Die politische Idiotie in der Orgonomie

Ich kann es nicht lassen, die Facebook-Beiträge von Amerikanern, die außerhalb des American College of Orgonomy (ACO) stehen, über mich ergehen zu lassen. DeMeo ist die einzige Ausnahme, der Rest ist einheitlich für Hillary, ein paar für die Kandidatin der Grünen Partei. Das rechtfertigen sie mit ihrem Kampf gegen den „Faschismus“, den Trump angeblich verkörpert, vor allem aber „sexualökonomisch“, d.h. mit Themen wie Frauenrechte, Empfängnisverhütung und Abtreibung, Schwulenrechte, Mutterschutz, etc. Hinzu kommt der „Klimaschutz“ und allgemein der Schutz der Umwelt.

Diese Argumente zielen ins Leere, denn „rechte“ Orgonomen wie Baker, Mathews und Konia haben sich ausdrücklich und radikal von Konservativen distanziert, wenn es um die Bereiche Sexualität, Religion und Umweltschutz geht. Aber warum dann doch realiter immer konservative Politiker unterstützen? Weil es getreu des Reichschen Diktums darum geht Politik selbst als Krankheit zu sehen, d.h. Politik an und für sich in Frage zu stellen.

Von jeher haben Konservative Politik stets auf ihren rationalen Kern beschränken wollen, d.h. schlicht auf die „Staatskunst“: Sicherung der Grenzen, der Infrastruktur und das ständige Bemühen, die Gewaltenteilung aufrechtzuerhalten. Linke hingegen wollten stets weit mehr als reine Staatskunst, nämlich stets „Gesellschaftspolitik“, d.h. ideologische Gleichschaltung durch den Staat (etwa den „Kampf gegen Rechts“), die Sozialstaatsidee, etc. Mit anderen Worten die Durchdringung der gesamten Gesellschaft mit der Emotionellen Pest, die mit staatlicher Gewalt ihre Ziele durchsetzt. Plötzlich werden die Grenzen geöffnet, die Staatskassen für arbeitsscheues Gesindel geplündert, deine Kinder lernen in der Schule alles über „Analverkehr“ und du selbst stehst mit einem Bein im Gefängnis, wenn du eine Meinung kundtust, die vor wenigen Jahren noch Mainstream war. Und diese „orgonomischen“ Idioten unterstützen das alles, damit weiter Millionen Ungeborene zerhackt und abgesaugt werden dürfen, der Islam sich auf Kosten des Christentums ausbreiten kann und die Landschaft mit Vogelschreddern verschandelt wird … Und das alles im Namen von „Wilhelm Reich“!

Um der Idiotie die Krone aufzusetzen, sagen sie dir dann noch voll Entrüstung ins Gesicht, daß ja schließlich gerade doch das ACO politisch sei. Sie sind charakter-strukturell unfähig den Unterschied zu sehen, weil ihre Panzerstruktur zwanghaft nach „Gesellschaftspolitik“ verlangt. Sie brauchen sie, wie Konservative die Religion brauchen.

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10 Antworten to “Die politische Idiotie in der Orgonomie”

  1. Robert (Berlin) Says:

    Siehe dazu auch die Rede von Michel Houellebecq:

    „Zum ersten Mal kann man beispielsweise, Lindenbergs Buch zufolge, Reaktionär sein, nicht weil man rechts ist, sondern weil man zu links ist. Ein Kommunist oder jeder, der sich den Gesetzen der Marktökonomie als letztem Ziel widersetzt, ist ein Reaktionär. Jeder, der strikt gegen die Auflösung seines Landes in einem föderalen europäischen Raum ist, ist ein Reaktionär. Jemand, der den Gebrauch der französischen Sprache in Frankreich verteidigt oder jeder anderen Nationalsprache in ihrem jeweiligen Land und der sich der universellen Verwendung des Englischen entgegenstellt, ist ein Reaktionär. Jemand, der der parlamentarischen Demokratie und dem Parteiensystem misstraut, jemand, der dieses System nicht als die Ultima Ratio politischer Organisation begreift, jemand, der es gerne sähe, dass der Bevölkerung öfter das Wort erteilt wird, ist ein Reaktionär. Jemand, der dem Internet und den Smartphones wenig Sympathie entgegenbringt, ist ein Reaktionär. Jemand, der Massenvergnügungen so wenig mag wie organisierten Tourismus, ist ein Reaktionär.“

    http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/rede-zum-schirrmacher-preis-houellebecq-ich-bin-ein-halber-prophet-14454177.html?printPagedArticle=true#pageIndex_2

  2. Peter Nasselstein Says:

    Manche werden sagen, daß bei Hillary es nicht nur um Politik geht, sondern um organisierte Kriminalität allerschlimster Art. Hier ein Beispiel von vielen:

    Nun Hillary ist eine Schülerin von Saul Alinsky dessen RULES FOR RADICALS einfach nur die Machenschaften der Mafia Chicagos auf linke Politik übertragen hat. Linke haben sich stets mit Kriminellen (also Ultrakapitalisten!) identifiziert (Dialektik!!). Das trägt heute Früchte: du wirst heute vom Staat härter verfolgt, wenn du irgendwelche Vorgaben der Political Correctness nicht befolgst, als wenn du im klassischen Sinne kriminell wirst!

    • Robert (Berlin) Says:

      Trug Hillary Clinton bei der Debatte mit Trump einen Knopf im Ohr?

      [Peter der Zensor: Tut mir leid, ich muß diesen Link löschen, weil er auf meinem Laptop als „gefährliche Website“ blockiert wurde.]

  3. O. Says:

    Die Wahl zwischen zwei Idioten, nennen Amerikaner Demokratie. Trump mit seiner Frage nach dem roten Knopf, den er mal eben drücken möchte, sagt auch alles, mal abgesehen davon wie er sich gibt.

    • Peter Nasselstein Says:

      „Trump mit seiner Frage nach dem roten Knopf, den er mal eben drücken möchte“

      Wo steht das, wann hat er das gesagt? Er war gegen den Irak-Krieg, etc. Ist der eizige (sic!) US-Politiker, der nicht gekauft ist. Die US-Medien, die alle 5 Großkonzernen gehören, machen ihn nonstop runter. Er ist der einzige (sic!) Politiker, der ohne Skript und Teleprompter redet. Also: Was konkret hast Du gegen Trump einzuwenden?

      • Claus Says:

        Vielleicht steht O’s Bezug in diesem wenig Spezifisches über Trump aussagenden Kram:
        https://www.welt.de/politik/ausland/article157531356/Wie-Donald-Trump-lernte-die-Bombe-zu-lieben.html
        „Auf mögliche Ziele angesprochen wollte Donald Trump einen Einsatz von Atomwaffen selbst in Europa nicht komplett ausschließen.“ Das galt meines Wissens für alle US-Regierungen spätestens seit der Flexible-Respnse-Strategie.

      • Robert (Berlin) Says:

        Hier kann man sich an der Quelle informieren

        http://www.kopp-verlag.de/Great-Again%21.htm?websale8=kopp-verlag&pi=124516&ci=000398

        Wie Donald J. Trump Amerika retten will

        Liebling der Massenmedien in Deutschland für die US-Wahl ist die Wall-Street-Kandidatin Hillary Clinton, die für Krieg steht. Donald J. Trump gilt als gemeingefährlich und unsozial. Umso wichtiger ist es, sich selbst ein objektives Bild zu machen. Punkt für Punkt skizziert der Unternehmer, wie er »Amerika retten wird«:

        •Einwanderung: Gute Nachbarschaft beruht auf guten Mauern – diese Ansicht schlägt in Deutschland hohe Wellen. Tatsächlich sagt er: »Ich liebe Einwanderung«. Und dennoch kann er plausibel begründen: »Ein Land, das seine Grenzen nicht schützen kann, ist kein Land«.
        •Die Energiedebatte: Jede Menge heiße Luft – und jede Menge Fakten. Trump erläutert, dass der Klimawandel schlicht Einbildung ist. Die meisten Wirbelstürme traten im 19. Jahrhundert auf.
        •Das Recht auf Waffenbesitz – wegen der immer weiter steigenden Zahl an Gewaltverbrechen. Und er zeigt, wie dies geht: Ein Projekt namens »Exil« in Richmond, Virginia, funktioniert tadellos.
        •Den Medien Lektionen über Geld und Vernunft erteilen – wie bei uns in Deutschland. »Ich weiß, jede Umfrage zeigt, dass die Öffentlichkeit den Medien nicht traut.« Warum wohl?
        •Steuergesetze, die sich positiv auswirken – weil die bisherigen ­Gesetze nicht funktionieren und ungerecht sind. Donald J. Trump entwirft ein Programm, das nahezu 75 Millionen Haushalte komplett von der Einkommensteuer befreien würde. Dafür würden viele Abzüge und Ausnahmeregelungen entfallen.
        •Die Infrastruktur zerfällt – und sogar der amtierende Vizepräsident Biden gibt zu, dass es sich anfühlt, als »muss (ich) in einem Drittweltland sein.« Trump selbst hat dem Staat Gebäude abgekauft und totalsaniert. Hier zeigt er, wie das auch im ganzen Land gehen kann.
        •Außenpolitik: Kämpfen für den Frieden – ein Abschnitt, in dem er zeigt, wie der IS im ehemaligen Irak durch die USA selbst groß­gemacht wurde. Und in dem er deutlich macht, wie er als Geschäftsmann die kommenden Konflikte lösen würde – und nicht als Politiker.

        Schließlich legt er dar, wie seine persönlichen Finanzen aussehen. Damit ist er transparenter als die meisten Politiker aus dem Deutschen Bundestag. Donald J. Trump steht bei uns ­ohnehin nicht zur Wahl – Sie können seine Positionen teilen oder ablehnen. Dennoch: Ein Muss für alle, die sich eine eigene Meinung bilden wollen.

    • O. Says:

      Also Trump Worte – wie sie wohl im Fernsehen zu hören waren – werden von der Süddeutschen vorsichtig formuliert:
      „So soll Trump jüngst am Rande einer Fernsehsendung einen Außenpolitik-Berater mehrmals gefragt haben, warum Amerika seine Atombomben denn nicht einsetzen könne, wenn es diese schon habe. Im Studio soll daraufhin ungläubiges Schweigen geherrscht haben. „Trump würde sechs Jahrzehnte bewährter Abschreckungstheorie umwerfen“, twitterte der konservative Sicherheitsexperte John Noonan, als die Episode bekannt wurde. „Der Zweck von Atomwaffen ist, dass sie nie eingesetzt werden. Sieht Trump das anders?““
      http://www.sueddeutsche.de/politik/usa-trump-der-football-und-der-keks-1.3107724

      „Der republikanische Präsidentschaftskandidat Donald Trump tönt nicht nur gern gegen Frauen, Muslime und schreiende Babys, er hat offenbar auch ein beunruhigend entspanntes Verhältnis zu Atomwaffen. Dem US-amerikanischen TV-Sender MSNBC zufolge soll Trump bei einem Treffen mit außenpolitischen Beratern gleich dreimal dieselbe Frage gestellt haben: „Wenn wir Atomwaffen haben, warum setzen wir sie nicht ein?“ Trumps Wahlkampfmanager Paul Manafort bestritt den Vorfall. Dies sei „absolut unwahr“, sagte Manafort bei „Fox News“. Er selbst habe an dem entsprechenden Treffen teilgenommen, eine solche Frage sei dort nicht gestellt worden.“
      http://www.n-tv.de/politik/Trump-beunruhigt-mit-Atomwaffen-Aussage-article18342091.html

      Hier die eine Quelle: mit Video
      http://www.huffingtonpost.de/2016/03/31/trump-atomwaffeneinsatz_n_9581478.html

      FAZ wiederholt alles stur:
      http://www.faz.net/aktuell/politik/wahl-in-amerika/donald-trump-zieht-angeblich-den-gebrauch-von-atomwaffen-in-betracht-14371030.html

      AfD sagt dazu:
      https://afdmh.de/wp/us-kandidat-trump-warum-setzen-wir-keine-atomwaffen-ein/

  4. Jean Says:

    Trump hat Anhänger, weil viele Leute spüren, dass er es mit ihm eine Alternative zur großteils von Großkapital und militärischem Komplex abhängigen Clinton gibt. Allerdings wird er wenn gewählt von den Beratern schon eingehegt werden, und hat vermutlich bei großen Änderungen den Kongress gegen sich.
    D.h.es ist mehr eine Möglichkeit zu zeigen, dass einem die Verhältnisse nicht passen wenn man für ihn ist. Im total durch partikulare Lobbys verkrusteten System USA wird auch eine Trump-Wahl wenig bewirken.
    Er holt die Leute kurz aus ihrer Agonie, doch die Enttäuschung großer Erwartungen ist unausweichlich.

  5. Ed Malek Says:

    To my friends in Europe who read how „monstrous“ Trump is: listen to the man’s words first, before behaving like drunken sports fans in the bar. Isn’t it suspicious that Trump is attacked so viciously vis-à-vis his masculinity? Yes, he is aggressive, wants to fight, AND does not love everybody (i.e., aliens, Wall Street, Globalists and jihadists). That’s what makes him so different from the criminal Hillary–he is willing to use judgment, while H. just talks empty words of false humanism—policies that can cost your independence, happiness and life. So many people are hungry for love that they will love (identify) with their torturers (exactly, it’s psychological, and not changed by reason.)
    If Trump wins, it will bring a much-needed boost to other populists parties across the world, such as Pegida, AfD, Le Pen, Freedom Party, etc. We cannot tell for sure, but there have been instances of a courageous man leading the fight against a social pathology, which draws the masses to their own integrity, and a “movement” is begun.

    (Thanks to Robert for his factual outline.)

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