Transsubstantiation

Galileo Galilei wurde nicht etwa deshalb verfolgt, weil er das heliozentrische, sondern weil er das atomistische Weltbild vertrat. Letztendlich war es aus theologischer Sicht gleichgültig, ob die Sonne um die Erde kreist oder umgekehrt. Ganz und gar nicht gleichgültig war die Zusammensetzung der Materie. Wenn diese sich nämlich aus Atomen zusammensetzt, gibt es keinerlei Platz für die Transsubstantiation, d.h. die wesenhafte Verwandlung von Brot und Wein in das Fleisch und Blut Christi während der Eucharistie. Atome sind unveränderliche, fixe Einheiten, die sich zwar zu den unterschiedlichsten Objekten zusammensetzen können, aber deren Wesen ist damit fixiert. „Brot ist Brot“ und „Wein ist Wein“. An die Stelle Gottes und seines Wirkens tritt die Materie und deren autonome Gesetze. Beispielsweise kann Brot diesen Gesetzen folgend verschimmeln, Wein verdunsten, etc. Mit anderen Worten: Galilei vertrat den Materialismus. Gott sollte an den Atomen geradezu zerschellen!

Der Materialismus bedeutet, daß nicht nur alles um uns herum, sondern auch wir selbst nichts anderes sind als wesensleere Objekte, die sozusagen aus „Legosteinen“ (Atome) zusammengesetzt sind. Diese Weltsicht hat ein großes Problem: sie bietet keine denkbare Erklärung für unser subjektives Innenleben, unsere mentalen Funktionen, unsere Sinneswahrnehmungen, unsere Emotionen. Und genau hier setzt die „Entdeckung des Orgons“ durch den bekennenden Materialisten Wilhelm Reich an. Zwar machte er in seinen „bioelektrischen Versuchen“ Mitte der 1930er Jahre die Emotionen sichtbar, doch entzogen sich die Meßergebnisse allen materialistischen Erklärungsansätzen. Ähnliches beobachtete er bei den sich unmittelbar anschließenden „Bionversuchen“, wo es darum ging, Materie zu „zerstören“ und sie sich neu organisieren zu lassen. Aus dieser Forschung entsprang die Entwicklung des Orgonenergie-Akkumulators und, schließlich, des DOR-Busters, mit deren Hilfe man Materie mit einer zwar „immateriellen“ (d.h. sich nicht aus Atomen bzw. Quantenobjekten zusammensetzenden) aber doch greifbaren Energie aufladen bzw. entladen kann. Diese „Orgonenergie“ war die spezifische Energie der Emotionen.

Endgültig brach der Materialismus im ORANUR-Experiment zusammen, als sich zeigte, daß Atome nicht nur, wie Jahrzehnte zuvor entdeckt, radioaktiv zerfallen können, sondern Materie sich unabhängig von ihrer atomaren Struktur umwandeln kann. Reich bezeichnete das als „prä-atomare Chemie“.

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2 Antworten to “Transsubstantiation”

  1. Anna Torus Says:

    Interessant ist ja, dass „Materie“ und „Materialismus“ ursprünglich etwas ganz anderes bedeuten. Beide gehen nämlich auf lat. mater, also Mutter zurück. „Materie“ hieß früher auch „Grundstoff, Mutterstoff, Ursache“ und legt damit ein Weltbild nahe, dass sich der Lebendigkeit der Natur bewusst war und in der Fruchtbarkeit der Erde ihren Wert sah. Es ist verrückt, wie dieser Begriff heute eigentlich pervertiert ist und im Gegenteil das Tote meint (und verehrt).

  2. Peter Nasselstein Says:

    Sehr interessante Videoserie: Rethinking India, Egypt, Peru, etc.

    Die Megalithkulturen werden erklärt mit einem geheimnisvollen unbekannten chemischen Stoff, der Granit und ähnliches hartes Gestein weich machte und der auf eine unbestimmte Weise mit dem Magnetismus verbunden sei. Die Beipiele lassen sofort an das Orgon denken. War die „Chemie“, die uns heute vollkommen unbekannt ist, Vielleicht so etwas wie Reich prä-atomare ORANUR-Chemie und waren diese Kulturen „Orgonkulturen“ vor unserer Zeit?

    Anschauen, ist eindeutig kein Esotrip!

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