl von Unsicherheit und Orientierungslosigkeit verankert wird, zumal es zu unvorhersehbaren und manchmal brutalen und denkbar ungerechten Sanktionen kommt, wenn die Eltern den Kontrollverlust unvermittelt eindämmen müssen.

Der biologische Rechenfehler und die gegenwärtigen Probleme des Menschen (Teil 8)

6. Juli 2018

von Paul Mathews, M.A.*

Die emotionale Pest (Fortsetzung)

Der Bereich von Sex und Ehe ist voller Pest-Mechanismen. In verschiedenen Medien werden Pornografie und Promiskuität sowie Homosexualität und andere sexuelle Abweichungen häufig als „legitime“ sexuelle Ausdrucksformen propagiert. Es ist in Mode gekommen, Pornografie als nicht nur akzeptabel, sondern als notwendige therapeutische Maßnahme und sogar als „Spaß“ zu verteidigen. Ein Befürworter dieses letzteren Konzepts, ein Theaterkritikerk von gutem Ruf, stellt uns dieses Ideal des Theaters vor (10):

Dali stellt sich einen Mann und eine Frau vor, die in einen Zustand überempfindlicher sexueller Komplizenschaft geraten sind. Nach monatelanger erotischer Praxis erscheinen sie in gegenüberliegenden Ecken eines riesigen Barocksaals, eingehüllt in Gewänder, die sie, abgesehen von schmalen Augenlöchern, von Kopf bis Fuß vollständig umhüllen. Sie sind in der Lage, einen Orgasmus zu erreichen, indem sie sich nur durch die Gucklöcher auf eine besonders ausdrucksstarke Weise betrachten. Es wäre ein großer Triumph, das so auf die Bühne zu bringen, dass es auch das Publikum begeistert. Aber ich fürchte, wir müssen noch viel lernen.

Dies zeigt auch die übliche, weit verbreitete Ignoranz in Bezug auf die Natur der Funktion des Orgasmus

Eng verbunden mit der „Fun-These“ ist die Idee einer massenhaften therapeutischen Wirkung von Pornografie. Dies ist eine Verzerrung des Konzepts der emotionalen Katharsis und man begegnet ihr in einigen extremen Formen in Gruppen vom „Encounter-Typ“. Eine bloße anarchische Abfuhr ist nicht nur nutzlos, sondern kann auch schädlich sein.

Wenn Pornografie „Spaß“ ist, dann ist es Spaß zu einem schrecklichen Preis – die der ständigen Ablenkung von den realen und ernsten sexuellen Problemen, die die Menschen in das Reich der Pornografie locken. Pornografische Einstellungen sind besonders schädlich im Bereich der Kindererziehung. Parallel zur Toleranz gegenüber Pornografie findet man normalerweise die gröbsten Verzerrungen der natürlichen Sexualität und der Prinzipien der Selbstregulierung. Dies wurzelt in der Kontaktlosigkeit der Eltern. Es kann zu einer so schwerwiegenden Pathologie führen wie dem Sexspiel zwischen Kindern und Erwachsenen, der schlüpfrigen und schuldbeladenen Überreizung der Sexualität in der Kindheit und dem Versäumnis, die Entwicklung eines natürlichen Gefühls von Privatsphäre und Feingefühl zu ermöglichen. Eine raffinierte Fassade ist ein schlechter Ersatz für orgastische Potenz, und Zügellosigkeit und Pornografie repräsentieren weder echte Liebe und Sexualität noch die Fähigkeit für beides.

Auch der Bereich der Ehe hat seine Pest-Merkmale. Reichs Konzept einer Ehe, die kein Zwang ist, wurde in Gestalt denkbar neurotischer Formen polygamer oder polyandrischer Ausprägungen, die in sekundären Trieben wurzeln, verzehrt. Kinofilme mit diesen Themen, wie auch andere Formen der Entstellung der Sexualität, stellen Kassenrekorde auf, während das Hauptproblem – orgastische Impotenz – konsequent umgangen wird.

Ein herausragendes Merkmal der Pest ist ihre Fähigkeit, sich in den im Wesentlichen anständigen Eigenschaften der Menschen zu verankern, was es schwierig macht, die guten Absichten von den schlechten zu unterscheiden. Jeder anständige Mensch reagiert beispielsweise positiv auf Parolen wie „Frieden“, „Brüderlichkeit“, „Verhandlungen“, „hungernde Menschen zu ernähren“, „Verdächtigungen zu beseitigen“, „Friedensinitiativen“, „Geld für Bildung und Gesundheit“ usw. Gleichzeitig gehen nur wenige Menschen über diese Slogans hinaus, um ihren Ursprung, ihre versteckten Absichten und ihre langfristigen Folgen zu untersuchen; noch haben sie genügend Selbsterkenntnis, um ihr eigenes Potenzial für Pest-Reaktionen zu erkennen.

Die Bewältigung der Pest war immer deshalb schwierig, weil sie eine Erfahrung und eine Einsicht erfordert, die dem Durchschnittsmenschen fehlen. Darüber hinaus besteht die Gefahr, dass das Konzept der emotionalen Pest für persönliche Beschimpfungen zweckentfremdet wird – und damit ein fundierter medizinischer Begriff missbraucht wird. Andererseits wäre es ein schwerwiegender Fehler, durch Unentschlossenheit hinsichtlich der richtigen Diagnose so gelähmt zu sein, dass die Pest unentdeckt bleibt und von vornherein ihre Ziele erreicht. Dieser Verpflichtung nicht Gerecht zu werden, weil man „nett“ oder „tolerant“ sein will, kann tödlich sein.

Reich hat erklärt, dass wir bei der Bekämpfung der Pest, wo immer möglich, ihre Mechanismen enthüllen und die Pest sequestrieren müssen, um ihren charakteristischen Angriff aus dem Hinterhalt zu verhindern. In der Angst der Menschen, sie zu entlarven, hat die Pest einen gewaltigen Verbündeten gehabt. Diese Angst hat natürlich eine vernünftige Grundlage, um Missbrauch und Verleumdung zu vermeiden. Die Aufdeckung von Motiven und Methoden ist jedoch die einzige Möglichkeit, die Auswirkungen der Pest dort zu neutralisieren, wo es notwendig ist. Wenn die Diagnose falsch ist, wird sie wahrscheinlich bei genauerer Prüfung nicht bestehen. Ich glaube eher, dass das Element der Gefahr größer ist, der Pest nicht ausreichend entgegenzutreten, als Unschuldige zu schädigen. Die einzige andere Alternative wäre, sich auf den Glauben an den ultimativen Triumph des Guten über das Böse zu verlassen – historisch gesehen eine äußerst dürftige Prämisse.

 

Folgerungen

Die menschliche Rasse ist mit einer Vielzahl von tief verwurzelten, komplexen Problemen konfrontiert. Diese Probleme wirken noch größer und komplexer, da es der Menschheit gewissermaßen gelungen ist, dem entscheidenden Ursprung dieser Probleme, dem verzerrten Funktionieren der biologischen (Orgon-) Energie im Organismus, auszuweichen. Wie können wir hoffen, diese gewaltigen Probleme zu lösen, die Massen von Menschen betreffen, wenn wir nicht einmal das Dilemma der einzelnen Männer und Frauen lösen können, die nicht in der Lage sind, einander zu lieben, nicht kommunizieren können und von irrationalem Hass und Furcht belastet sind? Es ist dieser biologischer Rechenfehler, wie Reich es formuliert hat, der für unsere bisherigen Misserfolge verantwortlich ist.

Es gibt einige hoffnungsvolle Zeichen. Zum ersten Mal stehen dem Menschen das Wissen um die Existenz einer kosmischen Lebenskraft und der Beginn des Verständnisses der Gesetze des Lebens zur Verfügung. Wenn wir seine Verschleierung durch die emotionale Pest verhindern können, können wir vielleicht einen größeren Teil des Umschwungs in Richtung Freiheit bewahren, als es bisher möglich war. Wir wollen uns zum Wohle der Kinder der Zukunft dieser Aufgabe verschreiben.

 

Fußnoten

* Pädagoge, Sprachlehrer und Kliniker. Doktorand der Psychologie, New York University. Mitglied des American College of Orgonomy. [Anm. d. Übers.: Paul N. Mathews (1924-1986)]

 

Anmerkungen des Übersetzers

k Kenneth Tynan (gest. 1980), galt als Bewunderer Reichs. Plante sein Hauptwerk über ihn, das wegen Erkrankung unvollendet blieb. Für Tynan war Pornografie die Hauptplattform zur sexuellen Befreiung.

 

Literatur

10. Tynan, K.: „Pornography? And Is that Bad?“ New York Times, Section 2, 15. Juni 1969, S. 1

 

Abdruck mit freundlicher Genehmigung von Charles Konia.
Journal of Orgonomy, Jahrgang 4 (1970), Nr. 1, S. 111-125.
Übersetzt von Robert (Berlin) mit Unterstützung von Peter Nasselstein

Der verdrängte Christus: 14. Wer war Jesus?

5. Juli 2018

Ein neuer Artikel auf http://www.orgonomie.net:

DER VERDRÄNGTE CHRISTUS:

14. Wer war Jesus?

Der Grundgegensatz in der Demokratie

4. Juli 2018

Wie und warum wir manipuliert werden, können wir jeden Abend in der Tagesschau sehen. Bei Obama wurden simple Fragen wie die folgenden verächtlich vom Tisch gewischt: „Welcher Arzt hat ihn in welchem Krankenhaus entbunden?“, „Warum wurde die als Computerdatei vorliegende Kurzfassung seiner Geburtsurkunde nicht einfach gescannt, sondern am Computer generiert?“ Während bei Trump ein fadenscheiniger Unsinn nach dem anderen hervorgekramt wird. In Deutschland betrachte man, wie komplett hilflos die gut eingespielten Systemparteien auf die AfD reagieren. Das einzige, was sie tun, ist die Opfer des Nationalsozialismus immer und immer wieder zu mißbrauchen. Sie werden auch noch posthum auf den Altären des totalen Staates geopfert. Wir sind Zeuge von zwei historischen Unfällen. Es war schlicht nicht vorgesehen, daß Trump Präsident wird und daß die AfD zu einer wirklichen Opposition in unserer Demokratiesimulation wird.

Man kann alle möglichen Verschwörungstheorien vorbringen, von denen einige viel für sich haben. Was uns hier einzig interessieren sollte, ist eine spezifisch orgonomische Sichtweise; eine Sichtweise, die ein Alleinstellungsmerkmal für die Orgonomie ist. Es geht um den Kampf zwischen der organisierten Emotionellen Pest und der Arbeitsdemokratie, die keinerlei gesellschaftliche Vertretung hat. Was man in den USA und in Deutschland findet, ist die komplette Durchdringung aller Bereiche durch die Emotionelle Pest. „Emotionelle Pest“ bedeutet schlicht, daß man das Lebendige in anderen nicht ertragen kann und diesen Störfaktor beseitigen muß, um in seiner verkrüppelten Existenz überleben zu können. Man geht dabei mit den Mitteln vor, die einem verkrüppelten Energiesystem noch zur Verfügung stehen. Konkret heißt das, daß Apparatschiks jeder Art systematisch verhindern, daß die Massen ein produktives, glückliches Leben führen können, Familien gründen und ernähren können, daß sie ihr Leben selbst bestimmen. Man braucht doch nur um sich blicken: auf allen Ebenen tut die Politik nichts anderes, als das alltägliche Leben in einen veritablen Alptraum zu verwandeln. Und dann kommt Trump daher und versucht doch allen Ernstes den „amerikanischen Traum“ neu zu entfachen, oder die AfD, die nichts anderes will, als die soziale Marktwirtschaft wiederherzustellen, schlichtweg normale Verhältnisse.

Dieser fundamentale Gegensatz zwischen Emotioneller Pest und Arbeitsdemokratie, den sonst niemand sieht, zeigt sich schon allein daran, daß die Systemparteien praktisch ausschließlich Funktionäre des Staates, den sie kontrollieren sollen, ins Parlament entsenden (Beamte) oder Existenzen, die in der freien Wirtschaft nicht überleben könnten, die also von ihrem Mandat und irgendwelchen subventionierten Pöstchen auf Gedeih und Verderb abhängen, oder unbeschreiblich absurde Existenzen wie Andrea Nahles oder Kevin Kühnert, während die Abgeordneten der AfD Repräsentanten der – Arbeitsdemokratie sind, Arbeiter (im Reichschen Sinne). Hinsichtlich Trump habe ich an anderer Stelle ähnliches erläutert.

Wer den Gegensatz von Emotioneller Pest und Arbeitsdemokratie nicht begriffen hat, hat gar nichts begriffen! Seine soziologischen, politischen, ökonomischen, gar „Reichianischen“ Analysen mögen ganz nett sein, teilweise vielleicht sogar weitgehend zutreffen, sogar seine Verschwörungstheorien, aber ohne ein Verständnis der Massenpsychologie des Faschismus bleiben sie doch Schall und Rauch. Imgrunde hat er NICHTS begriffen!

Und ein weiteres Beispiel für das Angehen der Emotionellen Pest: