Die Irrationalität des Historischen Materialismus

Reich war ein großer Verfechter der Marxschen Arbeits- und Mehrwerttheorie. An anderer Stelle habe ich meine, wie ich finde, schwerwiegenden Einwände ausgeführt. Marx gehört zweifellos nicht zur „Wiederentdeckung der Lebenden“, auch da er als Anhänger Hegels nicht an der Rationalität der gepanzerten Geschichte zweifelte („historischer Materialismus“). Reich:

Bleiben wir weiter außerhalb dieses St. Veitstanzes. Je länger wir um uns blicken, desto toller erscheint er. Hunderte kleiner Patriarchen, die sich zu Königen und Herzogen proklamiert hatten, beschuldigten einander der Sünde wider dies und jenes und führten Krieg, versengten die Landschaft, brachten Hunger und Epidemien über die Völker. Dies nannte sich später „Geschichte“. Und die Historiker zweifelten nicht an der Rationalität dieser Geschichte.

Allmählich begann das Volk auf den Plan zu treten. „Die Königin ist schuld“, riefen die Volksvertreter und köpften die Königin. Das Volk tanzte heulend um die Guillotine. Es produzierte Napoleon. „Die Österreicher, die Preußen, die Russen sind schuld“, hieß es nun. „Napoleon ist schuld“, klang es zurück. „Die Maschinen sind schuld“, schrien die Weber, und „Das proletarische Lumpenpack ist schuld“, klang es zurück. (…) (Äther, Gott und Teufel, S. 30)

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2 Antworten to “Die Irrationalität des Historischen Materialismus”

  1. Peter Nasselstein Says:

    Die Emotionelle Pest gegen unser heiliges deutsches Vaterland:

    ZORN

    Seh ich im verfallnen, dunkeln
    Haus die alten Waffen hangen,
    Zornig aus dem Roste funkeln,
    Wenn der Morgen aufgegangen,

    Und den letzten Klang verflogen,
    Wo im wilden Zug der Wetter,
    Aufs gekreuzte Schwert gebogen,
    Einst gehaust des Landes Retter;

    Und ein neu Geschlecht von Zwergen
    Schwindelnd um die Felsen klettern,
    Frech, wenns sonnig auf den Bergen,
    Feige krümmend sich in Wettern,

    Ihres Heilands Blut und Tränen
    Spottend noch einmal verkaufen,
    Ohne Klage, Wunsch und Sehnen
    In der Zeiten Strom ersaufen;

    Denk ich dann, wie du gestanden
    Treu, da niemand treu geblieben:
    Möcht ich, über unsre Schande
    Tiefentbrannt in zorngem Lieben,

    Wurzeln in der Felsen Marke,
    Und empor zu Himmels Lichten
    Stumm anstrebend, wie die starke
    Riesentanne, mich aufrichten.

    Joseph von Eichendorff

  2. Peter Nasselstein Says:

    Was für ein Gesindel! In der heutigen BILD eine große Aktion als Antwort auf Höcke. Irgendwelche Promis halten selbstgemalte Schilder hoch „I remember“. Der Holocaust wird zu einem „I remember“. I REMEMBER!!! Ene nichtssagende senglische Phrase. So drücken „Liberale“ ihre Betroffenheit aus! Alles nur Fassade, ohne jedweden Kontakt zu den Emotionen. „I remember“

    AUSSPUCK!

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