Münster: Gott ist tot und die letzten Menschen blinzeln

Gestern postete Robert dankenswerterweise einen Link zur „Erinnerungskultur“ in diesem gottverlassenen Scheißland: http://www.journalistenwatch.com/2017/01/31/terroranschlag-breitscheidplatz-den-opfern-einen-namen-geben/

Dort geht es darum, daß das Politikerpack aus wahltaktischen Gründen nicht will, daß das von ihnen so bezeichnete „Pack“, die deutsche Wahlkartoffel, allzusehr emotionalisiert wird und auf dumme Gedanken kommt.

Zweifellos ist das alles so richtig beobachtet, aber ich möchte den Blick tiefer richten auf die massenpsychologischen Aspekte. Es trifft sich gut, daß ich, wenn ich durch das wintertrübe westfälische Münster gehe, an „Wilsberg“ denken muß oder an den „Münster-Tatort“. Was mich dabei beklemmt, ist das Gefühl, daß das Fernsehen, die Fiktion, in einer gewissen Hinsicht realer ist als die Wirklichkeit. Die letztere ist rein fassadär, will sagen: im Film dringen die Protagonisten tatsächlich durch die Häuserfassaden, hinter denen die Menschen leben, und vor allem: im Film haben die Menschen einen Charakter, sind Unikate, während im realen Leben die Menschen immer austauschbarer werden, Fensterpuppen. Ich bin alt genug, um in der Rückschau zu sehen, daß früher die Menschen zu einem Gutteil wirkliche „Charakterköpfe“ waren, interessant, mit Biographien, mit einem Innenleben. Heute sehe ich nur Zombies. Je jünger desto leerer und austauschbarer. Es ist so, als wenn die Menschen nur noch Fassaden wären; nur noch Oberfläche ohne Tiefe, ohne Inhalt.

Man vergleiche die heutigen Politiker mit einem Kiesinger, Adenauer, Strauß, Wehner, Brandt oder Schmidt! Die ersteren sind gar keine Menschen mehr, sondern nur Chimären, Geister, Pappkameraden. Sie spiegeln getreulich das wider, was in den Massen geschieht: Es gibt kein Leben mehr hinter den Häuserfassaden, denn die Menschen schauen Wilsberg oder den Münster-Tatort, wo sie wirkliche Charaktere, etwa Ekki oder Professor Boerne, mit einer Faszination bewundern, deren Ursprung sie nicht benennen können. Auf der Straße begegnet man solchen Charakteren nie, sondern emotionalen Neutren ohne Innenleben.

Wegen dieser allgegenwärtigen Leere kommt den demokratischen Eliten, den Politikern, gar nicht in den Sinn, daß da auf dem Berliner Weihnachtsmarkt MENSCHEN auf grausamste Weise zerfetzt und zerquetscht wurden, unendlich bedeutsame Biographien, ganze Universen des Innenlebens ausgelöscht wurden. Es ist alles nur Fassade. Gott ist tot, der bioenergetische Kern ist erloschen. Tote Augen blicken uns an, während tote Münder irgendwelche bedeutungslosen Laute absondern.

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6 Antworten to “Münster: Gott ist tot und die letzten Menschen blinzeln”

  1. Peter Nasselstein Says:

    Der Kanzlerkandidat, „eine sprechende Maschine“:

    http://www.achgut.com/artikel/schulz_friends_eine_revue_in_drei_akten

    • Claus Says:

      Martin Schulz ist ein gutes Beispiel für die Deutschen: Falsche Freundlichkeit ist gern gesehen. Die Migranten haben das schnell kapiert und wenden die Deutschlehrbuchfloskeln an: „Guten Tag. Wie geht es Ihnen?“ Die deutsche Helfertante und der pensionierte deutsche Helferonkel lächeln zurück und freuen sich: Integration gelungen. Was sich demgegenüber hier vor Ort nach fallengelassener Maske ereignete, habe ich nur durch eine Meldung über eine AFD-Stellungnahme erfahren: https://celleheute.de/angreifer-von-hoher-wende-soll-deutschland-verlassen/
      “Angreifer von Hoher Wende soll Deutschland verlassen”
      CELLE. Zum Bericht auf unserer Facebook-Ausgabe vom 27. Januar nehmen der AfD-Vorsitzende Thomas Ehrhorn und Joachim Falkenhagen, FDP-Fraktionsvorsitzender im Celler Stadtrat, wie folgt Stellung.
      „Der Asylsuchende, der am Wochenende in der Zuwanderungsagentur Polizisten angegriffen hat, soll Deutschland umgehend verlassen“, drängt der Celler AfD-Vorsitzende, Thomas Ehrhorn. Hier dürfe keine Zeit verloren werden. Wie Medien berichteten, hatte ein 55-jähriger Algerier in der Unterkunft an der Hohen Wende, Personen mit einem Messer bedroht. Selbst die Polizei habe den Angreifer erst durch den Einsatz von Pfefferspray stoppen können.
      Die eintreffenden Polizisten seien aus der Menge des Angreifers heraus als „Nazis“ beschimpft worden und es seien „Allahu-Akba“-Rufe gefallen. Besorgt zeigte sich der AfD-Kreisvorsitzende und Bundestagsdirektkandidat auch über die „Allahu-Abkar“ Rufe. Offensichtlich sei hier gezielt der Islam eingesetzt worden, um die Ablehnung unseres Rechtsstaates zu unterstreichen. Damit sei nun auch in Celle eine Dimension des Islamismus erreicht, die nicht hinnehmbar sei, und vor der die AfD schon lange gewarnt habe.
      FDP-Kreisvorsitzender Joachim Falkenhagen schreibt zum selben Thema: “Wenn es wahr ist, dass die hier von uns aufgenommenen und geschützten Flüchtlinge die einschreitenden Polizeibeamten mit “Allahu Akbar”-Rufen und “Nazi-Beschimpfungen“ empfangen haben, dann ist das nicht tolerierbar und stellt sowohl eine Beleidigung der Polizeibeamten als auch einen Missbrauch der Gastfreundschaft unseres Landes dar.
      Die „Nazi-Beschimpfungen“ sind im Übrigen ein bekanntes Verhaltensmuster, das besonders perfide ist. Dieses Verhalten kann auch nicht mit einer „Eingewöhnungsphase“ in die deutsche Kultur und Rechtsordnung beschönigt werden. Wer das so sagt, der weiss was er sagt und instrumentalisiert diese Worte ganz bewusst.”

  2. Robert (Berlin) Says:

    Warum Menschen sich kritiklos von den Medien steuern lassen

    https://derhonigmannsagt.wordpress.com/2017/01/31/warum-menschen-sich-kritiklos-von-den-medien-steuern-lassen-video/

    „Viele fragten sich nach dem Anschlag von Berlin, warum es keine Rufe von „Wir sind Berlin“ gab, wieso Profilbilder keine Deutschlandfahnen zeigten oder warum es keinen Trauerzug mit den wichtigsten Staatschefs wie in Frankreich gab.

    Der Staatspräsident Polens kniete am Sarg des polnischen LKW-Fahrers, in Italien wurde der Sarg der in Berlin auf dem Weihnachtsmarkt getöteten Frau vom italienischen Staatspräsidenten und seinem Verteidigungsminister in Empfang genommen.

    Und in Berlin? Nichts. Was war passiert?

    „Ganz einfach: In diesem Fall wurden diese Dias nicht durch die Medien in uns als Projektor eingegeben. Mit anderen Worten, diese Möglichkeiten wurden gar nicht auf unsere innere Leinwand projiziert. Das bedeutet letztendlich nichts anderes, als dass ein großer Teil der Menschen willenlose Zombies sind, die unbewusst die Gedankenmuster in Form von Dias in sich abspielen, die andere ihnen vorgegeben haben.“

    Heiko Schrang formuliert es im Video noch schärfer: „So sind die Menschen willenlose Sklaven geworden.“ Sie folgen den Gedanken, die andere (vor allem die Medien) ihnen eingeben „

  3. O. Says:

    Irgendwie ist man die inszenierten „Terroranschläge“ auch Leid.
    Amerika drängtze gerade zu auf einen Terroranschlag in Deuschland, damit man auch so empfinde und betroffen sei und gegen den Terror kämpfe und den Notstand erkläre und das Kriegsrecht ausrufe usw.
    Also war doch klar der überfällige Terrorakt kommt. Und man konnte es sich vorher ausrechnen wo: Berlin zur Weihnachtszeit, nichts wäre zentraler als der Ku-Damm, da bietet sich die Gedächtniskirche schon an. Verschwörungstheorien bnrauchen wir nicht, Symbolik zu Nizza ist klar – erst weißer, dann schwarzer LKW, alles nach Drehbuch.
    Danach wird verordnet, was man denken soll. Mr. X war es, den man auch gleich danach erwischt und erschießt, dann hält er die Klappe, nichts kann auffallen. Staatsfeier spontan am nächsten Tag und schnell weg damit. Schönes Klavierspiel übrigens.
    Das war ja auch die bessere Taktik als da ein langes Brumborium zu machen. Deutschland hat einfach kein Bock auf die inszenierten „Terrorakte“. Die Pflichtübung ist getan, das muss jetzt reichen; außerdem ist Wahljahr, da passt es nicht.
    Sicherheitsverschärfungen und Kameraüberwachungen für die Bevölkerung werden durchgeboxt, die standen ja schon fertig formuliert bereit. Kein Widerstand war Programm.

    Die verordnete Betroffenheit „Wir sind Berlin“ oder „Ich bin ein Berliner“ ist irgendwie abgedroschen. Alles gut. Wir haben fertig. Nächster Akt bitte woanders.

    • Roman Schreiber Says:

      Der enorme Zuwachs an Wohnungseinbrüchen, Überfällen, Diebstahl, sexueller Belästigung, sowie die Unterdrückung der Kritik daran. Die Alimentierung von Millionen Menschen, die wahrscheinlich nie etwas zu unserer Gesellschaft beitragen werden, anstatt mit dem Geld 12x so vielen im Nahen Osten zu helfen. Das Schweigen der Lämmer dazu und Wiederwahl der gleichen Wölfe.
      Neben diesen Massenphänomenen fällt für mich der Umgang mit dem Terroranschlag kaum noch ins Gewicht.

    • Claus Says:

      „Inszeniert“ ist Quatsch. Wer soll denn da inszenieren – und gleichermaßen in Deutschland, Frankreich und der Türkei?

      Was mich zurzeit verblüfft, ist, wie dieser Schulz allen Ernstes Merkel vorgezogen wird. Die Deutschen sind Schafe; und nun genügt es für einen Aufstieg, nicht Merkel und nicht AFD zu sein.

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