Die Welt ist tief, und tiefer als der Tag gedacht. Eine Ergänzung zu „Peter der Griesgrämige“

Betrachten wir zunächst die Hauptgleichung der Orgonomie (hier in sehr verkürzter, „amputierter“ Form!):

Zutiefst haben wir die „orgonotische Strömung“. Was das ist, wird am ehesten noch anhand der Orgontherapie deutlich. Die Beseitigung der Augenblockierung führt zum Kontakt mit der Umwelt (dreidimensionales Sehen), die Beseitigung der Zwerchfellblockierung zum Kontakt mit dem eigenen Selbst, dem Körper (dreidimensionales Fühlen) und die Beseitigung der Beckenblockierung zum Kontakt mit dem Kosmos (orgastische Potenz). Dies geht jeweils einher mit einem Gefühl zunehmender Tiefe. Zunächst sieht man die atmosphärische Energie, dann, nach der Öffnung des Zwerchfells, fühlt man sie durch die eigenen Glieder fließen (und lernt entsprechend den Körper wirklich als dreidimensionales Gebilde zu empfinden) und schließlich wird man eins mit diesem Fließen, d.h. wird eins mit der kosmischen Strömung, die in ihrer Überlagerung die Galaxien und damit die Materie aus dem primordialen Orgonenergie-Ozean bildet. Hier setzt die Panzerung an. Indem sie die orgonotische Strömung unterbindet, macht sie die Welt flach, raubt ihr jede Tiefe und führt bei den gepanzerten Menschen zu Derealisation, Depersonalisation und einer generellen orgastischen Impotenz.

Konkret kommt die orgonotische Strömung in der kreiselwellenartigen Bewegung (dem „Orgonom“, siehe Die kosmische Überlagerung) und der orgonotischen Pulsation (siehe Äther, Gott und Teufel) zum Ausdruck.

In der alten, autoritären Gesellschaft führte die Abpanzerung der orgonotischen Strömung dazu, daß die Menschen einseitig aus dem durch das autonome Nervensystem (Plexus solaris) verkörperte orgonotische System heraus empfanden und entsprechend eine konservative, reaktionäre, wenn nicht faschistische Charakterstruktur hatten. In der neuen, antiautoritären Gesellschaft ist es zu einer ebenso einseitigen Verschiebung hin zum Orgonom gekommen, das durch das zentrale Nervensystem verkörpert wird. Die Menschen sind „zerebral“ und von ihren Emotionen getrennt, entsprechend liberal, sozialistisch, wenn nicht kommunistisch strukturiert. Den Unterschied sieht man im gesamten Auftreten. Man vergleiche etwa einen heutigen „typischen Deutschen“ mit einem typischen Türken! Ein „Erdogan“ wäre heute in Deutschland undenkbar!

Aus der obigen Gleichung ist ersichtlich, daß sich die Kreiselwelle in der „Welle“ und im „Puls“ äußert, die Pulsation selbstredend in Expansion und Kontraktion.

Die „Welle“ steht für den Schwung nach vorne, wie er etwa archetypisch im Sprung des Tigers zum Ausdruck kommt – oder in der Flucht der Gazelle. Dem Sprung ging ein mühsames und langwieriges Verfolgen und Lauern voran, der wilden Flucht das Grasen. Das letztere steht für den „Puls“, das „Mahlen auf der Stelle“, die Arbeit am Kleinklein. In der autoritären Gesellschaft „lebte man, um zu arbeiten“. Nur so waren die horrenden Kriegsanstrengungen und das Wirtschaftswunder möglich. Für den antiautoritären Menschen sind das „Sekundärtugenden, die Auschwitz erst möglich gemacht haben“. Arbeit ist eine Last („Ausbeutung“), stattdessen wird umverteilt und konsumiert, man gibt sich der Hedonie hin.

Die entsprechenden Erörterungen über Kontraktion und Expansion erübrigen sich ebenso, wie eine detaillierte Beschreibung, wie sich diese energetischen Funktionen in der neueren Geschichte des Kapitalismus widergespiegelt haben bzw. wie dessen Entwicklung wiederum die jeweiligen Charakterstrukturen perpetuierten. Man braucht nur die Augen aufmachen!

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5 Antworten to “Die Welt ist tief, und tiefer als der Tag gedacht. Eine Ergänzung zu „Peter der Griesgrämige“”

  1. Renate Says:

    Welche Möglichkeiten zur Beseitigung der Augenblockierung kennt die Orgonomie?

    • Peter Nasselstein Says:

      Erstens kann man alle möglichen „Techniken“ anführen (auf dem Rücken liegen und die Augen kreisen, die Augen zusammenpressen und dann weit aufreißen, dabei tief atmen, aber das ganze unabhängig vom Atemrhythmus halten, dem Finger des Therapeuten folgen, etc.), aber erstens, wenn man es mechanisch macht bringt es gar nichts. Und zweitens funktioniert das ganze nur in Anwesenheit eines Therapeuten. Er oder sie stört! Der Typ nervt, seine Anwesenheit ist innervierend und man könnte alles viel besser machen ohne diesen blöden Typen, dem man auch noch bezahlen muß. Aber genau dieser Widerstand, diese Reibung ist Teil der Panzerung, die überwunden werden muß. Wir sind soziale Wesen oder gar nichts. Ohne Therapeuten im Raum ist alles sinnlos, was man da an Techniken zur Beseitigung irgendwelcher Blockierungen macht. Außerdem merkt er, wenn man mit den Gedanken weggeht oder die Augen gar nicht wirklich aufreißt, etc.

      Was man ansonsten tun kann: sich immer wieder im Alltag wachrütteln, daß man in einer dreidimensionalen Welt lebt und Augenkontakt suchen (nicht starren!) und die Seele im anderen wahrnehmen.

      • Renate Says:

        Danke! Die Panzerung passiert ja wahrscheinlich auch durch die viele Computerarbeit, ich hoffe dass Bücher lesen nicht allzuviel ausmacht.
        Was ich manchmal mache, ist im Sommer mit einem Fernglas auf den Wald und einzelne Bäume schauen, da funktioniert das dann mit dem dreidimensionalen Sehen. Das ist dann so beeindruckend und schön.

      • Peter Nasselstein Says:

        Was mich so an der Computerarbeit nervt ist, daß man sich eigentlich konzentrieren muß – und daß gerade dieses starren auf den Bildschirm so schädlich ist. Man muß sich immer wieder „rausreißen“ und dabei nicht die Konzentration verlieren. Vielleicht haben wir ja bald eine Technik, wo die Bildschirme nicht mehr so stark leuchten, sondern wie bedrucktes Papier aussehen und man entsprechend nicht derartig „in den Schirm hineingesogen wird“.

        • Renate Says:

          Mein Problem im Alltag ist, dass ich (vermutlich) durch die Arbeit am Bildschirm etwas kurzsichtig bin.
          Ich habe seit einiger Zeit einen Kindle (dieser ist ohne Hintergrundbeleuchtung) da ist das Lesen tatsächlich angenehmer als zB. am Tablet.

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