Nationalismus und Globalismus

Im US-Wahlkampf geht es gegenwärtig weniger um Links und Rechts, sondern um Nationalismus und Globalismus. Wie neulich ein „kapitalistischer“ Nadelstreifen-Heini vor Verachtung sagte: „Die Fremdenfeindlichkeit der Leute im Osten ist so irrational. Kein Land der Welt profitiert so sehr von der Globalisierung!“ Und daneben bettelte ein Punker mit seinem „No Borders!“-Sticker.

Auch Reich plädierte von Anfang bis Ende seiner Karriere für den Globalismus. Wie sollte er auch anders reagieren als Heimatloser, der durch den nationalistischen Irrsinn des Ersten Weltkrieges gegangen ist und schon bald von einem Exil ins andere fliehen mußte, sich Europa aber in eine Ansammlung von landesgroßen Festungen verwandelt hatte. Er wußte noch, daß es vor dem Ersten Weltkrieg keine Paßpflicht gab. Angesichts der biologischen bzw. bioenergetischen Funktionen, die er entdeckt hatte, waren die Unterschiede zwischen Völkern und „Rassen“ vollkommen nebensächlich und verloren jedwede Bedeutung. Die Arbeitsdemokratie sei inhärent internationalistisch und die willkürlichen politischen Grenzen zwischen den Ländern (man denke nur an den Zerfall Österreich-Ungarns!) wären in dieser Hinsicht zerstörerisch.

Ist dieser Blog aber nicht anti-globalistisch und, oh Schreck, nationalistisch? Dazu ist dreierlei zu sagen:

  1. Was früher eine Wahrheit war, ist heute eine Lüge und wird in Zukunft wahrscheinlich wieder eine Wahrheit sein. Wir mögen einen Vorteil durch offenen Warenverkehr haben, aber Menschen ohne jedes Hindernis ins Land zu lassen, bringt fast ausschließlich Probleme mit sich, zumal es wohl kaum ein Land gibt, daß für zuwanderungswillige Fachkräfte (Ärzte, Ingenieure, Wissenschaftler, etc.) derartig unattraktiv ist – und durch die Einwanderung des Lumpenproletariats Südosteuropas, Arabiens und Afrikas auch immer unattraktiver wird. Und überhaupt: der globalisierte Kapitalismus mag zwar von den Wirtschaftsdaten Deutschlands her betrachtet sehr gut aussehen, doch tatsächlich zerstört er die Mittelschicht, mittelständische und Kleinstunternehmen, die Familienbetriebe in der Landwirtschaft und nicht zuletzt unsere gesamte Kultur. Mit anderen Worten: er zerstört die Arbeitsdemokratie in Deutschland. Auch wenn die von der vaterlandslosen Großindustrie bestimmten Medien das Gegenteil verkünden!
  2. Es ist unstreitig, man denke nur an die „Ethno-Medizin“, daß es gewichtige Unterschiede zwischen Rassen und Völkern gibt. Wie sollte das auch anders sein, schließlich ist der Mensch ein Tier und unterschiedliche Tierpopulationen verhalten sich unterschiedlich, sind unterschiedlich. Beispielsweise kann man indische Elefanten zähmen, afrikanische prinzipiell nicht. Es macht in dieser Beziehung wenig Sinn, auf tiefere Funktionen oder gar auf „den Elefanten an sich“ zu verweisen! Daß etwa weltweit und so gut wie ohne Ausnahme sich ostasiatische Einwanderer (etwa Chinesen und Koreaner) sehr gut einpassen und spätestens in der zweiten Generation erfolgreich sind, während Schwarzafrikaner nur selten auf einen grünen Zweig kommen, ist der Biologie zu schulden, etwa dem angeboren geringeren Testosteronspiegel der Asiaten, der die Anpassung an die fremde Gesellschaft erleichtert, verbunden mit einem angeborenen höheren IQ. Reichs anti-genetische und „anti-faschistische“ Argumentation mag zwar sehr sympathisch sein, doch aus heutiger Sicht ist sie mehr Ideologie als Wissenschaft!
  3. Reich hatte vollkommen recht. Man muß nur die unterschiedlichen Ebenen auseinanderhalten. Er sprach von der bioenergetischen Ebene unterhalb der Genetik und der biosozialen („arbeitsdemokratischen“) Ebene unterhalb der Ökonomie. Das bedeutet aber nicht, daß man deshalb der Ideologie von Frau Merkel, der Grünen und der Bertelsmann-Stiftung folgen muß, die überall „Rassismus“ wittert, den Nationalstaat abschaffen will und die totale Globalisierung preist. Diese Ideologie ist genau jene Wahrheitskrämerei, die Reich so verabscheut hat. Manchmal muß man mit allen Mitteln die Gegenwahrheit, d.h. die oberflächliche Ebene, gegen die Wahrheit, d.h. die tiefere Ebene, verteidigen.

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6 Antworten to “Nationalismus und Globalismus”

  1. Claus Says:

    Das ist eigentlich ganz im Sinne von Nida-Rümelin (Julian), der Publizität gegen alle Widerstände will (Vortrag, zu googeln über „Wahrheit“, „Demokratie“, „Monitor“, „Nida-Rümelin“, ….); derartige Publizität sollte ‚die Wahrheit‘ zutage fördern, wenn sie nicht unter den linken Oberflächengegenwahrheiten geradezu vermüllt wird.

  2. Renate Says:

    Hab ich das hier am Blog oder anderswo gelesen?:
    Der Humanismus ist eine Erfindung der Kommunisten und der Begriff „die Menschenrechte“ eine Erfindung der …

  3. Sebastian Says:

    Wieso ist es eigtl so schlimm, dass Deutschland für zuwanderungswillige Fachkräfte so unattraktiv ist? Immerhin haben wir ein in 800 Jahren seit der Hansezeit gewachsenes, einmaliges duales Ausbildungssystem, das dazu führt, dass der Abschluss meinetwegen einer Krankenschwester in Deutschland viel qualifizierter ist als der im europäischen, geschweige denn außereuropäischen Vergleich. Es ist doch gerade einer der Aspekte, für die Deutschland so verehrt wird: Das hohe Qualifikationsniveau auf allen Ebenen. Ein syrischer Ingenieur ist eben nur so qualifiziert wie ein deutscher Geselle. Na klar gibt es deswegen hohe Hürden.

  4. edmalek Says:

    The post-authoritarian (ex-communist) nations who still have some of their secondary layer blocked are more capable of acting rationally regarding Muslim immigration. They are more in touch with their core and secondary feelings, including and especially anger. Compare this to the weak-willed and confused sentimental Westerners and their „embracing“ immigration. Here, feelings are acted upon a philosophy of righteousness, which are totally disconnected from the body, and only want to prove their correctness. A classic definition of narcissism.

  5. Robert (Berlin) Says:

    Geradezu entlarvend die E-Mails von Podesta

    http://www.oliverjanich.de/deutsche-bekommen-ihren-todeswunsch-erfuellt-was-das-clinton-camp-wirklich-ueber-merkel-denkt

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