Die okulare Panzerung an den Rändern

Je weiter man zu den beiden extremen des soziopolitischen Spektrums geht, desto schwerwiegender wird die okulare Panzerung. Man schaue sich etwa das Geschwafel von Holocaust-Leugnern an, die einfach nicht sehen, daß „Zyklon B“ (Blausäure) ein sehr schlechtes Insektenvernichtungsmittel ist, aber bei Säugetieren schnell und sicher zum Tod führt. Es wurde nur deshalb als Insektenvernichtungsmittel benutzt, weil es sich rückstandlos verflüchtigt und deshalb problemlos etwa in Getreidesilos angewendet werden konnte, auch wenn diese über viele Stunden begast werden mußten, damit tatsächlich alle Insekten starben. Das Mittel war leicht, und ohne großes Aufsehen zu erregen, verfügbar und ideal für den Massenmord an Menschen, ohne etwa mit Kontaminierungen kämpfen oder „Industrieunfälle“ befürchten zu müssen. Liest man dazu Neo-Nazi-Seiten im Internet, wird einem nicht nur speiübel, sondern man bekommt auch Kopfschmerzen angesichts der verqueren Logik dieser Leute. Es ist nicht nur Propaganda – sie sind wirklich nicht in der Lage klar zu denken. Eine Diskussion ist vollkommen sinnlos.

Genauso sieht es bei der extremen Linken aus, die wie selbstverständlich mit den schlimmsten Neo-Nazis „Aktionsbündnisse“ eingehen, etwa den türkischen „Grauen Wölfen“, nur weil diese keine „weißen Männer“ sind. Sie würden auch Hitler toll finden, wenn der nur brauner, gelber oder schwarzer Hautfarbe gewesen wäre! Ich kann mich noch allzugut an ihre überbordende Begeisterung für „nationale Befreiungsbewegungen“ erinnern – und wie buchstäblich keinem von ihnen die ganze Ironie dieses Begriffes aufgegangen ist! Erinnert sich noch jemand, mit welchem Haß und welcher Verachtung sie auf die „Refugees“ der 1970er Jahre, die vietnamesischen „Boat People“, reagiert haben?

Auf beiden Seiten hat man es schlichtweg mit Irren zu tun. Daß sie zunehmend ernstgenommen werden, ist der generellen Zunahme an okularer Panzerung in der Bevölkerung zu schulden.

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17 Antworten to “Die okulare Panzerung an den Rändern”

  1. Claus Says:

    Die Journaille macht DIE Gefahr heute demgegenüber in dem aus, was sie völlig selbstherrlich als ‚Populismus‘ tituliert. Sie erlaubt sich unwidersprochen alles, was ihr nicht gefällt, als populistisch zu bezeichnen – eine Kategorie, die von ‚Sozialwissenschaftlern‘ erfunden wurde und zugleich Kampfbegriff ist. Man ist machtlos, weil diese Begrifflichkeit von einer Mehrheit zumindest hingenommen wird – leider erliegt die AFD oft dem Glauben, ‚das Volk‘ zu repräsentieren.

  2. Robert (Berlin) Says:

    Oder man denke an die Verherrlichung von Massenmördern wie Castro oder Idi Amin, während Frauke Petry oder Trump von den Linken als neue Hitler dargestellt werden.

  3. Peter Nasselstein Says:

    Ich habe ja schon öfter erwähnt, daß Merkel keinen einzigen graden und logischen Satz von sich gibt: „Das ist ein schrecklicher Mord, und wenn sich herausstellen sollte, daß es ein afghanischer Flüchtling war, dann ist das absolut zu verurteilen.“ Angela Merkel zum Mord in Freiburg.

    • Peter Nasselstein Says:

      Merkel in ihrer neusten Rede: „Manchmal hat man den Eindruck, daß auch einige, die schon immer hier in Deutschland leben, dringend einen Integrationskurs nötig haben.“

      Wenn ich das kommentiere, bekomme ich wirklich Ärger. Der Leser kann sich meinen Kommentar eh denken… Wer, um alles in der Welt, WER wählt so etwas?!

  4. Christian Abrelia Says:

    “ Ich träumte, ich wär Zugführer in einer Infanteriekompanie mit leichter Artillerie. Da macht rattat rattat rattat……“.

    Wohl sowas in der Art?

  5. Peter Nasselstein Says:

    Es sollte niemanden überraschen, daß die Werbebranche, d.h. der Treibriemen des Kapitalismus, von Kommunisten durchsetzt ist.

    https://www.steinhoefel.com/2016/12/der-linke-gauner-von-scholz-friends.html

  6. Frank Says:

    „Zyklon B“ (Blausäure)
    Wenn ich mich recht erinnere, gibt es den „Leuchter“-Report (Experte für Hinrichtungen), der keine Blausäure in den „Gas-Duschen“ nachweisen konnte (dafür aber in den „Entwesungskammern“) und auch die baulichen Einrichtungen für diesbezüglich ungeeignet hielt. Wie wurden die gewaltigen Mengen Leichen im sumpfigen Gelände entsorgt? Auch fällt mir das Argument der „Rot-Kreuz-Vermisstenlisten“ (nach Kriegsende) ein, wo „nur“ einige Hunderttausend Vermisste verzeichnet sind.

    • Peter Nasselstein Says:

      Die Frage habe ich bereits beantwortet: Zyklon B wurde in kleinen Mengen und jeweils kurzen Zeiträumen für Menschen angewendet, während Läuse erst nach Stunden und bei hhen Konzentrationen starben. Und die Leichen: Krematorien.

  7. Frank Says:

    Danke für die Informationen.
    Auch bei diesem Thema scheint also (natürlich) zu gelten: An wenigstens einigermaßen sorgfältiger und intelligenter Einarbeitung führt kein Weg vorbei.

  8. Peter Nasselstein Says:

    Deutschland und ganz Europa bewegt sich seit etwa 1960 immer weiter nach links. Das geht einher mit der Abnahme der Körperpanzerung und der rapiden Zunahme der Augenpanzerung. Manche Leute sind einfach stehengeblieben und fanden sich plötzlich bizarrerweise am rechten Rand wieder. Ein Beispiel ist Gerhard Löwenthal:
    „Löwenthal, der mit der CSU sympathisierte, sah sich selbst als ‚Mann der Mitte‘. Er beklagte eine zunehmende Verschiebung der Gesellschaft hin zu linken Positionen.“ (https://de.wikipedia.org/wiki/Gerhard_L%C3%B6wenthal)

  9. Peter Nasselstein Says:

    Typisch auch der Irrsinn von ganz links und ganz rechts über „9/11“. Hier ein Photo aus der Zeit der Bauarbeit. Das waren keine Betonbauten, sondern luftige Kartenhäuser:

    http://s327.photobucket.com/user/claudezachary/media/wtctowers7oz.jpg.html

  10. Peter Nasselstein Says:

    Das Gesicht des Kommunismus heute:

    http://der-kleine-akif.de/2016/12/13/ein-hansel-schreibt-einen-brief/

    • Sebastian Says:

      https://www.welt.de/wirtschaft/article160292056/Scholz-Friends-geht-auf-Abstand-zu-keingeldfuerrechts.html

      Der rote Werbebaron hatte es viel zu einfach. Der Schaden ist angerichtet, der Vertrag mit der Agentur gekündigt, achgut.com bei den Unternehmen geblacklistet.

      „Liberal-Konservative“, wie sie sich selbst bezeichnen, gelten heute als Nazis im Schafspelz, also als genau das, was die pseudoliberalen Gesinnungsbarone eigentlich sind. Ab ins Arbeitslager mit ihnen! Dawai, dawai!

    • Sebastian Says:

      Kein Bock auf kleine Länder mit kleinen Grenzen – das ist das Ziel des rotfaschistischen Werbetrolls.

      View story at Medium.com

      Seine Mittel zur Zielerreichung sind die der emotionalen Pest: Politisches Storytelling, Targeting gegen den politischen Gegner, Influencer, Foren, Gerüchte, Manipulieren von Online Polls, „gute“ Trollfabriken.

      Das Ausleben destruktiver Impulse auf der sozialen Bühne ist das Fachgebiet von diesem Obertroll. Widerlich.

  11. Peter Nasselstein Says:

    Mich erinnert die Verschwörung, in derem Zentrum Gerald Hensel steht, an die Verschwörung, in derem Zentrum Mildred Brady stand:

    http://www.achgut.com/artikel/denunzianten-gate_bezahlte_gesinnungs-taeter

    Lerne Salinisten zu erkennen und lasse sie nie mehr aufatmen!

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