Die Kinder der Zukunft und die endgültige Ausmerzung der sozialistischen Idee

Avshalom Caspi (Duke University, Durham) et al. zufolge verursacht ein kleiner Teil der Bevölkerung den Großteil der Ausgaben für die Gesundheits- und Sozialfürsorge sowie für die Bekämpfung der Kriminalität. Das ganze ginge auf die Kindheit der Menschen zurück, denn die 20 Prozent der Kinder, die als Dreijährige am schlechtesten in Bezug auf Sozialverhalten, Intelligenz und Familiensituation abschnitten, sorgten als Erwachsene für 80 Prozent der Probleme. Dies zeige, daß es sich lohnt, wenn eine Gesellschaft in frühe Hilfe für solche Kinder, die unter Armut, Ausgrenzung oder zerrütteten Familienverhältnissen leiden, investiere.

Wie groß der Effekt der Kindheitsverhältnisse ist und wie effektiv Frühinterventionen helfen, war jedoch bisher umstritten. Dazu haben nun Caspi und seine Kollegen Daten der sogenannten „Dunedin-Studie“ ausgewertet, bei der 1037 Kinder, die 1972 und 1973 in Neuseeland geboren wurden, bis ins Erwachsenenalter hinein regelmäßig untersucht und befragt wurden. Die Daten wurden jetzt dahin untersucht, wie deutlich sich Probleme im Erwachsenenalter schon in der Kindheit abzeichnen.

In allen acht von den Forschern untersuchten sozialen und medizinischen Bereichen sorgte eine Minderheit von rund 20 Prozent der Teilnehmer für 80 Prozent der gesellschaftlichen Kosten. „In welchem Segment man auch immer schaut, ob bei der Kriminalität, der Sozialhilfe oder dem Gesundheitssystem – überall finden wir eine solche Konzentration“, sagt Caspi. „Das Neue daran ist, daß die gleiche Gruppe von Individuen in gleich mehreren Segmenten auffällig wird.“ Die Angehörigen dieser Hochrisikogruppe waren für 81 Prozent der Verurteilungen wegen krimineller Delikte verantwortlich, hatten 66 Prozent der Sozialhilfe der Kohorte erhalten und 78 Prozent der verschreibungspflichtigen Medikamente, wie die Forscher berichten. Auch Übergewicht und Rauchen kam in dieser Gruppe überdurchschnittlich häufig vor.

(…) Ob eine Person später zu den rund 20 Prozent der problembelasteten Erwachsenen gehörte, ließ sich meist schon im Alter von drei Jahren feststellen. „Wir haben beobachtet, daß sich Mitglieder der Hochrisikogruppe von ihren Altersgenossen durch die gleichen vier Kindheits-Nachtteile unterschieden: Sie wuchsen tendenziell in sozioökonomisch benachteiligten Umgebungen auf, wurden schlecht behandelt, schnitten in IQ-Tests schlechter ab und zeigten eine geringe Selbstkontrolle“, berichten Caspi und seine Kollegen. Dies habe für alle acht untersuchten Bereiche nahezu gleichermaßen gegolten. Konkret bedeutet dies: Wie es einem Kind im späteren Leben ergehen wird, läßt sich unter Umständen schon im Kindergartenalter vorhersagen.

Die Studie zeige, so die Forscher, „daß ein frühes Eingreifen und eine Verbesserung der Bedingungen für Kinder aus prekären und zerrütteten Verhältnissen echte Abhilfe bieten könne. (…) Eine frühe Intervention ist demnach für die Gesellschaft gut eingesetztes Geld, denn es erspart später erheblich größere gesellschaftliche Kosten.“

Aus orgonomischer Sicht ist dazu zu sagen, daß 80 Prozent der Bevölkerung vollkommen in der Lage sind, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen, sonst würde auch die Arbeitsdemokratie gar nicht funktionieren und die Gesellschaft instantan kollabieren. Auch wird kein normaler Mensch jemals in seinem Leben kriminell. Damit ist der gesamte Asozial- und Polizeistaat, der die Arbeitsdemokratie zu erdrosseln droht, vollkommen überflüssig. Die Arbeitsdemokratie kann sich nur konsolidieren, wenn den Menschen endlich die Verantwortung für ihr eigenes Leben vollständig selbst aufgebürdet wird!

Das Elend, die Hilflosigkeit und Abhängigkeit, die uns tagtäglich ins Auge springt, geht auf einen Bruchteil der Bevölkerung zurück und läßt sich entsprechend mit eng begrenzten Maßnahmen der Sozialfürsorge bewältigen. Einer Fürsorge, deren Ziel es gleichzeitig sein muß, sich selbst weitgehend überflüssig zu machen, indem durch zielgruppenspezifische Förderung von Geburt an die besagten „20 Prozent“ auf vielleicht ein unvermeidliches, sagen wir, „5 Prozent“ gedrückt wird und langfristig die unsinnige „soziale Frage“ ganz verschwindet.

Das linke Halunkentum wird sich dagegen mit Händen und Füßen wehren, da es von der „sozialistischen Sehnsucht“, d.h. der Hilflosigkeit der Massen und der scheinbaren Unlösbarkeit der „sozialen Frage“ lebt. Wir werden diese Probleme also erst bewältigen können, wenn die von Elsworth F. Baker und Charles Konia entdeckte soziopolitische Charakterologie und vor allem die Kenntnis über die charakterliche Struktur der Linken zum Allgemeingut geworden ist. Ich verweise auf Dr. Konias Blog http://www.orgonomie.wordpress.com.

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9 Antworten to “Die Kinder der Zukunft und die endgültige Ausmerzung der sozialistischen Idee”

  1. Robert (Berlin) Says:

    In der Team Stronach Akademie präsentieren Birgit Kelle, René Zeyer, Andreas Tögel und Christian Günther das Buch „Infantilismus – Der Nanny-Staat und seine Kinder“.

  2. David Says:

    Die Arbeitsdemokratie kann sich nur konsolidieren, wenn den Menschen endlich die Verantwortung für ihr eigenes Leben vollständig selbst aufgebürdet wird!

    Und wie soll man das ganz konkret verwirklichen?

    Abschaffung der Sozialhilfe / HartzIV wie wir es heute kennen?

    Einsperrung aller Faulen, d.h. Arbeits-Gestörten, in ein Lager-System – lassen wir mal unberücksichtigt, dass eigentlich infolge der deutschen Geschichte ein Lager-System nicht noch mal errichtet werden sollte – wo den Arbeitsgestörten tagtäglich die notwendige Arbeitsleistung abgepresst wird?

    Man muss – der Volksmund sagt zu gewissen Leuten „stinkfaul“ – immer auch mit der Möglichkeit rechnen, dass in den meisten schwer arbeitsgestörten Menschen massive – anale Aggressionen drin stecken könnten.

    Die Stronach Akademie hat auf Youtube auch folgendes veröffentlicht:

    Trailer: Warum Wettbewerb sozial besser verträglich ist als Unterstützung – Dr. Barbara Kolm

    Wettbewerb – auch genannt Konkurrenz besser als Unterstützung?

    Somit Wettbewerb (das sind Anhänger der Österreichischen Schule) als Grundlage der Gesellschaft? Bekanntermaßen ist für den konservativen (Mann) wesentlich, gegen den Vater konkurrieren zu können – wie auch immer man im Alter der Ödipalen Phase – mit fünf – dazu überhaupt eine Chance haben soll – der ist so groß und ich so klein …

    Und schon sind wir mit diesen Gedanken wieder mitten in der Charakterkunde der Orgonomie.

  3. Tzindaro Says:

    The hypothesis that individuals take political positions because of their own personal psychological characteristics does not hold up. Many other, far broader, social factors are much better predictors of political positions. Ethnicity, economic status, education, and geography are all more important in determining an individuals politics than personal psychology. If someone is white, lives in a rural area in the southern states, has only a high school education, earns a low income, etc., that person is going to predictably vote for one sort of candsidate, while a person in the north in aq city, with a university degree will vote for a different sort. Identity politics also plays a role. Irish Americans, Jews, Blacks, women, and other groups can be predicted with a strong degree of statistical certainty.

    It is therefore not possible to correlate political ideology with an individual’s psychological traits.

  4. Frank Says:

    Könnte doch auch alles (bzw. vieles oder zumindest erhebliches) auf Vererbung beruhen – oder?

    • Peter Nasselstein Says:

      Sicherlich kann das ein Faktor sein – ist das ein Faktor, aber genau deshalb kann man hier gezielt helfen. Außerdem: Ich habe ja selbst geschrieben, daß es stets einen „Rest“ geben wird („5 Prozent“ – oder welche Prozentzahl auch immer). Und: es gibt nicht schlechtweg „genetische Belastungen“. Was aus dem einen einen gefährlichen Kriminellen macht, macht aus dem anderen einen erfolgreichen Geschäftsmann. „Hoppla, jetzt komm ICH…“

      Überhaupt die Genetik: im Vergleich zu Frauen gibt es bei Männern weitaus mehr Genies, aber auch weitaus mehr Schwachköpfe. Ähnlich ist es beim Verhältnis zwischen Europäern und Chinesen. Die letzteren sind zwar im Durchschnitt deutlich intelligenter, aber bei Europpäern gibt es mehr Megagenies – und auch mehr Megaschwachmaten.

  5. walter Says:

    Klingt wie mieses Fernsehen in der ARD. Was berichtest du darüber?
    https://de.wikipedia.org/wiki/Shulamith_Firestone

  6. Peter Nasselstein Says:

    Einen der besten Texte, den ich je zur Flüchtlingsproblematik gelesen habe:

    http://www.achgut.com/artikel/schaut_mal_was_mein_fluechtling_alles_kann

  7. Peter Nasselstein Says:

    Der anbetungswürdige, göttliche Akif über die korrupten parasitären TODFEINDE des deutschen Volkes:

    http://sezession.de/56945/

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