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Willi gegen den Rest der Welt (Teil 3)

3. Oktober 2017

Jerome Greenfield merkte ganz richtig über Reich an, „in vielen seiner frühen Bücher (…) scheint er zu erforschen und versuchen zu erklären, was ihn so sehr vom ‚Homo normalis‘ unterscheidet. Unter diesem Gesichtspunkt kann man seine späten Schriften z.T. als Versuch betrachten, die praktischen Konsequenzen dieses Unterschiedes zu erklären, den Grund, warum er so viel Verfolgung und irrationale Kritik erfahren mußte und wie ihn dieser Unterschied zu seinen Entdeckungen in so verschiedenen Gebieten wie Biologie, Biophysik, Physik und Meteorologie führte“ (Greenfield: „Über Probleme als ‚Reichianer’“, Wilhelm Reich Blätter 5/76, S. 96-101). So kann man Reichs gesamtes Werk durchaus unmittelbar mit seinen sexuellen Empfindungen verbinden, die ihn anders machten als die anderen. Wie seine erst zwei Jahrzehnte nach Greenfields Analyse veröffentlichten nachgelassenen Schriften zeigen, betrachtete Reich selbst schließlich seine gesamte Arbeit als Ausfluß seiner speziellen sexuellen Erfahrung.

Siehe auch „Reichs innere Stürme“ in Walter Hoppe: Wilhelm Reich und andere große Männer der Wissenschaft im Kampf gegen den Irrationalismus, Kurt Nane Jürgenson, München 1984, S. 505-511.

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