Haldane: Pulsation (2014)

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Haldane: Pulsation (2014)

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5 Antworten to “Haldane: Pulsation (2014)”

  1. O. Says:

    Danke für die unendliche Geduld beim Lesen und dann auch noch beschreiben des Inhaltes!
    Ähnlich diffus ist Lassek „Pulsationsarbeit“ gewesen, dass der Logik folgte, er würde eine „Orgontherapie“ (oder Energetische Medizin) betreiben und per Definition mit der Pulsation arbeiten, da Orgon die Pulsation sei. Konzeptionell hatte Wolfgang Runge versucht diese Arbeit als Pulsationsarbeit zu beschreiben, die Begründung in seiner Diplomarbeit liegt mir nicht vor (s. spätere gemeinsame Veröffentlichung bei Simon & Leutner). In der praktischen Arbeit von Lassek mit dem kleinen Energiekreislauf aus dem Taoyoga unter bioenergetischen Stresspositionen beginnen die „Patienten“ an der Wand stehend und im Rücken zum Schutz vor Knochenbrüchen und Verletzungen mit den Armen zu Schwingen und heftig zu schlagen. Hier entlädt sich die aufgebaute Spannung und Verkrampfung der Muskulatur bei nur leichten punktuellen Berührungen des Meridiansystems. Und genau das wird wohl von ihm unter Pulsation verstanden. Angeblich würde durch die Wiederholung das Energiesystem (Merdiane) stärker gebahnt und freier für hohe Energieentladungen, dass die Vorstellung einer Expansion und Kontraktion in beide Richtungen verstärkt „pendeln“ lässt. Mit Reichs Nomenklatur und Inhalten hat dies nichts zu tun, diese wird aber vor allem verbal genutzt und Hellmann leistet Lassek hier „erkenntnistheoretisch“ Schützenhilfe, was aus Lasseks Pulsation auch kein Orgon macht.

  2. Peter Nasselstein Says:

    In einem hat Haldane ja recht: es ist hier in diesem Blog manchmal wirklich zu dunkel und klaustrophobisch. Mich fasziniert das folgende Video, da es zeigt, daß man auch unter schlimmsten DOR-Bedingungen (in diesem Fall unter dem schwarz-faschistischen System des Irans) glücklich sein kann. Glück ist vielleicht der radikalste revolutionäre Akt in einer gepanzerten Welt!

  3. Jonas Says:

    Danke für die Rezension und den Hinweis auf Heldane, der mir bislang gänzlich unbekannt war! Trotz Deines negativen Fazits werde ich mir das Buch besorgen.

    Zu Bergson:
    Haldanes Darstellung der „Zeit als eine Kontraktion des menschlichen Bewußtseins gesehen, Materie als eine Expansion“ Klingt tatsächlich merkwürdig; der Kontext würde mich hier interessieren.

    Möglicherweise will Haldane darauf verweisen, dass die Kontraktion des Bewussteins zumindest beim späteren Bergson (ab „L’Évolution créatrice“) kein rein psychologisches Geschehen ist, sondern ein kosmologisches. Je „kontrahierter“ oder „komprimierter“ wir die kosmische Zeit betrachten, desto eher ähnelt sie dem menschlichen Bewusstein: Die Vergangenheit bündelt sich gewissermaßen und wird in konkreten Punkten wirksam. Das ist der berühmt-berüchtigte „Elan Vital“, den man dem gesamten Kosmos nach Bergson zuschreiben muss.

    Die Materie wird demgegenüber tatsächlich als „Expansion“ beschrieben, an anderen Stellen vielleicht treffender als „Extension“. Gemeint ist, dass sich die Phänomene in der materiellen Betrachtung immer weiter isolieren, bis hin zum Newtonschen Bild der Zeit, in der es keinen Zeitpfeil mehr gibt und sämtliche „Bewegungen“ streng genommen gar keine Bewegungen mehr sind, sondern umkehrbare Verlagerungen von räumlichen Punkten.

    Wenn ich ihn richtig verstehe, gibt es für Bergson allerdings weder „Geist“ noch „Materie“ in Reinform. Beides sind logische Grenzfälle. Konkret gibt es nur verschiedene Spannungsgrade der Durée, die sich dementsprechend eher „geistartig“ oder „materieartig“ darstellen. Geistartig meint hierbei: als unteilbarer Fluss, materieartig dagegen als isolierbare Welt der Einzeldinge bzw. -körper, die streng genommen keinen Zeitfluss kennt. Die biologische Evolutionsgeschichte etwa ist ein eher „geistartiges“ Phänomen, die Mechanik der Himmelskörper ein eher „materieartiges“. Auf beiden Seiten aber gibt es Spuren des jeweils anderen Pols.

    Bergson Begriffe der „Expansion“ und Kontraktion“ sind also auf die Zeit bezogen, nicht auf den Raum, wie es bei Reich den Anschein hat. Sehr verwirrend ist bei Haldane, dass er in Bezug auf Kontraktion nur vom menschlichen Bewusstsein spricht, wo sie bei Bergson doch gerade über dieses hinausgeht.

    Möglicherweise erhellende Gedanken hierzu finden sich in Bergsons Auseinandersetzung mit Einstein, „Durée et simultanéité“, die er selbst allerdings später nicht mehr als Teil seines Gesamtwerks sehen wollte. Das Buch liegt leider nicht als deutsche Übersetzung vor, eine englische Ausgabe ist u.U. antiquarisch zu bekommen. Das französische Original ist z.B. in digitaler Form sehr günstig als Teil der „oeuvres complètes“ zu bekommen.

  4. Sean Haldane Says:

    Thanks for your review and for pointing out some small factual errors. However in your defence of Reich’s work against my critical evaluation, you stay remorselessly with the SMALL points. You ignore the WHOLE.
    The main theme of my book is simple: Pulsation is the UNEQUAL PHASE expansion / contraction of the living, in a non-living universe of EQUAL phase pulses. We are the pulsating fish, as it were, in the non-pulsating (oscillating) water of the cosmic ocean. Reich mistakenly equated pulsation with oscillation. (Your great German Wahrig dictionary makes the distinction) So he assumed wrongly that pulsation was everywhere.
    My secondary theme is that there is no need to postulate a biological energy (in the hydraulic sense of Freud’s libido), since pulsation can be observed and explained in terms of the neural network. Hence ’neurodynamic‘.
    And finally, I suggest that modern physics may be on the point of rescuing the Ether: this is the Cosmic Ocean Reich proposed, but it does NOT pulsate – it oscillates.
    Any discussion of my book that leaves out the above points,which I emphasise again and again, is simply negligent.

    (Vergeben Sie bitte dass ich auf Englisch hier schreibe. Ich lese gern Deutsch aber schreibe nicht gut).

    Sean Haldane

    • Peter Nasselstein Says:

      You are right: the main point should be the issue. Okay, ich continue auf deutsch:

      Streng orgonomisch betrachtet gibt es nur zwei Bewegungsarten: die Pulsation und die Kreiselwelle. Beides kann man bei der massefreien atmosphärischen Orgonenergie beobachten. Diese beiden Bewegungsarten werden nach der Schaffung von Materie von neuem evident in der lebenden Natur: (a) Leben ist definiert als massefreie orgonotische Pulsation in einer nachgebenden materiellen Membran und (b) Leben hat fast durchweg eine Orgonom-Form, die von der Kreiselwelle hergeleitet ist. In der mechanischen Natur, d.h. im unmittelbaren Lebensumfeld des Lebendigen, also das, was die Schulphysik untersucht, kommt beides nicht bzw. nur in entstellter Form vor. Beide Funktionen, die Pulsation und die Kreiselwelle, treten dort wieder klarer hervor, wo Orgonenergie-Funktionen weniger an Masse gebunden sind, insbesondere im Bereich der Meteorologie und der Kosmologie, man denke nur an die Überlagerung, wie sie bei Wettersystemen und Galaxien uns klar entgegentritt. Beim Orgonenergie-Metabolismus der Atmosphäre haben wir die Expansion bei Hochdruckgebieten (Aufladung) und die Kontraktion bei Tiefdruckgebieten (Entladung). Daß es sich dabei tatsächlich um orgonotische Vorgänge handelt, spürt jeder an der eigenen organismischen Orgonenergie. Im Kosmos können wir leider keine Bewegungen Beobachtungen, da die Zeiträume zu gewaltig sind. Siehe dazu meine Ausführungen über Überlagerung (Kontraktion) und Spaltung (Expansion) bei galaktischen Systemen. http://orgonomie.net/hdoastro.htm Daß die beiden Phasen zeitlich von ungleicher Länge sind, ist selbstevident.

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