Die Lüge Demokratie

Demokratie ist nicht etwa eine Lüge, weil sie, je nachdem, die Herrschaft des tumben Pöbels ist oder, wie in den antiken „Demokratien“, die Herrschaft einer kleinen Kaste von Sklavenhaltern, sie ist eine Lüge, weil sie die Zeitachse außen vor läßt. Wir sind die Treuhänder dessen, was unsere Vorfahren teilweise unter unvorstellbaren Qualen erkämpft und erwirtschaftet haben. Ohne die Tradition, etwa in Gestalt von Erfindungen oder beispielsweise der Sprache, wären wir buchstäblich ein Nichts. Wir sind ebenso die Treuhänder dieses Erbes für die Generationen, die nach uns kommen. Ohne Vergangenheit und Zukunft macht unser Leben keinerlei Sinn. In der Demokratie, die nur den kurzfristigen Egoismus kennt, wird dies negiert. Demokratie ist demnach der ultimative Nihilismus. In der Monarchie, die sich einzig durch die Zeitachse definiert, ist das, jedenfalls vom Prinzip her, anders.

Auch sind Monarchien, genau wie die Arbeitsdemokratie, inhärent transnational. Welches Unheil nach dem Ersten Weltkrieg Präsident Wilson, ein pestilenter Charakter, mit seinem Wahn von „nationaler Unabhängigkeit“ und „Demokratie“ gebracht hat, braucht hier nicht erörtert werden.

Letztendlich geht es um die Kinder der Zukunft. Wird etwa gefragt, was uns denn das Geschehen in der Türkei, im Iran oder in Südafrika angehe, nämlich nichts, wenn das der dortige demokratische Wille der Menschen ist, kann ich nur antworten: ganz im Gegenteil – das einzige, was uns angeht, ist das Wohlergehen der Kinder der Zukunft.

Entspricht das nicht der Freiheitskrämerei der Kommunisten und Neo-Konservativen (Krypto-Trotzkisten)? Nein, denn wir haben mit dem Blick auf die Rolle der Tradition ein Bewußtsein für die charakterstrukturellen Begrenzungen dieses Konzepts.

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12 Antworten to “Die Lüge Demokratie”

  1. Tzindaro Says:

    Well, under that theory, Peter Reich should be recognized as the rightful leader of orgonomy since he is Reich’s son.

    https://www.theguardian.com/uk-news/2016/apr/20/republicans-to-call-for-monarchy-referendum-when-queen-dies

    https://www.republic.org.uk/

  2. Peter Nasselstein Says:

    Der Holocaust war den antisemitischen Massen nicht vermittelbar, weshalb die Alliierten ihn geschehen ließen, verschwiegen und NICHTS unternahmen, um ihn zu stoppen oder zumindest zu behindern:

    http://www.timesofisrael.com/allies-knew-of-holocaust-in-1942-years-before-previously-assumed-documents-show/

    • Renate Says:

      Wie soll man das verstehen: „war den antisemitischen Massen nicht vermittelbar“

      Wie ist das gemeint?

    • Robert (Berlin) Says:

      Das ist doch schon lange uralter Kaffee. Enigma war entschlüsselt, Office und Generäle wurden in Gefangenschaft abgehört, General Karski berichtete, ein SS-Offizier war beim Vatikan und tausend weitere Beispiele.
      Ein paar Flugblätter hätten ausgereicht, den Holocaust zu beenden!

    • Peter Nasselstein Says:

      Der Antisemitismus ist die Emotionelle Pest schlechthin. Der Westen plante in den 1930er Jahren genau das gleiche wie die Nazis. (Die Vernichtungslager und das Vergasen war nur im Krieg möglich.)

      https://de.wikipedia.org/wiki/Madagaskarplan#Polnische_Kommission_1937

      • Tzindaro Says:

        Nazi antisemitism was largely due to centuries of anti-Jewish teachings by the Catholic Church, which set the stage for the Nazis, most of whom had a religious, Catholic upbringing, though the Protestant record was hardly any better, as the lunatic anti-Jewish ravings of Martin Luthor demonstrate.

        The Nazis got their start in Bavaria, which happens to be the Catholic stronghold, and during the war, the Vatican did not raise any objections to what the Pope and the Curia must have known was going on. After the war, the Church helped hundreds of Nazi war criminals to escape, hiding some for years in monasteries, giving them Vatican passpoerts and asking Catholic countries in South America to take them in.

        Germany as a nation has been willing to accept responsibility for the events of the 1940s, but the Church never has admitted any responsibility or expressed regret for centuries of encouraging discrimination. If not for the Christian preaching against the Jews, the holocaust would not have happened.

  3. Roman Schreiber Says:

    Interessante Sichtweise auf die langfristigen Entwicklungen in Europa. Besonders in Deutschland stehen einem verantwortlichen, am Wohl der zukünftigen Generationen orientierten Vorgehen die geballte Meinungsmacht der Altparteien, MSM und NGOs wie Kirchen und Sozialverbände entgegen. Wer den langfristigen Standpunkt in der Migrationsfrage vertritt, wird wahlweise als Menschenfeind, Ausländerfeind, Islamfeind, Rassist usw. beschimpft. Wer dazu keine Lust hat und sich deshalb der Mehrheitsmeinung anpasst, hilft mit, die Verdrängungsstrategie der gescheiterten Multikulturalisten aufrecht zu halten. Die Zeche, die wir alle zahlen, wird verneint, verschwiegen, relativiert, umgedeutet, um die eigene Lebenslüge aufrecht zu halten.
    Wenn man sich dann mal weit genug in die Sackgasse reinmanövriert hat, ist es vielleicht sogar effektiver, die Energie für Verdrängung der Wahrheit aufzuwenden, als die ganze schmerzhafte Wegstrecke zurück anzutreten.
    Das Versagen der Eliten beim Thema Migration ist so offensichtlich, wie ihr geschlossener Rücktritt unwahrscheinlich ist. Die Vollblutdemokraten haben eine Entkopplung vom Volkswillen erreicht, indem sie uns als Pack, Populisten, Hasser und Hetzer hinstellen, denen man nicht nachgeben darf.
    Interessant ist, dass gerade in direkteren Demokratien wie der Schweiz die Menschen keine kurzfristen, selbstschädigenden Voksentscheidungen herbeiführen.
    Mephistos Rat: lass die Leute nicht rational zu den Alltagsthemen entscheiden, sondern brate ihnen eins über. Dann kannst du ihre Reaktionen als Hass und Hetze delegitimieren und deine selbstherrlichen Entscheidungen als einzig wahre Demokratie ausgeben.

    • Peter Nasselstein Says:

      Die Erläuterung gefällt mir. Guter Punkt! Danke.

      • Roman Schreiber Says:

        Freut mich! Ihre Vorlage hat mich angesprochen, die Tatsache, dass wir Treuhänder sind und verantwortlich, unsere Kultur heil weiter zu geben.
        Dem steht die Sklavenmentalität vieler Menschen entgegen, die sich anpassen, um nicht diskreditiert zu werden. Einerseits ein uraltes evolutionäres Erbe aus Zeiten, wo der Auschluss aus der Gruppe lebensgefährlich war.
        Andererseits werden immer mehr Repressalien bekannt, die deutlich über harte Meinungsverschiedenheiten hinaus gehen. Verdi Bremen hatte eine Broschüre online, wie man „rechte“ Kollegen denunziert und kleinkriegt. Lehrer wurden wegen „rechter“ Gesinnung aus Schulen entlassen oder versetzt (Niedersachsen, Berlin). Autos von AfD-Politikern wurden mehrfach angezündet, neulich auch vom Politologen Werner Patzelt. Die Gewalt bei rechtmäßigen Demonstrationen zeigt schon lange das wahre Gesicht der Antifa.
        Von daher schielen manche ängstlich nach den strafenden Instanzen, während sich andere mit ihm gemein machen. Sachliche Auseinandersetzungen um Entscheidungen, die unsere Kultur bewahren helfen, wird es so nicht geben.

    • O. Says:

      Der letzte Tag an dem der Islam zu Deutschland gehören sollte, ist vergangen: https://www.youtube.com/watch?v=_tlT9Zvkcuk

  4. Claus Says:

    Zugegeben: Die Sache mit dem ‚tumben Pöbel‘ ist das vorherrschende Argument. Aber immerhin, man traut sich, Demokratie zu hinterfragen: http://jasonfbrennan.com/videos/brennan

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