Archive for the ‘Die Kinder der Zukunft’ Category

nachrichtenbrief23

18. Mai 2017

Der Archipel der Kitas

7. März 2017

Die „DDR“ wollte bis Mitte der 1960er Jahre das verwirklichen, was Krypto-Stalinisten auch bei uns einführen wollen: arbeitende Mütter ohne Doppelbelastung, d.h. die staatliche Krippenerziehung. In der „DDR“ sprach man von „Wochenkrippen“. Forschungen, die die negativen Folgen für die emotionale („psychische“) Entwicklung der Kinder zeigten, schränkten den anfänglichen Enthusiasmus der sozialistischen Obrigkeit zwar ein und das Programm wurde in der „DDR“ nicht mehr mit gleicher Vehemenz durchgesetzt, aber entsprechende Forschungsergebnisse wurden in der Folgezeit unterdrückt und die Bindungstheorie, also daß Kinder den unmittelbaren emotionalen Kontakt zur Mutter brauchen, um gesund heranzuwachsen, wurde zum Tabu. Und das, nachdem man herausgefunden hatte, daß sich gravierende Defizite im Vergleich zu normalen Kindern im Bereich Orientierung und Bewegung im Raum, beim Sprachvermögen und Sozialverhalten zeigten.

Die Pädagogin und Dozentin Ute Stary hat die Betroffenen befragt. „Sie schildern“, so Stary, „schwierige Beziehungsverhältnisse zu ihren leiblichen Eltern, daß sie das eher als angespannt empfinden, dieses Verhältnis, daß man sich auch ein stückweit fremd ist. Und daß sie selber Schwierigkeiten haben, in Beziehung zu kommen, sich auf Partnerschaften einzulassen und vor allen Dingen ihren eigenen Kindern gerecht zu werden.“

Die Ergebnisse ihrer Untersuchung hat Ute Stary in einem Fachbuch publiziert. Weitere Forschungsarbeiten zum Thema Wochenkrippe gibt es in Deutschland bislang nicht. Schade, sagt Ute Stary, wäre doch hilfreich, jetzt, wo das Bundesfamilienministerium kräftig in 24-Stunden-Kitas investiert und in die sogenannte Randzeitenbetreuung, abends und nachts.

Sozialisten, etwa der Modju Herbert Marcuse, haben Säuglinge und Kleinkinder schon immer gehaßt. Diese bewegen sich nämlich in jenen Bereichen, gegen die die Sozialisten aufbegehren. Säuglinge und Kleinkinder funktionieren weniger im Zerebrum, als vielmehr im Vegetativum, während die Charakterstruktur des Sozialisten das energetische Orgonom (zu dem das Zentrale Nervensystem gehört) betont, zuungunsten des orgonotischen Systems (zu dem das Autonome Nervensystem gehört). Mit Kindern oder gar Säuglingen kann man keine intellektuellen Debatten führen, sie sind deshalb langweilig und, wenn man so will, „reaktionär“. Diese eklig aus dem Kern heraus lebenden gefühlsduseligen kleinen Wesen, d.h. „Konservative“, gehören solange unter Quarantäne, bis sie zu vollwertigen Menschen herangereift sind, mit denen die Marcuses dieser Welt angeregt über repressive Strukturen debattieren können.

Die Partei Satans

27. Februar 2017

Reichs Kinder der Zukunft, waren Kinder, die selbstbestimmt aufwachsen. Sie wollen Kinder zu Werkzeugen machen und – ficken. Wenn irgendwas die Grünen kohärent macht, dann ist es die Kinderfickerei. Anfang der 1980er Jahre haben sie ganz offen dafür geworben, waren die politische Vertretung der Pädophilie. Seit einigen Jahren wird das aufgearbeitet und „bewältigt“, von Grünen, die heute die Schulen für die Frühsexualisierung von Kindern mißbrauchen. Allein schon das sogenannte „Gendermainstreaming“, d.h. die Geschlechtsgleichschaltung. Wenn es keine eindeutigen Geschlechter mehr gibt, etwa das Gender der „Genderunentschlossenen“, dann können erwachsene Männer auf Damentoiletten kleine Mädchen belästigen, ohne daß jemand eingreifen kann, bzw. eingreifen darf. Zumal nicht nur die Geschlechtsunterschiede fallen, sondern damit logischerweise auch die Altersunterschiede. Meine „Geschlechtsidentität“ ist dann eben die eines sechsjährigen Mädchens!

Flankiert wird das ganze durch die globalen Großkonzerne von der Musikindustrie, über die Werbebranche bis hin zu Hollywood, nicht zuletzt aber über die sogenannten Nachrichtenkanäle, die nichts anderes sind als Propagandaorgane einer Elite, die durch Kinderfickerei zusammengeschweißt wird. Was gemeint ist, reicht vom Sachsensumpf und De Maizière, als Muster dafür, wie und warum, über Edward Heath, als Beispiel, wo das ganze hinführt, und Skippy Podesta, um zu sehen, daß das ganze System global und flächendeckend funktioniert und wie genau die rechte ultrakapitalistische Großindustrie mit der linken antikapitalistischen „Kultur“ verbunden ist.

Offen beten sie zu Satan und können sich gar nicht wieder einkriegen in ihrer Verehrung des Islam, bei dem wirklich jede heterosexuelle Freude haram ist. Das einzige, was bei Satan und seinem Propheten Mohammed nicht haram ist, ist die Kinderfickerei.

Die Kinder der Zukunft und die endgültige Ausmerzung der sozialistischen Idee

23. Dezember 2016

Avshalom Caspi (Duke University, Durham) et al. zufolge verursacht ein kleiner Teil der Bevölkerung den Großteil der Ausgaben für die Gesundheits- und Sozialfürsorge sowie für die Bekämpfung der Kriminalität. Das ganze ginge auf die Kindheit der Menschen zurück, denn die 20 Prozent der Kinder, die als Dreijährige am schlechtesten in Bezug auf Sozialverhalten, Intelligenz und Familiensituation abschnitten, sorgten als Erwachsene für 80 Prozent der Probleme. Dies zeige, daß es sich lohnt, wenn eine Gesellschaft in frühe Hilfe für solche Kinder, die unter Armut, Ausgrenzung oder zerrütteten Familienverhältnissen leiden, investiere.

Wie groß der Effekt der Kindheitsverhältnisse ist und wie effektiv Frühinterventionen helfen, war jedoch bisher umstritten. Dazu haben nun Caspi und seine Kollegen Daten der sogenannten „Dunedin-Studie“ ausgewertet, bei der 1037 Kinder, die 1972 und 1973 in Neuseeland geboren wurden, bis ins Erwachsenenalter hinein regelmäßig untersucht und befragt wurden. Die Daten wurden jetzt dahin untersucht, wie deutlich sich Probleme im Erwachsenenalter schon in der Kindheit abzeichnen.

In allen acht von den Forschern untersuchten sozialen und medizinischen Bereichen sorgte eine Minderheit von rund 20 Prozent der Teilnehmer für 80 Prozent der gesellschaftlichen Kosten. „In welchem Segment man auch immer schaut, ob bei der Kriminalität, der Sozialhilfe oder dem Gesundheitssystem – überall finden wir eine solche Konzentration“, sagt Caspi. „Das Neue daran ist, daß die gleiche Gruppe von Individuen in gleich mehreren Segmenten auffällig wird.“ Die Angehörigen dieser Hochrisikogruppe waren für 81 Prozent der Verurteilungen wegen krimineller Delikte verantwortlich, hatten 66 Prozent der Sozialhilfe der Kohorte erhalten und 78 Prozent der verschreibungspflichtigen Medikamente, wie die Forscher berichten. Auch Übergewicht und Rauchen kam in dieser Gruppe überdurchschnittlich häufig vor.

(…) Ob eine Person später zu den rund 20 Prozent der problembelasteten Erwachsenen gehörte, ließ sich meist schon im Alter von drei Jahren feststellen. „Wir haben beobachtet, daß sich Mitglieder der Hochrisikogruppe von ihren Altersgenossen durch die gleichen vier Kindheits-Nachtteile unterschieden: Sie wuchsen tendenziell in sozioökonomisch benachteiligten Umgebungen auf, wurden schlecht behandelt, schnitten in IQ-Tests schlechter ab und zeigten eine geringe Selbstkontrolle“, berichten Caspi und seine Kollegen. Dies habe für alle acht untersuchten Bereiche nahezu gleichermaßen gegolten. Konkret bedeutet dies: Wie es einem Kind im späteren Leben ergehen wird, läßt sich unter Umständen schon im Kindergartenalter vorhersagen.

Die Studie zeige, so die Forscher, „daß ein frühes Eingreifen und eine Verbesserung der Bedingungen für Kinder aus prekären und zerrütteten Verhältnissen echte Abhilfe bieten könne. (…) Eine frühe Intervention ist demnach für die Gesellschaft gut eingesetztes Geld, denn es erspart später erheblich größere gesellschaftliche Kosten.“

Aus orgonomischer Sicht ist dazu zu sagen, daß 80 Prozent der Bevölkerung vollkommen in der Lage sind, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen, sonst würde auch die Arbeitsdemokratie gar nicht funktionieren und die Gesellschaft instantan kollabieren. Auch wird kein normaler Mensch jemals in seinem Leben kriminell. Damit ist der gesamte Asozial- und Polizeistaat, der die Arbeitsdemokratie zu erdrosseln droht, vollkommen überflüssig. Die Arbeitsdemokratie kann sich nur konsolidieren, wenn den Menschen endlich die Verantwortung für ihr eigenes Leben vollständig selbst aufgebürdet wird!

Das Elend, die Hilflosigkeit und Abhängigkeit, die uns tagtäglich ins Auge springt, geht auf einen Bruchteil der Bevölkerung zurück und läßt sich entsprechend mit eng begrenzten Maßnahmen der Sozialfürsorge bewältigen. Einer Fürsorge, deren Ziel es gleichzeitig sein muß, sich selbst weitgehend überflüssig zu machen, indem durch zielgruppenspezifische Förderung von Geburt an die besagten „20 Prozent“ auf vielleicht ein unvermeidliches, sagen wir, „5 Prozent“ gedrückt wird und langfristig die unsinnige „soziale Frage“ ganz verschwindet.

Das linke Halunkentum wird sich dagegen mit Händen und Füßen wehren, da es von der „sozialistischen Sehnsucht“, d.h. der Hilflosigkeit der Massen und der scheinbaren Unlösbarkeit der „sozialen Frage“ lebt. Wir werden diese Probleme also erst bewältigen können, wenn die von Elsworth F. Baker und Charles Konia entdeckte soziopolitische Charakterologie und vor allem die Kenntnis über die charakterliche Struktur der Linken zum Allgemeingut geworden ist. Ich verweise auf Dr. Konias Blog http://www.orgonomie.wordpress.com.

Der sexuelle Kampf der heutigen Jugend

25. Oktober 2016

Die Probleme, mit denen Wilhelm Reich während der 1920er und 30er Jahre in Österreich und Deutschland im „Kulturkampf“ konfrontiert war, unterscheiden sich im Grunde kaum von denen, mit denen sich seine Schüler noch heute in den USA auseinandersetzen müssen. Es werden jedenfalls noch immer die gleichen Dinge diskutiert.

90 Jahre später dreht sich in den USA die „liberale” schulische Sexualaufklärung darum, die Jugendlichen vor den verheerenden körperlichen, seelischen und auch geistigen Folgen von sexuellen Aktivitäten zu bewahren. Es wird ihnen vollständige sexuelle Abstinenz nahegelegt.

Die beiden Soziologen Bill McCarthy und Eric Grodsky konnten aufgrund landesweiter Erhebungen zeigen, daß es zwar eine Korrelation zwischen schulischen Problemen und sexuellen Aktivitäten außerhalb liebevoller Partnerschaften gibt, jedoch kaum ein Unterschied zwischen den schulischen Leistungen von Abstinenzlern und jenen Schülern festzustellen ist, die eine liebevolle sexuelle Partnerschaft leben.

McCarthy und Grodsky:

Insgesamt zeigen unsere Ergebnisse, daß die Schädlichkeit, die allgemein jugendlichem Geschlechtsverkehr zugeschrieben wird, größtenteils in nicht-romantischen Zusammenhängen auftritt. Diese Ergebnisse stellen die Richtigkeit von Programmen zur sexuellen Aufklärung in Frage, die jugendlichen Sex mit jeder Menge von negativen Folgen verbinden.

Offenbar geradezu revolutionäre Forschungsergebnisse für die USA Anfang des 21. Jahrhunderts. Genauso revolutionär wie die „überraschende“ Erfahrung, die Colorado gemacht hat: die Geburtenhäufigkeit bei jungen Frauen zwischen 15 und 19 fiel innerhalb von fünf Jahren um sage und schreibe 40 Prozent, als kostenlose bzw. verbilligte Verhütungsmittel an die entsprechende Klientel mit geringem Einkommen verteilt wurden. Die einzige Alternative, nämlich die „Erziehung zur Abstinenz“, führt nachweislich zu keiner Abstinenz, sondern allenfalls zu einem schlechten Körpergefühl und mehr Verantwortungslosigkeit.

Die Bibel und die Kinder der Zukunft

2. Mai 2016

Nach Gen 8,21 ist der Mensch „böse von Jugend auf“, während Jesus sagte, man müsse wieder so gut wie die Kinder werden (Mt 18,3). In Dtn 21,18-21 lesen wir, daß, wenn jemand einen Sohn hat, „der so widerspenstig und ungehorsam ist, daß er trotz aller Strafen und Mahnungen weder auf seinen Vater noch auf seine Mutter hört“, dieser Sohn auf betreiben der Eltern von den Männern der Stadt gesteinigt werden soll! Das ist der biblische Begriff elterlicher Liebe, denn „wer seinem Sohn keine Schläge geben will, liebt ihn nicht. Wer seinen Sohn liebt, fängt früh an, ihn mit Strenge zu erziehen“ (Spr 13,24).

Streng Erziehung sei sowohl gut für die Kinder (Spr 19,18) als auch für die Eltern, deren Sohn dann „zur Quelle der Zufriedenheit und Freude“ werde (Spr 29,17). Strenge Erziehung heilt nicht nur von der angeborenen Dummheit der Kinder (Spr 22,15), sondern macht sie auch klug (Spr 29,15).

Später verschärfte sich diese kinderfeindliche Grundhaltung noch. Bei Sir 22,6 heißt es: „Strenge Erziehung und eine Tracht Prügel sind immer angebracht.“ Kinder müssen wie wilde Pferde gebändigt werden (Sir 30,8).

Solange es Kind ist, laß ihm nicht seinen Willen! Solange es klein ist, gib ihm tüchtig was hinten drauf, sonst wird es widerspenstig und gehorcht dir nicht mehr. (Sir 30,11f)

Da kann natürlich auch Paulus nicht zurückstehen:

Ihr Kinder, gehorcht euren Eltern und bezeugt dadurch eure Unterordnung unter den Herrn. So ist es recht und billig. „Ehre Vater und Mutter“ ist das erste Gebot, dem eine Zusage folgt: „Dann wird es dir gutgehen, und du wirst lange leben auf der Erde.“ Ihr Eltern, behandelt eure Kinder nicht so, daß sie widerspenstig werden! Erzieht sie mit Wort und Tat nach den Maßstäben, die der Herr gesetzt hat.

Und gleich im Anschluß daran heißt es: „Ihr Sklaven, gehorcht euren irdischen Herren! Ehrt und fürchtet sie. Dient ihnen so aufrichtig, als dientet ihr Christus.“ (Eph 6,1-5)

Allein schon diese wenigen Stellen reichen, um die Bibel zu einem verhängnisvollen Buch zu machen. Nach diesen Maximen wurde zwei Jahrtausende ein Großteil der Menschheit malträtiert. Auch behandelten so die Kolonialisten die „kindischen“ Ureinwohner.
Elizabeth Gershoff (University of Texas at Austin) und Andrew Grogan-Kaylor (University of Michigan School of Social Work) haben in einer Analyse von Forschungsstudien der letzten 50 Jahre gezeigt, daß auch leichte körperliche Züchtigungen („einen auf den Hintern geben“) kontraproduktiv sind: Kinder, die ab und an einen Klaps kriegen, werden unartiger, entwickeln „psychische“ (emotionale) Probleme und werden antisozial. Die alten autoritären Erziehungsmethoden haben lang- und teilweise sogar kurzfristig die diametral entgegengesetzten Effekte zu dem, was uns „Gott“ in der Bibel verspricht! Ich möchte dazu einfügen: Man schaue sich doch nur die schrecklichen Gören unserer extrem autoritären türkischen „Mitbürger“ an!

Es geht hier nicht um wüsten Kindesmißbrauch, sondern die ganz gewöhnliche Erziehung, wie sie in der autoritären Gesellschaft Usus war und ist. Weltweit schlagen 80 Prozent der Eltern ihre Kinder. So eine Untersuchung der UNICEF von 2014. In den antiautoritären USA sind es noch immer etwa 50 Prozent.

Daß ein bloßes Versohlen derartig negative Folgen hat, paßt zu den Ergebnissen der bisherigen Forschung, die Prügel mit einem niedrigeren IQ, höherer Aggressivität, sowie Depression, Angst und Paranoia in Verbindung gebracht hat. Die Forschung zeigt, daß Kinder weniger Verhaltensprobleme zeigen, wenn man die Eltern dazu bringt sie weniger zu schlagen.

Anti-Summerhill

21. März 2016

Anlaß dieses Blogeintrags ist meine zufällige Entdeckung eines Interviews zum Thema auf brightsblog Das ist unendlich besser, als alles, was ich verzapfen könnte. Bitte auch den unten verlinkten Vortrag anschauen! Anyway:

Als 1934 die Gefahr bestand, daß seine Waldorfschule geschlossen wurde, schrieb der anthroposophische Lehrer René Maikowski, ein ehemaliger Mitarbeiter Steiners, einen Brief an Hitler und pries die wahrhaft deutsche Willens- und Charaktererziehung an Waldorfschulen. Steiner sei immer für den gleichen Geist wie die Nazis eingetreten. Maikowski führt die „Opferfreudigkeit“ seines Bruders, des „Blutordensträgers“ Hans Maikowski, eines SA-Führers, der bei der Machtübernahme von Kommunisten erschossen worden war, auf dessen Waldorferziehung zurück. 1935 schrieb Maikowski an Rudolf Heß im Namen des „Bundes der Waldorfschulen“ über die Haltung der Waldorferziehung zum Judentum: da Waldorfschulen jeden einseitigen Intellektualismus ablehnten und wegen ihrer christlichen Grundhaltung gäbe es sowieso nur sehr wenige jüdische Schüler und die meisten würden ohnehin die Waldorfschulen nach kurzer Zeit wieder verlassen.

Obwohl sie die ideologische Exklusivität der Nazis gefährdete, wurde die autoritäre, anti-intellektuelle und anti-materialistische (und deshalb anti-Marxistische) Ausrichtung der Waldorferziehung anerkannt. Viele ihrer Elemente wurden 1936 Teil der damals eingerichteten offiziellen Adolf-Hitler-Schulen und Napola-Schulen. Tatsächlich ähnelten die Erziehungskonzepte der Nazi-Pädagogin Magdalene von Tiling ziemlich denen Steiners. Der Nazi-Pädagoge Alfred Baeumler fand für die Waldorferziehung lobende Worte. (Dieses Mitglied der SS und Nazi-Interpret Nietzsches pries Steiners Buch Nietzsche, ein Kämpfer gegen seine Zeit als das beste Buch über Nietzsche, das er jemals gelesen habe.)

Die ungebrochene Tradition wird in folgenden Büchern dargelegt, deren wesentlichen Inhalt ich im Anschluß kurz referieren werde. Ob sich seit dieser Zeit Entscheidendes geändert hat, vermag ich nicht zu sagen.

  • Beckmannshagen, F.: Rudolf Steiner und die Waldorfschulen, Wuppertal 1984
  • Kayser, M./Wagemann, P.A.: Wie frei ist die Waldorfschule?, Berlin 1991
  • Prange, K.: Erziehung zur Anthroposophie, Bad Heilbrunn 1985
  • Rudolph, Ch.: Waldorf-Erziehung, Darmstadt 1987
  • Ulrich, H.: Waldorfpädagogik und okkulte Weltanschauung, Weinheim 1986

Die Autoren führen aus, man könne zwar als positiv konstatieren, daß es in der Waldorfschule keinen Leistungsstreß durch eine rigide Benotung gäbe, dafür gäbe es aber statt dieser einigermaßen objektiven und nachvollziehbaren Noten, persönliche, moralisierende Anmerkungen, die als Zeugnisse dienen. Da werde dann nicht eine Teilfunktion bewertet, sondern gleich die ganze Persönlichkeit. Die Kinder, die nicht ins anthroposophische Entwicklungsschema paßten, z.B. sexuell aktiv seien oder ein gestörtes Verhältnis zu Führerfiguren hätten, würden moralisch runtergemacht. Als Schüler weiß ich, daß mit einer 5 oder 6 nicht ich selbst gemeint bin, sondern einfach nur ein Teilaspekt meines Tuns, während in der Waldorfpädagogik genau mein intimer Wesenskern bewertet und angegangen werde. Das sei totalitär.

Waldorflehrer lebten in einem geschlossenen ideologischen System, in das sie ihre Schüler preßten. Es gäbe die rigiden Schemata der vier „Äther-Körper“, Zyklen von sieben Jahren und die traditionellen Aristotelischen vier Temperamente. Steiner stahl die mehr spezifischen Elemente des letzteren Konzepts, das entscheidende Zentrum der Waldorferziehung, aus den, Ende des 19. Jahrhunderts, populären Erziehungsbüchern von Bernhard Hellwig, zusammen mit all ihren herabsetzenden volkstümlichen Vorstellungen von z.B. dem „phlegmatischen“ Temperament. Auch gäbe es das vom Waldorflehrer zu unterstützende „karmische Gesetz“, das jede Möglichkeit einer persönlichen Entwicklung hintertreibe. Aufgrund von Steiners Version des karmischen Gesetzes erhält jedes körperliche Merkmal moralische Bedeutung, da der Geist diesen besonderen Körper aufgrund der vorherigen karmischen Tätigkeiten zugeteilt bekam – eine Art von Mikro-Rassismus. Eine kleine Schülerin erzählte ihrer Waldorflehrerin, daß ihr Vater sie sexuell mißbrauche, die Lehrerin antwortete: „Du hast dir deine Eltern selber ausgesucht“ – was bedeutet, du bist verantwortlich, aufgrund des karmischen Gesetzes, so trage dein Kreuz.

Waldorflehrer seien Opfer der persönlichen Neurose Steiners, wie sie sich in der Anthroposophie Struktur widerfindet. Sie unterdrücken ihre Gefühle, da Steiner von seinen eigenen Gefühlen entfremdet war. Waldorflehrer, insbesondere die Frauen, sähen stets sehr unattraktiv aus, ohne Make-up, grau, ausgemergelt, „vergeistigt“. In ihrem Ausdruck und Verhalten wirkten die männlichen Lehrer wie Klone von Steiner: asketisch, moralistisch, ohne Humor, trocken, mumifiziert, tot unterhalb des Kopfes. Das Alltagsleben unter Waldorflehrern sei im allgemeinen erfüllt von Intrigen und Gehässigkeiten. Als Priester der Anthroposophie ist der Waldorflehrer eine absolute Autorität mit einem nicht reproduzierbaren absoluten okkulten Hintergrund – das perfekte moralische allwissende Über-Ich. Der Schüler solle dieser Imitation Steiners folgen und selber zu einem kleinen Steiner bzw. zu einer kleinen Marie von Sivers werden. (Ewald Althans, der schwule Neonazi aus dem Film Beruf Neonazi, ist Produkt eines Waldorfkindergartens.)

Waldorflehrer setzten ihre unterdrückte Sinnlichkeit in asexuelle „Übersinnlichkeit“ um. Je mehr die Sexualität unterdrückt werde, desto mehr seien sie an der Kindererziehung interessiert als Ventil für ihre fehlgeleitete, sadistisch gewordene Sexualität. Sie werde von Zeit zu Zeit in wilden hysterischen Ausbrüchen körperlicher Bestrafung ausgelebt und sogar in buchstäblichen Exorzismen von „bösen Geistern“! In seinem Tagebuch notierte sich Franz Kafka als besonderes Merkmal der Anthroposophen ihre starren, stechend moralistischen Augen. Waldorflehrer schauten stets tief in deine Augen, um ein schlechtes Gewissen hervorzurufen. Dieses typische hypnotische Starren ist eine unbewußte sexuelle Annäherung. Ganz allgemein arbeiteten sie nicht erzieherisch, sondern mit Moralurteilen, d.h. maskiertem Sadismus, der eine perverse sexuelle Äußerung ist. Alles werde aus moralistischer Sicht betrachtet. Sogar die künstlerischen Äußerungen des Kindes werden in Moral erstickt: keine Farbkontraste und keine scharfen Kanten sind erlaubt und allem wird eine ethische Bedeutung zugeordnet.

So kämpfe die Waldorfschule gegen alles, was unterhalb des Kopfes liegt. Der Blickwinkel von Waldorf sei patriarchalisch, moralistisch, antisexuell und konservativ. Die Märchenwelt des 19. Jahrhunderts werde den Kindern nahegebracht, mit all der Schuld und Angst. Ein kleines Mädchen, das keine Märchen mochte, wurde von Steiner als „Naturdämon“ bezeichnet, dem jedes Menschentum abgehe. Seit den 90er Jahren des 19. Jahrhunderts wären menschliche Gestalten geboren worden, die überhaupt keine Inkarnationen von Menschen sind, „sondern wo die Menschenform ausgefüllt wird von einer Art Naturdämon.“

Der Hauptfeind der Waldorferziehung sei das masturbatorische Interesse des Kindes für den eigenen Körper. Es gelte als Hindernis für die gesunde Entwicklung des Kindes. Steiner zufolge, sind kleine Kinder nicht egoistisch, nicht aggressiv, nicht neugierig, nicht erotisch, nicht sexuell – wenn sie es sind, stehen ahrimanische Kräfte dahinter. Vor dem Alter von 20 oder 21 Jahren werde die Sexualität als etwas Pathologisches und Perverses betrachtet, so daß Kinder aus Waldorfschulen geworfen würden, wenn ihre Sexualität zu offensichtlich werde. Jugendliche sollten durch das Spirituelle von der Pubertät abgelenkt werden. Kinder würden geschlagen. Es gäbe einen Fall, wo eine Erzieherin im Waldorfkindergarten einen kleinen Jungen eine heftige Ohrfeige verpaßt habe, als er sich einem kleinen Mädchen nackt zeigte. Der Mund eines kleinen Jungen wäre mit Seife ausgewaschen worden, nachdem er schmutzige Wörter benutzt hatte.

In Waldorfsonderschulen würden unruhige Kinder an ihre Sitze festgebunden. Andere Methoden der anthroposophischen Erziehung seien das hundertfache Niederschreiben des gleichen Satzes, in der Ecke stehen oder Schläge – wie in der guten alten preußischen Schule. Noch raffinierter sei die Methode des Liebesentzugs. Tatsächlich sei er die hauptsächliche Erziehungstechnik des geliebten Waldorflehrers. Die Lehrer arbeiteten natürlich auch mit vernichtenden Moralpauken – und okkulten Flüchen!

Waldorflehrer machten regelmäßig Hausbesuche und zwängen die ganze Familie in einen anthroposophischen Lebensstil hinein. Das reiche vom Verzicht auf Coca Cola bis zu dem auf Kartoffel, weil diese indianische Nahrung unserem germanischen Wesen widerspräche. Und in der Schule würden die Kinder über das Familienleben ausgefragt. Es sei wie in einem totalitären Staat. Waldorf als „Freie Schule“ zu bezeichnen, sei dasselbe, als würde man katholische Privatschulen so nennen.

Die Anthroposophie sei ein vom Staat unterstützter destruktiver Kult und viele Entscheidungsträger im Staatsapparat und in der Politik seien selbst Anthroposophen, insbesondere in den Erziehungsministerien. Nur dies erkläre, wie die Waldorfschulen gedeihen und so viel staatliche Unterstützung erhalten konnten und so wenig Kontrolle ausgesetzt wären. Selbst Helmut Kohl schickte seine Kinder in Waldorfschulen. Waldorfschulen seien ein Weg um neue Anthroposophen zu rekrutieren. Selbst wenn nur die Hälfte oder ein Drittel der Schülerschaft sich zu gläubigen Anthroposophen entwickelt, macht dies angesichts der derzeitig 221 Waldorfschulen in Deutschland eine beträchtliche Masse aus.

Waldorfschüler lernten Zeugs wie: der Mensch stamme nicht von den Affen ab, vielmehr seien die Affen eine Degenerationsform des Menschen. Und selbst wenn, wie es der offiziellen Waldorfdoktrin entspricht, inhaltlich nichts indoktriniert wird, komme es doch durch die Bewertung der Gesamtpersönlichkeit des Schülers, durch die Schulstruktur selbst und durch die Entfremdung von der Realität zugunsten der „geistigen Welt“ zur kultischen Prägung.

1986 gründeten Opfer der Waldorferziehung die Selbsthilfeorganisation „Distel-Bund“ in Herne.

 

Die entgleiste Vagina

3. Februar 2016

Mit der Bakterienflora unserer Haut habe ich mich bereits in Apoptose beschäftigt. Speziell mit der Vaginalflora in The Journal of Orgonomy (Vol. 48, No. 1, Spring/Summer 2014): beim Durchgang durch den Geburtskanal wird die Bakterienflora des Säuglings von der Bakterienflora der Mutter geprägt.

Neuste Forschungen weisen darauf hin, daß die zunehmende Häufigkeit von Allergien und Autoimmunerkrankungen mit den steigenden Zahlen an Kaiserschnitt-Geburten zusammenhängen könnte, scheint doch der frühe Kontakt mit bestimmten Bakterienarten wichtig für die Entwicklung des Immunsystems zu sein.

Maria Dominguez-Bello (New York University) et al. versuchen das Problem zu lösen, indem sie eine Stunde vor dem Kaiserschnitt ein Schwämmchen in die Vagina einführen, um dann das Neugeborene damit einzureiben.

Im Gegensatz zu Kaiserschnitt-Babys ohne Behandlung wiesen die Test-Kinder Bakterien-Profile auf, die denen von natürlich geborenen Babys ähnelten. Konkret besiedelten sie verstärkt Bakterien, die zur Gruppe Lactobacillus und Bacteroides gehören. Frühere Studien haben bereits nahegelegt, daß gerade diese Mikroben für die günstige Entwicklung des kindlichen Immunsystems wichtig sind. „Unsere Studie ist die erste, die eine Möglichkeit zur teilweisen Versorgung von Kaiserschnitt-Babys mit einem natürlichen Mikrobiom demonstriert“, resümiert Dominguez-Bello.

Andere Forscher konnten zeigen, daß die Vaginalflora sogar Einfluß auf das Embryo hat.

Infektionen sind häufig Ursache für Frühgeburten. Bei Fehlgeburten vor dem vierten Monat sind auf 50 Prozent der Mutterkuchen Bakterien nachweisbar, bei Kaiserschnitt auf 41 Prozent.

Raina Fichorova (Harvard Medical School) und Kollegen nahmen bei Neugeborenen, die durch Kaiserschnitt frühzeitig auf die Welt kamen, Blut ab und untersuchten dieses auf 25 Eiweiße, die typisch für Entzündungsreaktionen sind. Gleichzeitig untersuchten sie den Bakterienbefall der Plazenta.

So konnten sie zeigen, daß unterschiedliche Mikrobenkolonien mit unterschiedlich starken Entzündungsreaktionen einhergingen. War der Mutterkuchen beispielsweise mit Bakterien besiedelt, wie sie auch bei einer sogenannten bakteriellen Vaginose – einer Scheidenentzündung – zu finden sind, waren auch die Entzündungswerte des Kindes sehr hoch. Umgekehrt schienen Milchsäurebakterien, die bei gesunden Frauen den Großteil der Scheidenflora ausmachen, die Kleinen vor Entzündungsreaktionen zu schützen.

Eine gezielte Veränderung der Bakterienflora in der mütterlichen Scheide zu Beginn einer Schwangerschaft könnte daher das Risiko für Frühgeburten verringern.

In Der Krebs hat Reich ausgeführt, daß sich die orgonotische Ladungsfähigkeit des Uterus auf das Embryo überträgt. Die sexuelle Gesundheit der Mutter, d.h. die Orgonität des gesamten Genitaltracks, sei entscheidend für die Gesundheit des Kindes. Die Forschungen an Harvard verweisen auf die Rolle des bionösen Zerfalls.

Hier ein interessanter Bericht über die bakterielle Vaginose, die mit einem störenden (anorgonotischen) Scheidengeruch einhergeht. „Der Grund, warum das Milieu in der Scheide entgleisen kann, ist unbekannt.“

Ein Bild von zerfallendem Uterusgewebe aus Reichs Der Krebs:

Die Emotionelle Pest auf der Entbindungsstation

28. Dezember 2015

Die Destruktivität des gepanzerten gegen das ungepanzerte Leben läßt sich in der Beziehung der Mehrzahl der Erziehungspersonen gegen neugeborene Kinder beobachten. (…) In unseren hochgeehrten Geburtshospitälern werden die Säuglinge nach einem ehernen Gesetz in den ersten 24 bis 48 Stunden nicht an die Mutterbrust gelegt. Es bedarf der Drohung, um eine Krankenschwester oder einen Arzt zu bewegen, diese eiserne Regel zu brechen. Die Säuglinge leiden und wimmern. Die „Kultur“ hat kein Ohr dafür. Man frage nach einer Begründung dieser Maßnahme. Es gibt keine vernünftige Antwort oder nur eine jener steifen Antworten, wie sie uns aus dem Munde einer Maske hervorkommen. Die Neugeborenen dürfen die Mutter nur wenige Minuten am Tage spüren. Man denke: Welch ein Vergehen gegen die Regeln der „Hygiene“! (…) Diese Massaker der Neugeborenen, deutlich hörbar im ohrenzerreißenden und herzerschütternden Schreien in allen Säuglingszimmern aller Geburtsanstalten der Welt – diese Massaker, sage ich, haben nichts mit hygienischen Rücksichten zu tun. Es ist die erste, unbewußte, aber energetische Maßnahme gepanzerter Organismen im Gewande von Ärzten, Direktoren und Eltern gegen das lebendige Leben, das ihnen unverdorben und unverzerrt entgegentritt. Man überlege eine lange Weile die Tatsache: Tausende Ärzte und Krankenschwestern hören das Brüllen der Säuglinge und begreifen nicht. Sie sind taub und stumm dagegen. (…) Der gepanzerte Arzt vernimmt das Schreien der Säuglinge nicht, oder er hält es für gottgegeben, weil er selbst das Schreien in sich erstickt hat, und weil sein Organismus nicht mehr wahrzunehmen vermag, was ein anderer Organismus ihm zuruft. (Äther, Gott und Teufel, S. 70f)

Das hat Reich 1947 geschrieben. 64 Jahre später schlägt eine Studie von Barak Morgan, University of Cape Town, South Africa, et al vor, die Trennung der Babys von ihren Müttern auf Geburtsstationen auf ein Mindestmaß zu minimieren.

John Krystal, Herausgeber von Biological Psychiatry, die Zeitschrift, in der diese Studie veröffentlicht wurde, und Psychiater an der Yale University School of Medicine sagt dazu:

Wir wußten, daß dies mit Streß behaftet war, aber diese Studie weist darauf hin, daß es ein bedeutender physiologischer Stressor für den Säugling ist.

Mit anderen Worten: die Babys haben geschrien und gewimmert, aber erst jetzt fängt man an das ernstzunehmen, weil irgendwelche objektiven physiologischen Parameter beunruhigende Werte anzeigen!

Es wurden zwei Tage alte schlafende Babys jeweils über eine Stunde hinweg während des Hautkontakts mit der Mutter und allein in einer Wiege, die neben dem Bett der Mutter stand, untersucht. Bei den letzteren Säuglingen war der Anteil ruhigen Schlafs zu 86 Prozent niedriger, während die Aktivität des autonomen Nervensystems um 176 Prozent höher lag. Reich hat das als „Sympathikotonie“ bezeichnet.

Zu Recht weisen die Forscher auf den „seltsamen Widerspruch“ hin, daß bei Tierversuchen, die Säuglinge von ihren Müttern getrennt werden, um künstlich Streß zu erzeugen und die zerstörerischen Wirkungen dieses Stresses auf die Hirnentwicklung zu studieren. Auf der anderen Seite wird menschlichen Kindern genau dies routinemäßig angetan… Warum dieser schier unglaubliche Wahnsinn? Reich hat die Frage beantwortet.

Erst in Extremsituationen stoßen Wissenschaftler und Mediziner auf das Lebendige! Grace Chan (Harvard T.H. Chan School of Public Health) et al. haben in einer Metaanalyse von 124 vorangegangenen Studien verifizieren können, daß Kinder, die mit einem zu geringen Geburtsgewicht zur Welt kommen, eine höhere Überlebenschance haben, wenn sie ständigen Hautkontakt mit der Mutter haben und von ihr gestillt werden. Die „Känguru-Methode“.

Der absurde Zustand der heutigen Medizin zeigt sich an beiden folgenden Abschnitten eines entsprechenden Berichts. Da ist zunächst die vollkommen rationale Seite:

Um die gesundheitlichen Vorteile der Känguru-Methode für Babys zu maximieren, empfiehlt die Weltgesundheitsorganisation derzeit kontinuierlichen Haut-zu-Haut-Kontakt für so viel Zeit am Tag wie möglich, sagte Chan. Einige Daten legen nahe, daß mehr als 22 Stunden am Tag von Vorteil sind, aber „das ist wirklich schwer zu schaffen“, sagte sie Life Science. Zwischen 8 und 12 Stunden wären wahrscheinlich hilfreich, fügte Chan hinzu.

Und dann bricht im darauffolgenden Absatz der ganze pestilente Wahnsinn der mechanistischen Weltanschauung, die nicht mal eine ferne Ahnung von den emotionalen, energetischen Zusammenhängen hat, hervor:

Es ist nicht ganz klar, warum die Känguru-Methode für die Gesundheit und das Überleben von Babys von Vorteil sein kann, sagen die Forscher. Eine Erklärung könnte sein, daß, da die Haut als Schutzbarriere gegen Infektionen wirkt und die Haut vieler Frühgeborener noch nicht vollständig entwickelt ist, „die enge Nähe des Babys zur Mutter das Baby vor dem Kontakt mit Organismen, die zu Infektionen führen, schützen kann“, sagte Chan.

Darüber hinaus könne der enge Kontakt der Mutter mit dem Baby ihr ermöglichen, die Anzeichen einer Infektion oder einer anderen Krankheit frühzeitig zu erkennen und so einen Arzt früher aufzusuchen, sagte Chan.

Man vergleiche das mit Reichs Ausführungen über die Bedeutung des orgonotischen Kontakts zwischen Mutter und Baby in Der Krebs!

Die drei Lügen der Orgonomie (Teil 1): Die Bukumatula-Lüge

27. August 2015

Die drei Lügen der Orgonomie lassen sich an drei Kernaussagen der Reichschen Sexualökonomie, wie Reich sie Anfang der 1930er Jahre entwickelte, festmachen: 1. daß Kinder und Jugendliche mit Gleichaltrigen ein Sexualleben haben wollen wie die Erwachsenen; 2. daß Kultur und Bildung nebensächlich sind und 3. der Staat für Bedingungen sorgen muß, in denen die Menschen ihren natürlichen Bedürfnissen gemäß leben können.

Eine von Reichs Fehleinschätzungen betrifft die jugendliche Sexualität. Sie geht auf Bronislaw Malinowski zurück, der für die Trobriander den Beginn des Geschlechtsverkehrs viel zu früh angesetzt hatte. „Reichianische“ Kinderfreunde a la Cohn-Bendit hat das stets fasziniert. (Hier ein Artikel über diese gottverfluchten Drecksäue.)

Dem Mediziner und Humanethologen Wulf Schiefenhövel zufolge, der wie Malinowski jahrelang zwischen den Trobriandern gelebt hat, ist Malinowski

einer typisch europäischen Fehleinschätzung erlegen. Die Mädchen, die er für elf oder zwölf hielt, waren in Wirklichkeit 16 oder 18 Jahre alt. Brustentwicklung und Menstruation beginnen bei den Trobrianderinnen heute ab 15 Jahren. Falsch ist ebenso die Aussage, sie hätten zügellosen Südsee-Sex gelebt. Wir wissen, daß Mädchen unter 16 und Jungen unter 18 Jahren nur sehr selten miteinander schlafen. (Geo, November 1993, S. 49)

Eine Studie des britischen Psychologen Jay Belsky von der Birkbeck University in London hat gezeigt, daß der immer frühere Beginn der Pubertät (10 Prozent der amerikanischen Mädchen entwickeln mittlerweile schon mit 7 Jahren Brüste!) mit der frühkindlichen Entwicklung zusammenhängt.

Belsky und Kollegen werteten die Daten von 373 Frauen aus einer großen Studie über die frühkindliche Entwicklung aus. Man hatte die Entwicklung von Mädchen zwischen ihrer Geburt und ihrem 15. Lebensjahr verfolgt.

Mit 15 Monaten wurde die Mutter-Kind-Bindung untersucht, indem man die beiden in einem psychologischen Labor voneinander trennte und nach einiger Zeit wieder zusammenführte. Babys, die bei der Rückkehr der Mutter lächelten, Laute von sich gaben oder auf andere Weise ihrer Freude kundtaten, hatten offensichtlich eine gute Mutterbindung. Anders war das bei den Mädchen, die ihrer zurückkehrenden Mutter auswichen oder die von der Mutter nicht wieder beruhigt werden konnten.

Ab 9 ½ Jahren wurde jährlich die körperliche Entwicklung der Mädchen untersucht. Es stellte sich heraus, daß jene Kinder, bei denen im Säuglingsalter eine schlechtere Mutter-Kind-Bindung vorlag, ungefähr 2 bis 4 Monate früher in die Pubertät eintraten. Die Pubertät wurde auch schneller durchlaufen und die Menstruation setzte früher ein als bei jenen Kindern, die aus einer guten Mutter-Kind-Bindung hervorgegangen waren. (Natürlich sind auch andere Faktoren zu berücksichtigen, insbesondere Umweltgifte und Ernährung.)

Früher Sex ist nicht etwa Zeichen dafür, daß paradiesische, sozusagen „Trobriandische“, Zustände anbrechen, sondern ganz im Gegenteil dafür, daß die Gesellschaft immer pathologischer („Saharasischer“) wird.

Ich kann mich an eine Sendung von vor einigen Jahren über Alexander Neills berühmte Summerhill-Schule erinnern. Der übliche Journaille-Müll. Kinder werden gezeigt, wie sie aufeinander schießen: „Ein Kinderparadies mit Plastikpistolen!“ Eine 12jährige erklärt bei einer Versammlung, was Oral-Sex ist. Unter anderem wurde ein deutschsprechender Lehrer interviewt und dieser Mensch muß ausgerechnet ein Osho-Anhänger sein. Interessant war seine Aussage, daß freie Kinder erst ab 17 oder 18 Interesse am Geschlechtsverkehr bekommen. Unfreie Kinder hätten schon mit 12 oder 13 Sex aus Prostest.

Neill hielt übrigens rein gar nichts von den 68er Kinderfickern, die sich so gerne auf ihn beriefen.