Remote Viewing, ein notwendiger Nachtrag

Meine Begeisterung für das Remote Viewing hat einen empfindlichen Dämpfer erfahren, als ich mir jetzt das Video zum Remote Viewing der Kreuzigung Jesu angeschaut habe. Nach wie vor, glaube ich, daß das Remote Viewing funktioniert. Es ist schlichtweg unbestreitbar, daß die Ziele von den Remote Viewern erkannt werden. Ich frage mich jedoch, ob man wirklich viel mit den Details anfangen kann. Beispielsweise wurde der Remote Viewer blind auf die Kreuzigung Jesu angesetzt und beschreibt eindeutig ein entsprechendes Ereignis, doch was er genau ausführt, der Plot und seine Einzelheiten, kann so unmöglich stattgefunden haben.

Zunächst einmal gibt der Auftraggeber zu, daß er sich vor der Fragestellung mit dem „gechannelten“ Material von „Seth“ auseinandergesetzt hatte. Dort steht, daß es nicht Jesus war, der am Kreuz starb, sondern sozusagen ein „Stellvertreter“. Und, welch Zufall, genau diese Geschichte wurde auch vom Remote Viewer „gesehen“: Jesus wollte nicht am Kreuz sterben und schickte jemanden vor, der sich an seiner statt kreuzigen ließ, da dieses willige Opfer glaubte, nur durch einen blutigen Kreuzestod werde „die Schrift erfüllt“.

Es geht beim Remote Viewing um „geistige Prozesse“, etwa telepathische Beeinflussung. Mir kann niemand sagen, daß die bewußten und unbewußten Intentionen des Auftraggebers und die kollektive Vorstellungswelt der Menschen aus dem Umfeld nicht die „Schau“ des Remote Viewers beeinflussen. Daß das Remote Viewing entsprechend „verunreinigte“ Resultate zeitigt, zeigt dieser Fall, denn so, wie sie der Remote Viewer beschreibt, kann sich die Geschichte um die Kreuzigung gar nicht zugetragen haben. Niemand, wirklich niemand, konnte bei Jesu triumphalen Einzug in Jerusalem auf die bizarre Idee gekommen sein, daß Jesus sich würde opfern müssen, um irgendwelche biblischen Prophezeiungen zu erfüllen. (Schließlich kommt heute auch kein Rabbi auf solche abwegigen Ideen!) Vielmehr war Jesus dramatisch und denkbar drastisch gescheitert und mit ihm zusammen die Jesus-Bewegung gestorben. Die Kreuzestheologie, und damit das Christentum, entstand erst nach der unerwarteten Auferstehung. Außerdem kam die dem römischen Recht entspringende kleingeistige Idee, daß Gott ein „Opfer“ wollte, mit dem eine Schuld getilgt wird, erst 1000 Jahre später in der Westkirche auf. Die ersten Christen sahen vom Blickwinkel der Auferstehung her das Kreuz als neuen „Baum des Lebens“ und entsprechend in Golgatha eine Rückgängigmachung des todbringenden Geschehens im Garten Eden. „Wer an Jesus glaubt, hat Anteil am ewigen Leben.“

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3 Antworten to “Remote Viewing, ein notwendiger Nachtrag”

  1. Tzindaro Says:

    The crucifixion image existed for thousands of years before Roman times all over the Middle East. It was a re-telling of the „dying god“ story, originally based on the rebirth of vegetation each spring. See Fraser’s Golden Bough for further details.

    There was never any such person as Jesus Christ; that story was cobbled together from various sources. The Name, Christ, was one of thwe titles of Alexander The Great. The New Testament was first written as a play to be preformed in an initiation ritual, with the new member of the Christian cult acting the role of Christ.

    Reich was one of the victims of this cultural myth, writing as if there was such a person as Christ and taking the NT description of his character as a role model for health. In the real world, Edgar Rice Bouroughs‘ Tarzan is much closer to the biological ideal for an emotionally healthy human.

    The Christian symbol system is so all-prevasive in this culture that even people who profess atheism often fall into using it as a shorthand way to explain what they are thinking, so it is to be expected that remote viewers would deceive themselves and claim to „see“ an event that never happened. .

  2. Frank Says:

    „nach der unerwarteten Auferstehung.“
    Jesus ist auferstanden? Wie das?

  3. O. Says:

    Sollte „Fernsehen“ – remote viewing – funktionieren, wäre es ein Einfaches dies zu stören und dem Empfänger ein schwarzes Bild oder eine beliebige Vorstellung unterzujubeln. Und rein theoretisch wäre dies auch retrospektiv möglich, da das Zeitkontinuum in dieser Dimension keine Wirkung habe. Dies beleidigt den gesunden Menschenverstand und wäre dennoch möglich. Chaos würde herrschen und Fernsehen ist an sich schon eine beschränkte Annahme und den Geist einschränkende Matrix.
    Nun sicherlich gilt der Einwand, dass etwas zu behaupten, nichts beweise. Dann möge man die Bibel zur Hand nehmen, die genau dieses – nämlich eine „Fernwirkung“ schildere in der Geschichte, wo Moses das Meer teilte oder an anderer Stelle wird erklärt, dass der Glaube Berge versetzen könne. Der „Glaube“ als Methode beschreibt das parapsychologische Phänomen. Möglich wäre alles. Und wer einen Beweis seiner Glaubenskraft brauche, möge einen Berg versetzen.

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