Warum nicht mehr Arbeiten von den Orgonomen?

Es stellt sich die Frage, warum die einzelnen Orgonomen in Amerika (und die paar in Europa) nicht viel mehr publizieren, insbesondere Arbeiten jenseits von Medizin, Psychologie und Soziologie? Erstens ist die Ausbildung zum Arzt, Psychiater und Orgonomen in den letzten Jahrzehnten immer zeitaufwendiger und vor allem teurer geworden, so daß von daher kaum noch Kapazität und Zeit übrigbleibt, sich im Labor kontinuierlich etwa mit Orgonphysik zu beschäftigen, zumal die horrenden Schulden, die sich angehäuft haben, mit geldbringender Arbeit abgebaut werden müssen. Und zweitens verlangen die zunehmenden Regularien, die den ärztlichen Beruf zu einem bürokratischen Alptraum voller juristischer Fallstricke machen (die teilweise schnurstraks ins Gefängnis führen können!), 150% der Arbeitszeit und Arbeitskapazität des Orgonomen. Hat er etwa in den USA eine reguläre psychiatrische Praxis und behandelt auch Patienten für Medicare (öffentliche Krankenversicherung für behinderte und ältere Bürger) und Medicaid (das gleiche für Bedürftige) kann es jederzeit zu unangekündigten Überprüfungen in der Praxis kommen und wehe es fehlt etwas in der Dokumentation, es stimmt was nicht bei der Ausstattung der Praxis oder es gibt gar Fehler in der Rechnungsstellung: ganz schnell hat er eine ruinöse Anklage wegen „Betrugs“ am Hals. Und ganz nebenbei hat er eine Familie mit Kindern. Es ist ein brutaler Kampf ums nackte ökonomische Überleben! Kein Arzt in Amerika hat die freie Zeit um nebenher noch irgendetwas anderes zu machen! Noch schlimmer ist es mit jenen bestellt, die in Kliniken arbeiten! Es ist geradezu ein Wunder, daß von medizinischen Orgonomen überhaupt irgendetwas veröffentlicht bzw. geforscht wird.

Hier tut sich ein grundlegender Widerspruch auf zwischen einer immer mechanistischer werdenden Gesellschaft (Pfeil nach links), in der alles immer komplizierter wird, und der nach dem Gemeinsamen Funktionsprinzip der Natur suchenden Orgonomie (Pfeil nach rechts):

rechtlinksfunkt

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2 Antworten to “Warum nicht mehr Arbeiten von den Orgonomen?”

  1. David Says:

    Erstens ist die Ausbildung zum Arzt, Psychiater und Orgonomen

    bekanntermaßen auf jeden Fall die zum Arzt und zum Psychiater das was innerhalb vom ACO ist ist doch seit vielen Jahren im Umfang unverändert oder?

    in den letzten Jahrzehnten immer zeitaufwendiger und vor allem teurer geworden, so daß von daher kaum noch Kapazität und Zeit übrigbleibt, sich im Labor kontinuierlich etwa mit Orgonphysik zu beschäftigen, zumal die horrenden Schulden, die sich angehäuft haben, mit geldbringender Arbeit abgebaut werden müssen. Und zweitens verlangen die zunehmenden Regularien, die den ärztlichen Beruf zu einem bürokratischen Alptraum voller juristischer Fallstricke …

    das kennen wir in Deutschland auch, da sind die eher „körperlichen“ also z.B. die operierenden Ärzte ebenso davon betroffen dass die Verwaltungs-, Dokumentations- und Schreibarbeit immer mehr wird.

    Und überhaupt alle möglichen Berufe.

    Was die Ausbildungen betrifft: die werden nicht nur deshalb immer länger, weil die zu verrichtenden Arbeiten komplizierter werden, sondern es liegt auch eine Eigendynamik da drin im Dienst jener Interessen, welche die Anzahl der Ausgebildeten kurz halten und dadurch die Einkommen nach oben treiben wollen (das ist das von J.Stiglitz so genannte „Rent Seeking“).

    Also wenigstens teilweise dysfunktional und wenigstens teilweise – im weiteren Sinne – korrupt.

    Ist nicht die Schweiz das unbürokratischste Land? Ging nicht da eine Volksabstimmung für eine „Einheitskrankenversicherung“ – vielleicht zum Glück – negativ aus??

  2. O. Says:

    Der Faktor Zeitmangel (auch bürokratisch erzeugt) mag einiges erklären. Zweitens gibt es ein nicht unbeträchtliches Desinteresse innerhalb der Szene. Drittens ist der Charakter innerhalb der Szene nicht wesentlich von dem außerhalb zu unterscheiden.
    Dies führt wiederum zu Desinteresse an Reich selbst und ersetzt ihn durch Cliquenwirtschaft und kultischer Verehrung zur eigenen neurotischen Erhöhung.
    Aus diesen Fakt(or)en heraus, ist es gut wie es ist. Je weniger geschirieben wird, desto besser für alle.

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