Der naive Wilhelm Reich

Der genitale Charakter (etwa Reich oder William Blake) und der liberale Charakter (etwa Rousseau) haben eines gemeinsam: beide glauben, daß der Mensch im Wesentlichen gut ist. Der genitale Charakter übersieht die sekundäre Schicht und sieht nur den Kern (Reichs berühmte „Naivität“). Der kontaktlose Liberale sieht nur die Fassade (die liberale „Naivität“). Konservative wie Edmund Burke oder Montesquieu betrachten den Menschen im Wesentlichen als böse. Deshalb treten sie für die traditionellen restriktiven Institutionen (Religion, Monarchie, Klassenstruktur) ein und plädieren für Gewaltenteilung (wie sie in der Verfassung der USA klassisch verwirklicht ist); eine Art „Panzerung“ (check and balances), die die sekundären Triebe in Schach hält.

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2 Antworten to “Der naive Wilhelm Reich”

  1. Frank Says:

    Und ist der Mensch nun eher gut oder eher schlecht?
    Oder gibt es solche und solche und gemischte Menschen?

  2. Betrifft: Arme gegen Arme | transinter.net Says:

    […] https://nachrichtenbrief.wordpress.com/2017/03/24/der-naive-wilhelm-reich […]

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