emotion (Teil 1: Marxismus)

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emotion (Teil 1: Marxismus)

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12 Antworten to “emotion (Teil 1: Marxismus)”

  1. David Says:

    Die Orgonomie, Todfeind des Kommunismus …

    Todfeind des Kommunismus?

    Wollte nicht Reich selber „das“ (in den zwanziger Jahren wurde es noch „Psychoanalyse“ genannt), um den Armen zu helfen, mit dem Kommunismus verbinden?

    Erst als der Kommunismus unter Stalin immer mehr sein wahres Gesicht zeigte, als das System dem der Nazis immer ähnlicher wurde, wendete sich Reich von ihm ab.

    Und was haben wir im Kapitalismus in Deutschland? Immer mehr Angst um den Arbeitsplatz, härtesten Konkurrenzkampf jeder gegen jeden, Misstrauen von jedem gegen jeden, wie es eher für den Stasi-Staat typisch ist.

    Dazu ein Schulsystem, welches jetzt als das schlechteste in Europa gilt, schlecht vielleicht sogar im Vergleich zu dem der USA, und eine Justiz welche in Deutschland Eltern, die selber ihre Kinder unterrichten (Homeschooling) rigoros mit Zwangsgeldern und Gefängnisstrafen (ZDF 37 Grad Reportage, „Unterricht am Küchentisch“ vor ein paar Tagen gesendet) belegt.

    Und wenn eine sozialistische Diktatur – von Westen her – wieder kommt, diesmal in ganz Europa und nicht nur im Osten, dann wird es für uns noch nicht einmal einen „Westen“ geben, wohin wir fliehen – oder durch Häftlingsfreikauf gelangen – können wie es damals für die DDR-Bürger möglich war (ab Mitte der Achtziger erteilte das SED-Regime auch immer mehr Genehmigungen zur legalen Ausreise um eine Ventilfunktion zu haben).

    Lediglich wenn man als Beamter beschäftigt ist, oder einen Platz in einer Behinderten-Einrichtung oder einer Beschäftigungsgesellschaft hat, steht man nicht ganz so unter Druck.

    • Peter Nasselstein Says:

      Ich glaube, Dein Kommentar beantwortet sich von selbst. Reich wollte Freiheit und war der Todfeind jener, die alles hintertrieben, was die Menschen freiheitsfähiger machen würde. Teil davon ist ein ausuferndes Sozialsystem, das die Menschen immobliisiert und extrem ungerecht ist gegen jene, die etwas aus ihrem Leben machen. Und was Reichs eigenen „Kommunismus“ betrifft:

      Schon 1930 (…) erzählte ich den Doktoren in der Sexpol-Bewegung, daß die sexuelle Unterdrückung tiefer lag als die ökonomische Unterdrückung. Die Marxisten konnten das nicht ertragen. Die Marxisten akzeptierten mich, solange ich die Orgasmustheorie als zweitrangig hinter die ökonomischen und sozialen Faktoren plazierte. (nach Sharaf, Journal of Orgonomy, May 1971)

  2. Robert (Berlin) Says:

    Hier moralisierend irgendwelche schlimmen Auswüchse des freien Marktes vorzubringen, ist ebenso verwerflich, als würde man die unschuldige Lust jenes Babys z.B. mit der eines verklemmten Exhibitionisten gleichsetzen!

    Leider haben Babys keine Grenzen und machen immer mehr Schulden…bis keiner sie mehr bezahlen kann.

    • Peter Nasselstein Says:

      Es geht darum, daß sich die Bedürfnisse selbst regeln. Kein Baby bzw. Kleinkind wird von sich aus grenzenlos Nahrung in sich hineinschlingen, bis es platzt. Eßstörungen entstehen erst, wenn „der Plan“ die Szene betritt und nicht mehr die Bedürfnisse des Kindes im Mittelpunkt stehen, sondern der Wahn der Eltern oder von „Ernährungsexperten“.

      Ich weiß, die meisten Erwachsenen haben die Fähigkeit zur Selbstregulation verloren (was ja u.a. an den teilweise Eßstörungen zu sehen ist, die sich immer weiter ausbreiten), aber es kommt ja (außer Islamisten und freakigen Katholen) auch niemand auf die Idee, die Sexualität einschränken zu wollen, weil die meisten Menschen orgastisch impotent sind.

      Nach Generationen kommunistischer Erziehung haben wir es mit einer Bevölkerung voller kleiner infantiler Faschisten zu tun, die ihr Vertrauen in irgendwelche „Führer“ und „den Staat“ legen. Kaum besser sieht die Bilanz der Sozialisten in Westeuropa aus. Man denke nur daran, daß die sogenannten „Sozialdemokraten“ es mit ihren großartigen Sozialprogrammen geschafft haben, die arbeitenden Massen in Abhängigkeit zu halten, d.h. daran zu hindern, durch eigene Anstrengung sozial aufzusteigen. Nirgendwo sonst studieren so wenige Arbeiterkinder, nirgendwo sonst ist es derartig schwierig etwas Eigenes auf die Beine zu stellen („vom Tellerwäscher zum Millionär“) wie im „sozialdemokratischen“ Deutschland.

      Die Orgonomie ist nicht kompromißlos antikommunistisch und antisozialdemokratisch, weil sie sich Illusionen über den Kapitalismus und die westlichen Demokratien macht, sondern weil sie es mit Roten FASCHISTEN zu tun hat.

  3. Robert (Berlin) Says:

    Der Kapitalismus ist aber kein ungepanzertes Baby und keine Arbeitsdemokratie. Grundlage des Kapitalismus ist der sekundäre Trieb zum Profit; der Kapitalist kennt keine Grenzen des Profits, so wie ein Baby satt ist, wenn es genug Milch hat; eine Sättigung der Profitgier kennt er nicht. Die Kapitalisten sind solche Menschen, wie sie Reich in der FdO(42) beschrieben hat: rücksichtslos, mitleidslos.
    Genauso wie im Strafrecht geregelt wird, was verboten wird, wird im BGB, Handelsrecht etc genau festgelegt, was erlaubt und verboten ist, weil jeder weiß, dass Kapitalisten keine friedlichen, satten Babys sind.

  4. Manuel Says:

    „Hier moralisierend irgendwelche schlimmen Auswüchse des freien Marktes vorzubringen, ist ebenso verwerflich, als würde man die unschuldige Lust jenes Babys z.B. mit der eines verklemmten Exhibitionisten gleichsetzen!“
    Die Leute die Wirtschaft betreiben (im weitesten Sinne wir alle) sind keine unschuldigen Babies – schön wär’s! – sondern verklemmte Exhibitionisten, Neurotiker, Psychotiker usw. und zwar insbesondere diejenigen die wirtschaftlich besonders erfolgreich sind, denn dieser Erfolg basiert heutzutage nicht auf dem ungepanzerten ausleben der natürlichen Lust, sondern auf pestilenten Methoden, den Gegner auszukonkurrieren – sonst wäre die Pharmaindustrie ja nicht erfolgreicher als die Orgontherapie! Genau darum muss es bei Regulierungen gehen… Schutz und Sicherheitssysteme muss es geben – ich möchte nicht kranken Psychopathen hilflos ausgeliefert sein, weder in der Wirtschaft noch im Strassenverkehr, der Medizin oder sonstwo. Dafür ist der Rechtsstaat da, auch wenn er aufgrund neoliberaler Attitüden ( die übrigens immer mit einer Aufblähung der Bürokratie einhergehen, die sie angeblich bekämpfen wollen, siehe aktuelle Gesetzesinitiativen der FDP) seiner Funktion immer weniger gerecht wird… Ich finde diese Art, den freien Markt zu predigen moralistisch und freiheitskrämerisch – unverantwortlich. Solange die notwendigen Strukturen in den Menschen nicht vorhanden sind, kann man nicht plötzlich die Panzerung (Marktregulierung) komplett abschaffen – das bewirkt nur ein Austoben der sekundären Schichten, das müsste doch eigentlich sowas von klar sein…
    Nur mal ein ganz harmloses und banales Beispiel der „Deregulierung“: die Aufhebung der Verpackungseinheiten mit genormten Inhalten, zB. 250g Butter, 1l Milch etc.
    „Komissar“ Verheugen hat das in einem Interview anschaulich damit begründet, das er als Student gerne kleinere Pakete Butter gekauft hätte, damit die nicht immer ranzig wird. Da sieht man mal wieder, wie sehr studieren das klare Denken fördert! Auch nach der bisherigen Verpackungsordnung hätte der Handel kleinere Einheiten anbieten können, wenn er daran irgendein Interesse gehabt hätte, allerdings in sinnvollen Halbierungen der größeren Verpackungseinheiten, so das jeder sofort weiss, was er bekommt und die Preise einfach vergleichen kann! Jeder weiss, das es nur darum geht uns irgendwelche 237,5g Packungen anzudrehen, die so aussehen, als ob sie 250g enthalten und auch genausoviel kosten. Und damit muss ich jetzt beim Einkaufen meine Zeit verschwenden, wenn ich nicht beschissen werden will! Und nicht nur ich, denn die Händler müssen eigentlich den Preis pro Kilo oder 100g am Regal angeben, damit ich besser umrechnen kann – diese Angaben sind aber häufig falsch! Also nur Ärger und unnötige Mehrarbeit für alle, Konkurrenzvorteile entstehen durch Täuschung statt durch ein besseres Angebot – eine echte Verschlimmbesserung im Namen der „Freiheit“. Nein, danke!

    „Ich weiß, die meisten Erwachsenen haben die Fähigkeit zur Selbstregulation verloren (was ja u.a. an den teilweise Eßstörungen zu sehen ist, die sich immer weiter ausbreiten), aber es kommt ja (außer Islamisten und freakigen Katholen) auch niemand auf die Idee, die Sexualität einschränken zu wollen, weil die meisten Menschen orgastisch impotent sind.“
    Es geht nicht darum, die Sexualität (Wirtschaft) AN SICH einzuschränken, sondern die SEKUNDÄREN Auswüchse, die der Panzerung entstammen. Die Annäherung an Freiheit kann nur ein relativ langsamer Prozess sein (Revolutionen und Eruptionen hatten wir schon mehr als genug in der Menschheitsgeschichte) und ich wünsche mir, dass alle daran teilnehmen können und nicht, das es zu einer „neuen Aristokratie des Geldes“ (Thomas Jefferson, Erfinder des Progressiven Steuersatzes) kommt.

  5. Peter Nasselstein Says:

    Robert und Manuel, natürlich kann ich vielem zustimmen, was ihr schreibt, das beste Beispiel ist der illegale (und legale!) Drogenhandel. Trotzdem kann ich nur jedem Raten Bronislaw Malinowskis Schriften jenseits seiner Beschreibung des Sexuallebens der Trobriander zu lesen: über den Ringtausch (Argonauten des westlichen Pazifik) und den Gartenbau (Korallengärten und ihre Magie). Klingt alles verdammt „kapitalistisch“.

    Was den Vergleich von erfolgreicher Pharmaindustrie und Orgontherapie betrifft, sind es gerade die Orgontherapeuten, die im Moment verzweifelt gegen die Gesundheitsreform in den USA, die ein neues FDA-Debakel für die Orgonomie bedeuten würde, kämpfen. Von wegen nur noch standardisierte Psychotherapie und Psychiatrie erlaubt.

    ACO medical orgonomists Drs. Edward Chastka and Peter Crist are scheduled to speak this Saturday, November 21st at the Million Med March in Pennsylvania and New Jersey respectively.

    The March is a nationwide rally in each state capital to bring doctors and patients together to have a constructive debate on current healthcare reform. To learn more, visit the ACO’s website at http://www.orgonomy.org.

    Hier die Gesetze, die eine Arztpraxis in Deutschland (neben vielem anderen!) beachten muß: Arbeitsgerichtsgesetz, Arbeitssicherheitsgesetz, Arbeitsschutzgesetz, Arbeitsstättenverordnung, Arbeitszeitgesetz, Bürgerliches Gesetzbuch, Berufsbildungsgesetz, Beschäftigtenschutzgesetz, Betäubungsmittelgesetz, Bundesdatenschutzgesetz, Infektionsschutzgesetz, Jugendarbeitsschutzgesetz, Ladenschlußgesetz, Medizin Produkte Gesetz, Mutterschutzgesetz, Das Sozialgesetzbuch, Gemeinsamer Bundesausschuss Ärzte und Krankenkassen, Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft, Biostoffverordnung, Gefahrstoffverordnung, Technische Regel für biolog. Arbeitsstoffe, Jugendarbeitsschutzuntersuchungsverordnung, Kinderarbeitsschutzverordnung, Medizinproduktebetreiber-Verordnung, Reichsversicherungsordnung, Röntgenverordnung, Strahlenschutzverordnung, Berufsgenossenschaftliche Regelungen, Unfallverhütungsvorschrift, Gebührenordnung für Ärzte, Einheitlicher Bewertungsmaßstab, Regionale Strukturverträge, Berufsordnung für Ärzte/Psychotherapeuten, Psychotherapierichtlinien.

    …alles zum Schutz gegen die „Auswüchse des freien Marktes“!

  6. Manuel Says:

    In meinem privaten Sprachgebrauch unterscheide ich „Marktwirtschaft“ und „Kapitalismus“. „Marktwirtschaft“ wird am besten erklärt durch das Bild eines Wochenmarktes, den wir alle kennen: Zu geregelten Zeiten kommen Händler, die eine Standgebühr (Steuer) zahlen – von der die Infrastruktur des Marktes bezahlt wird- bieten zu geregelten Konditionen (lauterer Wettbewerb, geeichte Gewichte etc.) Waren an, aus denen ich dann das mir passende Angebot wählen kann – für alle Beteiligten eine vorteilhafte Sache. „Kapitalismus“ findet dort eigentlich nicht statt, denn es wird kein Geld gehandelt. Kapitalismus ist die Bewirtschaftung des Geldes ausschliesslich unter dem Gesichtspunkt der maximalen Geldvermehrung, völlig losgelöst von den realen Prozessen, aus denen dieses Kapital hervorgeht – das ist die Ursache der aktuellen und der zukünftigen Wirtschaftskrisen, bei der die „Basis“ -die Realwirtschaft- durch den „Überbau“ – die Kapitalbewirtschaftung- geradezu wie durch einen Parasiten geschädigt wird! Wie ich schon mal erwähnte – „Geld kann man nicht essen“😉 in Wirklichkeit leben wir von der konkreten Produktion und dem Handel mit konkreten Dingen, nicht von abstrakten Geldtransaktionen, wie zB. dem ständigen Geldtransfer, um Kursdifferenzen verschiedener Währungen gewinnbringend auszunutzen. Dieser „abstrakte Kapitalismus“ scheint mir wirklich die Energie von den Genitalien ins Gehirn abzuziehen…

  7. Robert (Berlin) Says:

    Trotzdem kann ich nur jedem Raten Bronislaw Malinowskis Schriften jenseits seiner Beschreibung des Sexuallebens der Trobriander zu lesen: über den Ringtausch (Argonauten des westlichen Pazifik) und den Gartenbau (Korallengärten und ihre Magie). Klingt alles verdammt „kapitalistisch“.

    Kurz ein Zitat: „Im Mittelpunkt von Malinowskis auch literarisch faszinierender Schilderung steht das ,,Kula“, der Ringtausch von teils nützlichen, vor allem aber magisch-rituell bedeutsamen Gütern, die in einem komplexen System von Gegenseitigkeits- und Freundlichkeitsökonomie zwischen den verschiedenen Inselgruppen zirkulieren. Hierbei unternehmen die Trobriander und ihre Nachbarn große, magisch und nautisch sorgfältig vorbereitete Übersee-Expeditionen, die, wie die Seefahrt der Argonauten in der griechischen Sage, von einer Mythologie aus Gefahren und harten Prüfungen, aus Seeungeheuern und Stürmen, aus Schiffbruch und wohlbehaltener Ankunft umgeben sind.“

    Ich habe das Buch „Argonauten“ leider noch nicht gelesen, aber zwei andere Bücher von Malinowski. Ich bezweifele aus dem bisher gesagten, dass die Trobriander sich wie gewissenlose Kapitalisten verhalten würden, die ihre Abnehmer vergiften, betrügen und belügen würden, nur um den höchten Profit zu machen.

    Das Beispiel mit den Gesetzen:
    Hört sich zuerst einmal schlimm an, aber jeder Handwerker muss „theoretisch“ mehrere Gesetzesbücher, Fachvorschriften, Empfehlungen usw wissen, bevor er einen Nagel einschlägt oder den Pinsel schwingt. Er muss kein Jurist sein, sondern nur die Gesetze schonmal gehört haben, die ihn betreffen ! So auch jeder Arzt (abgesehen davon, dass die Bürokratie bei ihnen immer schlimmer wird, aber dann deswegen, um den freien Ärztestand gegen gesteuerte Polikliniken auszutauschen), der zum Glück mehrer Jahre studieren muss.

    Das Beispiel der US-Gesundheitsreform hat nur insofern mit unserem Thema zu tun, dass eingeschränkt werden soll, was von der gesetzlichen Krankenversicherung bezahlt wird (meines Wissens!), genau wie es bei uns in Deutschland der Fall ist. Das die Orgontherapie nicht darunter fällt, war abzusehen.

    • Peter Nasselstein Says:

      Reich hat in der ursprünglichen Ausgabe seiner Schrift über den Einbruch der Sexualmoral, die Trobriander als Beispiel einer „urkommunistischen“ Gesellschaft bezeichnet, das dann später in der revidierten Fassung Der Einbruch der sexuellen Zwangsmoral mechanisch in „ur-arbeitsdemokratischen“ Gesellschaft umbenannt.

      Malinowski hat 1935 am Ende seines Werkes über die trobriandrische Landwirtschaft (Korallengärten und ihre Magie, Frankfurt 1981) geschrieben, daß im Lichte seiner Analyse sich zeige,

      wie vergeblich die Unterscheidung zwischen kommunistischem und Privateigentum ist. Ich hätte durchweg zeigen können, wie jeder Anspruch, jede Beziehung zwischen Mensch und Boden betontermaßen sowohl individuell wie kollektiv ist.

      Malinowski hebt hervor, wie ungeheuer komplex die angeblich „urkommunistische“ Wirtschaft der Trobriander ist – daß hier praktisch alle denkbaren Wirtschaftsordnungen in einer funktionellen Einheit verbunden sind. Dagegen handele es sich bei den alten anthropologischen Theorien, die den „Wilden“ entweder zum Kommunisten oder zum Prototyp des brutalen Manchsterkapitalisten machen wollen,

      um einen schlechten und unklugen Kurzschluß; durchgehend haben wir gesehen, daß das eigentlich Problem nicht im Entweder-Oder von Individualismus und Kommunismus liegt, sondern in der Wechselwirkung kollektiver und persönlicher Ansprüche.

  8. Robert (Berlin) Says:

    Erstaunlicherweise hat es Bernd Senf nun bis ins ARD geschafft:

  9. O. Says:

    Nun habe ich ganz viel zur links-rechts Debatte (oder nur links) unter „Reichianern“ gelesen. Und es wird nach einem politischen Muster betrachtet, aber eine inhaltliche Diskussion ist kaum möglich. Wenn man die Orgontherapie als Messlatte nimmt, schneiden andere Körpertherapien schlecht ab. Aber hier wird man detaillierte ran gehen müssen, um zu verstehen, warum Lowen seine Technik so präsentierte oder Kelley … – Die Kritik an den emotions Artikeln bspw. könnte man genauer unter die Lupe nehmen und sie wird nicht die einzige bleiben.
    Ist es nun aber eine Frage der politischen Ausrichtung oder der Person des Autors, der zu kritisieren wäre. Will man hier inhaltlich diskutieren oder lohnt es sich schon gar nicht mehr, weil es „Schrott“ ist?

    Die Frage um Baker war die des Alleinigkeits-Anspruches auf die Orgonomie bzw. Orgontherapie-Ausbildung. Ich habe den Eindruck, dass die Amerikaner diese Diskussion überwunden haben oder die Fronten sind geklärt und jeder macht seines.
    Möglicherweise sind auch alle nur zu alt, um sich weiterhin zu streiten.

    Im Grunde läuft es hier in D. doch auf dieselbe Frage hinaus, nur dass hier keiner diesen Anspruch erheben kann, es aber trotzdem permanent getan wird. – Nur hat dies genau nichts mehr mit Reich zu tun, außer dass man es mit Reichs Diagnostik analysieren könnte.

    Es ist die Frage, ob es dann noch Sinn macht „Reichs Wissen“ weitergeben zu wollen, wenn die „Hüter des Wissens“ es doch nur für sich beanspruchen wollen und statt Wissen Unwissen verbreiten. Dann kann man sich nur noch auf Baker zurückziehen wollen und behaupten, dass dies die einzige und richtige Reichinterpretation ist. – Oder man zieht sich auf Reich zurück und argumentiert mit seiner Theorie, aber dann fühlen sich die anderen auch nur angegriffen.

    Also eine einfache Lösung gibt es wohl nicht

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